Spaniens kompromisslose 'Google Steuer' ist beschlossene Sache

In Spanien wurde in dieser Woche eine Urheberrechtsreform vom Parlament abgenickt, die allgemein als "Google Steuer" bekannt geworden ist. Ähnlich wie der deutsche Vorstoß zum Leistungsschutzrecht verpflichtet das neue Gesetz in Spanien ... mehr... Gesetz, Recht, Paragraph Gesetz, Recht, Paragraph Gesetz, Recht, Paragraph

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Spanischsprachigen Dienst für Spanien abschalten und auf <span class="skimlinks-unlinked">Google.com</span> weiterleiten. Dort für spanische IPs Suche nach Inhalten aus Spanien unterbinden und fertig ist der Lack. Sonst macht das noch Schule und die nächsten Massenabmahnwellen sind perfekt.
 
@orange_elephant: in Spanien sind wie hie rnicht nur spanische Inhalte urheberrechtlich geschützt.
 
wir können froh sein das wir so ein Service wie Google haben und nicht noch dafür zahlen müssen, so wie die Deutsche Telekom (FUCKKOM) es gerne hätte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 
:D Ist das lachhaft. Wofür bitte soll man da zahlen? "Um deren Rechte zu wahren wird nun schon das Setzen eines Links auf urheberrechtlich geschützte Werke kostenpflichtig." Also da will man quasi an die Quelle weiterleiten und vermitteln, und dann darf man dafür auch noch zahlen? :D Die werden schon sehen, wie die Zugriffszahlen durch sowas abnehmen werden, wenn Suchmaschinen eben dann keine Links angeben. Eigentlich macht ja dann die ganze Suchmaschine keinen Sinn mehr.
 
@Krucki: Tja, da hat wohl jemand das Internet nicht verstanden. Und dann wird rumgeheult, weil die Zugriffszahlen sinken und dann sind wieder die anderen schuld. Da werden reichlich Gelder geflossen sein in der von Korruption durchsetzten spanischen Politiklandschaft und die absolute Mehrheit der Regierungspartei tat wohl ihr übriges. Die Tatsache, dass Rechteinhaber nicht einmal auf Zahlungsforderungen verzichten können (welchen Sinn soll das haben, wenn es angeblich darum geht, die Rechte zu schützen?), lässt mich allerdings schlimmeres vermuten: Kritische Berichterstattung unterdrücken bzw deren Verbreitung, indem nicht mehr einfach darauf verlinkt werden darf. Na, die werden noch sehen, wie der Schuss nach hinten losgeht - hoffe ich zumindest.
 
@adrianghc: Im Prinzip ist das ein weiterer Vorstoß, das Internet zu blockieren. Es paßt den Mächtigen dieser Welt überhaupt nicht, das man auch an Infos herankommt, die gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren. Das Spiel "teile und herrsche" ist seit dem W3 sehr ins stocken geraten und gefällt den wahren Herrschern (hinter den Polit Marionetten) überhaupt nicht. xD
 
@adrianghc: Ich sehe das leider inzwischen ähnlich wie cryoman. Die Leute haben das Internet wohl schon gut verstanden und das Gesetzt dient eben auch dazu, die Informationsflut einzudämmen. Der Politik kann es nur Recht sein, wenn eine Art "freie Newssammlung" wie Google News eine ist, sehr eingeschränkt wird, oder gar verschwindet. So fällt es eben schwerer, unabhängig(er) zu recherchieren.
 
@FatEric: Wenn man das Internet verstanden hätte, würde man verstehen, dass so ein hirnrissiges Gesetz praktisch unmöglich umzusetzen ist.
 
Tja, wenn das durchgeht und eventuell noch andere Länder mit gleichen sinnlosen Aktionen kommen, wird man bald für die Nutzung von Google einfach zahlen müssen, was das ganze für Goggle dann ausgleicht, aber der Endnutzer wiedermal das nachsehen hat.
(P.s http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie)

Aber so blöde wie die Leute sind werden sie einfach Bezahlen und alles ist gut, aber dann wieder jammern weil man so viel Zahlen muss!

Erst denken, dann handeln...
War das nicht ein Zitat von vor x Tausen Jahren? :D
 
@fuba: Die Demokratie verbietet eine solche Maßnahme nicht. Viele machen den Fehler Demokratie mit einer Anarchie zu verwechseln.
 
