Zalando: Kritiken sind den Kunden letztlich völlig egal

Obwohl der Online-Händler Zalando in der Berichterstattung zuletzt nicht gerade positiv dastand, konnte er sein Wachstum ungebremst fortsetzen. Dabei schaffte es das Unternehmen nun auch, die stark steigenden Umsätze in einem normalen Quartal in ... mehr... E-Commerce, Versand, Lager Bildquelle: Axisadman (CC BY-SA 3.0) Werbung, E-Commerce, Zalando Werbung, E-Commerce, Zalando Zalando

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Würde niemals bei Zalando was bestellen! Hoffe du auch nicht!
 
@psyabit: Doch, und ich kaufe auch bei Amazon ein. Ich habe leider keine Zeit durch die Stadt zu schlendern... Da ist das Bestellen und Retournieren bei den beiden Anbietern schon sehr angenehm. Wenn ich allerdings Jacken oder Anzüge kaufe gehe ich gerne in ein Fachgeschäft und lasse mich beraten.
 
@psyabit: Ich gebe Dir Recht...aber...ob für ein Produkt Kinder arbeiten, tausende Menschen unter den erbärmlichesten Umständen arbeiten, oder ob gar tausende zu tode kommen, spielt für die Verbraucher in Deutschland und Europa überhaupt keine Rolle. Wichtig sind zwei Dinge: Man muß bekommen was man will und dies zu einem möglichst günstigen Preis. Jeder ist sich selbst der Nächste und alleine die Kosten entscheiden. Das Gros der Bevölkerung in den Industrieländern, ist völlig gewissenlos und frei von jeder Ethik. Anteilnahme gild alleine der Sensationslust und nicht den tatsächlichen Umständen. Da muß man dankbar für jeden Menschen sein, der einer geblieben ist.
 
@Z3: Genau richtig! Besser kann man "es" wirklich nicht beschreiben. Das ist auch ein großes Problem in unserer Konsumgesellschaft. Alle regen sich nach außen hin um die armen Menschen (meist auch Kinder) in Indien, Pakistan, Afrika, China usw. auf, die uns unsere Konsumgüter produzieren, aber hintenherum wird gekauft was das Zeug hält, ohne Rücksicht. Ich bin ganz ehrlich, ich selber mache mir beim Einkaufen auch eher selten Gedanken darum, wo denn nun z.B. mein neuer Fernseher oder meine neue Hose wirklich her kommt. Da müsste man viel mehr in sich gehen. Aber wenn man erstmal in einem Konsumtempel ist, dann fällt dieses "in sich gehen" schon eher schlecht. Und hey, finanziell habe ich doch keine Probleme, also kaufe ich es mir. Ob sinnvoll oder nicht, ist in dem Moment egal.
 
@Z3: Juckt mich eigentlich sehr wenig, wenn die in den Entwicklungsländer so leben juckt mich nicht. Wieso soll ich auf die billigen Preise verzichten?
 
ja, der deutsche hat eben die "geiz ist geil" mentalität. ähnlich bei primark, wo ein tshirt 2,50 und ne jeans 8 euro kostet. solange man billig einkaufen kann, kümmert sich keiner um die arbeitsbedingungen der näher. geiz ist geil. die moral kommt später, oder eben gar nicht.
 
@stereodolby: Auch Moral muß man sich leisten können.
 
@Johnny Cache: Naja, kommt halt darauf an, wie man's sieht. Wenn man immer alles und das neuste will, reichts vielleicht nicht mehr für Moral. Bio-Huhn ist auch teuerer als ein Huhn aus dem Käfig. Aber wenn man sichs nicht leisten kann, könnte man zum Beispiel einfach weniger Huhn essen - oder halt in anderen Bereichen sparen.
 
@Big_Berny: Ich glaube du verkennst die Lage in der sich viele Leute befinden. Da ist es oft schon ein Problem überhaupt was auf den Tisch zu bekommen, von toller Qualität und gestreichelten Hühnern mal ganz abgesehen.
 
@Johnny Cache: Ich bin aus der Schweiz, von daher ist die Situation sicher anders. Natürlich gibts auch hier Leute, die sichs nicht leisten können, aber es sind wohl deutlich weniger. Dennoch boomt Zalando auch hier. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass sich Amazon und Zalando gar nicht an die Wenigverdiener wenden. Sieht man ja auch an der Zalando-Werbung: Habe nicht das Gefühl, dass damit die Wenigverdiener angesprochen wird. Angesprochen wird die Mittelschicht, die sich unabhängig, überall und jederzeit alles leisten will - so als ob sie zu den Vielverdienern gehören würden. Und hier wäre eigentlich der Konsument in der Pflicht. Dass jemand mit wenig Geld sich günstige Güter kauft, ist nicht das Problem.
 
@Big_Berny: "... Dass jemand mit wenig Geld sich günstige Güter kauft, ist nicht das Problem...."? Hmmm? Ich finde doch. Denn diese "Unterschicht", wie Du sie nennst, nimmt immer mehr zu und hat einen großen Marktanteil. Und nicht nur diese kaufen billig einen.

