Google und Samsung stellen Standard für "Internet der Dinge" vor

"Internet of Things" (IOT), das die Vernetzung unterschiedlichster Alltagsgegenstände beschreibt, ist ein Schlagwort, das zuletzt immer häufiger fällt. Das Problem dabei: Einen echten Standard für derartige Systeme gibt es bislang nicht. mehr... Logo, Internet der Dinge, Thread Group Bildquelle: Thread Group Logo, Internet der Dinge, Thread Group Logo, Internet der Dinge, Thread Group Thread Group

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Als ich ASAP über HTTP auf das IOT zugreifen wollte aber die URL sich wegen 403 nicht zeigen wollte...
und ich deshalb eine SMS über UMTS meines TAB an meinen RFC-Psychologen schickte.. um via GET und seinen REST Service Hilfe zu bekommen, da diagnostizierte der doch glatt AKÜFI
 
@tommit: Konnte er dich denn heilen?
 
@tommit: http://www.youtube.com/watch?v=ZWOn6aQ1EIc
Übrigens ein exzellenter Film :-)
 
Thread. Welch ein passender Name für das Konzept. Bloss der letzte Buchstabe verwirrt. Das sollte doch sicher ein t statt ein d sein um der Thematik wirklich gerecht zu werden, oder?

Wenn ich da den Fall eines Bekannten sehe, der als ehemaliger Mitarbeiter eines grossen IT-Konzerns ein Faible für die vollautomatische Steuerung seines eigenen Hauses hatte, dann ist das Internet der Dinge wohl wirklich eher eine Bedrohung. Mein Bekannter erkrankte nämlich an einen Hirntumor und wurde noch länger als ein Jahr als Schwerstpflegefall in seinem Haus betreut bevor er starb. Dummerweise hatte er, bevor er nicht mehr handlungsfähig war weil der Tumor sein Gehirn zu stark geschädigt hatte, nie irgendjemandem erzählt, wie genau seine Haustechnik gesteuert wurde, für die er selbst Schnittstellen designt und Software geschrieben hatte. Das Ende vom Lied war, dass seine Frau nach seinem Tod irgendwann morgens aufwachte und die vom Rechner ihres toten Mannes gesteuerte Haustechnik war komplett im Nachtbetrieb. D.h. die Rolläden waren noch geschlossen, die Heizung ausgeschaltet, die Eingangsbeleuchtung war an, der funkbetriebene Garagentoröffner blockiert (damit nachts keine Einbrecher mit einem vorher aufgezeichneten Funksignal in die Garage kommen), das Telefon abgeschaltet und die Alarmanlage samt der Aussenbewegungsmelder und der Aussenbeleuchtung war scharfgeschaltet. Dazu gab es in einigen Zimmern keinen elektrischen Strom und in der Küche hatte nur der Kühlschrank Strom, alle sonstigen Geräte nicht (ehemals zur Vermeidung eines über Nacht versehentlich angelassenen Gerätes, wie Herd, Heisswasserbereiter oder Eierkocher so eingerichtet).

Die Witwe hat fast eine Woche lang mit geschlossenen Fensterläden im nur noch zwei mit elektrischen Heizlüftern beheizten Zimmern (Küche und Bad) gelebt, während Handwerker notdürftig die Stromversorgung ihres Garagentoröffners wiederherstellen mussten, damit sie überhaupt das Auto aus der Garage kriegte um Lebensmittel einkaufen zu können. Zwei Tage konnte sie nicht einmal kochen und hatte kein warmes Wasser, weil erst ein Elektriker sich die Zeit nehmen und im Sicherungskasten die vom Computer gesteuerten Relais überbrücken musste bis der Herd in der Küche und der Warmwasserbereiter im Keller wieder Strom hatten.

