Amazon: Streiks flammen heute an vier Standorten wieder auf

Wer am Wochenende eine Bestellung beim Online-Händler Amazon aufgegeben hat, könnte dieser Tage nicht so schnell beliefert werden, wie man es gewohnt ist. Denn an verschiedenen Niederlassungen treten Mitarbeiter erneut in einen Streik, um einen ... mehr... Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Bildquelle: Amazon Gewerkschaft, Verdi, Warnstreik Gewerkschaft, Verdi, Warnstreik Verdi

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Zur Lohndiskussion bei Amazon fällt mir zuallererst immer dieser Witz ein:
Letztens beim McDonald’s: So ein kleiner Junge kommt rein, und will etwas bestellen, der Mitabeiter sagt: solltest Du nicht eigentlich in der Schule sein?
Dann der kleine so: Was wissen sie schon von Schule
 
@Candlebox: Wo ist der Witz?
 
@iPeople: ...noch in der Schule!
 
@gola: Ja, klingt auch wie ein dummer Schulhofwitz. Leute mit IQ über dem eines Toastbrotes finden das selten komisch, weil sie nämlich wissen, dass viele Studenten sich bei MCDoof und Co ein Zubrot verdienen.
 
@iPeople: Wer was kann arbeitet nicht bei McDonalds.
 
@LastFrontier: Oberflächlicher gehts nicht. Dir ist nicht entgangen, dass auch Studenten, Azubis und Schüler bei MCDonalds ihr Taschengeld aufpolieren?
 
@LastFrontier: Blödsinn, da lungern teils kluge köpfe rum die bei weitem mehr drauf haben als nur fritten zu servieren. Müllmann war auch ma verpönt. Mittlerweile brauch man teils Abi dafür.
 
Ja Verdi macht nur weiter, in Polen und Tschechien freuen sie sich schon auf ihre neuen Jobs...
 
@happy_dogshit: Genau, Verdi ist schuld ;) Verdi zwingt die Mitarbeiter zum Streik, sowas aber auch.
 
@happy_dogshit: Ist dir klar was du da schreibst?
 
@happy_dogshit: wieviele firmen hat verdi schon vertrieben oder in die pleite getrieben? ist doch dann nur eine frage der zeit bis die firmen aus deutschland ganz weggehen. aber das ist verdi ja eh vollkommen egal, die haben ja ihre arbeitsplätze sicher, nicht wie die "dummen" arbeiter die dann mal eben ihren job loswerden.
 
@snoopi: Dir ist schon klar, dass Verdi nur existieren kann, wenn es zahlende Mitglieder gibt?
 
@iPeople: die dummen gehen verdi da auch nicht aus. daran wird es wohl nicht scheitern. nur werden es halt immer weniger da man ja mit alg und hiv keine sprünge machen kann!
 
@snoopi: Und deshalb hat Verdi auch interesse dran, dass Firmen kaputt gehen ... dolle Logik ;)
 
@iPeople: wo ist den verdi wen neine fima konkurs anmeldet und pleite geht? dann kommt nur noch irres gefasel mehr nicht. für mich ist und bleibt verdi ein saftladen...
 
@snoopi: Weil Du auch so viel mit Verdi zu tun hast, so als Rentner, gelle? Firmen gehen nunmal pleite, was kann Verdi dafür?
 
@iPeople: betrifft mich am ende dann auch, wenn alles teurer wird. das geld muss ja irgendwo her kommen...
 
@snoopi: Und deswegen dürfen Arbeitnehmer keine steigenden Löhne erwarten ? Ganz schön egoistisch, oder?
 
@Alle: Wieso drei "-" ?, er hat doch irgendwie Recht. Bis auf Bad Hersfeld liegen alle in Grenznähe. Ich würde das durchaus damit vergleichen, dass die Zentrale von Amazon Europa in Luxemburg ist, weil dort die Steuern niedriger sind. Sucht sich Amazon eben ein Land mit niedrigeren Produktionskosten (Wenn man bei Amazon überhaupt von Produktion sprechen kann).
Kommt mir jetzt bitte nicht mir Moral, Anstand oder so. Jedes Unternehmen versucht seinen Gewinn zu maximieren, dass internationale Firmen wie MS, Google, Amazon, aber auch z.B. Automobilhersteller, dieses vielleicht etwas besser können, kann man denen schlecht vorwerfen.
 
