Japan: Elektronikriesen bauen statt Chips & Co jetzt Gemüse an

Weil die Produktion von Elektronikprodukten und Halbleitererzeugnissen in Ländern wie China, Vietnam und Südkorea inzwischen oft günstiger ist, müssen japanische Hersteller wie Fujitsu, Toshiba Panasosonic und Sharp nach neuen Einnahmequellen und ... mehr... Fujitsu, Fujitsu Salat, Reinraumgemüse Bildquelle: Fujitsu Fujitsu, Fujitsu Salat, Reinraumgemüse Fujitsu, Fujitsu Salat, Reinraumgemüse Fujitsu

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Es wäre sicherlich hilfreich gewesen zu erwähnen, dass dies aus dem Konzept des "vertical farming" stammt.
 
@TurboV6: Das war an (Hoch-) Hausfassaden.
Im einer Halle eher nicht, oder? Lediglich die Zuchtart ist gleich, nämlich In Vitro.
 
@EffEll: vertical Farming bedient das komplette urbane Feld; Grundgedanke waren verlassene Hochhäuser, dann optimierte Hochhäuser und Fasaden und alte Industrieanlagen.
 
Anpassungsfähigkeit. Geil.
 
@Jazoray: Supergeil!
 
Ja, darüber habe ich bereits einen Bericht gesehen.
Es braucht halt keinerlei Pflanzenschutzmittel, da die Pflanzen InVitro, also unter Laborbedingungen in einer Nährlösung gezogen werden. Das könnte die Zukunft sein, gerade bei der heutigen Flut an Allergien.
Aber sowas gibts wirklich nur in Japan. Was denen, durch den chronischen Platzmangel, alles einfällt.

Die Überschrift löste bei mir allerdings ein Kopfkino aus. (Kartoffel-) Chips bauen? (Computer-) Chips anbauen? Wtf...
 
@EffEll: Die Lösung gegen Allergien sind nicht weniger Allergene sondern mehr. Damit unser Imunsystem endlich wieder was zu tun bekommt und nicht beim kleinsten Pfurz völlig durchdreht.

Ansonsten ist die Entwicklung durchaus positiv.
 
@Draco2007: Allergene sind allergieauslösende Stoffe, die braucht es wohl nicht unbedingt mehr. Was aber nicht verkehrt ist, sein Immunsystem einfach mit den gewöhnlichen Keimen zu beschäftigen, das stärkt nebenbei selbiges auch. ;) Das bezieht sich aber klar auf Krankheiten wie Erkältung etc., die man ein paar Tage oder Wochen durchstehen kann (dennoch kann man sein Immunsystem mit genügend Schlaf, Wasser und Vitamine unterstützen; und klar, es gibt Fälle, wo man sich keine Krankheit "genehmigen" kann, die sind real aber seltener als geglaubt) und dann gestärkt hervorgeht.
Gefährlichere Krankheiten (Masern, etc), sind natürlich durhc Impfung zu bekämpfen und nicht dem Immunsystem zuzumuten. Alles andere wäre grob unvernünftig (um mal höflich zu bleiben ;))
 
@Ramose: Aber es ist doch tatsächlich so - allein schon wie viele Kinder heute mehr Allergien rumschleppen als je zuvor. Eben weil sie keinen Sandkuchen mehr backen...und essen. War lecker und hat das Immunsystem stark gemacht! :D
Heute wird lieber alles tausendmal desinfiziert oO
@Topic: Geile Sache! Achja, die Japaner. Tolles Völkchen. Zumindest bei vielem. Freu mich schon wenn ich nächstes Jahr hoffentlich rüber kann!
 
@kazesama: Ich sagte ja nicht dass es nicht so ist. ;) Nur statt Pollen etc. stärkt man die Abwehr lieber mit dem, was sie bekämpfen soll, den Bakterien und Viren, solange das nicht zu heftige Exemplare sind. ;)
 
@Ramose: Das meinte ich doch. Als wenn ich will, dass du dir absichtlich Pollen durch die Nase ziehst :p

Es gibt doch auch Menschen die gegen ganz alltägliches Allergisch sind wie Milch oder Meeresfrüchte. Bezeichnet man diese Dinge dann nicht auch als Allergene für diese Menschen? (Daher meine Bezeichnung)
 
