Saphir-Hersteller gibt Apple Schuld an der Pleite und erwägt Klage

Die Pleite des Saphierglas-Herstellers GT Advanced Technologies hat vor allem auch den großen Kunden Apple überrascht. Jetzt spricht das insolvente Unternehmen von "Knebelverträgen" und erwägt, Schadensersatz-Klage gegen den iPhone-Hersteller ... mehr... Apple, iPhone 6, Apple iPhone 6, Saphirglas, Front Bildquelle: Marques Brownlee/YouTube Apple, iPhone 6, Apple iPhone 6, Saphirglas, Front Apple, iPhone 6, Apple iPhone 6, Saphirglas, Front Marques Brownlee/YouTube

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Und warum hat man den Vertrag dann unterschrieben?
 
@hhgs: Weil du als Manager so oder so deinen Bonus bekommst, auch wenn alles den Bach runter geht.
 
@Lofi007: Sehr traurig, aber leider wahr...
 
@hhgs: Vermutlich weils nicht nur der "beste Kunde" war, sondern auch der einzige, der das Zeug in großer Menge wollte. ^^
 
@hhgs: Dafür gab es 434 millionen Gründe.
 
@LastFrontier: Ja, leider!
 
@hhgs: Oftmals aus Imagegründen. Wer mit solch großen Unternehmen wie Apple, Amazon und Google arbeiten will, dem bleibt in der Regel nichts anderes übrig als Verluste zu fahren. Langfristig kann sich das aber rentieren, weil man dadurch den Kundenstamm enorm erweitern kann.
 
Ich bin kein Experte in Sachen Vertragswesen. Aber ist es nicht so, dass Verträge von beiden Partien geprüft und unterschrieben werden? Oder ist Apple hergegangen und hat die Firmenbosse von GT Advanced Technologies Pistolen an die Schläfen gehalten mit den Worten: "Entweder, ihr übernehmt für uns die Produktion, oder wir erschießen euch"?
 
@RebelSoldier: Dein erster Satz trifft mit ziemlicher Sicherheit auf alle hier zu. Also abwarten was dabei rauskommt.
 
Verträge sind nicht einseitig beschlossen. Man hat die nicht gezwungen einen Exklusivvertrag mit Apple einzugehen, wo sie nix dran verdienen. Die hätten auch ihre Flügel ausbreiten können und ihr Produkt allen Interessenten anbieten können, denn interessant ist das Glas allemal. Natürlich bräuchten die dann einen anderen Investor für den Maschinenpark.
 
@Wuusah: Das Problem ist nicht, dass ein neuer Investor gebraucht würde - auch. Aber der eigentliche Grund ist wohl, dass die Maschinen so viel Ausschuss produzieren und GTAT es somit nicht geschafft hat die Bildschirme des iPhones zu produzieren. Und wahrscheinlich war dieses Geschäft eingeplant.
 
@paulchen_panther: Dann hat GTAT zu viel versprochen.
 
@iPeople: Oder der Vertrag ist unklar. Im Vertrag steht Lieferung für X klare Displays, der Zulieferer bezeichnet klar aus technischen Gründen mit 95% Durchlässigkeit, Apple mit 100%. Die Anlagen funktionieren, entsprechen aber nicht den Anforderungen von Apple. Vielleicht geht es in der angestrebten Lösung ja um so etwas, dass Apple ihre Standards ans technisch machbare anpasst und die in Augen von Apple "Fehlproduktion" abkauft.
 
@floerido: Auch das ist eine Sache, VOR der Unterschrift auf dem Vertrag geklärt werden muss. ich weiß, als Hater siehst Du grundsätzlich Apple als Schuldige für alles Unheil auf der Welt. Vielleicht irgendwann mal wirst auch Du verstehen, dass ein Vertrag aus 2 Partnern besteht.
 
@Wuusah: Wenn Verträge rechtlich nicht OK sind, dann können sie trotzdem erfolgreich angefochten werden.
 
@floerido: natürlich können sie das, aber in meinen Augen klingt das nach "lass uns noch schnell Apple das Geld aus der Tasche ziehen, da sie sicher ihr Image wahren wollen"
 
Also auch wenn ich kein Apple Fanboy bin, kann ich mir nicht vorstellen das Apple daran die Schuld trägt. Denn letztlich entscheidet der Verkäufer ob er mit dem gebotenen Preis einverstanden ist. Was wäre denn passiert, wenn Apple auf Corning gesetzt hätte?
 
