Neuregelung für Mehrwertsteuer auf elektronische Dienstleistungen

Das Bundesfinanzministerium hat eine Gesetzesänderung für die Besteuerung von elektronischen Dienstleistungen bekannt gegeben. Ab dem 1. Januar 2015 fällt künftig die Umsatzsteuer in Deutschland an, also am Sitz des Kunden, und nicht mehr im ... mehr... Gesetz, Recht, Paragraph Gesetz, Recht, Paragraph Gesetz, Recht, Paragraph

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Anders rum wäre es auch wirklich viel zu einfach. Jetzt können sie wenigstens einen Haufen Amis, Russen oder sonstwas wegen Steuerhinterziehung dran bekommen. Dafür wünsche ich schon mal viel Glück...
 
@Johnny Cache: Dann sollten die Amis und die Russen, solche Gesetze auch für europäische Firmen und Dienstleistungen einsetzen. Die machen bestimmt auch gerne Steuerhinterziehungen. Vielleicht sollten die Amerikanischen Firmen die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen für europäischen Kunden und der EU-Kommission um 20% erhöhen. Dann dürfen die europäischen Kunden sich über Brüssel beschweren und nicht über die US-Firmen.
Der Europäischen Kommission geht es natürlich immer nur um Geld, ohne selbst viel dafür tun zu müssen. Wenn sie wieder Geld aus Großkonzernen quetschen, dann sollten die es den "Opfer" geben, anstatt selbst das Geld für sich einzustreichen.
 
@eragon1992: Diese Einnahmen fliessen in den Allgemeinen Steuerhaushalt und kommen damit auch der gesamten BRD zu Gute. Davon profitieren auch die Länder und Gemeinden.
Wer hier Gewinne erwirtschaftet soll die auch hier versteuern.
War aber zu erwarten dass es früher oder später an die Milliarden dieser Steuerflüchtlinge ran geht. Und ist meines erachtens auch richtig so.
Wollen die betroffenen Unternehmen ihre Gewinne halten, vetreuern sie ihre Leistungen. Was aber kaum machbar ist. Also werden sie einfach weniger Gewinn einfahren.

Wie und wo die Steuereinnahmen versemmelt werden ist ein anderes Thema.
 
@LastFrontier: oder sie machen Geoblocking und alle Dienstleister die zahlungspflichtig werden sind dann nicht mehr zu erreichen, tolle zukunft weil ich fürchte so wird es kommen.
 
@timeghost2012: Hallo VPN lässt grüßen. Ich bin mehrmals täglich Ami, Holländer oder sonstwas je nach Bedarf. Es ging doch um elektronische Dienstleistungen. Ich bin aber trotzdem gespannt wie sie das in Griff bekommen wollen.
 
@eragon1992: Vielleicht sollte einfach jeder Kontinent nur sein eigenes Klientel bedienen. Wir brauchen keine ausspähenden amerikanischen Dienste und die Amis brauchen keine europäischen. Zumindest in meiner idealisierten Fantasie.
 
@eragon1992: Frag mich aber wie die das kontrollieren wollen, wer welche Dienstleistung im Ausland übers Internet in Anspruch nimmt. Lustig wäre das ganze Szenario, wenn das Freihandelsabkommen TTIP im aktuellen Status vorher durchgewunken wird. Dann hätten US-Konzerne nämlich im Gegenzug die Möglichkeit die dt. Regierung zu verklagen, wenn durch derartige Gesetze ihre Gewinne geschmälert werden. Reiner Lobbyvertrag, der uns fast nur Nachteile bringt.. wundert mich immer wieder, warum die Merkel so scharf auf das Freihandelsabkommen ist.

Interessante Doku dazu:
http://www.zdf.de/zdfzoom/zdfzoom-geheimsache-freihandel-33169210.html
 
@Johnny Cache: Daran haben die meisten ja noch gar nicht gedacht.
 
Es geht ja wohl hauptsächlich um Käufe innerhalb der EU.

Für die großen Anbieter wird das ein Klacks sein, aber ich befürchte, man wird dann künftig vielleicht nicht mehr bei kleinen Onlineshops im Ausland einkaufen können. "Gemeinsamer Binnenmarkt", dankeschön.
 
