Pflichtfach Informatik: Forderung hat breiten Support in Bevölkerung

Die Bedeutung der Informatik ist inzwischen allgemein in der Gesellschaft akzeptiert, so dass die Forderung nach einem entsprechenden Pflichtfach in der Schule längst nicht nur von der IT-Branche getragen wird. Auch ein Großteil der Bevölkerung ... mehr... Universität, Ausbildung, Vorlesung Bildquelle: native-energie.de Informatik, Schule, Studium Informatik, Schule, Studium

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Mehr als überfällig. Mal wieder viel zu spät!
 
@zivilist: Deiner Meinung. Ich finde, das hätte man vor 10 Jahre schon machen sollen. Bei meinem Abi hatte ich das Glück Informatik dabei zu haben (egal ob ich dafür schon zu weit war, war gut, dass es da ist, wenn ich sehe wie viele nicht mal mit Word klar kamen). Aber heutzutage kommt man da nicht mehr drumherum.
 
@NamelessOne: ich hatte in der Schule bereits 1997 Informatik (2 Stunden alle 2 Wochen). Also es geht schon!
 
@zivilist: Bei mir war es 1991. 2 Stunden jede Woche, Turbo Pascal 3.0 - offensichtlich war schon damals die Software auf Schulcomputern hoffnungslos veraltet. :)
 
@NamelessOne: Also ich hatte vor 10 Jahren schon Informatik als Pflichtfach auf dem Gymnasium... Damals haben wir noch mit Turbo Pascal und QBasic programmiert.
 
@duro: Und was bringt das effektiv für den Arbeitsalltag? Die Generation "Konsolero" sollte lieber beigebracht bekommen, wie man ein Word-Dokument ordentlich formatiert, eine Excel-Tabelle sinnvoll auswertet oder eine ansprechende Powerpoint-Präsentation erstellt. Das Maximale an Programmierarbeit wäre sinnvollerweise, eine Website zu erstellen, deren strukturellen Aufbau zu erklären und mit Inhalten zu füttern. Als Spaßfaktor für den täglichen Gebrauch sehe ich noch Themen wie Video- und Fotobearbeitung. Aber auch grundlegende Dinge wie Systemsteuerung, Netzwerkeinrichtung usw. halte ich für sinnvoll. Weiterhin Aufklärung über Gefahren, Installationroutinen (vor allem die Fähigkeit, Installfenster zu lesen, bevor man blind auf "OK" oder "Weiter" klickt) und logische Herangehensweisen bzgl. sich wiederholender Abläufe in der Windows-Welt. Ich könnte die Liste noch ewig fortführen, das würde aber hier den Rahmen sprengen.
 
@duro: Bei uns gab es ab Klasse 7 (bei mir 1992) Informatik als Wahlpflichtfach und später ab Klasse 9 als Teil des Werkunterricht als Pflicht. Wenigstens war unser Lehrer so gescheit, die Schüler in Gruppen aufzuteilen: PC-Anfänger (á la 'Wo schalte ich den Rechner ein und wo finde ich was'), Fortgeschrittene (Word, Tabellenkalk. und co) und Programmieren (TurboPascal, später auch HTML).

Informatik als Pflichtfach gut und schön, aber dann bitte nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner; Wer heutzutage nicht einmal weis, wo der Rechner angeht oder MS-Office/Openoffice oder ähnliches kennt sollte Nachhilfestunden erhalten.
 
@Diak: Unsinn. Jeder sollte die faire Chance bekomme gleichermaßen vernünftig in die Informationstechnologie eingeführt zu werden. Die wenigen "sich selbst überschätzenden" Schüler können ja in den paar Stunden den Low-Performern zeigen was sie drauf haben. Ich bezweifle auch, dass du voll den Durchblick damals hattest.
 
@Diak: Mancher Lehrer weiß das auch nicht. Eine Informatiklehrerin erklärte mir (als technischer MA) vor der Schulklasse, dass leider der Unterricht ausfallen muss, weil der Lehrerrechner (der auch die Bilder auf den Projektor geleitet werden) ausgefallen ist. Er ginge einfach seit gestern nicht mehr an.
Es war unumgänglich den Netzschalter an der Rückseite umzulegen, den irgendeiner der lieben Schüler auf "0" gestellt hat.
Die Klasse freute sich weil der Streich gelungen war. Die Reputation der Lehrerin sank deutlich - aber sie war sehr dankbar, weil ich "den PC so schnell repariert hatte."
 
@NamelessOne: Informatik Unterrricht heisst ja nicht automatisch Word & Excel. Ich bin grundsätzlich schon dafür in der Schule für mehr "PC-Unterricht" zu sorgen, aber das darf dann eben kein normaler/richtiger Informatikunterricht sein.
Den Kids den Umgang mit Windows & MS Office bei zubringen, oder was ein Switch/Hub ist, was eine IP/MAC ist und und und ist ja alles noch ok. Aber wie einige hier schon erwähnt haben schneidet i.d.R. der Informatik irgendwann auch schwierige/tiefgründigere Themen an, wie z.B. Progmmieren. (Bei mir z.B. HTML & PHP) Und das ist dann für die meisten Kinder einfach unnötig Stoff.
 
@zivilist: Allerdings! Ich habe vor 31 Jahren, also 1983, Abitur gemacht und schon damals gab es eine Informatik-AG seit zwei oder drei Jahren, die sehr umtriebig war.
Es ist nicht nur ein Manko, sondern ein Skandal, dass es Informatik seither nicht flächendeckend zu einem Pflichtfach in der Schule gebracht hat.
Es ist doch ein Scherz, dass ich - auch wenn ich es sicherlich gut gemacht habe...;-) - als Religionslehrer (!) im Berufskolleg Informatik unter dem Thema Medienkompetenz in den Unterricht eingebracht habe.
 
@zivilist:
Also ich hatte bereits 1988 Informatik in der Schule freiwillig als Fach dazu genommen. Damals noch mit alten 80286er PCs mit Diskettenlaufwerken u. Monochrom-Bildschirmen.

Da war ich zuhause vom C64 bessere Grafik u. Sound gewohnt. ;-)
 
@zivilist: Ganz deiner Meinung! Lieber ein paar von den verdammt unnötigen Stunden Mathematik streichen in denen man sowieso sachen "lernt" die man nach der Schulzeit sein Leben lang nicht mehr braucht und hört.

Vorallem wenn ich seh was bei mir für Kunden anrufen, die es nicht mal schaffen einen PC anständig ein- und auszuschalten, gehe ich sogar soweit, dass eine art "Führerschein" für einen Computer kommen sollte.
Weil kaum jemand kümmert sich sinnvoll um die Gefahren (jetzt speziell im Internet). Ich mein im Auto muss ich mich doch auch anschnallen oder? Dann sollte ich mich um einen vernünftigen Schutz meines Computers kümmern, es geht ja hier zudem auch um die Rücksicht auf andere ...
 