@knirps:
Und wieder andere machen den Fehler Anarchie mit Anomie zu verwechseln.
Anarchie ist tatsächlich sehr demokratisch, weil nur das Volk regiert.
 
@Freudian: Vollkommen korrekt. Anarchie ist die friedlichste und freiheitlichste gesellschaftliche Ordnung die es gibt.
 
@knirps:
Deinen Sarkasmus kannst du stecken lassen, weil du damit nur zeigst, dass du nicht verstanden hast was ich damit meine. Dabei würde es schon reichen Wikipediaartikel zu Anomie und Anarchie zu lesen.

Ob Anarchie wirklich so friedlich ist, müsste man erst noch richtig testen, aber viele kleine Experimente aus der Geschichte haben tatsächlich gezeigt, dass es gut funktionieren kann.

Nochmal ganz einfach für dich ausgedrückt: Anarchie wird schon seit Ewigkeiten falsch im Volksmund benutzt und stattdessen ist Anomie der richtige Begriff. Ist vielleicht sogar auch so gewollt.
 
@Freudian: Das war kein Sarkasmus von mir Oo
Hastes gestern nicht besorgt bekommen, noch zu viel Restalkohol? (Das war jetzt sarkastisch, vll. sogar zynisch)
 
@knirps:
Prima, dann wurde ich mal ausnahmsweise positiv überrascht. Entschuldigung für meinen vorherigen Kommentar.
 
@fuba: Ich tippe auf Ungarn als nächstes. Die Idiotie mit der Internet-Steuer war nur der Anfang.
 
@fuba: Wenn das Franco noch erlebt hätte...
 
@fuba: es ist die gewählte Regierung? die hatten das sogar im Programm...was ist hier also nicht demokratisch?
 
"... es den Rechteinhabern selbst zu überlassen, ob eine Zahlung eingefordert wird oder nicht ..." Was heisst da "überlassen"? Wer die Mafia kennt, der weiss was "überlassen" bedeutet. Na klar werden sie's ausbeuten.
 
@Lofi007:
Äh, Mafia ist Italien!
Aber ich wollt auch grad schreiben: "Die spinnen, die Römer!".
Also!? ;-)
 
@OPKosh: "Die spinnen, die Europäer!" würde da wohl zeitlich besser passen. ;-)
Das hier passt auch ziemlich gut dazu: http://derstandard.at/2000007591811/Neue-EU-Gesetze-sollen-Marktmacht-der-US-Techkonzerne-brechen
 
@OPKosh: Sag das der Russen-Mafia, die vor ein paar Jahren 3 Strassen weiter einen am hellichten Tag auf offener Strasse hingerichtet hat ... Die ganze Welt spinnt! :-)
 
@OPKosh: Egal ob Madrid oder Barcelona, Hauptsache Italien ^^
 
@ExusAnimus:
Na wenigstens einer der es verstanden hat! ;-)
Und ja, der ist auch gut! ;-)
 
@OPKosh: Mafia ist GEZ und GEMA.
 
Hat Google überhaupt einen Spaniensitz oder nur eine Domain google.es?
 
@Knerd: In Madrid ist zumindest ein Büro
 
Es geht Spanien nur darum Kohle zu machen. 25% Arbeitslose ohne grosse Unterstützung vom Staat und teurer Amts-Apparat und die vielen antike Bauten müssen auch unterhalten werden.
 
Es geht offensichtlich um etwas ganz anderes

Ich vermute, die Gründe zur Einführung dieses Gesetzes sind letztlich nur vorgeschoben, auch wenn diese einen gewissen Sinn machen.

In Wirklichkeit geht es um die Beschneidung der wirklich extremen Macht der großen Suchmaschinenbetreiber.

Ich habe noch Abitur und Studium ohne Internet und Google absolviert. Während der Oberstufenzeit, die ich noch mit drei Fremdsprachen (Latein, Alt-Griechisch und Englisch) verbringen durfte, sowie während der Studienzeit verbrachte ich teils 20% meiner Tageszeit in Büchereien und Bibliotheken, um fehlendes Wissen zu erhalten. Das geht heute per Internet und dank Google viel schneller.

