Verräter-Bonus: BSA zahlt für Hinweise auf illegale Software 10.000€

Wer von Unternehmen weiß, die unlizenzierte Software im Einsatz haben, soll jetzt mit einem verlockenden Angebot zum Verrat animiert werden. Die BSA, ein internationaler Interessenverband von Softwareanbietern, lobt jetzt bis zu 10.000 Euro ... mehr... Facebook, BSA, Software Verband Bildquelle: BSA auf Facebook Facebook, BSA, Software Verband Facebook, BSA, Software Verband BSA auf Facebook

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Ich finde den Vergleich für das Tier beleidigend, Trotzdem:
"Im ganzen Land ist das größte Schwein der Denunziant!"

Stasi 2.0, IM Software?
 
@Kribs: gut gesagt. aktenzeichen xy, das ganze volk spielt polizei. ich denk, ich bin in der ddr. was da gut war, kann für die brd ja nicht schlecht sein, nicht wahr?
 
@Kribs: Hier geht's aber halt auch nicht um dich oder mich, sondern um Firmen, die wiederum - u. a. durch den Einsatz von Software - Geld in ihre eigenen Taschen erwirtschaften. Man sollte das halt auch mal unter diesem Blickpunkt sehen. Wenn unsereiner sich ein Betriebssystem oder eine Office-Suite in gecrackter Version auf seine Privatkiste installiert, ist das für die nach wie vor nicht wirklich von Interesse. Ich halte deswegen an sich auch den Tenor des Artikels für nicht ganz angemessen bzw. gerechtfertigt.
 
@DON666: Als Mitarbeiter einer Firma hast du automatisch eine Verschwiegenheitspflicht (So sehen es die Arbeitsgerichte) das Anzeigen einer Firma bedeutet die Fristlose Kündigung!
Eine Straftat anzuzeigen ist eine Sache, aber für Geld seine Firma zu verkaufen damit irgend ein Obskurer Verein sie Zivilrechtlich ausquetscht ist ...(Pieeeep (Selbstzensur) )!

Für Ermittlungen haben wir die Staatsanwaltschaft und die Polizei, wir brauchen keine selbsternannten gekaufte Ermittler-Spitzel!!!!!!!!!!!!!!!! (Luftholen)!!!!!!!!!!!.......
 
@Kribs: Muss ja nicht zwingend ein Mitarbeiter sein. Da gibt's genügend "Lecks". Ich finde es aber auch nicht die feine englische Art, wie die BSA hier um "Petzen" wirbt, davon mal ab.
 
@DON666: Das Problem ist der Wirrwarr an Lizenzen, da blickt kaum noch ein kleines Unternehmen durch.
Ohne Wertung nur als Beispiel:
Herr XY kauft bei Aldi einen PC mit Windows, und setzt ihm im Büro seiner Firma ein, nur jetzt hat er ein Problem den die Lizenz für das Windows hat er als Firma nicht erworben, OEM sind nämlich für Firmen von der Lizensierung ausgeschlossen.
Jetzt noch ein verärgerter Mitarbeiter und er sieht einer Zivilklage entgegen.
 
@Kribs: Das ist Unsinn. Das OS ist zusammen mit der Hardware lizensiert, da kommt von wegen Klage oder so genau gar nichts auf ihn zu. Absolut keine Firma ist gezwungen, Volumenlizenzen zu nutzen, es wird nur ab einer gewissen Menge einfach günstiger und flexibler.
 
@DON666: zumal die sache mit OEM hier in DE keine bedeutung hat
 
@Kribs: Dieses Märchen wird aber auch nur von Microsoft verbreitet und hält sich recht hartnäckig.
 
@DON666: Du "scheinst" Recht zu haben, deshalb ziehe ich mein Beispiel zurück.

Dabei war ich (bin ich eigentlich) sicher das SB und OEM Lizenzen nur als Private Endnutzerlizenzen veräußert werden dürfen, das diese für den Gewerblichen Zweck ausgeschlossen sind.
Leider kann ich für diese These keinerlei substanzielle Bestätigung finden.
 
@LastFrontier: Ja ich scheine da einen Irrtum/Irrglauben aufgesessen zu sein?
 
@Kribs: Die meisten kleineren und mittelständischen Unternehemen kaufen sich ihre PC inc. OS von der Stange und nutzen die in ihren Firmen.
Der einzige Unterschied: du hast halt nun für jedes Gerät einen eigenen Key.
Alternativ kaufst du dir die PC halt ohne OS und beziehst von MS ein Enterprise-OS für mehrere PC mit einem einzigen Key.
MS hat diese Modelle weil sie davon leben.