"in dem viele Kenntnisse vermittelt werden " Kommt drauf an was dies alles ist, wenn es die Klassische Informatik ist mit allem einer Programmiersprache und deren Grundlagen halte ich das eher für Falsch, die meisten haben dort gar kein Vorwissen um mit Informatik überhaupt etwas anfangen zu können. Man sollte hier eher Medienkompetenz oder Officegrundlagen/PC-Grundlagen lernen.
 
@L_M_A_O: Programmierung ist keine Pflicht meine Meinung. Wichtig ist: Office, Windows (eventuell Linux und Mac), Internet zu unterrichten sowie Peripherie.
 
@zivilist: Das ist dann aber keine Informatik mehr :) Sondern "Grundlagen der IT etc" Informatik ist ein komplexes Gebiet.
 
@pc_doctor: Informatik ist eventuell auch der falsche Begriff für dieses Fach an der Schule.
 
@John2k: Würde ich auch sagen.
 
@pc_doctor: Im Mathematikunterricht lernst du auch keine Mathematik ;)
Zumindest ich habe da viel zu viel gerechnet und viel zu wenig (genauer gesagt nichts) bewiesen.
 
@The_Xar: Haha, der war gut. :D
 
@Aerith: ich bin sicher, @The_Xar hat es ernst gemeint. erst im Naturwissenschaftlichen Studium lernt man die Mathematik kennen. alles zuvor war rechnen und zahlenschieberrei.
 
@crusher²: Jup, hab selbst studiert und weiß was er meint.
 
@crusher²: Wenn man denn eine richtige Mathematikveranstaltung im naturwissenschaftlichen Studium überhaupt belegt. In der Regel kriegt man ja doch so schöne beschnittene Veranstaltungen wie "Mathematik für Ingenieure/Physiker/Informatiker" oder sonstiges serviert. Da wird dann eben doch nur gerechnet.
 
@zivilist: Genau das - lieber Teile der Informatik im Matheunterricht anreissen (Numerik, Zahlensysteme, Logik etc.), den Informatik UNTERRICHT in PC-Unterricht umbenennen. Dort dann vor allem ein wenig Grundlagen beibringen und dann anfangen, im Hirn der Nutzer Strukturen aufzubauen. Dann ist es irgendwann egal ob sie vor 'nem Windows-, Linux-, oder Mac-System sitzen - sie verstehen die BedienPRINZIPIEN und können sich selbst schnell und intuitiv in das System einfinden. Gleiches gilt für Programme und deren Bedienung. Programmierung ggf. als AG oder Wahlpflichtfach unterbringen - bzw. "richtigen" Informatikunterricht. Jap - kostet Geld und Personal. Ja es kostet Zeit und Arbeit. Aber es würde sich lohnen. Richtig lohnen. Wobei... Wir haben zwar keine gescheit strukturierte, technische Ausbildung an allgemein bildenden Schulen - aber wir haben ja immerhin Holocaust Mahnmale für 50 Millionen+ Euro gebaut und retten ständig den Rest der EU. So we got that going for us. Which is nice.
 
@L_M_A_O: Wie ich damals dieses sinnlose herumgebastle an Excel-Tabellen gehasst habe...
 
@L_M_A_O: Achso. Hattest du in der Schule schon das gesamte Vorwissen und wolltest das nur noch mal bestätigt bekommen?! Die Schule ist doch dafür da, etwas beigebracht zu bekommen...
 
@PranKe01: "Die Schule ist doch dafür da, etwas beigebracht zu bekommen..."
Deswegen sagt er ja auch "Man sollte hier eher Medienkompetenz oder Officegrundlagen/PC-Grundlagen lernen." Denn das braucht in Zukunft nahezu jeder, das ist das Wissen, was in Schulen an alle vermittelt werden muss.

Programmiersprachen, Objektorientierung, etc ist nur für die relevant, die in diese Richtung gehen wollen. Das kann man als Wahlfach oder AG anbieten, oder es generell auf weiterführende Schulen verlegen. Als Pflichtfach jedenfalls ist es an Mittelschulen und Gymnasien deplatziert.
 
@crmsnrzl: Office-Grundlagen in einem Unterrichtsfach (am besten noch als Pflichtfach) beigebracht bekommen ist totaler Stuss. Grundlagen der PC-Architektur und Programmiergrundlagen (von mir aus auch auf Basis von Pseudocode) ist deutlich sinnvoller und kann auch viel besser mit den Inhalten aus Fächern wie Technik und Mathe kombiniert werden.

Wie soll denn bitte eine Pflichtklausur zum Thema Office aussehen? "Erstellen sie einen PowerPoint-Präsentation mit min. 5 Folien, 3 Übergangseffekten und einer Excell-Tabelle." LOL
 
@ZwoBot1102: Einen Haufen Unterrichtsstunden in Themen investiert, die die wenigsten jemals brauchen werden. Pseudocode? Programmiergrundlagen? Was soll das bringen? Wer, außer den Leuten die später entsprechenden Beruf ergreifen brauch das denn?
Grundlagen der PC-Architektur? CISC, RISC, von-Neuman, DMA?
Wofür?

Was sie lernen müssen, ist mit der Technik umzugehen. Ob die jemals auch nur 1 Zeile Quellcode lesen/verstehen ist absolut egal. Aber ein großer Teil der Schüler wird später weder Ingenieur noch Programmierer, aber der Anteil der Schüler die Später mit dem Rechner arbeiten und mit Bürosoftware umgehen können müssen ist groß und wir in Zukunft weiter zunehmen.
 
@crmsnrzl: Tolle Begründung. Man lernt in der Schule auch die grundlegende Funktion einer Kernreaktion obwohl die wenigsten später im Atomkraftwerk arbeiten werden.
Bei der stark ansteigenden Zahl von Studienanfänger ist die Anzahl der Personen, die genau DIESE Grundlagen brauchen wohl eher kontinuierlich steigend. Und besonders im Studium sind Grundkenntnisse des "Programmierens" sehr von Vorteil, das geht schon damit los, wenn man mit Programmen wie MatLab oder Auto-CAD arbeiten soll und geht weiter, wenn man sich das Schreiben langer Arbeiten mit LaTex erleichtern kann. Die Schule kann hier beitragen indem die ersten Berührungsängste mit Programmiersprachen genommen und so die Einstiegshürden gesenkt werden, daher ist es sehr wichtig. Nicht weil man später mal Informatiker werden will.
 
@ZwoBot1102: Zunächst mal bestehen Schulen nicht nur aus Gymnasien, und Abiturienten nicht nur aus Studienanfängern. Schüler die schon mit Algebra zu tun haben, tust du absolut keinen Gefallen damit.
Weiterhin lernt man bereits durch den Matheunterricht und zum Teil auch durch Chemie/Physik die grundlegenden Fähigkeiten sequentiell-analytisches Denken, Abstraktionsvermögen u.ä. MatLab, Auto-CAD, LaTeX im Studium, mag ja alles richtig sein, aber Gymnasien dienen dazu dich in die Lage zu versetzen, dir das nötig Wissen selbst anzueignen und nicht die Studieninhalte an sich zu vermitteln (und ja, der Umgang mit MatLab gehört ins Studium, die notwendige Syntax ebenso).
Auch LaTeX ist wieder weit über das Zeil hinausgeschossen, lernen sollten die Schüler wie man generell mit Textverarbeitungsprogrammen und ähnlichem umgeht. WYSIWYG reicht hier völlig. Das ist was die meisten im Alltag auch brauchen werden. Lieber sollte man ihnen noch lehren, wie man Suchmaschinen "richtig" verwendet, womit wir schon wieder fast bei Medienkompetenz wären.

