Das Aus für 'Double Irish': Irland schafft Steuerschlupflöcher ab

Ein großes Aufreger-Thema innerhalb der EU wird sich in den kommenden Jahren grundlegend ändern: Die irische Regierung will das als Double Irish bekannte Steuersparmodell nach und nach komplett abschaffen. mehr... Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Bildquelle: Nicolas Raymond / Flickr Eu, Europa, EU-Kommission, Karte Eu, Europa, EU-Kommission, Karte k.a.

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Liebes Winfuture Team, es wäre ganz nett, wenn ihr mal den KStSatz für DE (15%) und den der USA (35%) postet. Somit sollte klar sein, warum man diesen Aufwand betreibt.
 
@P4ge: Zur KSt kommt aber noch die Gewerbesteuer + der Soli noch dazu. Da landet man auch in Deutschland bei 31% effektiver Besteuerung.
 
@Hoodlum: Das sind ganz andere Steuern. Rein von der Körperschaftsteuer ist DE ganz oben (niedrig) dran. Außerdem lässt sich die GewSt auch nicht soo einfach drauf rechnen. Ist doch klar das Firmen eher dort sich ansiedeln wo es ein geringeren Hebesatz gibt, bei gleichen Rahmenbedingungen.

Wenn du jetzt noch GewSt hier reinpacken willst, müsstest du bei den Ammis auch die commercial property tax mitrechnen.
 
Gut dass das Freihandelsabkommen samt "Investitions-Vertrauensschutz" noch nicht gilt, sonst würden sich die Firmen wohlmöglich die zusätzlichen Aufwände vom Fiskus zurückholen^^
 
@rallef: Ich hoffe die Scheiße kommt nicht. Die Petition hat aber auch schon massig unterstützer, davor können sich auch unsere Politikhampelmänner nicht verschließen. Ansonsten wird es endlich mal wieder Zeit den Arsch auf die Straße zu bewegen. Dieses Abkommen ist ein absoluter Witz. Da kann man sich nur Fragen, mit welchem Recht wir noch meinen China und Russland kritisieren zu dürfen...

Kann nur jedem empfehlen daran teilzunehmen...

https://www.campact.de/ttip-ebi/ebi-appell/teilnehmen/
 
@Knarzi81: du kennst doch die Hampel. Die erklären TTIP für Alternativlos und die Diskussion dazu als "beendet". Es war ja schon mehr als faszinierend das ein Bürgerbegehren dazu abgelehnt wurde weil TTIP noch nicht existiert. Wir dürfen als Volk also quasi nicht im Vorfeld Lobbyismus dagegen betreiben aber die Industrie betreibt Lobbyismus dafür? Na, Danke Schön!
Übrigens: Vattenfall verklagt gerade die Bundesregierung auf 4,7 Mrd. wegen dem Atomausstieg. Solche Klagen gibts mit TTIP sicherlich dann auch öfter Mal :)
 
@hezekiah: Da kann man dann nur sagen, die Geister die ich rief. Na ja, mir langt es definitiv und wenn kein anderer wer was macht, dann werde ich wohl mal meinen politischen Arsch in Bewegung setzen. Es reicht mit dem echauffieren im Netz. ;)
 
Schon interessant dass die großen Firmen, wie u.a. Google und Microsoft, Steuern, wissentlich, am Fiskus vorbeischleusen können und nichts zu befürchten haben und der "kleine" Mann muss sich dafür "rechtfertigen"!
 
@pcblizzard: Der kleine Mann macht das illegal, während die Unternehmen das legal machen. Großer Unterschied.
 
@Wuusah: Was hat denn den ach so kleinen Mann daran gehindert, sein Geld in die Schweiz zu bringen um dort eine Rendite zischen 7-14% zu erhalten?
 
@P4ge: das ist wiederum etwas völlig anderes, du kannst schon prozentual gar nicht so viel Geld in die schweiz bringen wie globale firmen die sich dieses steuermodell zunutze machen ;)
 
@0711: Mir geht es darum, dass blizzard und wuusah solche Steuermodelle (wie von winfuture beschrieben) als illegal bzw. am Staat vorbeischleusen bezeichnen.

