Facebook-Studie wurde erst Monate später per AGB legitimiert

Die jüngst bekannt gewordene Facebook-Studie, bei der vor etwa zwei Jahren die News-Feeds von knapp 700.000 Nutzern des sozialen Netzwerks "manipuliert" worden sind, ist schon bisher höchst umstritten. Nun kommt ein weiterer Aufreger hinzu: Facebook ... mehr... Facebook, Social Network, Social Media Bildquelle: Facebook Facebook, Social Network, Social Media Facebook, Social Network, Social Media Facebook

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Überwachung reicht wohl nicht mehr, jetzt werden die Gedanken manipuliert...... AAAAAhhhhhh...

So jetzt aber zu Facebook und den Artikel liken..... (ironie off)
 
Facebook ist da doch nur die Spitze des Eisberges. Da war wohl wirklich erstmal die "Wissenschaft" im Vordergrund und ansich ja kein uninteressantes Experiment. Dass man hier dann unfreiwillig Teil eines Experiments wurde, ist vielleicht etwas ärgerlich, aber jetzt nicht so unfassbar tragisch. Viel schlimmer sind hier Medien, die wirklich wichtige Meinungen absichtlich manipulieren. Aktuell akutestes Beispiel sind die russischen Medien, die den Ukrainekonflikt in ein für sie gutes Licht rücken und die Bevölkerung glaubt das auch noch. Darüber sollte man sich aufregen! Und auch in Deutschland sind die Medien da ganz gefährlich. allen voran die Bildzeitung. Da ist diese Facebook Geschichte wirklich harmlos und man wollte hier wohl wirklich nur eine interessante Studie veröffentlichen. Sonst hätte das Facebook ja auch für sich behalten können.
 
@FatEric: Man sollte aber auch erwähnen, dass es nicht nur russische Propaganda gibt. Das was hier in den Nachrichten über den Ukrainekonflikt erzählt wird sind keine objektiven Fakten. Da werden Dinge auch verdreht um die Russen als die Bösen darzustellen. Propaganda gibt es überall. Die Wahrheit liegt immer irgendwo dazwischen.
 
Lief der Kram bei Facebook vllt intern unter dem "Project MK Ultra"? ;)
 
Die Empörung hält an? Bis auf ein paar IT-Seiten, die das Thema jetzt nochmal künstlich aufwärmen, kann ich davon nichts erkennen. Als das Thema frisch rausgekommen ist, haben auch ein paar größere Nachrichtenseiten darüber berichtet, meistens dann aber mehr so unter dem Aspekt "seht her, wie leicht Menschen manipuliert werden können" und nicht unter "darf Facebook das überhaupt?". Und am nächsten Tag war dann auch wieder Ruhe.
Wo ist hier auch rechtlich das Problem, was wollen die Datenschützer da gerade konstruieren? Als Nutzer räume ich Facebook sowieso schon ein weltweites, nichtexklusives Nutzungsrecht an allem ein, was ich dort poste. Jetzt macht Facebook davon mal nicht wegen eigener Profitsteigerung, sondern im Sinne wissenschaftlicher Forschung, gebrauch, und schon sind sie wieder die großen bösen? Manchen Leuten kann man es echt nicht recht machen...
 
@Tschramme86: Facebook hätte einfach ganz offiziell Freiwillige für das Experiment suchen können, ähnlich wie es täglich in den Kleinanzeigen deiner Zeitung steht oder einer Medikamenten-Studie mit Placebos. So wären die Ergebnisse nicht verfälscht worden und keiner wäre hintergangen.
Auch nachträglich macht Facebook noch Fehler, sie könnten die Betroffenen doch jetzt eigentlich aufklären...
 
@KingGozza: Freiwillig funktioniert da nur einfach nicht. Wenn du weißt, dass man versucht dich zu manipulieren, klappt das eher selten. Ansich tut da Aufklärung wirklich gut (was man ja getan hat), denn so wird einem mal bewusst, wie man manipuliert werden kann und das hilft oft, diese Manipulation zu erkennen und nicht darauf reinzufallen! Man hackt halt gerade ein bisschen auf Facebook rum, weil das gerade in Mode ist.
 
