Spanien erhebt "Google-Steuer" auf Hyperlinks und Webinhalte

Die spanische Regierung hat am Freitag ein viel diskutiertes Gesetz zur Urheberrechtsreform durchgewunken. Das "Ley de Propriedad Intelectual" (LPI) geht dabei noch weiter als das 2013 in Deutschland verabschiedete Leistungsschutzrecht und stellt ... mehr... Gesetz, Recht, Paragraph Gesetz, Recht, Paragraph Gesetz, Recht, Paragraph

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Das sollte man weltweit einführen!! Juhu, endlich wieder Steinzeitverhältnisse.
 
@starbase64: Dann haben die 60-jährigen Politiker das böse, unverständliche, neumodische Internetz doch noch besiegt! Dem Teufelszeug musste ja Einhalt geboten werden!
 
@Mr. Benutzername: Zuerst einmal, bitte zumindest ansatzweise auf die Rechtschreibung achten, danke!

Nur weil jemand 50+ ist, muss das noch lange kein Argument sein, dass diese gegen den Fortschritt sind.
 
@Rumulus: Zuerst einmal, bitte zur Kenntnis nehmen, dass der Begriff "Internetz" bewusst gewählt wurde, um bessere Verständlichkeit für die 50+-Generation zu gewährleisten.

Und ja, in der Regel ist das sehr wohl der Fall. Die ganzen alten Unbelehrbaren sind für viele schlimme Zustände in unserem Land verantwortlich, weil sie immer die gleichen Parteien wählen, die sie schließlich ja auch schon die letzten 40 Jahre gewählt haben. Man bekommt ja schließlich von den netten Wahlhelfern immer so schöne bunte Kugelschreiber und Broschüren.
 
@Mr. Benutzername: Du urteilst nicht weniger pauschal, als das was du in der News kritisierst!

Es gibt ein gutes Sprichwort: Nie über andere urteilen, wenn man selbst nicht besser ist. In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Sonntag!
 
@Rumulus: "In der Regel" ist nicht gleich "pauschal". Ich habe explizit "in der Regel" geschrieben. Wer sich Wahlstatistiken zu Gemüte führt, sieht auf einen Blick die Tendenzen der Wähler mit fortschreitendem Alter immer denselben Müll zu wählen. Es gibt auch diverse Studien, die belegen, dass man mit fortschreitendem Alter IN DER REGEL dem Fortschritt und Veränderungen abgeneigter ist, als ein junger Mensch. Ist ja kein Geheimnis.
 
@Mr. Benutzername: Aber vergiss nicht das einige der Heute 50+ die Technologien zum Internet und deren Nutzung erst erfunden haben. ;)
 
@daaaani: Irrelevant, weil zum Zeitpunkt der Erfindung i.d.R. jung und noch nicht 50+ Jahre alt ;-)
 
@Mr. Benutzername: Achso also wissen sie heute nicht mehr was sie damals erfunden haben. Die Welt wird nicht von 20 Jährigen regiert. Du solltest dir mal die Chefetage sämtlicher Firmen anschauen, die die Welt so wie du sie kennst erst ermöglichen. Respektloser kann man den 50+ gegenüber gar nicht mehr sein. Nur weil nicht alle IT Experten sind oder wissen was sie tun. Dann könnte man deine Argumentation auf alle Altersklassen übertragen. Das Resultat wäre eine äußerst dumme Welt.

Beispiel: Die ganz jungen und unbelehrbaren sind für viele schlimme Zustände in unserem Land verantwortlich, weil sie von Politik gar keine Ahnung haben und auch nicht wählen.
 
@daaaani: Das Beispiel ist ebenfalls irrelevant, weil man den Jungen nicht die Gelegenheit gibt, das Land zu regieren und zu zeigen, ob sie es besser machen könnten. Es wird hingegen bis zum Umfallen auf den Sesseln geklebt.

Das ist jedoch gar nicht das Problem. Das Problem ist vielmehr, dass die Generation, die aktuell am Ruder ist, NICHT im IT-Zeitalter und mit Internet aufgewachsen ist, aber trotzdem rückschrittliche Regelungen in diesen Bereichen durchsetzt, ganz einfach weil sie die Welt der Digital Natives NICHT VERSTEHEN, aber gleichzeitig ihre Entscheidungsmacht in diesen Bereichen nicht abgeben wollen, wodurch dem Internet wie wir es heute kennen, größtmöglicher Schaden zugefügt wird.
 
@Mr. Benutzername: Ich glaube, genau das ist der Punkt. Es geht nicht um das Alter, sondern um das Umfeld, in dem man aufgewachsen ist. Wer nie Kontakt mit IT hatte, wird sich im Alter auch nicht mehr oder wenn, dann nur sehr rudimentär, damit auseinandersetzen. Die Generationen, die damit aufgewachsen sind, werden das Internet und alles darum herum auch im Alter als selbstverständlich ansehen.
 
@heidenf: Stimmt - bestes Beispiel: ich würde nie in ein Altenheim gehen, das keinen Internetanschluss am Zimmer bietet. Bei der heutigen älteren Generation hingegen ist einfach die Nachfrage nicht in ausreichendem Ausmaß da.
 
@heidenf: Vorausgesetzt das Internet ändert sich bis dahin nicht. Oder meinst du nicht auch, dass es dann nicht etwa jüngere gibt, die dir unterstellen du würdest dich nicht auskennen?

Das hat aber alles nix mit der Pauschalisierung einer Altersgruppe zu tun. Steve Jobs war z.b. 56 Jahre zum Zeitpunkt seines Totes. Will mir irgendjemand ernsthaft Weiß machen, dass er keine Ahnung von IT hatte? Sicher adaptieren jüngere gruppen neue Technologien eher als die älteren. Deswegen weiß aber die Mehrheit der jüngeren Trotzdem nicht zwangläufig wie zb Links funktionieren, geschweige denn das Internet. Bedienen können heißt nicht gleich einen Durchblick haben. Klar haben die jüngeren heute alle ein Smartphone und surfen viel (was ja auch gut so ist). Aber nicht weil sie den Durchblick haben (die meisten wissen nicht unbedingt was Android ist von denen, erst recht nicht die meisten Mädels), sondern einfach weil es Gesellschaftlich In ist. Und genauso wenig sind alle 50+ dumm oder wissen nicht was IT ist. Das ist einfach nur eine Sache der eigenen Einstellung und des Interesses.

Keiner hindert dich daran, nur weil du jünger bist, in die Politik zu gehen oder Parteien zu gründen. Um die Welt in Bezug auf das Internet zu verbessern. Nur fehlt den jüngeren oft die Geistige reife es denn auch richtig zu machen. Wie man zb an der Piratenpartei sehen konnte.

Die breite Masse der Bevölkerung hat keinen Plan worum es in dieser Gesetzgebung geht. Das hat aber nix mit alter zu tun sondern mit Gesellschaftlichen schichten. Wer kennt sich denn schon mit den Technischen Hintergründen von Links aus, geschweige denn dem Urheberrecht?

Ändert aber nix an der Tatsache, dass hier ein alter Sack von einer Lobby, sich hat beeinflussen lassen. Und sich der Tragweite seiner eigenen Handlung nicht bewusst ist. Und glaube mir die Mehrheit der Jüngeren hätte sich an seiner Stelle genauso von dieser Lobby beeinflussen lassen. Einfach weil das Verständnis dahinter von der Mehrheit der Bevölkerung nicht gegeben ist. Und weil die Ausführungen von der Lobby für jeden erstmal plausibel klingen. Es muss nur das Böse Wort "Raubkopierer" genannt werden und schon sind sie alle verunsichert, egal welche Altersklasse. Denn niemand will ja was Illegales erlauben.
 
