Bis zu 300.000 Euro Strafe: Datenschützer drohen Dash-Cam-Nutzern

Kameras, die von der Windschutzscheibe aus das Geschehen vor dem Fahrzeug filmen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Datenschützer setzen jetzt aber ein deutliches Zeichen gegen die sogenannten Dash-Cams: Wer Aufnahmen veröffentlicht, soll tief in ... mehr... Kamera, Auto, Dashcam, Rollei Bildquelle: Rollei Kamera, Auto, Dashcam, Rollei Kamera, Auto, Dashcam, Rollei Rollei

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Ist mir herzlich egal. In mein Auto kommt eine Dashcam und Punkt. Falls mir jemand reinfährt und "flieht" und/oder ich von jemanden beschuldigt werde, dass ich irgendetwas falsches getan habe, gibt es eben einen Videobeweis. Ein Datenschutzargument zieht bei einem Gerät, dass die Aufnahmen nicht speichert, sondern immer überspielt (außer wenn manuell abgespeichert wird oder bei teureren Geräten bei bestimmten G-Kräften automatisch abgespeichert wird) meiner Meinung nach nicht. Falls nötig muss man halt durch mehrere Instanzen gehen.
 
@Wiidesire: Dazu muss das Video aber auch Beweis zugelassen werden und dass ist nicht selbstverständlich. Wird es nicht zugelassen ist es nichts wert, du bist aber vll.. noch wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten dran. http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/dashcams-beweismittel-verkehrsunfaelle/
 
@lufkin: In deinem verlinkten Video steht sogar deutlich, dass die Chancen höher sind, dass es als Beweismittel angenommen wird, wenn sie wissen, dass sie gefilmt werden. Ein Sticker vorne und hinten sollte also ausreichen ;)
 
@Wiidesire: Würde mich nicht wundern, wenn du einer der erzieherischen Sonntagsfahrer bist, die Anderen durch Ihre behäbige, Langsamkeit und Sturheit behindern und sich darüber aufgeilen wenn die Autofahrer dahinter die Krise bekommen - nur damit du dann deine Version der bösen anderen vorzeigen zu kannst...
Dashcams sollten deshalb weiterhin verboten bleiben.
 
@knoxyz: Ne eher sollten die Strafen für dichtes Auffahren, drängeln und Geschwindigkeitsüberschreitungen auf 50% der monatlichen Gesamteinnahmen angehoben und die Kontrollen drastisch verschärft werden. Dann herrscht eventuell auch mal wieder Frieden auf deutschen Straßen. Momentan läuft der Verkehr ziemlich aus dem Ruder. Jeder der nicht so fährt, wie einer selbst, wird wird mit bester Möglichkeit schikaniert.
 
@knoxyz: Dir sollte man den Führerschein nehmen. Sofern du denn einen hast.
 
@Friedrich Nietzsche: Noch so eine der glaubt ein Hilfssheriff zu sein...
 
@John2k: "Jeder der nicht so fährt, wie einer selbst, wird wird mit bester Möglichkeit schikaniert."

Und eben, dass ist bei den Sonntags/Dauermittelspurfahrer besonders störend.
 
@nirwana123@web.de: Nicht wenn sie nach stvo fahren. Auch wenn jemand langsamer fahren sollte, nicht bedrängen, sonden einfach überholen, sobald es möglich ist. So einfach kann die Welt sein.
 
@Wiidesire: Würde mich nicht wundern, wenn du einer der erzieherischen Sonntagsfahrer bist, die Andere durch Ihre behäbige, Langsamkeit und Sturheit behindern und sich darüber aufgeilen wenn die Autofahrer hinter die die Krise bekommen - nur um dann Ihre Version vorzeigen zu können...
Dashcams sollten deshalb weiterhin verboten bleiben.
 
@knoxyz: Ich bin 17 und habe momentan noch begleitendes Fahren. Sobald ich mein eigenes Auto habe, kommt eine Dashcam rein.

Und nein sowas, wie du es mir unterstellst, werde ich nicht machen. Es geht hier wirklich nur darum, falls jemand Versicherungsbetrug/Flucht etc. begehen wird, dies vor Gericht beweisen zu können, die Videos werden auschließlich dazu dienen und ansonsten nie veröffentlicht werden.
 
@Wiidesire: Keine Ahnung, wie und wo du planst, unterwegs zu sein, aber diese Situation ist mir in über 20 Jahren Autofahren noch nicht ein Mal untergekommen. Kannst dir das Geld sparen, so Wild-West wie bei den Russen ist das hier im laufenden Verkehr üblicherweise nicht. Da ist die Chance wesentlich höher, dass dir einer deine geparkte Karre irgendwo beim Rangieren zu Schrott fährt, und dann hilft die diese Kamera auch nix.
 
@DON666: Die Situation tritt bei so gut wie jedem Unfall auf. Meist ist es Aussage gegen Aussage, da der Verursacher des Unfalls ja nur etwas zu verlieren hat, wenn er seine Schuld zugibt. Also behauptet er einfach das Gegenteil, da es ja nicht zu widerlegen ist. So geschehen bei einem Unfall eines Kollegen, so geschehen bei einem Autounfall meines Bruders. Dashcams in allen Autos würden für ein deutlich sicheren Straßenverkehr sorgen, da jeder damit rechnen muss, im Zweifel sich nicht mehr rauslügen zu können. Das wurde für vorgeschobene scheinheiliges Datenschutzrechte aufgegeben. Aber so ist es hier in Deutschland: Was den Amis ihre Waffen sind, sind den Deutschen ihre Autos. Lieber drei BMWs vor der Haustür als ein Eigenheim. Und die Karren müssen natürlich ausgefahren werden können.
 
@Friedrich Nietzsche: Ja, okay, ich hatte wahrscheinlich einfach nur Glück, aber diese dreiste Rumlügerei hab ich wirklich noch nicht mitmachen müssen. Danach denkt man wahrscheinlich wirklich anders.

Und an der Sache mit der heiligen Kuh "Auto" ist natürlich einiges dran. In Paris habe ich mal einen Rempler (mit leichter Beule) zwischen zwei Autos gesehen: die sind angehalten, ausgestiegen, haben sich kurz verbal irgendwas an den Kopf geworfen, sind wieder eingestiegen und weitergefahren. Wäre hier absolut undenkbar.
 
@Friedrich Nietzsche: Es muß sich nicht immer darum handeln sich rauslügen zu wollen. Laut Deinen Versicherungs-AGB bist Du verpflichtet ! keine Schuldanerkenntnisse zu machen. Vor dem Unfall-"Gegner" nicht und auch vor der Polizei nicht!
 