Ja es ist richtig, durch solche Steuermodelle entgehen dem Staat in dem Leistungen und Lieferungen erziehlt und vollzogen enorme Summen. Gleichzeitig sind Sie es auch, die solche Modelle nicht verhindern. Es wäre ein leichtes die Gesetzes so zu verändern, dass alle genannten Firmen hier ihre Steuern zahlen, dass ginge auch weltweit. Hier kneifen jedoch Politiker, weil immer mit der Entlassungskeule gedroht wird. "Die Firma wäre nicht mehr rentabel blablabla". Einfach machen, der Markt, die Kunden und die Zeit regeln das von ganz alleine.

Was meinen Vergleich mit der Schweiz angeht. Natürlich schafft der kleine Mann es nicht genauso viel Geld über die Grenze zu schaffen, aber auch hier konnte man über Jahre enorme Zinsgewinne im Ausland erwirtschaften ohne sie in DE (wirklich) zu melden. Nach den neuchsten Gesetzen bekommst du sogar noch was von Vaterstaat, weil du evtl in CH Quellensteuern bezahlt hast.

Verloren hat immer der, der zu Gutgläubig, zu nett und zu ehrlich war, ist und seien wird.
 
@P4ge: hm? Wuusah schreibt doch klar dass diese Vorgänge derzeit legal sind...dass diese "Schlupflöcher" durch massives Lobbying entstanden sind ist eine andere Sache, hat er nicht angesprochen genausowenig wie er gesagt hat dass es illegal sei.

Die Politiker kneifen meiner Ansicht nach weil sie sich für die Zeit nach der Politik ihre Posten in der Wirtschaft davonschwimmen sehen...

Das was du gerade da sagst "nicht wirklich melden in DE", das wäre in der tat illegal soweit mir die Gesetzeslage geläufig sind. Auch ist CH nicht ein so sichere Sache wie du sie oben darstellst, ja es ist jetzt so gelaufen denn letztlich spekuliert man bei der genannten Renditehöhe eben auf den Franken und nicht auf ein Anlagemodell mit Festzins o.ä. was auch jederzeit schief gehen kann und "der kleine Mann" der eh knapp bei Kasse ist kann eben auch nicht tausende Euro jahrelang bunkern - schon allein weil ihm in Deutschland zu viel vom Staat abgezogen wird als dass es ihm das ermöglichen würde.
 
@P4ge: Seltsame Antwort. Das Argument war, dass der Steuerbetrug der Unternehmen legal ist, während der "kleine Mann" so was eben nur illegal machen kann. Und dann fragst du, was ihn daran hindert? Ja nun, das Gesetz eben. Du weißt schon, Gesetze sind diese Dinger, die ein Gemeinwesen erst zum Funktionieren bringen.
 
@P4ge: Ich habe mein Geld auch in der Schweiz und wäre sehr interessiert daran, mit einer sicheren Anlage 7-14 % zu erhalten. Betonung auf "sicher". Denn mit spekulativen Anlagen kann man in jedem Land viel Rendite erhalten, aber auch viel verlieren. Nein, auch in der Schweiz gibt's mit sehr sicheren Anlagen nur zwischen 0 und 2 %, je nachdem wie sicher es sein soll
 
@Wuusah: Das DU der "kleine Mann" bist, ist zunächst einmal auch DEIN Problem. ;)
Entweder du zahlst "brav" deine Steuern, dann ist alles okay, sehr wahrscheinlich verfügt man auch nicht über genug Geldmittel und zahlt nicht genug Steuern um sich über sowas überhaupt ernsthaft Gedanken zu machen. Du vertraust EINEM Steuerexperten, windigen Personen und versuchst selber irgendwas, dann geht es dir evtl. wie Hoeneß, wenn es rauskommt oder du befürchten muss das es rauskommt. ODER du bezahlst ganze Abteilungen von Steuerberatern und Anwälten, dann bist du auch fein raus und das rechtlich legal. Moral? Ich will jetzt auf keinen Fall alle mit viel Geld über einen Kamm scheren, aber etwas unmoralisches setzt eben doch gewisse Geldmengen voraus.
 