@FatEric: Das ist so nicht richtig, bei einer Blindstudie weiß der Proband, und hat eingewilligt, an dieser Studie Teilzunehmen, ob er/sie wirklich eingebunden werden und wann oder wieweit weiß er/sie nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Blindstudie
 
@Kribs: Wie sollte hier eine Blindstudie Deiner Ansicht nach aussehen?
Im gegebenen Fall gab es auch nicht nur eine Richtung der Parameteränderung, sondern zwei (manche Probanden erhielten mehr positive, manche mehr negative Meldungen). In etwa so als würdest Du bei einer Arzneimittelstudie manchen Leuten ein Placebo, manchen ein Heilmittel und manchen ein Mittel, das die Krankheit verschlimmert geben (potentielle Beeinflussung des Zustandes in beide Richtungen). Was sagst Du ihnen dann? "Ihr alle erhaltet irgendwas"? Oder teilst Du in zwei Hälften und teilst einer Hälfte mit, sie erhielten ein Mittel, das ihren Zustand verbessere, der anderen sie erhielten etwas, das ihren Zustand verschlimmere, bildest also eigentlich zwei separate Studien?
 
@FenFire: "Wie sollte hier eine Blindstudie Deiner Ansicht nach aussehen?"
Man nehme 1 Million Nutzer und schreibe sie an, ob sie bereit wären an einer zukünftigen Studie Teilzunehmen, in der das Verhalten der Nutzer auf gezielt beeinflusste Newsfeeds erforscht wird. Ob und wann diese Studie beginnt wird nicht vermittelt und der Nutzer darauf hingewiesen das nur ein Teil der Nutzer zur Studie herangezogen werden (Blindstudie)!
Außerdem werden alle in der Studie erfassten Nutzer im Nachhinein informiert und über die Manipulation aufgeklärt!
"Hypothetischer Fall eine Person ist Psychisch angeschlagen und wird in einen Sozialen Forum durch Falschmeldungen und Manipulierten Nachrichten derart negativ beeinflusst das daraus Handlungen entstehen die nicht mehr aufzuhalten sind (Selbstmord, Amoklauf usw.), wer haftet dafür, wer übernimmt die Verantwortung, wer kontrolliert das?"
Außerdem ist es Bekannt das Einzelstudien nicht in der Fachwellt anerkannt werden (Placeboeffekt), dafür müssen es mindestens Blindstudien sein besser Doppelblindstudien!
 
@Kribs: Hm, so könnte es gehen. Insb. das "ob und wann wird nicht vermittelt" finde ich gut, das dürfte dem entgegenwirken, dass die Leute kurz nach der Ankündigung misstrauisch ihren Nachrichtenstrom beäugen und sich quasi selbst manipulieren (auch wenn sie dies tun, nach einer Weile wird dieser Effekt wohl nachlassen).
 
@Tschramme86: Du:"... Als Nutzer räume ich Facebook sowieso schon ein weltweites, nichtexklusives Nutzungsrecht an allem ein, was ich dort poste..."? Eben, eben! Und das sollte man einschränken bzw. gar nicht erst mitmachen.
 
@Kiebitz: Warum sollte "man" das? Vielen Menschen auf der Welt sind dauernd der Meinung, sie wüssten am besten, was andere tun oder lassen sollten. Ich denke, das einzige, zu dem man die Leute wirklich aufrufen sollte ist, dass sie sich soweit informieren dass ihnen bewusst ist, was die möglichen Konsequenzen ihres Handelns sind. Wie sie dann mit dieser Information umgehen, bleibt doch jedem selber überlassen. Warum solltest z.B. du darüber urteilen, was z.B. ich tun oder lassen sollte? Ich bin mir bewusst, welche Rechte ich Facebook da einräume, ich wähle entsprechend aus was ich dort poste. Wenn du für dich entschieden hast, Facebook nicht zu nutzen oder nur soweit wie möglich passiv zu nutzen, dann ist das doch auch ok für dich, sage ich doch auch nix gegen, wirst schon deine Gründe für deine Entscheidung haben. Aber lass mir genauso meine Entscheidung und sage nicht total verallgemeinert, was "man einschränken bzw. gar nicht erst mitmachen" sollte.
 
@Tschramme86: "... Warum solltest z.B. du darüber urteilen, was z.B. ich tun oder lassen sollte?..." >>> (Be)urteilen sollte / darf ich das schon wenn ich es nicht für gut halte. Aber zwingen (kann ich ja ohnehin niemanden) sollte ich Dich (oder Andere) natürlich nicht.
 