@Kiebitz: Dazwischen, die Schuld nicht einzugestehen, und dem anderen die Schuld aufzubürden, obwohl man sich ganz genau bewusst ist, dass man hier lügt, ist ein riesiger Unterschied. Ginge es nur darum, nichts zu gestehen, könnte man einfach gar nichts zum Unfall sagen. Darum geht es aber nie: Sie wissen fast immer, dass sie die Schuld haben, geben es aber nicht zu, da sie schlicht nur gewinnen können, selbst wenn die Schuld nur teilweise dem eigentlich Unschuldigen aufbürden.

Ich würde mich für deine Meinung interessieren, nachdem du mit einem fünf- oder höherstelligen Betrag in der Haftung sitzt, weil sich mal wieder jemand wie ein Idiot fahren musste, nach dem Unfall aber behauptet, dass du der Schuldige wärst.
 
@Friedrich Nietzsche: Nun, ist mir natürlich auch schon mal passiert dass jemand seine Schuld bestritt. Konnte dann aber doch noch mittels Rechtsschutz, Anwalt und Gericht meine Ansprüche durchsetzten. War natürlich alles nicht sooo angenehm. Und es ging dabei übrigens um einen Totalschaden an meinem PKW im Zeitwert von knapp 12.ooo,-DM (schon ´ne Ecke länger her) und um einen Krankenhausaufenthalt von 5 Tagen von mir wg. Verletzungen. War also eine durchaus unangenehme Erfahrung.
 
@Kiebitz: Tja, ein Video und du hättest die ganze Geschichte hinter dir gehabt. Den meiner Meinung nach bescheidenen datenschutzrechtlichen Wert dieser Gerichts-Entscheidung habe ich im Beitrag darunter dargelegt. Blinder Aktionismus und eine Nebelkerze in einer Ära, wo wir vom Massenausspähen der Bevölkerung durch Geheimdienste in aller Welt wissen.
 
@Friedrich Nietzsche: Nee! Leider nicht! Der Verursacher traf mein Fahrzeug auf der Beifahrerseite im Bereich der Hintertür weil er bei "Rot" über eine Kreuzung fuhr. da hätte mir die Kamera nichts genutzt.

Und da sind wir schon bei dem nächsten Problem. Eine Camera an der Frontscheibe eines Autos dürfte wohl nur bei ganz wenigen Unfallsituationen hilfreich sein (bei "Deinem" Auffahrunfall vielleicht :->). Aber nicht wenn´s Hinten, von der Seite oder so kracht. Da müßtest Du Dein Auto schon rundum mit Kameras versorgen.
 
@Kiebitz: Man hätte gesehen, dass du grün hattest.
 
@Friedrich Nietzsche: Tja, vielleicht? Mag sein.
 
@Kiebitz: Vielleicht? Damit du mir nicht zustimmen musst? Oder kommt es in deiner Gegend häufiger vor, dass alle Ampeln an der Kreuzung Grün zeigen?
 
@Friedrich Nietzsche: "...deiner Gegend häufiger vor, dass alle Ampeln an der Kreuzung Grün zeigen?...". Nee. Normal nicht. Soll es aber ja auch schon mal gegeben haben. Aber vielleicht kommt es ja auch auf die Ausrichtung der Kamera an. Oder darauf wie weit ich schon in die Kreuzung eingefahren bin so dass zum Zeitpunkt des "Krachs" keine Ampel mehr zu sehen war. Oder vielleicht hätte die Cam den Crash (immerhin Totalschaden, ich wurde aus den Wagen herausgeschleudert. Ja! Ich war angeschnallt, aber eben trotzdem!) die Cam das auch nicht überstanden?

Nun lass aber diesen Punkt mal ruhen. Ich habe ja eingeräumt dass in diesem Fall eine Cam möglicherweise eine Hilfe hätte sein könne.

Aber es gibt nun mal viele Unfallsituation wo eine Cam nicht helfen kann, siehe re:9.
 
@Wiidesire: Sticker? So´n Quark. Wie willst Du und Andere einen Sticker am Auto während !!! der Fahrt zuverlässig erkennen. Wie willst Du einem eventuellen "Gegner / Schädiger" nachweisen dass er den Sticker erkannt hatte bzw. hätte erkennen können (ohne sich und den Verkehr zu gefährden?!)?

Das mit dem o.a. Link von Dir dargestellte Gutachten erörtert NUR den zivilprozeßlichen Hintergrund. Vollkommen außer Acht bleibt der datenschutzrechtliche Aspekt! Auch dieser ist maßgeblich für die Zulassung als Beweismittel. Was nach Datenschutzgesetzen verboten ist ist illegal und illegal beschaffte Beweise dürfen nicht zugelassen werden. Insofern ist lufkins Hinweis nicht unerheblich.

Desweiteren ist zu berücksichtigen dass wahllos erfolgte Aufnahmen durch ständig mitlaufende Kameras in Dt. gegen Datenschutz verstoßen. Du müßtest also ein Video vorlegen dass nur und ausdrücklich in und zu dem speziellen Fall Deiner Beeinträchtigung erstellt wurde. Wie soll das denn gehen ?

UND noch etwas: Das Vorhandensein einer Kamera -selbst wenn diese deutlich sichtbar von Außen wäre- heißt noch lange nicht dass diese auch in Betrieb ist und somit Aufnahmen macht. Du müßtest also den "Kontrahenten" darauf hinweisen, dass die Kamera (zumindest in diesem Fall bzw. nur für diesen Fall!) mitläuft. Wohl auch ziemlich schwer - oder?
 
@Kiebitz: Deine Ausführungen ändern nichts daran, dass Dash-Cams ein vergleichsweise kleines (Datenschutz-)Problem sind und hier vermutlich nur für blinden Aktionismus im Sinne von "Schaut her, wir machen was" genutzt werden. Das Traurige dabei ist, dass diese Kameras breit eingesetzt wohl erhebliche positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit hätten. Natürlich kein Vergleich zu den Schäden, die einem entstehen, wenn man ohne eigenes Wissen in einem Video zu sehen ist, das wahrscheinlich ungesehen wieder gelöscht werden wird. Und ein Schelm der Böses denkt, dass zwei der drei deutschen Edel-Automarken aus Bayern kommen. Denen ist es bestimmt ebenfalls nicht daran gelegen, dass Autofahrer zur indirekt Vernunft gezwungen werden.
 
