Nokia-Übernahme: Finnland fühlt sich von Microsoft betrogen

In Finnland ist man sauer auf Microsoft. Hintergrund sind die Entlassungspläne, die der Konzern in der vergangenen Woche deutlicher machte. 12.000 Beschäftigte des übernommenen Handyherstellers Nokia sollen demnach aus dem Unternehmen fliegen. mehr... Nokia, Nokia Schild, Nokia Microsoft Schild Bildquelle: Nokian Uutiset Nokia, Nokia Schild, Nokia Microsoft Schild Nokia, Nokia Schild, Nokia Microsoft Schild Nokian Uutiset

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Die Schließung des Bochum-Werkes haben wir alle aber auch unlängst vergessen, als Nokia sein Werk nach Osteuropa verlegte, um den Gewinn zu maximieren?
 
@Blauer Pfeil: genau das ist mir auch als erstes durch den Kopf gegangen, nach dem ich die Überschrift gelesen habe.
 
@Blauer Pfeil: Bilde ich mir das jetzt nur ein oder war das Werk nicht subventioniert und wurde nach Streichung der Subventionen verlagert? Wenn man so einen Quatsch macht braucht man sich doch nicht zu wundern wenn der Laden wieder dicht gemacht wird.
 
@Johnny Cache: Die Subvention wurde nicht gestrichen, sie war einfach zeitlich abgelaufen. Die Verlegung nach Rumänien brachte Nokia allerdings mehr Probleme und Kosten, als sie in Deutschland je gehabt hätten. Allerdings: mit den Lohnkosten in D (und auch in Finnland) würde Nokia endgültig absaufen - denk mal an die steigende Flut von Niedrigpreis-Smartfones aus Ost- und Südasien. Dazu haben Samsung und Apple ihnen längst den Rang des Super-Handy-Herstellers abgenommen. Apple kann mehr Geld für Werbung ausgeben als für die Produktion: und die ist weder in Deutschland noch in USA oder Finnland. Ein Smartfon herstellen ist heute ein Klacks, aber Millionen Stücke verkaufen? Da verkauft sich leichter eine ganze Firma...
 
@Blauer Pfeil: war nokia nicht die finnische firma die noch als eine der letzten in deutschland produziert hat als andere (deutsche) unternehmen sich schon jahrzehnte davor aus DE und Europa zurückgezogen haben um kosten zu sparen ?

hatten dich nicht sogar noch nach bochum einen weiteren standord in deutschland wo einige hundert leute gearbeitet haben !?
 
@gast27: Kann man mal sehen, was nach 6 Jahren hängen geblieben ist. Den Ruf der Subventionsheuschrecke wird man aber auch wirklich schlecht wieder los -- nur halt jetzt rumjammern. Das ist halt ... doof.
 
@Blauer Pfeil: Inwieweit ist das die Schuld von Finnland oder der 12,000 Nokia-Mitarbeiter? Har irgendwie nicht viel Sinn wenn ein Opfer ein anderes Opfer beschuldigt.
 
@Blauer Pfeil:
Nokia wurde mit EU-Subventionen nach Bochum gelockt und wurde mit EU-Subventionen wieder von dort weggelockt. Das macht leider jeder Gewinn-orientierte Konzern so.
(Siehe jüngst Opel) Das ist nicht schön, aber immernoch besser als die Koreanischen-Kinderarbeiter-Betriebe des ein oder anderen Konkurenten...
 
@Blauer Pfeil: Welchen Gewinn? Die haben sich bestimmt nicht aus Spaß an der Freude selbst an Microsoft verkauft, sondern weil es einfach nicht mehr anders ging. Grob kann man die Wirtschaftswelt folgendermaßen aufteilen: Asien produziert die Waren für die Massen und um diese Produkte herzustellen, benötigen sie Maschinen die überwiegend Made in Germany sind. Das sichert China und Deutschland die Exportvormachtstellung auf diesem Planeten. Im Gegensatz zu Ländern wie GB und USA haben wir hier einen recht hohen Produktionsanteil, daher ging die Wirtschaftskrise ja quasi unbemerkt an Deutschland vorbei. Die Nachfrageeinbrüche in den westlichen Staaten wurden vollständig von den Nachfragen aus Fernost abgefangen. Übrigens kamen nach Nokia eine verheißungsvolle Firma namens RIM (Blackberry) in die ehemaligen Bochumwerke von Nokia. So ist der Lauf der Dinge. Man liest immer mal wieder von Entlassungen im Automobilsektor, aber Fakt ist, dass es niemals zuvor soviele Beschäftige in Deutschland in der Automobilbranche gab. Von Neueinstellungen berichten die Medien nunmal seltenst. Klar ist das für die betroffenen Mitarbeiter nicht schön, aber sie könnten ein denkbar schlechteres Umfeld für die Suche vorfinden.
 