Es spricht also nichts dagegen dass Malermeister Müller in den Mediamarkt fährt, sich dort seine PC kauft und darauf seine benötigte Software aufspielt.
Denn auf den PC steht nicht drauf das die ausschliesslich für den privaten Gebrauch zu verwenden sind.
 
@Kribs: Richtig interessant ist es vor allem für ehemalige Mitarbeiter die noch eine Rechnung mit dem Verein offen haben. Nicht nur daß man sich danach besser fühlt, man bekommt auch noch was dafür. Besser könnte es gar nicht laufen.
 
@Kribs: Die illegale Nutzung einer Software für den privaten Gebrauch ist zwar nicht strafrechtlich relevant sondern nur zivilrechtlich, bei einer Firma mit gewerblicher Nutzung gilt diese Ausnahme dann jedoch nicht mehr, da schlägt §108b UrhG dann voll zu mit Geldstrafe und Freiheitsstrafe, mit Sonderbehandlung bei gewerblicher Nutzung, denn dann gibt es nach Abschnitt (3) sogar bis zu 3 Jahre.
Man würde damit also rechtlich gesehen tatsächlich eine Straftat anzeigen und nicht nur was zivilrechtlich relevantes. Ich weiß nur nicht, ob man da dann abgesichert ist wenn man mit den Infos nicht zur Polizei geht sondern zu einem privaten Interessenverband. :)
 
@mh0001: Das kann man aber nur anwenden wen Wissendlich und Vorsätzlich Schutzmaßnahmen umgangen oder Außerkraft gesetzt werden.
Die Installation eines BS/Programs das man als Privat Mann/Frau erworben hat und die Nutzung innerhalb einer Firma stellt einen Lizenzverstoß dar keine Straftat.
http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__108b.html
 
@Kribs: Und was ist mit Software, die ein Mitarbeiter auf seinem Arbeitsplatzrechner installiert hat? Lizenzverstoß oder nicht?
 
@Kribs: Und wenn ich demnächst einen neuen Job habe? Dann geht mir die Kündigung am Ar*** vorbei :)
 
@Knerd:
Ob du mir es glaubst oder nicht ich kann/werde es nicht beweisen:
Innerhalb kürzester Zeit wissen die meisten Potentiellen Arbeitgeber über deinen "Verrat" bescheid, damit wird es schwierig mit einen neuen Job und wenn du ihn schon angetreten hast achte darauf das die Probezeit vorüber ist.
 
@Kribs: Keine Frage ;) Nur du weißt worauf ich hinaus wollte :)

Ansonsten, anonymer Tipp.
 
@Knerd: Ja ich weiß es leider, es gibt immer wieder Menschen die spontan handeln. ;-)
 
@Knerd: anonym bring aber kein geld und darum gehts ja hier^^
 
@Kribs: Ich finde eher, das größte Schwein ist jemand, der sich auf Kosten anderer bereichert.
 
@Kribs: NEIN ! Es ist jener im ganzen Land das größte Schwein der Raubkopien und fremdes Schaffen nennt sein! Denn wer Software klaut wie ein Rabe der hat ne ausgeprägte kriminelle Gabe!

Soooo ist es richtig!
 
@Kiebitz: ".... der Raubkopien und fremdes Schaffen nennt sein!"
Ähm, ich glaube da schneist du was dichten durcheinander, es geht nicht um Menschen/Unternehmen die "illegale Software" verbreiten, sonder vielmehr um Unternehmen die Software ohne Lizenz verwenden.
 
Simply use open source software and fuck them!
 
@Sam Fisher: Open Source != Kostenlos :)
 
@-adrian-: Habe ich das irgend wo geschrieben?
 
@Sam Fisher: Wenn du nicht suggerieren wolltest, das OS kostenlos ist, würde dein Beitrag indem Zusammenhang gar nicht sinnvoll sein. Ist er eigentlich auch sonst nicht ......
 
@-adrian-: Was? Ich dachte Entwickler von Open-Source Software leben von Luft und Liebe.
 
@Sam Fisher: Tja mein Freund, du hast keine Ahnung was Open Source wohl ist?
 
Hmm, ob ich mich für meine Kündigung rächen sollte. ;D
 
@klink: Ich glaub, um genau solche Leute geht es denen...
 