Übrigens die "grundlegende Funktion einer Kernreaktion" wird nicht für die späteren Mitarbeiter im Atomkraftwerk gelehrt, sondern dient wie große Teile des Physik- und Biologieunterrichts dazu, ein zumindest oberflächliches Wissen über die Funktionsweise der Welt zu vermitteln.
Damit keiner denkt Atomkraftwerke sind Teufelsmagie.
Um Aberglauben abzubauen und vorzubeugen. Um zu verhindern das man, bei Gewitter ein Lamm opfert um den Gott, Dämonen oder was auch immer gnädig zu stimmen (ja das war bewusst übertrieben).

Ich hab eigentlich nichts dagegen wenn Schüler programmieren lernen, aber wie schon mal erwähnt gibt es wichtigere Bereich in der IT die Vermittelt werden sollten.
Schau dir doch mal die Stundenpläne der Kinder an. Da sollen jetzt noch mehr Stunden rein gepackt werden? Da muss man irgendwo Prioritäten setzen.
 
@crmsnrzl: Und Musik und Kunst gab es als Pflichtfächer, weil ich das in jedem Beruf benötige?!
 
@PranKe01: Meinst du jetzt, weil wir bereits zwei deplatzierte Unterrichtsfächer haben, sollen wir noch weitere einführen, oder was genau ist dein Argument?

Aber man könnte mal drüber nachdenken, welche Sinn Kunst und Musik haben könnten.
- Wie auch Sport bringen sie etwas Abwechslung im Schulalltag
- Fördern die Entwicklung des Hirns in anderen Bereichen als Naturwissenschaften (Kreativität statt Logik)
- Es sind allgemeinbildende Fächer und Zusammen mit Deutsch und Geschichte vermitteln sie die Kultur des eigenen Landes
- Sie fördern die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit

Nur mal so ein Paar Gründe die man anbringen könnte, würde man Musik & Kunst verteidigen wollen.
 
@crmsnrzl: Mein Argument ist, dass man lernt logisch zu denken und auch den Jugendlichen einen Einblick in die IT-Welt zu geben, da die Schule ja auch dafür da ist die Arbeitsfindung zu erleichtern.
 
@PranKe01: Logisches Denken lernt bereits in den Naturwissenschaften, wie ich bereits geschrieben habe und um einen Einblick in eine ausgewählte Berufsgruppe zu erhalten, benötigt man nicht gleich ein dediziertes Fach.

Wie ich auch bereits in einem anderen Kommentar sagte, von mir aus sollen die Schüler ruhig programmieren lernen, wenn die Stundenpläne nicht bereits schon so voll wären. Aber leider sind sie dass, also muss man Prioritäten setzen. Man kann es immer noch als AG anbieten, so kann jeder selbst entscheiden ob er Interesse mitbringt und freie Kapazitäten hat.
 
@L_M_A_O: Ist ein Schulfach nicht eigentlich dafür da Grundlagen zu schaffen, statt sie vorauszusetzen? Eher wird das Problem sein, dass keine Intention dafür da sind, so etwas zu lernen. Solche Sachen könnte man dann aber als Erweiterung in einem Wahlpflichtkurs anbeten.
 
@Knarzi81: "Ist ein Schulfach nicht eigentlich dafür da Grundlagen zu schaffen, statt sie vorauszusetzen?" Ja, jedoch haben die meisten überhaupt keine Ahnung, wenn ich mir die Kinder von heute angucke wissen die gerade mal wie der PC angeht und man Facebook mit dem Browser öffnet. Deshalb wäre ich für einen Verpflichtenden Grundkurs für den PC mit Office und Internetrecherche etc. Und für die interessierten einen Informatikkurs.
 
@L_M_A_O: @L_M_A_O: Sehe ich genauso. Medienkompetenz und PC-Grundlagen als Pflichtfach, aber alles darüber hinaus maximal als AG. Wir können das Unterrichtspensum nicht immer weiter aufblähen. Und ich glaube nicht, dass man an anderen Unterrichtsfächern noch weiter kürzen sollte.
 
@L_M_A_O: Sehe das genauso, das erste, was ich mir bei der News hier dachte, war "und was stellen sich die Befragten denn so unter dem Begriff 'Informatik' bzw. den Inhalten dieses gewünschten Unterrichtsfaches vor?".
 
@L_M_A_O: Nicht vergessen: Grundlagen des Dateschutzes.
 
Informatik als Pflicht - ich bin grundsätzlich dafür, frage mich nur, wie dieser Unterricht aussehen soll. Lernen die Kinder Word? Lernen die Kinder objektorientierte Programmierung? Lernen die Kinder, wie man eine Website gestaltet?

Oder lernen die Kinder verantwortungsvollen Umgang mit der Technik, wie man mit E-Mails umgeht, woran man potentiellen Spam/potentiell schädliche Mails erkennt? Wie man eine Software richtig installiert, ohne unerwünschte Software mitzuinstallieren? Denn genau hier scheinen mir die wichtigsten Wissenslücken zu sein.
 
@Der Lord: Dein zweiter Absatz wäre sehr wünschenswert. Mal sehen, wie das umegsetzt wird. Kann das in Deutschland jedes Bundesland für sich entscheiden?
 
@wertzuiop123: Kultur und Bildung sind in Deutschland Sache der Bundesländer, japp.
 
@wertzuiop123: Bildung ist Ländersache. Teilweise ist es sogar noch schlimmer. Wenn ich sehe, wie weit innerhalb eines Stadtstaates (Berlin) jede Schule machen kann, was sie will...
 
@wertzuiop123: In jedem Bundesland wird der Lehrplan als Mindeststandard aufgestellt, darüber hinausgehend kann jede Schule das mit einem Curriculum konkretisieren und ausgestalten... soweit es die Ressourcen hergeben.
 
@rallef: Super, danke :)
 
@Der Lord: Ich finde man sollte für den Anfang gar nicht so tief in die Materie gehen. Was ist ein Coputer und wie funktioniert er? Worauf muss man achten, wenn man im Internet unterwegs ist/Gefahren des Internets? Schadsoftware/Spam/Malware - wie schütze ich mich davor? Gibt es eine Welt abseits von Microsoft? Rechtliche Aspekte im Internet. Umgang mit diversen Programmen. Im Prinzip, was du bereits erwähnt hast, mit einigen extras :-) Solche Themen wäre für den Anfang sicherlich nicht verkehrt. Die Frage ist, wie man dann interessanten Unterricht aufbauen, ohne dass es schnell in endlose Excelorgien ausartet.
 
@John2k: Eigentlich GENAU das, worauf ich hinaus will. Ich befürchte jedoch, dass es durchaus auf den ersten Teil meines Posts hinauslaufen könnte.