UND überhaupt, "Unterschicht"! Ist das was Schweizerisches im Wortgebrauch? Absolut diffamierender Begriff, fast schon wie "Untermenschen"!

Leute die wenig Geld haben müssen noch längst keine "Unterschicht" sein! Oder sind Arbeitslose (auch Lehrter, Studierte, Ingenieure, Handwerker) oder Alleinerziehende (die meistens weniger Geld haben!), viele Rentner usw. usw. alle für Dich "Unterschicht"?

UND überhaupt? Ist alles für Dich "Unterschicht" was wenig Geld / Einkommen hat?

Mannomann! Was hast Du für ´ne Denke!
 
@Kiebitz: Ich gebe zu Unterschicht klingt abwertend, aber so meine ich das gar nicht. Tatsächlich spricht man hier aber oft von Mittelstand/Mittelschicht etc., ohne dass dies abwertend gemeint ist.

Um es für dich zu übersetzen: Mit Unterschicht meine ich Wenigverdiener und mit Oberschicht Vielverdiener.

Jetzt, wo das geklärt ist, können wir uns nun auf das inhaltliche konzentrieren? Auch wenn die Wenigverdiener in Deutschland zunehmen (ist hier wirklich anders), denke ich doch, dass Amazon seinen Umsatz nicht hauptsächlich mit Wenigverdiener macht. Oder bist du da anderer Meinung?
 
@Kiebitz: ich bin schwer krank geworden 2008 und seit 2009 bin ich frührentner. da ich noch relativ jung bin, ist nicht sehr viel geld im pott drinne und ich muß mit sehr wenig geld auskommen. und ja, ich stehe tatsächlich vor dem problem, überhaupt was auf den tisch zu bekommen, meist reicht es nur für eine warme mahlzeit abends, wenn der hunger am größten ist.

und mit "geiz ist geil" mentalität meine ich nicht denken auf freiwilliger basis, sondern auch gezwungenermaßen. doch selbst einige bonzen, die ich kenne, kaufen bei lidl ein. nicht, weil sie müssten, sondern, weil sie ihre kohle zusammenhalten. darum sage ich, geiz ist geil. jeder kauft doch gerne am billigsten ein, mit dem anspruch auf höchstmögliche qualität in einem fairen preisleistungsverhältnis. jeder, der was anderes behauptet, lügt meiner meinung nach. ich denke, die wenigsten kaufen heutzutage ohne preisvergleich.
 
@Big_Berny: Das mit dem ansprechen der Mittelschicht kann gut sein, könnte aber auch den Gedankengang in sich tragen, das ein Wenigverdiener sich Statusmäßig ein wenig "angehoben" bzw. "besser" fühlt, wenn er dort einkauft und das als Antrieb empfindet, demnächst wieder dort.....? Siehe auch Beschriftungen mit bestimmten Wörtern wie z.B. Premium. "Schaut her Leute, ich bin noch nicht ganz unten, denn ich kann mirs noch leisten Premium einzukaufen !"
 
@Big_Berny: Hmm? Um es für dich zu verdeutlichen nochmal aus meinem o.a. Kommentar.

Leute die wenig Geld haben müssen noch längst keine "Unterschicht" sein! Oder sind Arbeitslose (auch Lehrter, Studierte, Ingenieure, Handwerker) oder Alleinerziehende (die meistens weniger Geld haben!), viele Rentner usw. usw. alle für Dich "Unterschicht"?

Du:"...Mit Unterschicht meine ich Wenigverdiener und mit Oberschicht Vielverdiener..." Also doch! Siehe oben bei mir: UND überhaupt? Ist alles für Dich "Unterschicht" was wenig Geld / Einkommen hat?

Aber aktuell ging es ja zuletzt um Moral die man sich leisten können muß und um Deinen Satz auch: "... Aber wenn man sichs nicht leisten kann, könnte man zum Beispiel einfach weniger Huhn essen - oder halt in anderen Bereichen sparen..." In anderen Bereichen Sparen?! Wer nicht viel hat kann auch nicht in anderen Bereichen sparen weil er schon überall sparen muß.

Aber dass sich Zanlando (nicht Amazon) mehr an Besserverdiener wendet mag wohl sein.
 
@DerTigga: Aus dem Bauch heraus würde ich aber sagen, dass Zalando und Amazon die kaufkräftigen Personen ansprechen wollen - wie das nahezu alle tun. Aber stimmt schon, kannst auch Recht haben. Müsste man tatsächlich Daten dazu haben.
 
@stereodolby: "...ohne preisvergleich...."? Weiß ich nicht so recht. Aber mit Deinen letzten Sätzen hast Du sicherlich Recht. Aber ich wandte mich ja auch nicht gegen Dich sondern eher gegen Big_Berny.
 
@Kiebitz: Eigentlich hatte ich genau das gemeint, was er im zweiten Absatz gesagt hat. Ist wohl falsch rübergekommen.
 