@Lastwebpage: Wo liegt Rheinberg bitte in Grenznähe? Zu Holland und Frankreich? In FR gibt es auch Streiks. Und dort auch mit Blockaden.
 
@DerFisch: siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Amazon.com#Deutschland bis auf Hersfeld liegen nun mal alle nicht weit weg von einer Grenze. Bei Rheinberg wären das eben die Grenzen zu Niederlande und Belgien.
 
@Lastwebpage: Die Arbeiter in Holland und Belgien sind aber eben nicht billiger als in Deutschland. Und selbst wenn sie es wären, wäre ein so geringer Unterschied kein Grund die Versandzentren zu verlagern.
 
@DerFisch: Bei weiteren Querelen mit deutschen Gewerkschaften vielleicht irgendwann schon.
 
@Lastwebpage: Auch woanders gibt es Gewerkschaften. http://www.golem.de/news/blockade-streik-auch-bei-amazon-frankreich-1402-104447.html
 
@DerFisch: Ich sage ja nicht, dass es anderswo keine Gewerkschaften gibt, nur vielleicht sind anderswo die Arbeitgeberbedingungen, Gesetzeslage usw. vielleicht etwas besser für Amazon.
 
@happy_dogshit: Mach nur weiter so, dann kannst du auch bald für 7 Euro arbeiten... *facepalm*
 
@happy_dogshit: Ja echt, scheiß Gewerkschaft. Ich bin dafür, dass sie sich gefälligst in allen Bereichen für niedrigere Löhne als in der ausländischen Konkurrenz einsetzen, dann geht es uns endlich allen gut, weil alle hier produzieren. Wenn die Gewerkschaften im Ausland dann genauso vernünftig und clever sind wie du es gerne hättest, dann unterbieten wir sie halt nochmals und nochmals, hauptsache Arbeitsplätze, denn Menschen gehen ja Arbeiten der Arbeit wegen und nicht etwa wegen dem Einkommen.
Wird endlich Zeit für eine ordentliche Gewerkschaft, die sich nicht um so unsinnige Dinge wie bessere Löhne, mehr Urlaub und niedrige Arbeitszeiten kümmert. Ich verstehe bis heute nicht, dass die Gewerkschaften so dumm waren und den 8-Stunden-Tag erkämpften, was für ein Wettbewerbsvorteil uns da durch die Lappen ging!

Btw. Echte Streiks (es geht in der Meldung um kleine Warnstreiks) bedürfen der Abstimmung in den Betrieben (über 75 % der Mitglieder müssen zustimmen), sonst passiert nix. D.h. die Leute die da Arbeiten bestimmen was sie tun und nicht ein ominöses Monstrum "die Gewerkschaft" und denen ist sicherlich nicht egal, was mit ihren Jobs passiert. Wenn die Leute keine Lust auf Streik haben, gehen sie auch nicht zum Warnstreik, zumal sie für diese Zeit nicht ihr vollen Lohn bekommen, sondern als Gewerkschaftsmitglied nur den Großteil ersetzt bekommen.
 
Was machen die Mitarbeiter von Amazon?
Fahren die Gabelstabler und beladen und entladen das Hochregal?
Lagern die die Waren und holen sie wieder aus dem Lager raus?
Verpacken die die Waren und kleben einen Versandaufkleber drauf?

ODER sitzen die an einer Kasse und kassieren die nervigen Kunden ab?

Also doch eher Logistik in meinen Augen!
Weiterhin hat jeder Mitarbeiter einen Arbeitsvertrag unterschreiben auf dem sicherlich nichts von "Einzelhandel" steht.
 