@Tschramme86: na bloß gut, das sich durchweg alle der unfreiwilligen Probanden völlig davon erholt haben, keinerlei Nachwirkung oder gar was sich dauerhaft auswirkendes zurück geblieben ist, nichtwahr ? Das muss man Facebook wirklich hoch anrechnen, das sie das bzw. sowas supergenau einkalkuliert bzw. vorab ausgeschlossen haben bzw. ausschließen konnten näh ? Natürlich so gut, das es völlig unnötig ist, da(s) nachträglich zu analysieren, völlig klar .. Aber so als geübter Facebooker bzw. Internetler iss man schließlich gefälligst hart im Nehmen und kein Weichei, das sich über solche Lapalien aufregt..
 
@DerTigga: "Aber so als geübter Facebooker bzw. Internetler iss man schließlich gefälligst hart im Nehmen und kein Weichei, das sich über solche Lapalien aufregt.." <- ich übersehe jetzt einfach mal deine Ironie und stimme dir hier zu. Als durchschnittlicher Internetnutzer, der immer alles kostenlos haben will, dem selbst Cent-Beträge noch zu teuer sind, hat man gefälligst hart im Nehmen zu sein und vor allem keine Forderungen gegenüber privaten, profitorientierten Firmen zu stellen. Diese Einstellung vieler Leute will mir einfach nicht in den Kopf, geschenkt ist oft noch zu teuer und gleichzeitig denken, man hätte ein Recht darauf sich zu äußern, wie diese Firmen ihre Arbeit machen sollen und was sie wann in welcher Form anbieten müssen.
Facebook hat ja hier keine Nachrichten erfunden, sondern nur gefiltert. Was die Leute an schlechten News gelesen haben, ist also tatsächlich so in ihrem virtuellen Freundeskreis passiert. Wenn du jetzt ernsthaft das Argument ins Spiel bringst, dass deshalb jemand möglicherweise einen psychischen Schaden erlitten haben könnte oder sich womöglich was angetan hat, dann kannste direkt im Anschluss auch die Tagesschau angreifen, weil sie ja auch jeden Tag nur die ernsten/schlechten Nachrichten bringen und nicht mal ein paar heitere Boulevard-Meldungen wie andere Nachrichtensendungen, um die Laune der Zuschauer zu heben.
 
@Tschramme86: hmm..also diese Aktion .. als den Leuten was Gutes tun wollend zu sehen, das ist zugegeben ein völlig neuer Blickwinkel *fg Was und wie stark da gefiltert wurde, kann ich sowieso nicht benennen, denn ich bin nicht bei Facebook, ich war nie dort und ich hab auch in keinster Weise vor, diesen Zustand zu ändern. Mir ging nur einfach durch den Kopf, das genau das, was du schreibst, nämlich das womöglich und ganz schrecklicherweise jemand aus der Buddyliste (oder wie auch immer sich das dort nennt) rausgekegelt wurde und nun fürchterlich drunter leidet, sozusagen garnicht weiß, was er /sie verbrochen haben soll - dabei wars nur Facebook, das dafür gesorgt hat, das jemand wegen der NUR schlechten und null aufheiternden Nachrichten den Schlußstrich drunter gezogen hat .. *fg Wieso geht man denn lang und immer länger online, wenn sich nicht endlich mal jemand erbarmt und etwas Beachtung, Zuneigung, Wertschätzung und ähnlich gegen zuviel Einsamkeit / verkrümmtes Ego helfendes "rüberschaufelt" ? Geht ja wohl mal garnicht, das das nicht passiert / nicht freiwillig von den ganzen Buddylisteneinträgen "geliefert" wird ! Nicht das da womöglich ne Seitensprungbeziehung, ne Verlobung oder gar ne Ehe in die Brüche ging, nur wegen Facebooks Dauer-Negativ-News .. verstehsteeee ?? *fg
 
Nicht nur illegale Versuche am Menschen, sondern Frech nachträglich noch die AGB angepasst damit man damit durchkommt, denen sollte man auch die (Übertragen) Rosette auf Links drehen!
Außerdem "Wer" bitte schön würde davon ausgehen, das bei einen Eintrag "Forschung" in den AGB, man einwilligt sich "Sezieren" zu lassen, mir käme bei einen solchen Eintrag nur der Gedanke an Forschung an dem Dienst!
 