@Friedrich Nietzsche: Ob die Kameras "...erhebliche positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit hätten..." wage ich zu bezweifeln. Ich glaube das nicht.

Aber "lustig" ist ja, dass viele die hier jetzt für ´ne Dash-Cam sind wohl einen Aufschrei der Empörung loslassen bei Cams auf öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen usw. Wo bleibt da die Logik? Wieso zweierlei Maß?
 
@Friedrich Nietzsche: Oha! Wie jetzt? Bayern sind nicht vernuftsfähig? Oha! Starke Aussage;-)
 
@Kiebitz: Das ist ganz einfach erklärt: Dieser berühmt berüchtigte menschliche Schutz&Verteidigungstrieb steht und fällt mit der Entscheidung bzw. dem Unterschied (machen können) zwischen: gehört mir und gehört jemand anderem. Oder eben: musste ich bezahlen kontra musste jemand anderes bezahlen. Und da man Bahnhöfe so selten in weitesten Teilen selber bezahlen muss, ist das genauso selten wichtig bzw. nicht notwendig, das da jemand eine Cam betreibt.. Aber wehe einem würde so ein Bahnsteig gehören. Wollen wir wetten, das dann das schreiben von Anträgen, auf Installations-Genehmigung einer 3ten...4ten Cam, ganz schnell eine geliebte Tätigkeit würde ?
 
@DerTigga: Mit Sicherheit. Ist aber eben inkonsequentes Verhalten und auch eben bei manchen / vielen? Kommentatoren hier. Geht auch merkwürdigerweise sonst keiner darauf ein.
 
@Wiidesire: ist nur doof, dass der "Beweiss" vor Gericht nicht zugelassen wird.
 
@Wiidesire: Was regst du dich denn auf ? Es geht doch nicht sooo sehr um eine haben, sondern weit eher um das genügend dicke Finanzpolster hinten in der Hosentasche, beim mit sowas vorne an der Windschutzscheibe erwischt werden. Wenn und da das bei dir scheints dick genug ist, mach halt was du willst ?
 
Die haben doch nur ein Problem damit, dass dort Menschen zu sehen sind. Was ist wenn ich einfach auf Infrarot Aufnahme oder auf andere spezielle Techniken setze, wo die Objekte klar zu sehen, aber die Menschen nicht identifizierbar sind?! Habe ich dann auch ein Problem?
Ich will ja z.B. nur beweisen, dass ich Vorfahrt hatte und der Motorradfahrer von Links kam und nicht abbremsen wollte!
 
@gola: Das ist doch ein interessanter Ansatz. Kann hier keiner aus der Community der sonst Halbwissenden hervortreten und diesen Ansatz fundiert erörtern?
 
@gola: Ähhh? Dash-Cam an Frontscheibe? Motorradfahrer von links? Und dann den Vorfall bis zum "Crash" filmen. Von links mit Dash-Cam an Frontscheibe? Wie das denn? Vielleicht wenn Du den bei der Motorhaube oder so erwischt, nicht aber wenn er z.B. links an Fahrertür aufschlägt.
 
Liebe (bayerische) Datenschützer, sonst geht euch doch fast alles wirklich Wichtige zum Thema am Arsch vorbei, aber die Übergabe von Beweisen an Polizei und Versicherung ist illegal und hier habt ihr plötzlich einen erstaunlichen und ungewöhnlich drängenden Handlungsbedarf?
Geht's noch??
 
@chronos42: Die Entscheider fahren wahrscheinlich alle nen fetten gesponserten BMW, und die Teile wollen ja schließlich ordentlich ausgefahren werden... ;)
 
also.. eine video-aufnahme, welche nicht von der polizei gemacht wurde darf nicht als beweis an die polizei übergeben werden. (dash-cam) aber bei einer überwachungskamera ist es erlaubt..?!?
dann hab ich ab jetzt keine dash-cam im auto sondern eine überwachungskamera!
die bayern hahaha
 
@mfgmfh: Auch Überwachungskameras die die Straße vor deinem Haus filmen sind verboten.
Ausnahmen gibt es nur für öffentliche Plätze und Privatgrund.
 
@knoxyz: Die Straße vor dem Haus ist kein öffentlicher Platz?
 
@mfgmfh: Und um knoxyz zu ergänzen: Überwachungskameras müssen ausgeschildert sein.
 
@lutschboy: Einfach ein Aufkleber hinten drauf mit I <3 Dashcam
 
@mfgmfh: Solange die Dashcam ausschließlich den Innenraum deines Fahrzeuges aufnehmen kann, und sonst nichts, dürfte niemand ein Problem damit haben.
 
@mfgmfh: selbst die Polizei darf nicht auf Gut Glück die Straße filmen
 
Ich habe seit 2 Jahren eine HD CarCam an der Windschutzscheibe und eine HD ActionCam am Helm. Nicht zuletzt damit ich selbst mich nicht irre ist diese Kamera sehr hilfreich. Nichts ist objektiver als eine Aufzeichnung des Geschehenen. Einmal hat mich die CarCam schon vor einem Bußgeldbescheid bewahrt, weil ich zeigen konnte, dass der Unfallgegner schlicht lügt.
Natürlich könnte ich ein "Best of" an Fahrrad- und Autofahrern veröffentlichen, die bei Rot über die Ampel fahren, die auf der Autobahn im Kofferraum des Vordermann stehen usw. Aber den Behörden in DE scheint es wichtiger solche Leute vor Strafe zu schützen...
 
@Skystar: Veröffentlichen ist das eine, damit haben die Datenschützer zu Recht Probleme.
Aber wenn du aus deinem Best-Of einfach Anzeigen erstattest und die Videos als Beweis vorlegst, ist das noch keine Veröffentlichung...
 
@Skystar: Den ersten Teil deines Kommentars kann ich noch gut nachvollziehen. Der 2. Teil klingt aber nach verbittertem Hilfssheriff, du bist nicht zuständig Verkehrsvergehen/Ordnungswidrigkeiten nachzugehen.
 
@chris193: sehe ich genauso... als Beweis für einen Unfall halte ich eine Dash-Cam für nützlich... aber um das Verkehrschaos auf sozialen Platformen ins Netz zu stellen oder mit den Worten "ich hab da mal was für euch" zur Rennleitung zu gehen, ist genau das, was man damit wohl im Urteil darstellen will. Und genau so verstehe ich das auch. Nix für Petzen oder so, aber als Beweissicherung für die eigene Schuld oder Unschuld ist es ok.
 
