iOS 8-Lizenzanpassung: Apple verbietet Gesundheitsdaten-Handel

Apple legt mit iOS 8 und dem Feature HealthKit einen klaren Fokus auf Funktionen, die sich rund um die Gesundheit der Nutzer drehen. Eine Änderung an der Lizenzvereinbarung verbietet es jetzt Entwicklern Gesundheitsdaten zu verkaufen - eine ... mehr... Apple, iOS 8, Health Bildquelle: Apple Apple, iOS 8, Health Apple, iOS 8, Health Apple

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Kann mir jemand erklären wo die Nachteile liegen, wenn ich meine Daten an den eigenen Hausarzt schicke oder für seriöse Forschungsprojekte bereitstelle?
Irgendwie liest sich das ganze so, als wäre alles toll und komfortabel, aber es gibt doch sicher auch worst-case szenarien?!^^
 
Forschungszwecke...... Sehr dehnbarer Begriff. Dein Hausarzt weis dann natürlich bei unregelmäßigen Puls, das das Medikament von Firma XY auf Dich zugeschnitten ist. Und die Forschungsgruppe yx ( die heimlich Daten verkauft oder gehackt wurde )übermittelt der Krankenkasse, das du diese xy "fitness" hast und bei der nächsten Bewerbung wirst du nicht eingestellt, weil Dein potenzieller Arbeitgeber weis, das Du die und die Fitness hast. Ok, mag verrückt klingen, ich hoffe nur, das das niemals Realität wird. PS: Minus zeichen ist rechts oben. Danke.
 
@Cyberschlumpf: Alle Daten die einen Arbeitgeber von einer Einstellung abhalten könnten, wenn ihm die Daten zur Verfügung stehen würden, befinden sich bereits bei deinem Arzt und deiner Versicherung.
Diese angebliche Hintertür muss ganz einfach vorhanden sein, damit eben Hausarzt oder Krankenhaus die Daten erhalten können, wenn man dem zustimmt.
 
@gutenmorgen1: Es ist schon ein unterschied ob die Daten beim Arzt liegen oder auf einem Smartphone. Mir ists jedenfalls egal ich werde es sowiso nicht nutzen. Sollten mal einige deswegen auf die F*** fliegen werde ich mich köstlich amüsieren ;)
 
@gutenmorgen1: Der Hausarzt hat aber eine Schweigepflicht.
 
@floerido: Wenn sich seine Technik auch daran hält ist ja alles in Ordnung:
http://futurezone.at/digital-life/sensible-patientendaten-im-netz-abrufbar/24.572.434
http://orf.at/stories/2081575/2081568/

Bei Healthkit bleiben alle Daten auf dem Gerät, wenn man nichts anderes autorisiert.
 
@floerido: Ach tatsächlich?
http://winfuture.de/news,78595.html
http://derstandard.at/1376533952799/350-oesterreichische-Aerzte-sollen-Verschreibungsdaten-verkaufen
http://www.zeit.de/2013/45/patientendaten-marktforschung-pharmaindustrie
 
@Cyberschlumpf: Verrückt? Der potentielle Arbeitgeber schnüffelt doch heute auch zuerst bei Facebook und Google rum.
Wenn er die Möglichkeit bekommt Daten zur Fitness seines Bewerbers einzusehen, dann wird er das auch machen!
 
Na, will Apple bei der allgemeinen Vergreisung der Gesellschaft mit diesem Gesundheits-Fokus dafür sorgen, dass die Kunden möglichst lange leben, um irgendwann auch noch das iPhone 28S kaufen zu können? ^^
 
@DON666: Ist es irgendwie verwerflich, das Leben von Menschen verlängern/verbessern zu wollen?
Oder ist das eigentliche Problem, dass Apple damit zu tun hat?
 
@gutenmorgen1: Apple will nicht das Leben verbessern, sondern Geld verdienen, wie jedes andere Unternehmen auch ;) Obs dir durch das Produkt besser geht oder nicht interessiert die Unternehmer wenig, hauptsache DU gibts dein Geld dafür aus...
 
@martl92: Tja, wäre Healthkit nicht komplett kostenlos...
Selbstverständlich will Apple Geld verdienen und gerade deshalb müssen sie ein Interesse daran haben, dass es ihren Kunden damit besser geht
Davon abgesehen trifft deine Beschreibung auf Ärzte, Apotheker, Therapeuten, und erst recht auf die gesamte Pharmaindustrie zu.
 
@gutenmorgen1:
"Davon abgesehen trifft deine Beschreibung auf Ärzte, Apotheker, Therapeuten, und erst recht auf die gesamte Pharmaindustrie zu."

SEINE Beschreibung - es geht immer nur ums Geld - trifft also "erst recht"(?!) auf Ärzte, Apotheker Therapeuten und Pharmaindustrie zu?!

Aber Apple will natürlich nur Dein Bestes???

Ernsthaft?!
 
@martl92: Und in diesem Fall will Apple versuchen, einen Mehrwert anzubieten der nicht unbedingt aus "höher, schneller, weiter" besteht, was die Hardware anbelangt und die meisten Käufer sowieso nie nutzen, sondern eben durch Inhalte. Die Frage, ob man HealthKit für sich persönlich nun braucht oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

Grundsätzlich kann ich mir schon einen Nutzen vorstellen. So könnte ich dem Hausarzt Daten durchgeben (oder messen lassen), ohne direkt wieder vor Ort sein zu müssen (Termin finden, Anreisezeit, Wartezeit, etc. fällt dann alles weg). Oder ich könnte ein entsprechendes Feedback direkt vom Arzt erhalten oder was auch immer.