@stereodolby: alles ausreden. ernähre dich lokal vom bauern. du brauchst keine zitrone, oder annanas. kartoffeln, gurke & co reicht auch. dafür muss man länger in der küche stehe und etwas von kochen verstehen. aber es geht. alles ausreden. ich hab kein geld. pffft.
 
@buckliger: Nun mal zur Realität: Vom Bauern ist teurer als im Supermarkt von Sonstwo her. Länger in der Küche stehen? Hmmm! Wenn Du die Zeit neben Deinem Vollzeitjob und Familie dafür hast, bitte gern. UND tatsächlich gibt es Leute die "kein" Geld haben, wohl besser geschrieben sehr sehr wenig. UND so ganz neben bei die Frage, wie sollen die Leute zum Bauern kommen. Per Fuß, per Fahrrad oder wie. Auch das Auto -sofern vorhanden- braucht noch teuren Sprit der bezahlt werden muß. ÜBRIGENS ich habe hier keine Bauern um die Ecke, der nächste ist ca. 30 km entfernt. Und der hat keine Kartoffeln, keine Gurken. Nur Getreide am Halm und Zuckerrüben (gehen nicht zum Kochen), manchmal Mais (aber den zu klauen wäre riskant und Straftat!). Der hat nicht mal irgendwelche Viecher die als Nahrung für Menschen geeignet sind. Was denn nun mit Deinen Ratschlägen? Etwas sehr weltfremd!
 
@Big_Berny: Wie jetzt? Kein Huhn? Kein Fisch (MSA)? Kein Fleisch von glücklichen Rindern? Keine Milch von nicht fair bezahlten Landwirten? Kein Fleisch von anderem glücklichen bio-freilaufenden Geflügel? Kein genfreies Tofu? Kein immer noch atomar verseuchtes Wildfleisch (Tschernobyl)? Keinen medikamentenverseuchten Zuchtfisch? Keinen genmanupulierten Mais? Keine Nahrung aus umweltbelasteten weiten Transporten. Keine Energie verschleudernden Gewächshausfrüchte? Kein Bier von umweltbelasteten weiten Transporten usw. usw. usw. Immer nur korrekt gezogene Nahrung? Manno! Ich will aber nicht verhungern '-) und Millionär bin ich leider auch nicht!
 
@Kiebitz: Man kann auch alles ins Extreme kehren. Ich finde einfach, dass "Auch Moral muß man sich leisten können." zu einfach gefasst ist. Es ist ja nicht so, dass Wenigverdiener alle nicht-moralisch konsumieren und alle Normal-/Vielverdiener auf Fairen Handel und Bio schauen.. Die Leute sind schlicht nicht bereits Opfer zu bringen und wollen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten den höchstmöglichen Luxus geniessen. Ich meine das auch gar nicht abwertend, stelle es nur objektiv fest. Bist du da anderer Meinung?
 
@Big_Berny: "...schlicht nicht bereits Opfer zu bringen..."? Ja, welche Opfer dann? Lieber nichts Essen? Lieber nur "korrekt" produzierte Kleidung. Nur hohe Mieten für Energiesparhäuser. Nochmal: Ich habe nur aufgezeigt dass das ein eher generelles Problem ist. Und das wird mit Sätzen wie "Opfer Bringen" nicht gelöst. Essen muß man, Wohnen muß man, Kleiden muß man sich. Überall Opfer bringen, wie das? Um es mit Johnny Cache nochmal zu sagen: Auch Moral muß man sich leisten können.
 
@Kiebitz: Es geht ja nicht nur um Essen, Wohnen etc. Nehmen wir doch Smartphones als Beispiel: Wie viele Leute kaufen denn ein FairPhone für 330 Euro (das ja auch nicht ganz fair ist, aber lassen wir das der Einfachheit halber mal bei Seite)? Die Leute, die nur ganz wenig Geld haben, kaufen sich ein günstigeres Gerät, ok. Aber alle anderen, die sich teurere Geräte kaufen (Samsung Galaxy S5, HTC One, etc.), scheren sich anscheinend zu wenig um Fairen Handel. Die meisten wollen lieber ein leistungsfähigeres Gerät, wenn sie eines haben können. Und ich will mich da gar nicht ausklammern, habe selbst ein HTC One.

Anders gesagt: Dass man sichs Leisten kann, ist eine nötige Voraussetzung für moralisches Konsumieren. Da hast du natürlichr recht. Aber selbst wenn diese Voraussetzung gegeben ist, achten die meisten meiner Meinung nach zu wenig darauf. Weil man einfach bei "unfairen" Produkten noch mehr fürs Geld bekommt - unabhängig davon wie viel man hat.
 
@Big_Berny:
Nein, dass man sich Moral leisten können muß ist nicht zu einfach gefaßt. Ganz und gar nicht! Im Gegenteil!