@daaaani: Pauschalisierung von Altersgruppen? Hast du meinen Beitrag gelesen? Ich habe keine Altersgruppen pauschalisiert. Im Gegenteil. Was genau an: "Es geht nicht um das Alter, sondern um das Umfeld, in dem man aufgewachsen ist" hast du nicht verstanden? Es geht darum, ob eine Generation es gewöhnt ist, mit sich ständig wechselnden Technologien umzugehen oder nicht. Natürlich ändert sich das Web, aber das tut es, seit Bestehen.
 
@heidenf: ich habe das @Mr. Benutzername: noch vergessen sorry, wollte an euch beide schreiben. Mein Fehler!
 
@daaaani: Ganz ehrlich, dein Roman ist schön und gut, aber ich erkenne die Sinnhaftigkeit nicht.
Du versuchst, deinen Standpunkt zu verteidigen, indem du dir einzelne Personen der IT-Branche herauspickst, unterstellst mir, Älteren Dummheit zu unterstellen und schweifst vom Thema ab, bis irgendwann das Ende deiner Textwand erreicht ist.

Dabei ist es ganz einfach. Ältere Generationen sind von Natur aus im Schnitt weniger (langsamer) anpassungsfähig und weniger veränderungsfreudig. Das ist nunmal so. Zusätzlich ist die heutige ältere Generation nicht mit globaler Vernetzung aufgewachsen und kann in der Regel den Wert und die Konzepte selbiger nicht wie ein junger Digital Native verstehen. Dadurch werden durch die heutige ältere Generation im IT-Bereich viel eher Fehlentscheidungen getroffen als von jüngeren Menschen, da bei den älteren eine Diskrepanz an Verständnis und Stellenwert vorhanden ist.

So sieht's nun mal aus. Da braucht man auch gar nicht darüber spekulieren, wie es mal sein wird, wenn wir selbst mal alt sind usw., denn das betrifft uns im hier und jetzt NICHT, während uns die Fehlentscheidungen, die AKTUELL von älteren Generationen getroffen werden, sehr wohl betreffen.
 
@Mr. Benutzername: Ich sehe schon das du es nicht verstehst, ist aber auch nicht schlimm. Du musst dich in Bezug auf Anpassungsfähigkeit nicht wiederholen, da ich es 1. verstanden habe, und dir 2. das auch schon bestätigt habe.

Die Spekulation im Alter war auf heidenf Ausführung bezogen. Die ja im kern deine Aussage ist nur prospektiv.

Und mein Beispiel mit der Einzelnen Person aus der IT, diente ja diente als Argument gegen deiner Pauschalisierung der Älteren. Auch wenn du das Wort dumm nicht wählst unterstellst du es ja einer ganzen Generation. Zitat Mr. Benutzername: "Man bekommt ja schließlich von den netten Wahlhelfern immer so schöne bunte Kugelschreiber und Broschüren."

Zitat Mr. Benutzername: " Dadurch werden durch die heutige ältere Generation im IT-Bereich viel eher Fehlentscheidungen getroffen als von jüngeren Menschen". Die heutige ältere Generation trifft viel eher die richtigen Entscheidungen und prägt uns jüngere Generation mit all den Technologien. Einzelne alte Menschen in der Politik natürlich nicht, aber nicht gleich eine ganze Generation!
 
Jungs tauscht doch mal die Nummern aus oder geht zusammen ein Eis essen ;P
 
@sk-m: Überfordert durch längere Konversationen als "Sup?" und "LOL xD"? :-)
 
@Rumulus:
Das sagt aber leider sogar mein 67 Jahre alter Vater über Politiker. ;)
Nicht dass es bei jüngeren viel anders wäre, wie die FDP beweist und und viele der Jugend von CDU, SPD, Grünen, etc.
 
@Rumulus: Zuerst einmal, wo hat er bitte die Rechtschreibung missachtet?

Darüber hinaus ist es aber leider wirklich offensichtlich, dass gerade ältere und oftmals auch korrupte (von den Medienindustrie bezahlte) Politiker das Internet als bösartiges Medium betrachten, dem Einhalt geboten werden muss. In wie weit die Korruptheit auch jüngere Politiker betrifft, kann ich nicht sagen, da in den Medien und in politischen Führungspositionen (in aller Regel) nur die älteren Politiker (50+) vertreten sind. Aber zumindest denke ich, dass jüngere Politiker (40-) diesbezüglich wesentlich weltoffener sind und sich weniger gegen den Fortschritt stellen.
 
Unabhängig von Zensur u.Ä. Strafe=>außergewöhnliche Ausgaben/bzw. entgangenen Einnahmen=>weniger Steuern bzw. andere Möglichkeiten diese steuerlich geltend zu machen? Oder Verteuerung der Werbung für spanische Firmen usw. Wie viel von den erwähnten 300.000 zahlt Google also überhaupt? Und wie viel wird eine rein spanische, kleinere, Suchmaschine zahlen, wenn sie den Laden nicht gleich, vorsichtshalber, aufgibt? Für mich wird dieser ganze Urheberkram in der EU nämlich darauf hinauslaufen, die ganz Großen zahlen eh kaum etwas, die Kleineren machen den Laden zu oder machen erst gar nicht auf.
 
Katastrophale Regelung
 
@Mr. Benutzername: Entweder haben hier wie der Artikel sagt die Verantwortlichen wirklich keinen Plan was sie da tun (immer wieder schlimm wenn Leute ohne Ahnung bestimmen dürfen) oder hier wird mit voller Absicht ein Werkzeug eingeführt, dass einerseits zu Abzocke jeder Art genutzt werden kann, andererseits ganz "praktisch" für Zensur sein dürfte.
Perfide, undemokratisch und eines Rechtsstaats unwürdig.
Mich würden die Argumente der Befürworter interessieren -> aber wahrscheinlich ist das wieder so ein Fall von "wir brauchen keine Fakten und Argumente - so wirds gemacht, und aus!"
 
@moribund: Es ist das erste Mal, dass ich wirklich froh über die Existenz von IT-Großkonzernen wie Google bin, da Hoffnung besteht, dass sie dagegen rebellieren werden und auf der selben Seite mit dem einfachen Nutzer stehen, da es sie diesmal genauso hart trifft.
 
@Mr. Benutzername: Bei mir das zweite Mal: SOPA vor zwei Jahren war damals IT-Konzerne vs. M.a.F.I.A. (Music and Film Industry Associacion) ^^
 
Wie absurd ist es eigentlich, auf einen Hyperlink Urheberrecht zu bekommen? Das ist, wie wenn ich mich ins Telefonbuch eintragen lasse und dann Linzenzgebühren verlange, wenn mich jemand anruft.
 
@Mr. Benutzername: Gute idee :D
 
An Googles Stelle würde ich einfach mal in Spanien ALLE Suchmaschinen-Tätigkeiten einstellen für zunächst ~1 Woche, danach werden die entsprechenden Stellen bestimmt einlenken, da auch Behörden auf Suchergebnisse aus dem Internet angewiesen sind. Und auch Unternehmen verschiedenster Art wären davon betroffen, die dann ebenfalls gegen die Gesetzesentwürfe Proteste einlegen sollten.

Google muss nur im Vorfeld ordentlich darauf hinweisen, wer weswegen dafür verantwortlich ist, nicht dass die Nutzer auf die Idee kommen Google die Schuld zu geben ;)
 
@tapo: Genau, Erpressung ist super. Und dann soll Google fordern alle Datenschutzgesetze aufzugeben und einfach mal offline gehen, und danach dann vielleicht einen Anteil an allen Steuern fordern und solange wieder offline sein bis es kriegt was es will... . Nix für ungut, Google soll schon seine Konsequenzen ziehen, aber das was du vorschlägst könnte für alle auch nach hinten losgehen.
 