@Draco2007: Das dürfte wohl davon abhängen, ob gegen den Stoff eine Allergie oder Unverträglichkeit besteht. Der Unterschied ist, dass bei einer Allergie das Immunsystem darauf anspringt, bei einer Unverträglichkeit anderweitig der Körper darauf negativ reagiert. Beispiel Milch: Hier handelt es sich um eine Unverträglichkeit. Der Mensch verträgt, wie die meisten Säuger, in erster Linie seine eigene Milch, die von anderen Tieren (z.B. Kühe) schlechter. Durch eine Mutation ist es dennoch möglich Kuhmilch auch im erwachsenen Alter zu vertragen. Ohne diese Mutation gibt es verdauungsprobleme, aber das Immunsystem bleibt ruhig. (Somit ist jeder, der Milch verträgt ein Mutant ;) ).
Also Allergene sind all die Stoffe, die eine Allergie auslösen, das Immunsystem also fälschlicher Weise auslösen. Das sind z.B. Pollen, bestimmte Stoffe im Katzenspeichel (somit im engeren Sinne keine Katzenhaarallergie), etc. Bakterien, Viren usw. lösen ebenfalls Immunreaktionen aus, diese sind aber berechtigt, weil damit der Erreger ja tatsächlich bekämpft werden soll, bevor er schadet (was bei einer Polle wenig Sinn macht, sie ist schließlich (meist) ungefährlich).
 
@EffEll: Nun ja. Von der Tatsache "Reinräume" mal abgesehen aber ob z.B. Tomaten, Salat und Co. mit mehr oder weniger künstlicher Nährlösung aufgezogen auch Geschmacksqualität bieten ist wohl noch eine große Frage. Siehe auch z.B. holländische Tomaten die mit Nährlösung wachsen, schmecken doch entsprechend mies (Ja!Ja! Da sind ja keine Reinräume. Weiß ich! Aber künstliche Nährlösung sehr wohl!). Und ob bei weiteren Experimenten nicht auch noch an eben dieser Nährlösung manipuliert wird zwecks besseren / ertragreicheren Wuchs ist auch nicht ganz sicher. Und diese Lösung geht direkt in die Pflanze ein! Und so könnte es dann eben doch wieder gesundheitliche Probleme geben.
 
1. Der Salat hält sich bis zu zwei WOCHEN frisch.
2. Der Salat enthält wenig Kalium. Leute mit NIERENproblemen müssen bei sowas aufpassen.
3. Das Werk von Fujistsu IST sogar in Fukushima. Das Projekt wird von der Regierung gefördert.

Quelle unter anderem: http://goo.gl/ip5ljj
 
@MichaBeck: 2 Monate wäre auch eine Sensation! :)
 
@carbongandalf: 2 Wochen sind aber auch schon toll
 
@MichaBeck: Das Kalium-Problem sollte sich doch aber über K-Zugabe in den Boden regulieren lassen, oder?
 
@Ramose: Und dann noch diese und jene Zugabe für besseres Wachsen oder gegen dann irgend wann mal eingeschleppte Krankheiten, Insekten oder sonstwas und was haben wir dann? Wieder die ganz normalen üblichen Probleme!
 
@Kiebitz: Na Insekten hast du dort ja nicht, ist ja ein Reinraum (also lässt sich gänzlich abschotten nach außen). Krankheiten kannst du durch Zucht oder Genetik vermeiden und die Zugabe von Kalium wäre im Grunde nur Düngung. Was für Probleme siehst du denn konkret ("ganz normal üblich" ist etwas ungenau ;))
 
@Ramose: Menschen können an sich am Körper / Kleidung / an den verwendeten Geräten z.B. Parasiten, durchaus auch Kleininsekten bzw. deren Vorgängerstadien (kl Larven), im / am Körper eigene Krankheitserreger haben. Reinräume = Räume wo in gewöhnlicher Umgebungsluft befindliche Partikel die Strukturierung integrierter Schaltkreise im Bereich von Bruchteilen eines Mikrometers stören würden. Bakterien, Viren sind da also nicht ! ausgeschlossen. Wohl gibt es in Biowissenschaften und der medizinischen Forschung und Behandlung, der Forschung an keimfreien Produktion von Lebensmitteln und Arzneimitteln auch "Reinräume". Diese haben jedoch eine andere Qualität als jene der für Schaltkreise usw. verwendeten Räume. Die sind eben nicht keimfrei z.B. Du schreibst "...Krankheiten kannst du durch Zucht oder Genetik vermeiden...". Ist bisher noch nicht komplett gelungen. Und wer bitte schön will genetisch veränderte Nahrungsmittel essen. Die gaaanz große Mehrheit z.B. der dt. Bevölkerung jedenfalls nicht! Übliche Probleme hatte ich doch davor aufgelistet: Eingeschleppte Krankheiten, Insekten, am Körper / Kleidung / an den verwendeten Geräten z.B. Parasiten, durchaus auch Kleininsekten bzw. deren Vorgängerstadien (kl Larven), im / am Körper eigene Krankheitserreger usw. UND damit eben verwandte Probleme wie im Frei-Anbau. Übrigens nicht einmal in der Medizin unter strengsten Regeln gibt es vollkommene Keimfreiheit, Parasitenfreiheit. Warum sollte das bei der Nahrungsmittelproduktion, die ja nach dem Versuchsstadium wirtschaftlich und gewinnbringend arbeiten muß besser sein?
 
@Kiebitz: Wenn du Partikel im Bereich von Bruchteilen eines Mikrometers aus Reinräuemen filterst (und in den Schleusen auch entsprechend reine Schutzkleidung und Mundschutz anlegst), hast du quasi alles draußen, denn auch Pollen und Bakterien haben Größen im µm-Bereich. Viren sind zu klein dafür. In medizinischen und biologischen Laboren wird zusätzlich desinfiziert mit Chemikalien, (UV-)Strahlung, etc., das ist hier vielleicht weniger praktikabel. Aber letztlich ist eine 100%ige Sicherheit nicht erreichbar. Dennoch dürfte der Schutz gegen die meisten Probleme so schon gegeben sein, zumal Pflanzen ja auch ein Immunsystem besitzen.
Was genetisch veränderte Nahrung betrifft, dass essen wir alle, machen es uns nur nicht so klar. Seit Jahrtausenden wurden Pflanzen gezüchtet, die unseren Wünschen entsprechen. Durch Selektion und Kreuzung wurde so gezielt (wenn auch unwissentlich) auf das Erbgut von Pflanzen (und Tieren) Einfluss genommen, somit sind sie genetisch verändert (im Vergleich zum ursprünglichen Organismus) und zwar in einem unnatürlichen Maße, da viele erzüchtete Eigenschaften, die wir uns zu Nutze machen, der Pflanze / dem Tier wenig nützen (womit sie "natürlich", also durch Evolution wohl nicht weiter durchgekommen wären, zumal einige Züchtungen direkt negativ sind).
Als Beispiele schau dir mal ursprüngliche Getreidearten an, mit denen sich die Menschen der Steinzeit ernährt haben. Sie hatten fast keine Körner und wurden mit der Zeit auf die heutigen Sorten zurecht gezüchtet. (oder welchen Vorteil hat ein Huhn davon ständig unbefruchtete Eier zu legen?)
Der Unterschied heute ist nur, wir haben inzwischen weitestgehend die Genetik verstanden und wollen uns dies nun zunutze machen, indem wir uns gezielt überlegen, was wir wollen und schauen, wo das, was wir wollen auf den Genen steht. Dann brauchen wir nicht mehr über Pflanzen-/Tiergenerationen hinweg auf ein neues Ergebnis warten, wir schreiben einfach den betreffenden Sektor um und schauen, was daraus wird. So kann oft viel schneller ein tolles Ergebnis erreicht werden. Ein Beispiel sei hier der goldene Reis erwähnt, der durch Genetik mit Nährstoffen und Vitaminen angereichert wurde, etwas, worüber sich Menschen in Armen Regionen der Erde sehr freuen. Dass das, was Monsanto macht nicht OK ist, ist eine andere Sache, aber Gentechnik sollte nicht per se verschrien werden, sie hat viele nützliche Eigenschaften. Ein solcher Reinraum bringt hier sogar noch den Vorteil, dass genetisch veränderte Arten angebaut werden können und durch die Filter kann effektiv verhindert werden, dass die Pollen dieser Arten in das Ökosystem gelangen und so ähnliche Arten befruchtet und somit verändert werden. Außerdem sind die Pflanzen selbst nicht im Ökosystem und gefährden somit andere Arten auch weniger durch Konkurrenz.
Also so mehr ich gerade darüber nachdenke, desto mehr habe ich den Eindruck, dass diese Reinräume geradezu prädestiniert für genetisch veränderte Sorten sind.
Wir (die Menschen) sollten nicht immer so sehr ängstlich gegenüber der Wissenschaft und ihren Neuerungen sein. Eine gewisse Vorsicht ist klug. Die haben viele Wissenschaftler selbst ja auch. Aber zu viel Ablehnung verschließt uns auch viele neue Möglichkeiten und vieles, was wir jetzt haben, hätten wir nicht haben können, wenn nicht neue Wege gewagt wurden.
...
Was meinen letzten Satz von meinem vorherigen Kommentar betrifft, den ziehe ich zurück. Irgendwie habe ich den Zusammenhang in deinem Kommentar schlicht übersehen. Sorry.
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