@Lingo1988: Du wirst es nicht glauben, aber Amazon verkauft Waren, wie Aldi, nur eben online. Und wie bei Aldi gibt es im Tarifvertrag des Einzelhandels auch eine Kategorie "Lagerarbeiter" ... Es geht nämlich nicht um die Tätigkeit der Mitarbeiter direkt, sondern um die das Geschäftsfeld des Arbeitgebers.
 
@iPeople: Allerdings ist das Unternehmen für das sie arbeiten ein Logistikunternehmen, während das für den Verkauf zuständige ein völlig anderes ist.
 
@Johnny Cache: Nein, ist es eben nicht. Amazon ist ein Online-Versandhändler. Ohne den Verkauf der Waren hätte Amazon gar kein Geschäftsfeld, da primär der Verkauf von Waren Geschäft ist. Was hinten dran hängt: Lagerverwaltung etc ist eine direkte Folge des Geschäftgebietes Verkauf.
 
@iPeople: So einfach ist das nicht. Erstens ist Amazon ein IT Riese. Es ist ein Irrglaube, dass Amazon sein Geld großartig mit dem Versand von Waren verdient (Umsatz ist nicht gleich Gewinn). Es gibt eine Amazon Cloud für Geschäftskunden, Es gibt den Vertrieb Digitaler Medien, wie eBooks oder Filme. Amazon ist Hardwarehersteller etc. Und Amazon zahlt ja nicht jedem Mitarbeiter den Lohn eines Logistikarbeiters. Es gibt Leute im Büro, Softwareentwickler etc. Dein Text ließt sich so, als ob auch der Softwareentwickler nach dem Tarifvertrag eines Einzelhändlers bezahlt werden soll. Schließlich arbeitet er ja für einen "Einzelhändler" (deiner Meinung nach)
 
@FatEric: Nein, ITler werden nicht nach dem TV des Handels bezahlt, da es für sie gar keine entsprechende Lohngruppe gibt. Die Entwicklungsabteilung der Cloud-Dienste hat ja auch mit Handel nichts zu tun. Die Versandlager aber selbstverständlich schon.
 
@FatEric: Es geht aber um die Mitarbeiter in den Versandzentren. Warum sollte ich das in meinem text nochmal auseinandernehmen? Den Kontext beachten wirst Du doch wohl können?
 
@iPeople: Und du wirst die Tätigkeiten eins Einzelhändlers hoffentlich auch kennen. Dazu gehört Kundenkontakt etc. Ich erwähne es hier nochmal. Es geht Verdi nur ums Geld. Würde ein Einzelhändler weniger verdienen als ein Logistiker, wäre das ganze kein Thema. Es gibt sicher zig Beispiele, wo Leute im falschen Tarifvertrag stecken, aber einer Arbeit nachgehen, die normalerweise schlechter bezahlt wird. Das ist schön für die Mitarbeiter, aber da kommt die Verdi auch nicht daher und behauptet, hier wird nach einem falschen Tarifvertrag bezahlt. Es geht ums Geld! Fertig! Und Amazonbashing war halt 2013 in Mode und auf den Zug ist verdi aufgesprungen.
 
@FatEric: Leute im Einzelhandel umfasst mehr als nur Kundenkontakt und Kasse ... Auch der Lagerarbeiter bei Aldi wird nach tarfivertrag Einzelhandel bezahlt, eben nach Kategorie Lagerarbeit. Erkläre mir mal bitte was: Warum heißt es immer "Böse geldgierige Unternehmen" aber sobald sich eine Gewerkschaft einschaltet, ist diese das Böse? Ich versteh es nicht.
 
@iPeople: Wäre halt interessant zu wissen, was für einen Einzelhändler abteilung Lagerarbeit so bezahlt wird. Generell bin ich aber soweit informiert, dass Aldi halbwegs gut für die Branche bezahlt.
 
@FatEric: Dann schauen sie in die Tarifverträge. Die sind in jedem Bundesland verschieden. In jedem gibt es aber unterschiedliche Lohngruppen für Verkäufer und Lager-/Versandmitarbeiter.
 