@lutschboy: Das hat mit Erpressung nichts zu tun. Google ist ein Unternehmen und kann in Länder exportieren wie es will und sich auch wieder zurückziehen, wenn ihnen neuen Bedingungen nicht passen. Es steht der spanischen Regierung ja frei eine eigene Suchmaschine zu entwickeln. Die kann man dann auch ordentlich zensieren.
 
@Memfis: Es wäre keine Erpressung wenn es nicht befristet und losgelöst von Forderungen ist. Sich erstmal eine Woche zurückzuziehen und damit zu drohen den Markt zu verlassen wenn man was nicht bekommt, besonders wenn man Monopolist ist, ist Erpressung. Was denn sonst? "Wir gehen jetzt ne Woche offline und wenn wir bis dahin nicht kriegen was wir wollen verlassen wir das Land und hinterlassen durch unsere Marktdominanz ein einziges Chaos mit milliardenschäden". Ja.. klingt wie ne höfliche Bitte, garnicht erpressend. So wie du es schilderst, wäre es ok, wie tapo es schildert, ist es Erpressung. Aber worum es mir eigentlich geht, ist dass wenn Google damit anfangen und sogar durchkommen würde, auch Dinge erzwingen könnte, die tapu du und ich wohl nicht begrüßen würden.
 
@lutschboy: Als würdest du den das vorgehen der spanischen Regierung bezeichnen? Ist deren Handeln vielleicht besser? Ich würde so ein Vorgehen als "Streik" bezeichnen. Wenn die Arbeiter streiken drohen sie ja auch damit dem Unternehmen und der Wirtschaft zu schaden, wenn nicht mehr Gehalt und / oder bessere Arbeitsbedingungen zustande kommen.
 
@lutschboy: und was ist dann mit streikenden Gewerkschaften? Die sind indes auch eine Erpressung - dabei wollen sie bessere, fairere Zustände.

Ich denke, dass es in diesem Fall wenig anders aussieht. Wer das VERLINKEN von Hyperlinks unter Voraussetzungen einer Lizenz setzt, kann einfach nicht ganz dicht im Kopf sein. Dass das Politiker per se niemals sind (Ausnahmen bestätigen die Regel), ist bekannt. Die meisten der entscheidungsträchtigen Politiker sind 50+ - ergo fallen sie ganz genau in diese Menge. Vielleicht sind nicht alle so - aber viele, die ich kenne, wissen vom Internet auch nicht mehr als dass es unendlich und gefährlich ist.

Ich finde Google sollte die Verlage usw. alle rausschmeißen, die auf LPI- bzw. das Leistungsschutzrecht klagen. Einfach rauswerfen und gut ist. Die sind dann ja immer noch im Netz - nur eben nicht in Google. Das würde mich persönlich sehr freuen.
 
@lutschboy: Ein Gesetz zu erlassen dass die unabdingbaren Grundfunktionen des Internets besteuert, nur weil ich als Regierung die Macht habe, das klingt sehr rechtsstaatlich, marktwirtschaftlich und demokratisch.
Außerdem glaube ich nicht mal dass das mit der gängigen Rechtssprechung der EU konform geht. Einfach Spanien als Land sperren. Fertig.
 
@Memfis: Zum Handeln der spanischen Regierung: Du kennst sicher das Sprichwort, dass ein Unrecht nicht ein anderes Unrecht aufhebt? Das sehe ich zumindest auch so. Zum Streik: Ein Streik bezieht sich auf ein Unternehmen von den Angestellten, und ein Generalstreik geht vom Volke aus und bezieht sich auf einen Staat. Angestellte wie das Volk haben die volle Legitimität sowohl bei Unternehmens- als auch bei politischen Entscheidungen mitzubestimmen. Unternehmensentschheidungen und Streiks beziehen sich nicht auf den ganzen Staat. Indem Google aber durch sein Handeln über staatliche Gesetze quasi entscheidet läuft das im Gegensatz zu einem Streik dem demokratischen Gedanken völlig zuwider. Denn die Macht geht (offiziell ;D) vom Volke aus, nicht von Unternehmen. Wenn ihr eine Googlekratie wollt, bitte, ich halt nicht. Google soll sich Gesetzen beugen, oder, wenn es ihnen nicht passt, sich halt vom Markt zurückziehen oder ganz normal in Diskussionen und Verhandlungen mit der Regierung stehen. Wobei es mir in der Diskussion übrigens weniger um die Erpressung an sich geht, als vielmehr darum, dass wenn Google erstmal damit anfängt seine Macht dazu zu mißbrauchen Gesetze zu beeinflussen, ihr dann nicht meckern dürft, wenn Google als nächstes Datenschutzgesetze durch Drohungen abschafft oder ähnliches...
 
@Zeus35: "Einfach Spanien als Land sperren. Fertig." Wie rechtsstaatlich, marktwirtschaftlich und demokratisch dein Gedanke doch ist. Respekt.
 
@lutschboy: Wieso? Jede Firma darf für sich das Recht in Anspruch nehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung einzustellen wenn die Bedingungen untragbar werden, seien es Steuern, Zollabgaben, oder sonstige Auflagen.
Wenn z.B. UPC keinen Gewinn mehr macht mit Lieferungen in die Ukraine o.ä. dann stellen sie das Geschäft dort ein. Fertig. Warum sollte Google das nicht auch machen dürfen? Die und ähnlich große Suchmaschinen haben ja noch die Wahl, was aber ist mit den ganzen News-Aggregatoren oder Blogs?
Sollen die jetzt alle auf Seiten außerhalb der EU ausweichen?
 
@Zeus35: Google kann das gerne machen, ihr überschätzt hierbei den Einfluss von Google. Natürlich wird sich die Bevölkerung beschweren aber schon nach kurzer Zeit, wird man nach neuen Suchmaschinen greifen oder Google über Proxys anbieten. Also wahrscheinlicher ist es das Google langfristig dabei Marktanteile einbüßt als das die Regierung deswegen einknickt. Das Gesetz bereits im Vorfeld mit Bestech.. ähm freiwilligen Einmalzahlungen zu verhindern, wäre aussichtsreicher gewesen. (Und Google hätte die Option sicherlich genutzt wenn sie sich geboten hätte:)

Erfolg mit dem Boykott kann Google nur haben, wenn die anderen großen Anbieter mitziehen, und daran habe ich meine Zweifel.
 
@crmsnrzl: Wenn es nur auf Google begrenzt wäre würde ich auch sagen das es zu Einbußen an Marktanteilen führt aber es scheint ja alles und jeden zu betreffen und somit dürfte sich da zumindest an den relativen Marktanteilen nicht viel tun. Was die absoluten Zahlen angeht könnte es einen Rückgang geben sofern das Gesetz tatsächlich zur Anwendung kommt.
 
@hezekiah: Du verstehst mich falsch. Es geht um den weiter oben vorgeschlagen Boykott Seitens Google. Klar trifft die neue Regelung alle, aber solange nur Google so einen Boykott startet, schneiden die sich ins eigenen Fleisch. Wenn weitere große Nummern im Web mitmachen, dann hat der Boykott vielleicht Aussicht auf Erfolg, aber genau das glaube ich nicht.

Nur weil alle davon betroffen sind, stellen sich nicht gleich alle auf die selbe Seite.
 
@crmsnrzl: Ah, so meinst du das. Ja, richtig. Wenn sie die einzigen sind die Boykottieren dann schadet es ihnen eher als das es ihnen was nützt.
Ist aber eh die Frage ob hier wirklich jemand irgendwas machen wird bevor nicht der erste Prozess über die Zustellung der Rechnung ausgefochten wurde.
 
