Microsoft-Lobby bremst in Chile Gesetz zum Open Source-Einsatz aus

Am Beispiel von Chile zeigt sich aktuell, wie die Lobbyisten von Microsoft ihrem Unternehmen die Konkurrenz aus dem Open Source-Lager vom Hals halten und sicherstellen, dass die lukrativen Aufträge aus der öffentlichen Hand nicht eines Tages ... mehr... Microsoft, Gebäude, Headquarter Bildquelle: Microsoft Microsoft, Redmond, Campus Microsoft, Redmond, Campus

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Und so werden weiter sinnlos Steuergelder verpulvert...
 
und es gibt echt noch leute die ms verteidigen. ms ist einfach die pest.
 
Open Source Schrott hat in der öffentlichen Verwaltung nichts verloren. Gefeiert wird es doch nur weil es kostenlos ist. Als Privat-User nutze ich es auch, weil mir die Funktionen ausreichen. Aber muss man gleich übertreiben und Open Source überall durchsetzen?
Nur weil irgendein Nerd, der zu viel zeit hat, gerne an Open Sou. Software herumschraubt, müssen die Beamten sich auch nicht damit beschäftigen.
 
@gola: "@gola: Bitte markiere Ironie als solche!"
 
@gola: Wenn man keine Ahnung hat...
 
@gola: Herr OB Dieter Reiter! Jetzt wurden sie entlarvt!
 
@gola: Mein Mitleid diese Woche ist fast aufgebraucht...aber du bekommst noch etwas.
 
@gola: "Der südamerikanische Staat gibt derzeit rund 2 Milliarden Euro im Jahr für Software-Lizenzen aus."
Glaubst du wirklich, dass sich damit nicht eine Linux-Distribution sammt zugehörtiger Software auf exakt die benötigten Bedürfnisse anpassen lässt?
Für das Geld kann man 8000 Programmierer auf das Projekt ansetzen.
 
Was mich wirklich Empört, ist das sowas überhaupt möglich ist!
Nicht das MS "Überzeugungsarbeit" leistet (machen alle), sondern das Politiker gegen die Interesse ihres Landes handeln (auch in D.), Leichtfertig, Undurchdacht, fahrlässig, sich vorgekaute Wirtschaft Sichtweisen als einzige Wahrheit akzeptieren und diese unkontrolliert in Gesetze gießen zum Wohle dieser Wirtschaft.
Die Grundlage eines Staates ist seine Unabhängigkeit, die haben die Chilenischen Politiker verkauft.
 
@Kribs: Das Problem ist das ganze System der "Demokratie" - die Kasper da oben werden für x Jahre gewählt und haben dann komplette Narrenfreiheit. Von nichteingehaltenen Wahlversprechen mal gar nicht zu reden. Sowas dürfte eigentlich nicht sein, ist aber leider die Regel.
 
@dodnet: Im Grund hast du Recht, obwohl es bei Wahlversprechen "Ausnahmetatbestände" gibt (z.B. Wenn man kein Geld hat sollte man auch keins ausgeben, hält sich auch keiner dran).
In D. herrscht nach meiner Demokratischen Auffassung eine "Parteiendiktatur" ohne Demokratische Legitimation (Fehlendes Wahlgesetz, durch BVG aufgehoben).
Zu einer Demokratie gehört die die reckte Mitbestimmung (Volks Abstimmung), inklusive der Möglichkeit ineffektive, unfähige Politiker abzuwählen und ein Strafrecht das Grob fahrlässige und vorsätzlich handelnde Politiker bestraft/zu Verantwortung zieht!
 
@Kribs: Microsoft hat OpenSource schon immer ausgebremst. Man sponsort und unterstützt zwar, aber nur bis zu einer gewissen Grenze.
Und mal ehrlich: wer sägt schon den Ast ab auf dem er sitzt?
Erstaunlich finde ich aber am Fall Chile dass man ein Gesetz quasi für MS etablieren kann.
das stinkt geradezu nach Korruption - ach halt; das nennt man ja neudeutsch Lobbyismus.
 
@LastFrontier: Das hat doch nichts mit Korruption zu tun.

Microsoft hat bestimmt nur kostenlose Produktproben für die Parlamentsmitglieder bereit gestellt, sodass sich alle selbst davon überzeugen konnten, dass die Produkte einfach die Besseren sind :0)
 
@dognose: Du kannst es auch Bestechen, Schmieren oder sonst was nennen - bleibt das selbe ;-)
 
Chilenische Version von House of Cards.
 
Warum faktisch blockiert? Die können immer noch Opensource-Alternativen prüfen, hindert die ja niemand dran.
 
Lobby Arbeiten hatten schon immer ein Ruf, der besten Fall anrüchig ist. Dennoch sollte man bei aller Kritik bedenken, dass nicht alles gleich schlecht sein muss. Indem Fall verurteile ich nicht die Lobbyisten, sondern die Politiker.

Persönlich möchte ich hier noch anmerken, ich finde es nicht gerade sachlich und objektiv, wenn einem suggeriert wird, dass proprietäre Software etwas Schlechtes ist, oder grundsätzlich die schlechtere Lösung darstellt. Ob Open Source, oder eine andere Lösung muss immer individuell entschieden werden.

