Ungewohnte Unterstützung: Autoren sprechen sich für Amazon aus

Der Online-Händler Amazon wird von vielen Verlagen als so etwas wie die Ausgeburt des Bösen gesehen, da sich das Unternehmen aus Seattle immer wieder mit den Buchkonzernen anlegt und diese zu Rabatten zwingen will. Auch von Autoren wird Amazon immer wieder ... mehr... Kindle, E-Book-Reader, Amazon Kindle Bildquelle: Amazon Kindle, E-Book-Reader, Amazon Kindle Kindle, E-Book-Reader, Amazon Kindle Amazon

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Bester Satz -- @Sie argumentieren vor allem, dass es wichtigere Leute gibt als die Buch-Industrie, nämlich die Leser selbst.
 
Ist klar, dass die Verlage gegen Amazon vorgehen möchten. Sie sehen Ihre Macht schwinden und das gefällt Ihnen nicht.
 
@pcbona: Oder die Lizenz per Buchpreisbindung Geld zu drucken wie es den Verlagen beliebt!
 
@The Grinch: Wie viele Verlage wird es in Deutschland geben - vielleicht ein paar tausend? Die meisten davon sind Klein- bzw. Kleinstverlage. Allzu viel Spielraum in finanzieller Hinsicht werden diese Verlage nicht haben. Dennoch schaffen es nicht wenige von ihnen ein interessantes Verlagsprogramm auf die Beine zu stellen. Wie lange noch?
 
@Yun: Die vielen kleinen Verlage sind über die wenigen fetten Großen auch nicht sonderlich erfreut, die Namhaften, die sich als Samariter vor die Buchpreisbindung stellen, machen den Kleinen das Leben nur unnütz schwer.
Die Verlage leiden an der gleichen Krankheit wie die Musik-Labels, die viele Jahre die neuen Medien, respektive das #Neuland, schlicht ignoriert UND versucht haben zu bekämpfen.
Hier wird versucht Feuer mit Benzin zu löschen und eine freier Markt wird mit allen Mittel zu unterdrücken versucht.
 
@The Grinch: Der freie Markt hat schon immer existiert, schon früher gab es die Möglichkeit, dass ein Autor ein kommendes Buch ankündigte und die Leser über Subskription dem Autor einen Vorschuss zum Schreiben gaben. Das gab es schon vor rund zweihundert Jahren und die Bücher erschienen in mehreren Teilbänden. War das Buch erfolgreich, meldete sich früher oder später ein Verleger, der dann wesentlich mehr für die Rechte am Buch bot. Der Verleger bot die Möglichkeit, im Gespräch mit dem Autor das kommende Buch intensiv zu besprechen (nahm damit also die Rolle eines Lektors ein).

Was bietet der freie Markt nun an? Eigentlich nur den Vertriebsweg, ansonsten keine besonders intensive Zusammenarbeit mit dem Autor. Lektorat, Korrektur, Buchgestaltung und Werbung bleiben dem Autoren überlassen. Entweder er schafft es von alleine oder eben nicht.

Um ein paar Euro zu sparen (hier spreche ich von der "Gier" des Konsumenten - Geiz ist geil!), ist er bereit, eine Verlagskultur zu opfern, die über viele hunderte von Jahren entwickelt wurde. Eine Kultur, die natürlich nicht immer Garant für Qualität war, aber diese mitunter erst ermöglichte.
 
Sehe ich kritisch. Ich denke jeder Verlag hat, wie in etwa eine Zeitung, eine bestimmte politische Einstellung. Ob offen bekannt gegeben oder nicht. Aber sie ist da. So ist das auch mit den Verlagen. Wenn es irgendwann keien Verlage mehr geben sollte und alles noch noch direkt über Amzon läuft ist die gefahr groß das bestimmte Themen einfacher untergehen könnten da sie weiter nach unten verschoben werden oder sonst wie. Hab da noch kein genaues Bild im Kopf. Aber irgendwie so ähnlich könnte es letztlich aussehen.

Aber anders herum kann ich mir vorstellen, das Autoren mehr einnehmen könnnten.
Vielleicht wäre eine Umfrage mall interessant.
 