@klink: In dem Fall müsstest du wohl nicht einmal was fürchten, rausschmeißen können Sie dich ja nicht mehr ^^ Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man beim Melden einer strafbaren Handlung seines ehemaligen Arbeitgebers belangt werden kann. Etwas ganz anderes wäre es, wenn man nach der Kündigung anfängt, Firmengeheimnisse auszuplaudern, dafür könnte man belangt werden. Aber von der Firma begangene Straftaten fallen natürlich nicht in diese Kategorie.
 
@mh0001: "Firmengeheimnisse auszuplaudern" Den find ich gut :D Das sollte man mal ganz ehrlich in die Verschwiegenheitserklärung werfen, die verwendete Software darf nicht weitergegeben werden :D
 
Privat ist es das Eine, aber wenn Unternehmen Software benutzen und nicht zahlen ist es einfach gerecht, wenn sie bestraft werden. Softwareentwickler müssen auch ihre Miete und Lebensunterhalt bezahlen können!
 
@Rumulus: Genau. Um große Softwarekonzerne wie Microsoft mach ich mir weniger Sorgen, da die genug Ressourcen haben jederzeit jemand zur "Kontrolle" loszuschicken. Die die am meisten durch die illegale Nutzung geschadet werden, sind Entwickler von Open-Source Software, die oftmals für den privaten Gebrauch kostenlos ist, aber für gewerbliche Zwecke eben nicht. Im Grunde ist es nur eine Erlaubnis dafür, dass man sich den Source-Code anschauen darf. Ob man die Software kostenlos nutzen oder sogar modifizieren darf, ist eine andere Sache. Wie schon oben gesagt wurde.. Open-Source ist kein Synonym für kostenlos. Man sollte sich immer gründlich die Lizenzbedingungen durchlesen.
 
@w4n: Witzigerweise tut die Open Source Community aber Tag ein Tag aus nichts anderes als allen zu vermitteln "Open Source = kostenlos". Ob es stimmt oder nicht, vollkommen irrelevant.
 
@Draco2007: Ist es oftmals auch im PRIVATEN Gebrauch. Hier geht es aber um Unternehmen. Das ist schon ein Unterschied.
 
Mich würden ja mal mehr Details interessieren, also nicht wie viel Prozent der Software illegal ist, sondern welche wird besonders häufig illegal benutzt, besonders in Unternehmen. Neben Windows natürlich ;)
 
@Wuusah: Besonders beliebt sind natürlich kleine Tools die keiner Installation bedürfen. Bei uns waren das mal rund 80% die ein Tool für Screenshots illegal auf den Kisten hatten. Das wird nicht billig. ;)
 
@Johnny Cache: Das habe ich mir auch schon gedacht, denn große Software kommt häufig in Verbindung mit einer Dienstleistung, die eine individuelle Anpassung an das Unternehmen vornimmt. Einfach nur eine illegale Kopie auf die Rechner bringen, reicht da bei weitem nicht aus ;)
 
@Wuusah: Ich tippe mal auf Dinge wie SoapUI, Addons für Visual Studio o.ä. wie ReSharper (auch wenn ich das nicht verstehe warum) etc.

Vermutlich auch ordentlich Office und Windows wie du schon sagst. Aber wie der Herr Cache schon sagt, vermutlich vorallem kleine Sachen ;)
 
Frage ist ja, umfasst sowas auch die Verschiegheitsklausel im Arbeitsvertrag?
Variante A: ich bin Arbeitnehmer und verpfeife für Geld meine Firma, werde dann wahrscheinlich als Zeuge geladen, BSA verliert, ich bekomme kein Geld und naja, vielleicht nicht die Kündigung aber sicherlich Arbeit, die mich selbst zum Gehen bewegt + dadurch kein ALG. Selbst wenn sie gewinnen, werde ich mich mit 10.000 Euro nicht zur Ruhe setzen können.
Variante B: mir wurde gekündigt, bin sauer, das gleiche Spiel wie in A und bekomme zukünftig kaum einen neuen Job, da sich neue Arbeitgeber bekanntlich gern bei alten erkundigen.
Variante C: ich verpfeife irgendeine Firma wo ich vielleicht als Systemadministrator tätig bin (externe Firma). Mein Arbeitgeber verliert seinen Vertrag, was dann wohl 1:1 weitergereicht wird.

Was dann noch interessant wäre...10.000 Euro...zusätzliche Einnahme = steuerpflichtig? Dann würden ja vielleicht davon noch 5.xxx übrig bleiben? :D GROOOOßES KINO :D

Ich für meinen Teil würde im Zweifel schön die Klappe halten, denn ich sehe keine Variante in der ich langfristig gut bei weg komme.
 