@Skystar: Das ist das beste wenn Denunzianten sich auch noch als Helden der Gesellschaft fühlen
 
@lutschboy: Sorry, aber wenn der Staat nichts unternimmt, was soll man deiner Meinung sonst nach machen? Wenn die Gesetze zu deinem Vorteil sind, dann ist es ok oder? Sorry, aber wo der Staat versagt, muss irgendwas passieren. Gerade auf deutschen Straßen hat der Staat ziemlich versagt, was aggressives Verhalten der Verkehrsteilnehmer angeht.
 
@lutschboy: Seit wann hat sowas mit Denunziantentum zu tun?
 
Datenschutz schön und gut, aber man kann es auch übertreiben! Solange der Zweck als Beweismittel erfüllt ist, ergibt sich meiner Auffassung nach keinerlei Diskussionsbedarf. Wenn solche Aufnahmen aber genutzt werden, um andere Verkehrsteilnehmer oder Passanten vorzuführen, spreche ich mich auch dagegen aus und derjenige, der auf den kurzen Lacher und viele Klicks bei YT hofft, sollte mit einem Bußgeld belegt werden. Gerade bei Vorfahrtsverstößen und daraus resultieren Flugeinlagen von Bike-Rowdys sind solche Aufnahmen oft hilfreich und tragen zum Umdenken und gegenseitiger Rücksichtnahme bei.
 
Der deutsche Gesetzgeber sollte hier mal ganz schnell eine Regelung schaffen, die besagt, dass wer sich in der Öffentlichkeit bewegt eben auch zufällig gefilmt werden kann. Was spricht den dagegen, dass ich die Aufnahmen einer Ortsdurchfahrt die ich mit dem Motorrad filme veröffentliche? Der Datenschutz? Sonnst scheißen unsere Politiker auch drauf!
 
@Memfis: Wenn du dir die Mühe machst jede erkennbare Person oder jedes Kennzeichen zu verpixel, spricht da gar nichtts gegen eine Veröffentlichung.
 
@Draco2007: Ach in jedem Einkaufszentrum, S-Bahn, öffentlichen Platz, Bank und sonnst so wirste beim Nasepopeln beobachtet. Wer sich in der Öffentlichkeit bewegt muss damit rechnen gefilmt zu werden. Solange es lediglich Beiwerk zum eigentlichen Material ist sollte es ohne Konsequenz sein.

Anders sieht das natürlich aus, wenn ich mit der Kamera voll drauf halte während sich einer übergibt und das dann ins Internet stelle.
 
300.000€ Ich dachte solch existenzvernichtende Bußgelder dürfen in Deutschland nicht verhängt werden?
 
@Memfis: Es geht ja auch um Bayern ;-)
 
@doubledown: Der Datenschutz gilt in diesem Punkt aber bundesweit.
 
Also irgendwie verstehe ich die Datenschützer nicht. Hier gibt es zwei Dinge. Einmal, das Video als Beweis vor einem Gericht. Und zum anderen die Veröffentlichung des Videos.

Dass letzters nicht erlaubt ist, sollte doch wirklich JEDEM klar sein. Ich kann nicht einfach ein Video erstellen auf dem Zweifelsfrei Leute zu erkennen sind und das einfach bei YouTube hochladen. Das gilt aber nicht nur für Dash-Cams sondern für jede Art Kamera...

Aber eine Kamera, die ein Video von einigen Stunden aufzeichnet und dabei einen Endlosspeicher benutzt (direktes Überschreiben, der alten Videos) vor Gericht als Beweis zulassen ist doch keine Veröffentlichung. Nicht im Geringsten.
Es spricht absolut NICHTS dagegen ein solches Video als Beweismaterial zuzulassen, ob nun der Unfallteilnehmer darüber bescheid wusste oder nicht. Völlig egal. Wenn ich an einer Videoüberwachten Tankstelle einen Unfall baue, kann ich auch davon ausgehen, dass sich die Polizei im Zweifel das Video der Tankstelle holt und es als Beweismaterial nimmt.
Und sofern an den Dash-Cams nicht manipuliert wird und eine Schuld wirklich eindeutig identifiziert werden kann...spricht wirklich absolut gar nichts dagegen.

Das schließt aber Klagen gegen eine Veröffentlichung des Videos nicht aus. Aber das eine hat mit dem Anderen einfach überhaupt nichts zu tun. Und da verstehe ich die Datenschützer nun wirklich nicht.
 
@Draco2007: Der Unterschied zwischen einer Tankstellen Kamera und einer an der Windschutzscheibe dürfte am ehesten der sein, das die an der Windschutzscheibe seltenst dann betrieben wird, wenn mindestens 3 oder alle 4 Autoreifen auf / über eigenem Grund und Boden fahren / stehen oder auf diesem eigenen (Tankstellen)Grund und Boden zur Dokumentation von versehentlichen aber eben auch von von anderen vorsätzlich herbeigeführten Schadensereignissen benutzt wird. Stichwort div. Formen von Diebstählen, Bedrohungen, Sabotagen, Raubüberfälle usw.
Grundsätzlich fehlt hier in der Diskussion wohl auch jemand, der mal was qualifiziertes darüber schreiben kann, ob und wenn ja in wieweit ein Gericht durch und vor allem nach sowas als Beweis zulassen dafür haftbar machbar ist, das das Dingens komplett und nicht irgendwie passend zurechtgekürzt wurde oder gar in weitesten Teilen gefaked ist. Stichwort selbst eingereicht kontra von der Polizei mehr oder weniger sofort beschlagnahmt worden. Oder anderweitige, ansich unstrittige Gesetzesübertretungen auf einmal sowas wie legalisiert würden.
Und vor allem: In Deutschland gibts zwangsweise vorhanden bzw. umgesetzt sein müssende Versicherungspflicht, die es so in z.B. Russland nicht gibt. So gut wie nur deswegen, weil dort die Chance auf auf dem Schaden sitzen bleiben sehr sehr groß ist, weil eben keine Versicherung vorhanden, gibts dort SO viele dieser Cams.
 
Überall Überwachungskameras, überall diese Maut-Brücken, die was-weiß-ich aufzeichnen (zumindest leuchtet bei denen, die ich kenne, immer was auf, wenn jemand drunter durch fährt), aber der kleine Michel (=Bürger) wird zur Kasse gebeten, wenn er sich wehren will?

Auch bei Veröffentlichung seh ich da kein Problem, wenn Kennzeichen oder Gesichter unkenntlich gemacht würden, aber so wie ich das lese, soll es ja selbst dann verboten sein... ich kotze.
 