Als meine Tochter in die Sekundarschule kam, war nämlich genau das im Unterrichtsangebot: objektorientierte Programmierung in Delphi. Ich hinterfragte, worum es dabei gehe. Es lief ungefähr auf ein "Wir basteln uns ein Solitär." hinaus.

Medienkompetenz, verantwortlungsvoller Umgang, wie schütze ich mich und andere und auch - Slurp [o5] zustimmend - Sozialkompetenz wären die wünschenswerten Themen.
 
@John2k: Also weniger "Informatik" denn "Nutzung von IT" oder "Medien(nutzungs)kompetenz".
 
@Der Lord: zweit genanntes kann gar nicht das Ziel sein, denn damit würde man die ganze Branche umkrempeln wenn die Kinder mal groß sind und in Softwarefirmen arbeiten, würden die Firmen, die mit untergeschobener Softwareinstallation ihre Berechtigung begründen, einfach ausgetrocknet werden. Auch die allgemeine Wirtschaftskraft würde durch sorgsamen Umgang mit digitalen Systemen eher erstmal ins Hintertreffen geraten, wenn plötzlich eine rege und ernsthafte Debatte darüber entspringt, warum software x, daten y für die funktionalität überhaupt brauch... richtig lustig wirds, wenn die young digital nerds den großen firmen dann zeigen wie es gehen könnte... viva la revolution... allein aus wirtschaftlichen Gründen hat da wohl niemand Interesse noch die pädagogische Kompetenz.
 
@Rikibu: Höre ich da einen Hauch von Sarkasmus und Ironie? :D
 
"Forderung hat breiten Support in Bevölkerung" Eine furchtbare Überschrift! Bitte kein Denglish.
 
Für Pflichtfach: Sozialkompetenz
 
@Slurp: Was die Familien versauen, kann die Schule nicht mehr reparieren.
 
Es ist zu prüfen, ob in den "klassischen" Lehrfächern, wie z.B. Deutsch oder Mathematik die technischen Möglichkeiten erlernt werden sollten die derzeit im Informatikunterricht gelehrt wird. Ich halte es z. B. nicht für zweckmäßig irgendwelche seitenlange Gedichte von Schiller oder Goethe auswendig und widerwillig lernen zu müssen um den Lehrer ein Gefallen zu tun und sie am nächsten Tag wieder zu vergessen. Die Gedichte kann man im Lesebuch oder im Internet nachlesen, aber den "Osterspaziergang" auswendig zu können hilft im Leben zu nichts. Grundsätzlich muss man natürlich mit den Namen der klassischen Dichter etwas anfangen können (Epoche, Hauptwerke usw.) aber ein 14jähriger will in der Regel kein Germanist werden. Bezüglich des praktischen Nutzens könnte man in der gleichen Zeit in der Deutschstunde z. B. eine Bewerbung nach PC mit DIN5008-Vorschrift mit MS-Word mit dem PC gelernt werden.
In der Mathematik könnte man nicht nur die Formeln mit dem TR ausrechnen können (wobei das schon eine Leistung an sich ist, wenn man es wirklich kann!) sondern sie auch mit geeigneten Programmen (etwa MS-Excel) nachvollziehen zu können. Auch die grundlegenden Programmiertechniken mit entsprechenden Sprachen (PASCAL) könnte man am praktischen Beispiel erlernen, z. B. Erstellung eines Programms zur Primfaktorenzerlegung.
Der Informatikunterricht könnte man mit anderen Themen füllen, etwa Aufbau/Reparatur eines PC, Netzwerktechniken (IP/TCP), Internetpraktiken zu bedienen, Erstellung von Internetseiten, Datenschutzaspekte...
 
@Grendel12: Das Schulsystem hat sich noch nicht an den Zugang zum "Grenzenlosen Wissen" angepasst. Es lebt noch in der Zeit, wo Lehrer das Wissen hatten. Warum eigentlich irgendwelche Normen auswendig lernen? Sie sind doch extra nachlagbar irgendwo hinterlegt. Es reicht doch zu lernen, wie man an Inforamtionen herankommen kann und muss. Meiner Meinung wesentlich effektiver und nicht nur auf Frauen zugeschnitten.
 
@John2k: Bildung ist das, was über bleibt, wenn Du die Inhalte, die Du in der Schule lerntst, vergessen hast hast. Zumindest von höheren Schulen erwarte ich, dass sie die Schüler zu kritikfähigen, selbstbewußten Menschen heranreifen lassen und nicht stupide Lernmaschinen oder Hamsterrad-Tretern heranzüchten.
 
@John2k: und wer erschafft die Informationen auf die du einfach nur zugreifen willst? wenn sich jeder nur darauf besinnt auf das zuzugreifen was schon da ist, sind wir schneller in der Steinzeit als du denkst... und so traurig das ist, in manchen Disziplinen befindet sich Deutschland in eben jener Zeit.... Bedenkt man dann noch die derzeitige Gesellschaftsdebatte des alles und jedem eine Diskriminierungsdebatte anzuheften, bewegt sich hier erst recht bald gar nix mehr... da werden Umweltschützer auf die Barrikaden gehen wenn Zahnärzte für die Ausrottung von Kariesbakterien einstehen...
 
@Grendel12: Wann oder wo warst du denn in der Schule, dass du noch Gedichte auswendig lernen musstest?
 
@kesan: In Thüringen in den 80er Jahren. Seinerzeit gab es noch keine PCs, auch noch keine TR, die man benutzen durfte - stattdessen ein Rechenstab.
Das Gedichteinpauken fand ich damals schon überflüssig. Aber die Mathematik und Naturwissenschaften haben wir damals um so gründlicher gelernt.

Bsp im Juni, Schülerin, 10. Klasse, Lösungsversuch einer Textaufgabe (Höhe eines Fernsehturms). Sie benutzte völlig falschen Rechenansatz (Problem nicht erkannt - Strahlensatz war gefragt, keine geometrischen Körperberechnungen), tippt irgendwas auf dem TR, vertippt sich vermutlich und hat keinen kritischen Verstand um zu testen, ob das Ergebnis überhaupt real sein kann.
Mir würde es merkwürdig vorkommen, wenn man als "Lösung" die Höhe des Fernsehturm h=0,0016 mm herausbekommt, weil wir um die Lösung zu bekommen schrittweise denken mussten. Heute: Eingabe tipp, tipp, tipp... "="-Taste --> Lösung bzw. das, was man als "Lösung" ansieht.
 
@Grendel12: Sie hat halt Fantasie. Nicht immer ist 1+1=2 ;)
 
@dodnet: Dazu braucht man keine Fantasie: Im Dualsystem ist 1+1=10. Das lernt man auch im Mathematikunterricht. ;-)
 
@Grendel12: Ich dachte, das Gedichte auswendig lernen hätte man schon deutlich früher abgeschafft...
Wenn man einen vernünftigen Mathelehrer hat, sieht der Unterricht genau so aus, wie du es für früher beschreibst. Ich habe in meinen Mathearbeiten oft genug an die Lösung dran geschrieben, dass die nicht richtig sein kann. Ich habe den Eindruck, dass heute sehr viel Wert auf den richtigen Ansatz gelegt wird - und nicht darauf, ob das Ergebnis jetzt stimmt oder auf Grund eines Rechenfehlers daneben liegt. Klar - wenn man keine Ahnung hat, tippt man halt irgendwas auf dem Taschenrechner rum. Früher hätte man dann vielleicht nen leeres Blatt abgegeben. Ich weiß nicht, ob eins von beidem besser ist.
 
