In die Lockerung der WLAN-Störerhaftung kommt nun Bewegung

Das bisher noch immer ungelöste Problem der Störerhaftung von Betreibern offener WLANs soll von der Bundesregierung nun endlich angegangen werden. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf könnte der Bundestag kurz nach seiner Sommerpause vorliegen haben. mehr... Wlan, WiFi, Hotspot Bildquelle: Nicolas Nova / Flickr Wlan, WiFi, Hotspot Wlan, WiFi, Hotspot Nicolas Nova / Flickr

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Ich weiß ja nicht, wie die sich das vorstellen mit dem offenem WLan, aber das ist aus Sicht der Sicherheit ein gewaltiges Risiko. Man stelle sich nur mal vor, wer alles Schindluder damit treiben kann. MITM Attacken, Phising, Filesharing etc. pp. Ich selber meide alle öffentlichen WLan-Spots, weil mir das Risiko einfach zu hoch ist, sich was einzufangen.
 
@crimey: Ich denke, dass hier weniger unverschlüsselte öffentliche HotSpots gemeint sind, sondern Anbieter von HotSpots mit Zugangskennung. Im Internetcafé, Hotel, Ferienwohnung, ... kann man die Codes erlangen, doch dies ist derzeit für den Anbieter mit einem Risiko verbunden. Es wäre schön, wenn sich dies ändern würde.
 
@Irgendware: Im letzten Abschnitt, letzter Satz "Aktuell befinde man sich in einer Situation, wo man gerade in dichter besiedelten Gebieten quasi ständig mehrere WLANs in Reichweite hat, aber trotzdem nicht auf das Netz zugreifen kann"

Hört sich für mich danach an, dass hier die WLan-Netz der Anwohner gemeint sind. However, ich kann mir das selbst bei nur "VIP" Zugängen nicht vorstellen, da grad in Hotels, genauso solche Aktionen schon heute passieren.
 
@crimey: Mit der aktuellen Regelung ist es aber leider so, dass man selbst einem Nachbarn oder Bekannten keinen Zugang geben kann, ohne das Risiko irgendwann in Abmahnungen zu ersticken. Das ist das eigentliche Problem und gehört dringend behoben. Wie ich unsere Neuland-Regierung so kenne kommt da aber wieder nur so Wischi-Waschi-Halbgarer Kram raus, bei dem sich die ganzen Abmahnanwälte wieder die Finger lecken.
 
@crimey: In öffentlichen (unverschlüsselten) WLAN verwende ich sowieso ausschließlich VPN - damit schließe ich die wesentlichen Risiken aus.
 
@crimey: Das Sicherheitsmanko ist auch für mich ein Grund auf solche Netze zu verzichten. Auch beim Verein Die Freifunker die in mehreren deutschen Städten offene Wlans anbieten, gesponsert von Privatpersonen gibt es keine Verschlüsselung.

Die meisten Nutzer als auch Café Betreiber werden gar nicht wissen, welcher Gefahr sie sich damit aussetzen.
 
Auf das NSA, BND, Bundesregierung, Polizei etc. ganz einfach unsere Netze infiltrieren können. Selbst wenn sie die Störerhaftung aufheben mein Wlan bleibt wie schon seit den Letzten 12 Jahren aus.
 
@timeghost2012: Du weißt schon, dass dein WLAN ne begrenzte Reichweite hat? Ich glaube, die haben effizientere Methoden, als durch ganz Deutschland zu fahren, um überall über WLAN ins Netzwerk zu kommen...
 
@kesan: ist schon klar daher nutze ich vpn und nen proxy aus nem anderen Land ist zwar kein 100% schutz aber ein anfang.
 
@timeghost2012: Klingt dann doch leicht überparanoid ;)
 
Meines Erachtens ist die derzeitige Störerhaftung ein Konstrukt um zwei Dinge zu erzwingen:

1. Es soll verhindert werden, dass Privatleute, die einen DSL-Anschluss haben, Mitbewohner desselben Hauses und der Nachbarhäuser über ihren Anschluss ins Netz bringen, so das diese ganzen Haushalte keinen eigenen Anschluss bezahlen müssen und den Providern so Geld durch die Lappen geht.

2. Wie schon bei der Verantwortlichkeit für verlinkte Inhalte auf der eigenen Homepage, sollte die Störerhaftung ebenfalls dazu dienen sicherzustellen, dass man immer einen Schuldigen greifbar hat, den Geschädigte zur Strafe finanziell ausplündern können, selbst wenn dieser mit dem Verbrechen eigentlich garnichts zu tun hat, da ein anderer der wahre Täter war. Auf diese Art wird quasi eine Beweislastumkehr erreicht, so dass der Beklagte am Ende beweisen muss, das er es nicht war und er das Verbrechen auch nicht verhindern konnte, anstatt das der Kläger beweisen muss, dass der Beklagte es war. Die Unschuldsvermutung wird quasi ins Gegenteil verkehrt, was sehr bedenklich in einem angeblichen Rechtsstaat ist. Aber so sichert man Anwaltskanzleien gute Einkünfte und sorgt dafür das Geld fliesst und daher auch Steuern anfallen.
 
@nOOwin: zu 1) das ist verhindert insofern daß der Anschlussinhaber bei allen aktuellen Routern üblicherweise mindestens das Routerpasswort an andere mitteilen muss. Ich selbst würde meinen Router trotzdem nicht offen laufen lassen (d.h. nicht ohne ein Passwort und auch nicht ohne daß der Nachbarrechner da drin explizit registriert werden müsste, d.h. die MAC-Selektion schalte ich zumindest dann an). Teilt ein Anschlussinhaber wissentlich Nachbarn seinen Zugang so haftet er dafür. Und nicht der Nachbar. Im Falle von Vodafone-Routern bsp. ist allerdings auch dann -und nur dann wenn die MAC-Selektion aktiv ist - der Nachweis möglich welcher Rechner wann online war. Die führen ein Log nämlich :-) Kann ich also als Arbeitnehmer bspw. nachweisen (Zeiterfassungssystem des Arbeitgebers) daß ich nicht zuhause war (stationärer Rechner daheim aus bzw. dessen Systemprotokoll -eventlog- zeigt einen Shutdown bereits vorher und den nächsten Bootup aber erst nachher - oder ich habe nur einen Laptop den ich aber mitnehmen muss in die Arbeitsstätte) so wars wohl ziemlich eindeutig der Nachbar wenn in der fraglichen Zeit wo ich nicht da war, was krummes gelaufen ist.
 
Zuständigkeiten? Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ist zuständig und nicht das Wirtschaftsministerium. Baut Gabriel bald unsere Autobahnen oder wie geht das weiter?
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