@szoller: Die Mautkameras müssen natürlich jedes Fahrzeug "scannen" um zu schauen ob das Kennzeichen zu einem Gebührenpflichtigen Fahrzeug gehört.
Laut technischer Spezifikation müssen die Daten von Fahrzeugen, die nicht gebührenpflichtig sind, sofort restlos gelöscht werden.
Ob das tatsächlich so gemacht wird, ist natürlich fraglich.
 
Was sich hier alle aufregen.. tztz. "Wer Aufnahmen veröffentlicht, soll tief in die Tasche greifen." sagt es doch recht deutlich. Ich lese darin _NICHTS_ von einem Verbot sondern nur, dass es unter Strafe steht die Aufnahmen ins Netz zu stellen, was ich so auch vollens unterstütze. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass sich hier keiner nach einem Malör auf Youtube wiederfinden mag.
 
@erso: So schauts aus. Dashcam kann als Beweislieferant sehr wertvoll sein. Auf YT & co haben die Videos absolut nichts zu suchen und die Veröffentlichung von sowas gehört bestraft.
 
@erso:
"...oder auch durch Weitergabe der Aufnahmen an Polizei, Versicherung oder sonstige Dritte"
- soweit hast du recht und an sonstige Dritte kann ich auch nachvollziehen aber was nützen die Aufnahmen wenn ich sie nichtmal an die Polizei weitergeben darf?
- darf ich sie wenigstens vorspielen wenn es der Aufklärung dient oder sie die Aufnahmen nun völlig wertlos oder wie soll man das verstehen?
 
@PakebuschR: Hm, vielleicht ist die Newsmeldung hier nicht detailliert genug? Vielleicht soll "Denunziantentum" verhindert werden, also das Anfertigen von Videoaufnahmen, um dann einfach mal zur Polizei zu gehen und zu sagen "schauen Sie mal, hier haben wir jemand der die Vorfahrt missachtet, da drängelt einer und dort fährt einer bei Rot über die Ampel, die Kennzeichen sind auch schön zu sehen".

Eventuell ist eine Übergabe an die Staatsanwaltschaft / das Gericht (oder auch die Polizei) in Bezug auf einen konkreten Unfall, an dem man beteiligt war (oder auch nur Zeuge war), und die Aufnahme der Dashcam den Unfallhergang zu klären hilft, davon unberührt zulässig?
 
@FenFire: Stimmt, an so etwas hatte ich garnicht gedacht.
 
@PakebuschR: Das ist genau der spannende Punkt. Ich vermute mal, dass die Weitergabe an die Polizei zwecks Vermeidung von Denunziantentum verboten werden soll, sonst hätten wir ganz schnell tausende Hilfspolizisten auf unseren Strassen, die vielleicht auch noch Fehlleistungen provozieren würden. Die Frage ist nur, gilt das auch im Fall eines Unfalls? Ich war vor vielen Jahren auch mal unverschuldet in einen Unfall verwickelt, wenn sich da nicht noch ein Zeuge bei der Polizei gemeldet hätte wäre ich dran gewesen, der Gegner war ein begnadeter Lügner. Eine Dashcam hätte mir damals viel viel Stress vermieden.
 
Hervorragend. Genau so sollte die Strafe dann auch dafür ausfallen, wenn man persönliche Daten anderer Personen ohne schriftliche Erlaubnis dieser Personen ins Internet einstellt (beispielsweise auch, wenn man in Social-Networks ohne Anwesenheit oder Erlaubnis einer Personen über sie chattet und dabei persönliche Daten über sie preisgibt) oder z.B. deren vollständigen Namen mit Adresse und Telefonnummer in einem Mobiltelefon oder Online-PC speichert, denn das ist alles nichts anderes als eine Veröffentlichung persönlicher Daten ohne Erlaubnis der betroffenen Person.

Ich frag mich ohnehin seit Jahren, wieso bei von anderen Privatleuten geposteten Nacktbildern einer Person dieser Vorgang auf das schwerste verurteilt und verfolgt wird, auf der anderen Seite aber von grossen Unternehmen sogar Geld durch den Verkauf viel privaterer Daten von deutschen Staatsbürgern verdient wird und das an der Stelle auf einmal keine Anzeige und Ermittlungen nach sich zieht.

Wegen ein paar Nacktbildern von mir im Internet hätte ich meine deutsche Staatsbürgerschaft vor ein paar Jahren wohl nicht abgelegt. Dummerweise fand ich damals auf einem Untergrundserver im Ausland aber leider keine Nacktfotos von mir, sondern scheinbar eine "raubkopierte" deutsche Behördendatenbank mit Millionen an Datensätzen über deutsche Bürger darin, u.a. eben auch einen Datensatz mit meinen eigenen Daten. Und bei weitem nicht nur Name und Adresse. Ich konnte da neben meinem Geburtsdatum auch meine Sozialversicherungsnummer und meine Steuernummer nachlesen, meine sämtlichen Bankverbindungen und andere Finanzdaten, die eigentlich nur das deutsche Finanzamt von mir wissen konnte. Nach der Entdeckung habe ich mich umgehend ausbürgern lassen und danach alle meine Konten in Deutschland aufgelöst und meinen Wohnsitz geändert, damit der komplette Datensatz für Kriminelle wertlos wurde.

Deutschland hat definitiv ein Datenschutzproblem, aber Millionen von Email-Zugangsdaten in den Händen von Kriminellen oder veröffentlichte DashCam-Videos im Internet sind da wirklich nur die Spitze des Eisbergs.

Ich fahre selten Auto, aber wenn, dann nutze ich meine beiden ActionCams als DashCams. Eine neben dem Rückspiegel an der Windschutzscheibe, die andere an der Heckscheibe befestigt. Bevor jemand anderes einen Unfall mit Personenschaden produziert und den mir in die Schuhe schiebt, zahle ich lieber die 300.000EUR, überspiele die Aufnahmen dem Richter und stelle sie, falls der die nicht als Beweismaterial akzeptieren sollte, dann notfalls mit retuschierten Gesichtern auch öffentlich ins Internet mit ein paar Kommentaren bzgl. Fehlentscheidungen der deutschen Justiz darunter. Dann wollen wir mal sehen, wie lange die Aufnahmen nicht als Beweismaterial anerkannt werden, wenn die Presse davon Wind bekommt und über die deutsche Justiz und Politiker herfällt, die wiedergewählt werden wollen. Denn jemanden durch das Ignorieren von Beweismitteln eindeutig zu Unrecht als Verursacher eines Unfalles mit Personenschaden verurteilt zu haben, dürfte dem Image der deutschen Justiz schon einigen Schaden zufügen.