Du sagst es doch selbst sehr richtig!?
"Die Leute sind schlicht nicht bereits Opfer zu bringen und wollen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten den höchstmöglichen Luxus geniessen. Ich meine das auch gar nicht abwertend, stelle es nur objektiv fest. Bist du da anderer Meinung?"

Das ist sogar ein anerkanntes Gesetz des Marktes!
Nennt sich in der VWL "Maximalprinzip"!
Das ist alles andere als neu und hat mit dem unsäglichen "Geiz is Geil" überhaupt nichts zu tun!

Und es hat auch nichts mit fehlender "Opferbereitschaft" zu tun!
Das Problem existiert, weil die Menschen, im Gegenteil, mit ihrer, von der Wirtschaft eingeforderten, "Lohnzurückhaltung" viel zu "opferbereit" waren!
Wir haben, in ALLEN Industrienatienen(!), seit fast 20 Jahren massive Reallohnverluste!
Was erwartet man da eigentlich?!

Vorallem aber sollte man sich mal daran erinnern das dieser dämliche Spruch "Geiz is Geil!" ein Werbeslogen von MediaMarkt war!
 
@Big_Berny: Dein letzter Satz ist sicher richtig. Aber zum 1.Absatz ist anzumerken, dass leider leider viele, die sich´s eigentlich nicht leisten können trotzdem eben solche teuren Geräte kaufen. Auch zum Teil weil sie zeigen wollen sie können es sich eben doch "leisten" und sie gehören dazu (zu den Besserverdienenden) obwohl es nicht so ist. Auch das ist ein Phänomen der heutigen Zeit. Und es wird ja auch entsprechend geworben und manipuliert.
 
@OPKosh: Zum Maximalprinzip: Du hast recht mit dem Maximalprinzip. Ich kritisiere aber, dass Fairness keine Eigenschaft ist, die in dieses Maximalprinzip zählt. Leistung ist bei einem Smartphone beispielsweise wichtiger als Fairness bei der Produktion.

Nehmen wir an, wir haben drei gleich teure, gleiche Produkte mit zwei Unterschieden:
-Smartphone A: Fair produziert, Prozessor vom Vorjahr
-Smartphone B: Nicht fair produziert, neuster Prozessor
-Smartphone C: Nicht fair produziert, Prozessor vom Vorjahr

Das Maximalprinzip sagt hier nur voraus, dass man nicht Smartphone C nimmt. Logisch, denn dieses Produkt ist in jeden Fall schwächer als die beiden anderen bei gleichem Preis. Das Maximalprinzip sagt aber nicht voraus, dass man Smartphone B bevorzugt, sondern nur dass man das beste Produkt zu einem bestimmten Preis will. Ob jetzt Fairness oder Preis wichtiger ist, entscheidet der Kunde. Ich kritisiere hier einfach, dass sich die Mehrheit für Smartphone B entscheidet, da die Leistung für viele wichtiger ist als eine faire Produktion.

Im Übrigen sind die Reallöhne in der Schweiz nicht gesunken in den letzten 20 Jahren (http://bit.ly/1tdSO0G). Und dennoch kann man dasselbe Verhalten beobachten bezüglich faire Produkte. Auch wenn hier beispielsweise am meisten Bio konsumiert wird weltweit, ist es dennoch ein Bruchteil.
 
@Kiebitz: Da stimme ich die durchaus zu. Dennoch finde ich, dass man das kritisieren kann. Wer sich ein teures Gerät kauft nur um gut da zu stehen, hat meiner Meinung nach nicht moralisch gut gehandelt - auch wenn er/sie vielleicht wenig verdient oder von der Werbung manipuliert wurde. Aber wie gesagt: Ich will mich gar nicht besser stellen, die Kritik trifft auf mich genauso zu.
 
@Big_Berny: erst gestern hab ich einen bericht im fernsehen gesehen, daß bio tiere keinesfalls freilaufend sind, wie man sich bio vorstellen möchte. die ganzen rinder, schweine und hühner, die als bio verkauft werden, haben mehr, als wenig platz. von frei laufend kann überhaupt keine rede sein. ich glaube, ein rind hat etwa 2m² platz, gerade so viel, daß es sich hinlegen kann. bio ist nicht, was der name vermuten läßt, ganz im gegenteil - bio ist marketing, das dem konsumenten suggerieren soll, gesunde tiere zu essen. die realität sieht leider anders aus und wie immer ist der kunde am ende der dumme.
 
@stereodolby: Kommt halt ganz darauf an. In der Schweiz sind die Richtlinien sehr streng im Vergleich. Die Weidefläche beträgt beispielsweise 5 Quadratmeter pro Huhn. Bio-Kühe müssen mindestens 26 Tage pro Monat ins Freie, wo sie mindestens 12 Quadratmeter Platz haben müsse - die Hälfte davon ungedeckt. Sicher gibts immer Schwarze Schafe und sicher bezahlt man eine grössere Marge (da grössere Kaufkraft), aber ich denke doch, dass Bio-Rinder moralisch gesehen doch besser dran sind als konventionelle Rinder. Dasselbe gilt natürlich auch für andere Tiere, vor allem auch für Hühner.
 