Gut MSFT macht weiter so, macht weiter so....
 
@qsr: Sie haetten natuerlich auch die Symbian und Android Kollegen behalten koennen und die restlichen redundanzen auch einfach weiter bezahlen koennen bis die Leute von sich aus kuendigen
 
@-adrian-: So siehts aus. Dass Symbian und Android nciht weiter verfolgt werden war ja wohl klar. Und dass man das Marketing-Team und viele andere auch nicht mehr benötigt, weil man ja selbst schon eines hat, ist auch irgendwie logisch.
 
Als hätte damit niemand rechnen können ...
 
War es nicht neulich auch der finnische Premier, der Apple beschuldigte, Finnland ruiniert zu haben, nachdem das iPhone Nokia und das iPad die Papierindustrie in bedrängnis bringt? Die scheinen sich gerne zu beklagen^^
 
@ger_brian:
Und dann machen sie ein Aktionsprogramm (im Voraus!!) und beklagen tut sich der Politiker beim Unternehmen, das heisst der vom Volk gewählte Volksvertreter.. bitte fünfmal drüberlesen
Wie sieht das hier in Deutschland aus? Kein Kommentar, kein Programm, keine Zeit, Aktion Alternativlos.... Schulterzucken, Beendet Erklärung durch den Dumm aääh Parteisprecher
siehe Schlecker

Waren sie mal in Finnland...? Dagegen sind wir in Deutschland ... nein ich schreib das jetzt nicht... hierhin..

Wenn Finnen jammern ist in D schon lange Krieg oder Totalresignation des Michel.. der glaubt es sei ein Ziel mit 80 als Single nach 2 Wochen stinkend (per Zufall) gefunden zu werden.. hauptsache Individualismus..., da kommt schon der Psychiater wenn sie mit 40 nicht schon 3 mal geschieden sind...
Der Deutsche und dazu gehöre ich auch, muss sich zuerst mal mit der Hand an den Glutaeus fassen, damit er auch weiss dass er noch einen A.. in der Hose hat ..

Angela kann sich die Knie nicht aufschürfen, die liegt schon eine Woche bevor der Microsoft Vorstand einfliegt im Staub, sie schaut nur auf sollte sie persönlich überwacht werden....
 
"Und auch beim Übergang zu einem anderen Arbeitsplatz solle Microsoft den bisherigen Nokia-Beschäftigten behilflich sein." ... Wie soll denn das bitte aussehen? Haben die Finnen so viel Arbeit?
 
@Lofi007: jolla/sailfish braucht bestimmt entwickler ;) außerdem sind doch jetzt infos aufgetaucht das NSN unter HERE wieder geräte und co. auf den markt bringen will/wird.
 
@Lofi007: Tatsächlich gibt es sowas häufiger, wenn größere Unternehmen Restrukturierungen vornehmen. Dann werden z.B. Übergangs- oder Qualifizierungsgesellschaften gegründet. In diesen wird dann dann den Mitarbeitern z.B. durch Bewerbungscoaching, intensive Zusammenarbeit mit Personalvermittlern etc. versucht ein möglichst "leidloser" Übergang in ein neues Arbeitsverhältnis zu ermöglichen. Nur zur Info, was sich hinter der Aussage verbirgt.
 
@LostSoul: Das Problem an der ganzen Sache ist, dass das Geld von Austrittsangeboten rasch zur Neige geht und finanzierte Schulungen auch irgendwann aufhören. Dann steht der Arbeiter nach wie vor alleine und ohne Arbeit da, zumal meist die ältere Generation gegangen wird. Und selbst wenn man eine Schulung macht, wird man in dieser Zeit auch wiederum älter - ohne Arbeit. Dann einen Job zu finden wird heavy.
 