@lutschboy: Auch wenn mein Beitrag sich tatsächlich zunächst nach "Erpressung" anhört meinte ich es tatsächlich eher so wie @Memfis und @divStar es erläuterten. Entschuldigung falls es da Missverständnisse gab.

Also ich meinte das her so nach dem Motto: "Wir zeigen euch ersteinmal die Konsequenzen aus eurem neuen Gesetz und könnt es (bspw.) 1 Woche lang testen. Ihr könnt das dann so hinnehmen oder euch umentscheiden." --> So wie wenn ich zur Probe eine neue Firmensoftware nutze, entweder die passt zu mir oder sie müsste angepasst werden oder eben nicht ;)
 
@tapo: Man kanns auch andersrum sehen: Wenn Google schon nahezu alle Steuern vermeidet, dann wird es zumindest auf diesem Weg gezwungen, einen Teil seiner riesigen Gewinne an die Allgemeinheit abzugeben, statt immer nur deren Daten abzuschöpfen und in Kapital umzuwandeln. Ich denke, dass Google und andere Unternehmen das Ganze rein finanziell verkraften können. Ich würde mir eher aus anderen Gründen Gedanken wegen des Gesetzes machen...
 
@elbosso: wenn du deine Konten auf den Kanaren oder sonst wo hättest, wäre es doch wohl auch nicht in Ordnung wenn man dich zwingt Atemluftsteuer zu zahlen oder? Vor allem wenn alle anderen nicht zahlen müssten.
 
@divStar: Im Text steht, dass alle Suchmaschinenanbieter davon betroffen sind. Google ist eben der Größte, weshalb von einer Google-Steuer geredet wird. Von daher stimmt deine Aussage so nicht und Bing ist etwa genau so betroffen. Und ganz ehrlich: wenn wir alle unsere Konten in Steuerparadiesen hätten, dann wäre eine allgemeine Atemluftsteuer möglicherweise schon in Ordnung ;)
 
@elbosso: richtig - wenn wir alle unsere Konten dort hätten. Haben wir aber nicht. Daher würdest du die Steuer sicherlich als unfair betrachten wenn nur du sie zahlen müsstest.

Bei anderen kleinen Suchbetreibern ist sowieso kaum etwas zu holen. Bing wird wohl wie Google vorgehen - evtl. entsprechende Angebote aus dem Index werfen (vielleicht). Die Verlage sind doch die kostenlosen Nutznießer der Suchmaschinen. Niemand hat sie daran gehindert ihre eigene Suchmaschine zu bauen - und ihre Marktmacht dann zu missbrauchen (was sie 100%tig getan hätten). Aber es ist eben einfacher fremde Suchmaschinen zu benutzen; dass diese das manchmal merken und eben gut daran verdienen .. naja dann besticht oder erpresst man eben die Politik, damit diese ein Gesetz für die Verlage schafft - neue Geschäftsmodelle sucht man in diesen Gesellschaftsdinosauriervereinen genau so vergebens wie Intelligenz. Niemand wird davon profitieren, dass die Verlage nicht gelistet werden - Google hat weniger zum Anzeigen (aber immer noch genug) und die Verlage haben keine Werbeplattform mehr.
Mir sollts Recht sein - im Internet gibt es sehr viele Dinge doppelt und dreifach. Ein paar Verlage weniger im Internet (bzw. in meinen Suchergebnissen) vereinfacht mir schlicht die Auswahl.
 
@divStar: Also wenn man das System zu seinen Gunsten ausnutzt/verbiegt, würde ich das schon als intelligent bezeichnen (--> vorhandene Intelligenz).
Ich würde es auch als verwerflich, unehrenhaft oder gar illegal bezeichnen, aber das steht nicht zur Debatte.
 
Das Filesharing Firmen in den Bankrott treiben können ist wohl bekannt, neustes Beispiel Crytek. Darum unterstütze ich Massnahmen gegen Leute die sich illegal im Netz bedienen wollen.

Was aber hier geschieht ist einfach nur Blödsinn, denn Google und Co. werden grundsätzlich als Verbrecher abgestempelt und bestraft ohne das eine Straftat nachgewiesen, oder bevor sie begangen wird. Der Grundsatz: Jeder ist unschuldig bevor die Schuld bewiesen ist, wird hier untergraben.

Für mich ist das von Spanien lediglich eine erbärmliche Möglichkeit/Versuch um ihre leeren Staatskassen aufzufüllen auf Kosten von Dritten.
 
@Rumulus: So ein dummes Gelaber. Crytek hat nicht wegen der Raubmordkopierer eine finanzielle Schieflage (NOCH sind sie ja nicht offiziell am Ende). Die Ursachen sind wohl eher woanders zu suchen.
 
@Rumulus: Da möchte ich doch mal ein ernsthaftes und nachweisbares Beispiel haben, wer durch Fileshraing zugrunde gegangen ist.
 
@LastFrontier: Da gibt es einige Filesharer denen das passiert ist.
 
@daaaani: "Da gibt es einige Filesharer denen das passiert ist." - das sind aber die Diebe die du da meinst. Also Abgemahnte.
 
@LastFrontier: Röschtisch!
 
@LastFrontier: Hier die PDF des US Bericht, wo nachzulesen ist wie viele Firmen zwischen 2008-09 direkt, oder indirekt durch Filesharing Konkurs gegangen sind und welche gesamt Auswirkung Filesharing auf die Wirtschaft hat.. Mir ist klar, egal was ich hier zu dem Thema schreibe, es wird ignoriert, dementiert, oder einfach ins lächerliche gezogen: http://www.gao.gov/new.items/d10423.pdf
 
@Rumulus: Selbst beim groben überfliegen stellt man fest, dass der Bericht sich hauptsächlich auf kommerzielle Fälschungen von Güter bezieht (Schuhe, Taschen, CDs etc). Schaust du dir den Mist den du hier postest eigentlich auch an?! Mit Filesharing hat das erstmal nichts zu tun.
Crytek hat mehr Studios als Spiele, die Story ist bei denen flach wie der Bodensee und am Gameplay hat sich ewig auch nicht viel gemacht. Die meisten waren spätestens nach Crysis2 bedient und ich kenne auch niemanden der Crysis 3 je gespielt hat.
 
@Zombiez: Ich habe mir den Bericht mal zur Brust genommen und er bezieht sich sehr wohl auf Raubkopieren von Software, du musst ihn halt nicht nur überfliegen.

Ob es Mist ist (der Bericht), sei mal dahingestellt, aber zu behaupten es hat mit Filesharing nichts zutun ist pure Ignoranz. Es ist doch sehr vermessen so etwas zu behaupten, wenn jeder es selbst nachlesen kann

Persönlich mag ich zwar anzweifeln, dass der Schaden so hoch ist, aber da ich keine Referenz Zahlen habe, muss ich es mal so hinnehmen.

Wer Meinungen unsachlich vertritt wie du, hat nicht nur schon an Glaubwürdigkeit verloren, sondern entzieht sich auch jeglicher sachlicher Diskussion. Von sich gleich auf alles und jeden zu schliessen zeugt auch nicht unbedingt von Weltoffenheit. Nur weil du niemanden kennst, der Crysis 3 spielt, ist das noch lange keine Referenz. Einfach einmal vom hohen Ross runtersteigen und die Welt von unten betrachten, da sieht vieles schon etwas anders aus .........

