US-Anwaltsvereinigung rät zu Zurückhaltung bei Piraterie-Klagen

Klagen im Zusammenhang mit Filesharing und Piraterie sind teuer, bringen verhältnismäßig wenig Gewinn und sind schlecht fürs Image: Das meint die US-amerikanische Anwaltsvereinigung "American Bar Association" und rät ihren mehr als 400.000 ... mehr... Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Anti Piracy

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Looos Leute lasst uns das Internet downloaden :D Zeitfenster ist knapp xD
 
@psyabit: Zur Not kann man das Internet auch ausdrucken!
 
@The Grinch: Man sollte aber nicht vergessen, es auf Diskette zu sichern
 
@Chris Sedlmair: Aber nur auf 5 1/4" Floppy!
 
Die Content-Industrie sollte am besten mit eigenen Mitteln geschlagen werden. Neue Webservices im Dienste der Community werden hoffentlich dabei helfen, wieder für frischen Wind in der einst stolzen deutschen Public Szene zu sorgen. Als Erfolgsrezept sollte dabei der Dienst selbst und nicht Profit im Vordergrund stehen. In guten, alten Oldschool-Seiten ging es früher noch hauptsächlich um Ehre und Ansehen in der Szene.
 
@Mr. Benutzername: Um die Content-Industrie geht's doch hier gar nicht, sondern um die Anwälte.

Was die Produzenten angeht: Ich bleibe bei meiner scheinbaren Außenseitermeinung, dass, wer viel Geld ausgibt um einen Film, eine Serie, Musik oder was auch immer auf die Beine zu stellen, auch das Recht hat, dafür so viel Geld zu verlangen wie er will... es wird ja keiner zum Konsum gezwungen.
 
@Chiron84: 2. Absatz: "Die Content-Industrie versucht seit Jahren, Filesharer als "Kriminelle" darzustellen" - auf diesen Satz des 2. Absatzes habe ich mich bezogen.
Natürlich haben sie das Recht, soviel zu verlangen, wie sie wollen - es kann ja jeder selbst entscheiden, ob er gewillt ist, dafür zu bezahlen. Dass ein gesunder Anteil an Raubkopien der Produktverbreitung und dem Bekanntheitsgrad zu Gute kommen, ist längst erwiesen. Das ganze Thema an sich ist aber eine Debatte mit einer Vielzahl valider, gegensätzlicher Standpunkte und Ansichten. Man kann zum Beispiel der Ansicht sein, dass der Normalbürger bis zu einem Grad der Lächerlichkeit von der Politik und der Konzernen für dumm verkauft, beeinflusst, manipuliert und sabotiert wird, sodass es nur recht und billig erscheint, sich im digitalen Bereich auch etwas einfach zu nehmen, wenn man es kann, denn wie wir von Regierungen und Unternehmen ständig veranschaulicht bekommen, wird alles gemacht, was im Rahmen des Möglichen ist und dem jeweiligen Akteur einen Vorteil verschafft, egal wie verwerflich es ist (Spionage, Manipulation, Steuerflucht, Medienpropaganda, Sabotage, Verdummungsmaschinerie, Brot&Spiele, illegale Beschlagnahmungen, Beweismittelfälschungen, ...).
 
@Mr. Benutzername: Deine Argumentation kann man aber auch ganz leicht umdrehen - "Man kann zum Beispiel der Ansicht sein, dass es nur recht und billig erscheint, dass Politik und Konzerne alles machen was im Rahmen des Möglichen ist und sich einen Vorteil verschaffen, egal wie verwerflich es ist, denn wie sie von den Normalbürgern ständig veranschaulicht bekommen nimmt man sich etwas einfach, wenn man es kann."

Sich asozial zu verhalten wird dadurch nicht besser, dass andere es auch tun.
 