Aber: Ich wurde seinerzeit von Niemandem dazu verleitet, ein bestimmtes Werk in der Bibliothek zu lesen oder ein bestimmtes Buch zu leihen. Die Mitarbeiter der Büchereien und Bibliotheken hatte allesamt verschiedene Vorschläge zu bestimmten Themen. Lag wahrscheinlich an deren eigenen Kenntnissen und der Kenntnis, was andere Schüler / Studenten so ausgeliehen hatte.

Meine Informationsfreiheit war dadurch nicht wirklich eingeschränkt.

Das sieht heute völlig anders aus. Wer blättert schon mehr als drei, vier Seiten auf der Vorschlagsliste von Google und schaut sich *alle* Fundstellen an?

Mit der Platzierung der Fundstellen hat Google eine Macht erworben, welche die Informationsfreiheit jedes Nutzers *erheblich* einschränkt und im schlimmsten Fall den Nutzer regelrecht fremdbestimmen kann, wie es keine Diktatur vermag. In der DDR hatten die Bürger unterschiedlichere Informationsmöglichkeiten, als heute bei Google.

Und genau diese macht will kein Staat in den Händen Dritter sehen. Aus Sicht eines Staates darf nur der Staat (bzw. die regierende Kaste) ihre Bürger fremdbestimmen.

Hier liegt des Pudels Kern.

Die Auswirkungen der Finanzkrise 2009 wären international längst nicht so dramatisch ausgefallen, wenn nicht jeder Interessierte, vom einfachen Bürger bis zum Börsenzocker, in Millisekunden die neuesten Fakten hätte per Google suchen und anzeigen lassen können. Daraus entstand dann ein massives Mainstreamverhalten, welches jeder Regierung das Handeln nicht nur extrem erschwerten, sondern teils unmöglich machten.

Mit der jetzt eingeführten Steuer soll wohl eine Art "Goebbels" Behörde aufgebaut werden, damit das Volk in Zeiten riesiger internationaler und nationaler Verteilungskämpfe in ruhigen Bahnen gehalten werden kann.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Ähhh, ja...
 
@Gajus-Julius: Gibt aber nur ganz wenige die das blicken oder wahrhaben wollen.

Aber es ist auch aus meiner Sicht genau so wie du es schreibst.
 
@Gajus-Julius: "Mit der Platzierung der Fundstellen hat Google eine Macht erworben, welche die Informationsfreiheit jedes Nutzers *erheblich* einschränkt und im schlimmsten Fall den Nutzer regelrecht fremdbestimmen kann, wie es keine Diktatur vermag. In der DDR hatten die Bürger unterschiedlichere Informationsmöglichkeiten, als heute bei Google."

Meine Informationsfreiheit wird doch nicht eingeschränkt, es steht mir frei, so viele Seiten auf Google durchzublättern, wie es mir passt. Die Tatsache, dass die meisten das nicht tun, ist ein anderes Thema, aber prinzipiell wird meine Informationsfreiheit nicht beschnitten, im Gegenteil. Und an deiner letzten Aussage hab ich irgendwie erhebliche Zweifel. Welche Informationsmöglichkeiten gab es denn in der DDR, die es jetzt nicht mehr gibt?

Übrigens redest du hier davon, dass du in deiner Studienzeit 20% deiner Tageszeit in Bibliotheken verbracht hast, aber da wirst du ja eher wissenschaftliche Inhalte gelesen haben und nicht politische? Oder bist du in die Bibliothek gegangen, um jeden Tag stundenlang Nachrichten zu lesen? Und um letztere geht es doch im Rest deiner Ausführungen? Oder glaubst du, es kümmert irgendeinen Politiker oder Google, dass du eine bestimmte Publikation liest und nicht eine andere?
 
@Gajus-Julius: Deine ganze Ausführung geht von der Annahme aus, dass Google die Suchergebnisse BEWUSST manipuliert. Wofür allerdings niemand einen wirklich stichhaltigen Beweis hat.
Entweder ist Google wirklich so böse, dass sie uns manipulieren und wir es nicht merken, oder sie manipulieren nicht.
Die einfachere Erklärung wäre letzteres...und Okkhams Razor....du weißt schon.

Und wer für wissenschaftliche Arbeiten ausschließlich auf Google setzt hat ohnehin verloren.
 
