EU will Regulierung des Marktes für Sprachtelefonie beenden

Die EU-Wettbewerbshüter haben beschlossen, keine regulierende Wirkung auf die von großen Netzbetreibern erhobenen Durchleitungsgebühren für Sprachtelefonie auszuüben, die diese von kleineren Anbietern für die Nutzung ihrer Infrastruktur verlangen. mehr... Eu, Europa, Europäische Union, Flagge, EU-Flagge Bildquelle: Nicolas Raymond / Flickr Eu, Europa, Europäische Union, Flagge, EU-Flagge Eu, Europa, Europäische Union, Flagge, EU-Flagge Nicolas Raymond / Flickr

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die lobbyisten haben mal wieder ihre arbeit gut getan^^
 
@freakedenough: Die einen ja, die anderen nein ;)
 
@Knerd: Wie viele schwarze Koffer dafür den Besitzer gewechselt haben?
 
"Die Telefonnetzbetreiber klagen seit Jahren über sinkende Umsätze aus dem Festnetzgeschäft. Sie versuchen deshalb mit massiver Lobbyarbeit die Politik dazu zu bewegen, die zum Wohl der Kunden und des Wettbewerbs erlassenen Regulierungsmaßnahmen aufzuheben." - Was bitte hat das Wohl des Kunden mit den überteuerten und kaum mehr wettbewerbsfähigen Preisen der genannten Anbieter zu tun? Besser noch, was hat das Wohl der Kunden mit den rausdrängen von preiswerteren Anbietern zu tun? Die Telekom Mafia muss endlich mal kapieren, dass sie in Deutschland schon lange kein Monopol mehr innehaben. Wenn die fetten Jahres-Exklusiv-Verträge mit den großen Deutschen Firmen auslaufen (zB. Siemens) schauts für die Bande extrem düster aus.

"Weil alle großen deutschen Mobilfunkanbeiter gleichzeitig auch als Festnetzanbieter für DSL und Telefonie tätig sind, versuchen sie kollektiv die Preise hoch zu halten." - Ich ging ja bisher davon aus, dass die Strafe bei Preisabsprache durch das Kartellrecht recht deutlich formuliert ist.
 
@erso: Nicht unbedingt. Wenn BMW an Mercedes eine Mail schreibt, oder Esso mit Aral telefoniert, also eine direkte Preisabsprache vorliegt, ja, wenn es aber nur eine sehr begrenzte Anzahl Anbieter gibt, und alle den Preis künstlich hochhalten, sieht die Sache schon komplizierter aus.
 
@erso: Richtig, sie haben kein Monopol, aber werden dauernd gegängelt, doch bitte das netz auszubauen. Das geht aber nicht, wenn man der eigenen Konkurrenz die eigenen Leitungen zu von Bürokraten festgelegten Preisen vermieten muss.
 
Ich habe ja nix gegen eine Deregulierung. Aber die Preise sollten sich an den tatsächlich anfallenden Kosten orientieren und nicht irgendwelche Mondpreise sein. Aus meiner Sicht, sollte das ganze "Kabel"netz in die öffentliche Hand und dann von dort Kostenneutral an alle Provider vermietet werden. So das alle die gleichen Bedingungen haben ihre Preise zu gestalten.
 
@skyjagger: Wenn der Staat die Leitungen kontrolliert und vermietet, dann haben wir über kurz oder lang das gleiche Desaster wie bei den Bundestrassen und Autobahnen. Keine Investitionen mehr.
Siehe auch Deutsche Bahn - dort werden die Gewinne grösstenteils vom Finanzminister abgegriffen um Pensionen der Beamten zu finanzieren. Selbiges bei der Post.
Das Geld für Investitionen wäre ja da - wird nur woanders vergönkelt.
Und ganz toll: der Soli wird zwar abgeschafft, dafür aber die Einkommen- und Lohnsteuer erhöht.
Für die Maut erwarte ich ähnliches. Mehr Abgaben aber Strassenbau kommt deswegen auch nicht voran.
In diesem Lande wird man doch nur noch verschei$$ert nach Strich und Faden.
 
@skyjagger: Die (freigegebenen) Preise orientieren sich nicht an den Kosten (haben sie nie, werden sie nie), sondern an dem, was der Markt hergibt. Sprich wenn es genug Leute gibt die die Mondpreise bezahlen, werden diese auch verlangt.
 
@rallef: das dem derzeit so ist, ist mir schon bekannt. Geht aber an meinen Kommentar vorbei.
 
@skyjagger: Ich nehme an, Du verlangst vom Chef einen recht niedrigen Lohn, quasi kostenneutral den Lebenshaltungskosten gegenüber stehend? Und wer investiert dann eigentlich in das netz, wenn es vom Staat verwaltet und kostenneutral vermietet wird? Okay, wir könnten ja denn die GEZ erhöhen, um den Netzausbau zu finanzieren .... coole Idee, muss ja eh jeder Haushalt zahlen ;)
 
"Ausbau ihrer Infrastruktur investieren können, um zu den Konkurrenten in den USA und anderen Ländern aufzuschließen"

Oder Profitmaximierung damit die Aktionäre sich freuen dürfen? Wir werden sehen.
 
@spackolatius: Als Aktionär habe ich nichts gegen Profitmaximierung. Je höher der Profit, desto höher die INvestitionen, desto höher der zu erwartende Gewinn, desto höher die Rendite, desto wertvoller meine Altersvorsorge.
 
@iPeople: In der Theorie.
 
@spackolatius: Wenn ich mir mein Portfolio so anschaue, offenbar auch in der Praxis, trotz Wirtschaftsflaute. Man muss es nur richtig machen.
 
Ich sehe diesen Schritt positiv, da nun endlich die Schmarotzer, die Leitungen anmieten und ihrem Vermieter mit Billigpreisen unterbieten, evtl dazu gezwungen werden, sich angemessen an der Infrastruktur zu beteiligen. Die Anbieter können sich ja in einem Konsortium zusammen tun und ein eigenes netz aufbauen. DAS wäre Wettbewerb.
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