@bAssI: Wenn es um eine Straftat geht und das ist es wenn ein Unternehmen illegale Software nutzt, ist die Verschwiegenheitsklausel nichtig.

Rechtlich ist es zwar in Ordnung zu denunzieren, aber mit einer Kündigung musst du sicherlich rechnen, sollte dein Namen das Unternehmen erfahren.
 
@Rumulus: Was einem aber auch wayne sein kann, wenn man einen neuen Job hat :D
 
@Knerd: Nur dumm, wenn dein neuer Chef davon erfährt. Was denkst du, was der von einem Denunzianten denkt und ob er einen solchen (noch)in seiner Firma haben will?
 
@Rumulus: Anonyme Tipps :)
 
@Knerd: Sehr unauffällig. Du gehst und 2 Tage später steht der BSA auf der Matte...
 
@Draco2007: Wer redet von zwei Tagen? ;)
 
@Knerd: Ah also ganz geschickt. Noch warten bis der ungeliebte Kollege geht, damit er dann verdächtig wird.

Du bist ja ein ganz ausgebuffter ^^
 
@Knerd: Man erschreckt sich, wen ein Geschäftsführer alles kennt. Bin selbst immer wieder beeindruckt wen mein Chef alles kennt. Und der alte Arbeitgeber weiß meist schon vor Arbeitsantritt deinen neuen Arbeitgeber. Auch wenn das nicht fair ist, ist das 1 kleines Telefonat oder flüchtiges Treffen. Problem ist weniger die illegale Softwarenutzung, als dass man DANACH von niemanden HILFE erwarten kann. Die BSA hat ihren Willen bekommen und ihr gehen deine Sorgen danach am Arsch vorbei. Das sagt dir vorher nur niemand. Und das dein "ehemaliger" Arbeitgeber dich mutwillig und vorsätzlich fertig machen will, kannst du schlicht weg nicht beweisen.
 
@bAssI: Auch an dich, ein anonymer Tipp und das Problem ist gelöst :)
 
@Knerd: Witzbold....und wie soll die BSA, falls sie beschließt, das dir was an DenunziantenProvision ausgezahlt werden soll, an dich auszahlen ?
Wenn die SO gute Hellseher hätten, das sie das trotz deinem Anonym Vorschlag hinkriegen, bräuchten sie gewiss keine Denunzianten mehr..
 
@Knerd: Ich frag mich gerade was wohl mit der Quelle passiert, die garantiert bei Ermittlungen eben keinen Anonymitätsschutz geniest, im Fall das sie sich geirrt halt mit dem angeblich nicht vorhandenen Lizensierungsmodell welches die Firma nutzt, also eine Firma direkt verleumdet hat. Eine viel bessere Steilvorlage gibts kaum für Firmen zusätzliche Gewinne zu erzielen in Zeiten da der Absatz gerade einbricht. Die Absatzrückgänge mit der Rufschädigung in Verbindung zu bringen und Schadenersatzforderungen aufzustellen ist dann sozusagen ein Selbstgänger. Und dazu muss die Quelle nicht mal bei der Firma beschäftigt sein.
 
@aliasname: Dann musst du eben anonym melden ;)
 
@Knerd: Aber dann krieg ich ja keine 10.000 Euro :D sondern mache einfach nur die Arbeit der BSA und die kassieren. Blöde moralische Zwickmühle ist das eben.

Aber wahrscheinlich bin ich auch einfach nur zu sehr glücklich mit meinem Job und Arbeitgeber/Chef + bekomme lieber monatlich pünktlich (weniger) Geld als "eventuell" einmal viel. ;)

Was mich auch beschäftigt...wie erkenne ich als Otto Normal eine illegale Nutzung. Ich nutze viel verschiedene allgemein und spezifische Software, aber selbst bei Office wäre ich bereits überfragt, ob das nun (il)legal ist. Kommt nun Citix oder ähnliches hinzu, bin ich gleich raus. Und damit mein ich nicht Citrix sondern Software die darüber verteilt wird.

