Filesharing-Klage wegen Sicherheitslücke im Router erfolglos

Wenn der Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung durch Filesharing nicht mit der üblichen Abmahn-Prozedur aus der Welt geschafft wird und die Sache vor Gericht geht, scheitern die Rechteinhaber immer häufiger - so auch in einem nun vor dem Amtsgericht ... mehr... Filesharing, Keyboard, Share Bildquelle: Niklas Wikström / Flickr Filesharing, Keyboard, Share Filesharing, Keyboard, Share Niklas Wikström / Flickr

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Die Kanzlei Wilde Beuger Solmecke machen sich ja auch einen Ruf als Internet freundliche Kanzlei.
 
@LastPlace: Einer muss es ja tun. Urmann tut es ja nicht & wird es wohl auch nicht mehr tun (dürfen). Urmann hätte ja irgendwelche dubiose Software ausgepackt, bei der niemand weiß wie sie geht. Stichwort Redtube.
 
@Blubbsert: Urmann darf seine Zulassung (vorerst) leider doch behalten heißt es in aktuellen News. Für einen Zulassungs-Entzug bräuchte es erst ein gesondertes berufsrechtliches Verfahren der Anwaltskammer - und sowas kann dauern.
 
@Trashy: Das ist aber nur rein formell.Er ist verurteilt und damit ist die Lizenz als Anwalt weg.......so oder so.Wenn er auf seine Lizenz doch weiter bestehen sollte,dann wäre der Deal mit den Gericht hinfällig und er darf dann frische gesiebte Luft atmen.Der Deal ging ja voraus,das er damit auch seine Lizenz verliert (also quasi: Bewährung+Lizenzentzug oder ab in den Käfig).
Außerdem schau mal auf seine Homepage.Bei den Redtube-Fall waren es noch 6 Anwälte,nach dem RedTube-Fall nur noch 3 und nach diesem Urteil ist nur noch eine übrig geblieben.Die Ratten haben den sinkenden Dampfer also schon verlassen.
 
@Fanta2204: Nein das ist nicht rein formell. Das wurde in den Medien falsch wiedergegeben. Lies mal hier: http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/thomas-urmann-redtube-abmahnanwalt-verurteilung-rechtsanwaltszulassung/
 
@Trashy: Na und wenn schon.Als Abmahnanwalt wird der sicherlich nicht mehr auftreten.Der wird hinsichtlich dessen was er strafrechtlich gemacht hat,nicht andere mehr einfach so "kriminalisieren". Jeder Gegenanwalt wird ihm seine Tat vorhalten,sowie die RedTube-Nummer unter die Nase reiben.Das Abmahngeschäft dürfte sich somit für ihn erledigt haben.
 
@LastPlace: WinWin-Situation für die Rechtsanwalts-Branche - die einen leben vom Abmahnen, die anderen vom Verteidigen der Abgemahnten. Quasi ein Selbstläufer. Eigentlich erschreckend, dass sowas möglich ist.
 
Denke eher, dass man in Berufung gehen wird.
 
@eXotic90: Keine Chance. Der technische Sachverhalt ist definitiv und beweisbar vorhanden.
Diese Sicherheitslücke betrifft alle Routerhersteller bei denen WPS im Chip integriert ist seit mindestens 2008.
Wird so ein Router gehackt, bekommst du das als User gar nicht mit. Denn bei so einem Angriff ist es nicht Ziel deine Passwörter und Zugangsdaten zu erhalten oder zu ändern, sondern einfach nur die Internetanbindung zu nutzen.
Auch auf die PC kann man dann noch lange nicht zugreifen. Vorausgesetzt natürlich das PC-User-Konto ist mit einem Passwort versehen und der Rechner nicht im Netz freigegeben.
 
HiHi, schon wieder haben die "Ich verklag dich Anwälte" eine Schlappe erlitten. So langsam sollten die doch gemerkt haben, daß die Gerichte nicht nur Nutzer freundlicher entscheiden, sondern daß sie sich mit der Materie des Internets besser beschäftigen sollten. Das Internet ist halt "kein Neuland".
 
Manchmal und in eher seltenen Fällen sind also Sicherheitslücken was garnicht soo schlechtes (?) ;-)
 
@DerTigga: Und wie belegt man dass es keine Sicherheitsluecke im Router gab die ausgenutzt haette werden koennen
 
@-adrian-: Das ist jetzt der nächste Hebel den man ansetzen könnte. Im Prinzip ist das System ja von Natur aus niemals 100%ig sicher. Wie kann man also sowas ausschließen? Wäre sehr interessant zu sehen was passiert wenn ein Anwalt diese Verteidigung benutzt.
 