@skyjagger: Apple investierte in die Anlagen, mit der Bedingung x-Displays zu marktüblichen Preisen abzunehmen, dafür aber Exklisivabnehmer zu sein. Die Stückkosten sind dann doch gestiegen, durch das Investment in die Produktionsanlagen will Apple nicht nach verhandeln. Die Firma hat keine Möglichkeiten andere Kunden für einen höhern Preis zu gewinnen, weil sie bis die Anlage abbezahlt ist nur für Apple drauf produzieren können. Normalerweise sind Auflösungsklauseln in solchen Verträgen vorhanden, vielleicht hat Apple genau diese streichen lassen oder mit unmöglichen Bedingungen verknüpft.
 
@floerido: Und was kann Apple dafür? GTAT hat in diesem Fall was versprochen, was sie nicht halten konnten. Außerdem stimmt es nicht ganz, was Du sagst. Apple hat sich an den Investitionen beteiligt und ist zum Teil in Vorkasse gegangen, hat aber aufgrund der hohen Ausschussrate und dem abzusehenden Misserfolg die Zahlungen vorerst eingestellt.
 
@iPeople: Vielleicht geht es in diesem Streit ja um die Qualität der Produktion. Vielleicht ist die Ausschussrate nur so hoch, weil Apple unrealistische Anforderungen ans Produkt hat?
 
@floerido: Und GT hat keine Ingeneure, die eine unrealistische Forderung hätten erkennen können? Sorry, aber wie Du es drehst und wendest ... wenn GT Versprechungen gemacht und nicht eingehalten hat, kann man das wohl kaum Apple zum Vorwurf machen.
 
@floerido: ich glaube Du hast recht, selbst als Applenutzer vermute ich unschöne Fallen im Vertrag. Vermutlich war Apple der einzige Ausweg und Apple hat sich gut bedient. Wir werden ja swhen wie es ausgeht.
 
@Yepyep: Wie hat sich Apple denn bedienen können? Leistung haben sie ja nicht erhalten.
 
@iPeople: indem sie die Verträge zu ihren Gunsten geschrieben haben. Wäre die Rechnung aufgegangen würde sich ja auch niemand beklagen, so hat es die Firma nicht geschafft und gibt Apple die Schuld, inwiefern sie damit Recht bekommt wird man sehen. Wer die Kohle hat bestimmt die Regeln, ist halt so und bleibt wohl auch so.
 
@Yepyep: Verträge werden von beiden Seiten VOR Unterschrift gelesen und begutachtet. Und nein, das Generalargument, dass nur Recht bekommt, wer das geld hat, lasse ich nicht gelten, denn es gibt zahlreiche Gegenbeweise dafür.
 
@iPeople: Wenn die Firma vor dem Deal mit Apple schon rote Zahlen geschrieben hat, dann ist die Chance, dass sie fast alle Forderungen vom Investor (Apple) übernommen haben sehr groß. Es ist eben doch ein Vertrag zwischen ungleichen Seiten. Wenn illegale Klauseln drin standen, dann hat man sie vielleicht aktzepieren müssen um überhaupt exzistent zu bleiben oder der eigene Anwalt war sich sicher, dass sie, sollte es zum Prozess kommen, sowieso nicht gültig bleiben.
 
@floerido: Wenn ein Anwalt "illegale" Klauseln durchwinkt, wird er im Nachhinein wohl eher keine Erfolgsschancen haben, per Klage die Schuld dem Vertragspartner zuzuschieben. Und auch wenn die Firma vorher rote Zahlen schrieb, kann sie nicht versprechen, was sie nicht halten kann.
 
@iPeople: es geht hier nicht um illegale Klauseln sondern um Übervorteilung. Ausserdem habe ich nicht geschrieben das nur Recht bekommt wer Geld hat, du solltest schon etwas genauer lesen. Wer das Geld hat bestimmt die Regeln ist etwas ganz anderes. Wenn Du Geld hast kommst Du der Denkmalpflege an einer Stelle entgegen und darfst das Haus an anderer Stelle nach Deinem Gusto ändern. Wer Geld hat bekommt Kredite hinterher geschmissen obwohl man sie nicht benötigt, andere dürfen noch nicht einmal in den ersten Stock, etc... Ich hoffe Du verstehst jetzt, was ich meine.
Und wenn eine Firma auf dem letzten Loch pfeift, dann nimmt sie halt den Strohhalm in der Hoffnung es wird schon gut werden. Wie schon geschrieben, würde das mit dem Glas klappen, hätte sie trotz Verträgen Gewinn gemacht, einen starken Partner gehabt und die Verträge wären jetzt nicht Gegenstand dieser Meldung.
 
@Yepyep: Auch wenn man nach nem Strohhalm greift, sollte man wissen, zu welcher Leistung man imstande ist. Einen Vertrag unterschreiben und dann nicht liefern können, ist nicht Schuld des Bestellers.