@rallef: Nein nicht ganz. Der Verkäufer wird nach den Steuersätzen des Landes beurteilt in dem der Käufer wohnt. Die EU-Staaten haben alle unterschiedliche Steursätze.
Heisst unter umständen, dass ein Nicht-EU-Verkäufer nun bis zu 27 unterschiedliche Steuersätze zu berücksichtigen hat.
Und einige EU-Staaten haben weitaus höhere Steuersätze wie wir.
 
@LastFrontier: Das hat nicht nur Auswirkungen auf Nicht-EU-Verkäufer, sondern auf jeden nicht in Deutschland ansässigen Verkäufer. Ab davon: Dafür hat er im Gegenzug nun mal auch Zugriff auf einen Markt von 80+ Mio. potenziellen Verbrauchern.
 
@LostSoul: Ja natürlich. Gilt für un ja dann genauso. Wenn der Schwede mit 25% Steuer in Deutschland kauft wird der Verkäufer der nach Schweden verkauft auch mit diesem Satz besteuert.
Ab davon: hat er einen Zugriff auf den gesamten eurpäischen Raum mit 505 millionen Einwohnern.
Und den wollen die Amis haben.
 
@LastFrontier: Der Nicht - EU Verkäufer ist davon GAR NICHT betroffen - im weltweiten WARENverkehr ist der Käufer (der als Importeur gilt) selbst für die Verzollung zuständig, nur in der EU führt der Verkäufer die Umsatzsteuer ab, jetzt halt zum Satz des Käuferlandes.

Und den Anbieter von ELEKTRONISCHEN Dienstleistungen, um die es hier geht, können die hiesigen Behörden nur greifen, wenn er eben eine europäische Niederlassung hat, dann aber als EU-Unternehmen auftritt. Der kleine Händler aus Ontario, der Dir online was zur Verfügung stellt, würde hier mit Sicherheit nicht zur Versteuerung herangezogen werden, schon immer eine Lücke im System.
 
@rallef: Genau so ist es. Nicht-EU-Verkaeufer ohne EU-Niederlassung muessen eigentlich seit 2002 MwSt in die EU abfuehren. Da gibt es sogar ein vereinfachtes Verfahren. Direktive 2002/38/EC erlaeutert die Detais. Nachverfolgbar, ob der kleine Haendler aus Ontario sich dran haelt, ist natuerlich nichts. Einklagbar ist natuerlich erst recht nichts. Wie gesagt: Luecke im System, und sogar noch einen Schritt weiter: Nicht schliessbare Luecke im System.
 
@JanKrohn: Das kommt darauf an ob der Nicht-EU-Staat mit der EU oder einem ihrer Staaten ein Rechtsabkommen hat. Canada und USA haben das.

Auch Plattformen wie ebay und Amazon werden sehr wohl darauf achten was ihre Kunden da so treiben und von sich aus reglementieren.
Hast du bei ebay ja schon - indem die Privatverkäufer nach Anzahl und Summe ihrer Verkäufe limitiert werden.
 
@LastFrontier: Selbst mit einem Rechtsabkommen hat kein EU-Steuerpruefer Zugang zu den Daten des kleinen Haendlers aus Ontario. Die "Grossen" koennen sich das nicht leisten, das ist wohl wahr, aber die haben in der Regel ja auch einen Sitz in der EU (Amazon, eBay, MS, Adobe usw.) Ich lasse mein Webhosting schon laenger ueber die USA laufen als diese Direktive existiert, und musste noch nie MwSt dafuer zahlen.
 
@JanKrohn: Red nicht so ein Zeugs. In der Rechnung für deine Domain ist die Steuer mit enthalten.
Auch in den USA zahlt man Steuern.
Was das Rechtsabkommen mit USA/Canada betrifft: das funktioniert bestens.
Natürlich haben die Steuerprüfer keinen direkten Zugriff auf die Daten der Verkäufer im Ausland. Sowas macht man indirekt über die Kunden/Käufer.
 
@LastFrontier: Auf Exportleistungen wird in den USA wie in den meisten anderen Laendern weltweit keine MwSt, Sales Tax oder aehnliches erhoben.
 
@LastFrontier: abgesehen von Luxemburg, Malta und Zypern habe alle höhere normale steuersätze... also 20% und aufwärts... beim ermäßigten Steuersatz liegen wir in Deutschland in der unteren Hälfte... (zwischen 5 und 18% fallen hier an) Aber das Ganze klingt doch reichlich komplex für den Verkäufer bzw. Diensteanbieter.
 