@-adrian-: Solange das Gerät nicht ausgehebelt (gehackt) werden kann, gibt es auch keine Sicherheitslücke.
Blöde halt: sämtliche Router die eine WPS-Funktion integriert haben können auch ohne grossen Aufwand geknackt werden.
Die WPS-Funktion dient unter anderem dazu, WiFi-fähige Geräte per Knopfdruck ins LAN/WLAN einzubinden.
Bei den Telekomroutern kommt noch dazu dass in der Firmware eine Masterpin integriert ist, die den vollen Zugriff auf die Speedport-Router ermöglicht; unabhängig davon was du als Anwender konfiguriert hast.
Wer einen Speedport-Router hat kann das selbst pobieren, hier die PIN: 12345670.
Wenn es nicht funktioniert hat die Router-Firmware ein Update erhalten.

Hier der Artikel dazu: http://blog.devcat-network.de/speedport-hintertur-lasst-jeden-ins-wlan/

Nachtrag:
So kommt ihr an den Speedport-Router entweder https://speedport.ip/ eingeben oder 192.168.2.1.
Das funktioniert sowohl über WLAN als auch LAN.
Denn: Ich kann im Internet gezielt nach Anschlüssen der Telekom suchen und feststellen welcher Router vom Kunden verwendet wird und diesen dann aushebeln.
 
@LastFrontier: Bist du sicher, das das reine Vorhandensein von WPS reicht ? Ich hoffe nämlich das das nicht (mehr) so ist, wenn, wie bei meiner Fritzbox 7270, diese Funktion (von mir) deaktiviert ist / wurde.
 
@DerTigga: ich muss den Artikel noch mal raussuchen (das ist seit 2008 bekannt).
Derzeit empfehlen aber alle Hersteller und Sicherheitsdienste die WPS funktion zumindest zu deaktivieren.
Bei den Speedport W921 wird sogar eine Abschaltung des WLAN empfohlen, da dort die Lücke weiterhin besteht.
Genau aus diesem Grunde habe ich ja einen zweiten WLAN-Router der überhaupt keine WPS-Funktion hat und beim Speedport habe ich das WLAN deaktiviert.
Das WPS-Problem betrifft aber alle Router die diese Funktion haben.
Also wie du es richtig gemacht hast - deaktivieren.
 
@LastFrontier: Also Master-Pin und Backdoor, das ist ja das eine... Vor allem, es ist ja schon schlimm genug das jedes Gerät den selben Master-Pin hat. Vor allem wenn man dann noch per W-LAN auf den Router zugreifen kann...

Aaaaber.... (!!!)"Pin: 12345670"(!!!)... MADE MY DAY!!! :D
 
@Si13nt: Ich habe für mehrere Hersteller in der Nachrichtentechnik als Inbetriebsetzer gearbeitet.
Es ist gang und gäbe Masterpins zu integrieren. Normalerweise kommt so was auch nicht an die grosse Glocke.
Solche Masterpins für den Service gab es schon zu Nokias Glanzzeiten für jedes Handy.
Hinzu kommt das jedes Gerät (egal ob LAN oder WLAN) hochbrisante Informationen mitsendet. - immer.
Im übrigen darfst du die Masterpin die auf deinem Router aufgeklept ist nicht mit der Masterpin der Hardware verwechseln.
 
@LastFrontier: Ich hab mich ja nur daran gehalten was du geschrieben hast. Und jaaa, schon klar mit den Master-Pins. Aber 1-7 und eine 0. Also sowas hätte ich erwartet wenn das Internet noch Neuland wäre. Bei der Telekom hätte ich eher etwas anderes erwartet.

Bei meinem Router bspw., da komme ich mit W-LAN nichtmal in die Einstellungen. Sicherlich wird es Leute geben die das doof fänden, ich selbst finde es richtig so. Ist halt etwas sicherer. Somit ist das völlig irrelevant ob mein Router auch einen Master-Pin hat. ^^

Naja und die PW's die auf deinem Router kleben würde ich jetzt nicht unbedingt als Master-Pins bezeichnen. Es sind schlicht die Default-PW's für den Erstzugang, oder W-LAN und die lassen sich ändern.

Bei einem Master-Pin sieht das wieder anders aus. Das Hintertürchen eingebaut werden ist wirklich das eine, aber im 21. Jahrhundert kannste mit solchen Pins nicht mehr kommen.

Da muss ich auch immer daran denken was für ein Neuland das Internet doch ist! :D
 
@Si13nt: Wenn dein Router ein Webinterface hat kommst an den auch ran. Vor allem dann, wenn man das Passwort beliebig oft eingeben kann.

