Urteil gegen Weiterverkauf von Ebooks & Hörbüchern rechtskräftig

Einen Gebrauchtmarkt für digitale Bücher und Hörbücher wird es in Deutschland erst einmal nicht geben. Ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom Mai diesen Jahres ist seit heute rechtskräftig. mehr... Amazon, Kindle, E-Book, Amazon Kindle, Reader Bildquelle: Amazon Amazon, Kindle, E-Book, Amazon Kindle, Reader Amazon, Kindle, E-Book, Amazon Kindle, Reader Amazon

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ich hoffe inständig dass aufgrund solcher urteile die raubmordkopierszene erst recht anfängt kräftig zu florieren...

" kundenfreundlichen Download-Modellen für Bücher zu arbeiten"
ich lache, für den durchschnittlichen ebookkauf braucht man mindestens 2 konten und eins der konten schränkt mich selbst sogar in der anzahl möglicher Endgeräte ein. Das soll kundenfreundlich in deren augen sein? Vielleicht nach ner flasche Rum

Von dem abgesehen, gut gepflegte spiele cd`s oder musik cd`s haben auch keine Nachteile..selbst wenn da kratzer drin sind ist es i.d.R. völlig wurst ausserdem argumentieren sie sowieso mit illegalem handeln (massenhaft Vervielfältigung) gegenüber dem regulären gebrauchtverkauf, wie ein gericht so einer Argumentation folgen kann ist mir unbegreiflich.
 
@0711: Dann stell doch mal ne Idee in den Raum wie man besser die Dienstleistung bezahlen sollte das Ebook anzubieten. (Autor will von seinem Buch leben, Buch muss verlegt werden, Verleger will davon leben und der Händler auch.
Ohne irgendeine Reglementierung in solcher Art gehen die den Bach runter und es gibt bald kaum noch was zu kopieren.
Mal abgesehen davon dass man es in Deutschland eig. nicht nötig haben sollte sich wegen den Preisen von Büchern zu beschweren. Ich habe Legal für 10 € im Monat auch monatlich ein erstklassiges Hörbuch und mehrere ebooks.
"...für den durchschnittlichen ebookkauf braucht man mindestens 2 konten" Wozu brauchst du bitteschön 2 Konten o.Ô ich komme mit einem wunderbar zurecht und kann ein ebook in wenigen sekunden kaufen.
 
@D0N: genau mit der gleichen Argumentation hats die musikbranche anfangs bei den ganzen downloadangebote verkackt und kam gegen illegale angebote nicht an. Wieso muss man sich als regulärer Verkäufer unterstellen lassen dass man illegal handelt? (massenhafte Vervielfältigung)
Allein die Unterstellung gegenüber der zahlenden Kundschaft ist eine Frechheit sonders gleichen! Ich als zahlender Kunde sollte umworben werden und mir nicht solche frechen Unterstellungen anhören müssen

Wieso sollte mir beim ebook nicht die gleichen rechte wie beim normalen papierbuch zustehen? Es ist kundengängelung und wenn sich die Kunden hiervon befreien wollen bleibt nur der illegale weg - und ich hoffe inständig dass die Kunden diesen weg nutzen.

Du kaufst vermutlich bei Amazon (die ja von den verlegern so oder so kritisiert werden), ansonsten brauchst du für den shop wo du kaufst ein Konto und dann bei Adobe für den drm müll.
Bei Amazon hat man natürlich noch andere Einschränkungen -> herstellerbindung oder auch gefahren -> unliebsamer Kommentar -> huch amazonkonto weg -> alle ebooks weg....ist ja nicht so dass dies nicht auch schon vorgekommen ist und auch hier, alles dank schönem drm.

Um "Preisbeschwerden" ging es nicht - auch wenn in anderen Ländern die ebook Preisgestaltung deutlich besser zugunsten der Kunden ist, nur ist das nicht Thema.
 
@0711: Sein wir ehrlich und realistisch! Wer hat nicht schon mal ne CD gebrannt von einem Kumpel oder nen Film oder ne MP3 kopiert? Die hat auch wer gekauft und dann aber jemand genutzt der nicht bezahlt hat.
Ich kann dir sagen warum man mit Hardwarebüchern anders behandelt werden sollte. Weil Papierbücher auch was anderes sind. Man kann auch nicht darauf beharren ein Geschäftsmodell hätte Anrecht ewig zu überleben.
Der Fakt ist doch ganz einfach dass man mittlerweile Ansprüche an Service und Komfort stellt die selbstverständlich deutlich höher sind. Aber man will den selben Preis zahlen.
Die einschränkung bei einem Buch ist ich kann es nicht lesen wenn ich es verleihe und dass es Physikalisch beschädigt wird und es schwer oder unhandlich ist und nicht im dunkeln leuchtet usw. Das alles kann man bei ebooks als mehrwert sehen der auch geschützt werden muss aus sicht der Händler/Autoren...
Die ebooks sind nicht weg wenn das amazon konto weg ist sonst könntest du sie nicht offline lesen. Du kannst sie nur nicht mehr herunterladen.
Verlierst du ein Buch ist es auch weg.
Ganz ehrlich. Dann mache keine "unliebsamen kommentare". Außerdem sind einzelfälle kein Argument. Pech kann man immer mal haben.
Versthe das nicht falsch ich wäre sicherlich auch froh ohne irgendwelche gängelungen aber ich würde es aus vertriebssicht exakt genau so machen.
 