@Lofi007: Ich habe keine Bewertung solcher Angebote vorgenommen, sondern ausschließlich auf die Frage "Wie soll denn das bitte aussehen" geantwortet.
 
Ist halt wieder typisch für die Europäer. Können nur verklagen, Geld von US-Firmen eintreiben, und sich ständig über andere beschweren, und sind innovationsfeindlich gegenüber Starts-Ups.
 
@eragon1992: Wenn 12.000 Menschen kein Grund ist sich zu beschweren, was dann?
 
@iammaac: Wenn eine so bekannte Firma und Marke wie Nokia jetzt da ist wo sie gerade ist, dann ist das nicht die Schuld Microsofts. Da lief die letzten 10 Jahren bei denen selber was schief. Zuzusagen und Versprechungen sind das eine, Verträge das andere. Wer an Versprechungen und nicht auf die schwarze Schrift in Verträgen vertraut, ist selber schuld. Überhaupt was hat denn die Finnische Regierung damit zu tun?
 
@iammaac: Es sind 12.000 Weltweit! Nicht in Finnland. Wie auch die Zahlen verteilen ist mit persönlich nicht bekannt. Ich vermute eher das es die Produktionsstätten am meisten betrifft. M$ scheint ja bereits zusagen gemacht zu haben um z.B. Rechenzentren zu bauen... Ich hatte es in einem anderen Beitrag auch schon geschrieben... Was wäre denn die Alternative? Man sieht ja an RIM wie viel die Investoren zahlen wollen. Man hätte ja auch den ganzen konnten pleite gehen lassen können. Es würde mich ernsthaft interessierten, wer ihm dann gekauft hätte und was dann mit dem mitarbeiten passiert wäre. M$ hast ja bereits zugesagt das dir betroffenen Abfindungen erhalten und das man ihnen helfen möchte neue Arbeitsplätze zu finden. M$ hat zumindest das Kapital dazu im Rücken. Ausserdem beschäftigt M$ 130.000 Mitarbeiter. Sie trennen sich also von rund 9% der Belegschaft! Es sind ja auch nur 12.500 Mitarbeiter die M$ vor der Arbeitslosigkeit gerettet hat!
 
@eragon1992: Ja, die armen US-Firmen...
 
Nach meiner Meinung hat es Finnland verbockt, wenn es um den Arbeitsplatzerhalt ging. Weil A) Microsoft ist eine Aktiengesellschaft und muss Rechenschaft bei den Aktionären ablegen , daher muss Sie gewinnorientiert sein, B) Microsoft ist eine US Firma und US Firmen haben die Hire and Fire Philosophie, C) Wenn man bei solch vielen Mitarbeitern eine Garantie auf Erhalt möchte, dann sollte man dies in einem Vertrag niederschreiben, siehe auch Alstom/FR -> General Electric, D) Eine Fusion bedeutet meist, dass die Stelle doppelt besetzt ist, und wenn keine Umschulung möglich erscheint, dann fällt die eine Stelle weg
 
@AlexKeller:
Absolut richtig. Mehr Verantwortung wäre wünschenswert, bei einem gewinnorientierten Aktienunternehmen aber leider illusorisch. Das hätte vertraglich wasserdicht abgesichert werden müssen.
 
das das risiko des angestellten. immer kann der tag x kommen wo manN nicht mehr gebraucht wird. - daher ist das alles ok und fair :) be your own boss - that the way i like it
 
@g100t__: Absolut deiner Meinung - wir leben in Zeiten, wo das für niemanden Utopie bedeuten muss. AUF GEHT'S
 
@g100t__: Naja, es gibt immer noch Verträge, Kündigungsschutz etc. Und naja, ich bin lieber angestellt und neben beruflich selbstständig, als das alles vom Erfolg von einer einzigen Firma abhängig ist ;)
 
Merke: Beteuerungen stehts schriftlich geben lassen, weil sonst.......
 
Die großen Zusicherungen hat ja eigentlich eher Ballmer gemacht. Irgendwie erscheint sein Rücktritt jetzt in einem ganz anderen Licht.
 
Tja, jeder findets eine Schweinerei, aber nutzt deren Produkte brav weiter - so lernen die aber nie was! Ich bin deshalb auf Kubuntu umgestiegen und habs noch keinen Tag bereut!
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