Das die DashCam-Videos nicht ins Internet gehören versteht sich eigentlich von selbst, aber in "soziale Netzwerke" gehören z.B. ebensowenig Daten von Leuten, die mit solchen Netzwerken gar nichts am Hut haben, dort aber oft von ihren eigenen Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten datenschutztechnisch vergewaltigt werden, indem diese dort über sie chatten, ihre Daten wie Namen, Anschrift und Telefonnummer im Online-Adressbuch ablegen oder irgendwelche Geschichten über sie posten. So etwas müsste mindestens ebenso hart bestraft werden wie das Veröffentlichen von DashCam-Videos mit fremden Personen als Hauptakteuren. Denn mit den Daten die in sozialen Netzwerken über oft nichts davon wissende Dritte breitgetreten werden, kann man denen viel mehr Schaden zufügen als durch ein Video das zeigt wie sich jemand im Strassenverkehr danebenbenimmt.
 
@nOOwin: Du hast vor Jahren auf einem "Untergrundserver" im Ausland gestohlene deutsche Behördendatensätze "gefunden"...? Wie kam es zu so einem Vorgang? Über so etwas stolpert man ja nicht einfach drüber, sondern hier muss vermutlich so einiges an Energie (und für einen "Untergrundserver" möglicherweise auch kriminelle Energie, es sei denn man arbeitet vielleicht in offizieller Position am Auffinden solcher Daten/Server, aber danach liest es sich in Deinem Beitrag nicht) investiert werden. Auf der einen Seite sprichst Du Dich äusserst restriktiv gegen Datenspeicherung oder "Datenmissbrauch" aus (Du sähest offenbar gern auch Leute, die Adressbucheinträge in Mobiltelefone tätigen, mit schwersten Strafen belegt), aber auf der anderen Seite scheinst Du aber auch aktiv zu versuchen Daten habhaft zu werden, die nicht für Dich bestimmt sind, und filmst auch ohne Bedenken ständig mit, was um Dein Auto herum passiert (selbst wenn Du keinerlei Schabernack damit anstellen würdest, Deine Cams/deren Speicher könnten ja gestohlen werden und die Aufnahmen in "falsche" Hände gelangen, ebenso wie Du offenbar annimmst dass persönliche Daten, die von jemand über andere gespeichert werden, in falsche Hände gelangen oder gelangen können). Wie passt das zusammen?
 
@FenFire: Das Web hat den Vorteil, dass man versuchen kann, eine Legende um sich selbst herum aufzubauen, und sollte sie auch noch so verworren sein. Zu einer legalen "Ausbürgerung" in Deutschland (nach 1945) konnte ich z. B. nirgends was finden. Von einigen sehr, sehr speziellen Fällen abgesehen, behält man die.
 
@DON666: Unter "sich ausbürgern lassen" verstehe ich das von meiner Seite aus initiierte Ablegen der deutschen Staatsbürgerschaft, welches hier einschlägig geregelt ist:

§ 26 StAG (Staatsangehörigkeitsgesetz):
(1) Ein Deutscher kann auf seine Staatsangehörigkeit verzichten, wenn er mehrere Staatsangehörigkeiten besitzt. Der Verzicht ist schriftlich zu erklären.

Das ist wenig legendär, aber dafür immerhin völlig legal.
 
@FenFire: nOOwin kann auch mit aus Datenschutzgründen deaktiviertem JavaScript bei Winfuture Kommentare schreiben.
 
@dognose: Diesen Hack hat er auf einem "Untergrundserver" gefunden
 
@dognose: die paranoiden legenden von noowin sind doch immer wieder lesenswert! es lohnt sich fast rückwirkend die kommentare durchzuforsten wenn einem mal gehörig langweilig sein sollte ;)
 
@FenFire: Da Leute, die solche Datenbanken verkaufen wollen, "Werbung" in Form von Forumseinträgen in entsprechenden Foren schalten, war damals nicht so wirklich viel Aufwand bzw. "Energie" nötig um den Server zu finden. Um die Echtheit einer solchen Datenbank vor dem Kauf verifizieren zu können, bekam man als geneigter Käufer natürlich auch Auszüge zu einem gewünschten Namensbereich gezeigt und wenn man die Anfangsbuchstaben des Nachnamens so wählte, dass der eigene Name im Auszug enthalten sein musste, fand man den in dem Fall auch und konnte sich somit die eigenen Daten ansehen.

Im Übrigen bin ich kein deutscher Staatsbürger mehr und in meiner neuen Wahlheimat gibt es scheinbar nicht so viele ahnungslose Politiker wie in Deutschland, für die ein fehlender Eintrag im Google-Suchindex offenbar gleichbedeutend mit dem Verschwinden der Internetseite aus dem Netz ist und die, ausgehend von diesem Wissensstand, Gesetze beschliessen, die jedem der nicht in dem IT-Security-Bereich arbeitet die Benutzung von Hackertools und das Recherchieren in der Hackerszene verbieten. Solange ich mich in meiner Wahlheimat aufhalte, darf ich also ganz legal entsprechende Tools benutzen und auch entsprechende Server aufsuchen.

Die deutschen Regelungen machen aus Deutschland mittelfristig ein IT-Security-Entwicklungsland, weil sie dafür sorgen, dass Jugendliche im Ausland viel früher mit entsprechenden Tools Erfahrungen sammeln können, während deutsche Jugendliche, die das geistige Potenzial und Interesse hätten, sich weiter von Musik, Fernsehprogramm und Kinofilmen verblöden und in Sicherheit wiegen lassen, statt zu lernen wie man es den Datensammlern schwer macht.

Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass Deutschland Hacker- bzw. Überwachungs-Know-How aus den USA zukaufen muss und dabei problemlos von NSA und Co. über den Tisch gezogen wird. In amerikanischer Übrwachungs- und Datamining-Software sind selbstverständlich "eigene Sicherheitslücken" enthalten, die sich für NSA und Co. als sehr nützlich erweisen, wenn andere Staaten mit dieser Software arbeiten. Die wirklichen Kriminellen sind nämlich nicht die Script-Kiddies, die den tief schlafenden Security-Admins in Deutschland zeigen, dass ihre Systeme nicht sicher sind. Die wirklichen Kriminellen sitzen in geheimen Behörden und der Wirtschaft und die geben sich nicht mit einer Hand voll Zugangspasswörter oder verunstalteten Webseiten zufrieden. Die Script-Kiddies sollte man belohnen und nicht bestrafen, denn wo die reinkommen, kommen andere Leute erst recht rein und somit weisen sie, wie etwa auch Edward Snowden, nur auf bestehende Mißstände hin und sind dabei noch weit billiger als jeder professionelle Intrusion-Tester.