Und so ganz richtig liegst Du nicht. Kredite bekoimmt man, wenn man kreditwürdig ist ... entweder, weil man ein überzeugendes Konzept hat, was dazu führen wird, dass man die Kredite zurückzaheln kann, oder weil man eben bereits Sicherheiten in Form von Vermögen hat.

Und zum Übervorteilen gehören auch 2. Wir reden hier nicht von dummen Jungen, denen die Großen mit nem Trick das Pausenbrot abgeluxt haben, sondern wir reden von Geschäftsleuten, die ihr Handwerk verstehen sollten.
 
@iPeople: ich geb Dir ja recht, nur greift man nach dem Strohhalm. Ich vermute das in der Planung auch alles gut aussah, nur ging dann im Fertigungsprozess einiges schief. Ich gebe auch Apple nicht die Schuld und auch nicht dem Glashersteller, ich gehe einfach davon aus, dass Apple sich schon gute Konditionen geschafft hat für 500 Millionen. Ja kreditwürdig sein und Kredit bekommen ist trotzdem etwas anders als das einem Kredite wie Kuchen verkauft werden sollen. Aber auch egal.
 
wer nicht rechen kann oder will selbst Schuld, man sollte nie auf ein Pferd setzen
Man weis doch das Zusammenarbeit mit so großen Unternehmen eh sehr riskant sind.
Der Gewinner ist eh immer der andere.
 
Das Problem wird wahrscheinlich gewesen sein das Apple den Hersteller mit dem sogenannten Knebelvertrag über Jahre an sich gebunden hat. Was daraus als Problem entstehen kann ist wenn in diesem Vertrag die Kosten fixiert sind also Festpreise abgemacht wurden pro Display. Wenn aber die Rohstoffkosten oder Betriebskosten massive steigen fährst du natürlich Verlust ein. Ich kann mir gut vorstellen dass es so passiert ist.
 
@Quasyboy: Und wenn es so passiert ist, spricht das nicht gerade dafür, dass die Geschäftsführer von GTAT rechnen können.
 
@iPeople: Wenn es so was ist es auf jedenfall ein Kreativer Weg wieder in die MEdien zu kommen. Ich kalkuliere scheiße, hab keine Ahnung von Preissteigerungen, ach las mal unseren Kunden verklagen weil der Vertrag den ich ausgehandelt habe scheiße ist :)
 
Naja, Verträge hin oder her, aber es sei doch die Frage gestattet, warum Apple 500 Millionen Dollar lieber einen Kredit für Produktionsanlagen einer Fremdfirma in den USA ausgibt, als dieses gleich selber zu produzieren. GTA war ja vorher schon finanziell angeschlagen und ich vermute mal so, dass Apple bei Insolvenz von GTA nicht viel von den 500 Mio wieder bekommt.
 
@Lastwebpage: Weil es meist kostengünstiger und effizienter ist, ein bestimmtes Teil von jemandem produzieren zu lassen, der sich damit auskennt, als sich selbst hinzusetzen und anfangen zu basteln?
 
@Lastwebpage: Das Risiko bleibt halt beim Zulieferer, sollte es zu Problemen kommen, dann pocht man auf Einhaltung der Konditionen.
 
@floerido: So wie jeder Kunde einer Firma. Wenn ich 1000 Brötchen beim Bäcker an der Ecke bestelle, zu 6:00 Uhr, und dieser sagt zu, obwohl er weiß, dass er zu 6:00 sonst immer nur 900 Brötchen zu backen geschafft hat, interessiert mich das als Kunde herzlich wenig. Nicht ich habe Schuld aufgrund meiner Bestellung.
 
@Lastwebpage: dazu müsste apple auch die patente an den enstprechenden produkten haben, diese können unter umständen recht teuer werden.
 
Und morgen heißt es seitens GTAT, dass Apple Zeitarbeiter eingeschleust hat und sie die Produktionsmaschinen manipuliert haben :D
 
Oh, wenn das Stimmt, dann gute Nacht Apple... Ich wünsch mir mal so ne richtig hohe Strafe für Apple, 90% des Gesamtvermöges, oder so! Und das wird dann in die Forschung inverstiert!
 
Mir fällt zur Insolvenz von GT Advanced Technologies nur folgender Song aus der Kurve ein: "Ihr seit zu blöd, ihr seit zu blöd..." ;-)
 
@alh6666: http://seitseid.de/
 
@iPeople: Stimmt, sorry!
 
http://de.wikipedia.org/wiki/ABC-Analyse
kleines BWL
 
Zulieferer haben die Arschkarte.... ein Fehler und sie gehen hopps bei den Niedrigen Gewinnspannen. Das ist in den meisten Branchen so. Schöne, neue Welt des entfesselten Kapitalismus.
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