Anleger verklagt Jobs-Erben, Tim Cook & den Apple Verwaltungsrat

Im Falle der Absprachen zwischen den Konzernen Apple, Google und Adobe, die sich von 2005 bis 2009 geeinigt hatten, keine Mitarbeiter untereinander abzuwerben, gibt es jetzt eine neue Sammelklage. Ein Einzelanleger hat in den USA Sammelklage gegen ... mehr... Apple, Ceo, Steve Jobs, Wwdc, 2007 Bildquelle: Ben Stanfield / Flickr Apple, Iphone, Steve Jobs Apple, Iphone, Steve Jobs Apple

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Die armen, Hunger leidenden Investoren tun mir echt leid.....
 
@gandalf1107: Ehrlich, wie steht es denn so bei dir mit Versicherungen, Bankkonten oder z.B. Fonds? Willst du dafür Zinsen haben? Dann gehörst du mittelbar ebenso zu diesen achso zu verachtenden Investoren. Zumal bei direkter Beteiligung die meisten Leute wohl nicht anders reagieren würden: Du überlegst, wo du Geld investierst und es sich - gemessen an der Rendite - schlussendlich möglichst lohnt. Nun hast du dich entschieden, dein Geld investiert und du bekommst weniger, als erwartet - nicht, weil das operative Geschäft weniger abgeworfen hat, sondern weil sich das Unternehmen nicht an das geltende Recht gehalten hat. Das wäre dir also vollkommen egal? Auch auf andere Straftaten oder Vergehen bezogen, z.B. wenn die Geschäftsführung selbst das Geld aus der Kasse genommen hätte? Oder ist das dann plötzlich wieder "was ganz anderes"?
 
@LostSoul: Prinzipiell gebe ich dir Recht. Allerdings ist es ein Unterschied, ob man "hauptberuflich" Investor" ist, der nicht im traditionellen Sinne arbeitet, sondern Geld von A nach B schiebt, mit dem die Berufstätigen seine Rendite erwirtschaften, oder ob man ein normaler Berufstätiger ist, der das Spiel gezwungenermaßen Mitspielen muss, will er an seinem Lebensende nicht auf dem Niveau von Harz IV leben. Diese Investoren sind es auch immer, die nach einem freien Markt schreien. Aber wenn die daraus erwachsende Kartellbildung ihre Rendite schmälert, dann passt es auch wieder nicht.
 
@Friedrich Nietzsche: Und das ist anderen Bereichen anders? Ich kenne kaum jemanden, der erstmal für eigene Nachteile eintritt. Den Wandel zur grünen Energie will jeder - Stromtrassen die man aus dem Fenster sieht aber niemand. Um nur mal ein Beispiel zu nennen.
Zudem: Welchen Unterschied macht es denn, ob das ein hauptberuflicher Investor ist? Auch er ist bestimmten Spielregeln des Marktes unterworfen - und nur weil eben nicht einfach jeder diesen Job ausführen kann oder will, werden entsprechende Gehälter gezahlt. Es gibt eben nicht nur die Gordon Gekkos, sondern ein großer Teil der bei Banken angestellten Investmentbanker verdient zwar gutes Geld, aber auch keine Unsummen - und wird ebenfalls rausgeschmissen, wenn Zahlenziele nicht erfüllt werden oder mal wieder eine Bankenkrise die Runde macht. Da gibt es keinen Unterschied zum "normalen" (oder wo ist der Unterschied?) Büroangestellten oder Automechaniker.
Und wenn dem so ist, dass das alles so einfach und berechenbar ist: Warum bist du bitte nicht Investmentbanker geworden?
 
@LostSoul: Der Unterschied ist, dass die einen etwas aus eigener Arbeit schaffen, während sich die anderen mit Geld sozusagen von der Arbeit freikaufen und dabei auch noch die von anderen erwirtschaftete Rendite abschöpfen. Da kann man jetzt behaupten, dass das ein Unternehmer auch macht. Diese hängen immerhin emotional an ihrer Firma, während sich ein Investor nur dafür interessiert, wie viel Geld er machen kann. Dasselbe beim Startup: Andere arbeiten und liefern die Ideen, der Investor kauft sich sein Recht auf eventuelle Gewinne dadurch, dass er ausreichend Geld ausgibt. Und bei schlechten Aussichten ist er nach Möglichkeiten weg.

Zu deiner letzten Aussage sage ich nur Folgendes: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/denkfehler-die-uns-geld-kosten/denkfehler-die-uns-geld-kosten-9-die-affen-sind-die-besten-anleger-11711132.html
 
@Friedrich Nietzsche: Was du dabei außer Acht lässt, ist, dass
a) sich der Unternehmer, der sich am Kapitalmarkt bedienen will, dieses aus freien Stücken macht. Niemand muss sich Investoren öffnen - aus einem bestimmten Grund will er es aber. Dann muss er auch mit den Konsequenzen leben.
b) es keine Rolle spielt, ob ein Investor emotional an etwas hängt. Das ist gar nicht seine Aufgabe - dafür gibt es im Zweifelsfall den Gründer des Unternehmens. Der Investor ist einzig und alleine dafür da, zu bestmöglichen Konditionen seine eigenen Kunden zufrieden zu stellen - also höchstmögliche Rendite zu erwirtschaften. Und das kann er tun, weil der Unternehmer selbst gesagt hat: Ich möchte zu bestimmten Konditionen Geld am Kapitalmarkt haben.