@D0N: Ich habe das recht auf privatkopie und grundsätzlich dürfte ich die auch im Bekanntenkreis weitergeben, dieses recht wurde mir schon eingeschränkt als untersagt wurde die omnipräsenten "kopierschutzmaßnahmen" zu übergehen. Das was illegal passiert ist die Umgehung der Einschränkungen die geschaffen wurden obwohl es eigentlich ein recht dazu gibt....

Fakt ist, der Komfort ist geringer geworden - ich kann ein buch nicht einfach so lesen, ich brauch 2 accounts, ich kann es nicht einfach so auf beliebigen Endgeräten wiedergeben da ich diese erst registrieren muss und erreiche ich eine anzahl von 5(?) kann ich erst mal keine weiteren Endgeräte nutzen...wenn sie kaputt gehen muss ich mühsam um löschung des alten betteln oder verargumentieren warum ich mehr hab -> Komfort, Fehlanzeige!
Service? Welcher Service? Von wem? Alles was einen Service bedarf hat einen grund, die komplizierten drm Maßnahmen!

Das was du beim ebook als Vorteile preist sind keine Vorteile der "ebooks" sondern der Endgeräte für die man vergleichsweise viel Geld zahlt, in der regel das ~10 fache von einem buch bei geräten die, die von dir genannten komfortfeatures bieten.

Wenn Amazon das Konto sperrt/löscht sind die ebooks beim nächsten onlinegang weg, so sieht die Realität aus...dass du eine "offline" Verfügbarkeit hast ist ja zumindest etwas was einem zugestanden wird... http://www.fr-online.de/wirtschaft/kindle-e-book-amazon-loescht-bibliothek-----und-schweigt,1472780,20686718.html
Genau das bieten ALLE drm Maßnahmen bei ebooks...grundsätzlich ist das auch bei adobes System zutreffend.

Ja einzelfälle sind kein Argument weil...ist ja Einzelfall...von dem abgesehen dass es "einzelfälle" gibt wo nicht mal klar ist warum das passiert ist (ohne unliebsame Kommentare).
Aber schön kritische Kommentare unterdrücken, willkommen 1984

Wenn du es so machen würdest, würdest du genausowenig im sinne der kunden handeln wie es aktuell auch der fall ist...leider lassen es die leute mit sich machen, sie sind leidensfähig. Dass die kunden hier bei ebooks leider noch nicht an der leidensschwelle angekommen sind ist schade...bei digitaler musik waren die kunden bereits an diesem punkt und plötzlich sind auch kommerzielle angebote ohne drm Gängelung möglich?! und sie laufen sogar gut? Huch?! Was n da los? Wir reden hier nicht von dingen die es in anderen bereichen nicht schon gegeben hätte....
Ich habe für dieses vorgehen keinerlei sympathi und wer denkt es so umzusetzen sieht seine ehrlichen kunden als feind und diesen Geschäftemachern gönne ich nicht einen Cent, hier befürworte ich jede art der raubkopie
 
Machts nichts. Da ich eh keine eBooks oder Hörbücher kaufe, kann ich sie auch nicht weiterverkaufen. Ich würde sogar sagen, dass es ein Grund mehr ist den Markt zu boykottieren, aber wenn ich ehrlich bin hätte ein gegenteiliges Urteil an meinem Verhalten auch nichts geändert. Happy l€€ching.
 
@Memfis: Zum glück gibts keine Klarnamen so kann man sich froh als raubkopierer outen oder wie dar man das verstehen -.-
 
Ich kann das Urteil nachvollziehen. Nicht das ich es gut finde, aber die Begründung finde ich legitim
 
@knirps: Man sollte dann auch so konsequent sein, und den Wiederverkauf von gelesenen Büchern mit untersagen! Alles andere ist nur halber Kram! Ach ja, btw: Bei Lul.to gibt es ebooks ohne DRM. Ich mag die Seite.
 
@Kobold-HH: Ich habe Zweifel an der Legalität dieser Plattform.
 
@knirps: Und? Es ist genauso "legal" bzw. "illegal" wie gebrauchte eBooks zu verkaufen/zu kaufen. Wenn ersteinmal alle Nutzer/Kunden kriminalisiert wurden (das Urteil ist ja nichts Anderes) dann ist es den Kunden auch egal woher es kommt. Wer nicht bei der Buch Mafia und seinen Schergen kauft macht sich Strafbar, fertig. Aber preislich darf ich natürlich nahezu den Vollpreis des "echten" Buches zahlen wenn ich ein eBook erwerbe, die gleichen Rechte habe ich natürlich nicht.
 
@knirps: Ob legal oder illegal. Das ist mir EGAL :-) Und sollten die Autoren der Meinung sein, dass ihnen fette Gewinne entgehen, mögen sie sich aus dem Pott der pauschalen Kopierabgabe auf Speichermedien bedienen. Immerhin nutze ich USB-Sticks, Festplatten und eBookreader zur kurzzeitigen Speicherung der freien eBooks. Ergo ist mein Gewissen rein wie ein Persilbettlaken
 
@Kobold-HH: @Nero FX: Du/Ihr habt keinen Rechtsanspruch auf die erworbenen Produkte
 
@knirps: Wen interessiert es? Die Contentmafia hat auch keinen Anspruch auf mein Geld. Deshalb bezahle ich auch keine digitalen Produkte. Eine CD kann ich kopieren und so oft ich will. Ja, eine CD kann ich auch verkaufen (Löschung meiner Kopien vorausgesetzt) - Und selbst, wenn nicht, so habe ich noch das Recht der Privatkopie. Ich zeige den Rechteinhabern so lange den Mittelfinger, bis die Produkte sich dem Anspruch der Nutzer anpassen.
 