Edit: Nur für dich einer von vielen Absätzen zum Thema (Original Seite 24): entertainment software, and video games for the year 2005.24 This study found that losses in the U.S. economy due to piracy accounted for $58 billion in output, over 370,000 jobs, and $2.6 billion in tax revenue. It was calculated by taking industry estimates of loss revenue and applying the RIMS II multipliers to these figures
 
@Ruderix2007: Ich fragte nach Konkursen durch Filesharing.
Der Bericht bezieht sich auf Verluste, welche durchaus vorhanden sind.
Ausserdem ist 2005 wohl doch etwas alt.
Hinzu kommt dass auch die US-Regierung diese Zahlen stark anzweifelt und nicht für belegbar hält, zumindest aber für äusserst zweifelhaft und stark übertrieben.
Quelle: http://www.zeit.de/digital/internet/2010-04/us-regierung-verluste-filesharing
 
@LastFrontier: Ob der Bericht aus dem 2005, oder 2014 ist irrelevant, denn ich bezweifle das da gravierente Unterschiede sind, wohl eher in die Richtung, dass heute mehr Leute Raubkopien benutzen, als 2005, desweiteren ist der Bericht nicht aus dem Jahre 2005, sondern schliesst das nur mit ein! Ach ja und dein Artikel bezieht sich genau auf meinen Link! Gehe mal in DEINEM LINK auf den Link: in einem aktuellen Bericht der US Regierung
Soviel zu deinem Dementi .....

Der Bericht zeigt nur mal Zahlen auf, die übrigens von der Regierung mit denen von den Angaben der Industrie im Vergleich stehen. Die US Regierung kommt selbst zum Schluss, dass Raupkopierer tausende von Jobs vernichten, steht alles im Bericht. Aber gerade die Tatsache, dass die Regierung die Zahlen der Industrie revidiert, macht den Bericht glaubwürdig.

Warum fragst du nach Konkurs durch Filesharing, kannst du Google nicht selbst benutzen? Es gibt da unzählige Beichte darüber. Klar, wenn man nicht will und Tatsachen ignoriert, dann führt kein Weg ans Ziel. Hier mal 2 Links die ich innert 10 Sek. gefunden habe: http://tinyurl.com/qh7pts6
http://tinyurl.com/cnoxcbd --- Es gibt noch mehr und hier zeig ich dir noch wie du sie findest: http://bit.ly/1k3oFkk

Wie ich bereits geschrieben habe und die Kommentare das auch unter Beweis stellen, egal was ich hier präsentiere, es wird ignoriert, diffamiert, oder einfach ins lächerlich gezogen. Solche Diskussionen sind sinnlos, denn Leute die nicht die einfachste Logik verstehen wollen, werden es nie begreifen.
 
@Ruderix2007: Bezieht sich trotzdem nicht auf Filesharing sondern auf KOMMERZIELLE Piraterie (Auf Flomärkten etc.)
"when pirated movies are sold, it damages not only the motion picture industry, but all other industries linked to those sales"

Ich habe nie behauptet das meine Umgebung repräsentativ ist und niemand Crysis3 spielt, aber wohl behaupte ich, dass diese einen Trend aufzeigt oder wie erklärst du die Verkaufszahlen von Crysis3. Achso Filesharing, na dann...
 
@Rumulus: Weil du da Spiele verlinkt hast - wäre es möglich dass die Keiner kauft weil sie nix taugen oder am Markt keine Akzeptanz finden?
Gerade Spiele sind ja auch ein - Lotteriespiel.
da erst mal die Hauptschuld auf die Filesharer abzudrücken, ist schon etwas grotesk.
 
Google-Steuer? Dieses Gesetz trifft potentiell JEDEN, der irgendwelche Links setzt. Egal ob Google, Bing, Yahoo oder stinknormale Facebook/Twitter/YouTube/G+-Nutzer oder einfache Blogger! Dann können sie das Internet in Spanien auch ganz abschalten.
 
Wenn sich jetzt Google und andere wichtige spanische Webseiten zusammenschließen und die Seiten für sagen wir mal eine Woche abschalten, dürfte schon der Druck aus der Wirtschaft dafür sorgen, dass diese Regelung rückgängig gemacht wird. Da man aber in dem Business lieber meckert, dann aber doch kuscht wird das nicht passieren und die Contentterroristen haben ihr Ziel erreicht.

Edit: Alternativ nimmt man einfach die Hyperlinks raus, also dass sie anklickbar sind. Dann muss man die Links halt umständlich per Copy & Pase in die Adresszeile einfügen, bzw. sich ein entsprechendes Addon installieren (Was bei Firefox und Chrome kein Problem sein dürfte, für den IE gibt es sowas glaub nicht) Der einfache Benutzer dürfte aber so oder so genervt sein und entsprechend kommt dann dieses Gebaren auch dort an, wo es ankommen muss. Beim einfachen Volk.
 
@Memfis: Das wäre doch "Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung". Wäre es zwar tatsächlich, in meinen Augen aber absolut gerechtfertigt, da es nicht nur um den Schutz eines Geschäftsmodells, sondern um das Funktionieren des Internets im allgemeinen geht.
 
@nicknicknick: Und was will Spanien dagegen tun? Google verbieten weiter auf dem spanischen Markt tätig zu sein? Witzig.
 
@Memfis: Spanien? Nee, für sowas gibts die EU-Kommission. Die verhängt dann im Zweifel Strafen bis in den Milliardenbereich.
 
@nicknicknick: Stimmt, die verhängen ja ab und an kleine Taschengelder, die sie dann "Strafen" nennen und sorgen für so lustige Sachen wie den Browserauswahlbildschirm.
 
@Memfis: Von Taschengeldern würde ich da nicht unbedingt sprechen, wobei die Strafe gegenüber Microsoft gemessen an der Dreistigkeit der Unternehmenspolitik sicherlich eher gering ausgefallen ist: http://goo.gl/7bwub6 Aber du hast natürlich Recht, die Auflagen sind manchmal noch viel wirksamer als die Strafzahlungen.
 
Google está en su país ya no está disponible. Esta sentimos.

(Google ist in deinem Land nicht mehr verfügbar. Dies tut uns leid.)
 
@Fallen][Angel: Genau DAS wäre meine Antwort auf eine solche Regelung (wenn Google mein Unternehmen wäre)
 
Google sollte ebenfalls Geld verlangen, wenn jemand dessen Dienste für Kommerzielle Zwecke nutzt! Gerade Youtube Videos werden sehr gerne umsonst genommen, aber Gnade dir Gott wenn man die Videos der Verlage nutzt....
 
Das bedeutet dann im Endeffekt, das man nur noch problemlos auf Webseiten verlinken darf, wo man weis, das der Betreiber keine Lizenzforderungen stellen wird, oder?
 
@Pizzamann: Und dann wird die Webseite von einer Heuschrecke / Abmahnanwalt aufgekauft ... kennt man doch alles schon.
 
@Pizzamann: Hm.. dann müsste Google seinen Crawler für Spanien abstellen und alle Webseitenbetreiber aufrufen ihre Seiten noch mal zu registrieren. Bei der Registratur gibt es dann eine Abfrage bezüglich der Lizenzforderungen und wenn die Seiten den Betreiber/Besitzer wechseln dann müsste die Registratur erneut fällig werden... Falls man das so implementieren kann wäre das eine Variante.
 
Hätte Google die seine Dienste in der Vergangenheit in Spanien mal eingestellt für einige Wochen, dann wäre der Aufschrei bestimmt groß gewesen. Politiker und Juristen (meist in einer Person vereinigt), die von der Materie nix verstehen, erheben sich mal kurz über alles hinweg und zerstören in einem Handstreich ganze Infrastrukturen.
 