@Gajus-Julius: Du sagst, durch das Suchmaschinen-Ranking wirst du zu bestimmten Werken geleitet (die auf der ersten Suchergebnisseite). In der Bibliothek soll das angeblich nicht so sein? Aber ich bitte dich mal darüber nachzudenken, wie die Bücher in deine Bibliothek kommen. Durch den Bibliothekar bzw. durch Vorgaben des Bundeslandes, das darüber bestimmt welche Werke angeschafft werden und welche nicht. Während es nur staatliche Bibliotheken gibt, die allen den selben Bestimmungen unterliegen, gibt es verschiedene Suchmaschinen mit unterschiedlichem Ranking. Deine Freiheit ist also bei der Bibliothek beschränkter als mit den freien Suchmaschinen. Was in Spanien und Deutschland stattfindet, ist einfach nur schlechte Lobbiesmus von Verlagen, die derzeit alle im Minus sind und nach neuen Geldquellen suchen, statt einfach die Qualität ihrer Produkte so zu verbessern, dass Leser wieder bereit sind ihre Produkte nachzufragen.
 
@Gajus-Julius: Wieso lernt man Altgriechisch? Altsächsisch wär doch geiler und brauchbarer :D
 
@Gajus-Julius: Sehe ich etwas anders. Es steht ja, dass dieses nur urheberrechtlich geschützte Werke betrifft. Nehmen wir mal für einen Moment an, Google und die anderen Suchmaschinen könnten genau feststellen welches Material geschützt ist oder nicht, und irgendwie nur das frei verfügbare anzeigen, gänzlich unmöglich erscheint mir so ein Vorgehen nicht.
Wer bestimmt in diesem Fall die Suchergebnisse? 1)Der Staat, der ein solches Gesetz erlassen hat, und 2)Der Autor, der sich jetzt entscheiden muss, ob sein Artikel urheberrechtlich geschützt sein soll oder nicht. (Ich denke mal so z.B. einige dieser Creative Commons Lizenzen o.Ä. würde nämlich nicht unter diese Regelung fallen, sonst dürfte es z.B. ja auch keine Wikipedia Links mehr geben.)
 
@Gajus-Julius: du irrst, in der annahme, daß google nicht mit den ländern der eu zusammenarbeitet. ich weiß z.b. von einer seite mit verfassungsfeinlichem inhalt, die in deutschland nicht mehr in der google suche auftaucht. das wird noch viele andere seiten im netz betreffen. wenn man in den wald geht und man findet einen pilz, braucht man oft nicht suchen - in der nähe stehen oft weitere.

der staat diktiert google, was erlaubt ist - nicht umgekehrt. man muß sich ernsthaft mit der sache befassen, um mitreden zu können und nicht irgendwelche verschwörungstheorien stricken. denn genau das machst du.
 
Ich an Googles Stelle würde einfach Spanien sperren und fertig.
 
@Akkon31/41: Aha. Leichter kann man es den anderen Regierungen in den restlichen EU-Staaten nicht machen. Denn alle anderen EU-Länder würden dann ganz schnell ähnliche Gesetze erlassen, nur um Google los zu werden.

In Deutschland bemühen sich derzeit gleich mehrere Ministerien, die Macht von Google zu beschneiden. Dumm nur, dass dies in Rechtsstaaten kaum funktioniert. Gäbe es eine Steuer, die schnell eingeführt werden kann, damit sich Google selbst verabschiedet, das Herz von vielen Politikern würde lachen.

Hinter Google steckt viel mehr, als nur eine Suchmaschine bzw. eine Werbeagentur. Mit der Präsentation von Suchergebnissen kann ich ein ganzes Volk in der Informationsauswahl fremdbestimmen.

Und genau dieses Recht will keine nationale Regierung internationalen Konzernen überlassen.

In Zeiten riesiger internationaler Verteilungskämpfe um Rohstoffe, einer viel zu stark anwachsenden Weltbevölkerung und einer sich erheblich ausweitenden Spanne zwischen Arm und Reich sind auch in gemäßigten Staaten mit Unruhen und bürgerkriegsähnlichen Situationen zu rechnen.

Wenn sich da auch noch jeder Bürger "falsch" informieren kann, geht jeder Staat unter. Nicht umsonst werden derzeit das Bankgeheimnis aufgehoben, alle Bewegungen der Bürger aufgezeichnet (in Zukunft über das Vehikel Autobahnmaut ganz einfach) und nun muss nur noch verhindert werden, dass Dritte darüber bestimmen, wo und wie sich der Bürger informieren kann.