Der Techniker des Computerladens ihres Mannes konnte nach zwei Tagen des Herumtüftelns nur feststellen, dass die Festplatte des Rechners nicht mehr erkannt wurde und daher der Rechner abgeschmiert war und sich auch nicht mehr booten liess. Die Daten auf der Festplatte waren für ihn nicht mehr auslesbar. Ein Backup des Systems gab es nicht oder möglicherweise nicht mehr, weil die Frau den Bastel- und Lagerraum ihres Mannes aufgelöst und dabei auch etliche lose herumliegende Festplatten dem Verwandten geschenkt hatte, der ihr beim Ausräumen geholfen hatte, weil ihre Erinnerungsfotos, -videos und Dokumente ja alle auf dem Bürorechner ihres Mannes lagen und sie über Backups des Rechners für die Hauselektronik nie nachgedacht hatte.

Über meine Eltern, die über Jahre mit dem Ehepaar befreundet waren, bekam ich dann den Auftrag mal nachzusehen, ob ich noch an die Daten auf der defekten Hausrechnerfestplatte käme und die Hauselektronik, insbesondere die Rolläden, die keine manuelle Bedienmöglichkeit boten, da Antrieb und Steuerung komplett im Kasten versenkt waren und eine mögliche Funk-Handsteuerung wohl als vermeintliche alte Fernsehfernbedienung auch der Hobbyraum-Aufräumaktion der Witwe zum Opfer gefallen war, wieder komplett in Betrieb bekäme. Mit der Elektronik einer baugleichen, etwa zeitgleich hergestellten und mit einer eng verwandten Seriennummer versehenen Festplatte von eBay bekam ich die Daten von der alten Festplatte tatsächlich mit einer speziellen Version von dd per Linux-Live-CD zum grossen Teil ausgelesen. In defekten Bereichen der alten Festplatte lagen glücklicherweise wohl hauptsächlich Windows-Dateien, die ich in der neu angefertigten, unvollständigen Systemkopie mit deren Originalen aus einem anderen lauffähigen Windows mit demselben Service-Pack ersetzte. Am Ende hatte ich dann wieder ein lauffähiges System mit der Software und den Skripten des Verstorbenen, so dass die gesamten Überbrückungen und Notlösungen in der Hauselektrik wieder zurückgebaut werden konnten und die Steuerung der gesamten Hauselektronik/-elektrik wieder funktionierte wie vorher.

Der Fall zeigt aber, dass ein "Internet der Dinge" wenig wünschenswert ist. Es kann sogar lebensgefährlich sein per Funk und Internet kommunizierende Geräte im Haus zu haben. Schon heute gibt es Heizunganlagen (unter anderem auch in meinem Keller), die man per Ethernetanschluss ans Internet hängen und so z.B. von Unterwegs die Heizung im eigenen Haus aktivieren kann, wenn man ungeplant einen Tag früher nach Hause kommt als in der Heizung vorprogrammiert war. Eine nette und gelegentlich nützliche Spielerei, würde man denken. Ich habe aber mal versucht mich in meine eigene Heizug zu hacken und das ist erwartungsgemäss ziemlich einfach. Wenn man den Gedanken weiterspinnt und sich überlegt, dass damit ein Hacker unter ungünstigen Umständen über das Internet die Möglichkeit erlangen könnte Sicherheitsmechanismen einer Gasheizung umzuprogrammieren oder auszuschalten, dann ist das nichts, was ich in meinem Haus erleben möchte. Wäre meine Heizung auch noch per Funk/WLAN steuerbar, hätte ich sie sicherlich nicht gekauft, auch wenn der nächste Nachbar über einen Kilometer entfernt wohnt. Ich kann also jedem nur davon abraten zum täglichen Leben notwendigen Gerätenschaften, die auch autark und manuell bedient bestens funktionieren, zu einem Intranet der Dinge zu vernetzen und dann eventuell auch noch an das Internet zu hängen.

Wenn Cracker Deinen Internetrechner übernehmen, kannst Du ihn ausschalten und Dich später um das Problem kümmern. Wenn sie Dein gesamtes Haus übenehmen, ist das Problem ungleich grösser. Nicht jeder Hausbesitzer wird die Wärme als angenehm empfinden, die er verspührt, wenn er im von der gehackten Heizung mit Gas gefüllten Keller das Licht anmacht um nachzusehen, wieso die Heizkörper im ganzen Haus kalt bleiben. ;-) Eine Monokultur aus mit denselben Protokollen kommunizierenden Geräten macht das Problem nur noch schlimmer, daher ist ein Standard für das "Internet der Dinge" nicht erstrebenswert.
 