Eine Pionierleistung an Geistigem Dünnpfiff
 
@cathal: Wie würde eine Auszeichnung in Form eines Pokals aussehen? Ein goldener Klecks? xD
 
@daaaani: Ne goldene Zwangsjacke.
 
Ich bin bald soweit, alle Internetgeräte und das Internet für mich selbst abzuschalten, eine reale verrückte Welt reicht mir.
 
@HelmutS: Was meinste was ich mir mit meiner Glass anhören muss, bezüglich Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht und was den Leuten noch alles für ein Quatsch einfällt.
 
@Hans Meiser: Dir ist der Quatsch, dir sowas zuzulegen, doch auch eingefallen *g
 
@DerTigga: Aus der Notwenigkeit heraus. Mir gefällts super!
 
Schön wäre es ja mal, wenn die Polizei demnächst einen spanischen Politiker festnehmen würde, weil der, wegen zuviel Langeweile in den Parlamentssitzungen, dutzende Hyperlinks angeklickt hat und nun seine Rechnung nicht bezahlen bzw. auf die Steuerzahler abwälzen möchte.
 
Und ich dachte bekloppter als unsere Leistungsschutzrechtler geht es nicht... und dann kommt Spanien.
 
Ich wünsche jedem der Kommentatoren die hier über den angeblichen Unsinn des Gesetzes schreiben, dass sie nie selbst in die Verlegenheit kommen ihre intellektuellen rechte schützen zu müssen. Und ich schreibe explizit nichts davon, dass ich bei den meisten keine Gefahr sehe, diese Situation jemals zu erreichen. Das wäre auch eine andere Geschichte. Nur weil euch Google diese tolle "kostenlose" Welt mit billighardware und gratis-Apps beschert, habt ihr kein recht illegal werke anderer zu nutzen, nur weil das technisch möglich ist. Fragt euch mal selbst wo das Problem sein soll, wenn ein suchmaschinenanbieter für einen link auf eine illegale quelle zahlen soll ? das Gesetz stellt nur sicher, dass firmen wie Google nicht ohne zu fragen Inhalte aus dem netz abgreifen und unter eigenem Namen vermarkten.
 
@ITkrates: Ich befürchte, du hast das Ausmaß dieses Gesetzes nicht verstanden. Es geht nicht um "illegale" Links sondern um alle Links zu urheberrechtlich geschützten Werken. Darunter fallen beispielsweise auch Zeitungsartikel.
 
@ITkrates: Ach so, nur weil die Medienunternehmen nach wie vor das Internet als Neuland betrachten und unfähig sind, ihre Vermarktungsstrategien an die moderne Zeit anzupassen, ist Zensur also ok???

Sag mal, gehts noch??? Zensur ist *NIE* und *UNTER KEINEN UMSTÄNDEN* gerechtfertigt!!!
 
@seaman: "Zensur ist *NIE* und *UNTER KEINEN UMSTÄNDEN* gerechtfertigt!"
Kinderpornografie?
 
@crmsnrzl: Bist du ein Politiker? Nur Politiker missbrauchen unsere Kinder, um eine Zensur durchzudrücken!
 
@seaman: Was drücke ich denn durch? Du stellst eine Behauptung auf und ich zeige dir die erste Gelegenheit, bei der du damit ins straucheln gerätst.

Also hör auf Politiker zu beleidigen (auch wenn es "in" ist) und erkläre, wie du deine Behauptung untermauerst beim Thema Kinderpornografie. Klappe aufreißen kann jeder.
 
@crmsnrzl: Habe ich doch schon:

"Zensur ist *NIE* und *UNTER KEINEN UMSTÄNDEN* gerechtfertigt!"

Ich empfinde es einfach nur erbärmlich und traurig, wenn man als Grund für die Einführung von Zensur, Kinderpornographie nennt.

Anstatt das Problem an der Wurzel zu packen, wird es umgangen und so auch noch ganz nebenbei die Grundlage für eine Diktatur geschaffen.
 
@seaman: Nein, eben nicht.
"Zensur ist *NIE* und *UNTER KEINEN UMSTÄNDEN* gerechtfertigt!" ist eine Behauptung, keine Erklärung. Wie du dich windest und mir eine Position unterstellst, welche ich gar nicht eingenommen habe (Ich habe nicht mal angedeutet, ich sei für Zensur), zeigt mir, dass du bereits am straucheln bist.

"Anstatt das Problem an der Wurzel zu packen, wird es umgangen [...]" ist zudem die Unterstellung, es würde nicht dagegen vorgegangen, was beweisbar falsch ist.
 
@crmsnrzl: Weiter oben hast du klar zum Ausdruck gebracht, dass Zensur für dich bei Kinderpornographie gerechtfertigt ist:

+++++++++++++++
@seaman: "Zensur ist *NIE* und *UNTER KEINEN UMSTÄNDEN* gerechtfertigt!"
Kinderpornografie?
+++++++++++++++

Darüber hinaus habe ich auch niemanden etwas unterstellt, sondern nur angedeutet, das Zensur *NIEMALS* eine Lösung sein kann!
 
@seaman: "Weiter oben hast du klar zum Ausdruck gebracht, dass Zensur für dich bei Kinderpornographie gerechtfertigt ist:" Lüge.
Du zitierst es noch selbst. An welcher Stelle dieses Wortes habe ich das Ausgedrückt? An keiner.
Aber sei's drum, eine Erklärung für deine Behauptung hast du noch immer nicht geliefert.
 
@crmsnrzl: Und warum hast du dann "Kinderpornographie?" auf meinen Kommentar hin geschrieben?

Sorry, aber du versuchst hier mit allen Mitteln Zensur schön zu reden und machst das auch noch auf Kosten von Kindern. Das ist deinerseits wirklich erbärmlich! Wenn du mir das alles persönlich in Gesicht sagen würdest, dann könnte ich wirklich für nichts mehr garantieren! Kinder so dermaßen zu instrumentalisieren ist wirklich abartig!
 
@seaman: Nö, du liest, was du lesen willst, ich habe mich nicht für Zensur ausgesprochen. Ich rede auch nichts schön. Ich habe es nicht mal versucht.

Warum ich das Wort in den Raum warf, habe ich dir bereits weiter oben erklärt. Ich wollte sehen wie du deine absolute/rigorose Position in solchen Grenzbereichen begründest/erklärst/verteidigst, da ich daran gezweifelt habe, dass du es kannst. Und die Art wie du wild um dich schlägst, scheint mir Recht zu geben. Bis jetzt hast du nur mit Beschuldigungen und Beleidigungen um dich geworfen.
 
@crmsnrzl: Auch bei Kinderpornografie ist eine Zensur nicht gerechtfertigt. Das Kinderpornografie-Argument wird nämlich noch weit häufiger missbraucht als Kinder. Das sieht man schon daran, dass in den 15-20 Jahren, die das Problem im Internet wohlbekannt ist, offenbar niemand ernsthaft Interesse daran hatte einmal "Nägel mit Köpfen zu machen" und globale Regelungen und Abkommen zu treffen um solche Server auf Zuruf in jedem Land weltweit binnen Stunden vom Netz nehmen und die Verantwortlichen grenzübergreifend verfolgen und zur Rechenschaft ziehen zu können.

Stattdessen werden hierzulande Steuergelder dafür verschwendet, reine Sammler zu jagen, die ohne Kinderpornos als Ersatzbefriedigung möglicherweise selber um die Häuser ziehen und Kinder vergewaltigen würden. Das finde ich als Vater einer Tochter wirklich überaus sinnvoll. Ich persönlich bevorzuge bekannt pädophile Leute in psychologischen Einrichtungen und Leute mit nicht bekannter pädophiler Neigung sind mir immer noch lieber vor ihren Rechnern, als das sie im Wald, vor der Schule oder auf dem Spielplatz meiner Tochter herumhängen.