@Kobold-HH: Das kannst du gerne tun, mir ist das egal. Nur wenn ich für etwas bezahle erwarte ich auch einen Rechtsanspruch.
 
@knirps: Da stimme ich Dir zu! Schließlich bekommt der Kunde sein Geld ja auch nicht zurück, wenn die Lizenz zum Lesen abgelaufen ist.
 
@Kobold-HH: Darauf kannst aber eben auch nur hoffen. Wenn das nicht geschieht, hast du das Recht nicht auf deiner Seite. Wahrscheinlich sogar im Nacken.
 
@Kobold-HH: Das wäre ganz im Gegenteil äußerst inkonsequent, weil Du hier zwei verschiedene Dinge über einen Kamm scheren würdest.

Im Artikel steht ja bereits drin, worin der Unterschied zwischen einem digitalen Buch und einem rein elektronischen besteht: in der Kopierbarkeit.

Dein "konsequentes" Verbot des Verkaufs von Papierbüchern wäre nur dann vergleichbar, wenn auch diese vom Käufer beliebig oft vervielfältigt werden könnten - er kauft sich das Buch einmal im Laden, und verkauft es dann zigmal in identischer Qualität weiter. Das will ich sehen wie Du das anstellst (ohne die Käufer zu prellen ;)).
 
@FenFire: Du irrst Dich. Die Konsequenz ist gegeben. Und die Buch-Mafia würde nur allzu gern den Wiederverkauf unterbinden. Nur ist ihnen selber klar, dass sie ein jahrhunderte altes Recht heute in Frage zu stellen nicht realisierbar ist. Und nur, weil man ein digitales Medium heute ohne Qualitätsverlust duplizieren kann, heißt dies nicht automatisch, dass der Verkäufer einer digitalen Datei, seine Kopie auch weiter nutzt. Dies würde eine Urheberrechtsverletzung unterstellen, die nicht bewiesen ist. Und jemanden pauschal zu unterstellen, er würde etwas kriminelles tun, nur weil er die Besitzrechte weiterreicht, ist mehr als frech! Primär muss man davon ausgehen, dass der Verkäufer einer Datei, seine Kopie löscht und ehrlich ist. Aber da die Contentmafia uns seit vielen Jahren mit ihrer Raubkopierpropaganda indoktriniert, glaubt alle Welt, das alle auch automatisch Raubkopierer sind...
 
@Kobold-HH: Was genau verstehst Du unter "weiter nutzen" nach Weiterverkauf? Darunter würde ja nicht nur das Lesen/Anschauen fallen (ich vermute die Mehrzahl der Leute wird die meisten Bücher nicht mehrfach lesen), sondern auch das erneute Weiterverkaufen. Sprich: der Weiterverkauf dürfte auch nur ein einziges Mal erfolgen.

Und ganz ehrlich: auch wenn man einem Einzelnen nicht unterstellen kann, gerade er/sie würde einen Titel mehrfach weiterverkaufen oder nach Weiterverkauf selbst erneut/weiterhin konsumieren, so dürfte doch ein hinreichend großer Prozentsatz an Leuten dies tun um ungeschützten Weiterverkauf rein digitaler Medien problematisch zu machen. Dafür ist die "Geiz ist geil"-Mentalität (und der im Menschen eingebaute Egoismus) zu ausgeprägt.

Die einzige Lösung, die mir einfällt wäre DRM mit handelbaren (und für den Anwender ohne großen Aufwand übertragbaren) Lizenzen, was die Eigenschaften des Papierbuchmarktes (ein Exemplar, das bei der Weiterveräußerung herumgereicht wird) auf rein digitale Medien übertragen würde. Aber DRM ist leider auch für den Anwender unhandlich (die Software/das Gerät muss es unterstützen, die Lizenz muss aufgespielt werden, ...).
 
@FenFire: Und nur weil 70% aller Autofahrer sich nur sehr bedingt an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten, soll das Fahren im allgemeinen Verboten werden? Wie gesagt: Die PAUSCHALE Vorverurteilung, dass viele illegal handeln, ist (egal ob dem so ist oder nicht) die große Frechheit an der ganzen Angelegenheit.
 
@Kobold-HH: Wie ich schon schrieb, mir fiele DRM als Lösung ein.

Wäre wie so eine Art technischer Geschwindigkeitsbegrenzer in einem Auto.

Die es zwar auch nicht gibt - dafür aber gibt es sowohl dynamische (vor Ort von der Polizei für einen begrenzten Zeitraum aufgestellte und bediente) als auch automatisierte, dauerhaft installierte Verkehrsüberwachungsmaßnahmen incl. Registrierung der Fahrzeuge (Kfz-Kennzeichen, Halter).

Wenn Du also elektronische Medien so frei weiterverkaufen möchtest, wie Du Autofahren kannst, dann mit Registrierung und Überwachung :) Passt wohl weder Nutzern (unhandlich) wie Handel (aufwändig, hier müsste ja auch die leichte Übertragbarkeit geliefert werden, ausserdem natürlich auch wirtschaftliche Aspekte - lieber noch ein Original verkauft als einen Verkauf an den Gebrauchtmarkt verloren...) nicht.
 
@Kobold-HH: Nebenbei - ich kann mich dem nicht anschließen, dass hier eine Vorverurteilung stattfände. Eine Vorverurteilung wäre ja zunächst mal haltlos, ohne konkrete Indizien.

Zunächst mal wird hier gar kein Einzelner verdächtigt oder gar einer illegalen Tat beschuldigt.