@nOOwin: tl;dr - Ist ja nett deine Meinung so ausführlich ausführst, aber länger als der Artikel? :D
 
@CyniceR: Gut der Kommentar ist lang. Nichts desto trotz ist es ganz gut wenn ein User mal aus der Peraxis erzählt.
Zumindest kommen dann keine Fragen nach Quellen, Belegen, Verschwörungstheorien.

Ich finde es ebenfalls äusserst bedenklich, wenn vor lauter Digitalisierung vergessen wird, was passiert wenn der Mist ausfällt?
Wenn man dann noch bedenkt, dass z.B. die gesamte Energieversorgung der USA (ausser Texas) miteinander vernetzt ist (und auch entsprechende Ausfälle hat), dann wundert man sich eigentlich, dass dort drüben nicht mehr passiert.
 
@nOOwin: Junge, Junge. Geschichten die das Leben schreibt. Inhaltlich: Ich gebe Dir vollkommen Recht. Die Vertechnisierung und Vernetzung (quasi) unserer Leben ist für die sowieso schon (im Schnitt) dumme/naive und träge Menschheit der Anfang vom Untergang. Über die Maschinerie der Gehirnwäscher und Diktatoren sind einfach bunte Masken in Form von Facebook, e-Shops, Smartphones/mobiles Datennetz gezogen und das Gros der Nutzer lässt sich ausspionieren und katalogisieren wie Vieh. Denen eine weitere Möglichkeit zu geben, uns in den nächsten intimen Bereich zu lassen, ist eigentlich Wahnsinn. Das wird nur noch von Smartglasses und VR Brillen getopt. Und dann kommen noch die Gauner, die es von der anderen Seite zu sehen gilt. Das Szenario, das Du beschreibst, hinterlässt mal einen richtig miesen Beigeschmack. Da ist von Terror, Betrug, Einbruch bis Mord alles drin. Unfassbar. Irgendwie verselbstständigt sich da in der Welt der IT abseits von klassischen Rechnermodellen eine Industrie, die Fluch und Segen zugleich ist. Das ist beängstigend. Aber in einer Welt, in der die NSA mit Sicherheit den Weltmarktpreis für Speichermedien beeinflusst, wundert mich auch nichts mehr. Die Politik ist dabei komplett verloren - die arbeiten gerade die IT Geschichte seit 1990 auf. Ich merke zunehmend wie ich mich immer wieder Frage, ob ich auf das alles - oder zumindest auf einen Großteil verzichten könnte. Und das obwohl ich ein echt dreckiger Techy bin.
 
Ein Standard wir von einer neutralen und unabhängigen Organisation verabschiedet und nicht von irgendwelchen Wirtschaftsunternehmen. Die verfolgen nämlich keine allgemeinen Interessen sondern nur ihre eigenen ...
 
@karacho: Und wenn sie ihre eigenen Interessen verfolgen sorgen sie auch hoffentlich dafür daß der Standard am Ende auch funktioniert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber leider nicht ist.
 
@karacho: Äh - Microsofts Erfolg beruht darauf das MS-Produkte zum Industriestandard erklärt wurden - und zwar von Microsoft und IBM!!
 
@karacho: Kann man nicht verallgemeinern. Die DLNA-Schnittstelle wurde beispielsweise von Intel und Sony eingeführt. Mittlerweile beteiligen sich 250 Unternehmen (eigentlich alle, außer wie üblich halt Apple) daran. Die von Sony eingeführten Blu Rays sind mittlerweile der Standard bei den Film-Datenträgern, ähnliches gilt für CDs, etc, etc. Das mit der "neutralen und unabhängigen Organisation" ist halt der Idealfall.
 
Wohl kaum bei den Ganzen Volumentarifen.
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