Spionage: NSA-Ausschuss denkt über Schreibmaschinen-Einsatz nach

Der so genannte NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages will seine Kommunikation angesichts der Spionage-Aktivitäten aus den USA stärker absichern. Dabei erwägt man auch die Anschaffung mechanischer Schreibmaschinen, da Dokumente auf Notebooks ... mehr... Schreibmaschine, Typenhebel, Mechanik Bildquelle: Pavel Krok (CC BY-SA 2.5) Schreibmaschine, Typenhebel, Mechanik Schreibmaschine, Typenhebel, Mechanik Pavel Krok (CC BY-SA 2.5)

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Back to the roots? :P
 
@acopip: Hoffentlich nutzen sie Papier und tragen keine Steintafeln umher :)
 
Auch unsere Regierung zeigt doch starkes denken nach dem Motto:"Der Bundestag muss abhörsicher sein, das Volk soll diese Technologien aber möglichst nicht nutzen". Es wäre durchaus wünschenswert, wenn die Politik die Bürger dafür sensiler machen würde, vielleicht auch mal aktiv Systeme fördert. Es kommt da auch nicht allzuviel.
Und die meisten Bürger interessiert es viel weniger, als die Medien es glauben lassen. Der Deutsche meckert vielleicht ein wenig, aber nutzt trotzdem Whatsapp, anstat 1,60€ in eine Alternative zu investieren. Postet weiter alles auf Facebook und nutzt die unverschlüsselte Cloud...
 
Schreibmaschinen? Da sollten sie aber einen großen Vorrat an Tipp-Ex oder Korrekturbändern anlegen.
Wer kann denn heute überhaupt noch unfallfrei schreiben?
 
@Johnny Cache: Mit ner Online-Rechtschreibkorrektur sollte das kein Problem sein^^
 
@Johnny Cache: Ich weiß jetzt nicht genau was da überhaupt vor Ort aufgeschrieben wird. Wenn es Gesprächsprotokolle sind, sind damit wohl eher Steno-Schreibmaschinen gemeint. Ob die noch in deutschen Parlamenten eingesetzt werden weiß ich jetzt nicht, aber früher wurden sie es. In US du englischen Gerichten gibt es sie immer noch. Ich denke also, dass "Protokollführer" (ich habe keine Ahnung welcher Beruf das ist) dieses können.
 
So doll dieses Internetz auch ist, einige Dinge sind einfach zu sensibel, als dass man überall damit arbeiten sollte. Ein Hoch auf Schreibmaschinen und auch auf Kühlschränke, die ihren Inhalt nicht im Minutentakt an die Krankenkasse mailen.
 
@elbosso: Wenn die Krankenkasse mit den Kühlschrank samt Unterhalt (Strom) bezahlt, habe ich kein Problem damit die Differenz für gesündere Nahrungsmittel auszugeben. Ist alles eine Frage des Verhandelns.
 
@knirps: Machen sie sicherlich gerne nachdem noch ein wenig mehr beim Gehalt abgezwackt wird
 
@-adrian-: Jeder muss sehen wo er bleibt, ich hab den Mist nicht erfunden.
 
@-adrian-: Hätt ja nix dagegen wenn man auch was dafür bekommt. Aber man zahlt und bekommt nix. Weder zeitnah einen Termin bei einem Atzt noch Medikamente bezahlt. Als Brillenträger muss man auch diese noch selber zahlen. Krone, Implantat jeden Mist zahlt man. Da fragt man sich wofür das ganze Geld drauf geht was man so einzahlt.
 
