KFZ-Kennzeichen werden bundesweit im großen Stil überwacht

Was in der Diskussion um die Maut-Brücken auf Autobahnen noch für intensive Debatten sorgte, ist in der Praxis längst weitverbreitete Realität: Die automatische Erfassung und Auswertung einer riesigen Menge von Auto-Kennzeichen. mehr... Maut, Kfz-Kennzeichen, Nummernschild Bildquelle: Stefan Kühn (CC BY-SA 3.0) Maut, Kfz-Kennzeichen, Nummernschild Maut, Kfz-Kennzeichen, Nummernschild Stefan Kühn (CC BY-SA 3.0)

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@Privatfirmen dürfen mehr als die Polizei -- war das nicht schon immer so ( leider )
 
@Sir @ndy: Und wenn man mit ner Dashcam einen Unfall zufällig filmt, ist das Material vor Gericht nicht zulässig... ohne Worte...
 
@McClane: Nicht nur das, je nachdem wie man mit dem Film einer Dashcam umgeht und wie man gegen das Datenschutzrecht verstößt, drohen sogar bis zu 300.000 Euro Bußgeld!
 
@felix111984: Was auch absolut richtig so ist!
 
@Hans Meiser: Richtig ist es ganz bestimmt nicht. Wenn das auch in Russland so wäre, hätten wir die ganzen lustigen Videos nicht.
 
@Hans Meiser: Ich vertrete die Auffassung, dass wenn eine Person einfach nur zufällig ins Bild gerät, aber gar nicht gezielter Bestandteil der Aufnahme ist sollte die Aufnahme und deren Veröffentlichung zulässig sein.

Einfaches Beispiel: Ich fahre mit dem Motorrad durch die Landschaft, komme durch eine Stadt und da latschen halt Leute am Rand oder über die Straße. Dann sind das Zufallsaufnahmen und sollten zulässig sein. Die Aufnahme gilt der Fahrt und Landschaft. Heute muss man damit rechnen gefilmt zu werden, wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt.
 
@Hans Meiser: ist natürlich klar das dann die ganzen wappler angst bekommen wenn man sie bei ihren blödheiten auch noch filmt ;-)
 
@Memfis: "Heute muss man damit rechnen gefilmt zu werden, wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt."
Das ist genau die Sache...aus technischer Sicht ist das selbstverständlich, weil überall Kameras immer dabei sind. Aber rechtlich sieht es schon ein wenig anders aus. Wenn man jedem das Recht gibt, überall alles und jeden im öffentlichen Raum uneingeschränkt filmen zu dürfen, könnte das natürlich auch missbraucht werden...überleg mal es hängen überall Kameras, die dein Kaufverhalten analysieren (Welche Läden, wieviel trägst du raus, zu welchen Zeiten kaufst du ein) und du bekommst dann Post nach Hause mit toll angepasster Werbung...da würd der Spaß aufhören ;)

Der Schutz der Privatsphäre und Datensicherheit darf man eben auch nicht unterschätzen...Aber für Dashcams würd ich ne Ausnahme machen, solange die Veröffentlichung der Filme auch nur mit dem Einverständnis der gefilmten Personen oder Unkenntlichmachen geschieht! (Vor Gericht sollte so ein eindeutiges Beweismittel auf jeden Fall Bestand haben!)
 
@bigspid: Das wäre eine tolle Fahrt wenn ich nach jeder Person die ins Bild gelaufen sein könnte anhalten muss um mir eine schriftliche Erlaubnis geben zu lassen. Wer halt zufällig reinlatscht hat pech gehabt. Ist ja wie wenn ich eine Sehenswürdigkeit fotografiere und davor stehen halt noch einige Leute. Ich wüsste nicht, dass die Veröffentlichung dann verboten wäre. Die Aufnahme gilt ja ganz klar der Sehenswürdigkeit. Genauso ist es der Fahrt. Die Aufnahme gilt der Landschaft / Stadt.
 
@Memfis: Weiß nicht wie die genaue Rechtslage da ist...aber ich glaub sobald es in die Richtung geht, dass dus kommerziell nutzen möchtest (ob viele Klickzahlen bei Youtube da schon dazu zählt?!) brauchst du die Einverständnis, wenn betreffende Person eindeutig identifizierbar ist.