Google stört da erheblich.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Aber wie bitteschön sollen Google, Bing oder sonstwer in der Praxis den Anforderungen dieses Gesetzes entsprechen?! Für jeden link in der Ergebnisliste herausfinden, ob es sich um urheberrechtlich geschützte Inhalte handelt? Und wie dann ermitteln, wer wieviel zu bekommen hat? Nein, entweder es wird eine Pauschale geben oder Suchmaschinen werden Spanien in Zukunft meiden.
 
@nicknicknick: Ach dieses komische Interweb besteht doch nur aus einem paar Dutzend Seiten. Das geht doch ganz schnell, bis sich da alle einig sind...

Manchmal fragt man sich echt wie es sein kann, das so ein Gesetz durch so viele Stationen kommt, ohne dass jemand sagt "Hey Leute, was ihr da macht ist vollkommen schwachsinnig".
 
@Draco2007: laß mich ins blaue raten.... geldgier?
 
@stereodolby: Naja, aber dass wirklich NIEMAND Anstand besitzt ist schon bedenklich.
Ich meine wie viele Menschen sehen so einen Gesetzesentwurf. 1000? Es kann doch eigentlich nicht sein, dass JEDER einzelne bestochen wird.
 
Spontan fallen mir dazu TV-Serien wie Continuum, Intelligence, Almost Human und ähnliche ein. Da kann man sehen was auf uns zukommt oder kommen kann.
Wer die Kontrolle über die Informationstechnologien hat, hat auch die Macht.
Alles andere ist dümmliche Ignoranz.

Wird aber nichts daran ändern, dass illegale Inhalte weiterhin kräftig gesaugt werden.
Solange bis Intel und MS ihren Antipiraterie-Chip auf jedem Board verbauen werden.
Diese Pläne gibt es tatsächlich und ist nur noch eine Frage der Zeit bis das kommt. Also nicht nur die Rechteverwerter haben ein reges Interesse daran, wie was und wann der Endanwender konsumiert und steuerbar ist.
Alo wie jetzt schon bei Apple in der kleinen Lösung: wir entscheiden was für euch gut ist und wo der Trend hingeht.
 
@LastFrontier: Hast du auch eine Alternative auf Lager?

Also wenn Google (und alle anderen Konzerne) böse ist und nur manipuliert?
Und von den Regierungen wissen wir das noch sehr viel länger.

Wer (und vor allem WIE) sollte deiner Meinung nach Macht über die Informationstechnologien haben?
Wer ist sogar schnell beantwortet..."das Volk", aber jetzt sag mir bitte WIE das funktionieren soll.
 
Only in good old Europe :D
 
Ich versuche gerade, das Ganze zu verstehen:

Angenommen, ich betreibe einen Blog. Ich bin der Urheber der dort verlinkten Texte, habe also das Urheberrecht, prinzipiell also unterliegen meine selbst verfassten Blogtexte dem Urheberrechtsschutz. Google hat den Blog indiziert, die Seite ist in der Googlesuche zu finden.

Das würde heißen, wenn ich das richtig verstehe, Google muss für jeden Link zu meiner Seite zahlen. An wen? Den spanischen Staat? Das würde heißen, dass sich Spanien an meinen urheberrechtlich geschützten Inhalten bereichert. Das wiederum heißt, ich müsste vor dem EuGH eine Klage gegen Spanien einreichen und die Offenlegung aller Einnamen für Links zu meiner Seite sowie die Auszahlung an mich verlangen. Oder habe ich jetzt einen Denkfehler?
 
@Der Lord: nene Geld bekommst du nur wenn du ein großer fetter Verlag bist, dem die Leser davon laufen und statt dazu gezwungen zu werden deine Artikel qualitativ zu verbessern, bekommst du einfach eine Art steuer von einem ach so bösen amerikanischen Unternehmen (sei es jetzt Google oder Microsoft). Als kleiner Blog bekommst du nichts, du hast ja keine Lobby und hast auch keine Politiker bestochen :)
 
@Der Lord: Theoretisch müsstest DU das Geld bekommen. Über das "Wie" weiß ich jedoch nichts.

Sobald man anfängt darüber nachzudenken wird es immer lächerlicher. Theoretisch müsste ja Google mit wirklich JEDER Popelseite in Verhandlungen treten, wieviel Geld sie wollen. Und das ja nicht nur von Google aus, sondern von jeder Suchmaschine und JEDEM Link der irgendwo angegeben wird. Also auch der Blogger der einen anderen Blogger verlinkt.
Das würde in einem riesigen Verwaltungswirrwarr untergehen.