@iPeople & @FatEric: Die Diskussion ob Amazon jetzt ein Logistunternehmen oder ein Einzelhandelsunternehmen ist, ist doch eigentlich unwichtig. Viel wichtiger ist die Qualifikation der Arbeiter. Bei Amazon im Lager arbeiten fast ausschließlich ungelernte Kräfte, bei Aldi und Co. auch??? Und bei Amazon kriegen die ungelernten Kräfte ~10€ Std. Frag mal eine ausgebildete Friseurin oder Verkäuferin in einer Bäckerei was die Verdienen, nach 2,5 - 3 Jahren Ausbildung wohlgemerkt!
 
@-flo-: Du kennst alle Mitarbeiter bei Amazon?
 
@Johnny Cache: Kann Amazon ohne seine Versandlager Waren verkaufen? Nein. Haben die Versandlager ohne Amazon-Bestellungen einen Existenzgrund? Nein. Amazon Verkauf und Versand bilden also eine Einheit, die demnach auch einer Branche zuzuordnen ist. Die Selbständigkeit der Versandlager gibt es nur auf dem Papier, hat aber nichts mit der Realität zu tun.
 
@Lingo1988: Vielleicht wird was eingelagert mit dem Stapler, aber habe letztens ein Bericht gesehen, wo alles Automatisch funktionierte... Was auch der Hammer ist, der Roboter oder die Maschine sortiert alles einfach Kreuz und Quer. Noch nicht mal die selben Schuhe liegen nebeneinander... Alles wird dort eingelagert, wo grade Platz ist. Die Maschine merkt es und falls es bestellt wird von einem Kunden, wird es die nächste Zeit, auf das Band gelegt von der Maschine... 90% der Arbeit machen die Maschinen...

Ich denke mal das ist der Kundendienst oder solche Mitarbeiter die vor dem Rechner sitzen und Organisatorische dinge erledigen? Bestellungen und so?

Ob so oder so... Bald kommt auch Amazon auf die Idee, Fremdfirmen einzustellen... Dort sind Mitarbeiter, die auch die selbe Arbeit machen, für weniger Geld und mit Zeitverträgen...
 
@Davut Yayikci: Momentan ist der Mensch dort noch für das Einpacken zuständig. Auch für die Geschenk-Verpackung. Fast alles andere wird von Maschinen erledigt.
 
In der Logistik wird noch schlechter bezahlt alss im Einzelhandel? Krass...
 
@Chris Sedlmair: Und jetzt frag mal deinen Frisör oder die Dame, die dir beim Bäcker die Brötchen verkauft, oder den Koch, der im Restaurant um die Ecke das Abendessen für einen zubereitet.
 
@FatEric: Frisöre haben Tarifvertrag (plus Trinkgeld), die Verkäuferin beim Bäcker hat Tarifvertrag, der Koch ebenso .... was hat das jetzt damit zu tun? Du wirst immer Beispiele finden. desweiteren, was hindert Frisöre, Backwarenverkäuferin und Koch sich gewerkschaftlich zu betätigen und ebenfalls einen Arbeitskampf zu initiieren?
 
@iPeople: Es war eine Antwort auf den Beitrag von Chris Sedlmair. Da ging es darum, dass er sich über die Bezahlung gewundert hat. Und dann habe ich beispiele dazu genannt, dass es anderswo kaum besser ist.
Und beim Frisören ein Trinkgeld zu erwähnen... Was spielt das für eine Rolle? Steht ja nicht in seinem Vertrag drinnen!
Und nein, ein Bäcker hat nicht zwingend einen Tarifvertrag, wird aber ggfs danach bezahlt. Der Amazonmitarbeiter wird auch nach einem Tarifvertrag bezahlt. ob das jetzt der richtige ist, ist Haarspalterei. Mal angenommen, der Einzelhändler würde mehr verdienen als der Logistiker und die Amazonmitarbeiter würden nach dem Einzelhandelsvertrag bezahlt werden, Verdi würde doch glatt behaupten, die Mitarbeiter machden dort Logistikarbeiten und müssen auch als Logistiker bezahlt werden. Ich verrate dir jetzt mal was: Es geht nur ums Geld!
 