@chippimp: Es dürfte auf jedenfall aufwändiger werden.
 
@LastFrontier: für globale Unternehmen, die in fast jedem Land eine Vertriebsstätte haben, werden da keine Nachteile haben. Interessant wird es eben für die nationalen Händler, die exportieren und dadurch scheinbar zur Kasse gezogen werden. Den globalen Konkurrenten wie Amazon, Ebay und co. wird es nicht so extrem treffen... der Händler innerhalb der Portale hat natürlich den Luxus, dass er es berechnet bekommt... aber das muss man mal in der Praxis erleben, wie sich das umsetzt.
 
@rallef: ein Artikel, den Du in Schweden kaufst, der hat dann deine gewohnte MwSt von 19% und nicht 25%. Für Deutsche ist das u.U. ein Vorteil. Für viele andere Staaten in der EU nicht. Weil wenn die Schweden hier kaufen, zahlen sie in Zukunft 6% mehr.
 
@TurboV6: Natürlich hätte ich den Vorteil, aber der Verkäufer hat den Stress. Und wie ich schon sagte, für große Händler kein Problem, aber der kleine Nebenerwerbs-Onlineshop, von dem ich mir aber die Erfüllung all meiner Wünsche verspreche, wird sich den Stress nicht machen wollen und sagt sich LMAA, kein Verkauf außerhalb meines Heimatstaates.
 
@rallef: naja, Aufwand.... anhand der Adresse weiß die Anwendung direkt, welche MwSt Satz sie nehmen muss. Ich bekomm mit meiner Abrechnungsanwendung alle 4 Wochen Updates wegen Gesetzesänderungen. Aufwand ist das jetzt nicht und kostet für mich als Freelancer gerade mal 85€ im Jahr. Viele eher wird es undurchsichtig, weil die Preise in Online-Shops sich zunächst an die lokale MwSt richtet und der Kunde umrechnen muss. Ich sehe den Stress also eher beim Kunden.
 
@TurboV6: und der kleine Onlineshop braucht für jedes EU-Land eine eigene Steuernummer, das ist doch wohl ein schlechter Scherz. Will man mit einem Franzosen Geschäfte machen muss ich mir eine französische SteuerID geben lassen, dann kauft noch ein Kroate und ich darf auch in Kroatien eine SteuerID beantragen - das ist total viel Aufwand.
 
@rallef: Der gemeinsame Binnenmarkt wird dabei nicht am im Ansatz berührt. Im Gegenteil, es wird sogar dafür gesorgt, dass nun zumindest die USt. am Ort der Leistungserbringung abgeführt wird - am Ende also die genutzte Infrastruktur etc. die den Verkauf (auch) ermöglicht hat "bezahlt" wird. Das ist übrigens auch das, was doch immer wieder von Amazon etc. gefordert wurde: Versteuerung am Ort der Umsatzerzeugung.
 
@LostSoul: für amazon hardware(genauso wie jedem anderen versandhändler dieser welt) gilt das ja schon immer...hier wird im zweifelsfalle vom zoll(in einem abwasch mit einfuhrzöllen und sonstigen steuern) vor auslieferung beim kunden kassiert...nur ebooks, musik/gamedownloads, usw kommen jetzt halt dazu...und was sicher noch interessanter ist: sogar kostenpflichtiger onlinesupport ala supportverlängerung für wxp...
 
Natürlich ändert sich was für die Kunden. Auf Ebooks fallen dann satte 19% Mehrwertsteuer an. In Zukunft also 16% mehr als heute. Wer wird dann noch 99 Cent Bücher anbieten? Nach Gebühren und Steuern bleibt dann nichts mehr übrig. Danke Regierung, in Steuer- und Abgabenerhöhung wart ihr ja schon immer Spitze.
 
@Michael41a: Wer vorher für 99 Cent angeboten hat, wird es dann eben - je nach Shop - für 1,19/1,29 Euro anbieten.
 
@LostSoul: Klingt so, als fändest Du es in Ordnung, dass nun wieder mehr bezahlt werden muss, weil die Politiker mal wieder neue Steuern erfunden haben.
 
@Michael41a: Selbst wenn dem so wäre - und? Man kann beliebige Meinungen zu einem Thema habe. Allerdings ist deine Aussage sowieso unsinnig: Es geht nämlich nicht um die Erfindung neuer Steuern, sondern um die Frage, an welchem Ort bestimmte Steuern fällig werden.
 