Ich fand mal einen Kopierschutz echt interessant. Da brauchte ich zur Nutzung einen USB Dongle. Ohne den ging nichts. Jedoch ist sowas bei 1 oder 2 Programmen ok...wenn man es aber für Windows, Office, sonstige kommerzielle Programme brauch, würden wohl nur Hersteller für USB Hubs profitieren :D
 
@bAssI: "Aber dann krieg ich ja keine 10.000 Euro" Verdammt :D Daran habe ich ehrlich(!) nicht gedacht :D
 
@bAssI: "Was mich auch beschäftigt...wie erkenne ich als Otto Normal eine illegale Nutzung." Wenn diese z.B. in einem SW-Verzeichnis liegt und Titel wie z.B.: "Office.Recovery.X.Cracked." inne hat. Habe da mal bei einer recht großen Firma gearbeitet und mir sind bald die Augen ausgefallen.
 
@Rumulus: Gut zu wissen. Zum Glück musste ich mich mit sowas noch nicht moralisch auseinander setzen. Auch wenn ich illegale Software in Unternehmen nicht befürworte, aber solche Sachen wären es mir nicht Wert. Soll die BSA zusehen und ich bleibe Treu dem Spruch "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" ;)
 
Orientiert man sich jetzt am Bild-Reporter-Knigge? Was ist das denn für eine tendentiöse und skandalerregende Schreibe? Verräter-Bonus! Anschwärzen! Denunzianten!

Wenn Unternehmen, die ja bekanntlich Gewinn erwirtschaften wollen, dazu auf "geklaute" Software zurück greifen, dann hat das nichts mit Verrat zu tun, wenn ich das abstellen will. Natürlich ist die Frage, wie genau geht man möglichst sensibel vor. Insgesamt gehört das aber in den Bereich des Compliance und kein CEO eines größeren Unternehmens würde jemanden, der illegale Machenschaften im eigenen Unternehmen aufdeckt, dafür auch nur ansatzweise abstrafen!

Also, ich bitte euch um eine etwas sachlichere Berichterstattung. Wir sind doch erwachsen, oder?
 
@xploit: Ich glaube nicht, dass in der Firma jemand wirklich stolz auf einen Whistleblower ist... "Wenn irgendwas im Argen liegt, hätten Sie ja erst mal zu mir kommen können, bevor Sie uns öffentlich runter machen..." und tschüss.
 
@rallef: Dann setze dich mal mit Compliance oder dem Deutschen Corporate Governance Kodex auseinander. Ich schrieb oben ja auch, man muss das Thema sensibel behandeln. Jedes größere Unternehmen trainiert seine Führungskräfte oder Mitarbeiter genau für solche Fälle. Aber das was hier gerade zelebriert wird, ist Marktschreierei. Die Kommentare auf der Facebook-Seite zeigen die gleiche Tendenz, so dass man meinen könnte, selbst die geschäftsmäßige Raubkopie ist gesellschaftlich "anerkannt" und doch nur ein Kavaliersdelikt.

Und wie gesagt, ich finde die subjektive und suggestive Berichterstattung auf Stammtischniveau von WF in erster Linie ziemlich peinlich und un-professionell.
 
Die sollen die 10.000 Euro lieber für gescheite Programmierer ausgeben. Die Qualität der Software nimmt stark ab. Bis ein Urteil gefallen ist, hat man den "Petzer" eh schon wieder vergessen. Außerdem kann der "Petzer" das juristische Geschehen nicht bzw. kaum nachverfolgen.

Die heutigen Programme sind völlig aufgebläht mit oft unnötigen Funktionen. Bestes Beispiel dürfte Acronis sein. Ich benutze eine Version aus 2009, weil die am stabilsten funktioniert. Der Rest hat nur eine gute Funktion Raubkopien per Server-Check zu identifizieren, mehr nicht!
 
Dann sollen die Hersteller die Software wieder billiger verkaufen wie vor 20 Jahren dann können die meisten PC Nutzer es leisten die legale Version zu kaufen. Was früher ein Software ca 50,-DM kostet kostet heute ca 199€
 
@Deafmobil: Ich bin mir nicht sicher, ob Du heute noch für das Gehalt von vor 20 Jahren arbeiten möchtest? Ansonsten, es gibt für nahezu alles Alternativen.
 
@rallef: Leider wird es bei den richtig teuren schwer :/ Spontan fallen mir Windows, Office (ja in vielen Firmen geht es nicht ohne, vorallem wegen Outlook), Cinema4D und Photoshop ein.