Sondern es wird im Insgesamt davon ausgegangen, dass das Phänomen des "kaufe einfach, verkaufe mehrfach weiter und/oder nutze selbst weiter" hinreichend stark wäre, um den Primärmarkt in inakzeptablem Maße (das ist natürlich Ermessensfrage) zu schädigen. Das ist zunächst mal natürlich lediglich eine Annahme, solange es nicht ausprobiert wurde und konkrete Zahlen erhoben wurde. Allerdings denke ich, dass sie nicht haltlos ist, sondern es durchaus Indizien gibt: z.B. der rege illegale Tausch von Mediendateien, aus diesem lässt sich durchaus schlussfolgern, dass das Gefühl, dass für etwas, das sich superleicht kopieren und weiterverbreiten lässt, dennoch eine Gegenleistung (Bezahlung) an den Ersteller oder Händler zu erbringen ist, in einigen Teilen der Bevölkerung nicht sonderlich ausgeprägt ist.

Aber mal andes gefragt: Welche Vorgehensweise würdest Du Dir vorstellen? Den Handel erst mal erlauben, dann Ermittlungsmaßnahmen/Datenerhebungen durchführen, um eine Vorstellung des tatsächlichen Ausmaßes an Mehrfachweitergabe o.ä. zu bekommen, und dann ggf. verbieten / DRM vorschreiben / ...? Wie sollte das gemessen werden (wie bekäme man mit, wenn ich ein e-Book weiterverkaufe, jedoch eine Kopie behalte und es später selbst erneut läse), wären die privaten Weiterverkäufer mit Überwachung einverstanden, ...? Oder einfach laufen lassen nach dem Motto "etwas Schwund gibt's immer, ist doch egal ob manche sich zum Schaden der Autoren/Verlage bereichern, es ist schön für die Verbraucher"? Wie würdest Du die Interessen der Autoren/Verlage und der Verbraucher unter einen Hut bringen wollen, mit dem alle zufrieden sein können?
 
@FenFire: Eine gute Lösung ist es z.B. die Preise für eBooks soweit zu senken, dass sich jeder Kunde ein "Original" vom Verlag/Autor kauft, statt auf den "Gebrauchtmarkt" auszuweichen. So bekommt genau der seinen Lohn, der die Arbeit eigentlich gemacht hat. Und wenn man mal sieht, was ein gelesenes Buch bei eBay bringt, so scheint den Leuten ein Buch eben nicht so viel wert zu sein, wie der Verlag es von Leser verlangt.
 
@Kobold-HH: Ob das funktionieren würde? Denn der Händler/Verlag/Autor kann seinen Preis nicht beliebig senken, denn irgendwann würde er Verlust machen und somit sein Angebot einstellen müssen.

Der private Verkäufer hingegen hat kein aus Sachzwängen vorgegebenes unteres Preislimit - er hat keine Herstellungskosten, er hat lediglich ein bereits gelesenes e-Book (für das er zwar mal gezahlt hat, aber das tat er um es dann zu lesen, nicht um ein Handelsgut für den Weiterverkauf zu erhalten), und wenn er es nicht mehr lesen will (und somit keinen Anlass dazu hat, es zu behalten) ist es für ihn besser dafür selbst einen geringen Betrag zu erhalten als gar nichts. Er kann also den Händler immer unterbieten, ohne dabei Verlust zu machen. Also wird er es auch tun (er möchte es ja verkaufen, und würde er einen höheren Preis ansetzen als der Händler, dann würde der nächste Kunde ja nicht von ihm sondern vom Händler kaufen).

Das gilt zwar im Prinzip auch für papiergebundene Bücher. Aber bei rein digitalen Medien hat der neue Käufer keinerlei Anreiz mehr beim Händler zu kaufen, sofern ein Gebrauchtangebot (das wie eben ausgeführt den Händler stets unterbieten kann) vorliegt, denn die Ware ist ja mit der vom Händler angebotenen 100% identisch (es gibt nicht mal Abnutzungsspuren wie bei einem physischen Buch). Beim Papierbuch ist immerhin noch der Anreiz da, ein Buch in neuem Zustand zu erwerben.

Und obendrein ist da ja nach wie vor die Eigenschaft, dass ein Papierbuch sich zu einem gegebenen Zeitpunkt nur in einer Hand befinden kann, es also nicht beliebig kopierbar ist, und somit die Anzahl der insgesamt beim Verbraucher in Umlauf befindlichen Exemplare vom Handel/Autor/Verlag verkauft wurde. Wie willst Du diesen Punkt angehen? Auf die Ehrlichkeit der Verkäufer vertrauen (was ich persönlich für naiv hielte, auch wenn Du den gegenteiligen Fall für eine Pauschalverurteilung hältst)? Denn wer das e-Book vor dem Weiterverkauf beliebig vervielfältigt, kann jeden Preis eines Händlers erst recht unterbieten.
 
@FenFire: Es gibt bei eBooks aber auch keine Lagerhaltungskosten. Die Datei wird beliebig oft vom Rechteinhaber vervielfältigt. 1x Arbeit und danach wird aus dem Nichts eine Geldquelle. Aber diesen Preisvorteil will man ja partu nicht an den Kunden weitergeben. Deshalb greifen viele "Kunden" zur "Selbsthilfe", da sie nicht einsehen, dafür den selben Preis wie bei einem physischen Buch zu zahlen. Ich kann dies gut verstehen.
 