@kesan: in Sachsen ist das noch heute so in Mittelschulen und Gymnasien.
 
Wenn der Info-Unterricht heute noch genauso abgehalten wird wie zu meiner Schulzeit (90er), dann kann man das auch ganz lassen..."Der Knopf am Gehäuse dient zum Einschalten. Wenn der PC dann hochgefahren ist, bewegen wir die Maus...das ist das Eingabegerät rechts neben der Tastatur...Rüdiger, bei dir links, du bist Linkshänder...gaaanz langsam auf das Symbol für das Textverarbeitungsprogramm. Rüdiger, nicht Excel, sondern Word...usw..." Wenn man das zum Pflichtfach macht, sollte der Stoff praxisnah nach dem Prinzip "Learning by doing" vermittelt werden. Gebt den Kiddies einfach konkrete Aufgaben und lasst sie mit den Programmen "spielen" und der Kreativität freien Lauf. Das würde wirklich was bringen.
 
Dann fehlt noch Internet Führerschein und wir haben das, was seit ca. 10 -15 Jahren da sein sollte. Und nein, der ECDL Schein ist nicht das was ein Internet Führerschein sein sollte. Dieses Teil ist einfach nur eine Farce.
 
@nodq: das is wieder typisch deutsch, für jeden dreck irgend n nachweis basierend auf unrealistischen bedingungen (ihk prüfungen zb.) abverlangen zu wollen. würden wir die dt. maßstäbe die wir bildungstechnisch auf migranten ansetzen, aufs eigene volk ansetzen müssen und bei miserfolg eine ausweisung aus m heimatland durchsetzen, hätten wir noch mehr wohnungsleerstand...
 
@Rikibu: Was interpretierst du in meinen Kommentar eigentlich rein? Ich habe nichts von unrealistischen Bedingungen gesagt. Oder? Es wäre aber wünschenswert wenn es etwas ähnliches geben würde, und nicht sowas wie der ECDL Schein der einfach nur da ist damit er "da" ist. Und was du jetzt für ein Problem hast bezüglich der IHK und deren Bedingungen für irgendwelche Prüfungen... reden wir hier von IT Berufen? Sprich, Fachinformatiker/Systemintegration/Anwedungsentwicklung. Systemkaufmann usw. usf.? Wenn ja, dann arbeite dich lieber mal weiter in diese Materie hinein, bevor du da etwas verurteilen oder kommentieren willst. Wer diese Ausbildungen als zu schwer erachtet, der ist dann wohl oder übel nicht geeignet für so etwas und sollte lieber andere Berufe wählen. Im Grunde ist dein Verhalten doch tpyisch neuste Generation von Internet Kids... alles haben wollen und zwar sofort und am besten OHNE etwas bzw. nur sehr wenig dafür zu tun! So siehts nämlich aus und nicht anders.
 
@nodq: da isses ja wieder, dein typisch deutsches denken - wer nicht konform ist, ist nicht passend... nur weil ich die IHK Prüfungen für wenig praxistauglich halte (jawohl der FI für dings und bums gehört sehr wohl mit dazu, weil er auch vor nem Prüfungsausschuss sein Projekt verteidigen muss), muss noch lange nicht der nachweis erbracht sein, dass man generell für den Beruf ungeeignet ist. EIN verschissener Tag an dem die Prüfung stattfindet entscheidet über die Frage, ob 3 Jahre jetzt erstmal sinnnlos waren oder nicht. Dabei gibts verschiedene Lerntypen, die mehr oder weniger gut mit dem Druck in eine Form gepresst zu werden um konform zu sein, umgehen können...
 
Ich bin der Meinung, dass man den Kindern erstmal Muttersprache, Zahlen und Anstand und Moral beibringen sollte. Hier ist vieles im Argen. Null Respekt, strunzdumme, vorlaute Kinder, Pädagogen, die die Defizite aus Elternhäusern natürlich nicht kompensiert kriegen (ist nicht deren Aufgabe) und zudem ein überdimensionales Pensum an Stoff, der nur durchgepeitscht wird.... schnelles Faktenwissen ohne Tiefgang, geschweige denn fachübergreifende Anwendbarkeit des erworbenen Wissens. Das Lernen lernen fehlt in der dt. Bildungspolitik vollkommen. Schmeißt Religion raus und bringt den Kindern das miteinander bei anstatt sie auf Schulhöfen aufeinander zu hetzen, wenn vor der großen Pause jede Gesinnung ihren eigenen Glaubensunterricht abhielt und die sich dann unterhalten, dass jeder Lehrer denen erzählt sie wären das auserwählte Volk... das is doch alles balla balla...auch mit Fremdsprachen... wie soll man eine Fremdsprache beherrschen, wenn man nicht mal die Muttersprache ordentlich beherrscht? All diese Bildungsdefizite in Algebra, Orthographie und co. hat sich unsere Gesellschaft aber auch schön klein geredet, da gibts die verhaltensoriginellen Kinder, die lese und rechtschreibschwachen, die mit Rechenstörung usw. für alles gibts offenbar eine Ausrede und Legitimation... nur das System selbst, daran darf nicht kritisiert werden... wo kämen wir hin wenn der Lehrer die Wahrheit zu den Eltern sagt, dass ihr Kind bratzeblöd ist und die Eltern mit ihrer verfehlten Erziehung zumindest eine Mitschuld tragen???
 
@Rikibu: Ich bin vollkommen deiner Meinung. Sehr schön formuliert!
Ich hatte noch Lehrer, die ehrlich zu den Eltern waren. Da wurden ordentliche Gespräche geführt . Die haben auch was bewirkt, vielleicht zu 60-70% der Fälle. Aber die Energie wurde aufgewandt, da Pädagogik nicht nur beim Lehrstoff reinhämmern festzumachen ist.
Leider hat sich heutzutage viel geändert - früher wurde man auf dem Schulhof geärgert und getrietzt, heute ist es gleich Mobbing und es regnet Anzeigen. Außerdem spielt diese Mobile Computing Ära eine viel zu große Rolle im Kindesalter. Hier wird schon im kleinsten Alter der Kontakt zu Tablet, Google und co. gutgeheißen. Zuviele Punkte, die man da aufführen könnte...
 
@eisdrachen: Natürlich sind Eibretter und surface und co. tolle Möglichkeiten gezielt Infos zu suchen und sich gezielt Wissen per app anzueignen... da gibts wirklich tolle Sachen... was den meisten aber fehlt ist Mediendisziplin, so möchte ich es mal nennen... eher wäre vor allem auch im Hinblick auf die Menge an Medien und deren Bedeutung ein Unterrichtsfach namens Medienkompetenz ratsam, indem man das digitale gemeinsam sein lernt... zb. das internet mobbing sich nicht gehört... und lauter so sachen...
 
