Bundesprüfstelle reagiert einzig mit Anzeige auf Sperrlisten-Leak

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat auf die Veröffentlichung ihrer Filterliste mit einer Strafanzeige reagiert. Die fragliche Liste bildet den Kern des so genannten BPjM-Moduls, das in entsprechende Kinderschutz-Programme ... mehr... Internet, Sperre, Schere Internet, Netzwerk, Kabel, Sperre, Ethernet Internet, Netzwerk, Kabel, Sperre, Ethernet

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Sehr dünnes Eis, BPjM, sehr dünnes Eis...
 
@Slurp: Da steckt "Bundes" im Namen. Da kann das Eis so duenn sein wie es will ohne dass sie ins Wasser fallen
 
@Slurp: ich sehe sie da auf massivem beton stehen, wer will ihnen was?
 
@0711: Es geht leider nicht nur um ne simple "Anzeige gegen Unbekannt". Das wäre ja noch okay. Es geht viel eher darum, dass die BPjM im gleichen Atemzug auch Anbieter wie Netzpolitik.org mit Anzeigen wegen "Zugänglichmachung von Kinderpornographie" droht.

https://netzpolitik.org/2014/bpjm-leak-warum-wir-erstmals-einen-link-aus-unserer-berichterstattung-entfernen-oder-verbreiten-wir-kinderpornografie/
 
@Slurp: hab ich mitbekommen...trotzdem, selbst wenn sich netzpolitik.org hier durchsetzen würde (sofern sie es drauf anlegen), für die bpjm hätte das eine echte Auswirkung die nahe 0 tendiert.

Und das gilt für alles was sie tun, egal wie verkehrt es ist, ob nun die liste schrott oder sonstige Einstufungen...es ist schlicht und ergreifend egal.
 
"Man verwies weiter darauf, dass die veröffentlichte URL-Liste auch solche Angebote enthält, deren bloßer Aufruf eine Strafverfolgung nach sich ziehen kann." ... Da sitzen wohl echte Profis, die kennen sich aus.
 
Liebes WF Team wo ist diese Liste dann? Könnte man mal gucken was dieses Behörde uns alles verbieten will.
Mit der Klage haben die wohl nur Angst das aufgedeckt wird wie ungenau und fahrlässig die arbeiten.
 
@deischatten: Die Liste war unter anderem bei Netzpolitik.org veröffentlicht, wurde aber aufgrund einer Klageandrohung wieder entfernt... feines Deutschland... Ein Staat darf eben alles wie er k(l)ein-geld hat.
 
@McClane: die liste wurde aus steuergeldern erstellt und daher wird man diese in unverschlüsselt auch über das verwaltungsgericht einklagen können (informationsfreiheitsgesetz) vermute ich mal. und wenn die leute in der behörde seit jahren nur eierschaukeln und nicht arbeiten kann es auch zu veränderungen kommen, vermutlich ist die behörde aber nicht faul oder unfähig sondern es fehlt mit sicherheit wohl einfach nur an personal dafür.
 
@otzepo: Da es hier aber um den Jugendschutz geht, gibt es dieses Rwecht mit Sicherheit nicht.. ich frage mich aber auch, ob die sich nicht mal den ein oder anderen Chat ansehen sollten.. was da teilweise abgeht. Ich lasse meine Kinder da nicht hin!
 
@deischatten: wie heise auch schon wieder nen rückzuck gemacht hat , könnte auch dem wf team eine verlinkung auf die liste, strafrechtliche folgen haben :<
 
@deischatten: Schau in der News von gestern
 
@Slurp: tatsache da stehts noch^^
 
@deischatten: https://bpjmleak.neocities.org/
 
Sie sollten sich lieber selbst verklagen, immerhin sind sie es, die die Linksammlung pflegen. Ganz abgesehen von der Verletzung des Art. 5 des Grundgesetzes. Desweiteren sind all die Seiten die in der Linksammlung gelistet sind auch sonst überall im Netz verlinkt - was ja das Prinzip des Internets ist. Die denken wohl das alles was sie Zensieren in ihr persönliches Eigentum übergeht.
 
Und mein ISP darf mir dann tatsächlich eine Liste auf den Router dübeln deren Betrachtung strafbar ist?
 
interessant, gerade weil dieser Leak zur Anzeige gebracht wurde, wird diese öfter aufgesucht und auch gefunden... Danke schön für die Liste lieber Staat.
 
In China kann man auch für das blosse Aufrufen von Webseiten und Links auf solche Seiten der Strafverfolgung zum Opfer fallen. Ich sehe dieselben Muster für die deutsche Politiker nicht müde werden China zu tadeln inzwischen schon seit weit über einem Jahrzehnt auch in Deutschland (Etwa seit dem Jahr 2001 mit der Netzzensur durch den damaligen nordrheinwestfälischen Regierungspräsidenten Büssow, der damals den Netzaktivisten Alvar Freude gerichtlich angegangen ist, weil der seine Satireseite Freedom Fone ins Internet gestellt hat, auf der er anbot die in NRW gesperrten Seiten am Telefon vorzulesen.). Wie war das gleich noch mit der Demokratie in China und was folgert daraus für die Demokratie in Deutschland, dem Land wo jetzt Google schon Seiten mit absolut der Wahrheit entsprechenden Informationen über deutsche Bürger aus dem Suchindex entfernen muss? So fing das vor Jahren in China mit Google auch an und das Ende vom Lied war, dass Google China wegen immer unverschämterer Zensurforderungen verlassen hat und heute für die chinesische Bevölkerung alle Google-Dienste geblockt sind. Scheint so, als würden die Regierenden auch in Deutschland etwas gegen Informationsfreiheit für jedermann zu haben. Auf der Liste stand übrigens u.a. eine Seite von www.bible.org, das ist wohl mehr als lächerlich und einfach nur reine Willkür, weil irgendwem offenbar die Ansichten eines Pfarrers zur Kindererziehung nicht passten.

Wenn der blosse Aufruf von Internetseiten in Deutschland eine Strafverfolgung nach sich ziehen kann, heisst das weiterhin im Klartext, dass offenbar wohl doch der gesamte Internetverkehr aller deutschen Bürger von deutschen Behörden gefiltert und ausgewertet wird, denn sonst könnte man einen solchen Zugriff ja garnicht feststellen. Schönes Eigentor. ;-)

Ist doch immer schön wenn Behörden sich zuerst dilettantisch verhalten, dann versuchen die zu bestrafen die sie auf ihren Dilettantismus aufmerksam machen und sich dann noch um Kopf un Kragen reden um dem Ganzen gleich noch die Krone aufzusetzen. Das ist echt nur noch peinlich und die deutsche Politik sollte mal zuerst vor der eigenen Haustür kehren bevor sie sich erdreisten China zu tadeln oder Hacker anzuzeigen, die ihnen ihre eigenen Fehler vor Augen führen. Wenn die Entwicklung in Europa so weitergeht, ist China in der Internetzensur den Europäern einfach nur ein paar Jahre voraus. Die Entwickungen sind aber vergleichbar. Offenbar sind auch europäischen Regierungen Bürger die sich frei überall informieren können ein Dorn im Auge. Bei Seiten im Ausland, wo man den Betreiber nicht per deutschem Recht auf alles was er besitzt verklagen und somit mundtot machen kann wie in Deutschland üblich, versucht man es halt doch immer wieder mit Zensur und Strafverfolgungsdrohungen. Alles schon wohlbekannt aus lupenreinen Demokratien wie China.
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