Betreiber einer illegalen Bitcoinbörse in Frankreich festgenommen

In Frankreich sind die mutmaßlichen Betreiber einer illegalen Bitcoin-Börse verhaftet worden. Der Vorwurf lautet auf die Ausübung von Finanzdienstleistungen ohne die notwendige Genehmigung der französischen Banken- und Versicherungsaufsicht ACPR zu ... mehr... Logo, Bitcoin, Crypto-Währung Bildquelle: Bitcoin Logo, Bitcoin, Crypto-Währung Logo, Bitcoin, Crypto-Währung Bitcoin

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Wenn der Vorwurf lautet "Ausübung von Finanzdienstleistungen ohne die notwendige Genehmigung der französischen Banken- und Versicherungsaufsicht ACPR", dann muss Bitcoin doch ein anerkanntes Zahlungsmittel sein oder sehe ich das falsch? ;)
 
@Fallen][Angel: Sollte so sein, aber genau diesen Status hat Bitcoin ja eben nicht.
 
@Fallen][Angel: Ja, das verstehst du falsch. Finanzdienstleistungen haben nur mittelbar etwa mit anerkannten Zahlungsmitteln zu tun bzw. sind für solche nicht zwangsläufig notwendig.
 
@LostSoul: Ach so, wenn ich also eine Dienstleistung wie z.B. Kontoführung oder Transaktionen für Brote anbiete, was ja kein Zahlungsmittel ist, dann kann man mich dafür wegen Ausübung von Finanzdienstleistungen ohne die notwendige Genehmigung dran kriegen?

Nur weil ich ein Dienst anbiete, wo ich die Bäcker ihr Brot einlagern können und ich auch den Transfer/Austausch von Broten zwischen anderen Bäckern ermögliche?
 
@Fallen][Angel: Ich habe wenig Lust, das an dieser Stelle auseinander zu nehmen und verständlich zu erklären - bringt meistens eh nicht, da die Leute - selbst wenn sie jemanden vom Fach "gegenüber sitzen" haben - mit "ich finde aber" versuchen zu "argumentieren". Ich stelle einen Triebswerktechniker bei Funktionsfragen einer Flugzeugturbine nicht in Frage - vielleicht solltest du also auch keinen Juristen in einer juristischen Frage einfach abwiegeln. Wobei: Im Grunde ist es mir auch egal - ich habe dazu oben etwas geschrieben. Glaub es oder lass es. ;)
 
@Fallen][Angel: Ein Zahlungsmittel ist das was du im Kaufvertrag vereinbarst. Auch Bitcoins oder Brot. Gesetzliche Zahlungsmittel sind diejenigen die man immer zur Tilgung einer Schuld annehmen muss.

Wenn du ein multilaterales Handelssystem aufbauen willst, brauchst du die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Eine Wechselstube braucht diese ebenfalls (auch wenn du Bitcoins in Euro wechselst), das fällt dann unter Eigenhandel.

Bitcoins sind Finanzinstrumente, ähnlich wie Aktien, Wertpapiere und Schuldscheine, nur nicht im sinne des Anlegerschutzverbesserungsgesetzes, d.h. du bist nicht vor Insiderhandel geschützt, unter anderem daher rühren die Warnungen vor Bitcoin. (Wobei ich mir hier nicht 100%tig sicher bin.)
 
Man spührt die Angst der Regierungen. Illegale Bitcoin-Börse, obwohl Bitcoins bis heute keinen offiziellen Stand als Währung haben. Damit sind Sie nichts weiter als jedes andere Gut. Damit gelten dann auch diese Regeln. Und in Europa wäre mir neu, dass ich eine Bankengenehmigung brauche um Güter zu handeln.
 
@gerhardt_w: Es geht auch nicht um die Frage, ob sie den Stand einer Währung haben, sondern ob sie genutzt wurden, um Finanzdienstleistungen abzuwickeln. Da sind zwei unterschiedliche und rechtlich zu abstrahierende Punkte.
 
Dann müsste eigentlich jeder Onlineshop so eine Genehmigung haben. Wenn mans genau nimmt sogar jeder Supermarkt um die Ecke
 
@spacereiner: Nöö.. die reichen ja schön die MwSt. für jedes Produkt weiter.... bei Bitcoin gibts keine Besteuerung, was den Behörden natürlich ein Dorn im Auge ist, da sie gerne mitverdienen möchten. Wäre auf Bitcoin ne Steuer drauf, dann wäre wahrscheinlich alles ok :)
 
@citrix no.4: Was hat die Währung mit der USt.-Entrichtung zu tun? Tipp: Nichts. Natürlich kann jemand auch ein vollkommen legales Geschäft betreiten, BitCoins oder sonstige "Parallelwährungen" akzeptieren und natürlich dennoch die fällige USt. abführen. Einzig, dass er dem Finanzamt keine BitCoins sondern nur Euro überweisen kann.
 
@spacereiner: Ein Onlineshop/Supermarkt bietet keine Finanzdienstleistung, sondern schließt einen Kaufvertrag mit dem Käufer. Was sie dort als Zahlungsmittel akzeptieren, bleibt denen überlassen, denn das fällt unter die Vertragsfreiheit. Könnten auch Muscheln annehmen, wenn sie wollen.

Das einzige was sie annehmen *müssen* sind Euros (hierzulande). Annehmen *können* sie aber im Prinzip alles.
 
Illegal wenn ich das schon lese!! nur weil die Banken Ihre Macht Behalten wollen!!! sry aber das bringt mein Blut zum Kochen! so ein PACK!!
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