Julian Assange will Londoner Botschaft Ecuadors "bald" verlassen

Der Aufenthalt des Wikileaks-Gründers Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London nähert sich wohl seinem Ende. In einer Stellungnahme erklärte er heute vor der Presse, dass er diese "bald" verlassen werde - wann es genau soweit sein ... mehr... Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Bildquelle: Wikileaks Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks

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Auch auf die Gefahr hin, dass ich nun hier mit Minus vollgeklatscht werde, aber es ist meine ehrliche Meinung.

Ich will gar nicht über seine Schuld, oder Unschuld urteilen. Genauso wenig schenke ich den Verschwörungstheorien Beachtung. Damit meine die ach so bösen USA, und dass die ganze Welt nur Handlanger sind usw.!

Mir geht es einfach um die Gleichstellung. Ich bin der Überzeugung, das jeder, egal wer er/sie ist, egal welchen Status er/sie hat vor der Justiz gleichgestellt werden muss. Man muss nicht jedes Urteil, oder Gesetz als richtig empfinden, aber man sollte Respekt davor haben und so damit umgehen. Darum ist es für mich richtig, wenn Assange sich der Vorwürfe stellen muss. Alles Weitere wird sich zeigen.
 
@Rumulus: Im Grunde hast du natürlich recht aber wir leben nicht in einer Perfekten Welt wo Gerichte und Regierungen fair sind, er ist ja ein politischer Flüchtling weil er sich gegen die Politik aufgelehnt hat. Spätestens seit Snowden sollte es ja wohl jedem klar sein, dass nicht alles dufte im Staate ist und man über Leichen geht um weiterzumachen, die Gewaltenteilung nutzlos. Erst gestern schön auf Golem, die NSA scannt das gesamte Internet nach verwundbaren Geräten und infiziert sie, diese werden dann als Proxy genutzt um sich zu Verbergen. In Kombination mit der Störerhaftung ist das schön brisant, die NSA behauptet wir warens nicht und die Logs deuten auf dich. Hier werden wortwörtlich Unschuldige als Schutzschild verwendet, das kann kein Rechtstaat legalisieren, das ist ein Schurkenstaat der Abgeschafft werden muss und das erreicht man nicht indem man sich ihm Kapituliert / ausliefert.
 
@Suchiman: Assange und Snowden sind zeit paar verschiedene Schuhe. Ach die NSA Geschichten mögen ja eventuell meist stimmen, aber man sollte schon sachlich genug sein zu differenzieren.

Nur weil einer sich gegen die so bösen Staaten zur Wehr setzt, ist er dadurch nicht automatisch über jeden Zweifel erhaben und hat nicht das Recht über jeglicher Gesetzgebung zu stehen. Für mich ist ein Mensch, der von sich denkst und auch von vielen mitgetragen wird, dass er über den Dingen steht, viel gefährlicher, als die Probleme die wir mit den Geheimdiensten haben. Denn gegen den Staat könne wir etwas unternehmen, dies haben die zahlreichen Veränderung auf der Weltkarte in den letzten Jahren deutlich gezeigt.
 
@Rumulus: Was für ein Schwachsinn du jetzt schreibst. Hast deinen ersten Beitrag so was von disqualifiziert!
 
@Gannicus: Soviel zu Meinungsfreiheit. Ist doch gerade paradox, dass du mich so persönlich angreifst, bei einem Thema wo es ja angeblich darum geht, dass wir frei sagen und denken sollen, was wir wollen

Assange gestehst du das zu, mir nicht .........., aber ich wusste von Anfang an, dass hier die Differenzierung dazu fehlen wird.
 
@Rumulus: Meinungsfreiheit bedeutet, dass du frei darin bist deine Meinung zu äußern - was du getan hast ohne festgenommen zu werden -, nicht aber, dass andere dir dafür ein Podest bauen müssen oder deine Meinung teilen. Gannicus hat seine Meinung Kundgetan, dass er nicht deiner Meinung ist.
 
@Suchiman: Diffamierung hat nichts mit Meinungsfreiheit zutun. Meinungsfreiheit ist kein Freifahrtschein um Leute mit einer anderen Meinung zu bleidigen, oder persönlich anzugreifen. Unter dem Namen der Meinungsfreiheit ist nicht alles erlaubt und das vergessen viele, oder wissen es gar nicht.
 
@Rumulus: Er schreibt das du schwachsinn schreibst. Und das nennst du Diffamierung? Wie manche Leute über jede Verhältnismäßigkeit urteilen...
 
@Rumulus: Das ist mir durchaus bewusst.
Es ist hier aber klar zu erkennen dass Schwachsinnig im Umgangsprachlichen gemeint ist (folgende Zitate entnommen aus Wikipedia):

"Umgangssprachlich wird der Ausdruck heute auch synonym für 'Unsinn' verwendet."

"Unsinn, auch Widersinn, ist ein von Sinn und Logik gelöster oder grob falscher Sachverhalt".