@spackolatius: Kann es sein, dass du gerade Journalismus mit Büchern verwechselst? Kein einziger Mensch wird in Zukunft diesen Wasserkopf Buchverlag brauchen, außer vielleicht die Angestellten dort. Das alles regelt Amazon oder ein anderes Unternehmen für einen Autor. Das Buch wird eingereicht, geprüft und dann digital veröffentlicht. Eine Digitale Version kann dabei sehr kostengünstig angeboten werden, da die Produktion, Vertrieb, Verkauf praktisch wegfällt, bzw. extrem kostengünstig über das Internet abgewickelt wird. Für die oldschooler, die immernoch auf das gedruckte Werk Wert legen, für die möchte Amazon auch eine gedruckte Version anbieten, das ist letztens schon durchgesickert. Letztendlich haben eigentlich alle etwas von dem Amazonmodell bis eben auf die Buchverlage, die sich aber nur noch selber brauchen.
 
@FatEric: Naja, es gibt Sachbücher die sich mit Wirtschaft, Technik, Gesellschaft in Journalistischer Art und Weise auseinandersetzten. Ein Buch muss nicht gleich ein Roman sein.

Du hast wohl nicht den Kern meines Gedankenganges erfasst. Es gibt Bücher z.B. über Wirtschaftskrimilaität, Politische Verschwörungen usw. die ein Verlag nicht bringt. Dafür aber der andere. Wenn jetzt nur noch ein riesiges Sammelbecken da ist wird es erstens unübersichtlicher und zweitens könnte das Ranking von bestimmten Büchern negativ beeinflusst werden. Nimm eine Präsidentschaftswahl als Beispiel. Buch A berichtet über Präsidentschaftskandidat positiv und Buch B negativ. Nun passt Buch B niht zur Politik von Amazon und schiebt es nach hinten bzw. schlägt es erst gar nicht vor.

Das ließe sich auf viele Themen übertragen.

Siehe Facebook, dass Experimente mit seinen Benutzern macht. Wozu werden Experimente gemacht? Um aus Experimenten rückschlüsse zu ziehen und sie anzuwenden.

Ich befürchte dass so die Vorgabe was Menschen lesen sollen und was nicht besser manipuliert werden könnte als wenn es mehrere Verlage gäbe.

Nun gut, es gibt auch Romane und Kinderbücher worauf dies jetzt gar nicht abzielt.
Aber trotzdem.

Abgesehen von dem ganzen........ich hasse es Bücher am PC auf dem Tablet, Smartphone, EbookReader oder PC zu lesen. Nachrichten, Artikel und so weiter geht alles noch. Aber ein Buch auf einem Digitalen Medium ist bei mir bisher ein absolutes no-go. Habs probiert und als unangenehm empfunden.

EDIT: Weiter unten Schreibt Bitfreezer :

"Nur Monopol darf halt keines Entstehen, sonst sinken die Tantiemen sicher hinunter."

Genau das passiert langfristig.
 
Wenn man die öffentliche Diskussion zu dem Thema betrachtet, wird schnell klar, dass Amazon hier zum Sündenbock gemacht wird. Ist doch genau dasselbe wie mit dem Leistungsschutzrecht: Die Verlage machen andere zu Schuldigen, obwohl sie durch Google News nur finanzielle Vorteile haben.

Natürlich kann man verstehen, dass die Verlage ihre Position gefährdet sehen und gegen das Amazon Ökosystem inkl. Store und Kindle nicht ankommen. Trotzdem ist es doch etwas Gutes, dass nun jeder Bücher publizieren kann, und sich nicht von einem Verlag abhängig macht. Verlage bieten zwar für den Autoren eine breitere Unterstützung beim Schreiben und Publizieren, doch diesen aufgezwungen Service wollen viele doch gar nicht mehr (Na klar ist es auch kritisch zu sehen, dass Amazon inzwischen anfängt selber diese Services anzubieten und somit seine vorherrschende Stellung als eBook-Vertrieb ausnutzt).
Verlage werden wohl nie aussterben, ihre breite Unterstützung für den Autoren wird weiterhin gefragt sein. Doch werden sie wohl noch akzeptieren müssen, dass die digitale Welt andere Anforderungen an sie stellt.
 
@huzgu444: also vielleicht ist Amazon ja der Sündenbock für die Politik oder die Verlage. Für mich ist Amazon eher ein Gewinn als ein Verlust - zumal ich dort auch meine eigenen Bücher publizieren könnte. Mir persönlich ist es vollkommen Schnuppe, ob Verlag X oder Verlag Y ein Buch herausbringt. Ferner ist es mir egal, ob die Chefs dieser Verlage Geld bekommen oder Arbeit haben.

Sie managen den Verlag. Wenn der Verlag dank Technik und Automatisierung überflüssig wird, dann ist es sicher zum Nachteil dieser Menschen. Für mich ändert sich meist nichts oder es wird sogar günstiger. Es mag zwar sein, dass Amazon dann mehr oder weniger darüber entscheidet, ob und was veröffentlicht werden darf. So sind es halt die Verlage (gewesen) - also ist hier ein Gleichstand.

Verlage sollten ein Mittel zum Zweck sein. Im Prinzip sorgen sie dafür, dass Bücher publiziert und unter Leute gebracht werden. Wenn das Amazon übernehmen kann, ist es halt Pech für die Verlage - aber sicher nicht das Problem des/der Leser(s).
 
Der Buchmarkt wird genauso kontrolliert wie der Musik / Videomarkt.
Die Rechteverwerter sind da nur ein Handlanger der Labels und Verlage.
Auch solche Geschichten wie Buchpreisbindung sind ein Witz.
Jeder sollte selbst entscheiden können wann, wie und wo er produzieren und veröffentlichen will.
Und zwar ohne der ständigen Bedrohung durch staatliche Kontrolle, Labels, Verlage und mafiösen Konstrukten wie die Gema.

Allerdings muss man auch Amazon und sein Gebaren im Auge behalten. Denn das kann auch ganz schnell ein Schuss nach hinten werden.
 
Als Buchautor mit vielen tausend verkauften Büchern muss ich sagen, dass für die Verdienste der Autoren derzeit nichts besseres passieren hat können als der Amazon Direktvertrieb. So erreicht man Leser direkt mit nur einer Zwischenstation - sowohl im E-Book- als auch im Druckbuch-Vertrieb. Für E-Books bis zu 70% Tantiemen - finde ich sehr fair. Nur Monopol darf halt keines Entstehen, sonst sinken die Tantiemen sicher hinunter.
 
@Bitfreezer: Wenn Amazon diese Einstellung den Verlagen gegenüber einnimmt, wird sie diese früher oder später auch auf die Autoren übertragen. Was passiert, wenn die Nachfrage niedrig bleibt und Amazon das Angebot aus seinem Programm nimmt? Wer übernimmt das Lektorat und die Werbung? Außerdem 70% wovon? Verraten Sie mir, in welcher Sparte Sie tätig sind (Sachbuch, Belletristik)?
 
@Yun: Vor allem kann Amazon dann Macht ausüben indem es Publikationen nur für seinen Kindle bereitstellt und damit dessen Verkäufe forciert und andere Plattformen zu verdrängen versucht.
Ich sage ja dass man Amazon da schon auf die Finger schauen muss.
ebay war auch mal eine tolle und günstige Sache für Jedermann.
 
@Yun: Da wird nichts aus dem Programm genommen, warum auch? Bei jedem Verkauf verdient Amazon doch mit. Und bei Spotify wird auch jeder Dreck angeboten. 22 Millionen Songs, du glaubst doch nicht, dass es sich hierbei nur um qualitativ hochwertige Stücke handelt. Und es wurden viele davon nicht ein einziges mal abgespielt. Das gleiche wird bei Amazon passieren. Du kannst dein Buch da einstellen. Wenn es nichts taugt, kauft es keiner, fertig! Ein Verlag hätte aber ein solches Buch niemals erst veröffentlicht.
Diese Entwicklung, die ich bei Amazon sehe, ist in der Musikbranche längst überfällig. Musiker brauchen heutzutage kein großes Musiklabel mehr hinter sich. Es reichen die digitalen Vertriebswege vollkommen aus, um gutes Geld zu verdienen. Ich habe mal wo gelesen, dass bei einer verkaufen CD nicht mal 10% beim künstler ankommen. Digital vertrieben sind es weitaus mehr!
 