@Big_Berny: das hätte ich vor dem tv bericht auch gesagt, aber vielleicht sind es wirklich die unterschiede schweiz/brd, daß da der hase im pfeffer liegt. in dem bericht, den ich sah, waren die tiere im stall zusammengepfercht, aber, wie gesagt, in deutschland.
 
@stereodolby: Waren es in der Doku denn Unternehmen, die sich nicht an die Richtlinien gehalten haben oder sind einfach die Richtlinien sehr lasch?
 
@Big_Berny: der bericht zeigte kleinere unternehmen auf. also kleinere bis mittelgroße bauernhöfe mit bestallung. wie die großen firmen es halten, weiß ich nicht, aber da hört man ja auch selten gutes. inzwischen denke ich, daß die bestimmungen in der schweiz wesentlich besser sind, als in der brd. was einem hier als biofleisch verkauft wird, da dreht sich einem echt der magen um, wenn man sieht, wie die tiere gehalten wurden.
 
@Big_Berny: Wie Du weiter unten ja selber schreibst: manche müssen froh sein wenn sie überhaupt ihre Familie über Wasser halten können.
 
@moribund: Ja, wahrscheinlich ist es einfach in Deutschland anders. In der Schweiz sind es nunmal nur 7,7% der Bevölkerung, die unter der Armutsgrenze leben (d.h. Einzelperson: 1800 Euro pro Monat; Familie: 3300 Euro pro Monat). Darum bin ich mir nicht sicher, ob diese 7,7% den Ausschlag geben. Wenn die anderen 92% "moralisch" konsumieren würden, wo es möglich ist, hätte das bereits sehr viel Einfluss.
 
@Big_Berny: Bin Österreicher, kanns also auch nicht genau beurteilen. ^^
Aber wenn Du zB als Normalverdiener eine Familie mit zwei Kindern hast fällst Du auch nicht unter die Armutsgrenze aber musst jeden Euro zweimal umdrehen. Ich hab zB Verwandte in Hamburg, die haben drei Kinder, er verdient ganz ok, sie hat einen Halbtagsjobs - die können sich heuer das erste Mal seit vielen Jahren einen Urlaub leisten.
Gerade Kinder kosten viel Geld!
 
@moribund: Das stimmt natürlich.

Was mich nur stört bei der Debatte ist, dass man alles darauf abschiebt, dass man halt zu wenig Geld hat, um auf faire Produkte zu achten. Wenn das tatsächlich der einzige Grund wäre, müssten ja alle Reichen und Vielverdiener auf faire Produkte achten. Und das ist definitiv der Fall. Abgesehen davon, dass scheinbar viele nicht in der Lage sind faire Produkte zu konsumieren, denke ich deshalb, dass es doch auch ein Einstellungsproblem gibt.
 
@Big_Berny: Ah ok. Da geb ich Dir völlig Recht.
Wow! Eine Internet-Diskussion die mit gegenseitiger Zustimmung endet.
Das ich sowas noch erleben darf... ;-)
 
@Johnny Cache: oder eher leisten wollen. Denn einige kaufen sich lieber 3x schlechte Qualität statt 1x gute Qualität für den selben Preis. Die Umwelt freut sich....
 
@femmison2002: Es hilft einen gar nichts wenn es etwas teures gibt was auf Dauer besser wäre, wenn man es sich eben nicht leisten kann. Da kauft man dann halt eben drei mal billig und zahlt langfristig sogar drauf.
 
@Johnny Cache: Auch wenn die Hosen von Primark und Tommy Hilfiger gleichzeitig "günstig" in Indien produziert werden, halten Hosen von Primark 1 Jahr und die von Tommy Hilfiger 5 Jahre.* Das liegt daran, dass Primark noch ein wenig mehr spart bei den Prozessen, Löhnen und Maschinen. Insofern ist das Argument leider völlig falsch, denn wer billig kauft, kauft doppelt. *) Rechenbeispiel stark übertrieben dargestellt um den Sachverhalt deutlich zu machen
 
@xploit: Schon alles richtig. Aber wenn man die Wahl zwischen einer billigen oder gar keiner Hose hast dürfte den meisten Leute die Entscheidung recht leicht fallen.
 
@Johnny Cache: richtig, weil der homo oeconomicus rational denkt und den Vorteil sieht, den er jetzt haben kann. Aus diesem Grund rauchen Menschen. Sie "wissen", dass es ihnen in absehbarer Zukunft schmerzvolle Krankheiten zufügen wird, es ist ihnen aber nicht "bewusst". Deswegen ist es wichtig, weitsichtig zu denken und Konsequenzen abzuschätzen... aber das ist eine Eigenschaft, die nicht jeder besitzt.
 
