Microsoft lässt seine Forschung im Silicon Valley sterben

Das Silicon Valley ist weltweit bekannt dafür, Ausgangspunkt zahlreicher Innovationen im IT-Bereich zu sein. Was die zugrundeliegende Forschung angeht, will Microsoft aber nicht mehr mitmachen. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum des ... mehr... Ceo, Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Bildquelle: Microsoft Ceo, Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Ceo, Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Microsoft

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"Immerhin dürften die hier beschäftigten Forscher allein schon durch das Umfeld viel von dem mitbekommen, was in anderen Unternehmen entwickelt wird." Das wag ich stark zu bezweifeln...Interna werden nicht rausgegeben, weils in der "Nachbarschaft" bleibt. Die würden auch sonst nur an öffentlich zugängliche Infos kommen und mit entsprechender Marktforschung können sie das auch von Redmond aus.
 
@bigspid: Ja, "Silicon Valley" ist doch in Zeiten der Vernetzung und des standortunabhängigen Arbeitens eigentlich nur noch ein Aushängeschild, das sich toll anhört, mehr aber auch nicht.
 
@DON666: Abgesehen davon ist Silicon Valley scheißteuer :D
 
@bigspid: Ich wage mal zu behaupten, dass auch Forscher mit Kollegen nach Feierabend mal ein Bier zischen und dabei jede Menge Theorie über Gott, die Welt, Frauen und Forschung austauschen.
 
@gutenmorgen1: In Zeiten von Telearbeit einerseits und der engen Bindung an die Firma (freie Mahlzeiten, freie Freizeitmöglichkeiten, Fahrdienst...) anderseits wage ich es, Deine Meinung zu bezweifeln: Das Leben findet meist nur noch im Ökosystem der eigenen Firma statt.
 
@gutenmorgen1: Naja Kollegen... Wenn es die ausm Büro sind, gibts da nicht viel neues über die Arbeit zu erzählen ^^ und über geheime Internas würde ich jetzt nicht mit einem Reden, der von der Konkurrenz ist, sofern einem sein eigener Job lieb ist.
 
@FatEric: Ganz genau ;) Bei mir im Konzern freut sich die Werkssicherheit allein deswegen schon riiiesig, wenn man die Kameras an den Handys nicht abgeklebt hat...und hier geht es "nur" um Entwicklung und keine Forschung.
 
@bigspid: Das ist gar nicht so einfach. Ich bin selbst Forscher an einer deutschen Universität und wir arbeiten gerade mit Leuten von Microsoft Research zusammen. Für die und uns ist das erst einmal ein Schock während des normalerweise eher nüchternen E-Mails Austausches über momentane Ergebnisse. Gute Plätze in der Wissenschaft und Forschung sind rar geworden. Eine unterbezahlte Position für fragwürdiger Forschung geht immer. Aber ein angenehmes Umfeld, dass findest du nicht mal eben so. Das siehst du auch daran, dass viele Forschungsstellen 50% oder 75% Stellen sind (aber oft voller Einsatz) oder wie bei mir mit anderen Tätigkeiten verbunden (mit 50% brauchst du Informatikern gar nicht erst kommen...). Gut, in den USA ist das weniger das Problem (wenn du mal drin bist - als PhD Student dürfen es in den USA auch mal 60-80 Arbeitsstunden die Woche sein...), aber insgesamt ist es eine weitere Bankrotterklärung. Wir überlassen solide Forschung immer mehr irgendwelchen dubiosen Geldgebern und geben damit unser einziges Gut aus unseren Händen. Auch ich habe keine Lust auf das Gutdünken der öffentlichen Hand zu warten. Ein Antrag bedeutet ein Jahr bis mehrere Jahre Wartezeit - und nicht selten negative Antworten an gute Leute mit super Ergebnissen auf Top-Konferenzen. Da heißt es auch schon mal überheblich, dass die Forschung ja uninteressant wäre. Weitere Details gebe ich hier lieber nicht Preis.
Fazit: Dieses Labor war mehr als nur "es wurde ein Telefon entwickelt". Wichtige Grundlagen der theoretischen und praktischen Informatik wurden dort erforscht. Es gibt viele gute Arbeiten und gerade viele deutsche Topleute standen und stehen mit diesen Menschen in engem Kontakt. Ich wünsche allen entlassenen Kollegen nur das Beste. MfG
 
@MrChaos: Das kann ich sehr gut nachvollziehen, war selber lange Zeit an der Uni Stuttgart und hab da vieles mitbekommen...nur promoviert hab ich nicht, weil das Angebot aus der Industrie dann doch zu gut war und es kein für mich interessantes Thema mehr gab.
Soll ja auch nicht gegen die Mitarbeiter von MS Research gehen, ist nur auf den Ort bezogen. Dass verschiedene Institute miteinander, oder mit Partnern aus der Industrie kooperieren, ist auch gut so...nur dafür muss man sich nicht mal kurz mit dem Fahrrad erreichen können. Ich finde DON666 hat es mit seiner Aussage gut getroffen, dass Silicon Valley nur als Aushängeschild benutzt wird.