Es wird immer so getan, als würden Unternehmen gottgegeben am Kapitalmarkt agieren und aufgrund von Teufels Beitrag diesen "fiesen Investoren" unterworfen sein. Das ist vollkommener Unsinn. Ich kann aber nun mal auch nicht einfach nur sagen, dass ich irgendwas will, ohne mich dann auch auf die Regeln des Gebenden einlassen zu müssen.
 
@LostSoul: "Es wird immer so getan, als würden Unternehmen gottgegeben am Kapitalmarkt agieren und aufgrund von Teufels Beitrag diesen "fiesen Investoren" unterworfen sein. Das ist vollkommener Unsinn." Ist es nicht. Full-Time-Investoren (und das sind nicht die, die das Geld für andere investieren) besitzen gemessen an ihrer geleisteten Arbeit viel zu viel Kapital. Und Kapital ist das am stärksten gewichtete Stimmrecht in der Wirtschaft. Und egal wie du als Unternehmer bei einer 50-Prozent eines Investor denkst: Er macht sich nichts daraus, sein Kapital anzuziehen, dich damit zu erpressen. Und ein Unternehmen ist heute ohne Investoren kaum noch zu gründen. Man tut zwar immer so, als wären diese Personen Leistungsträger, die Realität sieht aber so aus, dass sie inzwischen so viel Geld haben, um gar nichts mehr leisten zu müssen. Das macht ihr Geld für sie. Und wie bereits gesagt: Da meine ich keine Kleinanleger.
 
@Friedrich Nietzsche: Nein, du hast offensichtlich meine Ausführung oben nicht verstanden. Nochmal: Ein Investor kann nicht einfach nach Belieben in ein Unternehmen investieren und es später "erpressen". Dazu ist es notwendig, dass das Unternehmen überhaupt Investoren zulässt - in welcher Form auch immer. Das kann durch Verkauf von Gesellschaftsanteilen passieren oder durch den Gang an den Kapitalmarkt - alles jedoch sind eben Entscheidungen, die von der Geschäftsführung willentlich getroffen werden. Es gibt keine Unternehmen die "einfach so" einen Investor haben. Gehe ich aber als Unternehmen an den Kapitalmarkt oder verkaufe ich Gesellschaftsanteile, dann muss ich eben auch mit den Konsequenzen leben.
 
@LostSoul: Und du offensichtlich nicht meine: Dadurch dass das Kaptial sich in den Händen weniger befindet, ist es heute fast zwingend notwendig, Investoren an Bord zu holen, um eine Firma überhaupt gründen zu können. Besonders, wenn es sich nicht um eine Ein-Mann-Handwerkerklitsche handelt. Und selbst das ist schon verdammt teuer. Und danach wird das Unternehmen im Erfolgsfalle ausgesaugt. Die, welche die Idee hatte und die Arbeit machen, haben teils weniger davon als der einer, der einfach nur Geld mitgebracht hat.
 
@Friedrich Nietzsche: also soll es ein Recht für die einen geben und ein Recht für die anderen?
 
@hezekiah: Falls du das noch nicht bemerkt hast: Das ist Gang und Gäbe in der Rechtssprechung, das Recht ist nicht vollkommen starr. Das würde auch nicht funktionieren.

Während in einem Prozess Phishing-Opfer vs. Bank ein Normaluser als Opfer nur einen vorhanden Virenschutz nachweisen muss, um Recht zu bekommen, ist das für einen Computerexperten bei Weitem nicht ausreichend. Selbes gilt, wenn über seinen Internetanschluss Filesharing betrieben wurde. Nur zwei Beispiele von vielen.
 
Made in America ...
 
Anscheinend hat der werte Herr Kläger aber dabei vergessen, dass durch diese Absprachen Apple auch eine Menge Geld gespart hat. Letztendlich würde ich schätzen, dass mehr gespart wurde, als nunmehr (vielleicht) als Schadenersatz gezahlt wurde. Hoffentlich zahlt der klagende Anleger dann auch den zuviel an ihn ausgezahlten Gewinn zurück.
 
@lapidis: Was ist das denn für eine unsinnige Logik?
 
Das ist typisch Amerikanischer Schwachsinn das man die Erben für Taten eines Toten verklagen will.
 
@Butterbrot: man kann auch hier in Deutschland als Erbe klagen oder verklagt werden, wäte ja auch bescheuert wenn man sich so aus der Verantwortung stehlen könnte.
 
@Yepyep: es sei denn, dass man eine Erbschaft abgelehnt (amtlich!) hat. dann ist sense.
 
@Stefan_der_held: Es gibt auch hier Ausnahmen. Beispielsweise in Bezug auf die Übernahme der Bestattungskosten. Hier kann sich der Staat auch bei ausgeschlagenem Erbe schadfrei halten.
 
@Stefan_der_held: ja, wenn Du mit etwas nichts zu tun hast, dann nicht. Aber hier geht es um Erben, Firmen und die existieren eben.
 
Die Erben sollten wenn überhaupt nur mit den Teil des Erbes haften welches durch das Unternehmen oder die "Tat" entstanden ist. Erben haften doch nicht für Straftaten des Verstorbenen. Dann kann ja niemand mehr ein Erbe antreten da sich ja später eine Straftat herausstellen könnte. Was käme als nächstes "Todesstrafe für Erben von NS-Mördern"? Wenn ich nicht falsch liege hat Jobs ein Jahres Gehalt als CEO von 1$.
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