Wobei ich glaube Cinema4D benutzen wohl wenig Firmen :D
 
@Deafmobil: Will Softwarehersteller nicht an den Pranger stellen aber schaut euch mal Unternehmenslizenzen für Virenscanner an. Oder mein liebstes Beispiel...PTV Map&Guide ein wahrlich guter Routenplaner und ich bin froh ihn nutzen zu dürfen (LEGAL)...3 Lizenzen kosten 4300 € netto + 25% Jährliche Updategebühr. Das ist echt ne Hausnummer! Klar bekommt man Sachen die andere nicht können aber jetzt mal ernsthaft! Wie viel kostet Windows für Unternehmen?
 
@Deafmobil: Ist doch gar nicht wahr. Vergleiche mal die Preise der Betriebssysteme mit denen früher! Office gibt es heute für Studenten und Familien zu Schnäppchenpreisen. Apple verschenkt sein Betriebssystem. Es gibt zig kostenlose Software, mit der viele Aufgaben genauso erledigt werden können. Es gibt für Raubkopien, erst Recht im Geschäftsumfeld, absolut keine Entschuldigung. Erst Recht nicht "den Preis".
 
@Deafmobil: Was früher 50EUR kostete, kostet heute eher gar nichts mehr. Es gibt doch mittlerweile für alles Open-Source-Lösungen. Selbst zur Installation auf Windows, wenn man sich nicht mit Linux anfreunden kann.

Kommerzielle Software kann man mittlerweile ohnehin vergessen. Dank toller und bei jedem Softwarepaket unterschiedlicher Lizenzmodelle und zugehöriger Aktivierungsszenarien kann man die meiste kommerzielle Software nicht einmal mehr auf einem virenfreien Offline-Rechner installieren und für irgendein blödes Programmpaket unter vielen schliesse ich keine bis dahin nur offline genutzte und daher garantiert malwarefreie Installation auch nur für eine Sekunde ans virenverseuchte Internet an, da ich Rechnern die einmal am Internet waren nicht mehr über den Weg traue und diese daher auch nicht mehr in mein Offline-Rechnernetz zurück dürfen, sondern nur noch im Online- bzw. Internet-Netz benutzt werden können.

Noch dazu verschwendet man bei kommerzieller Software bei jedem neu gekauften Rechner und teilweise sogar bei lediglich ausgetauschter Hardware im alten Rechner wieder Lebenszeit damit beim Hersteller zu betteln, damit man die Software weiterbenutzen kann und sowas stinkt mir. Bei einer Software deren zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht ich gekauft habe, möchte ich nicht beim Hersteller bei jeder Hardwareänderung oder Neuinstallation darum betteln müssen, damit sie wieder läuft. Das hat auch noch andere praktische Gründe: Bei einer Menge Software investiere ich viel Zeit in das Erlernen der Software und das Erstellen von Dateien damit. Diese Zeit wäre vergeudet, wenn ich eine Software nicht mehr nutzen kann, weil der Hersteller z.B. meine viele Jahre alte Version nicht mehr aktivieren kann oder nicht mehr aktivieren möchte oder etwa pleite ist.

Im Falle eines Office-Pakets hätte ich dann z.B. tausende Dokumente aus den letzten 20 Jahren, die ich nicht mehr so nutzen könnte wie bisher und bei denen noch nicht einmal klar ist, ob alle Macros und Formatierungen mit einer neueren Version meines Office-Pakets noch problemlos funktionieren würden (da z.B. mit einem aktuellen MS Office selbst ältere Dateiformate der Vorgängerversionen oft nicht mit komplett fehlerfrei funktionierenden Makros und vollständig fehlerfreier Formatierung zu betrachten und bearbeiten sind und *.doc- Dateien aus den 90er Jahren nicht einmal mehr auf Anhieb auf einem aktuellen MS Word zu öffnen sind, wäre mir nicht einmal mit der neuesten MS-Office-Version geholfen, wenn ich damals weiter Office verwendet hätte). Ich möchte aber nicht tausende Dokumente auf korrekt funktionierende Macros und korrekte Formatierung überprüfen müssen, nur weil ein Hersteller mich z.B. auf sein neues Office-Paket zwingen möchte und mir daher mein altes nicht mehr aktiviert.