Aber prinzipiell stimme ich dir da voll zu, was die rar gewordenen Plätze in der Forschung angeht...Am Institut meiner Dipl.-Arbeit haben mit mir 3 weitere ihr Diplom zu einer ähnlichen Zeit abgeschlossen und mit dem Promovieren begonnen...und tadaaa, keine weiteren Plätze mehr. Und wer startet schon gerne eine solche Forschungsarbeit in einem Thema (bzw. an einem Institut), das einen kaum interessiert...oft braucht man einfach sehr viel Glück!
 
Nicht nur MS lässt wieder was in Silicon Valley sterben... die ganze Region ist längt nicht mehr was sie einst ausgemacht hat und immer mehr Unternehmen gehen weg da.
 
@McClane: Bei den Preisen ist das auch kein Wunder. VorOrt kann sichs keiner leisten und in der Gegend Drumherum hassen einen alle, weil auch dort die Preise für Häuser völlig versaut sind und keiner sich mehr die Mieten leisten kann.
 
@McClane: Stadt? Das Silicon Valley ist keine Stadt, sondern eine Region mit ca. 4000 qkm und einer zweistelligen Anzahl von Städten und ca. 4 Millionen Einwohnern, 32 Unis und Colleges und Tausenden High-Tech-Firmen.
 
Ich glaube der Autor verwechselt Mountain View mit einer Hippie Kommune wo regelmäsig "Sit in" abgehalten werden. Dort herrscht knallhartes Business, nicht wenige der Leute dort sind durch Aktien der eigenen Unternehmen zu Millionären geworden. DIe haben wohl ein grosses Interesse dass es der eigenen Firma gut läuft und nichts zur Konkurrenz durchsickert. Die Leute bei Google zb sehen nicht glücklicher aus als anderswo, war Ende August vor Ort in Mountain View und habe jedenfalls keine Blumenkinder gesehen ^^ nur Touristen die wie ich, die Android Figuren fotografiert haben (mit einem Windows Phone)
 
@Tomato_DeluXe: Naja ganz im Ernst? Wenn du schon halb bei deiner Firma wohnst und dein Leben immer mehr von Arbeit + Geld dominiert wird, wieso sollte man da glücklicher werden? Gibt ja auch immer mehr Berichte die bestätigen, dass die Arbeitsbedingungen alles andere als sooo toll sind, wie sie immer dargestellt werden und diese ganzen "Freizeit Angebote" der Unternehmen im Prinzip nur dem Ziel dienen, die Leute in der Firma zu halten so dass sie z.B. nachm Sport "nochmal eben schnell" xyz erledigen können - sie sind ja sowieso schon / noch im Gebäude...
 
Hire and Fire, der Mittarbeiter ist nur eine wertlose Arbeitsdrohne die beim ersten Problem sofort und kostengünstig entsorgt wird. Bloß gut, das es in Deutschland ein Arbeitnehmer Recht gibt und derartige Verhältnisse hier nicht vorherschen, auch wenn einige US Konzerne das gerne hätten.
 
Da MS sowieso nie was eigenes erfunden hat, was erfolgreich vertrieben wurde, macht das Sinn. Einfach abgucken und Jahre später auf den Zug auf springen reicht denen.
 
@Knuffig: MS hat Software erfunden reicht das den nicht.
 
@psyabit: Ach haben sie das? Wo und was genau? Meines Wissens war die große Erfindung Microsofts die Softwarelizenz. Mit dem ganzen Scheiß, der danach kam.
 
@Friedrich Nietzsche: MS war die erste Softwarefirma Weltweit. Daran gibts nichts zu rütteln.
 
@psyabit: Und hat deswegen Software erfunden? Janesisklar.
 
Wer es sich leisten kann ist doch eh längst bei Google, Apple und facebook. Die verbliebenen drittklassigen Entwickler braucht MS dann auch nicht mehr durchzufüttern. Klare management Entscheidung....
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