@xploit: Raucher sterben früher und entlasten somit die Rentenkassen. Darüber hinaus ist bei ihren das Risiko von klassischen Alterskrankheiten deutlich geringer. Rauchen oder Demenz ist schon eine harte Entscheidung... besonders für Raucher. ;)
 
@Johnny Cache: Der Zynismus im ersten Satz kam an, hat aber nichts mit der Debatte zu tun. Wenn die zweite Feststellung ironisch gemeint war, kam das nicht rüber und wenn das ernst gemeint war, dann zweifele ich an deinem medizinischen Sachverstand...
 
@stereodolby: Deine Aussage ist völliger Schwachsinn! Würde der Kunde das gleiche Shirt für 25 Euro kaufen, würde der Auftraggeber trotzdem nicht mehr an die Fabrikarbeiter zahlen, sondern mehr Gewinn machen. Schuld sind die Arbeiter die die Arbeit für das Geld machen. Früher wurden Sklaven gefangen, heute bewerben sie sich.
 
@Butterbrot: und die "geiz ist geil" mentalität gibt es natürlich nur in deutschland. andere länder zahlen überall etwas mehr drauf. wer kauft denn auch freiwillig am günstigsten.
 
@Butterbrot: Klar, Schuld sind die Arbeiter, die solche Jobs annehmen müssen, um sich und ihre Familien über Wasser zu halten. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass Fair Trade von den Konsumenten nicht genügend belohnt wird. Darum lohnt es sich für Firmen auch nicht, faire Produkte zu produzieren. Ist doch wie bei der Öko-Thematik: Wenn die Konsumenten verstärkt auf den Energieverbrauch achten, achten die Hersteller auch mehr darauf und passen die Produkte entsprechend an. Ob man Markenshirts für 25 Euro oder Noname-Shirts für 2,5 Euro spielt aber tatsächlich kein Rolle, da kommt wahrscheinlich ähnlich viel beim Arbeiter an.
 
@Butterbrot: Würde mal gerne sehen, was du machen würdest, wenn dir die Wahl zwischen "keine Arbeit" und "Niedrigstlohn" bleibt in einem Land, wo es keine Sozialhilfe gibt. Da will ich mal von dir hören, wie du auf die Arbeit verzichtest und lieber verhungerst, um für das Prinzip, dass Arbeit fair bezahlt gehört, einzustehen.
Schuld haben nicht die Arbeiter. Die machen nur das, was nötig ist um zu überleben.
 
@Butterbrot: klar, als ob die näher freiwillig den job machen. die machen das, damit sie und ihre familie nicht an hunger verreckt. ich möchte dich mal in einem land sehen, was kein sozialsystem hat, ohne irgendeine ausbildung, pipapo. große sprüche, mehr habe ich hier nicht gelesen.
 
@stereodolby: Dann müssen Die sich wehren und nicht darauf hoffen das wir das für die ändern. Diese schwachsinnige "was würdest Du machen.." Geschwafel immer! Hungerlöhne kann man nur zahlen wenn sich genug Trottel finden die dafür arbeiten. In Ostdeutschland gibt es Spediteure, die zahlen ihren Fahrern 1100 Euro im Monat, davon kann keine Familie leben. In NRW muß ein Spediteuer min. 1800 Zahlen weil niemand dort so dumm ist für einen Hungerlohn zu arbeiten. Wenn der sachse meint, er muß für 1100 losgehen, ist er selber schuld, wenn sein Boss keinen dummen mehr findet, zahlt auch der die 1800,-.
 
@Butterbrot: klar, weil hier in deutschland noch viele die berufswahl vor augen haben. hier kannst du dir deinen beruf noch aussuchen. aber du verstehst scheinbar nicht, daß leute in dritte welt produktionsländern eben diese wahl NICHT haben. vogel friß, oder stirb, heißt es da. und wenn der ungebildete näher den beruf nicht für einen hungerlohn macht, macht es ein anderer, während des ersten nähers familie an hunger stirbt und die kinder verkaufen muß. dir fehlt es völlig an verständnis, dafür aber ne große klappe.
 
@stereodolby: Nein, Du bist einer dieser Gutmenschen und Weltverbesserer die ihre linken Parolen verbreiten aber die Wirklichkeit ignorieren.
 
@Butterbrot: nein, schuld sind nicht die Arbeiter, sondern der Staat, der solche Arbeitsbedingungen und Löhne zulässt.
 
@stereodolby: Bei Zalando ist gar nichts billig....
 
@duro: ausgenommen die Arbeitskräfte ;)
 
@duro: genau, denn die Kunden müssen ja die aggressive Werbung mitbezahlen
 
@stereodolby: Als ob die Sachen bei Zalando so billig wären.. Das Problem ist doch, dass ich nicht weiß und auch nicht glaube, dass sich die Arbeitsbedingungen bei einem 2,50; 10 oder 50 Euro Shirt groß unterscheiden..

Nachtrag:

Den Großkonzernen muss Moral aufgezwungen werden, nicht dem Endkonsumenten..
 