@eisdrachen: "Leider hat sich heutzutage viel geändert - früher wurde man auf dem Schulhof geärgert und getrietzt, heute ist es gleich Mobbing und es regnet Anzeigen. Außerdem spielt diese Mobile Computing Ära eine viel zu große Rolle im Kindesalter. Hier wird schon im kleinsten Alter der Kontakt zu Tablet, Google und co. gutgeheißen. Zuviele Punkte, die man da aufführen könnte..." ist doch schön, dass man sich anfängt gegen solche Idioten zu wehren. War weder früher schön, noch ist es jetzt schön. Mit dem Unterschied, dass es inzwischen nicht mehr leichtfertig abgetan wird.
 
@Rikibu: Fremdsprachen finde ich durchaus sinnvoll. Mit deutsch, englisch und einer kyrillischen Sprache ist man ziemlich gut ausgestatten um später mehr draus zu machen. Vielmehr sollte man den Schülern ab einer gewissen Klasse die Wahl lassen eine Spezialisierung einzugehen. In dieser kann dann vermehrt, neben den Grundfächern, entsprechend geisteswissenschaftlich, technisch, biologisch, künstlerisch etc... unterrichtet werden. Sinnvolle wäre es eventuell auch, dass jeder z.B. nach der 7. Klasse eine Ausbildung absolvieren muss und danach geht es dann wieder mit der Schule weiter. Die "Kinder" sind dann schon erwachsener und reifer und können den härteren Stoff eventuell besser verarbeiten.
 
@John2k: OFF-TOPIC "Mit deutsch, englisch und ???" Ich werde mir jetzt sicher den Unmut einiger hervorrufen, aber mir ist immer noch unverständlich, warum in vielen Schulen Französisch ein Pflichtfach ist. Die Sprache mag "hübsch" sein, aber warum wird immer noch daran so festgehalten? Ein praktischer oder logischer Grund fällt mir da kaum ein, vielleicht höchstens noch ein historischer. (Zu meiner Schulzeit war es auf meiner Schule glücklicherweise kein Pflichtfach, aber das ist jetzt über 25 Jahre her)
 
@Lastwebpage: Gute Frage. Französisch unterscheidet sich null im Zeichensatz von deutsch und englisch. Naja, bis auf ihre Akzentzeichen. Kein wirklicher Zugewinn im Sprachverständnis.
 
@Lastwebpage: Weil Französisch vielleicht eine der meistgesprochenen Sprachen ist? Klar, kannst du dann argumentieren müsse man Chinesisch unterrichten, aber dann finde Mal genügend geeignete Lehrer für ein solches Fach. Bei uns hatte jeder Englisch und anschließend die Wahl zwischen Spanisch und Französisch. Das hatte einfach nur den Grund.
 
@nablaquabla: Spanisch, ja, da stimmt es, je nach Quelle die 3 bis 5 häufigste Sprache. Französisch ist aber eher unter ferner liefen (je nach Quelle und wie da Zweitsprache definiert ist). Hindi und Chinesisch liegt auf jeden Fall vor französisch. Heutzutage wäre vielleicht Arabisch und Russisch auch nicht so ganz verkehrt. Als Wahlfach habe ich auch nichts gegen Französisch, nur als Pflichtfach, da weiß ich nicht so ganz warum.
 
Ich hatte früher selbst Informatik in der Schule. Wir Schüler mussten sogar damals (vor zirka 12 Jahren) den Lehrern was beibringen. Die Qualität des Unterrichts war bodenlos schlecht. Auch in meiner Umschulung war "EDV" ein "Pflichtfach". Es wurden so viele Unwahrheiten beigebracht... Erstmal sollten die Lehrer, bevor sie einem was aus persönlicher Erfahrung beibringen, selbst diverse Kurse und Firmen besucht haben, bevor sie eines der wichtigsten Themen der heutigen Zeit beibringen.
Die Frage ist natürlich, wann Schüler damit das erste Mal in Kontakt treten sollen... Heutzutage gibts ja leider genug Eltern, die ein iPad und ein Smartphone als die perfekte Erziehungsmethode anpreisen...
 
@eisdrachen: als edukatives Mittel ist ein ipad sicher besser als das nachmittagsprogramm von rtl und co. :-) es gibt viele geniale Ansätze bei Lernspielen und Wissensvermittlung. Da ist ein Ipad eine Chance, andererseits bildet die Technologie ein Gefälle, weil sich nicht jeder ein solches Gerät leisten kann oder will... aber Internet wird selbst für Erstklässler schon voraus gesetzt... dabei sollte doch Bildung auf Medien basieren, die jedem zugänglich sind, unabhängig vom Geldbeutel.
 
macht echt sinn, da die kinder von heute nicht mal mehr ihre eigene sprache beherrschen u kaum noch ohne taschenrechner 3 und 3 zusammen zählen können, also immer her mit weiteren lernfächern^^
 
@hellboy666: Warum auch, wenn man in der Lage ist eine Maschine zu bedienen, die es kann. Es heißt ja, dass man das Grundprinzip verstanden hat.
 
@John2k: Sich in Abhängigkeiten begeben ist sicher sehr nützlich für die Industrie... aber sollten wir unsere Kinder nicht für jede Lebenslage formen? mit nem Blatt und Stift würden die sich eher umbringen als ne schriftliche Addiditon etc. durchführen zu können. Gebildet zu sein heißt eben nicht nur, zu wissen wo es steht - ansonsten bräuchten wir nur noch 1 Unterrichtsfach und das heißt google oder facebook... Zudem hättest du das Problem, dass alle dann nur noch von dem bestehenden Wissen zehren und niemand mehr in der Lage ist neue Erkenntnisse zu erschaffen, weil derjenige nicht weiß wie er bestehendes Wissen mit neuen Erkenntnissen so kombiniert, dass daraus etwas entsteht, das letztlich wieder unter google zu finden ist...
 
@Rikibu: Das mag sein, aber wieviel "Grundwissen" (Ich halte manches davon für absoluten Unsinn) ist richtig? Wozu muss man alle Hauptstädte auf der Welt auswendig lernen und blind zeigen können(Es gibt keine nutzlosere Karte, als auf der nicht draufsteht)? Ich kanns beantworten: damit man einen blöden Test schreiben kann. Interesse für etwas entsteht nicht aus Zwang heraus. Interesse entsteht, weil man etwas entdecken oder sein Wissen in eine Richtung vertiefen möchte. Manche entwickeln Interesse, weil sie etwas ausprobieren können. All das ignorieren aber Schulen vollkommen. Es zählt nur stumpfes auswendiglernen. Klar, einiges muss man lernen und beherrschen. Wenn man aber in der Lage ist nach dem Lesen eines Textes den Zusammenhang zwischen verschiedenen geografischen effekten wiederzugeben, ist das Ziel doch erreicht. Wozu muss man sie auswendig können?
 