Deine Persona wurde hier in keiner Weise diffamiert.
"Als Diffamierung (von lateinisch: diffamare = Gerüchte verbreiten) bezeichnet man heute allgemein die gezielte Verleumdung Dritter. Dies kann durch die Anwendung von Schimpfwörtern oder durch diverse Unterstellungen geschehen.".

Es wurden weder (falsche) Behauptungen gegen deine Persona aufgestellt noch grobe Schimpfwörter verwendet.
Es wurde lediglich die Sinnhaftigkeit deiner Aussage angezweifelt was definitiv im Rahmen der freien Meinungsäußerung liegt.
 
@Suchiman: So kann man auch von Thema abkommen! :)

In dem Zusammenhang ist aber offensichtlich, dass die Verwendung des Begriffs "Schwachsinn" durchaus dazu dienen sollte, die Glaubwürdigkeit zu untergraben und somit einen persönlich Angriff darstellt. Man kann sich nun darüber streiten ob es juristisch korrekt ist, oder nicht. Dennoch wird der Begriff "Meinungsfreiheit" oft missbraucht und gerade in Foren wie hier.

Um es auf den Punkt zu bringen, wenn sich jemand angegriffen fühlt, kann eine Aussage nicht korrekt sein, dazu braucht es keine Definition von Juristen, oder Wikipedia.
 
@Rumulus: In einem fairen und perfekten Rechtssystem unterstütze ich diese Einstellung.
Da es das nicht gibt, gilt: Fressen, oder gefressen werden. Dabei sollte man beachten, dass Leute mit Geld und somit Einfluss immer die schärferen Zähne haben.
 
@Tomelino: Es geht doch nicht darum ob das Rechtsystem perfekt ist, oder nicht. Ein Urteil ist ja immer eine Frage des Standpunktes und solange es von einer Mehrheit getragen wird, ist es akzeptable.

Mir macht eine Person die denkt, dass sie über den Dingen steht und noch von anderen unterstütz wird, mehr Sorgen, als ein System, dass durch eine Mehrheit geändert werden kann.
 
@Rumulus: Oft genug werden falsche Urteile verhängt und Leute für etwas schuldig gesprochen, was sie nicht getan haben. Ob Assange schuldig ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen...seine Reaktion in die Botschaft zu flüchten kann ich hingegen gut nachvollziehen.
 
@Rumulus: Also waren die 130 Tage U-Haft für den komplett unschuldigen Jörg Kachelmann gerechtfertigt? Oder der Fall Josef S., diese Justiz soll man respektieren? Und du würdest es riskieren an die USA ausgeliefert zu werden, weil dir in Schweden jemand was vorwirft, das du sowieso nicht getan hast? Außerdem sind hier alle Gleichgestellt, die Ecuadorische Botschaft könnte sich auch für dich einsetzen, wenn sie das möchte. Dir verbietet auch niemand deine Verwandschaft/Freunde bei dir übernachten zu lassen.
 
hmm ich frag mich sowieso...wie kann das überhaupt sein das Großbritannien oder irgendein anderes Europäisches Land ihn einfach so an die USA ausliefern würde wenn ihn da vermutlich die Giftspritze erwartet? Ist man da wirklich so unverfroren? verstößt das nicht gegen europäische Grundwerte?
 
@legalxpuser: Ihn nicht an die USA auszuliefern - falls diese ein solches Ersuchen stellen - verstößt aber gegen die amerikanischen Grundwerte. Und da die amerikanischen Grundwerte höhere priorität haben, als alle anderen, kann man sich doch ausmalen, was da diplomatischer Seits los wäre. und die USA würden - wenn sie könnten - die ganze Welt mit Sanktionen belegen...
 
@MaikEF_: Nun ja, an Ecuador wurde auch keine Auslieferung beantragt! Klar soweit ich weiss, haben die Länder auch kein Auslieferungsvereinbarung, aber man kann es ja trotzdem versuchen. Aber von Sanktionen gegen Ecuador und so weiter, habe nie etwas gehört.

Ich denke viele interpretieren in die Geschichte viel mehr als dran ist.
 
@Rumulus: Habe ja auch nicht gesagt, dass die USA Sanktionen gegen Ecuador planen oder dergleichen.

Deine Antwort deckt sich dann doch auch ganz gut mit der "Satire"-News von heute ;-)
 
@Rumulus: hmm Auslieferungsvereinbarung hin oder her...was wäre wenn bspw. Deutschland sich einfach nicht daran hält? Ich meine die Beziehungen sind eh schon verstimmt. Was würde dann passieren? Womöglich n US-Einreiseverbot für deutsche?
 
@legalxpuser: Wir sollten nicht über Dinge urteilen, die wir nicht kennen, oder zu wenig Informationen haben. Spekulationen und Hypothetische Annahmen bringen gar nichts.
 
Ich zitiere mich mal selbst (vom 3.07.14): "Assange hat seine ganzen Sympathiepunkte in der Vergangenheit alle verspielt. Darum interessiert es auch keinen mehr, was er zu sagen hat. Dieser Selbstdarsteller hat sich um seine eigene Reputation gebracht. Früher oder später wird er wohl noch irgendwie sein Leben leben wollen und muss die Botschaft wohl oder übel dafür verlassen. Also würde ich mich doch lieber früher als später stellen. Im Endeffekt zögert er doch nur das unausweichliche raus."
 