@FatEric: Wenn der Bäcker Mitglied der Innung ist, muss er nach Tarif zahlen. Und mit "Was wäre wenn" befasse ich mich nicht. Übrigens, das Verdi-Bashing scheitert eigentlich immer daran, dass die Mitarbeiter zum Streik eine Urabstimmung machen, Verdi steht im Hintergrund, die Mitarbeiter haben entschieden.
 
@FatEric: Und jetzt verrate ich dir mal was: Ja, natürlich geht es ums Geld! Dafür, den Arbeitern (u. a.) einen vernünftigen bzw. angemessenen Lohn zu verschaffen, sind doch Gewerkschaften da!
 
@iPeople: Die Arbeitskämpfe scheitern weil die Betriebe zu klein sind. Die können als Alternative nur dicht machen. Geiz ist geil. Die Leute haben immer weniger Geld. Selbständige Einzelhändler spüren das als erste. Es würden sich zwei Gruppen bekämpfen, die zu wenig bekommen. Die Großen angreifen, höhere einkommen erzwingen und die Leute können wieder mehr "ihre" Läden im Viertel/Stadt/Dorf unterstützen und die ihre Leute besser bezahlen.
 
@Chris Sedlmair: Blödsinn. Bestreikt werden kann auch eine Branche und nicht ein einzelner Betrieb. Und warum haben die leute immer weniger Geld? Weil Die bösen bösen Gewerkschaften dran schuld sind?
 
@iPeople: 1. Hab ich das nicht gesagt und 2. gab es in der Tat schon Sabotage durch den DGB. Vor etlichen Jahren forderte die IGM in Bayern 8% mehr, Kapital bot 6%, IGM geht in Streik, würgt den Streik mit 2x2% auf 2 Jahre ab und erzählt ihren Mitgliedern, es seien 4%. Ver.Di hat schon ähnliches abgeliefert... und beides keine Einzelfälle. Gewerkschaften sind großartig, aber im DGB gibts kaum welche (IG Bau vielleicht). Dort sind die Arbeitskraftverwaltungen der Arbeitgeber organisiert.
 
@Chris Sedlmair: Du weißt aber schon, dass der Abschluss IMMER geringer als die Forderung ist?
 
@iPeople: Aber nicht geringer als das Verhandlungsangebot der Arbeitgeber.
 
@Chris Sedlmair: Ich würde gern einen LINK zu Deiner Aussage sehen.
 
@iPeople: Ich habs live erlebt. Ich wohne in Oberbayern.
 
@Chris Sedlmair: Ich habe Live die Mondlandung der Amis erlebt. Soviel dazu. Du wirst doch wohl nen LINK für Deine Behauptung bringen können.
 
@iPeople: http://labournet.de/diskussion/gewerkschaft/tarif08/igm_mgl.pdf Darum ging's.... den Abschluß in diesem Arbeitskampf kannst Du selbst ergockeln :)
 
@FatEric: Naja, zumindest ein Pizzakurier sollte nach dem Tarifvertrag des Einzelhandels bezahlt werden. Aber für Gastritis gibt es sicher wieder was anderes... ;)
 
@FatEric: Das ist mir bekannt. Wußte nicht daß so sensible Bereiche wie Logistik zu geschlaucht werden.
 
@Chris Sedlmair: Eben, genau das fiel mir auch irgendwie ein. Verdi beschwert sich also im Endeffekt auch darüber, dass in der Logistik (die auch unter Verdi fällt) weniger gezahlt wird als im Einzelhandel?
 
@Lastwebpage: Und das zu recht, als das beschweren ;)
 