Und damit nicht genug. Es kann ja nicht angehen, dass so ein Gesetz nur für Online-Inhalte gilt. Was ist also mit wissenschaftlichen Artikeln, die von den Zitaten leben, ja ohne Zitate gar nicht existieren können. Auch da müsste man Kontakt zu dem Autor/Verlag aufnehmen und aushandeln, wieviel pro Zitat gezahlt werden müsste.

Ich finde echt keine Worte um auszudrücken WIE lächerlich und realitätsfern das Ganze ist.
Das Netz ist ein öffentlicher Raum. PUNKT. Wenn ich da etwas reinstelle, dann darf JEDER diesen Inhalt FREI zitieren (nicht kopieren). Und ein Link (von Google) mit einem kleinen Snippet ist nichts anderes als ein Zitat. (Sogar mit der besten Quellenangabe die es gibt, einem Direktverweis)
 
@Draco2007: Eigentlich will ich diese Steuer ja gar nicht. Also nehme ich das Geld, das die Suchmaschinen nach spanischem Recht für meine Inhalte zahlen müssen und gebe es ihnen zurück. Ich investiere in selbige.

Mal sehen, wann irgendwelche Verlage die Majorität an Google & Co. besitzen. ;)
 
man sind die hohl da drüben. klar zeigt google alle inhalte die das schalgwort betreffen. wenn jemand vorschreiben würde was man finden darf könnte man ja auch gleich nach nord korea auswandern und da mal googlen.
 
Darauf gibt es ja wohl nur eine richtige Reaktion: Alle Google-Mitarbeiter in Spanien wegen Geschäftsaufgabe dort entlassen, Spanien komplett verlassen und von den Servern alle Suchanfragen mit spanischen IPs unbeantwortet lassen.

Mal einfach willkürlich ein vermögendes Unternehmen schröpfen wenn man mit den eigenen Staatsfinanzen nicht zurechtkommt sollte keine Schule machen, sonst werfen die Politiker die Steuergelder demnächst noch bedenkenloser mit beiden Händen zum Fenster raus, weil man ja, wenn es im eigenen Haushalt nicht passt, mal eben grosse ausländische Unternehmen erpressen kann um das Geld wieder hereinzuholen.

An Googles Stelle würde ich da kein Land mit durchkommen lassen, sonst dürfen sie demnächst überall neben den ohnehin schon erhobenen Steuern auch noch speziell zur Abkassierung von Google designte Steuerabgaben zahlen. So etwas sollte man im Keim ersticken.

Aus China hat sich Google ja schon zurückgezogen. Die wissen also, was sie in Spanien und in jedem anderen Land zu tun haben, das versucht ihre Aktionäre um Geld zu erleichtern.
 
@nOOwin: Das ich diesen Tag noch erlebe, ich MUSS dir ohne Einschränkungen zustimmen. (Ich mach mal 3 Kreuze in den Kalender)
 
@nOOwin: naja der Rückzug aus China ist ja nur alibihaft...Lizenz hat man verlängert und verweist halt stattdessen auf hong kong. Auch war China ja kein großer markt für Google, ich glaube da dürfte der spanische etwas mehr schmerzen
 
hmm, ich lebe in hong kong...ich muß in letzterzeit lächelnd nachdenken:

di eu staaten müssen ja sehr pleite sein, wenn sie 1. steuern auf internet erheben wollen..oder 2. steuern auf links...dazu kommt noch der oettinger...der eine kulturflaterate abgabe will...

so lächerlich wie sich europa im moment überall macht (meine auch ukraine, is usw)...lächerlicher kann man sich gar nicht machen.

politik in europa sieht für mich momentan so aus, als ob die feudalherscher (politiker) nicht mehr wissen, wie sie ihren lebensstandard erhalten können. vom korruption die überall sehr sichbar in den gesetzen ist, will ich erst gar nicht anfangen. man muss schon von mafiösen strukturen in den regierungen und bei den politikern ausgehen, die ja gradezu undemokratisch und bürgerfeindlich aggieren..und den chinesen/russen/nord koreaern/iranern irgendwas vorwerfen...ich lach mich fast tot!
 