Was die "kriminelle Energie" angeht, so habe ich davon offenbar weniger als viele andere Leute heutzutage, deren Interesse an Hacks und Cracks sich allerdings auf das in Deutschland ebenfalls illegale Kopieren von Entertainment-Schund wie Musik und Filme beschränkt. Auf keinem meiner Rechner/Server/NAS-Systeme befindet sich irgendwelche urheberrechtswidrig aus dem Internet heruntergeladene Musik oder ebensolche Filme. Allerdings interessieren mich Produkte von Leuten, die mehrere Jahrzehnte ihres Lebens über dieselben banalen Alltagsgefühle und -themen singen oder Kinofilmchen mit derartigen logischen Fehlern im Drehbuch, dass es jedem Grundschüler schlecht werden müsste, auch nicht wirklich. Daher werden bei mir nicht einmal Bekannte ihre neuesten Kinofilm-Raubkopien los, auf die sie scheinbar auch noch besonders stolz sind, wenn sie die schon haben während die Filme gerade erst im Kino laufen. Die nutzen ebenfalls "Untergrundserver", für die ich mich aber sicher nicht interessiere, weil sie kein Wissen bieten, sondern nur Lebenszeitverschwendung.

Ich mache mich auch gewiss nicht für massenverblödendes Entertainment strafbar. Dann schon eher für Informationen und Wissen darüber, wie man mir versucht Daten zu stehlen und welche Daten weltweit so gestolen werden. Denn, wie man sieht, können die heutigen Regierungen ihre Bürger nicht vor Hackern schützen (und wollen sie auch nicht, denn ihre Geheimdienste und andere Behörden beschaffen sich ja selber auf illegale Weise Daten und da stehen ihnen mündige Bürger, die wissen was sie tun, im Weg. Daher wird auch jeder Datenskandal sofort verharmlost, damit die Bürger sich bloss nicht zu eingehend mit der Materie beschäftigen, sondern keine Konsequenzen ziehen und weitermachen wie bisher.), also müssen die Bürger das selbst in die Hand nehmen und wie das geht, lernen sie gewiss nicht aus primitiver Musik, die seit tausenden von Jahren hauptsächlich um bestenfalls 2 banale Allerweltsgefühle kreist und aus den unlogisch zusammenkonstruierten Kinofilm-Stories heutzutage lernen sie das ebenfalls nicht.

Was die DashCams betrifft, so sind ja wohl eher andere die Kriminellen, wenn die mir geklaut werden sollten. In dem Fall wäre das aber auch nichts anderes als wenn jemand mit seinem SmartPhone filmt oder Fotos schiesst. Das Material ist ja auch ganz leicht und im Gegensatz zu den DashCams sogar umbemerkt über die Funkverbindung vom SmartPhone geklaut, wenn sich jemand ernsthaft dafür interessiert.

Ich habe übrigens gemeinhin kein Interesse an den Daten anderer Leute. Mich interessieren funktionierende Hacks um an Daten heranzukommen und zwar um mich und meine eigenen Daten besser schützen zu können. Daher brauche ich auch nicht annehmen, dass jemand Daten von SmartPhones klauen könnte, denn ich weiss wie das funktioniert. Zum einen habe ich so etwas schon einmal Freunden mit deren Mobiltelefonen demonstriert und zum anderen ist z.B. von der NSA längst bekannt, dass sie das Umfeld von Personen über 3 Hops abprüft und dieses zunächst einmal mit deren Adressbüchern vom Mobiltelefon und dem Anruferverzeichnis, welches man beim Provider erstellt, erledigt, weil das die einfachste und kostengünstigste Methode ist.
 
Welcher normal denkende Mensch soll den so etwas verstehen ???
Als Beweismittel nicht zulässig ??
Dann dürfen Überwachungskameras nirgend zulässig sein und dir Polizei schon mal garnicht mit solchen Bildern nach tätern oder Opfer suchen !!!
Die Spinnen die Richter !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 
Ich find Dashcams gruselig. Man sieht ja schon an den Kommentaren wie dadurch die Denunziantengesellschaft massiv vorangetrieben wird. Wie viele sich als Hilfssheriff der Polizei fühlen mit ihrer tollen Cam. Wenn Dash-Cam-Aufnahmen vor Gericht zugelassen werden, wird es so aussehen, dass jedes Gericht täglich tausende Aufnahmen von Leuten bekommen wird die über Rot fahren oder laufen, die Kaugummi oder Kippen auf die Straße spucken, die Wildpinkeln oder die einfach schräg aussehen, von Obdachlosen die irgendwo versuchen zu schlafen und so weiter und so fort. Anscheinend ist es das was sich hier alle sogar wünschen. Dass jeder jeden überwacht und wir in einer Blümchenwelt leben in der sich jeder brav einreiht - und wer sich einen Fehltritt leistet wird sofort vom Polizei-Copter mit einem Netz eingefangen und abgeführt, und der Cammer bekommt'n Orden.
 
@lutschboy: Es gibt natürlich Ausnahmen aber die von die angesprochenen Kandidaten sind nur eine Ausnahme und der Gesetzgeber hat das auch entsprechend zu regeln. Bei mir is mal eine hinten drauf geknallt. Anfänglich haben ihre Tochter und sie behauptet ich hätte grundlos abrupt gebremst womit sie nicht gerechnet hätten. Als ich meinte, dass wir uns die Aufnahme im Auto gerne nochmal anschauen können, waren beide ganz schnell still - DashCam sei dank...
 
Also ERSTMAL kann mir ein Datenschützer gar nichts verbieten. Ich bin selbst Hobby-Fotograf und erstelle auch gelegentlich Videos, die ich dann veröffentliche. Jede Person die sich auf den Fotos oder Videos befindet muss nicht einmal unkenntlich gemacht werden. Im deutschen Recht nennt sich das "Beiwerk" und entsteht dann, wenn ich ein Video über die Münchener Innenstadt drehe und zufällig Lieschen Müller durchs Bild läuft. Lieschen Müller kann mich danach auch auffordern das Video zu entfernen, oder sie unkenntlich zu machen - muss ich NICHT. Sie ist NICHT Ziel meiner Arbeit gewesen und verfügt daher über keinerlei Urheberrechte.

Selbiges gilt natürlich für Dashcams, wenn ich meine 30 minütige Tour durch die Alpen veröffentliche und mir eben zufällig andere Fahrzeuge entgegen kommen.

Filme ich dabei einen Gesetzesverstoß ist das auch zunächst vollkommen egal, WENN ich nicht durch Schneiden und/oder Kommentare diesen Verstoß hervorhebe. Denn dann wird das ganze - sowie die Person - zum Hauptwerk und die Veröffentlichung bedarf ihrer Zustimmung.

Ob ein Video als Beweis zugelassen wird, entscheiden immer noch die Richter und nicht die Datenschützer.
Lege ich ein Video als Beweis bei der Polizei / dem Gericht vor, so ist dies keine Veröffentlichung.

Der Knackpunkt ist: Ein privates Video KANN als Beweismittel zugelassen werden, WENN es nicht absichtlich zur Beweissicherung gefertigt wurde. Und genau dieses Prinzip verfolgen ja Dashcams, weswegen die Zulassung schwer wird. Hast du aber zum Unfallzeitpunkt eine Go-PRO an den Helm geschraubt, weil du "gezielt" deine Fahrt durch den Schwarzwald filmen wolltest, so ist der Zweck des Videos natürlich die Aufzeichnung der Landschaft gewesen und DANN kann das Video als Beweis verwendet werden.
Eine Dashcam, die Aufnahmen wiederholt überschreibt dürfte also eher unhandlich für die Zulassung sein, da der Zweck dadurch offensichtlich ist. Die Abwägung davon obligt natürlich dem Richter.
 
Ist immer wieder traurig wie sich die Dinge in Deutschland entwickeln. Ich kann verstehen dass solche Videos auf Youtube nichts verloren haben, aber wenn diese Aufnahmen einen Unfall aufklären können hat die Polizei diese auszuwerten und ein Gericht diese zu berücksichtigen bzw. zu akzeptieren. Die NSA darf meine Internetdaten auch aufzeichnen und bei Bedarf auch auswerten. Fotos die zufällig von mir in der öffentlichkeit gemacht werden dürfen auch "veröffentlicht" werden wenn das Motiv klar erkennbar ein anderes war.
 
Ließe sich doch ganz einfach lösen: Der Gesetzgeber soll die Verwendung von Dash-Cams im Auto zwingend für Beweissicherungen vorschreiben. Veröffentlichungen, welche Persönlichkeitsrechte verletzen, sind doch jetzt schon mehr als ausreichend gesetzlich verfolgbar. Man müsste mal "SOLCHE" Datenschützer filmen, wie oft sie gegen die Wand gerannt sind, bevor sie Weitergabe von Videos zur Beweissicherung an Behörden "verfolgen" wollen. Das ist EINDEUTIG Amtsanmassung, da sie RICHTERLICHE Funktionen beanspruchen, welche ihnen in KEINSTER Weise zustehen ... das ist unzulässig und gerichtlich strafbar.
 
Wenn einem weder der Staat noch die Polizei hilft, muss man sich selbst helfen, sonst bleibt man übrig. So einfach ist das.
 
ich finde es witzig dass es strafbar sein soll sobald man es an die Polizei weitergibt...
 
@Matti-Koopa: siehe [11] [re:2] [re:1]
 
lol...ich finds ja immer witzig wie man noch verzweifelt versucht das Ganze einzudämmen und dann in einer Art Kurzschlussreaktion solche Strafen androht. Ich denke jeder kann sich selbst denken das wenn erstmal ne Menge Videos bei Facebook, YouTube und CO. hochgeladen sind die Behörden wohl nicht mehr Herr der Lage sind, alles zu löschen bzw. zu prüfen, also droht man schnell solche Strafen an. Ich meine lol...300000 €? Das bewirkt doch eher das Gegenteil, nämlich das sich jeder sagt das Geld hab ich sowieso nicht also kann ich es auch ruhig machen. oder wie seht ihr das?
 
@legalxpuser: "... bis zu". Glaube mir, wenn so ein Gesetzt durch kommst, tun 3000,-€ auch sehr weh. Ansonsten hast Du recht. Es könnte auch 1 Million Strafe heißen - Ist dem insolventen Bürger egal. Und bedenkt man, wie "billig" man als Steuerhinterzieher davon kommt... Ja, das ist Gerechtigkeit vom feinsten!
 
mal ne Frage in die Runde: Was ist dann mit den ActionCams, mit denen ich zB meine Aktivitäten (zB Mountain Biken o.ä.) filme? Auf solchen Aufnahmen sind doch häufig auh unbeteiligte Personen zu sehen. Auch alles verboten, oder gelten hierbei wieder andere Bestimmungen?
 
>>>Demnach sei es auch nach der Meinung des Verwaltungsgerichts unzulässig, Aufnahmen mit dem Ziel anzufertigen, sie "bei passender Gelegenheit an Dritte zu übermitteln, ... oder auch durch Weitergabe der Aufnahmen an Polizei, Versicherung oder sonstige Dritte". <<<

Da beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz. Dies wuerde bedeuten,das Videoaufnahmen eines Unfalls durch Weitergabe an die Behoerden unter Strafe gestellt wird.

Deutscher Rechtsstaat, etwas sinnbefreiteres gibt es nicht......
 
Das man Videos nicht auf Youtube usw. hochladen darf ist ja vollkommen Okay. Das man aber seine Unschuld nicht beweisen darf indem Man das Video an die Polizei und Versicherung weitergeben darf ist ne echte Frechheit und lässt mich mal wieder am "Rechtsstaat" zweifeln. Datenschutz MUSS da Enden wo er meine Unschuld beweisen kann und Straftaten aufklären kann!

Immerhin, dar Staat knippst ja auch jeden der zu schnell ist als "BEWEIS" und nicht selten sind auf den Fotos auch andere Fahrzeuge, Fußgäner usw. zu sehen!

Von mir aus sollen sie eine Zertifizierung rausbringen das Herstellern von Dashcams verpflichten das ein abgreifen der Filmaufnahmen unmöglich wird. Z.B. kein Video out.

Gerade gegen Radfahrer und Fußgänger hat ein Autofahrer kaum eine Chnace, weil Radfahrer keine Kennzeichen haben und nicht selten einfach Unfallflucht begehen.
 
Kann nur sagen typisch DEUTSCH. Da ist es das Beste in Deutschland alle Kameras (Foto und Video) verbieten und in Fernsehen laufen nur ausländische Aufzeichnungen oder Testbild. Vorsicht bei Aufnahmen des Nachthimmels es könnten ja die Rechte von Außerirdischen verletzt werden.
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