Selbst wenn einem Hardware kaputtgeht und man ohnehin schon genug Ärger damit hat die Ersatzhardware mit der alten Softwareinstallation zum Laufen zu bekommen, fällt einem heutzutage kommerzielle Software bei der Wiederinbetriebnahme des reparierten Rechners oft gleich im Rudel in den Rücken und ich habe nach einem Festplatten- oder Mainboarddefekt sicher etwas Besseres zu tun als bei 20 Softwareherstellern meine ganzen kommerziellen Anwendungen zu reaktivieren, damit ich wieder arbeiten kann. Der Mist würde mich bei einem meiner Offline-Rechner zusätzlich zur Hardwarereparatur noch einmal mindestens einen halben Tag kosten, sofern alles glatt geht und ich dem Hersteller nicht noch Kaufbelege zuschicken muss um ihn dazu zu bewegen seinen Müll auf meinem Rechner wieder funktionsfähig zu schalten. Sorry, aber unter den Umständen verbietet es sich für mich kommerzielle Software zu verwenden, völlig egal ob es nun ebensogute freie Software dafür gibt oder nicht. Wenn es wirklich mal keine freie Software für eine Aufgabe gäbe, müsste ich eben darauf verzichten oder mir selber eine Lösung ausdenken und programmieren. Für viele Aufgaben gibt es auch keine kommerzielle software, da habe ich mir ohnehin schon genug kleinere Anwendungen selber schreiben müssen, die genau das tun, was ich möchte. Ich arbeite grundsätzlich nicht mit Software, die sich unter meinen Fingern selbst deaktivieren kann, so wie ich auch nicht mit einem Auto fahre, das eine funktionsfähige Wegfahrsperre hat, seitdem einem Bekannten seine Wegfahrsperre mal bei 180km/h auf der Autobahn wegen eines Fehlers in der Elektronik die Zündung deaktiviert hat (sehr angenehm so etwas). So einen Schwachsinn brauche ich nicht.
 
Gibts das auch bei privatpersonen anzeigen?
 
Jaja, das Nazi- und DDR Regime lebt halt doch noch weiter. Zumindest in Teilen und in Einigen. War schon eine tolle Erfindung damals. Sorry, aber bei Denunzieren muss ich an genau sowas denken.

Selbst wenn rauskommt, dass alles OK ist. Stress und Kosten verursacht so eine Prüfung immer und je nachdem wie groß da aufgefahren wird kann dem Unternehmen auch ein gewaltiger Imageschaden entstehen. Will die BSA auch für solche Schäden aufkommen? Außer ein "Alles in Ordnung, entschuldigen sie die Unannehmlichkeiten" wird da nicht viel bei rumkommen.
 
@Memfis: Minus alleine für den Nazi- und Ossi Vergleich...
 
"Zivilcourage zahlt sich aus - Melde jetzt unlizenzierte Software und kassiere dafür eine Belohnung!"

Das die BSA den Begriff Zivilcourage hier benutzt finde ich einfach nur widerlich. Zivilcourage ist für mich untrennbar mit der Hilfe für in Not geratenen Menschen verbunden.
 
Da werden sich wol nicht viele finden. 1. Belohnung 10% des Streitwertes, max.10000€ 2. Belohnung nur bei erfolgreichem Ausgang des Streits 3. Wie siehts mit der Steuerlichen Seite aus? Das sind doch dann Nebeneinkünfte, auf die ich 30-40% Steuern zahlen darf, ggf. Steuervorrauszahlungen im Folgejahr?
 
Ich schätze mal die meiste Software die Illegal genutzt wird sind so Standartsachen, wie WinRAR, Nero ect. vermute ich jetzt mal. Bei mancher Software ist der Preis auch einfach eine Frechheit. Wer es Übertreibt mit der Preisgestaltung und dafür noch wenig Bietet muss sich über einen Bypass dann auch nicht Wundern. Kopfgeld für Verräter naja, bei Firmen die den Kauf von Software auch noch über die Steuer ggf. Abrechnen können ist logo eine Sauerei, ob nun solche Methoden besser sind eine andere Frage, immer hin kann der Arbeiter XYZ nix für die Geizigkeit seines Boss/e. Ein Kopfgeld für miese Löhne und Verarschungen bei Leiharbeit wären da viel besser, den Merke hat der Kunde mehr in der Potte, dann kauft er sich auch gern was und muss sich nach einem Update, nicht mit Patchern und Keygens rumägern ;)
 
@Hagal: Wenn du dir etwas nicht leisten kannst, hast du noch lange nicht das recht es dir zu klauen.
Wenn dir eine Software zu teuer ist, brauchst die auch nicht kaufen, sondern musst alternativen suchen. Gibt es keine? Also doch klauen?
 
