Recht auf Vergessenwerden: Google soll 267.000 Links streichen

Seit Nutzer sich dank des Urteils des Europäischen Gerichtshofs mit Löschanträgen direkt an Google wenden können, hat der Konzern viel zu tun. Europaweit sollen mehr als 70.000 ihr Recht auf Vergessenwerden beanspruchen. Hunderttausende Links sollen ... mehr... Google, Bildersuche, Google Bildersuche, Max Mosley, Mosley Google, Bildersuche, Google Bildersuche, Max Mosley, Mosley Google, Bildersuche, Google Bildersuche, Max Mosley, Mosley

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Mich würde ja mal interessieren wie viele von den "Linkbefreiten" auch gegen die eigentliche Quelle vorgehen. Immerhin wird die ja nicht gelöscht und bleibt somit auch auffindbar.

Fragwürdig finde ich auch dass Google entscheidet wessen Privatsphäre geschützt wird und bei wem nicht.
Ich warte ja nur noch auf den Tag wo ungefragt eingeblendete oder zugeschickte Werbung verboten wird. So wie bei der Briefkastenwerbung.
 
Es ist zwar im Moment die einzige und für mein Empfinden richtige Umsetzung, dennoch würde ich mir ein mehr an "Persönlicher" Einflussnahme wünschen.
Konkret bleiben (z.B. Verleumderische, Beleidigende und Menschenverachtende) Texte Online, hier würde ich mir ein >Persönliches< "Veto" wünsche, das diese Seiten Offline genommen werden müssen bzw. geblockt werden.
Mir ist Bewusst das dies ein erster Schritt zu einer Willkürlichen Zensur sein kann, ich hadere mit mir selbst wie und in wie weit eine solche Einflussnahme sein darf, es müsste ein Enges und Striktes Rahmenwerk geschaffen werden, das einerseits die Meinungsfreiheit und den Presseschutz ohne wenn und aber verteidigt, andererseits falsche und böswillige Behauptungen eliminiert.
Das ist eine Aufgabe die ich nicht formulieren kann und oder will!
 
@Kribs: Es gibt keine Zensur bei privaten Daten, da es kein öffentliches Recht gibt privates über andere in Erfahrung zu bringen.
 
@knirps: Ein Klares "Jaein", nehmen wir Sebastian Edathy bei der Berichterstattung sind viele Persönliche Details mit verknüpft, hier würde ich privaten Daten als gerechtfertigt und durch die Pressefreiheit gedeckt ansehen, somit eine Sperre als nicht gegeben empfinden?
Ja ich weiß das dies ein Extrem Argument (fast ein Todschlagargument) ist, aber wie im ersten Post kann und will ich nicht Formulieren was und inwieweit "Zensiert" werden darf.
 
@Kribs: wären die Inhalte nicht Rechtens, würden diese menschen mit Sicherheit gegen die Betreiber vorgehen und nicht nur gegen Google. Somit ist das doch alles eher fragwürdig.
 
@Kribs: Sebastian Edathy ist ein Mann im öffentlichen Interesse, er ist gewählter Politiker und hat sein Amt klar überzogen.
 
@knirps: Er redet ja von verleumderischem, beleidigendem und menschenverachtendem über andere. Ist die Frage was wie wo wann ist.

Sage ich: "Bäcker Müller hat Hämorrhoiden" und es stimmt ist es ja nichts von dem was Krips aufzählt.

Sage ich: "Bäcker Müllers Brötchen schmecken nicht" und 30% andere Menschen sind dieser Ansicht, dann ist es für mich privat und ihn geschäftlich und Herr Müller möchte trotzdem das man es nicht im Web lesen kann.

Sage ich: "Bäcker Müller ist ein A...loch" dann ist das beleidigend - aber ist das privat oder geschäftlich? *lach

Hab jetzt einfach nur mal blöde Beispiele geschrieben was mir grade so einfiel.

Nun ja, im Endeffekt ist Google dafür nicht zuständig sondern der Urheber.
Und bei recht auf vergessen fangen wir wohl demnächst an Bücher und Zeitungsarchive zu verbrennen.
 
@Kribs: es geht nicht um "Inhalte offline nehmen", sondern um "Inhalte aus dem Google-Index streichen". Ergo bleiben die ursprünglichen Quellen erhalten und wenn jemand seinen Namen oder sonst etwas betroffen sieht, soll er sich halt selbst mit der Quelle rumschlagen.

Klar ist es bedenklich, dass verleumderische Inhalte Online bleiben. Viel schlimmer finde ich aber, dass durch diese "Antragssteller" versucht wird die eigene Vergangenheit "ungeschehen" zu machen. Ich sehe hier sehr viel Missbrauchspotential. Ich meine .. Maradona könnte z.B. dagegen klagen, dass bestimmte Beiträge zur Hand Gottes gestrichen werden. Aber es ist doch eine Tatsache und er ist selbst daran Schuld, dass er das Tor so gemacht hat. Ähnlich sehe ich es mit Kriminellen jeder Art. Warum sollte man sie "vergessen machen" wenn sie doch selbst daran Schuld sind, dass man sich überhaupt an sie erinnert?

Ich finde außerdem, dass Menschen bei Kriminellen ein Recht darauf haben sollten zu wissen wer neben ihnen wohnt. Ich glaube kaum, dass irgendjemand von uns hier neben einem potentiellen Schwerverbrecher wohnen wollen würde, oder? Und Finanzverbrecher wie Hoeneß und Konsorten sind kein Deut besser.

Ach und: hatte nicht unser heiß-geliebter Politiker Schäuble gesagt, dass niemand, der ehrlich ist, etwas zu verbergen hat? Wie - jetzt plötzlich doch? Oder sind diese Herrschaften, die die Anträge stellen, gar nicht ehrlich? Für mich sind sie erst einmal schuldig - weil sie etwas offensichtlich zu verbergen haben (wenn ich der Logik unseres Ministers folge). Also wo ist das Problem? Ich finde man müsste differenzieren zwischen Verleumdung oder einer begründeten Meinung - insbesondere wenn diese geschäftsbezogen ist. Automatisch kommt man diesem Unterschied aber sicher kaum bei und Google wird sich sicher nicht die Kapazitäten halten, um dies zu schaffen. Ergo wird ganz sicher weit mehr "aus dem Index" geworfen als nötig - und das ist schade. Und daran sind all diese Antragssteller schuld.
 
@divStar: Das was du unterstellst habe ich (Nachlesbar) nicht gefordert!
Es ging und es geht mir um "(z.B. Verleumderische, Beleidigende und Menschenverachtende) Texte".
Mich überrascht es wieder einmal, das nachvollziehbar abwegige Ableitungen/Interpretationen meines Textes, derart einfließen?
Mit Ausnahme von "Paradise" wird auch von dir der Inhalt abartig verdreht, nur eine Frage kann ich nicht beantworten, aus Unverständnis oder mit Vorsatz?
 
@Kribs: entschuldige - aber ich wollte eigentlich nur zeigen, dass es aus meiner Sicht ein paar Punkte gibt, die die Umsetzung schwierig bzw. das Ergebnis nicht gerecht machen:

1. Es gibt keine Algorithmen, die genau sagen können was verleumderisch oder beleidigend ist - und was nicht.
2. Es besteht begründete Gefahr, dass diese Antragssteller potentiell auch Dinge aus dem Index werfen würden, zu denen sie das Gerichtsurteil eigentlich nicht berechtigt. Google wird das aber vermutlich tun - weil es sicher nicht jeden Antrag manuell prüft.
3. Die Quelle wird nicht entfernt - soll das also heißen "aus den Augen - aus dem Sinn?"... ist irgendwie auch der falsche Einsatz wenn es sich tatsächlich um Verleumdung einer Privatperson handelt.

Ich ging nicht davon aus, dass du ausschließlich verleumderische, beleidigende oder menschenverachtende Texte meinst (wie dein Beitrag auch zum Besten gibt, in dem du beschreibst, dass du mit dir haderst was das Thema angeht).

Ich persönlich sehe halt viel mehr das Problem, dass - zumindest was den Google-Index angeht - vielmehr daraus verschwinden wird als eigentlich sollte. Angesichts der Tatsache, dass die Quellen dann immer noch vorhanden sind, hört es sich für mich ziemlich scheinheilig an - weswegen ich den Antragsstellern persönlich nicht gönne, dass ihre Google-Deindex-Wünsche in Erfüllung gehen.

Im Prinzip sollten die sich lieber mit der Quelle auseinandersetzen. Wenn die dann entfernt ist, wird es Google - meist - auch tun (es sei denn es bleibt im Google-Cache.. das ist dann - aber auch nur dann - ein Problem).
 
@divStar: Dan Danke ich dir das Du den >Vorsatz< (wiederholt) bestätigst.
Den, wie >Nachlesbar< geht es mir nicht um die (zum Beispiel) "Google Suche", sondern um die Original Texte: o2
"Konkret bleiben (z.B. Verleumderische, Beleidigende und Menschenverachtende) Texte Online"
Man beachte bitte die Ausführung ohne Beispiel (z.B.)
>"Konkret bleiben Texte Online"<
in weiterer Ausführung
>" das diese Seiten Offline genommen werden müssen bzw. geblockt werden."<
Nun bleibt/stellt sich die Frage des Wieso?
 
Da ja google.com etc. davon nicht betroffen ist, bin ich gespannt wie lange es dauert bis wir eine Webseite haben die nur die gelöschten links auflistet. Ich habe das Gefühl das dass für die Antrag Steller noch stark nach hinten los gehen kann/wird.