@Kribs: Ich dachte es ist eben derzeit strittig, ob es tatsächlich illegal war? Ein Urteil "ist illegal" setzt Kenntnis der tatsächlichen Gesetzeslage sowie der genauen Umstände der Studie incl. der damaligen AGB voraus. Keine dieser Informationen ist den News, die so im Netz herumgeistern, in hinreichender Genauigkeit zu entnehmen.

Urteilen können wir hier letztendlich nur aus dem Gefühl heraus - und genau so, wie Facebook natürlich behauptet "alles legal" (aber viele Täter leugnen ja die Tat, das sagt also nichts aus), so empfinden die Nutzer dies reflexhaft als "geht ja gar nicht, muss also illegal sein" (wer lässt sich schon gern manipulieren). Allerdings sind viele Dinge gesetzlich zulässig (teilweise zum Glück, teilweise leider) und somit legal, die irgendjemand scheiße findet.

Oder bist Du Jurist und Fachexperte und weisst mehr?

Daher "ich finde es eine Frechheit" - passt :) "Es waren illegale Versuche" - Spekulation.
 
"Oder bist Du Jurist und Fachexperte" kein Jurist aber ehem. Medizinich technischer Fachangestellter , somit weiß ich über die rechtlichen Mindeststandard in der Forschung am Menschen weitestgehend Bescheid!
In D. wäre eine solche Forschung/Studie am Menschen ohne dessen Einwilligung eine Straftat:

22. Die Teilnahme von einwilligungsfähigen Personen an der medizinischen Forschung muss freiwillig sein. Auch wenn es angemessen sein kann, Angehörige oder führende Persönlichkeiten der jeweiligen Gemeinschaft hinzuziehen, darf keine einwilligungsfähige Person in ein Forschungsvorhaben aufgenommen werden, wenn sie nicht aus freien Stücken einwilligt.

http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=2.49.1761

http://www.zentrale-ethikkommission.de/page.asp?his=0.1.27

Damit ist, zumindest für D., diese Studie Illegal, eine illegaler versuch am Menschen!

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/facebook-studie-forscher-verstossen-gegen-regeln-a-978328.html
 
@Kribs: Ich denke Du zählst somit zumindest was die Lage der Regelungen in Deutschland angeht als Fachexperte, wenn Du mit diesen Regelungen beruflich zu tun hattest und nicht nur aus Nachrichtenlinks zitierst :) Vermutlich gilt im vorliegenden Fall jedoch amerikanisches Recht... die sehen sowas wohl lockerer (wie auch bei Umweltverschmutzung, Gentechnik, Waffenverbreitung, ... Ausnahme Sexualität. Und ja, ich pauschalisiere arg :)).
 
@FenFire: Nun ich kann nur vom "Stand D." mir eine Meinung bilden, dabei fließen Erfahrung, Wissen, und Recherche ein, alles kann ich auch nicht im Kopf behalten, deshalb auch anschauliche Links.

"die sehen sowas wohl lockerer", ich weiß es nicht, trotzdem bei den Millionen Klagen wegen "zu Heißen Kaffees", wäre ich dann doch vorsichtig mit einer solchen Einschätzung.
 
@Kribs: Du hast Recht, ich kann natürlich mit meiner - sehr subjektiven - Einschätzung komplett daneben liegen.
 
na da können sich ein paar amerikaner schöne summen einklagen.
 
manche Menschen sollten in ihrer Paranoia am besten den Computer,das Handy entsorgen-den Telefonanschluß abmelden..... Daten werden Heute überall gesammelt-sogar beim Girokonto-Manipuliert wird überall-insbesondere im Internet. Ich gehe sogar soweit zu behaupten das selbst im Darknet auf jedem Level gesammelt und manipuliert wird. Was soziale Netze angeht: Sie sind ein "Segen" solange man verantwortungsbewußt mit seinen Daten und dem was man schreibt umgeht.Ansonsten bleibt eigentlich nur noch die Flucht an einen von der Aussenwelt total abgeschirmten Ort mit Bleidach und Aluhut-aber spätestens beim nächsten Einkauf ist man wieder auf der Bildfläche...
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