Glaubt irgendjemand, dass die Produzenten aufhören Kinder zu vergewaltigen, weil die deutsche Justiz jedes Jahr ein paar Sammler mit Nachdruck anhält sich ein anderes Hobby zu suchen? Ich nicht. Die Produzenten und die Serverbetreiber müssen global verfolgt werden und zwar effizient und effektiv. Die dürfen keine Ecke auf der Welt finden in der die dortige Regierung ein Auge zudrückt, weil deren Geschäft ja Geld ins Land bringt. Notfalls kann man solchen Regierungen genau das Geld als Kopfgeld für KiPo-Produzenten anbieten, welches hierzulande ohne positiven Effekt für die vergewaltigten Kinder in die Strafverfolgung von Kipo-Sammlern gesteckt wird, so das auch diese Regierungen mitspielen und die Kipo-Produzenten verurteilen oder ausliefern.

Wie verlogen diese ganze KiPo-Debatte geführt wird, kann man schon daran erkennen, dass die laut WHO etwa 17.000 Kinder, die TÄGLICH an Unterernährung sterben, scheinbar niemanden interessieren. Logisch, denn mit denen kann man ja auch keine Zensurmassnahmen begründen, daher sind sie für Lobbyisten und Politiker als Argumentationsgrundlage uninteressant. Man muss sich das mal vorstellen: 17.000 verhungernde Kinder am Tag sind 6 Mio. Kinder im Jahr, während alleine in Deutschland jedes Jahr hunderte Millionen Tonnen Lebensmittel direkt nach der Ernte vernichtet werden, um Nahrung zu verknappen und so die Weltmarktpreise auf einem profitableren Niveau zu halten - oder einfach weil die Erzeugnisse nicht den Brüsseler Standards entsprechen und daher nicht verkauft werden dürfen.

Glaubt irgendjemand, dass ein verhungernes Kind eine deutsche Tomate verschmähen würde, weil sie den Brüsseler Bestimmungen nicht genügt? Ich nicht. Man transportiert die deutsche Überproduktion nicht zu diesen Kindern, weil das scheinbar zu teuer ist. Aber wenn das so ist, wieso werden dann von Geldmitteln/Spendengeldern für die "3. Welt" brüssel-kompatible 1A Lebensmittel bei teuren deutschen Lieferanten gekauft und auch die Logistik um das Zeug in die armen Länder zu schaffen bei teuren deutschen Logistikuntenehmen geordert? Effktiv bleiben die meisten Spendengelder nämlich bei deutschen Unternehmen und in der "3. Welt" kommen bestenfalls ein paar Lebensmittel an. Die Vorgehensweise das Geld direkt den afrikanischen Regierungen zu geben, die deutsche Nahrungsüberproduktion gratis zur Verfügung zu stellen und die Afrikaner den Transport organisieren zu lassen und das ganze bestenfalls zu überwachen, damit diese die Nahrungsmittel nicht selber auf dem Weltmarkt verkaufen, weil ihnen das eigene Volk weniger wichtig ist als das Geld, wäre die kostengünstigere Alternative, die viel mehr Hilfe dorthin bringen würde, wo sie gebraucht wird. Aber da verdient ja dann in Deutschland keine Hilfsorganisation und auch sonst fast niemand etwas dran, deshalb bleibt alles beim Alten.

Scheinbar ist für einen Kinderporno vergewaltigt zu werden also immerhin schlimmer als langsam zu verhungern, als Kindersoldat missbraucht zu werden oder von Gangs in einem der vielen Armenviertel dieser Welt umgebracht zu werden und trotzdem hat es in 20 Jahren niemand geschafft eine Infrastruktur zur Verfolgung und Ergreifung von KiPo-Produzenten aufzubauen. Daraus würde ich mal schliessen, dass all diese Greueltaten nur dann interessant sind, wenn man sie nutzen kann um den eigenen Willen durchzusetzen. Ist doch ein schöne Welt in der wir leben, nicht wahr?

Insofern braucht mir bei einer Diskussion niemand mit dem Kinderporno-Argument als Begrüdung für "sinnvolle Zensurmassnahmen" kommen. Die einzige sinnvolle Zensurmassnahme in dieser Beziehung ist, die Server global vom Netz zu nehmen und dafür zu sorgen das niemand der Produzenten jemals wieder ein Kind auch nur von Ferne sieht. Alles andere ist Heuchelei um eigene politische Ziele durchzusetzen und hilft den vergewaltigten Kinder in keinster Weise weiter. 20 Jahre sind nun wirklich genug Zeit um etwas zu tun und was ist passiert? Keine globalen Abkommen, keine weltweit agierenden Einsatztruppen gegen Kinderpornoringe, keine Kopfgelder um unwilligen Ländern die Verfolgung dieser Verbrecher schmackhaft zu machen. Es ist schlichtweg nichts passiert, ausser das man aufgrund der Totalüberwachung aller Kommunikationswege mittlerweile Datenbanken über jeden Internetanschluss in Deutschland haben wird, der jemals solches Material aus dem Internet geladen hat. Dummerweise sind das aufgrund von gehackten WLANs nicht immer die Anschlüsse von Leuten, die pädophil sind, wie der Fall eines Kölners vor einiger Zeit bewies, bei dem über 2! Jahre mehrere Nachbarn verdächtigt und deren Rechner durchsucht wurden, bevor man auf ihn kam. Die Gründe wieso man jemanden 2 Jahren lang beim Sammeln von KiPo-Material "beobachten" muss und sich dann noch die Karten dabei legt ihn persönlich zu finden, würden ich diesbezüglich auch mal gerne erfahren. Aber das ist möglicherweise ein weiterer Beweis, dass, wenn es um Kinderpronos geht, oft ganz andere Motivationen eine Rolle spielen als vorgegeben wird.
 
@nOOwin: Hast du dich schon mal als Artikelschreiber beworben? :)
 
@nOOwin: Na vielen Dank auch. Nun hast du erfolgreich verhindert, dass seaman seinen Standpunkt selbst vertritt. Und da es mir um nix anderes ging, hat sichs hiermit erledigt.

Ich möchte lediglich noch anmerken, dass gegen solche Ringe vorgegangen wird, international ... aber wie bei Drogenkartellen, hebt man eins aus, bildet sich irgendwo ein neues. Das ist ein Kampf den man nicht gewinnen kann, jedoch verlieren, sobald ihn aufgibt.
 
@ITkrates: eine bot.txt thema gegessen ;) ach da findet man die zeitungsseiten nicht mehr auch nicht recht? also alleine das wort veröffentlichen im internet sollte einen doch stuzig machen
 
@ITkrates: " Und ich schreibe explizit nichts davon, dass ich bei den meisten keine Gefahr sehe, diese Situation jemals zu erreichen. Das wäre auch eine andere Geschichte."

Was du damit explizit getan hast.
 
@ITkrates: man kann ohne weiteres illegale Machenschaften verfolgen ohne die Infrastruktur zu zerstören. Nur weil Autos als Fluchtmöglichkeit von Kriminellen genutzt werden mache ich deshalb auch nicht alle Straßen kaputt.
 
Lässt sich doch ganz einfach umgehen.
Einfach eine Audiodatei mit dem gesprochenen Link. Oder einen Linkcrypter verwenden.
 
Wo ist denn jetzt das Problem, alle Suchmaschinen sollten in Spanien einfach ihren dienst für 6 Monate einstellen.. Boerse.bz hat doch gezeigt, wie einfach und schnell so etwas gehen kann... Mal sehen wo das Land dann in 6 Monaten ist..
 