@Kobold-HH: Zwar 1x Kosten der Arbeit zur ursprünglichen Erstellung, aber danach fallen schon noch laufende Kosten an, die sich allerdings auf das Gesamtsortiment aufteilen (Personal, Miete, Server, ... da fällt schon eine Menge an). All diese Kosten wollen reingeholt werden (und etwas Gewinn sollte auch noch anfallen, Du möchtest mit Deiner Arbeit ja auch Deinen Wohlstand zu mehren und nicht gerade mal so über die Runden kommen).

Die Behauptung, dafür "den selben Preis wie bei einem physischen Buch" zu bezahlen, ist für mich nicht nachvollziehbar - die allermeisten e-Books sind günstiger als die Papierversionen (wenn Du das nicht glauben magst schau einfach was beispielsweise bei Amazon die Kindle-Edition im Vergleich zu den Papierausgaben kostet). Die Behauptung, man wolle Preisvorteil partou nicht an den Kunden weitergeben, ist somit ebenfalls nicht nachvollziehbar.

Wie nun natürlich die Gewinnspanne aussieht kann zumindest ich nicht beurteilen (sprich: wie hoch sind die Verkaufszahlen? Wird die Einsparung durch reduzierte Lagerhaltung und Herstellungskosten der physischen Ware komplett weitergegeben, oder steigern die Verlage ihren Gewinn? ...), ich schätze das ist auch von Buch zu Buch (Verkaufszahlen, Umfang/Ausstattung des physischen Buches) unterschiedlich. Letztendlich ist die Preisfestlegung der Verlage ja etwas, das zwar nach der Herstellung, aber vor dem Verkauf (tatsächliche Verkaufszahlen noch unbekannt) geschieht, sie müssen also auch vor dem Hintergrund von Erfahrungswerten und Erwartungen irgendwie "raten".
 
@FenFire: Solange die Buchpreisbindung in Deutschland aktiv ist, wird es NIE reale Preisunterschiede zwischen Papier und digitaler-Version geben. Egal, ob es "nur" ein Euro weniger ist, oder nicht. Und nur, damit man mich nicht missversteht: Ich bin auch der Meinung, dass gute Arbeit auch gut bezahlt werden sollte. Deshalb kaufe ich noch heute CDs im Original, statt einfach von Freunden die MP3s zu kopieren. Doch kann ich eine CD für 7,-€ (10,- mit Versandt) auch aus dem Ausland bestellen, statt im "Geizmarkt" 18,-€ zu bezahlen. Sogar Bücher kaufe ich mir, sofern ich diese haben will. Ich habe mir z.B. alle 10 Bände von "Game of Thrones" gekauft. Die letzten beiden habe ich jedoch nur als eBook gelesen. Die eBook-Version habe ich im Internet "gefunden". Die Lizenz zum lesen habe ich jedoch mit dem Buch erworben - Nur das Medium habe ich selbst verändert. (ohne Mehrkosten)
 
@Kobold-HH: Inwiefern spielt in Deinen Augen die Buchpreisbindung eine Rolle hinsichtlich des Preisunterschiedes zwischen Papierausgabe und e-Book-Ausgabe? Die Buchpreisbindung legt den Verkaufspreis pro Ausgabe fest - sprich, die Hardcoverausgabe hat einen für alle Händler verbindlichen Verkaufspreis, die Paperbackausgabe von vor 8 Jahren einen anderen, die überarbeitete Paperbackausgabe von vor 3 Jahren wiederum einen anderen, und die e-Book-Ausgabe nochmals einen anderen (und Ausgaben anderer Herausgeber haben wiederum ihre eigenen Preise). Wo siehst Du hierin ein Hindernis dafür, für die e-Book-Ausgabe einen von der Hardcoverausgabe deutlich unterschiedenen Preis festzulegen?
 
From hell sag ich nur....
 
In den USA gibt es auch (kleine) Anbieter, die einen Lizenztransfer zulassen (gegen Bearbeitungsgebuehr). Da ich im wesentlichen auf englisch lese, ist das zumindest fuer mich die beste Alternative. Hab grad im Kundenkonto nachgeschaut. Bin seit 15 Jahren Kunde (als eBooks noch am PC-Screen gelesen werden mussten), und habe insgesamt fast 1000$ dagelassen. Wesentlich besser angelegt als bei Amazon.
 
@JanKrohn: Genau so wäre/ist die Abbildung des Gebrauchtmarktes papiergebundener Bücher möglich - da das eigentliche Buch selbst beliebig vervielfältigt werden kann, muss mit einer an das Lesen gebundenen Lizenz gehandelt werden (man erwirbt beim "Kauf" digitaler Güter ja i.d.R. auch Nutzungsrechte, und nicht das immaterielle Gut selbst).

Damit hier aber ein echter Handel (der Verkauf ist mit einer Weitergabe verbunden) der "gebrauchten" Lizenz und nicht bloßes Vervielfältigen entsteht, muss eigentlich DRM ins Spiel kommen... das auch wieder niemand haben will, weil es unhandlich ist.

Wie sieht es denn bei diesen kleinen Anbietern aus, ich nehme an deren eBooks sind DRM-geschützt und die Lizenz ist an einen Account gebunden?
 
@FenFire: Genau, praktisch wie bei Amazon, inkl. proprietaeres Format, DRM und Accountbindung. Fuer eine Bearbeitungsgebuehr von $25 koennte ich eine Uebrtragung einer beliebiger Anzahl von Lizenzen von einem Account auf einen anderen durchfuehren. Lohnt sich also erst fuer teure eBooks, oder eine groessere Anzahl. Bisher hab ich keinen Gebrauch davon gemacht.
 
@JanKrohn: Oha, die Bearbeitungsgebühr in dieser Höhe klingt aber wie ein happiges Hindernis für einen florierenden Gebrauchtmarkt.
 