@daaaani: Also bei meiner Krankenkasse bekommt man immerhin einen zuschuss fuer Kontaktlinsen und Brille
 
@knirps: Naja, stell dir mal vor dein Kühlschrank mailt alles an die Krankenkasse was drin ist. Jetzt hast du einen Arbeitsunfall und schneidest dir einen Finger ab. Den musst du sofort kühl lagern bis der Kraneknwagen da ist, damit das Gewebe nicht stirbt. JEtzt mailt dein Kühlschrank "Menschenfleisch" an die Krankenkasse ... jede wette das du da demnächst die Polizei in der Bude hast? ;)
 
@Sam Fisher: der Finger hat keinen RFID chip, wird wohl nix ^^
 
@knirps: Der kühlschrank hat doch sicher ne Webcam drin um das dann zu amalysieren ;)
 
@elbosso: "Ein Hoch auf Schreibmaschinen und auch auf Kühlschränke, die ihren Inhalt nicht im Minutentakt an die Krankenkasse mailen."
Na da kennst du die neuen Kühlschränke aber schlecht!
 
@elbosso: Also wenn Geheimdienste erkennen, wo ein Interview gemacht wurde, allein anhand des Stromgeräusches im Hintergrund (herausfiltern und anschließend die Schwankungen mit den Protokollen des Stromnetzes abgleichen), dann würde es mich nicht wundern, wenn es auch irgendwelche Möglichkeiten gibt den Kühlschrank bei Bedarf zu überwachen (was weiß ich, z.B. könnte man ja den schwankenden Strombedarf des Kühlschrankes ermitteln und damit schon gewisse Rückschlüsse auf den zu kühlenden Inhalt ziehen).
 
0
Ist doch ganz einfach,
man holt ein weiteres Unternehmen oder die Politik macht ein neuen BND auf, der den eigentlichen BND überwacht auf Sicherheitlücken und immer dafür sorgt das alles gut Verschlüsselt ist und auch neu Verschlüsselt.

Halt eine Prüfstelle die Unabhängig vom BND arbeitet, damit dann hier der BND so zu sagen geprüft wird 1. Auf Weitergabe und 2. Ob NSA sich wieder Rein hackt
 
@MartinB: Gibt es das nicht eigentlich schon? Unter der Bezeichnung Bundestag? Das Parlament sollte doch die Geheimdienste überwachen (insb. die Regierung). Aber Versagen auf ganzer Linie. Ob das mit einer weiteren Kontrollinstanz (die vorallem wieder viel Geld kostet) besser wird, vorallem, wenn Regierung und Parlament sich nicht wirklich dafür interessieren?
 
Man könnte wenigstens zusätzlich an sicheren Systemen forschen, um den Anschluss nicht zu verlieren, wettbewerbsfähig zu bleiben und unabhängiger zu werden, aber das würde ja unter "Cyberwaffen Forschung" fallen und das ist bekanntlich bööse!

OT: Vor ungefähr einem Jahr haben eine Kunsthistorikerin und ein Sozialwissenschaft-Dozent unsere Vorlesung gestört, weil wir angeblich Cyberwaffen bauen. Vorlesungsthema war eigentlich "Datenschutz" :D
 
@gola: Na du weißt doch: Nur wer etwas zu verbergen hat, schützt seine Daten...
 
@gola: Wie hieß denn das Modul? Vielleicht haben die sich unter dem Modultitel etwas ganz anderes vorgestellt.^^
 
Die Geister, die ich rief... :D
 
Die Russen hatten letzte Jahr auch eine Großbestellung bei Olympus aufgegeben. ;-)
 
Ich hab das schon vor Jahren gesagt: Das Internet wird die analoge Zeit zurück holen. Die Gefahren, die das Internet mit sich bringt sind enorm und schützen kann man sich davor nur analog.
 
Die Gefahreneinschätzung ist aber immer subjektiv. Siehe der tendenziell eher sorglose Umgang vieler mit persönlichen Daten. Ja, da sind Risiken drin. Aber effektiv fallen diese inzwischen gefühlt unter "Alltagsrisiko", und darin diese in sein Leben zu integrieren und in Folge zu ignorieren, wenn sie der Preis für hinreichend Vorteile sind, ist der Mensch ziemlich gut. Stichwort "Straßenverkehr". Auf der anderen Seite werden kleinste Risiken gigantisch aufgebauscht und treiben die Menschen um (wie vielen Kindern wird schon vom bösen fremden Mann hinter der nächsten Ecke aufgelauert? eher passiert ihnen was im Straßenverkehr...)... daher: die Digitaltechnik bleibt (es sei denn sie wird - z.B. durch Ressourcenknappheit - zu teuer). Dafür ist sie schon viel zu stark in unser Leben integriert.
 