Mein Erfahrungsbericht als Zeitarbeiter (für einen Lohn von 7,00 Euro) von einer kleinen Zweigstelle von Amazon, Jahr 2012:
Also die Arbeitszeit war von 7 Uhr bis "wir fertig werden", es wurde kommissioniert (Waren holen und zu den Verpackern bringen), danach wurden DHL, Hermes etc pp beladen (im Tetris-System).
Also die Arbeitszeit der Festangestellten war dann meist von ca 7 bis 15 Uhr. Wir Leiharbeiter dann deutlich länger...
Dann kam ein Tag, da wurden die Festangestellten um 12 Uhr nach Hause geschickt und die Leiharbeiter mussten dann (nur ein bisschen noch) fertig machen. D.h das dann ich alleine schließlich Hermes alleine beladen hab (60 Zoll TV, Schränke usw, alles dabei) und parallel die Pakete für DHL, die automatisch per Rollbahn ankamen (und sonst halt runterfallen), beladen musste.
Die Schicht ging dann von 7 bis 23 Uhr! Und am nächsten morgen, um 7 Uhr war ich wieder da, die dortige Chefin kam um 9 Uhr auch immer zur Arbeit und sagte dann im harschen Ton zu mir: "ich hab' gehört sie wollen nicht arbeiten?! bitte gehen sie!" DA war ich erstmal perplex, da ich da am sortieren der aktuellen Waren war.

War mein letzter Tag bei Amazon!

(das ich über Interna rede, obwohl dies per Arbeitsvertrag verboten ist, ist mir egal. Ich spreche nunmal gern die Wahrheit aus, wenn es der Gesellschaft dient)
 
@DARK-THREAT: Ein eklatanter Verstoß gegen das Arbeitszeitengesetz. Warum habt Ihr euch nicht gewehrt?
 
@iPeople: Wehrst du dich, bist du entlassen. Bist du in einer Gewerkschafft, bekommst du keinen Job.
 
@DARK-THREAT: Also lasst Ihr es euch gefallen. Und die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft steht in welchem Zentralregister? Sorry, aber ich kann solche blöden Sprüche nicht mehr hören. Ich für meinen teil würde lieber H4 beziehen, als mich so ausbeuten zu lassen. Und wenn viel mehr Leute den Arsch in der Hose hätte, wäre sowas gar nicht möglich. Zumal es sich hier um 2 fachen Verstoß handelt, erstens Arbeitszeitüberschreitung und zweitens Ruhezeitunterschreitung. Auch als Zeitarbeiter hast Du Rechte und eine kleine Beschwerde ans Aufsichtsamt hat schon einiges bewirkt.
 
@DARK-THREAT: Da stimme ich iPeople zu. In dem Moment wo man sich sowas gefallen lässt, darf man sich nicht wundern wenn das ausgenutzt wird.
 
@DARK-THREAT: Wie ist eigentlich zu verstehen "War mein letzter Tag bei Amazon!" ? Kannst Du Dir das aussuchen bei einer zeitarbeitsfirma?
 
@iPeople: Diese Chefin meinte, dass ich nicht arbeiten würde, damit hatte sich der Arbeitsplatz damals erledigt. Allerdings ist die Zeitarbeit in nahezu jede Branche, daher kann man sich wirklich fast die Stelle aussuchen.
 
@DARK-THREAT: Auf DEN Arbeitsplatz unter diesen Bedingungen hätt ich freiwillig verzichtet. Außerdem hätte ich umgehend Beschwerde eingelegt.
 
@DARK-THREAT: Tja... Nur um ganz ehrlich zu sein, ist dass das Problem von Amazon? Oder um es deutlicher zu sagen, wie viel hat die Zeitarbeitsfirma bekommen? 10 Euro + ?
Und wann war das, Weihnachtszeit oder ein ganzes Jahr? Wenn eine Firma kurzzeitig, zu Spitzenzeiten, Arbeitskräfte braucht, halte ich dass System der Zeitarbeit für ungeeignet. Das eine Firma wie Amazon, nur für Spitzenzeiten, mehr Leute fest anstellt, aber auch. Für Saisonarbeit sind aber zu viele Regeln zu beachten. Hier sehe ich auch Verbesserungsbedarf.
Ich will jetzt Amazon nicht schönreden, aber ein paar Punkte sind vielleicht auch (Arbeits-)System bedingt.
 
Die wollen wohl mit allen Mitteln den kompletten Umzug nach Polen verantreiben...
 
@andi1983: Genau, wenn die in Verdi orgaisierten Mitarbeiter nichts machen, ist der Umzug gestoppt.
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