Ich darf alles tauschen oder verkaufen. Autos,Computer,Kleidung,Essen,Frauen... Warum keine Musik,Filme,Ebooks und Hörbücher ?!
 
@spacereiner: Um es ganz einfach zu sagen, die erstgenannten Dinge kann man nicht verbreiten. Wenn du etwas verkaufst, hast du es selber ja nicht mehr. Bei den anderen Sachen besteht diese Möglichkeit generell schon.
 
@Lastwebpage: Dann wird eben einfach eine Zentrale "Börse/Austasuchplattform" eingerichtet. Will man ein Buch verkaufen überträgt man die Lizenz über diese Börse die es dann dem neuen Inhaber zuschreibt und das DRM anpasst.
 
@Nero FX: Sowas gibt es ja schon, sogar ganz offiziell und gesetzlich abgesichert. ;)
Allerdings, auch in öffentlichen Bücherrein, mit Ausleihmöglichkeiten für eBooks über das Internet, ist jeweils nur ein Exemplar im Umlauf, wie bei normalen Büchern in eine Bücherei auch.
 
@Nero FX: Ja, die im Artikel genannten Gründe gegen einen Gebrauchthandel mit rein digitalen Medien würden entfallen, wenn es eine handelbare DRM-geschützte zur Nutzung erforderliche Lizenz gibt, die zu einer Zeit nur an einen Anwender (Account) gebunden ist.

DRM jedoch ist unhandlich (erforderliche Software, unterstützte Geräte, Übertragung der Lizenz), insb. wenn man eine vielfältige Infrastruktur nutzt (bei "allem aus einer Hand" ist das einfacher, bzw. wenn ein Anbieter wie z.B. Amazon für seine e-Books eine breite Unterstützung schafft). Und das Geschrei der Anwender bei DRM ist auch immer groß (z.B. "ich will das auf allen meinen Geräten nutzen, aber das DRM verhindert das").

Schon ein Dilemma... eine Handelbarkeit im Sinne von "wenn man es verkauft hat, dann besitzt man es selbst nicht mehr" wäre durch DRM machbar, aber letzteres will der User ja auch nicht (man erinnere sich an das Geschrei, als der digitale Musikhandel aufkam)... er will Handelbarkeit UND DRM-Freiheit... das Resultat wäre dann wohl tatsächlich wie von Herrn Sprang skizziert.

Der Fairness halber sei gesagt, dass auch die Produkte mit DRM derzeit i.d.R. keine Handelbarkeit mit sich brachten, vielleicht würde DRM besser akzeptiert werden, wenn die Händler zwar DRM verwenden, zugleich aber einen einfachen Weg zur Übertragung der Lizenz böten.
 
Wer sich das komplett durchlesen möchte (und Jura studiert hat, ich verstehe da nur die Hälfte, wenn überhaupt), dass ganze ist hier zu finden
http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/hamm/j2014/22_U_60_13_Urteil_20140515.html
 
Wie kann man etwas mit der Unterstellung einer Straftat begründen.
 
@Jens002: Das lese ich so nicht aus der Begruendung. Auch ein legaler Markt von gebrauchten eBook-Lizenzen waere ein Schlag fuer Verleger und Autoren. Stell Dir vor, ein Momox fuer eBooks zum Beispiel, wo einen Monat nach Erscheinen jedes Buch verfuergbar waere, billiger als bei Amazon.
 
"Welchen Grund gäbe es, das Original zu kaufen, wenn es eine riesige Auswahl identischer, aber günstigerer Kopien gibt?"

Die Frage beantwortet sich doch selber schon. Nicht Jeder ist bereicht Wucherpreise für gewisse Güter auszugeben. Also kauft man es entweder günstig, was seitens der Hersteller nicht angeboten wird, oder aber eben gar nicht. So einfach ist das.
 
@Awake: Die Frage war aber, welchen Grund es gaebe, ORIGINAL zu kaufen. Du hast Gruende nur fuer die Alternativen genannt. Fuer original keine Gruende? Genau so ist es. Darum diese Gerichtsentscheidung, die ich absolut nachvollziehen kann.
 
@JanKrohn: Ich persönlich habe eigentlich kein Interesse irgendjemand um sein berechtigtes Einkommen zu bringen. Ich habe auch kein Problem damit, wenn beim elektronischen Vertrieb kein Sekundärmarkt zustandekommt. Ich habe auch ein Steam-Konto, die Spiele kann ich auch nicht wieder verkaufen. Aber, und da kommt der ganz grosse Unterschied, bei Steam habe ich keine Preisbindung, ich kann ich das Spiel immer wieder bei Sonderaktionen mit einem hohen Rabatt kaufen, wodurch der nicht mögliche Wiederverkauf kompensiert wird. Der Verkäufer muss damit nicht einmal schlechter fahren, da die Vertriebskosten auch grösstenteils wegfallen. Gerade beim ebook jedoch gibt es keinerlei Ausgleich sowohl für den Wegfall des Sekundärmarkts als auch der geringeren Vertriebskosten. Genau dafür macht sich der Börsenverein stark, Preisbindung auch beim ebook: http://www.boersenverein.de/de/portal/Preisbindung/158315 - Wobei wir wieder bei meinem persönlichen Verhalten sind, ich kaufe mir das ebook dann halt englischsprachig von einem internationalen Vertrieb. Legal, aber oft zu einem Bruchteil des deutschen Preises, falls mir dieser nicht angemessen erscheint. Was in letzter Zeit immer häufiger passiert, manche Verlage scheinen hier in D in einer eigenen preislichen Realität zu leben. Entweder die Geschäftsmodelle werden der Globalisierung ebenso angepasst wie unsere Gehälter, oder das Geschäftsmodell wird nicht auf Dauer überleben, da helfen auch solche Rückzugsgefechte vor Gericht und viel Lobbyarbeit nicht weiter.
 