@GlockMane: Ich denke sie müsste beiden aufgezwungen werden. "Moral" ist oftmals "teuer". Aber sowohl Produzenten als auch Konsumenten möchten möglichst "billig" davonkommen, und in Folge bleibt bei beiden die Moral nicht nur aus Notwendigkeit auf der Strecke (z.B. wenn ein Käufer sich teurere, "moralisch bessere" Güter nicht leisten kann), sondern auch auch Opportunismus (der Hersteller versucht die Lohnkosten oftmals auch bei hohem Gewinn so niedrig wie möglich zu halten, steigert ja den Gewinn... aber auch der Konsument versucht bei hinreichend hohem Einkommen dennoch so billig wie möglich zu kaufen, bleibt ja mehr Geld für anderes übrig... - ein Engel ist keiner von beiden).
 
@GlockMane: und zwar vom Gesetzgeber, denn der alleine hat die Möglichkeit durch regelmäßige unangekündigte Kontrollen zu überprüfen, ob die entsprechenden Gesetze auch eingehalten werden. Das kann der Konsument einfach nicht.
 
@stereodolby: Warum Du bei dem Kommentar mehr - als + bekommst, ist mir schleierhaft.
Der Kommentar trifft es zu 100% auf den Punkt.

Den kleinen Konsumwichten mit Ihren Minimalgehältern (also der Masse) ist es selbstverständlich vollkommen Wumpe, ob Arbeitsbedingungen respektive Arbeitsumfeld menschenwürdig sind. Darüber macht sich der Durchschnittsmichel - exakt wie bei der Thematik NSA - keinerlei Gedanken.
 
@stereodolby: Wenn geiz geil ist, warum sollte ich dann bei zalando bestellen? Überteuerter Verein...
 
@stereodolby: zahlst du trinkgeld bei mcdonalds, wenn du drinnen etwas servierst bekommst, wenn es mal etwas länger dauert? beim italiener nebenan bestimmt 10€ was? und selbst wenn ein t-shirt 40€ kostet und ed hardy drauf steht, weist du ob es das auch wert ist? das hat nicht mit deutsch zutun sondern mit manipulation. und das funktioniert überall. ich kann dieses runtermachen, ach der böse deutsche echt nicht mehr hören. leb deinen kindern das vor, was du für richtig hälst und geb morgen dein iphone zurück nach china und kaufe nur noch inland-produkte und ernähre dich lokal.
 
Vielleicht sind das ja alles Kunden die sie von Amazon geerbt haben? Von Aktionen gegen Zalando gab es ja verglichen mit Amazon sehr wenig zu hören.
 
Ich frag mich was für die Leute das Kaufargument bei Zalando ist.
Gute Arbeitsbedienungen und Fairer Handel wirds wohl kaum sein, und günstig sind die auch nicht gerade, mit Ausnahme von Abverkäufen oder Sonderangeboten.
Wieso bestellt man also dort?
 
@Black-Joker: Der Anreiz liegt darin, dass man bei Zalando maßlos bestellen kann, um danach maßlos alles wieder zurückschicken kann ohne sich dabei schlecht zu fühlen.
Etwas, das ich bei kleineren Versandhäusern nie machen würde.
 
@Black-Joker: Meine Mutter sagt, Zalando habe ein unvergleichlich großes Angebot. Einige Sachen bekommt man nur dort etc...
 
@duro: Stimmt, Adidas z.B. weil diese ihre Händler (z.B. Zalando) selbst gezielt aussuchen und so verlangen können was sie wollen.
 
@Black-Joker: Das Kaufargument sind auch die 100 Tage Rückgabe. Da kann man eine Jeans schon schön lange tragen und nach 100 Tagen eine neue bestellen :-)
 
8,50 € Mindestlohn bei 40 Stunden Woche.. lassen wir es mal 1600 € Brutto sein. Bei Steuerklasse 1 bleiben dir da wenn du Glück hast 1100 € Netto. Ziehst du laufende Kosten wie Auto und Wohnung ab...na wer merkt es? Dieses "Geiz ist Geil" gebrabbel kann ich nicht mehr hören. Die Leute haben bei immer niedrigeren Löhnen (Leiharbeit, Werksverträge usw.) einfach kein Geld übrig, um sich den Luxus eines "normalen" Einkaufs zu leisten. Konsequenz daraus ist das Zalando, Amazon trotz heftiger Kritik schön weiter ihre Millionen verdienen.
 
@Rakiem: Stimme dir zu 100% zu! Einige die hier kommentieren scheinen das Problem wohl (noch) nicht zu kennen....
 
@Rakiem: Danke, dass du es mal gesagt hast. Es ist nervig, immer wieder vorgeworfen zu kriegen, man lebe nach dem Motto "Geiz ist geil". Man hat doch nur die Wahl, bei Primark & Co. zu kaufen oder komplett auf Kleidung zu verzichten. Wahrscheinlich geht es hier manchen Leute wirklich zu gut, als dass sie das verstehen könnten...
 
@Rakiem: Ist Zalando wirklich so günstig? Dachte eher die bewegten sich im "normalen" (mittleren) Preisniveau.

Aber ich würde mich trauen zu wetten, dass ein Großteil der Kunden der von Dir genannten Händler (mal vorausgesetzt, sie seien tatsächlich "günstig") nicht nur aus Notwendigkeit (für teurere Einkäufe fehlt das Geld), sondern auch aus "Hey, günstig, toll, da bleibt mir noch Geld für mehr!" dort kauft (denke auch nicht, dass sie sich als Händler für Geringverdiener positionieren wollen, sondern vielmehr als Händler für alle). Zumindest was den Preisaspekt angeht. Für Kunden haben sowohl Zalando als auch Amazon nämlich weitere attraktive Vorteile: eine Anlaufstelle für ein sehr umfangreiches Sortiment sowie Service. Zumindest bei den Kunden mit hinreichend Finanzkraft spielen durchaus noch weitere Faktoren als nur der Preis bei der Kaufentscheidung eine Rolle.
 
hätt ich geld wie heu, würd ich solche läden meiden... aber meine ausgaben für elektronik sprengen mein budget, also muss ich andere dinge dort kaufen, wo sie günstig sind.... weill, normal oO
 
@hjo: Hmm... hier lässt sich nicht rauslesen, wie viel Geld Du für Elektronik ausgibst :)

Mal überspitzt: Auch wenn jemand gut verdient schafft er es mit hinreichend Mutwillen bestimmt, so viel Geld für Elektronik auszugeben (im Zweifelsfall einfach jeden Monat ein neues Smartphone und ein neuer Fernseher), dass für Bekleidung und Lebensmittel kaum noch etwas übrig bleibt. Dann kann er sich aber nicht beschweren, er könne ja nur günstig Bekleidung und Lebensmittel einkaufen, da kein Geld vorhanden - in diesem Fall ist das schlichtweg ein Resultat der eigenen freien Entscheidung und Priorisierung.
 
@hjo: Als würd man sparen wenn man bei diesen Ramschläden einkauft. Die Freundin meines kleinen Bruders kauft zb oft bei Primark ihrem Müll, und es ist schlicht erschreckend wie schlecht die Qualität ist. Wenn man da ein Shirt oder sonstwas gegen das Licht hält sieht man lauter Löcher, miese Nahten und ungleichmäßigen Stoff. Ich seh's auch bei mir selbst, hab früher meine Shorts bei KiK gekauft und nach wenigen Monaten waren das nurnoch fetzen - hab dann einmal eine Short für 20€ gekauft, die ist jetzt über ein Jahr alt und noch wie neu gekauft. Man spart wirklich nur kurzfristig bei billigklamotten.
 
Seit ich gesehen habe wie die Leute dort behandelt werden hat meine Freundin Zalando Verbot. Sie war selber schockiert, vor allem ab den "Verzichtserklärungen für eine Ambulanz" wenn Leute zusammengeklappt sind auf der Arbeit.
 
Echt jetzt, die breite Masse bewegt sich in der Ego Gesellschaft wo jeder sich selbst der nächste ist? Ich bin echt enttäuscht, das war mir wirklich nicht bewusst.
 
Zalando? Den Mist gibt's immernoch? Ich hab schon lange keine mehr dieser penetranten Werbespots gesehen ...
 
Viele machen den Fehler und setzen die Produktion in sog. "Billig-Lohn-Ländern" immer mit Sklaverei und Ausbeuterei gleich. Das muss aber nicht der Fall sein, das ist sogar eine ziemlich kurzsichtige Denkweise um nicht zu sagen "rassistisch". Die Löhne dort sind zwar günstiger als z.B. in Deutschland, aber es gibt dort auch bezahlte Angestellte ebenso wie es weniger gut bezahlte Angestellte gibt. Es ist auch völlig unlogisch zu vermuten, dass sich z.B. jeder Inder für einen Hungerlohn ausbeuten lässt.
Die Billig-Mode-Marke kann sich eben nur die günstigen Arbeiter leisten und spart auch sonst bei Maschinen, Prozessen und den übrigen Arbeitsbedingungen. Die Folge ist vor allem auch eine mindere Qualität. Der Premium-Hersteller legt u.a. Wert auf Qualität, weil genau das sein Verkaufsargument ist. Wenn bei Gucci die Jeans nach 2 Monaten Löcher bekommt, kann das Unternehmen direkt zumachen. Dieses Preis/Qualität-Gefälle gibt es natürlich auch in anderen Ländern. Wie z.B. in Deutschland. Du kannst hier zu einem Friseur gehen und dir die Haare mit nem Kochtopf und nem Bartscherer stutzen lassen oder du bezahlst den dreifachen Preis und lässt dich regelrecht "frisieren".

Natürlich ist es moralisch verwerflich, schlechte Arbeitsverhältnisse durch den eigenen Konsum zu unterstützen. Aber zu pauschalisieren hilft genauso wenig.

(PS: Genau das wichtigste sagt schon der Einleitungssatz zum gleichnahmigen Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Niedriglohnland)
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