Bevor man mit Informatik anfängt, sollte man das Fach "Mathematik" deutlich unter die Lupe nehmen und bisschen "zukunftsorientierter" dieses Fach lehren.(Ab Oberstufe) Ich bin Informatikstudent und habe es selbst gemerkt, wie schwer es ist, wenn man beweisen muss. Mathe ist Pflichtmodul in Informatik und man kommt nicht drum herum, Beweise zu machen. Im Abitur zum Beispiel hatte ich noch nie etwas bewiesen, es war weder im Rahmenplan noch irgendwie kurz mal Inhalt. (kurz mal erwähnt, und das, obwohl ich im Leistungskurs war). Und da kommt man als Frischling an die Uni und muss auf den ersten Blick komische Sachen beweisen, auf die man vielleicht nie kommen würde. Das sollte mehr verstärkt werden(an der Schule), denn es ist nicht das Programmieren, an dem die Studenten scheitern, sondern die Mathematik. Das Problem hat mein Dozent mal gut beschrieben , als ich im ersten Semester war : "Bisher haben Sie gerechnet, jetzt machen Sie Mathematik.".
Fazit: Erst die mathematischen Fähigkeiten beibringen , und dann mit Informatik anfangen. Denn Informatik ist zu 80% Mathe. (ich rede nur von Universitäten, nicht von Fachhochschulen, da ist mehr Praxis als Theorie)
 
@pc_doctor: Ja, wobei die Beweise eigentlich noch relativ einfach sind, nach ein paar Übungen hatte ich die z.B. drauf. Wo ich hingegen Schwierigkeiten hatte war, das mir einfach sehr viele Regeln zum vereinfachen und co. gefehlt haben, die wir in der Schule nie behandelt haben.
 
@L_M_A_O: Ja klar, manche Beweise sind nicht so schwer, aber glaub mir es gibt echt so brutale Beweise :D
 
@pc_doctor:Zitate von meinem Professor im 1. Semester:
"Mit Ihrer Küchenmathematik kommen Sie nicht bis zu der ersten Zwischenprüfung vor den Herbstferien."
"Mit Anschauung kann man keine Mathematik betreiben. Wozu auch - man kann die Probleme mathematisch lösen. Oder wollen Sie mir in einem Gleichungssystem mit 10 Gleichungen die Schnittpunkte als Lösung mal an der Tafel einzeichnen?"
"Sie suchen immer noch nach Lösungen wie ein Jäger der mit Kanonen nach Spatzen schießt aber das Schießen nicht gelernt zu haben und der zudem auch die Brille vergessen hat."
"Sie wollen Mathematiker werden. Aber Sie argumentieren wie ein Philosoph. Aufgaben kann man nur lösen, nicht zerreden."
"Mathematik ist keine Theorie der Zahlen denn sonst wäre es doch Zahlentheorie." (Im Algebrakurs haben wir in 3 Semestern 1000 Seiten in den Vorlesungen aufgeschrieben aber tatsächlich keine einzige Zahl!).

Da muss man eben durch und in der Mathematikausbildung wird man schnell lernen müssen, dass das nicht der Leistungskurs aus der Schule ist sondern 3 Niveaus höher einzuschätzen ist.
 
@Grendel12: Die Zitate merke ich mir ! Genial haha
 
Nicht realisierbar. Es gibt keine ausgebildeten Lehrer. Von 5 ausgeschriebenen Info stellen hier im Umkreis konnten nur 3 besetzt werden. Momentan sind für die Region hier 3 Lehrer ins Ausbildung, die nächsten Sommer fertig werden. Die können fordern was sie wollen. Aber das ist nicht umsetzbar.
 
Wäre auf jeden Fall von Vorteil allein weil ich gerade im Begriff bin Mathe und Informatiklehrer zu werden nach meinem Programmiererdasein^^
 
Na, das wird Oracle aber freuen... (Ist schon länger her, dass ich nicht-technischen IT Unterricht auf einer Schule hatte, aber in Sachen Programmierung kam nun mal immer die Programmiersprache mit dem J vorne...)
Nein, Spaß beiseite, ob das wirklich notwendig ist? Da möchte ich jetzt aber doch mal ein Fragezeichen hinter setzen. Ich halte es zwar durchaus für wünschenswert, aber ab der ersten Klasse? Den selben Stellenwert wie Sachkunde (gibt es das noch? Oder wird jetzt gleich Physik, Chemie und Bio gelehrt?) , Deutsch, Mathe, Englisch möchte ich IT jetzt doch nicht einräumen. So etwas wie Facebook-Mobbing u.Ä. hat für mich auch nur bedingt etwas mit IT zu tun, sondern eher Sozialkunde, Gesellschaftslehre, Ethik oder so. Insgesamt frage ich mich auch, was soll da in 10 Jahren so gelehrt werden?
 
@Lastwebpage: Ich finde sowas gehört in diese Art von Informationsunterricht. Es reicht ja auch eine Stunde pro Woche. Über den Unterrichtsstoff kann man sich natürlich immer streiten. In den ersten Schuljahren sollte man selbstverständlich die Grundlagen des Internets/Pcs vermitteln. Siehe Posts weiter oben.
 
@John2k: keine Sorge, das streiten um Lehrinhalte werden die Bundesländer schon für sich beanspruchen :-) quasi das gemeinsame ja zum nein
 
>>59 Prozent würden hingegen lieber zusätzliche Stunden für das Fach einführen.<<

Wann haben sich diese 59% das letzte Mal darüber informiert, wie der Schulalltag der meisten Kinder heute aussieht? Oder haben die garkeine Kinder bzw. sehen ihre Kinder so ungern zu Hause?

Der Sohn eines Bekannten ist in der Oberstufe eines Gymnasiums und steht um 6:00 Uhr auf, verlässt um kurz vor 7 Uhr das Haus, ist dann etwa eine Stunde mit dem Bus, der alle kleinen Dörfer in seinem Umkreis abklappert, unterwegs zur Schule und kommt bei seiner aktuellen Kursverteilung mit diesem Bus teilweise an einigen Wochentagen erst gegen 17 Uhr wieder zu Hause an und muss dann noch "Mittagessen" und oft noch mehrere Stunden Hausaufgaben machen. Selbst samstags hat der oft noch zwei bis drei doppelstündige Kurse.

Der hat einen längeren Arbeitstag/mehr Wochenarbeitstunden als sein Vater und vermutlich viele der Erwachsenen, die ihm gerne einen zusätzlichen Informatik-Pflichtunterricht aufzwingen würden, während sie sich selber möglichst einfach zu bedienende Tablets und SmartPhones kaufen, weil sie ja auf keinen Fall zuviel dazulernen wollen und sich trotzdem im Internet das massenverblödende Entertainmentangebot geben möchten, welches sie ihren Kindern verbieten zu nutzen, weil das ja für deren geistige Entwicklung schädlich ist. ;-)

Erwachsene können wirklich gut behaupten für einen zusätzlichen, verpflichtenden Informatikunterricht in Schulen zu sein, da ein solcher Unterricht für sie selbst keine Zusatzbelastung darstellt und sich nur die Kinder und Jugendlichen dafür den Hintern noch länger auf Holzstühlen plattsitzen dürfen.