@FatEric: und @Yepyep: Traditionelle Verlage haben in ihrem Programm immer eine Mischung an Autoren aufgenommen, ein paar wenige Autoren, die sich gut verkauften (Bestsellerautoren) und die das Geld brachten, und dann die Autoren, mit geringer Auflage, die oft noch nicht einmal die Unkosten wieder reinbrachten, die der Verleger aber unbedingt in seinem Verlagsprogramm haben wollte (also die Autoren, die nicht selten über viele Jahre aufgebaut wurden, die für den guten Ruf eines Verlages sorgten) und die sich vielleicht erst in der Zukunft gut verkaufen werden (also die Jungautoren, die über einen "Reifeprozeß" zu den späteren modernen Klassikern wurden). Wichtig hierbei war die Arbeit und der intensive Dialog mit den Lektoren, und der Glaube des Verlegers an "seine" Autoren.

Dies alles fällt bei Amazon weg. Da kein Lektor, der sich intensiv und beratend mit der Arbeit eines Autors auseinandersetzt und auch mit seinem Namen dafür einsteht und auch kein Verleger, der sich im klassischen Sinn für seine Autoren einsetzt, da Amazon eine reine Verkaufsplattform ist.

Interessant wird Amazon für kleine Autoren sein, die bei einen renommierten Verlag keine reelle Chance hätten, die aber dann auch alles selbst in die Hand nehmen müssen.

Die Leidtragenden werden auf Dauer die Leser sein - und - die Autoren, die noch am Anfang einer - möglichen - Karriere stehen, da sie in der Vielzahl von vorhandenen namenlosen "Autoren" unterzugehen drohen, denn die Vorauswahl, die die Verlage unternehmen (welche Manuskripte sind lesenswert und welche nicht?) fällt dann ja auch weg und wird an den Leser weiter gegeben.

@FatEric: Noch eine Frage aus Neugierde: Wie viele Bücher liest du im Jahr (Sachbücher, Belletristik) so im Schnitt?
 
@Yun: das wird man selber übernehmen müssen. Das ist das Gleiche wie bei anderen Künstlern. Digital sind die Möglichkeiten größer aber man sollte sich um alles selbst kümmern. Der Vorteil Amazon ist eigentlich nur die Bekanntheit und das Shopsystem.
 
@Bitfreezer: Je weniger Zwischenstationen dran verdienen, umso mehr kommt für den einzelnen dabei raus.

Nur wage ich zu bezweifeln, dass Amazon als reine Vertriebsplatform "seine" Autoren genauso gut pflegt, aufbaut und betreut wie ein *guter* Verlag. Du schreibst treffend: *derzeit* - wenn genug Autoren geködert sind, geschieht den Autoren ganz schnell, was jetzt die Verlage zu spüren bekommen.
 
VORSICHT!!! Unabhängig von Amazon, aber Amazon könnte diese Gefahr verstärken. Letztens auf Phoenix kam irgendwann ein Interview mit irgendjemanden mit einem interessanten Denkansatz, der sehr wahrscheinlich stimmt und den ich für sehr gefährlich halte, unabhängig davon ob es jetzt, Fach- Politik- Sozial-Literatur ist oder auch Belletristik. Die Autoren erhalten mehr oder weniger direkt die Verkaufszahlen, sehen die von anderen Autoren und deren Bewertungen. Teilweise ist es wohl so, dass auch innerhalb eines eBooks Abschnitte und Text bewertet werden können und diese Bewertung veröffentlicht werden kann. (Kindle kann das wohl). Es ist also durchaus möglich, dass Autoren diese Zahlen auswerten und ihre nächsten Bücher entsprechend schreiben.
 
@Lastwebpage: Goethe? Der Autor ist zu anstrengend, soll er sich doch bei den anderen Autoren einmal angucken, wie man richtige Literatur schreibt ---> Darauf wird es wohl hinaus laufen!
 
Und ewig grüßt das Murmeltier ODER immer die gleiche Leier: Nix Neues zum Thema! Gäääähn!
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