Natürlich unter der Annahme, dass der Datenschutz zu 100% gewahrt bleibt und die Daten auch ohne meine Einwilligung nicht nach außen dringen bzw. abgegriffen werden können.
 
@RebelSoldier:
"... in diesem Fall will Apple versuchen, einen Mehrwert anzubieten ..."

Sowas ist kein Mehrwert! Sowas ist bestenfalls Spielerei!
Kein Arzt, der zumindest halbwegs bei Trost ist, wird auf Grund solcher Daten mehr machen als Dich einbestellen!
Die verlassen sich heute schon nicht mal auf Daten die Du mit dem eigenen Blutdrückmessgerät ermittelt hast!
Und die Teile sind wenigstens ansatzweise geeicht!

Das hier ist "Unterhaltungselektronik"!

Und vom Datenschutz solcher Veranstaltungen wollen wir besser gar nicht erst anfangen, oder?!
 
@OPKosh: Wer weiß, was die Zukunft so bringt. Gemäß einiger Berichte investiert Apple derzeit offenbar stärker in den Gesundheits-Bereich. Vielleicht machen sie ja am Ende des Tages mehr draus als nur "Pulsmesser beim Joggen".
 
@gutenmorgen1: martl92 hat an sich schon alles gesagt, und wenn du keinen Spaß verstehst, kann ich da auch nix für.
 
@gutenmorgen1: Es ist im Trend ganz einfach...
 
die frage ist wie die trennung von privat- und kassenpatienten gemacht wird :) ..
 
Naja das Wort "Hintertür" klingt so negativ find ich :P . Wenns der User ausdrücklich erlauben muss, dann ist es im Grunde ja keine Hintertür da ich es quasi weitergebe. Also gibt es im Grunde garkeine Hintertür :P .

Edit: wie ist das eigentlich bei Android? Kann mir das jemand sagen? Die haben ja schon länger Smartwatches, was ist da mit den Daten?
 
@Flanigen0: Wahrscheinlich alles frei abrufbar. Es ist ja schon grundsätzlich so, dass man, um eine App installieren zu können vorab zustimmen muss, dass sie dieses und jenes auslesen darf. Soweit ich mich erinnere, können Apps auch Daten anderer Apps auslesen (ne nachdem wo die Daten abgelegt sind). Bei iOS läuft jede App grundsätzlich erstmal komplett abgeschottet in ner Sandbox. Will die App irgendwelche Infos abrufen oder zugriff auf Kontakte, Gesundeheitsinformationen, Fotos usw. dann wird der User von iOS gefragt (nicht von der App) ob man Zugriff gestatten möchte (man kann ja auch verneinen und die App läuft trotzdem weiter, im Gegensatz zu Android, wo man erst gar nicht die App installieren kann, wenn man nicht zustimmt).

Ausserdem. Bei Android kann man ja bei vielen Geräten sogar ganz einfach den Bootloader Tauschen und ne Custom ROM installieren, ohne irgend welche Sicherheitsmechanismen brechen zu müssen. Das System ist offen wie ein Scheunentor.
Aber nein, sind ja alles angeblich keine Sicherheitslücken. Ich sage, die ganze Philosophie dahinter ist eine einzige Sicherheitslücke... Mir ist es ein Rätsel, warum Google da nicht endlich mal grundlegend nachbessert.

Wenn ich einem Gerät meine Daten anvertrauen würde, dann einem iOS Gerät, aber keinesfalls einem Android Gerät... Und dass Apple bzgl. Sicherheit Wort hält sieht man am Fingerabdruck sensor. Es wurde gesagt, der Fingerabdruck wird absolut unzugänglich im A7 SoC Gespeichert.
Bis heute ist es den Jailbreak Teams nicht gelungen den Fingerabdruck auszulesen (korrigiert mich, falls doch).
Das weckt Hoffnung, dass Apple das Thema doch ziemlich ernst nimmt.
 
@Laggy: Genau das mit IOS wusste ich, bin da selbst nutzer, bzw bin es wieder sobald das neue Iphone da ist, aber das mit Android wusste ich nicht so ganz, schon krass. Da werden aber auch die vielen normalo-user ausgenutzt die keine Ahnung von so was haben.

Danke für die erklärung.
 
Ich habe da eine vollkommen verrückte Idee. Ich lese die Daten einfach offline aus. Ich verbinde meinen lokale Rechner mit meiner Uhr/Fitness-Armband und habe die nur auf meinem lokalen PC. Dann gucke ich mir die an und überlege ob ich mit meinem Arzt drüber spreche. Klingt verrückt, macht aber nix!

Sollte mein Puls aussetzen, könnte immer noch ein Notsignal mit GPS-Daten an die Notfallstelle gesendet werden. Allgemeine Gesundheitsdaten ins Netz zu stellen ist keine besonders gute Idee.

Versicherungen, Banken, Arbeitgeber, alle haben interesse an diesen Daten. Die Werbeindustrie für irgendwelche Heil- und Hilfmittel mal völlig aussen vor. Das ist Irrsinn!
 
Schön wird es, wenn man bei den (Kranken-/Lebens-)Versicherungen dann irgendwann mehr bezahlen darf, wenn man denen die Daten nicht gibt. Auch wenn das dann sicherlich so verkauft wird, dass man ja einen Rabatt bekommt, wenn man die Daten denen gibt, und der "normale" Tarif ohne Datenweitergabe nur ganz zufällig teurer wird. Die Marketing-Experten werden uns das schon schmackhaft machen.
Wo Daten erstmal existieren, wachsen auch die Begehrlichkeiten.
Schöne neue Welt wird das werden...
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