Hier wird wieder eine Lokale "Zensur" durchgesetzt in einem Netz das keine physischen Grenzen hat. Das kann nicht funktionieren.
 
@Hausmeister: Was mir noch keiner beantwortet hat: Geht das über IP oder Domain?
Ich rufe zu 95% sowieso "google.com/webhp?hl=en&safe=off&pws=0" auf.
 
@Paradise: es reicht im grunde auf .com zu gehen. Im zweifel einfach mal google.com/ncr aufrufen (No Country Redirection). (Das NCR verschwindet nach der Eingabe aus der Adresszeile)

Suchst du auf google.de z.b. nach "Fred Anton" (und hier haben wir schon den ersten Streisand effekt, den typen kannte ich vorher gar nicht), kommt auf der deutschen Google Seite das etwas fehlt. Bei .com nicht.
 
@Hausmeister: Ah der Satz: "Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt."

Wobei ich im Englischen jetzt nichts verwerfliches sehe.
Nun Fred Anton sagt mir (noch) nix und das es einen Max Mosley gibt
weiß ich ja nun dank ihm selbst.
 
Was ein schwachsinniges Gesetz. Entweder sind die Inhalte falsch oder verstoßen gegen Gesetze und müssen gelöscht werden oder nicht. Stattdessen verbietet man Links auf rechtlich einwandfreie Inhalte, die man problemlos mit englischen Suchmaschinen finden kann. Leben wir wirklich in einem Land der Hausverpixeler und Linklöscher?
 
Was mich bei dieser Aktion wundert: Wenn ich nach meinem Namen Google erhalte ich unten auch den Hinweis: "Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt."

Ich frage mich: Warum? Einen Löschantrag habe ich nie gestellt.
 
@RebelSoldier: Du bist warscheinlich nicht der einzige mit deinem Namen.
 
@knirps: Das bezweifel ich. Zumindest in Deutschland gibt's gerade mal drei Familien mit meinem Nachnamen - und das ist alles Verwandschaft. :P
 
@RebelSoldier: Was man da so über dich finden würde ist wahrscheinlich so beschämend das Google von sich aus gesagt hat: das geht gar nicht :-p
 
"Links entfernt, Inhalt noch da" Die Links werden auch nur in DE entfernt. Ändert man von google.de nach google.com sind sie wieder da. Aber die kleinkarierten Beantrager sind wenigstens der Meinung das alles wieder gut ist.
 
Wenn der Inhalt rechtlich nicht in Ordnung wäre, dann kann man den Seitenbetreiber gerichtlich einfach dazu zwingen es auch zu entfernen, aber da das anscheinend bei den meisten dieser Fällen nicht gegegeben ist, ist es eine Sauereri, dass Google den Link löschen muss. Das ist Zensur und jede Person oder Firma, die in zwielichtigen Sachen verwickelt ist wird jetzt versuchen die Links darüber löschen zu lassen. Wie beispielsweise Sciencetology schon angefangen hat
 
Na, ich warte dann mal darauf bis ein Datendieb die Antragsliste bei Google entwendet und ins Internet gestellt hat und die Presse darüber berichtet. Ist doch immer interessant den Streisand-Effekt in Aktion zu erleben. Manche Leute machen wirklich einen Fehler nach dem nächsten in ihrem Leben. Vermutlich haben sie deshalb auch eine Vergangenheit, die sie zu verschleiern suchen obwohl nur die Wahrheit über sie im Netz steht.

Bei mir ist von allen Google Servern ohnehin nur noch YouTube gelegentlich in meiner Firewall mal freigeschaltet. Der Rest ist dauerhaft geperrt und daher für mich nicht zu benutzen. Selbst wenn ich über Google noch suchen würde, würde ich das über einen Proxy in einem anderen Land machen. Diese dümmliche Aktion nützt den Leuten die gerne ihre Vergangenheit verschleiern würden bei mir also rein garnichts.

Ich habe für Bekannte, die mal ein eigenes Paparazzifoto von einem Hollywoodstars schiessen wollten, schon Stars ausfindig gemacht, die schon einmal einen Stalker hatten und daher glaubten alle Sicherheitsmassnahmen getroffen zu haben, dass sie keiner mehr findet. Hat ihnen nichts genützt. Spätestens über ihre Freunde waren sie in sozialen Netzwerken zu finden und zu tracken. Da nützen auch falsche Namen nichts, wenn die eigenen Freunde durch ihre Naivität einem das Genick brechen und deren ganze Vergangenheit bekommt man gleich kostenlos mitgeliefert.

Wer also glaubt das er einmal preisgegebene Informationen von sich per Suchmaschinen-Zensur wieder aus dem Netz bekommt, den lache ich ob seiner Naivität nur aus.
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