Datenzugriff von Apps soll jetzt gesetzlich stark begrenzt werden

Die deutsche Politik will nun wohl auf gesetzgeberischer Ebene regeln, welche Daten Anbieter von Mobile-Apps über ihre Kunden erheben dürfen. Denn hier sieht Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) weiterhin einen Wildwuchs, der von den bisherigen ... mehr... Heiko Maas, Justizminister, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Bildquelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas, Justizminister, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas, Justizminister, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

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Klar, Apps werden reguliert (nette Sache eigentlich), aber Behörden dürfen weiter Datenweitwurf spielen.
 
Ob die verstanden haben, dass 95% aller Apps nicht unter deutscher bzw. europaeischer Jurisdiktion stehen...?
 
@JanKrohn: Ich denke, daß die Leute im Hintergrund (also diejenigen, die bspw. Herrn Maas zuarbeiten), das schon wissen. Trotzdem finde ich gut, daß das überhaupt mal registriert und von der Politik aufgegriffen wird, selbst dann, wenn die Reichweite einer eventuellen strengeren Regelung sich nur auf Deutschland oder höchstens Europa bezieht. Besser, als wenn gar nichts gemacht würde, finde ich.
 
@JanKrohn: 95 % aller Spiele unterstehen auch nicht deutschen Jugendschutzgesetzen.
 
@Friedrich Nietzsche: Nö. Nur die, die als DVD in den Regalen stehen. Die Downloadspiele hingegen nicht.
 
@Kirill: Unfug. Alle großen Anbieter filtern nach IPs. Du wirst sowohl bei Steam als auch bei Uplay und Origin nur die für Deutschland zugelassen Versionen der Spiele bekommen. Bei Spielen mit verfassungsfeindlichen Symbolen wie Wolfenstein und The Stick of Truth ist sogar eine Regionalsperre drin: Der Key lässt sich nicht aktiveren oder das Spiel nicht starten. Was manchmal klappt, ist einen Key des Spiel im Ausland zu kaufen, und ihn auf dem Account zu aktivieren. Aber da braucht man sich ebenfalls nicht wundern, wenn das Spiel von heute auf Morgen im Account verschwindet.
 
@Friedrich Nietzsche: Das ist nur der Fall, wenn das Spiel nicht zusätzlich im Regal steht. Killing Floor bekam man in Deutschland über Steam locker unzensiert, bis die DVD-Version auftauchte. Erst dann wurde der Jugendschutz relevant. Unfug dich selber.
 
@Kirill: Das ist leider nicht korrekt. In Steam sind nahezu alle Spiele der USK unterlegt. Sofern für den Deutschen markt eine Gewalt geminderte Version bereit steht, wird diese auch für den Deutschen Markt angewendet.
 
@Kirill: Man kriegt Spiele so lange problemlos bis sie auf Index A oder B stehen. Dazu muss ein Spiel hierzulande nicht mal offiziell erscheinen, wie man z.B. an Dead Island sieht.
 
Auf der einen Seite will ein Teil der Regierung (zumindest ein SPD-Minister) hier irgendwie dafür sorgen, das Anwendungen nicht mehr herumschnüffeln, auf der anderen Seite steht die SPD immer noch voll hinter den Unterwerfungsabkommen CETA und TTIP.

Wenn CETA und TTIP in Kraft wären, könnten strengere Datenschutzgesetze als regulatorisches Hindernis (bei TTIP) oder indirekte Enteignung (CETA) gesehen werden, die den erwarteten Gewinn der Investoren einer Firma, die solche Anwendungen herstellt, schmälert. Damit stünde den Investoren die Möglichkeit offen, die Bundesregierung auf Schadensersatz zu verklagen. Auch schon die Planung des Gesetzesentwurfes reicht für eine Klage aus.

Wieder mal nur als Hinweis, was CETA und TTIP bewirken können, wären sie schon in Kraft.
 
@Pizzamann: Ich halte das nicht miteinander vergleichbar.
 
Eine zusätzliche Regulierung, die sich in der Praxis kaum durchsetzen lässt, ist herzlich sinnlos.
Viel wichtiger wäre es, dass die Betriebssysteme (Android, etc.) leicht bedienbare Hilfsmittel zur Verfügung stellen, um die Rechte von Apps nachträglich beschränken zu können - dazu sollte man die Hersteller ggf. verpflichten.
 
@Lilien: brauchst nur root und schon kannst du jede App beschränken wie du möchtest.
 
@BartVCD: Ja, das ist mir bekannt. CyanogenMod hat ja z.B. "Privacy Guard" eingebaut, nur eben Google versteckt "App Ops" seit 4.4.2 noch tiefer im System und das ist m.E. der falsche Weg.
Und die Notwendigkeit von Root-Rechten ist auch etwas unschön, da sich damit wieder andere (Sicherheits-)Probleme ergeben können.
 
@BartVCD: Es existieren aber mehrere verschiedene Betriebssysteme; dein Tipp klappt jedoch nur bei einem davon. Deswegen wäre es wirklich sinnvoller, das in der Form umzusetzen, wie Lilien es vorgeschlagen hat.
 
@Lilien: Da Google auf Android nahezu eine Monopolstellung des eigenen Appstores hat, wird Google Apps gar nicht anbieten dürfen die dem Gesetz nicht entsprechen. Von daher denke ich schon, das eine Regulierung was bringt, da Google für das Angebot dritter haftet.
 
@knirps: Das Problem ist doch, dass es kaum im Zuge einer Vorabprüfung festzulegen ist, wann eine App missbräuchlich Rechte einfordert.
Als Beispiel: Der Entwickler einer App für Koch-Rezepte kann den Zugriff auf Positionsdaten einbauen und das mit der Funktion begründen, dass auf Wunsch nur regionale Rezepte angezeigt werden, der Zugriff auf die Kontakte wird benötigt, um Freunden schnelle Hinweise auf tolle Rezepte schicken zu können und dann sammelt man die Rezepte (optional) in der Cloud und benötigt daher Internet-Zugriff)... usw.
Nur der Anwender kann letztlich entscheiden, welche dieser App-Funktionalitäten er tatsächlich benötigt und sollte daher die Rechte feintunen können.
 
nun ja, dann wirds mit dem AppStore enden wie mit YouTube:

"Diese App steht in Ihrem Land leider nicht zur Verfügung, da sich die Entwickler nicht an Deutsche Gesetze halten können."

und das bei 95% ...
 
Einfach OS-Anbieter verpichten das der Datenzugriff vom User selbst bestimmt werden kann.
 
@knirps: Das wäre die beste Lösung. So wie der CM PrivacyGuard, (den kaum ein normaler User nutzt wgn. Stock-ROM).
 
@notepad.exe: Sogar den Playstore habe ich in CM in seine schranken gewiesen.
 
@knirps: lol, ja eigentlich eine gute idee :D der braucht keinen standortzugriff z.b.
 
@notepad.exe: Erstaunlich ist, wie das die Akkuleistung begünstigt.
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