DGB-Chef: Neue Share-Economy-Dienste sind "moderne Sklaverei"

Die so genannte Share-Economy bietet keineswegs nur innovative Ideen für die vernetzte Welt, sondern häufig auch einen Rückfall bei den Errungenschaften hinsichtlich von Arbeitnehmerrechten. Darauf hat der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes ... mehr... Filesharing, Keyboard, Share Bildquelle: Niklas Wikström / Flickr Filesharing, Keyboard, Share Filesharing, Keyboard, Share Niklas Wikström / Flickr

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Als "moderne Sklaverei" seh ich aber ganz andere Dinge... Stichwort Arbeitsvermittlung / Zeitarbeit
 
@Slurp: Der Zwang zu Arbeiten überhaupt ist Sklaverei. Die zum Teil noch gesellschaftliche Ansicht wer nicht Arbeitet der soll nicht essen zwingt Menschen Dinge zu tun, die sie nicht tun wollen, damit sie überhaupt ein Existenzminimum vorweisen können oder das Recht haben sich dies staatlich unterstützend auszahlen zu lassen.
Unser ganzes System ist, eine nicht mehr so moderne, Sklaverei.
 
@knirps: Seh ich anders...warum sollte jemand die Leistungen und Produkte ohne Gegenwert von jemand anderem in Anspruch nehmen dürfen? Wo ist da die Grenze?

Das einzige Problematische das ich sehe, sind so dämliche Dinge wie die Grundstücksteuer usw. Wenn jemand sich ein Grundstück kauft und dort Selbstversorger sein möchte und mit der restlichen Wirtschaft/Gesellschaft nichts zu tun haben will, der soll das auch tun können! Hier gibt es nur das Problem, dass man ja schon jedes Jahr eine Abgabe leisten muss, weil sonst die Enteignung droht. Fängt schon beim Bebauen des Grundstücks an, dass man nicht mal das hinsetzen darf, was man will, weil "es nicht dem Stadtbild entspricht".

Aber falls jemand sich das neue iPhone und ein 60" TV kaufen will, dann muss er auch entsprechend einen Gegenwert dafür erbringen können ;)
 
@bigspid: "Seh ich anders...warum sollte jemand die Leistungen und Produkte ohne Gegenwert von jemand anderem in Anspruch nehmen dürfen? Wo ist da die Grenze?"

Problematisch ist hier aber dass es keine alternativen zu den Leistungen und Produkten gibt. Oder kennst Du ein Stück freies Land wo du tun und lassen kannst was du willst ohne Dich deswegen schlecht fühlen zu müssen weil Du kein Geld verdienst mit dem Du Leistungen und Produkte anderer in Anspruch nehmen kannst?

Bei iPhone und 60" TV stimm ich Dir sicherlich zu, das Problem beginnt aber schon beim Essen und Wohnen, selbst das Grundstück - Grundstücksteuer hin oder her - will verdient sein.
 
@Awake: Ja klar, das stimmt natürlich. Irgendwie muss man erst an den Punkt kommen können.

edit: haha danke für das Minus...hab hier zwar meinem Vorredner nur zugestimmt, aber bin grad wohl auf der Community-Blacklist gelandet, wegen unbeliebter Meinung :D
 
@bigspid: Du hast den Begriff "Existenzminimum" verstanden?
 
@knirps: Existenzminimum hin oder her, es soll ja keiner verhungern oder erfrieren (wäre ja gegen die "Menschenwürde"), aber der sollte, sofern möglich (!) dafür wenigstens versuchen wieder auf die eigenen Beine zu kommen. Es ist nämlich auch gegen die Würde (der arbeitenden Bevölkerung), den ewig durchfüttern zu müssen. Wer sich so weit außerhalb der Gesellschaft positioniert, dass er meint Arbeit wäre nichts für ihn, der sollte auch so konsequent sein auf die Unterstützung ebendieser Gesellschaft zu verzichten.
 