Ich hebe hier explizit hervor, mir geht es nicht um den Kindergarten Streit, MS vs. Open Source und lasse mich gleich vorweg auf keine Windmühle Diskussion ein. Es soll nur meine persönliche Meinung darstellen die NICHT jedem hier entsprechen muss.

Traurig, aber leider notwendig, dass es hier solche Rechtfertigungen braucht ..... (wer es nicht glaubt, wird schon bald die Bestätigung nachlesen können)
 
München lässt grüßen... ;)
 
Umsatz ++
Akzeptanz --

Und irgendwann muss M$ wieder Geld für Sinnlose Imagekampagnen raushauen, die sie ohne diesen Mist nicht bräuchten...
 
Aha, die Leute die den kommerziellen Quasi-Standard unterstützen sind Lobbyisten und die, die die Open Source Ideologie unterstützen, sind Freiheitskämpfer... könnte man mit ein wenig Sarkasmus auch umdrehen.
 
Geht es hier jetzt um Open Source oder kostenlos? Seit wann ist das das gleiche? Ansonsten wäre im konkreten Fall höchstens einer "gekauft", was hier ja schon wieder unterstellt wird. Aber warum haben die gleichen Leute vorher für das andere Gesetz gestimmt? Das Problem ist hier nicht die Lobbyarbeit, sondern daß die Leute, die hier abgestimmt haben, sich überhaupt nicht über das Thema informiert haben.
 
@wolftarkin: Na dass die Abgeordneten keine Ahnung haben ist ja nichts neues, dafür braucht man auch nicht erst nach Südamerika zu schauen^^ #Neuland
 
Vermutlich wissen die gar nicht, worüber die da genau abgestimmt haben...
 
@der_ingo: Stimmt, schon erstaunlich, zuerst stimmen sie, sogar mit riesiger Mehrheit für das Eine, und kurz danach für genau das Gegenteil. Ich denke auch, daß die zu dem, was sie da abstimmen sollten, nur Suaheli verstanden haben. Sonst wäre das kaum passiert. Aber, stop, nein, Microsoft hat ja kräftig geschmiert, wie hier einige schon wieder ganz sicher sind.
 
Ein Weg in die richtige Richtung. Open Source ist doch nur eine Farce - jeder Entwickler, der gute Arbeit macht, will irgendwie bezahlt werden.

Wie viele Leute gibt es, die kostenlos den Müll auf der Straße aufsammeln? Oder fremden Menschen wie dir dein Auto putzen? Oder ein Auto zusammenbauen und herschenken? Keine.

Apple "schenkt" ja jetzt OS X auch her - das funktioniert aber exakt wie bei Google: Das Betriebssystem dient dazu, Kunden zu binden und Online Services nutzen zu lassen (Google) bzw. noch mehr Hardware zu kaufen (Apple).

Und jetzt ratet mal, wie viele RedHat- oder Ubuntu-Entwickler kein Gehalt bekommen? Oder gar die Kernel-Hacker unter Torvalds? Auch wieder richtig - kein einziger macht das gratis. Und wenn ich die zahlen noch richtig im Kopf habe, dann ist deren Verdienst knapp unter dem eines Piloten - wir reden hier von 6-8k pro Monat!

Das System funktioniert nur, weil nicht jeder ausschließlich Open Source Software verwendet und nichts dafür bezahlt. Red Hat verdient zig Millionen mit Schulungen und kostenpflichtiger Software und vor allem kostenpflichtigen Wartungs-Verträgen.

Im Endefekt ist das kostenlose Linux (jede Variante) nichts anderes, als die kostenlose Mini-Version von Avast. Sie dient nur dazu, naive Privatanwender anzulocken ("cool, das ist gratis - das empfehl ich doch gleich weiter") und so zu Firmenkunden zu kommen, die sehr wohl Millionen dafür ausgeben, um alles mit Linux auszustatten.

Jedes Unternehmen ist verpflichtet, Umsatz und Gewinn zu erwirtschaften. Zu glauben, dass die Unternehmen hinter Open Source-Software (Google, Red Hat, Ubuntu, IBM, Oracle...) Wohltätigkeitsorganisationen sind, ist ein großer Fehler!
 
@Hans3: Jein. Das was Du beschreibst, ist Open Source nach "moderner" Auffassung.

"Open Source" beschreibt aber nur, daß man den Quellcode freigibt. Wenn Microsoft irgendwo eine Windowsplattform ausrollt und mit denen ein NDA abschließt, daß sie sich das anpassen dürfen, dann ist das in diesem Kontext ebenfalls Open Source.

Modernes Open Source benötigt Support. ECHTES Open Source benötigt keinen, das ist da inhärent, weil das Unternehmen sich die Software selber anpassen DARF und sogar MUß.

Open Source hätte damit an dieser Stelle den Vorteil, daß man bestimmte Anforderungen, die Chile so hat, problemlos implementieren könnte (was ohne den Quellcode nicht gehen würde). Wenn das aber kein echtes Problem darstellt, dann nimmt man auch kein Open Source, weil es einfach teurer und aufwendiger ist (man muß es selber warten/supporten), als Closed Source (das macht der Hersteller für einen).
 
@RalphS: Ja, da hast du natürlich Recht. Ich habe es absichtlich etwas zu überspitzt ausgedrückt, aber ich finde in diese Richtung geht es...
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