Die Wirtschaft ist also wichtiger als das Persönlichkeitsrecht des Bürgers. Verstanden. Aber warum Schreibmaschine wenn man nicht auch einfach die Datenverbindungen kappen kann?
 
@nexo: Klar ist dem Staat die Wirtschaft wichtiger als die Menschen. Für die Wirtschaft sind Menschen sowieso nur ein notwendiges Übel. Irgendjemand muss schliesslich arbeiten, Steuern zahlen und die Produkte der Unternehmen kaufen.
 
@pengo: "Die Wirtschaft" existiert aber auch nicht als eigenständiges Wesen, sondern wird von Menschen betrieben... und wenn man z.B. Unternehmenslenkern, Politikern etc. Gier vorwirft - ich vermute dass die meisten, die sich, solange sie "unten" sind, über die "oben" beschweren, sich "oben" ganz genauso verhalten würden ("Geiz ist geil" gilt für die Kleinen wie die Großen...). Ein Dilemma, ob ein wirklich faires Sozialgefüge bei der gegebenen Natur des Menschen überhaupt realisierbar ist? Die soziale Marktwirtschaft ist ja ein Versuch, eine ungezügelte Marktwirtschaft fairer zu machen, der Sozialismus incl. real existierendem Kommunismus war auch ursprünglich aus dem Gedanken "fair und gut zu allen" entstanden. Klappt alles in der Praxis nicht so schön wie ursprünglich ersonnen, manche Systeme halten nur länger durch als andere.
 
Eine Schreibmaschine ist nicht gerade ein Fortschritt, eher ein großer Rückschritt, aber trotzdem kann ich den Schritt verstehen. Der Wirtschaft entsteht durch Spionage wohl 8 Milliarden Euro Schaden, aber der Schaden der durch die Totalüberwachung der Bevölkerung entsteht ist so unrelevant, dass gar nicht erst versucht wird, diesen zu beziffern. Ist ja angeblich gar nicht schlimm. Das ich nicht lache. Auch der Bundesanwalt ermittelt ja leider nur, weil das Kanzlerinnenhandy überwacht wurde. Als ob das andere nicht wichtig und nicht zweifelsfrei belegbar sei. Aber das kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht sollte man dem Untersuchungsausschuss eine Kopie aller Snowden-Dokumente übergeben. Dann wachen alle einmal auf, wie schlimm die Spionage UND Überwachung tatsächlich schon ist.
 
>>Wie der Ausschussvorsitzende Patrick Sensburg (CDU) in einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin erklärte, wolle man die interne Kommunikation im Ausschuss unter anderem auch durch den Einsatz von E-Mail-Verschlüsselung und Krypto-Handys besser absichern. Ein Teil der Sitzungen soll außerdem in Räume verlegt werden, die besonders gegen Abhörversuche abgeschirmt sind.<<

Was sollen die Krypto-Handys denn bitte für ein Betriebssystem haben, damit die Kommunikation auf denen nicht schon vor der Verschlüsselung im Klartext abgefangen und an Spione übermittelt wird? iOS, Android, Blackberry und WindowsPhone scheiden da ja wohl aus, da von diesen Betriebssystemen nicht nur Exploits für deren ungepatchte Sicherheitslücken auf dem Weltmarkt gehandelt werden, sondern auch ständig neue Trojaner für diese Betriebssysteme zur Verfügung stehen und noch nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass die Softwarehersteller selbst keine Backdoors eigenbaut haben.