Am besten du kommst mit deinem Router vorbei und in nicht mal 10 Minuten hole ich dir deine Zugangsdaten und Konfiguration raus. Wenn du mir vorher sagst welchen Router du hast, sage ich dir auch unter welcher IP du den standardmässig immer anfahren kannst - egal was du eingestellt hast.
Du solltest dich mal in richtigen Fachforen rumdrücken und nicht nur auf halligalli-seiten.
 
@LastFrontier: Du willst mir jetzt einen weiß machen das du einen längeren hast weil du dein "Fachwissen" aus "Fach-Foren" beziehst?! MADE MY DAY :DDD

Du kennst mich nicht, du hast keinerlei Ahnung was ich für ein Know-How habe, daher schreib mal weniger unsinn. Lass dich von meinen Texten nicht in die Irre führen, ich hab nur Smalltalk gemacht. Mit so einem Kindergarten wie jetzt brauchst du mir nicht kommen. Ich brauch keinen Schwanzvergleich, ich weiß wie groß meiner ist, ich muss es nicht zur schau stellen. ;)

Ich kenne schon genug solche Leute die denken das sie ach so viel auf dem Kasten haben nur weil sie wissen wie man Google benutzt und 2-3 Sachen mehr wissen als ein einfacher Laie. Tja tut mir leid, aber das macht solche Leute aber nicht gleich zu einem Power-User, dadurch spielt ihr nichtmal in der mittleren Liga.

Wie gesagt du kennst mich nicht. Thema durch. ^^
 
Hmm, man sollte also am besten einen Router kaufen, der eine Sicherheitslücke hat und diesen dann so betreiben, wie es der Gesetzgeber verlangt, also mit Passwort... Hat der Router keine Auto-Update Funktion muss ich das als Endanwender nicht wissen... Dann kann man prima Filesharing wieder betreiben... Oha, irgendwie lustig ;)
 
@schmidt787: ... und genau so dreckig wie die Abmahn-Anwälte.
 
Es scheint wohl offensichtlich geworden zu sein,das nicht jeder Richter der Argumentation irgendwelcher Abmahnanwälte folgt,die sowieso nur Kohle damit generieren wollen.Schönes und begrüßenswertes Urteil.Und wen ich jetzt noch den Namen der Abmahnkanzlei "Waldorf Frommer" höre,erübrigt sich eh jedweder Kommentar.Allerdings hätte ich gern die Gesichtszüge gesehen,als ihnen das Urteil um die Löffeln gehaun wurde (LoL).
 
Genau den gleichen fall (allerdings mit anderen dateien) habe ich auch.
Das pikante an der Sache: die Telekomrouter konten bis 08. August 2014 mit einer Masterpin ausgehebelt werden (bei den Speedport modellen der 9er Reihe ist das immer noch so).

Das bedeudet: egal was der User an Passwörtern und Pin geändert hat - mit der Masterpin konnte dies alles umgangen werden.
Wer also einen Speedport-Router hat und von Abmahnern "bedroht" wird sollte sich auf diese Tatsache der werkseitig fehlerhaften Router berufen.
Da das Firmwareupdate dieser Router erst am 8.8.2014 aufgespielt wurde (aber nur bei den Kunden die EasySupport aktiviert haben), sind sämtliche Abmahnungen vor diesem Datum für die Mülltonne.
Die Telekom hat im übrigen ihre Kunden nicht über diese Sicherheitslücke per mail oder sonstwie informiert.

Endlich mal ein Richter der wohl auch die technischen Zusammenhänge versteht.
 
Leide nur ein Urteil vom Amtsgericht. Da wird mal so, mal so entschieden. Heute mal mit Sachverstand, morgen ohne. Auch wenn ich dieses Urteil gut finde, ist die Aussagekraft fuer andere Faelle der gleichen Art gleich Null.
 
Wegen einem einzigen getauschten Film?? Ernsthaft?

Ja, illegales Filesharing ist nicht OK, aber man wird es nie verhindern können.
Und auf kleine Fische loszugehen, bringt letztendlich niemandem was, außer vielleicht ein schlechtes Image.
 
"Als erstes lasst uns alle Anwälte töten!"
(Heinrich VI., 2. Teil, 4. Akt, 2. Szene; William Shakespeare)
 
Einem Bekannten von mir ist etwas Ähnliches passiert und er hat sich zum Glück direkt an einen Rechtsanwalt gewendet, sonst wär das echt teuer
geworden. Ich hab auch dazu ein wenig recherchiert und einen interessanten Beitrag eines Rechtsanwalten gefunden, der in dem Bereich
tätig ist und sich mit den Waldof Frommer Rechtsanwälten auskennt.
https://www.aid24.de/rechtsblog/filesharing-abmahnungen-bei-peer-peer-netzwerken
Ein sehr hinfreicher und informativer Beitrag!
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