@Horstnotfound: Alle Webseiten müssten Cross-Site-Linking abstellen. Das wäre mal was. Ohne den exakten Link irgendwo abgelegt zu haben kommt man dann nirgendwo hin. Es betrifft ja nicht nur die Suchmaschinen. Sobald du auf eine andere Webseite verlinkst könnte die auf die Idee kommen dich zu verklagen.
 
@Horstnotfound: Und sogar noch gleich nen Hinweis gegeben (ohne auf das eigene finanzielle Interesse hinzuweisen) wie man es umgehen kann.
 
Geht es Spanien sooo schlecht? ^^
 
wie perfide kann das alles noch werden??
Das die Anbieter sich damit als mehr das Wasser abgraben ist doch klar.
Und Leute im hohem gesetzten Alter verstehen doch eh nix von der Materie, somit die passende Klientel so was auf die Reihe zu bringen.
 
Einfach unglaublich ! Mehr kann ich dazu echt nicht sagen. Eine weitere Demontage des Internets. Unfassbar, was ungebildete oder geschmierte (?) Politiker so alles entscheiden und beschließen.
 
Die Lösung ist ganz einfach. Google soll aus den Hyperlinks in Spanien ganz normale Texte machen :-)
Wer die seiten dann besuchen möchte, muss diese dann in ein neues Browserfenster kopieren.

Oder gibt es auf das Alphabet nun auch schon Urheberechtsabgaben?
 
Einmal zum Mitschreiben: Die Verlage haben also zuerst ihre eigenen Angebote auf ihren eigenen Webseiten (und denen ihrer Kunden) frei zugänglich für jeden ins Internet eingestellt, weil sie mit Werbung auf ihren Seiten Geld verdienen und dazu mit ihren Erzeugnissen Leute anlocken wollten, um genug Klicks auf ihren Webseiten zu generieren, damit die Werbetreibenden auch Werbung bei ihnen schalten.

Dann haben sie plötzlich festgestellt, dass die Suchmaschinen, ohne deren Dienste die meisten ihrer Klicklieferanten/Nutzer ihre Beiträge nie finden würden, den Internetnutzern Links zu ihren Webseiten und Textschnipseln präsentieren, damit der Nutzer sich unter dem Link auch etwas vorstellen kann. Dazu stellten sie offenbar fest, dass das ganze Internet voll Links ist und es Leute gibt, die, auf ihren eigenen oder in Kommentarforen anderer Webseiten, Links auf ihre Inhalte ausbringen, um andere Nutzer auf das kostenlose Angbot hinzuweisen und ihnen somit noch mehr Klicks und somit noch mehr Werbeeinnahmen zu bescheren.

Darüber, dass von anderen ausgebrachte Links auf ihre Angebote ihnen mehr Nutzer bringen und damit auch höhere Werbeeinahmen möglich sind, waren sie dann aber scheinbar so unzufrieden, dass sie genug Politiker überredet haben ein "Leistungsschutzrecht" zu verabschieden, dass ihnen die Möglichkeit gibt von Unternehmen und Personen die Links auf ihre Seiten mit Textschnipseln als Hinweis auf den Inhalt ausbringen, Geld zu fordern.

Da stellt sich doch für jeden Menschen, der selbständiges Nachdenken für sich nicht von vorneherein kategorisch ausschliesst, wenigstens die Frage, wieso die ihre Inhalte überhaupt frei ins Netz stellen, so dass sie jeder verlinken kann und sie noch dazu nicht einmal in der Lage sind, die "robots.txt"-Datei auf ihren Webservern so zu manipulieren, dass die Webcrawler der Suchmaschinen an dieser Datei sofort erkennen, dass sie die Seite oder Teile der Seite nicht katalogisieren oder erst garnicht in den Index aufnehmen sollen?

Sind die komplett irre, dass sie Zeit und Steuergelder mit dem Entwurf und der Verabschiedung eines Gesetzespakets verschwenden, wo sie die Mittel um ihre Beiträge nur einem auserlesenen Kreis an Leuten zur Verfügung zu stellen und Links auf ihre Erzeugnisse zu verhindern längst in der Hand haben? Das ist irgendwie als wenn man in den Baumarkt fährt und sich eine Axt beschafft um sich den kompletten Unterschenkel zu amputieren, obwohl man die Nagelschere um den eingewachsenen Zehnagel zu schneiden schon in der Tasche hat!

Was ist das für eine Masche, Dinge frei ins Netz zustellen und sich zu beschweren, wenn die jemand anderen Personen per Link zugänglich macht? Wenn man keine Links und Suchmaschinen mag, konfiguriert man die robots.txt und setzt ein Zugangspasswort auf die eigene Webseite und schon ist das Problem vom Tisch. Mehr braucht es nicht.

Google hat imho komplett falsch gehandelt, wenn sie in Frankreich tatsächlich Geld gezahlt haben um so einen Gesetzesentwurf abzuwenden. Die sollten die Verlage in das offene Messer rennen lassen, das diese zum Ausweiden von Google und andere Suchmaschinenbetreibern bereitgelegt hatten.

An Googles Stelle hätte ich eine eine bindende Verpflichtung aller Webseitenbetreiber verlangt, dass alle Webseiten, die urheberrechtlich geschütztes Material enthalten, entweder markiert werden müssen, so dass die Suchmaschine die einfach garnicht erst katalogisiert, oder, was mir persönlich besser gefallen würde, es sollte einfach per Gesetz jedem komplett verboten werden jedwelches Material an dem irgendjemand Rechte hält für andere frei zugänglich auf einem Server im Internet bereithalten zu dürfen. Solche Angebote kann man schliesslich auf passwortgeschützten Unterseiten bereithalten, dann tauchen die in einer Suchmaschine auch nicht auf und es kann auch keine andere Person darauf verlinken. Letzteres würde auch Privatleuten den Vorteil bieten, dass sie endlich auf ihnen zugängliche europäische Webangebote verlinken könnten, ohne kurz darauf die Taschen eines Abmahnanwalts zu füllen. Wenn letzterer nämlich bei obiger Regelung illegales Material auf einer verlinkten Seite findet, ist nicht der Linkausbringer, sondern nur der Seitenbetreiber der verlinkten, rechtwidrig gestalteten Seite haftbar, weil der gegen das Verbot verstossen hätte, dass das frei zugängliche Einstellen von urheberrechtlich geschütztem Material ins Internet verbietet.

Statt dem "Leistungsschutzrecht" hätten unsere und auch die spanischen Politiker lieber eine Gesetz folgender Form beschliessen sollen:

"Frei zugängliche Inhalte im Internet müssen rechtefrei sein, ansonsten sind sie IMMER illegal, auch wenn der Rechteinhaber sie einstellt."

D.h. wer etwas frei zugänglich im Internet veröffentlicht, muss auch damit leben, dass es alle so nutzen wie es ihnen gefällt.

Das wäre eine für jeden verständliche, einfache gesetzliche Regelung, die in einen Satz passt und den grössten Teil der Rechtsunsicherheiten hinwegfegt, mit denen sich tausende Richter in der deutschen Justiz täglich beim Internetrecht herumschlagen müssen. Richter, die übrigens vom Steuerzahler bezahlt werden müssen, damit Abmahnanwälte durch sie den Steuerzahlern noch mehr Geld aus der Tasche ziehen können.

P.S. Ich möchte bloss einmal wissen, wie man für ein Gesetz wie das Leistungsschutzrecht eine Mehrheit im Bundestag kriegt. Haben da in allen Lesungen fast alle Politiker mit ihrem iPad im Internet gesurft anstatt sich den Gesetzentwurf einmal durchzulesen und 5 Minuten darüber nachzudenken oder was ist da passiert?
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