@Michael41a: der Sinn der vergünstigsten MwSt gibts aber bei EBooks gar nicht mehr. Es muss ja nur noch eine Datei kopiert werden und die Kosten der Herstellugn sind ein vielfaches kleiner, was eben damals dafür berücksichtigt wurde.
 
@TurboV6: Die Mehrwertsteuer hat nichts mit Produktionskosten zu tun, sondern hängt allein vom Umsatz ab.
 
@rallef: eben nicht. Die vergünstigste MwSt war dazu gedacht, dass die Gegenstände des Grundbedarfs keiner überhöhten Wertschöpfung ausgesetzt sind. Deswegen sind Lebensmittel, wozu auch Essen2go zählt, niedriger besteuert. Ein Buch war damals ebenfalls Grundbedarf bzw. ist es insbesondere für Kinder heute noch. Ein eBook kann ich dazu irgendwie nicht zählen.
 
@TurboV6: Es gibt nicht einen einzigen Unterschied zwischen dem Bedarf an einem gedruckten Buch und dem Bedarf an einem E-Book. Es steuert ja auch alles daraufhin, gedruckte Bücher vollständig zu verdrängen. Über kurz oder lang gibt es nur noch E-Books.
 
Wird bestimmt interessant wenn die versuchen von einem Chinashop die Steuer zu bekommen.
 
@Butterbrot: Käufer in DE bezahlen die Steuer.
 
@Michael41a: nö...wie ich das verstanden habe soll sich allein der händler um die steuern kümmern...in der praxis wird das so aussehen, daß sich der kunde der steuerhinterziehung mitschuldig macht, wenn der chinesische händler keine deutsche steuernummer angibt...schätze ich jetzt mal...
 
@Rulf: Genauso dürfte das auch kommen.
 
@Rulf: verstehe ich das dann falsch ... für mich klingt es so als würde das NUR die EU betreffen. Von EU zu EU.

Wenn wir außerhalb der EU bestellen 'müssen' wir ja eh einfuhr steuer bezahlen am zoll (ab einem gewissen wert). Somit ändert sich hier doch nichts. Die können ja kaum die ganzen China Stores dazu bewegen sich hier anzumelden. Am ende sollen deren waren noch das CE Zeichen tragen *lach
 
Schon wieder lustig zu sehen: Als es darum ging, dass z.B. Amazon nur wenig Steuern in Deutschland zahlt, war eine große Anzahl der Kommentatoren hier der Meinung, dass die Besteuerung am Ort der Umsatzerzielung das einzig richtige und probate Mittel sei. Nun wird genau dieses für bestimmte Güter in Bezug auf eine bestimmte Steuerart umgesetzt und es wird dagegen gezetert...
 
@LostSoul: Bei Ebooks zahlt der Autor die Steuern und der Kunde zahlt sie letztendlich auch. Amazon bekommt für Ebooks Gebühren, und die werden nicht in DE versteuert.
 
@Michael41a: Und was ist der konkrete Bezug zu meinem Beitrag, bzw. was willst du zum Ausdruck bringen?
 
@LostSoul: Gegenfrage: Was hat der Artikel mit den Steuern von Amazon zu tun?
 
@Michael41a: Lies noch mal den Artikel, dann noch mal meinen Kommentar - und dann stell deine eigene Frage noch mal konkreter: Was haben der Artikel und der Kommentar gemeinsam in Bezug in die Besteuerung am Ort der Leistungserbringung. Vielleicht fällt es dir ja dann auf.
 
@LostSoul: amazon zahlt für seine waren schon immer mehrwertsteuer im auslieferungsland...nur tritt es in de nicht als handelsunternehmen sondern nur als reiner defizitärer logistiker auf und hat desw auch keine gewinne zu versteuern(selbst bei sozialabgaben wird über werksverträgen gespart)...die finanzgeschäfte, lizenzeinnahmen usw werden dagegen samt und sonders in ein steuerparadies verlagert und die enormen gewinne auch dort versteuert...so nutzt dieser konzern dann abgesehen von der mwst die gesamte infrastruktur des kundenlandes billiger als jeder dort ansässige händler...desw ist amazon für mich ein nogo...
 