@FenFire: Also bitte, es nun so hinzudrehen, als ob die Normalbürger ein schlechtes Vorbild für die offiziellen und inoffiziellen Machthaber weltweit wären und deshalb vieles auf der Welt falsch läuft, weil die Machthaber es ja "nicht anders gelernt" haben von der einfachen Bevölkerung, ist nun schon ziemlich weit hergeholt, um nicht zu sagen absurd.

Etwas für die Community zu tun und Menschen Zugang zu Inhalten zu ermöglichen, die sie sich beispielsweise nicht leisten können (aber für persönliche Weiterbildung benötigen würden) und aufzufordern, Inhalte die es einem persönlich auch wirklich Wert sind, auch (nachträglich) noch zu kaufen, ist alles andere als asozial.
 
Wie hast Du gerade den Sprung zu "Menschen Zugang zu Inhalten ermöglichen, die sie sich nicht leisten können, aber für persönliche Weiterbildung benötigen würden" (was der Sache dann so einen Anstrich von edlem Robin Hood gibt), gemacht? In der News war die Rede von Piraterie-Klagen (die sich i.d.R. nicht auf Unterrichtsmedien, sondern auf Unterhaltungsmedien beziehen), und Dein erster Beitrag besagte in etwa "man kann den Kleinen keinen Vorwurf machen wenn sie egoistisch sind, da die Großen es auch sind" (woraufhin ich antwortete, der Satz funktioniere dann genauso, wenn man die Kleinen und die Großen vertausche - ich glaube nämlich dass keiner von beiden "besser" oder "sozialer" ist. Bei den Kleinen ist nur die Reichweiter/Auswirkung geringer, nicht die Gesinnung edler).

Und wie kommst Du zu Aufforderungen zur nachträglichen Lizenzierung / nachträglichem Erwerb die Rede? (noch dazu ist Deine Antwort von 13:53 Uhr so formuliert, dass es klingt als würden diejenigen, die Inhalte sozialerweise zu Verfügung stellen, zu dem nachträglichen Kauf auffordern...).

Es wären dann also die Anbieter illegaler Downloads von Lernmaterial, die ihre Downloader zum nachträglichen Kauf beim Hersteller des Lernmaterials bei Gefallen auffordern, die "alles andere als asozial" sind? (denke das wäre wohl eine Randgruppe der Anbieter nicht lizenzierter Mediendownloads ;))
 
@FenFire: nein, es ist sogar die Mehrheit der "nicht lizensierten Anbieter". Und nein, wir brauchen hier keine Grundsatzdiskussion wegen Filesharing etc... Und nein, es gibt wohl auch keinen der sagt - ich downloade weil ich die da asozial finde. Der Großteil saugt weil er saugt, das Zeug landet praktisch als Datenmüll auf der Platte. Ein kleinerer Teil saugt weil er dafür nie Geld ausgegeben hätte und ein noch kleinerer Teil testet auf diese Art Produkte und kauft sie dann, wobei sich dieser angeblich kleinste Teil wohl sogar richtig für die lizensierten Anbieter rechnet.
 
Es werden sich immer einige "Blitzgescheite" finden, die sich zum Helfershelfer machen lassen.
 
In Deutschland machen das doch eh hauptsächlich spezialisierte Anwälte, die sich um gar nichts anderes kümmern, oder? Denen kann ihr Image doch egal sein... Und solange ihnen das nicht so um die Ohren fliegt wie letztens den Redtube-Leuten, machen die leider auch ordentlich Gewinn.
 
400.000 das macht einen guten Teil der Erwerbstätigen Bevölkerung aus. Kein Wunder verklagt da jeder jeden.
 
@BadMax: in den USA leben über 300 Mio Menschen, da sind 400.000 Arbeitnehmer nur ein ganz kleiner Teil
 
@nasepap: "Erwerbstätigen Bevölkerung"
 
@BadMax: 400000 Mitglieder der American Bar Association! Das soll ca die hälfte aller Anwälte sein, also ca. 800000 Rechtsanwälte bei 317Mio. Einwohner. Das finde ich eher erschreckend!
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