@rallef: Sehe ich anders es muss erstmal wieder möglich sein mit vielene arbeitsplätzen ein Gehalt zu Verdienen von dem man seine fixkostetn Decken kann ich zb arbeite in einer elektromontage Werstatt nur der Verdienst ist so gering das ich ergänzed sozial Leistungen brauche um über die Runden zu kommen (mini Job). Und ich arbeite auch 40 Std die Woche und wenns sonderzahlungen gibt wie urlaubs oder Weichnachts Geld davon habe ich nichts weil es der staat einzieht.
 
@timeghost2012: Anstatt zu meckern dass der Staat seinen Teil zurückfordert, solltest Du Dich freuen (oder wenigstens zur Kenntnis nehmen), dass er Dich zusätzlich unterstützt hat.

Aber ich gebe Dir Recht, der Lohn sollte angemessen sein.
 
@rallef: eben und dazu müssen die mini und 1 euro jobs weg bzw es müsste wieder ab dem ersten euro versteuert werden, dann stellen die betriebe wenn sie nich alle abhauen zumindest wieder zu vernüftigen konditionen ein. Dazu sollten sie verpflichtet werden aber dazu wirds bei unserer Regierung ich hab meinen stimmzettel ungültig gemacht nicht kommen. Und bevor ich anteilig alle wähle mach ich den ungültig weil im mom taugt keine Partei etwas.
 
@bigspid: Sehr gute Idee die Grundstückssteuer abzuschaffen - die Vermögenden haben ja noch nicht genug Geld ^^
 
@dodnet: Nicht nur vermögende verfügen über ein eigenes Stück Land. Grundstück heißt nicht gleich ein Gebiet was eine eigene Postleitzahl bekommt.
 
@knirps: Nein, aber Vermögende haben i.d.R. größere Grundstücke und profitieren entsprechend mehr davon. Wieviele Geringverdiener haben denn eigene Grundstücke?
 
@dodnet: Gibt ja genug die was erben oder eines kaufen. Besonders in ländlichen Regionen ist ein Grundstück erschwinglich. Da bekommt man auch ein Haus mit etwas Land für unter 100k.
...Erben...das bringt mich gleich zu den nächsten No-Gos...Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer usw...
 
@bigspid: Eine Abschaffung all der Steuern, die du eben aufzählst, würde vor allem den Reichen in die Hände spielen.
 
@bigspid: Ackerland ist in manchen Regionen teurer wie Bauland - BioSprit und Bio-Gasanlagen machens möglich.
 
@knirps: Wer zwingt dich denn zu arbeiten? ;D
 
@dodnet: Das System
 
@knirps: Du kannst auch auf der Straße leben und betteln gehen - niemand zwingt dich.
 
@dodnet: Auf der Straße leben und betteln entspricht nicht dem Existenzminimum.
 
@knirps: Du willst also fürs Nichtstun ordentlich leben? Tja, das geht halt nicht (oder nur durch Lotto oder ähnliches). Geht übrigens nirgendwo auf der Welt - ein Tier, welches zu faul zum Jagen ist, verhungert auch ;)
 
@dodnet: Ich möchte leben ohne das dem eine Bedingung vorausgesetzt ist. Auf der Strasse sitzen hat nichts mit einem Leben zu tun.
 
@knirps: Nein, das was du willst ist der scheinbar der beliebte "bezahlte Urlauber". Wir haben heutzutage Freiheiten, von denen man vor Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten nur träumen konnte. Und trotzdem sind die Menschen nie zufrieden.
 
@dodnet: "ein Tier, welches zu faul zum Jagen ist, verhungert auch" -> erzähl das mal meiner Hauskatze... ;-)
 
@knirps: Dann müsstest du die Weltbevölkerung so auf 20 mio reduzieren - dann klappt das wieder mit den Jägern und Sammlern.
Im übrigen ist es dank Hartz IV relativ einfach sich diesem System auf Kosten des Staates zu entziehen.
Dazu benötigts aber einen Gewissen Intelligenzgrad, Wissens und etwas krimineller Energie um dieses System mit seinen eigenen Waffen und Möglichkeiten zu schlagen.
Neben der Grundversorgung (392.-€) gibt es auch angemessenen Wohnraum. Ansonsten kannst du zusätzlich knapp 200.-€ Steuerfrei und legal dazu verdienen (sogar ein Auto darfst du behalten), Flaschen sammeln, Gelegenheitsjobs (natürlich schwarz) erledigen, Stiftungen und caritative Einrichtungen Nutzen etc. und natürlich bei Jobangeboten blöde stellen (ignorieren ist nicht, da sonst Leistungsverweigerung).
Machen musst du aber immer was - sogar als Selbsversorger.
 