@Seth6699: Assange hat unter Einsatz seiner Freiheit und wohl wissend dass er ggf. keine ruhige Minute mehr vor US-Geheimdiensten haben wird, US-Kriegsverbrechen aufgedeckt und ganz nebenbei nachgewiesen wie der US-Amerikanische Diplomatieapparat und Geheimdienste für Industriespionage und Bevorzugung Amerikanischer Grosskonzerne(siehe Botschaftsdepeschen) missbraucht wurden & vermutlich auch noch werden.

Keine Ahnung was für "Sympathiepunkte" Du da ansprichst aber J.A. bleibt ein wertvoller Aktivist der sein persönliches Wohl der Wahrheit geopfert hat. Meinen Respekt & Sympathie hat er jedenfalls.
 
@Bundescancler: Der eine nennt ihn Freiheitskämpfer, der andere Psychopath... da will man als Außenstehender, der ihn nicht kennt, nicht urteilen.
 
@Bundescancler: J.A. hat nix aufgedeckt. Es wurden über Wikileaks Informationen an die Öffentlichkeit gebracht, die dies "belegen". Wikileaks selbst wurden diese Informationen durch Chelsea Maning zugespielt. J.A. ist als Sprecher und Gesicht von Wikileaks lediglich die exponierteste Person dieses Projekts.

Julian Assange war Initiator und die treibende Kraft in einer Gruppe von fünf Personen und diversen Unterstützern beim Beginn des Projekts und der Registrierung der Domains wikileaks.org, wikileaks.cn und wikileaks.info am 4. Oktober 2006. Von Assange ist sowohl bekannt, dass er sich nicht als einen Gründer bezeichnen wolle, als auch, dass ihm die Betonung genau dieses Begriffes wichtig war. (Wikipedia)
 
@Bundescancler: Die Whislteblower, die die Informationen zu Wikileaks geschickt haben, die haben das Lob verdient. Assange hat sich immer mehr ins Rampenlicht gestellt. Schau dir mal die Doku "Wikileaks - Geheimnisse und Lügen an". Dort sprechen die Leute, mit denen Assange zusammengearbeitet hat. Dabei handelt es sich um Journalisten von den großen Nachrichtenzeitungen, die Material aufgearbeitet und veröffentlicht haben. Assange ist über die Zeit zu einem Psychopathen geworden. Was sein ehemaliger Wikileaks-Mitarbeiter Domscheidt berichtet, ist haarsträubend. Und Assange hat sich so dermaßen vorgespielt, dass Wikileaks selbst immer mehr in den Huntergrund rückte. Und das eigentliche Ziel von Wikileaks wäre ja gewesen, dass die veröffentlichen Nachrichten das Wichtigste sind. Assange hätte nur im Hintergrund agieren soll. Jetzt hat er Wikileaks eben auch so gut wie zerstört. Man darf auch nicht vergessen, dass Assange zum Schluss Material auch einfach nur noch veröffentlicht hat, ohne Namen zu schwärzen und hat somit fahrlässig Leben riskiert. Assange machte dazu eine Twitter-Abstimmung....eine Twitter-Abstimmung *kopfschüttel*. Assange wurde mit der Zeit einfach immer selbstherrlicher. Die Maßstäbe, die er an Wikileaks stellte, hat er selbst nicht mehr eingehalten. Er stellte sich über alles andere.
 
Haben die USA also doch noch ihr Ziel erreicht. Ich wollte die mal erleben, wenn man einen der bei denen Zuflucht sucht daran hindern würde dies auch wirklich wahrnehmen zu können.
 
Es spricht für Assange, dass er die Sackgasse, in die er sich manövriert hat, erkennt; es spricht gegen ihn, dass er dafür 2 Jahre gebraucht hat.
 
@rallef: Seit er sich in zahlreichen nachweisbaren Lügen verstrickt, damit er im Mittelpunkt steht. Bin ich sehr vorsichtig geworden was ich von dem Mann halten soll. Ganz normal ist Assange nicht und er ist sicherlich ein egozentrischer Populist, aber er hatte eine gute Idee, die weiterverfolgt werden sollte.

Genau darin sehe ich das grösste Problem hinter WikiLeaks, es stand zu sehr die Person, als die Idee im Vordergrund. Deswegen haben auch zahlreiche Mitstreiter die von Anfang an dabei waren, Assange den rückenzugekehrt und sollte das stimmen was viele die ihn kennen sagen, dann ist Assange krank im Kopf. Deswegen muss ja nicht alles falsch sein, was der Mann sagt, aber muss man sich fragen, wer ist der grösser Dummkopf, der Dummkopf, oder der ihm folgt?
 
@Ruderix2007: Das ist auch meine Meinung. Für mich sieht es so aus als wollte sich Assange mal wieder in den Vordergrund stellen und nur aus diesem Grund hat er eine Pressekonferenz gegeben da Ihn kaum noch jemand beachtet.
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