@JanKrohn: Ja, und so lange diese Entscheidung den Menschen nicht zwingt gegen seinen Willen ORIGINALE zu kaufen auch gleichzeitig nonsense denn Wucherpreis ist Wucherpreis und nicht jeder ist bereit diesen für ein ORIGINAL auszugeben, zudem günstige Kopien ja nicht unbedingt gleich schlechter sein müssen wie man bei Handelsüblichen Waren auch sieht. ;)

Daher ist das einzige Argument das ich dahingehen akzeptieren kann die unkontrollierte Vervielfältigung sprich mehrfaches Wiederverkaufen, was verglichen mit materiellen Gütern Betrug wäre da man diese auch nicht mehrfach weiterverkaufen kann.

Aber mit dem Urteil den Kauf von ORIGINALEN zu fördern, zumal im Artikel selber auch noch die ausgesagt wird dass digitale Kopien nicht "schlecht" werden, gilt einzig und allein der Industrie und deren Einnahmequellen, denn wenn das allen ernstes im Sinne des Kunden sein soll teils übertriebene Preise (und das gilt auch für materielle Güter) für Dinge zu bezahlen die in seinen Augen bei weitem nicht so viel Wert sind wie die Urheber manchmal denken na dann gute Nacht!!!!!
 
drum kaufe ich umweltsau nur die papierausgaben und scanne die notfalls ein...denn dafür hab ich ja schließlich bezahlt...
 
@Rulf: Und warum genau tust Du das...? Weil Du das Buch weiterverkaufen (Papierausgabe) und gleichzeitig behalten (Scan) willst? Oder willst Du die Scans verkaufen (falls die jemand haben will)?

Damit unterstützt Du die Argumentation von Herrn Sprang - wenn der Anwender beliebig vervielfältigen kann, dann wird ein einmal gekauftes Original zigmal weiterverbreitet. Womit der Originalmarkt ausgehungert wird. Nun beschreibst Du einen hohen Aufwand zum Kopieren - nun malen wir uns mal aus wie verbreitet das Phänomen würde, wenn es den Anwender nicht mehr als einen Mausklick kosten würde.
 
Das zeigt mal wieder wie stark die Lobbyisten in unserem Land sind. Die Bedürfnisse der kunden werden solange mit fußen getreten, bis man sich die rechte irgendwann mühsam erkämpft hat. eine Schande für Rechtsprechung.
 
@ITkrates: Naja, die Argumentation von Herrn Sprang ist schon auch nachvollziehbar. Würdest Du unter hohem Aufwand ein Produkt herstellen, das Dir dann aber nur wenige abkaufen (Du folglich auch keine Einnahmen hast), diese wenigen es dann aber kostenfrei beliebig vervielfältigen und günstiger als Du (sie hatten ja im Gegensatz zu Dir keine Kosten zur Herstellung, sondern zahlten nur den einmaligen Betrag zum Erwerb von Dir) an viele weitere Konsumenten abgeben?

Um Gebrauchthandel mit dem Primärmarkt in Einklang zu bringen, müsste die Eigenschaft "wenn an jemand anderen verkauft, dann von einem selbst nicht mehr nutzbar" wie bei papiergebundenen Büchern herstellen. Also müsste überall DRM drauf. Will auch keiner haben (wobei derzeitige DRM-Lösungen i.d.R. keine Möglichkeit zur Übertragung der Lizenz an andere beinhalten, vielleicht stiege die Akzeptanz wenn eine solche bestünde).
 
Tja, damit werde ich dann auf (gekaufte) eBooks erst recht verzichten. (und MP3, Video ...) - wenn ich es nicht viel billiger bekomme als das physische Medium und es dann bei nichtgefallen auch noch behalten MUSS (weil ich es ja weder verschenken noch verkaufen, ja nichtmal verleihen kann).

Und nein, die Beschreibung (danach waren viele Bücher interessant, aber total schlechter Schreibstil) oder Trailer (sind meist eh schon das beste am Film) hilft auch nicht wirklich, um Schrott zu vermeiden.
 
Ist doch ganz einfach: Was ich nicht weiterverkaufen kann kaufe ich nicht! Prinzipien FTW :)
 
@Themis: Also ich kaufe nichts ein mit dem Sinn es weiter zu verkaufen. Alle meine Käufe behalte ich, bis sie kaputt sind.
 
@knirps: Ich auch nicht. Aber das habe ich ja auch nirgends geschrieben...
 
@Themis: Wenn man ein solches Prinzip hat, darf man zumindest davon ausgehen ^^
 
@knirps: Ja könnte man muss man aber nicht :)

Das Problem dabei ist, dass ich mir als Kunde immer mehr verarscht vorkomme nur weil irgendeine Lobby das Wort Besitz/Eigentum durch Nutzungsrecht ersetzt hat und einem gleichzeitig die Hälfte der Rechte entzogen hat aber trotzdem verlangt dass man den selben Preis wie früher bezahlen soll.
 
@Themis: Also ich verkaufe Bücher gerne Weiter wenn ich sie gelesen habe. Die Wenigsten Bücher lese ich ein zweitesmal
 
@Themis: Man muss sich aber auch mal die Mühe machen wie die eigenen Interessen wären, wenn man denn selber Produzent und/oder Autor wäre. Und da sollte man objektiv zugestehen das ein Weiterverkauf von digitalen Büchern mich nicht daran hindert einfach eine Datei zu duplizieren.
Eine CD mit Kopierschutz darfst du auch nicht umgehen. Das steht über dem Recht der Privatkopie. (Deutsches Recht).
Edit: Sorry, ein Teil meiner Antwort war gar nicht an dich gerichtet gewesen, ich habe dich verwechselt.
 
@knirps: Genau diese Mühe muss ich mir eben nicht machen! :)

Ein Verkäufer gibt eine Willenserklärung ab, dass er ein Produkt zu bestimmten Konditionen verkaufen will und der Käufer gibt - wenn er denn mit den Konditionen einverstanden ist - eine Willenserklärung zum Kauf ab oder halt auch nicht. Erst danach kommt ein (Kauf-)Vertrag zustande.

Der Händler will also genauso viel von mir wie ich von ihm und wenn mir das Angebot nicht passt dann lass ich es eben bleiben und wenn es den Händler nicht interessiert, dass ich das Recht haben will ein gekauftes Produkt weiter zu verkaufen braucht es mich auch nicht zu interessieren welche Interessen er hat.

Die Sache mit dem Duplikat könnte zwar ein (schwaches) Argument sein, aber da die meisten Ebooks mit DRM zugeknallt sind (und somit sowieso keine Kopie möglich ist) dürfte es kein Thema sein beim Verkauf das Alte unwiederbringlich zu löschen und über die Geschichte mit den Privatkopien und dem Kopierschutz (es steht übrigens keines über dem anderen!) diskutieren ich nicht, da das mitunter das Schwachsinnigste ist, was unser sogenannter demokratischer Rechtsstaat je hervorgebracht hat. Und auch hier kann man wieder sagen: Lobbyarbeit sei Dank! -.-
 
@Themis: Du hast aber nicht das Recht ein Produkt zu benutzen, was du nicht rechtmäßig erworben hast. Dieses Recht hast du nicht.
DRM ist kein wirklich schwerer Schutz und kann sehr leicht ausgehebelt werden. Lustiger weise kann DRM sogar legal ausgehebelt werden ohne nach Deutschem Recht etwas strafbares zu tun, im Rahmen der Sicherheitskopie.
Das wird auch der Grund des Urteils sein. Die Möglichkeiten für eine solche Kopie sind zu einfach und das vertrauen in den Verkäufer eines "gebrauchten" ebooks, dieses dann auch für sich unwiderruflich zu löschen, kann man wohl gegen null einstufen.
 
@knirps: Ich habe nichts von rechtmäßiger oder unrechtmäßiger Nutzung geschrieben! Du interpretierst zu viel :)

Rein rechtlich gesehen ist DRM immer wirksam und es für eine Sicherheitskopie auszuhebeln ist soweit ich weiß auch nicht gestattet zumindest nicht wenn in letzter Zeit die Gesetze dazu nicht geändert wurden. (Eine Audiodatei über den Loopback von der Soundkarte zu "kopieren" ist keine Sicherheitskopie da die ursprünglichen Daten dadurch verändert werden!)

Am Schlimmsten finde ich hier übrigens, dass anscheinend nicht geprüft worden ist ob die AGB überhaupt Rechtmäßig ist sondern einfach nur ob der Händler dort reinschreiben kann was er will!
 
@deischatten: Hab noch nie ein Buch weiterverkauft. Mag ich es, behalt ich es. Mag ich es nicht (mehr), frag ich im Freundeskreis rum, ob es jemand haben will. Wenn nicht, landet es im Bücherschrank, oder als Spende in ner Bücherei.
 
Brauch sich jetzt kein Verlag wundern wenn die Leute die eBooks illegal besorgen.
Bei einem Buch mit 500Seiten kann ich durchaus nachvollziehen das da einige kosten auf den Verlag zu kommen, vorallem wenn man das Buch über Jahre hinweg im Sortiment halten möchte. Mann muss die Sachen ja alle Lagern und soweiter. Bei nem ebook bekommst auf eine HDD für 100€ wahrscheinlich millionen Bücher druff. Das macht die Lagerung deutlich einfacher.
Mit solchen Urteilen schießt man sich nur selber ab und versaut sich den Ruf.
 
Dann _VERBILLIGT_ den Mist endlich! Ich habe auf meinem Kindle innerhalb von 1 Jahr 179 Bücher angeschafft. Klingt teuer, wars aber nicht da 95% Englisch! Ich sehs nämlich nicht ein, denselben Preis für so nen eingeschränkten Mist zu bezahlen. Deutsche Ebooks kosten fast immer soviel wies normale Buch, teilweise mit Abschlägen in Cent Beträgen, desweiteren bleiben wegen Buchpreisbindung die Preise immer gleich. Bücher von 2009 kosten immer noch 19.99, das Ebook kostet 18.99! Englisch, voila. 6.49€! Bin ich bescheuert? Kauft euren Mist alleine!
 
Hier wird der Gleichheits-Satz total zerrissen !!!
Plötzlich sind alle Grün !!!
Die hellgrünen nach vorne die dunkelgrünen nach hinten !!!

Wenn ich etwas erwerde und es Physikalisch auch besitze dann muss ich es auch verkaufen können und dazu gehört selbstverständlich alles was digital oder Ananlog auf irgend einen Träger gespeichert werden kann.
Ohne wenn oder aber !!!!!!!!!!!
Richter sollten einmal Ihren Kopf benutzen und nicht Ihre Hände und Ihren Nutzen zu zählen.
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