Da würden zB die Landschaftsaufnahmen, die man sich privat ansieht, garantiert nicht drunter fallen
 
@bigspid: Das Fahrzeuginnere ist kein öffentlicher Raum!
 
@McClane: Das ist NICHT richtig: Es kommt im Einzelfall auf eine Interessenabwägung zw. Wahrung der Persönlichkeitrechten und einer Beweisführung an.
 
@beeelion: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Auto-Verkehr/d/5273690/weiteres-urteil--dashcam-als-beweismittel-abgelehnt.html
 
@McClane: Pah! N24! Ohne AZ! Und ggf ist das lediglich die Ansicht EINES Amtsgerichts. Eben dieses Amtsgericht hat in der Vergangenheit auch schon anders entschieden:: https://www.wbs-law.de/rechtsfall-des-tages/die-verwertung-von-privaten-videoaufnahmen-vor-deutschen-gerichten-43757/
 
@McClane: "Weiterhin gilt also: Ist der rechtliche Schaden kleiner als der Schaden, der möglicherweise aufgeklärt wird,[...]"

Mit anderen Worten: Fährste nem Politiker oder irgend nem hohem Tier in die Karre und bist schuld ist die Aufnahme gültig. Fährt er dir in die Kasse ist die Aufnahme ungültig. Ich hoffe es gibt bald ein höchstrichterliches Urteil, dass die Dashcams erlaubt.
 
@McClane: Joa, im Grunde stimmt das, ABER wenn man mit der DashCam den Unfall aufgezeichnet hat und lediglich angibt, das man das Filmmaterial hat, so macht man sich noch nicht strafbar. Wenn das Gericht nun verfügen sollte, das Filmmaterial hergeben zu müssen, dann sieht die Welt wieder anders aus. Ich darf mit meiner DashCam lediglich nicht werben gehen und jedem, einschließlich der Polizei, meine Filme zeigen. Aber gegen eine richterliche Verfügung gibt s kein Gesetz ;-)

Also, nicht gleich die Speicherkarte rausgeben, sondern lediglich angeben, das man den Film hat. Das reicht völlig.

In unserem Fall lief es genauso ab, zufällig, zum Glück. Beim Unfall meiner Frau (im Auto vor mir) hatte ich die Cam aktiviert. Bei der Polizei hieß es von der Gegenseite meine Frau sei Schuld. Ich meinte erzürnt nur ich hätte den Beweis sogar auf Video. Als die Polizei ihn sehen wollte, lief die Cam nicht richtig, aufgenommen hatte sie aber. Das ganze ging bis vors Amtsgericht mit den Versicherungen, und weil meine Frau einen VW-Werkswagen fuhr (da hatte VW Interesse an der Wahrheit). Vor Gericht, inzwischen das Video längst vergessen, gab der Poliezibeamte an, ich hätte behauptet das Video zu haben, hätte es jedoch nicht direkt zeigen können. Da klärte der Richter dann auf, das hätte ich auch gar nicht tun dürfen. Mein Glück. Aber jetzt wird angeordnet, es als Beweismaterial vorzubringen, somit wurde die DashCam einkassiert. Die haben den Film allerdings rausbekommen und siehe da, es war zulässiges Material und wir fein raus :-)
 
@McClane: In Deutschland hat die Wahrheitsfindung Vorrang, nicht wie in den USA. Ein Richter kann selbst entscheiden ob er den Beweis zulässt oder nicht.
 
@Sir @ndy: Der einzige Schritt, den man als Bürger dagegen unternehmen kann, ist es, das Datensammeln den Sammlern aufwändig zu machen. Rechtlich ist JEDER nach dem Bundesdatenschutzgesetz verpflichtet, für die Sammlung von personenbezogenen Daten eine Verfahrensbeschreibung vorzuhalten und JEDEM Interessenten zur Verfügung zu stellen. Also: Fragt bei den Sammlern nach den Verfahrensbeschreibungen. Das ist für die lästig und kostet die letztendlich Geld. Ein Link dazu: http://tinyurl.com/px4nlpo
 
Ein schönes Beispiel dafür, was in diesem Land verkehrt läuft: Während wir hier völlig ohne Regulierung und ohne, dass irgendwer groß davon weiß, in der realen Welt in unserem Alltag ausspioniert und verfolgt werden, schimpfen Politiker lieber medienwirksam auf angebliche Datenkraken.
 