10.000 Euro? Der Kurs von Seelen ist aber ganz schön gefallen. Sprich das Angebot hat sich im Vergleich zur Nachfrage erhöht. Wirft kein gutes Licht auf die Menschheit. ^^
 
Finde diese Aktion super - hat vollinhaltlich meine Unterstützung. Als Programmierer finde ich es eine Frechheit, wenn jemand Raubkopien meiner Software verwendet. Ihr geht ja auch nicht zum Bauern nebenan und stehlt einfach täglich ein paar Eier, und ein mal in der Woche eine Sau, weil er sie ja ohnehin hat, oder???
 
@kamp: Und selbst wenn würde die Polizei sicherlich kein Kopfgeld von 10.000€ für die Ergreifung aussetzen.
 
@Memfis: Doch, es ist gesetzlich möglich und wird auch ab und zu gemacht. Jetzt nicht für den Schweinedieb, aber dennoch.
 
Ich mache mich mal hier unbeliebt: Die Firma die Software entwickelt will und soll damit Geld verdienen z.B. zur Bezahlung ihrer Produktionskosten (Gebäude, Büros, Geräte, rechtliche Beratungen, Werbung usw. usw.) und zur Bezahlung der Lohnkosten ihrer Arbeitnehmer (sollen die denn umsonst arbeiten?). Wer dafür kein Geld ausgeben will soll sich gefälligst selbst was entwickeln. Dann sieht er mal dass das recht mühselig ist soweit er das überhaupt kann bzw. zu dumm dazu ist. Ganz banales Beispiel: Für Butter gebt Ihr auch Geld aus bzw. müßt diese kaufen sofern Ihr diese haben wollt. Oder macht Ihr die selber? Oder klaut Ihr die nach dem Motto "Opa, Oma Waldi - alle klaun bei Aldi"!

Ganz nebenbei ist es eine Straftat illegale Software zu verwenden bzw. Raubkopien zu machen.

Und wenn für die Aufdeckung solcher illegalen Machenschaften Belohnungen von den Betroffenen bezahlt werden ist das doch nur verständlich und legetim.

Guckt doch mal in die Tageszeitung. Wie oft steht da sinngemäß "suche Zeugen der gesehen hat wie mein Auto angefahren wurde und der Fahrer sich entfernte. Zahle Belohnung" oder Ähnliches. Ist das denn auch Aufruf zur Denunziation und die Belohnung ein Verräter-Bonus.
 
@Kiebitz: Unbeliebt machst du dich nur bei den Dieben und den armen Hunden die keine Kohle haben, aber alles haben wollen und sich unter umständen auch noch damit brüsten wie clever diese Schmarotzer sind.

Man kann es nicht oft genug wiederholen:

Wer sich etwas nicht leisten kann, muss Verzicht üben oder sparen oder dafür sorgen dass er mehr verdient.
 
@LastFrontier: Genau richtig! Habe mir erlaubt das Minus bei Dir auszugleichen mit +!

Minusgeber >>> Begründung warum! Nicht anonym abwerten! Das ist feige!
 
"...Verräter-Bonus: BSA zahlt für Hinweise auf illegale Software 10.000€..." Verräter-Bonus? Hat Winfuture neuerdings Bild-Redakteure am Werk?!
 
Na toll.. mal wieder die reißerrischste Kombi als Überschrift.
Es darf also keine außergerichtliche Einigung zwischen dieser BSA und einer Firma geben, im Gegenteil muss man wohl das Glück haben, das sich die Firma quer bzw. taub & blind stellt, es daher zwangsweise zu nem Prozess kommt und es muss sich um nen richtig fetten Fisch handeln, den man verpetzt, nur dann gibts überhaupt nennenswert was bzw. den Maximalbetrag 10.000 aus der Überschrift.
Komme mir grade vor wie beim lesen gewisser Internetprovider Verträge mit deren: Es sind bis zu 100k möglich, wir versprechen aber in Wahrheit nichts...Formulierungen.
Das es, wenn es vor Gericht geht, ausgeschlossen ist, das zumindest der Firmenanwalt die (Zeugen)Aussage des Anzeigenden zu lesen kriegt, ergo es nicht ausgeschlossen ist, das es jene Firma im Detail erfährt, wer es war..
Das es womöglich zu Kündigung und oder schlechtem Arbeitszeugnis kommt, das ein neuer / nächster Arbeitgeber womöglich (wegen letzterem ) telefonisch bei jener vorigen Firma nachfragt...und es dann mit hoher Sicherheit Essig ist mit dem nächsten Job...
Ich tue mich jedenfalls schwer, das als falsche bzw. nienicht so stattfindend werdende Chronologie anzusehen.
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