@Rulf: Ich habe nicht geschrieben, dass es bei allen Gütern zutraf - im Gegenteil habe ich sogar geschrieben, dass es "für bestimmte Güter in Bezug auf eine bestimmte Steuerart" nun geändert wurde. Ob Amazon darüber hinaus Steuergestaltungsmöglichkeiten nutzt, stand und steht für mich gar nicht weiter zur Diskussion an dieser Stelle.
Anders gesagt: Du hast - in längerer Form - wiederholt, was ich gesagt habe und zusätzlich etwas nicht-themenbezogenes eingeworfen. ;)
 
@Rulf: Für seine Waren ja, denn da ist das schon jetzt Gesetz, aber hier geht es ja um digitale Inhalte - und da bezahlt Amazon die Mehrwertsteuer momentan in Luxemburg:
"Die Preise von digitalen Produkten und Dienstleistungen, einschließlich Kindle-Inhalten, Amazon Apps, Software & Digitalen Games (einschließlich Prepaid Gaming Cards), MP3 Downloads, Cloud Player sowie von Cloud Drive sind inklusive der luxemburgischen Mehrwertsteuer in Höhe von 15% (bzw. 3% für eBooks) aufgeführt."
 
Das gilt doch aber nur für die EU!? Also verlegt man seine "Firma/Server" in ein nicht EU Land, und schon gelten diese Gesetze nicht. Wenn ich MP3's in einem Chinesischen Shop kaufe und mit Karte oder PayPal zahle, wie wollen die an die Steuer kommen.
 
@Jens002: Dann machst du dich der Steuerhinterziehung mit schuldig.
Und dann würde ich schon gar nicht mit einem Zahlungsdienst arbeiten dessen Daten hier in Deutschland mehrere Jahre nachvollziehbar sind und auf die die Finanzämter Zugriff haben.
Die NSA ist eigentlich ein klacks gegen das was bereits jetzt mit unseren Daten aller Art passiert. Und da geht es nicht nur um Adressen.
Und nur die allerwenigsten wissen (oder können sich vorstellen) in welcher Datenhölle wir uns tasächlich befinden und was damit bereits jetzt getrieben wird.
Meldeämter, Zulassungstellen, Krankenkassen, Schufa, Banken, Arbeitsagentur, Handyvertäge, Arbeitnehmer, gewerbliche.
Jeder und alles ist irgendwo erfasst und gespeichert. Und durch die steigende Leistungsfähigkeit der Netze wird die Zusammenschaltung immer weiter vorangetrieben.
In spätestens 20 Jahren sind alle nur noch digitale Sklaven die von einer kleinen Elite beliebig gesteuert und manipuliert wird. Und wer nicht spurt dessen Existenz wird per Knopfdruck gelöscht. Das ist zwar ein Horrorszenario, wird aber mit Sicherheit so kommen.
 
Das ist doch völlig verrückt! Für die vielen 1-Mann Webbuden ist das der Todesstoß. Damit meine ich Leute die sich z.Bsp. darauf spezialisiert haben Wordpress Plugins zu verkaufen, oder Grafiker die Icon-Packs anbieten. Die müssten sich dann in jedem EU-Land steuerlich erfassen lassen und sich für jedes Land extra um die Steuern kümmern. Das ist ein unglaublicher bürokratischer Aufwand den ein 1-Mann unternehmen kaum bewältigen kann.
 
@ElLun3s: 1-Mann Webbuden sind in der Regel aufgrund der zu niedrigen Umsätze von der Umsatzsteuer befreit (zum Beispiel in Österreich). Man müsste also die eindeutige Herkunft seiner Kunden beim Kauf eines Plugins/Icon-Packs,... kennen, um deutsche Kunden für die Entrichtung von Mehrwertsteuer herausfiltern zu können. Inwiefern es Pflicht ist, bei digitalen Käufen mit niedrigen Umsätzen die Herkunft seines Kunden zu bestimmen, wäre hier interessant. Sonst könnte man nämlich argumentieren, dass man die Herkunft des Kunden nicht kennt (zum Beispiel in Verbindung mit anonymen Zahlungsmitteln).
 
@Mr. Benutzername: Die Umsatzsteuer zahlt doch der Kunde, nicht der Unternehmer, wie kann der dann davon befreit werden?
 