@nicknicknick: Es gibt in Deutschland einen grundsätzlichen Unterschied zwischen staatlichen Organen und den Bürgern. Bürger dürfen alles was nicht explizit verboten ist. Staatliche Organe dürfen nur was explizit erlaubt ist. Das dabei natürlich Grauzonen existieren ist klar.
 
@nicknicknick: Sollten sie Datenkraken loben, wärst du dann zufrieden? Besser wäre wohl wenn sie statt nur auf Datenkraken zu schimpfen zusätzlich auch für Regulierung sorgen würden.
 
@lutschboy: Regulierung der tatsächlichen Datenkraken: Zeitungsverlage (Listenprivileg) und eben die im Artikel genannten wäre schon mal ein Anfang. Natürlich brauchen auch IT-Konzerne eine Regulierung, aber das gefällige Google-Bashing wirkt ja wohl noch lächerlicher angesichts solcher Zustände.
 
Naja, der Unterschied ist ja wohl daß private Firmen zwar Zugriff auf die Kennzeichen, aber im Gegensatz zur Polizei, keinerlei Zugriff auf die damit verbundenen Informationen haben. Im Endeffekt ist das ungefähr das gleiche wie das Tracken von MAC-Adressen, was ohne damit verbundene Informationen auch nicht wirklich abendfüllend sind.
 
@Johnny Cache: Tut mir jetzt leid dich zu desillusionieren, unter der Rufnummer
(0800-2502600 Zentralruf der Autoversicherer) kannst du selbst den Halter eines "Angeblichen" Unfallfahrzeuges mittels Nummernschild ermitteln.
Wie weigehend die Möglichkeiten der "Firmen" untereinander sind, da mag ich nicht mal spekulieren.
 
@Kribs: Gut zu wissen. Eine vollautomatische Abfrage wird hoffentlich nicht möglich sein.
 
@Johnny Cache: Eine vollautomatische Abfrage vieleicht nicht, aber eine Gruppenabfrage eventuell schon, z.B. Zeugensuche bei einen "angeblichen" Unfall (Halterdaten von Fahrzeugen die um einen bestimmten Zeitpunkt an einen "Ort" waren)?

(3) Die in Absatz 1 Nr. 1 bis 5 und 11 angeführten Halterdaten und Fahrzeugdaten dürfen übermittelt werden, wenn der Empfänger unter Angabe von Fahrzeugdaten oder Personalien des Halters glaubhaft macht, dass er

1.die Daten zur Geltendmachung, Sicherung oder Vollstreckung
a) von nicht mit der Teilnahme am Straßenverkehr im Zusammenhang stehenden öffentlich-rechtlichen Ansprüchen oder
b) von gemäß § 7 des Unterhaltsvorschussgesetzes, § 33 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch oder § 94 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch übergegangenen Ansprüchen in Höhe von jeweils mindestens 500 Euro benötigt,
>>>2 .ohne Kenntnis der Daten zur Geltendmachung, Sicherung oder Vollstreckung des Rechtsanspruchs nicht in der Lage wäre und
3. die Daten auf andere Weise entweder nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand erlangen könnte.<<<

http://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__39.html
 
Die Idee ist grundsätzlich super. Auch einen direkten Zugriff auf KFZ-Fahndungsdatenbanken der Exekutive sollte man ihnen gewähren. Als Gegenleistung sollte die Exekutive die Infrastruktur eben auch z.B. für Fahndungszwecke nutzen können. Aus Datenschutzrechtlicher Sicht braucht man dazu natürlich auch diverse Auflagen, z.B. dürfen keine Kennzeichen und personsbezogene Daten gespeichert werden. Wie auch in der Privatwirtschaft eine Zusammenarbeit von Firmen zur Erreichung eines gemeinsamen Zieles zweckmäßig ist (in Österreich Gesellschaft bürgerlichen Rechts genannt), sollte das durchaus zwischen Staat (Exekutive) und Privaten erfolgen.
 
@kamp: Ich würde Deinen Kommentar gerne als Ironie auffassen. Aber leider muß ich wohl davon ausgehen dass Du das wirklich ernst meinst. Vorschlag: JEDER Kfz-Halter und Kfz-Fahrer muß ein bordelektronisches Fahrtenbuch führen>>>woher, wohin, wie viel km, wie lange Std., Beifahrer, Pausen wann wo und wie lange und warum, mit wem telefoniert wann und warum und wie lange, berufl. oder private Fahrt usw..usw........ Dieses elektronische Bordfahrtenbuch wird allabendlich / allnächtlich mit einer Zentrale verbunden und die Speicherdaten an dort weitergegeben, vielleicht besser>>>direkte zentrale Erfassung life der einzugebenden Daten. Natürlich gehört ZWINGEND dazu eine ständige Positionserfassung und -Speicherung des Kfz und seiner Aktivitäten. Natürlich hat jeder -AUSSER DIE BETROFFENEN FAHRER / HALTER NATÜRLICH !!!- ein Zugriffsrecht auf diese Daten, jeder der einen Grund darstellen kann. Irgendwelche Datenschutzmaßnahmen müssen natürlich ZWINGEND entfallen. Sie würden den Informationsabruf nur unnötig beeinträchtigen und verzögern! DAS wäre doch sicher Dein Ideal - oder? Wer es noch nicht gemerkt bei meinem Text :-> UND >:->
 
@kamp: Ich gebe dir recht. Zu viele Straftaten finden mit dem Fahrzeug statt. Beispiele möchte ich folgende nennen: Schmuggel, Entführungen, Flüchtige usw. So mancher Morde wäre bestimmt aufgeklärt, wenn man den Standort des gesuchten Fahrzeugs bestimmen hätte können. Jeder der hier meint Datenschutz bla bla der soll zuerst sein Android Smartphone aus dem Fenster werfen.
 
@mschatz: dann müsste man aber nicht nur sein Android Smartphone wegwerfen (wie du so schön sagst), sondern auch jedes andere Smartphone, Tablet usw.. alle Geräte mit Internet und sogar alte Handys ohne GPS und Internet können zur Standortbestimmung von Personen genutzt werden (stille SMS / Funkzelle)
 
@superfun: da hast du natürlich recht. Berechtigter Einwand!
 
wo ist jetzt das problem? wenn einem so gewisse leute ins netz gehen die was angestellt haben ist doch inordnung. ich fand auch das nicht schlimm als die funkzellen überwachtwurden. mein gott wo ist denn mein persönlicher schaden dabei wenn ich und 1000 andere an einem ort waren und wir nichts gemacht haben. dafür aber evtl jemand ins netz geht der autos anzuündet oder mit nem gewehr aus seinem lkw raus schießt. egal wie klein die chance ist sie sollte doch wohl genuzt werden. hier kommt immer der datenschutz ins spiel wo alle sich auf den schips getreten fühlen. dabei ist es eigentlich nur die totale gleichgültigkeit gegen ermittlungen die anderer leute leben betreffen. für mich ist sowas ziemlich egoistisch. ihr würdet nicht mal einen schaden davon haben wenn die NSA jede eurer mails sms und sogar briefe lesen würde. ihr werdet nie einem davon über den weg rennen. aber so wird evtl verhindert das jemand zu schaden kommt. das geheule wird erst groß sein wenn wieder jemand amok läuft was man so, wenn es auch sehr unwarscheinlich ist, evtl verhindern hätte können. dann heißt es wieder der staat würde nichts tun. wenn es in parkhäusen etc nur um kunden kontrolle und überblick geht. dann guckt mal in die börse eurer frau wie viele kunden karten sie hat. die machen nichts anderes ;)
 
@Tea-Shirt: "..wo ist jetzt das problem?..." Ganz einfach: ICH WILL DAS NICHT!!!!!!!!!

Ansonsten siehe mal bei o4 kamp mein re:1 !!!

Du; "... wenn einem so gewisse leute ins netz gehen die was angestellt haben ist doch in ordnung..." ?? UND wenn noch viel viel mehr Leute "ins Netz gehen..." und dort verbleiben die NICHTS angestellt haben? Das ist für Dich auch in Ordnung? Oh mein Gott, in welcher Welt sind wir (würden wir) geraten? Kopfschüttel bis zum Übergeben :-o
 
@Tea-Shirt: Ich kann dazu nur eines sagen "währet den Anfängen".
Wann kann / muss irgendwann eine Grenze gezogen werden, bevor wir unser eigene Identität beim Staat abgeben und er alles, aber auch wirklich alles über uns weiß.
 
@Tea-Shirt: Und dann fliegst du irgendwann in die USA und nur weil du mal einen Scherz gemacht hast, in dem "Bombe" oder "Dschihad" vorkam, wirst du am Flughafen stunden- oder tagelang festgehalten und zurückgeschickt. Und das ist nur eines der formal rechtskonformen Szenarien, was ist wenn jemand Zugriff auf diese Datenbanken hat und diesen missbraucht, um dir zu schaden? Beispielsweise weil er deinen Job will. Oder es gibt eine Regierung mit diktatorischen Tendenzen (siehe Ungarn oder Türkei), und alle die irgendwann man in der Nähe einer Demo waren werden als potenzielles Sicherheitsrisiko behandelt?! Es gibt zig vorstellbare Szenarien, in denen uns diese uferlose Datenerfassung durch staatliche Organe auf die Füße fallen kann. Zugegebenermaßen juckt mich die NSA davon am wenigsten, da ich eh nicht in die USA will
 
@nicknicknick: Einige der von dir beschriebenen Szenarien sind nicht nur Theorie sondern bereits Realität.
Wird aber gerne von den Gutmenschen ignoriert.
 
@LastFrontier: Nichts davon ist bloße Theorie, dachte das wäre klar. OT: Den Begriff "Gutmenschen" solltest du nicht verwenden, wenn du dich selber nicht in geistiger Nähe seiner faschistischen Erfinder verstanden haben willst :)
 
Die Idee ist sicher auch die Erfassung von Geschwindigkeitsüberschreitungen zwischen den Mautbrücken wie im Ausland bereits praktiziert... traurige Welt.
 
@-=[J]=-: Wer Vorschriften nicht kontrolliert, braucht gar nicht welche erstellen.
 
@-=[J]=-: So wie in England einfach die gemessen wird wie lange man von Punkt A bis Punkt B braucht. Wenn das schneller ist als man es mit der legalen Geschwindigkeit schaffen würde war man zu schnell und zack hat mal ein Ticket.
 
@-=[J]=-: So ist es. http://passiondriving.de/2014/09/01/section-control-niedersachsen-plant-abschnittsbasierte-geschwindigkeitskontrollen/
 
Im Grunde ist meine Einstellung zu dem Thema inzwischen echt erschreckend. Mich kann sowas einfach nicht mehr schocken und im Gegenteil, viele "Überwachungsmaßnahmen" begrüße ich sogar. Sind wir doch mal ehrlich.. unsere Gesellschaft verändert sich, bzw. hat es längst getan. Wo man früher noch Obrigkeitstreu vor sich hin gelebt hat, hat man doch heute nur noch den Eindruck als sei allen nur noch egal was passiert. Alle denken nur noch an sich, scheißen auf alles was sonst so abgeht. Von der Stadt neu gebaute Dinge werden durch Vandalismus zerstört, auf seine Umwelt wird nicht mehr geachtet. Ich finde, dass das schon Hand in Hand geht. Vlt bedingt das eine sogar das andere.
 
@luckyiam: Genauso sieht es aus. Wie ich an anderer Stelle auch schon mal schrieb, das vermeintliche Datensammeln von Google, Facebook und Co, oder von mir aus auch die vermeintliche Bespitzelung NSA, BND &Co ist deswegen so mies, weil man dort keine Kochtöpfe bekommt? Payback, Amazon Prime, iTunes, Zalando, Youtube usw. alles wunderbar, weil es dort eine Gegenleistung gibt? Oder wie? Irgendwelche "Uhren" zu haben, die "Hey ich war heute 10 km von A nach B laufen" auf Facebook posten, ist ja auch ziemlich cool. Nein, dass einzige wo ich bei den ganzen Datensammlungen vielleicht irgendwie ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend bekomme, welches aber so gut wie gar nicht thematisiert wird, ist die langfristige Speicherung der Daten, wenn diese denn überhaupt stattfindet. Heute nicht, Morgen auch nicht, in den nächsten 5 wohl auch nicht, aber die Geschichte ist voll von Beispielen, wo diese Daten vielleicht doch irgendwann mal von Interesse sein könnten.
 
@Lastwebpage: Man muss dazu ja auch sagen: Die ganzen Skeptiker BEHAUPTEN ja nur, dass das alles dramatisch ist was da passiert. Kann es einer beweisen? NEIN!
Aufgabe der Politik kann nicht sein, Fitness Uhren zu verbieten, sondern darauf zu achten, dass die daraus gewonnenen Daten halt einfach nicht genutzt werden dürfen für kritische Dinge. Dafür müssen Politiker aber verstehen, dass die Technik nicht per se zur Auslöschung der Menschheit führt.
Im Endeffekt treffen hier zwei Welten aufeinander. Einmal die Ingenieure, die einfach mit ihren Dienstleistungen die Welt verbessern wollen (und aus meiner Sicht auch getan haben) und auf der anderen Seite die Ultra-Konservativen, die in jeglicher technischen Neuerung eine Gefahr für die Menschheit sehen. Ich frage mich einfach nur, warum?! :D
 
@luckyiam: Welche Form von BEWEIS erwartest du denn? Warum das ganze kritisch zu sehen ist, und welche Auswirkungen es haben kann, ist ja nun oft genug diskutiert worden. Auch wenn die "Ich habe nichts zu verbergen"-Fraktion das alles nicht wahrhaben will...
 
@RayStorm: Es geht mir nicht darum.. Und auch nicht um "ich habe nichts zu verbergen". Ich finde einfach, dass man sich über ungelegte Eier gedanken macht. Bzw. diese im Voraus schon schlecht macht, obwohl man nicht mal weiß was passiert. Lesen 3 Leute davon, dass die Facebook App nen paar Rechte braucht, gibts direkt nen fetten Shit-Storm in den Bewertungskommentaren ohne zu überlegen warum und wofür. Bringt Apple, Google oder sonstwer irgend ne neue Technologie raus, mit der personenbezogene Daten aufgezeichnet werden, flippen die Politiker in Deutschland total aus. Ja, Politiker wollen sogar Google zerschlagen.. Jo, super Klasse, wenn die Wirtschaftspolitik in Europa so grauenhaft ist, dass hier keiner was vernünfitges starten kann. Ich frage mich einfach nur, worüber sich die Leute aufregen. Jo, ich nutze Google Now, jo Google liest meine Emails und zeigt mir dann in Now an, dass ich nen Paket bestellt habe, dass ich nen Flug gebucht habe. Die wissen auch wieviel ich pro Monat so durch die Gegend laufe und es gibt auch nen Bewegungsprofil. Die wissen also alles über mich.. und jetzt? Bin ich tot, weil ich Opfer von Erpressung geworden bin? Nein.. Hat mich sonst irgendjemand deswegen belangt? Nein... Oder hab ich Nachteile bisher, weil die NSA oder sonstwer alles aufzeichnet? Nein, habe ich nicht.. Und kommt mir jetzt nicht mit naiv. Überlegt lieber mal ob diese unreflektierte Panikmache nicht massiv über das Ziel hinaus schießt und ihr ach so progressiven Menschen nicht doch eigentlich in der Vergangenheit hängen geblieben seid...
 
@RayStorm: Und im Gegenteil.. Leute werden heutzutage halb tot geprügelt, wenn Sie sagen dass Sie im Zug die Kopfhörer nicht so laut machen sollen. Leute treten Mülleimer kaputt, zerstören gerade installierte Objekte auf den Straßen, weil ihnen langweilig ist.. jo, ich kann nachvollziehen, dass der Reiz groß ist zu überwachen. Der Trend geht einfach dahin auf Regeln zu scheißen, an sich selbst zu denken und so zu tun als sei es mega sozial. Wenn ich mir dann noch diese Sendungen wie dieses "Mario Barth deckt auf" angucke, kann ich nur noch kotzen.. Wenn man sich anguckt was der da für Beispiele von Steuerverschwendung teilweise nennt, muss man sicht echt fragen ob man nicht lieber mal gegen solche Volkshetze vorgehen sollte.
 
@luckyiam: Nur rechtfertigt das nicht eine totale Überwachung, du vergleichst hier m.M.n. Äpfel mit Birnen. Vandalismus ist bescheuert, Steuerverschwendung natürlich auch. Nur hat das mit der (noch nicht mal angekündigten) Erfassung von Kennzeichen im Parkhaus, oder auch der Speicherung von allem durch Google überhaupt nichts zu tun.
Ich für meinen Teil möchte es einfach nicht, dass jemand alle möglichen Daten über mich speichert, daraus lustige Profile erstellt und danach durch passende Algorithmen schlussendlich mehr über mich weiss als ich selber. Meine Daten gehören mir, und wenn ich Daten hergebe, entscheide ich das immer noch, wem und für was ich die gebe. Der Trend geht aber leider in die Richtung, dass Daten einfach erfasst werden, ohne die betroffenen zu fragen, bzw. wird das wenn dann in ellenlangen AGBs versteckt, die eh kaum jemand liest.
Gegen neue Technologien habe ich Übrigens nichts, und unserer Politiker leben da tatsächlich hinterm Mond, und glänzen mit unreflektierter Ahnungslosigkeit. In der Vergangenheit hängengeblieben bin ich sicherlich nicht.
 
@luckyiam: Genau dieses eben nicht. "Ultra-Konservative" Technik-Ablehner sind es ja i.d.R. nicht, die sich über Datensammlungen usw. aufregen (Gut, wäre mal interessant, wie man über die Technik-Ablehner überhaupt etwas erfahren könnte). Für mich sind die Meinungen dieser Skeptiker und Technik Benutzer, und ihr Verhalten, aber irgendwie sehr konfus.
 
Im Grunde ist das alles okay, aber irgendwann werden alle Daten egal welche möglichweise zusammengeführt. Wenn dann auch unterschiedliche Parteien (Versicherungen, Banken, Behörden und so weiter) auf alle zusammengeführten Daten zugriff haben, dann wird es irgendwann wirklich unerträglich.
 
@spackolatius: Andersrum gesagt, solange die Daten an Ort und Stelle bleiben und nur dem ursprünglichen Zweck gemäß genutzt werden (können), zB die Überwachung der Parkzeit im Parkhaus, sehe ich die Sache unkritisch.

Ungemütlich wird es erst, wenn der "Dienstleister" die Daten von vielen überwachten Stellen zentral zB im eigenen Rechenzentrum zusammenzieht und die Möglichkeit besteht, das für andere Zwecke auszuwerten.
 
@spackolatius: Das Problem ist schlicht und einfach auch, dass wenn Daten erstmal existieren, die Begehrlichkeiten diverser Stellen schon dafür sorgen werden, dass diese auch anders als ursprünglich gedacht und versprochen genutzt werden. Siehe Mautsystem...
 
@RayStorm: Sehe ich auch so. Und es wird wohl so kommen......früher oder später.
 
Wir haben doch nix zu verbergen. Mit der Zwangs-Sim in Neufahrzeugen (habe ich den Aufschrei der Presse verpaßt?) wird die Kennzeichenüberwachung sowieso obsolet.
 
@Candlebox: Da sagst du das richtige.

Ich warte nur noch, bis man gesetzlich gezwungen wird, diese Black Box für die Versicherung einzubauen. Dann ist man gläserner Bürger Nr. 1.

Dann gibt es sofort angepasste Versicherungstarife bis hin zum sofortigen Strafzettel/Anzeige bei jeder Geschwindigkeitsüberschreitung.

Fehlt nur noch, dass jeder einen Chip in den Arm bekommt...
 
@andi1983: noch nicht, aber ich würd's nicht als unmöglich abtun...
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