@Lastwebpage: Das hat nix damit zu tun, wie viele Steuerberater man bezahlt oder wie informiert man ist. Es geht schlichtweg darum, dass es einen Unterschied zwischen einer natürlichen und einer juristischen Person gibt. Bei einer juristischen Person sind solche Schlupflöcher vorhanden, die die Politik stopfen muss, aber solange sie diese nicht gestopft hat, ist es legal was die Unternehmen machen und es ist sogar logisch, dass die Unternehmen es machen, denn ein Unternehmen hat eine Verpflichtung gegenüber den Shareholdern. Rausgeworfenes Geld weil man mehr Steuern zahlt, als man gesetzlich müsste, muss man erstmal erklären.
 
@pcblizzard: Der kleine Mann muss sich nicht "rechtfertigen"... er kann auch ne Steuererklärung machen und so Steuern "sparen"... Nur eben in verhältnismäßig kleineren Dimensionen. Jeder nutzt doch die Möglichkeiten die er hat.
 
@pcblizzard: Das Problem ist, dass Du INLÄNDER bist und Deine Einnahmen nicht beliebig zwischen Steueroasen hin- und herschieben kannst.

Du müsstest schon Deinen Wohnsitz ins Ausland verlegen UND dem Finanzamt nachweisen (die sind da sehr penibel, mancher Promi ist da böse auf die Nase gefallen!), dass Du mehr als die Hälfte des Jahres keinen Fuß nach Deutschland reingesetzt hast, um der inländischen Steuerpflicht zu entgehen.
 
Soso...bis 20020 nennt man das also "Übergangsfrist". Mir würde, rein wegen bzw. angesichts der dahinter stehenden Zeitspanne, doch einiges an nicht ganz so charmanten Worten dafür einfallen.
 
@DerTigga: grundlegende steuermodelle zu kippen dauert immer lang...
 
Ich bin schockiert?! ich habe noch die Möglichkeit das tatsächlich erleben zu dürfen?

Ich bin sehr gespannt!
 
Ob das so toll ist wird sich erst noch zeigen müssen, die Firmen versuchen auch den gewinn zu optimieren und was dort nun weniger ist wird durch irgendwas wieder reingeholt werden müssen.
Es wird dann am Kunden dieser Firmen möglicherweiße abgewätzt.
Der einzige den ich da gewinnen seh ist wohl die eu bzw das land wo sie dann ihren sitzt haben.
Vielleicht gibts ja noch, wenns sitzt in Deutschland hat ,eine Elbphilharmonie, paar bahnhöfe oder ne kuppel über berlin die am afang auf 20 mille geschätzt wird aber nach 20 jahren verzögerung doch auf 20 bille kommt xD
 
@Finsternis: Da dürftest du wohl Recht haben. Das Geld was jetzt "gespart" wird, geht ja schließlich irgendwo auch wieder hin. Selbst wenn es nur die Gehälter irgendwelcher Vorstandsmitglieder oder die Ausschüttung an die Aktionäre sind. Das sind also mehr oder weniger Fixkosten, die dann eben an anderer Stelle wieder eingenommen werden müssen.
 
Wo dann demnaechst die Adsense-Ueberweisungen wohl herkommen...
 
...und auch die USA protestierte aufgrund ....selber aber mir Delaware selber ein Steuerparadies betreiben. Typisch Amis wieder mal.
 
Das wird in Irland für eine weitere Krise sorgen. Da werden einige Unternehmen wieder abwandern.
 
Ich finde, jedes Unternehmen sollte in dem Land Steuern für den Umsatz zahlen, in welchem dieser gemacht wurde. Da hätte jedes Land etwas von und keine Firma kann sich irgendwo raus winden.
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