@LastFrontier: In der Zeit wo Menschen immer mehr aber Arbeit immer weniger von Menschen gemacht wird, bedarf es ein Umdenken.
 
@knirps: Da gebe ich dir durchaus Recht. Nur dazu muss das soziale Gefüge komplett ungekrempelt werden.
Dazu gehört dann aber auch, dass jeder Recht auf Beschäftigung hat; und sei sie noch so bescheuert (siehe DDR).
Zumindest bräuchte es ein System, bei dem jeder seinen Beitrag für die Gesellschaft bringt und nicht ein paar als Leistungsträger fungieren und der Rest schmuggelt sich irgendwie durch.
 
@LastFrontier: Da gehen unsere Meinungen auseinander. Ich habe kein Problem mit dem Recht auf Beschäftigung, ich denke aber es muss auch das Recht auf Arbeitslosigkeit geben.
Ich stelle mir das in etwas so vor: Jeder ist die ersten 25 Jahre des lebens Bildungsverpflichtet. Schule, Ausbildung/Studium/Berufsqualifizierung. Wer, aus welchen Gründen auch immer, sich ab 25 entscheidet kein (weiteres) Berufsleben einzuschlagen, sollte mit einem bedingungslosen Existenzminimum versorgt werden.
 
@knirps: Keine Leistung ohne Gegenleistung.
Du kannst nicht erwarten dass jemand auf Kosten anderer lebt und einfach so mitgeschleppt wird ohne dass er was dafür tut.
Und wie bereits erwähnt hast du hier in D die Möglichkeit dank Hartz IV diesen Weg zu gehen.
Existenzminimum heisst tatsächlich dir nur eine Grundexistenz zu sichern die natürlich mit Abstrichen verbunden ist. Du musst halt erst mal jede menge Formulare ausfüllen und dich ab und zu mal melden.
Aber selbst dazu sind etliche noch zu blöde oder einfach zu faul.
Niemand in diesem Lande muss hungern oder auf der Strasse leben.
Es steht dir aber jederzeit frei nicht zu arbeiten und die Schwächen dieses Systemes auszunutzen. Du musst nur Konsequent genug dazu sein.
Das bist du aber nicht.
 
Ich muss ganz ehrlich zugestehen das es in Deutschland sehr unattraktiv ist zu arbeiten. Diese ganzen Schein-Sicherheitsmechanismen um selbstständig arbeiten zu können oder dürfen hindern die meisten doch daran es zu tun. Jeden Mist muss man anmelden, selbstständiges Arbeiten ist in DE gar nicht möglich, da man sich dem Staat ständig rechtfertigen muss. Eine Genehmigung hier, ein Gewerbeschein da, bestimmte Lizenzen hier.
Es fehlt in DE irgendwie das "Einfach loslegen" Prinzip. Es ist der Staat, die Gesetzgebung die Selbstständigkeit für viele zum Hindernis macht.
 
@knirps: Komisch, ich dachte, dass die meisten in der EU selbstständigen Kleinbetriebe aus Deutschland kommen.
 
@HerrAnleiter: Und wo soll da der Zusammenhang sein? DE hat auch die meisten Einwohner der EU. Der Punkt ist, es könnten viel mehr sein wenn das System nicht so bremsen würde.
 
@knirps: Wenn du als Selbstständiger ausschließlich für ein Unternehmen arbeitest, dann bist du Scheinselbstständig und aus gutem Grund ist das nicht zulässig. Aus eigenem Interesse solltest du froh sein, dass es so ein Schutzmechanismus hierzulande gibt. Es ist nämöich als Unternehmer sehr viel günstiger Scheinselbstständige arbeiten zu lassen als Mitarbeiter.
 
@klarso: Dieser "Schutzmechanismus" halten viele davon ab.
 