Aber wenn die Schüler sich das schon antun (lassen), dann beklagen sich die Erwachsenen auch noch darüber, dass die ständig am Schreibtisch büffelnde oder im Bus/Zug hockende Jugend so viel unsportlicher ist als die Jugendlichen früher, die noch Zeit für ausgedehnte Radtouren und andere sportlichen Unternehmungen hatten, und der Sportlehrer empfiehlt den Eltern die Kinder/Jugendlichen dann auch noch in ihrer Freizeit (In welcher Freizeit, bitte? Vielleicht in der Zeit nach 20 Uhr abends, damit sie in den 2-3 Stunden bis es ins Bett geht auch keinen klaren Gedanken mehr fassen können, weil sie in einer nach Gummiboden stinkenden, künstlich beheizten und beleuchteten Halle im Kreis laufen dürfen?) in einen Sportverein zu schicken, damit die noch mehr Verpflichtungen haben. Nette Taktik um ausgebrannte, desillusionierte Erwachsene die ihre eigene Kindheit verpasst haben heranzuzüchten.

Noch dazu muss man sich fragen, wer die Jugend in Medienkompetenz und Informatik unterrichten soll? Ich finde die Vorstellung eines Lehrers, der im Unterricht vom Schutz persönlicher Daten bzw. dem Schutz der Daten anderer Leute faselt und selber ein SmartPhone besitzt, mit dem er seine und die persönlichen Daten all seiner Angehörigen und Freunde an Provider, Softwarehersteller, Kriminelle usw. verrät, ist ein ziemliche Lachnummer. Viele Lehrer haben sogar Facebook-Accounts und leiten die Jugend auch noch dazu an, sich dort mit ihrem Klarnamen zu registrieren. Sollte einmal ein Lehrer meiner Tochter Unterrichtsmaterialien und Informationen nur Klassenkameraden mit einem Facebook-Account zukommen lassen, dann macht der umgehend nähere Bekanntschaft mit meinem Anwalt. Ich finde es ziemlich unverschämt, wenn Erwachsene versuchen Kinder in dieselbe Falle zu locken in der sie schon feststecken, statt sie zu warnen nicht denselben Fehler zu machen.

In einer Gesellschaft wie der heutigen, in der eine Warnung in der Grössenordnung der Snowden-Veröffentlichungen keine erkennbare Verhaltensänderung bei der Masse der Bevölkerung mehr hervorruft (und das weder bei IT-Fachleuten, noch beim normalen Bürger), wird es schwierig werden Lehrer zu finden, die Jugendlichen einen kritischen Umgang mit den Medien beibringen und vorleben können. Denn wenn jemand nur leere, auswendig gelernte Datenschutzfloskeln und Warnungen im Unterricht vor sich hinplappert, aber jeder Schüler direkt sehen kann, dass er sich selber garnicht daran hält, dann wird das Ganze für die Prüfung auswendig gelernt und danach nie wieder darüber nachgedacht und so sieht es in unserer IT-Landschaft heute auch aus: Da hängen Fachleute Testserver mit sensiblen Kundendaten ungeschützt ans Internet, weil es so unbequem ist extra Testdaten zu generieren und schon nichts passieren wird. Prinzip Hoffnung wieder besseren Wissens und das bei IT-Fachleuten. Einfach nur unfassbar und es gibt zig weitere haarstäubende Beispiele, die zwingend zu der Misere führen mussten, in der sich die meisten Leute heute befinden.

Seit über 20 Jahren existiert z.B. eine Lösung zur Emailverschlüsselung und trotzdem sieht mich sogar jeder neue IT-Fachmann in meiner Bekanntschaft mit grossen Augen an, wenn er eine Email-Adresse von mir möchte und ich ihm meinen öffentlichen GPG-Schlüssel dazugebe, weil meine Spamfilter jede unverschlüsselte Email die meine Postfächer erreicht direkt vernichten und er somit mit einer unverschlüsselten Mail bei mir von vorneherein keine Chance hat, dass ich sie lese.

Ich weiss also nicht ob eine verpflichtende IT-Ausbildung im Hinblick auf mehr Medienkompetenz und Datenschutz etwas nützt, solange selbst heutige Lehrer im Informatik-Umfeld nur von Medienkompetenz und Datenschutz reden, aber aus Bequemlichkeitsgründen kaum etwas von dem was sie predigen selber praktizieren.

Fazit: Es gibt Informatik als Wahlpflichtfach in Sekundarstufe I und sogar als Leistungskurs in Sekundarstufe II. Wer sich dafür interessiert, hat also genug Möglichkeiten sich in dem Bereich auszutoben (Die Chance hatte ich in meiner Schulausbildung noch nicht. Ich habe als Schulkind zu Hause am original IBM PC meines Vaters DOS, Basic, Fortran etc. gelernt. Meine Lehrer in der Schule waren schon froh, wenn sie ihren Videorecorder programmiert oder gar auf ihrem C64 zu Hause ein Spiel gestartet bekamen, als ich schon richtige Programme geschrieben habe.). Ich denke, man muss Menschen nicht dazu zwingen sich mit Computertechnik zu beschäftigen oder gar Programmieren zu lernen (Ich habe es mir selbst beigebracht, obwohl ich damals gut ohne Computer ausgekommen wäre. Mein Vater hat mich nicht einmal aufgefordert mit seinem Rechner herumzuspielen. Dem war mein Interesse zuerst sogar eher lästig, weil ich die Kiste immer blockierte. Er hat sich aber irgendwann das Nachfolgemodell gekauft und hatte dann wieder seine Ruhe. ;-) Heute ist die Motivation gewiss grösser als damals sich mit der IT zu beschäftigen. Warum sollte man also jemanden in der Schule dazu zwingen?) zu lernen und die Bedienung banaler Alltagssoftware wie Office-Pakete kann man Leuten relativ schnell beibringen, wenn sie sowas dann wirklich einmal brauchen und oft ist das die bessere Taktik.
Ich persönlich würde z.B. um eine Buchhaltungssoftware zu schreiben lieber einen erfahrenen Buchhalter nehmen, der sich im deutschen Regelungswahnsinn zur Buchführung innerhalb eines Betriebes auskennt und ihm Programmieren beibringen, als zu versuchen einem Programmierer die Geheimnisse der Buchhaltung in einem deutschen Betrieb beizubringen, damit der mir ein Programm dafür schreibt.

Bei der schnellen Weiterentwicklung von Computertechnik und Software veraltet das Wissen eines Schulabsolventen der sich nicht aus eigenem Antrieb für die Informatik interessiert ohnehin derart schnell, dass er sowieso alles neu lernen muss, wenn er irgendwann doch wieder auf den IT-Zug aufspringen will. Kein Grund ihn mit Informationstechnik in der Schule zu quälen. Da ist Mathematik als Pflichtfach echt wichtiger. Daher bin ich gegen Informatik als Pflichtfach in Schulen.
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