Ich frage mich was der EUGH dazu sagen würde?
Auf der einen Seite entscheidet Er das das einbinden von Videos kein Urheberrechtliches vergehen ist, wie würde bei einer erneuten Klage das einbinden eines Bildes, Textes oder eines links gewertet?
Unabhängig davon haben einige "Reizvolle" Vorschläge, die ich mit meinen erweitern möchte:

Google sollte keinesfalls die Nutzer aus Spanien aussperren, sondern Ähnlich wie die "Gema YouTube Anzeige" den suchenden eine Meldung für jeden Spanischen Link generieren, "Auf Grund der Spanischen Gesetzeslage können wir diesen Link nicht Anzeigen" oder so ähnlich, gleichzeitig aber alle Internationalen Links anzeigen.
Mal sehen wer zuerst einknikt?
 
@Kribs: auch internationale links können in Spanien wie überall urheberrechtlich geschütztes material enthalten, so einfach ist das nicht...
 
@0711: Das wollte ich auch nicht in Abrede stellen!
Aber anders als in Spanien Publizierte Inhalte, können z.B. in Deutschland Publizierte Inhalte nicht von Spanischen Behörden direkt mit Urheberabgaben belastet werden.
Beispiel:
Ein Spanier geht über einen Google Link auf die deutsche Seite der Titanic, hierfür können nun Spanische Behörden zugunsten der Titanic (Herausgeber) von Google keine Urheberabgaben verlangen (Lizenzabgaben).
 
@Kribs: ich glaube genau das machen sie... Steht doch auch drin, Wie "Titanic" jetzt an sein Geld kommt ist noch unklar.
 
Bis zu 6 Jahre Haft? Da kommt man ja besser weg, wenn man eine Bank ausraubt oder aeltere Leute beklaut oder sogar umbringt (kommt mir manchmal so vor). o.o
 
@StefanB20: ist so...aber aber man darf das doch nicht vergleichen (würde mancher sagen)
 
@StefanB20: Nur ist Raub bis zu 15 Jahre Haft. Erkenne deinen Fehler...
 
@StefanB20: Man darf die "bis zu" Angaben niemals mit den realen Werten vergleichen. Im Strafrecht sogar noch weniger als zum Beispiel die Angabe bis zu 16 Mbit/s ;)
 
@StefanB20: Bei manchen Strafenregister kannste echt lachen wofür einer hinter Gitter kommt. Kinder schänden ermorden alles nix gegen den witz...
 
Das wesentliche Problem bleibt, dass bereits mit der "einfachen Anzeige des Hyperlinks" Gebühren fällig werden.
Allerdings ist die "einfache Anzeige eines Hyperlinks" ohnehin in den vergangenen Jahren immer mal - juristisches - Thema gewesen. So z.B. auch mit einer Debatte um die "Ausschlussklausel" ("Disclaimer"), dass sich Webseiten-Betreiber sogar ausdrücklich von den verlinkten Inhalten distanzierten.
Ja, Hyperlinks sind einerseits typisch für das Internet, anderseits auch immer eine Gefahr - insbesondere für den, der sie setzt. Und selbst wenn man im html-Dokument eben keinen Link-Code einbaut, werden Netzadressen eben manchmal doch automatisch in Links umgewandelt.
V.a. aber: Der Inhalt von Netzseiten kann sich jederzeit ändern. Z.B. wurde eine meiner Domains beschlagnahmt und durch Porno-Angebote ersetzt. Und dann machte die Lüge die Runde, ich selbst hätte die Pornos angeboten. Analog: Wer zu dieser meiner Seite verlinkt hatte, der hatte dann eben plötzlich zu Pornos verlinkt.
Und welcher Seitenbetreiber schaut tatsächlich mindestens einmal pro Tag nach, ob alle seine Links noch sauber sind?
Angesichts dieser ganzen Problematik tendiere ich persönlich eher zu einem gewissen Maß von Freiheit bei der Anzeige von Hyperlinks.
 
Wie wäre es mit einer Hirnabgabe zu Gunsten spanischer Politiker? Wirklich unglaublich... Hat immer noch niemand kapiert, daß die Digitale Revolution den bürgerlichen Eigentumsbegriff zu Tode verwurstet? Keine Chance dem zu entgehen, weder für Contentindustrie, noch für Datenschützer. Ende. Ist gelaufen. Gibt kein Zurück. :D
 
Niemand erwartet die spanische Inquisition!
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