@kesan: Der Kunde zahlt Mehrwertsteuer und der Unternehmer führt diese als Umsatzsteuer an das Finanzamt ab. Bleibt der Jahresumsatz des Unternehmens unter einer gewissen Grenze, so kann sich der Unternehmer entschließen, keine Umsatzsteuer abzuführen und somit auch dem Endkunden keine Mehrwertsteuer zu verrechnen. Dies rentiert sich vor allem, wenn man hauptsächlich private Kunden hat, da dann für diese die Produkte/Dienstleistungen günstiger werden. Hat man hauptsächlich umsatzsteuerpflichtige Firmenkunden, muss man darauf keine Rücksicht nehmen, da diese sich die geleistete Vorsteuer vom Finanzamt zurückholen können.

Weiterführende Info:

"Wenn Ihr Gesamtumsatz als Unternehmerin/Unternehmer in einem Jahr nicht mehr als 30.000 Euro netto beträgt, sind Sie von der Umsatzsteuer befreit (§ 6 Abs. 1 Z 27 UStG). Ein einmaliges Überschreiten dieser Grenze um nicht mehr als 15% innerhalb von fünf Kalenderjahren ist möglich. Man nennt diese unechte Steuerbefreiung "Kleinunternehmerregelung".

Die Kleinunternehmerin oder der Kleinunternehmer darf für ihre oder seine erbrachten steuerfreien Leistungen keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen und braucht somit auch keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Da es sich um eine unechte Steuerbefreiung handelt, steht allerdings kein Recht auf Vorsteuerabzug zu. "

https://www.bmf.gv.at/steuern/selbststaendige-unternehmer/umsatzsteuer/ust-kleinunternehmer.html
 
Der Staat braucht Geld für Israel, Isis, Ukraine, für die eigenen dicken Pensionen und für "Projekte" wie Stuttgart 21, Berliner Flughafen usw. Ich finde es schlimm, dass ich den Terror mitfinanzieren muss!
 
@ichbinderchefhier: Der Staat braucht das Geld vor allem für Soziales, für Zinsen, für Infrastruktur, für Bildung, für das Gesundheitssystem usw. Deine Punkte sind in Relation zu den Gesamtausgaben (310 Milliarden Euro in 2013) doch eher Kleckerbeträge. Und die wurden auch beschlossen von Leuten, die von einer Mehrheit des deutschen Volkes demokratisch gewählt wurden (was das jetzt über die Mehrheit des deutschen Volkes aussagt, sei mal dahingestellt).
 
Juhu, Office 365 wird billiger :) Goodbye 23%-irische-Mehrwertsteuer! :D
 
Wie genau wollen sie das eigentlich durchsetzen?
 
@karstenschilder: Das Gesetz folgt einer EU-Richtlinie. Man kann also davon ausgehen, dass diese auch in allen anderen EU-Staaten in nationales Recht gegossen wird. Betrügende Händler haben dann juristische Konsequenzen in ihrem Land zu erwarten.
 
Werden die Downloads jetzt doppelt besteuert? In den USA vom Bundesstatt des Firmensitzen und in Deutschland nochmal zB?
 
@DRMfan^^: Mal den einzigen Link im Artikel anklicken und dort den ersten Satz lesen. ;)
 
Gut das ich bald auswander. Das Geldgeilheitsdrama kann man sich ja nicht mehr mit anschauen!
 
@Hans Meiser: Wo geht es denn hin? Marianengraben? Gibt ja nicht so viele Ort, wo du auf das nicht stoßen kannst...
 
@klein-m: Norwegen.
 
Und was heißt das für mich als kleinunternehmer der hier in deutschland nach § 19UStG steuerfrei ist? Muss ich jetzt meine Verkäufe im Ausland versteuern?
 
Sind dann auch die in der BRD geltenden Bestimmungen für die Garantie/Gewährleistung anzuwenden ?
Greift dann auch die deutsche Polizei ein ? Schließlich bezahlt ja der Verkäufer ( aus irgendwo unter Hintertürklasien ) ja steuern in der BRD ?
Wenn die Person steuern Zahlt arbeitet er dann in Deutschland ?
 
"Für Einzel-Unternehmer, die selbst als Verkäufer auftreten, heißt das auf jeden Fall, dass sie sich in Deutschland umsatzsteuerlich erfassen lassen müssen." - Falsch!! Genau aus dem Grund gibt es MOSS, damit sich nicht jeder Popelhaendler in 27 Laendern anmelden muss...
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