@knirps: dich vielleicht.
 
@knirps:
Von welchen Schein-Sicherheitsmechanismen sprichst du? Sprichst du aus eigenen Erfahrungen in dem Bereich?

Als Mitbegründer eines Familienunternehmens mit Geschäftskontakten/-abwicklungen innerhalb und außerhalb der EU hab ich nicht mehr machen müssen, als das Gewerbe anzumelden, den Wisch vom Finanzamt auszufüllen und jährlich die Steuererklärung abzugeben. Das ist das zweite Unternehmen an dem ich bei der Gründung beteiligt bin und großen Hindernisse habe ich keine erlebt. Der Aufwand für/durch den Staat ist immer um ein vielfaches geringer gewesen, als die Vorbereitung für die Gründung des Unternehmens (Planung, Aufbau der Kontakte, Büro/Lager organisieren usw.) Wenn es um die Steuererklärung geht, ohne saubere Buchhaltung, ist (meiner Erfahrung nach) das Unternehmen ohnehin nach wenigen Monaten im Fortbestand bedroht.
 
@bigspid: Warum überhaupt ein Gewerbe anmelden?
 
@knirps: Dass man irgendwo auch Steuern abführen muss, ist klar. Man profitiert besonders hier in D von unglaublich vielen Hilfestellungen! Jeder der eine längere Zeit im Ausland gelebt hat, weiß wovon ich spreche. Dass sich das ganze nicht von selbst finanziert ist selbstverständlich ;)
 
@knirps: Hier in D bist du dafür auch über alle möglichen Ecken abgesichert für den Fall, dass du mal Mist baust. Wenn du "absolute" Freiheit willst, musst du in irgendeine Bananenrepublik auswandern, wo du tun und lassen kannst was du willst. Wobei die "geordnete" Bürokratie hierzulande dort eher durch ein "chaotische" Bestechungen abgelöst wird. Ob das dann besser oder schlechter ist, mag jeder für sich selbst entscheiden...
 
@knirps: Immer wieder interessant wie Einwanderer, jede Art an Selbständigkeit bis hin zu Familienbetrieb, hin bekommen aber meine Deutschen mit Bürger schon bei Kleinigkeiten, die Flinte in Korn werfen.
 
@daaaani: Naja, schlechter Vergleich. Die Einwanderer haben ja allein schon dadurch Initiative gezeigt, indem sie eingewandert sind. Der Großteil macht sich gar nicht die Mühe und bleibt im Heimatland (das soll KEINE Behauptung sein, Ausländer wären faul!). Und es gibt auch genügend Deutsche, die sich selbstständig machen und erfolgreich dabei sind.
 
@dodnet: Ich bin deutsch und erfolgreich selbständig. Ich wollte aufzeigen, dass nicht viel dazu gehört um sich selbständig zu machen. Menschen die nicht mal unsere Sprache sprechen bekommen es hin. Keiner will einen ausbildungsnachweis oder Zeugnis sehen. Gewerbeschein kostet Taschengeld. Op vergisst, dass es gewisse Regelungen gibt um Scharlatanerei und Betrug zu verhindern.
 
@dodnet: da wird aber auch die ganze Familie eingespannt und wer nicht pariert kriegt da auch ganz schön Druck.
Wir haben hier jede menge selbständige Einwanderer und zu denen gehe ich auch gerne hin (nicht nur Fressbuden, Kneipen, Gemüse-, Schmuckläden).
 
@knirps: Kannst du doch. Gewerbeschein ausstellen, Steuernummer geben lassen und loslegen.
Stellst dich dann an den badesee und grillst Würstchen (natürlich unter Beachtung der Hygienevorschriften).
Es gibt aber auch Berufe und Tätigkeiten die Facharbeiter oder Meister voraussetzen, weil gewisse Industriestandards und Qualitäten eingehalten werden müssen. Und das geht nun mal nicht ohne eine gewisse Qualifizierung.
Kannst ja in die USA - dort geht das mit dem einfach mal loslegen. Kannst dort aber noch einfacher ruckzuck auf die Schnauze fallen. Ganz nach dem Motto: do it or leave it.
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