Interessant ist auch, dass bei einem seit dem 20. März 2014 existierenden Untersuchungsausschuss derzeit offenbar weder die Handy-, noch die Email-Kommunikation verschlüsselt erfolgt. Wann will man denn damit anfangen? Eine Email-Verschlüsselung ist unter den Mitgliedern eines Ausschusses ja wohl überhaupt kein technisches Problem. Mit GPG hat man die innerhalb kürzester Zeit einsatzfähig. Jedes Mitglied muss sich GPG oder zumindest ein GPG-PlugIn für seinen Email-Client installieren und bekommt einer Liste der öffentlichen Schlüssel der anderen Ausschussmitglieder samt deren Email-Adressen und damit ist das erledigt. Dazu braucht man gewiss keine 6 Monate um dann immer noch davon zu berichten, dass man sowas einsetzen "wolle".

Nachdem selbst ohne Verschleierungstricks auf SmartPhones installierte Trojaner-Software wie z.B. Carrier-IQ nur durch Zufall und dann oft von privaten Hackern gefunden wurde, frage ich mich ausserdem, wie zuverlässig eine Überprüfung eines Mobiltelefons auf Trojaner sein kann, wenn in Betriebssystem und jeder einzelnen App Backdoors stecken können. Die meisten Leute werden ihr Handy wohl kaum über Tage oder gar Wochen bei einem Sachverständigen abgeben, der das Gerät und alles war darauf installiert ist genau unter die Lupe nimmt. In jedem umfangreicheren Quellcode sind durch Sicherheitslücken zudem zwangsläufig Backdoors enthalten. Ein Handy auf dem kein Trojaner hockt ist also keineswegs in irgendeiner Weise sicher. Ein Providermitarbeiter braucht z.B. keine Trojanersoftware um mit dem heimlich von Ferne aktivierten Handymikro eines Kunden dessen Umgebung zu belauschen.

Insofern ist es auch lächerlich, Leute mit SmartPhones in abgeschirmte Räume zu setzen. Denn selbst wenn dort alle Handys der Konferenzteilnehmer keinen Empfang mehr haben, funktioniert die Handyelektronik ja weiterhin und kann daher aufzeichnen, was besprochen wird und das später an Spione übermitteln, wenn das Handy wieder im Netz eingebucht ist.

Schön ist auch, dass Sensburg als Mitglied eines solchen Ausschusses keine Probleme mit der generellen Überwachung der Bevölkerung zu haben scheint, denn soweit ich mich erinnern kann ist schon die reine Speicherung von Verbindungsdaten bzw. die Vorratsdatenspeicherung von höchster Instanz als gesetzwidrig eingestuft worden. Wer also das kleinere Problem in einer grundgesetzwidrigen Generalüberwachung der Bevölkerung sieht und zudem meint den Schaden bei Unternehmen durch Wirtschaftsspionage auf 8 Milliarden Euro taxieren zu können, obwohl sich gerade herausgestellt hat, das bis heute offenbar nicht einmal das wahre Ausmass der Überwachung politischer Geheimnisträger, geschweige denn das der Wirtschaftsspionage bekannt ist, der sitzt wohl auch auf dem falschen Posten. Grundgesetzesbrüche kleinreden können und Kristallkugellesen sollten eigentlich nicht zum Repertoire eines Untersuchungsausschussvorsitzenden gehören. Da hat man wohl mal wieder den Bock zum Gärtner gemacht.
 
"Der Abgeordnete will seine Mobiltelefone außerdem daraufhin überprüfen lassen, ob auf diesen eventuell Trojaner installiert sind." Grad durch sowas fängt er sich dann Trojaner ein :D Gute Empfehlung, sein "Kryptohandy" regelmäßig in fremde Hände zu geben, sehr genialer Einfall. Man sollte die eher wöchentlich entsorgen oder komplett neu aufsetzen wenn die nicht sowieso nur ne Lachnummer wären.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles