Bundesjustizminister Maas fordert Völkerrecht des Netzes

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Sonnabend hat Bundesjustizminister Heiko Maas von der SPD Umdenken im Kampf gegen Google gefordert. Eine Zerschlagung des Konzerns sei denkbar, dazu bräuchte es aber ein "Völkerrecht des ... mehr... Google, Logo, Suchmaschine Bildquelle: Google Google, Logo, Suchmaschine Google, Logo, Suchmaschine Google

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OOHHH Herr Mass und sowas als Justizminister? Das ist verdammt dünnes Eis, auf dem Sie sich da bewegen. 1)Zerschlagung von Firmen durch den Staat. Ja, sowas gab es. Zum Beispiel beim Flick Konzern und der IG-Farben... Für Energieunternehmen gibt es bestimmte Regelungen und Gesetze, dass Beispiel zieht also gar nicht. 2)"Völkerrecht" Was soll das bitte sein? So etwas wie die Haager Landkriegsordnung, das Genfer Abkommen, die Charta der Vereinten Nationen usw. oder dann doch irgendwas von der UNO, wo dann aber auch China, Russland, USA und islamistische Staaten (oder auch z.B. Großbanken) erheblichen Einfluss haben? 3)Schön für sie, dass sie das mit der Vorratsdatenspeicherung und der Überwachung durch Geheimdienste so sehen. Bloß leider rührt ein Großteil der Befürchtungen und teilweise Angst diesbezüglich auch daher, dass nächste Woche wieder einer von der CDU, CSU oder SPD in irgendeinem Interview irgendwas anderes zum Besten gibt.
 
@Lastwebpage: Nun ja! ich finde aber schon dass man Google mehr auf die Finger sehen sollte und ggf. auch mal auf die Finger klopfen sollte. Die Dominanz ist doch recht heftig. Auch mit Datenschutz und diverser anderer Rechte nimmt es Google nicht immer sooo genau! Und Völkerrecht für Google. Klingt irgendwie etwas etwas merkwürdig. Tatsache ist aber schon dass auch im In Internetbereich einige wenige Firmen / Dienste international so mächtig sind dass diese meinen, sie sind nicht an Recht / Gesetz / Rücksichtnahme in einzelnen Staaten gebunden; ja dass einzelne Staaten sogar keinen Einfluß nehmen können. Wenn die in einem Staat etwas machen was dort illegal ist bzw. kräftig kritisiert wird, bieten sie das eben von einem anderen Staat aus an und erreichen damit das gleiche Ziel. UND dann gibt es da noch genug Publikum / Leute / User die bejubeln das dann als Internetfreiheit - merkwürdig das.
 
@Kiebitz: Ihr sprecht immer von Dominanz von Google... Wo ist denn Google dominant?

1.) Suchmaschine? Der Nutzer entscheidet, welches Produkt das bessere Ergebnis liefert. Ihr könnt doch auch Altavista, Bing, DuckDuckGo und wie sie alle heißen verwenden. Niemand, schon gar nicht Google, zwingt euch, die Google-Suchmaschine zu nutzen!
2.) Android? Ihr könnt doch auch Geräte mit iOS, Windows Phone, Sailfisch OS, Firefox OS , Tyzen usw. kaufen und nutzen. Ihr entscheidet doch über euer Konsumverhalten. Und ihr werdet auch nicht zur Nutzung der Google-Dienste auf eurem Smartphone gezwungen. Ihr könnt sie auch außen vor lassen, das Smartphone bleibt ja auch ohne Googleacccount nutzbar.
3.) Werbeeinnahmen? Auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage...
Wo liegt denn die Dominanz von Google, die keiner umgehen kann? Sie besteht einzig aus dem Nutzerverhalten!!! Wollt ihr da was geändert haben, ändert euer Nutzerverhalten entsprechend.
 
@Kiebitz: Mir ist nicht bekannt, jemals etwas ähnliches über z.B. Nestlé, Coca-Cola, Pepsi, Danone & Co gelesen zu haben, was internationale Tätigkeiten, Rechtsauffassung und Einfluss betrifft. (Stichwort zur Google Suche z.B. "Pure Life") Von Ölfirmen und Großbanken will ich erst gar nicht anfangen. Warum sich Politiker so auf Google stürzen, während andere Firmen außen vor bleiben, ist dann auch noch ein recht interessanter Gesichtspunkt.
 
@Lastwebpage: zu Deinem (re:2): Siehe bitte zuvor bei mir die Worte "...Tatsache ist aber schon dass AUCH im In Internetbereich...", also auch aber nicht nur. Und das "nicht nur" schließt natürlich andere Marktbereiche und Konzerne ein wie Nestlé, Coca-Cola, Pepsi, Danone & Co die internationale Tätigkeiten, Rechtsauffassung und Einfluss betrifft. Deswegen ja meine solche Wortwahl! Aber in der News ging es um Internet / speziell Google. Und deswegen war der Schwerpunkt meiner Antwort Google betreffend.

Und außerdem "kümmern" sich "Politiker" nicht nur um Google sondern z.B. auch um Benzinhersteller, Energieanbieter, Microsoft usw. usw.
 
In den USA hat man auch Konzerne zerschlagen als ihre größe zur Gefahr wurde. AT&T ist ein weit bekanntes Beispiel. Gleiches sollte mit Google gescheen, Suchmaschine, Mobil-OS Anbieter und Datensammler, hier ist der Missbrauch der Marktmacht vorprogramiert.
 
Ein Völkerrecht des Netzes hätten wir, wenn sich die Politik raus hielte, schon fast von allein. Herr Maas möchte aber lieber mehr Rechte für Lobbyisten, also genau das Gegenteil.
 
@zupipo: Einerseits stimme ich dir zu, andererseits die Frage: Was machen die ganzen jungen innovativen Unternehmen, deren Existenzen zum Scheitern verurteilt sind weil Google mit seiner Konzentrierten Marktmacht z.B. im Werbeumfeld kaum Perspektiven lässt oder gar erfolgreiche Geschäftsmodelle sich zu eigen macht und durch den sogenannten Interneteinstiegspunkt "Google" zu Bekanntheit verhilft, dass selbst jahrelang etablierte Unternehmen Probleme bekommen. Siehe z.B. Google Shopping und idealo (Preisvergleich Markt) etc.
 
@nexo: Idealo? Du meinst damit doch hoffentlich nich den elenden Verein der jahrelang durch Keywordspamming die Suchergebnisse von Google massiv manipuliert hat? Das war eine der wenigen Domains die ich in die damals noch existierende Blacklist von Google eingetragen habe. Schade daß diese inzwischen abgeschafft wurde.
 
@Johnny Cache: Sie sind mir noch nicht negativ aufgefallen, aber ich schätze den Preisvergleich sehr. Bisher erhielt ich gerade für Elektronikartikel dort immer die besten Ergebnisse. Die Filterung nach Gesamtpreis erleichtert einem vieles und man sieht sogar direkt welche Zusatzkosten erhoben werden.
 
@zupipo: Das bewage ich aber stark zu bezweifeln. Gänzlich unregulierte und absolut gar nicht mehr an Vorgaben gebundene Konzerne (egal ob im Internet oder sonstwo in der Wirtschaft) werden rücksichstlos in sozialen, wettbewerbsmäßigen usw. Bereichen.
 
@Kiebitz: Ich habe ja "fast" geschrieben. Im übrigen halte ich Netz und Nutzer einfach für bessere Regulatoren als Neuland-Politiker.
 
@zupipo: Netz wird im Wesentlichen durch Maßnahmen der Dienste, Provider usw. beeinflußt mit was die leisten, was die zulassen, wer da alles mit drin ´rumfuchtelt (NSA u.Co.) usw. Nutzer? Hmmm. Sind / werden beeinflußt durch Medien, Konzerne, Modetrends (welcher Dienst ist gerade in), auch eigenes Fehlverhalten bewußt oder unbewußt usw. Das sehe ich also so positiv auch nicht.
 
Und noch was:
Was soll eigentlich das ganze Google Gebashe? Wer Google nicht mag, hat doch Alternativen!

Suche: DuckDuckGo oder Bing uvm.
Mobile: iPhone, Windows Phone, uvm.
Karten :Bing Maps, iPhone, uvm. und so weiter, und so weiter ...

Und wenn alle, die auf Google rumhacken die anderen Dienste benutzen würden, könnte von einer "Monopolstellung" sowieso nicht mehr die Rede sein. Aber selbst nur Google benutzen und sich dabei über deren hohen Marktanteil beschweren a la Maas ist nicht nur inkonsequent sondern geradezu heuchlerisch.
 
@zupipo: Warum wurde eigentlich MS einmal fast zerschlagen? Es gab doch damals auch Alternativen die man hätte benutzen können.
 
@zupipo: Was soll eigentlich das ganze Microsoft Gebashe? Wer Microsoft nicht mag, hat doch Alternativen!

Suche: DuckDuckGo, Yahoo oder Google uvm.
Mobile: iPhone, Android, uvm.
Karten: Google Maps, Here Maps, Apple Maps, etc.

Und wenn alle, die auf Microsoft rumhacken die anderen Dienste benutzen würden, könnte von einer "Monopolstellung" sowieso nicht mehr die Rede sein. Aber selbst Microsoft benutzen und sich dabei deren hohen Marktanteil beschweren a la Maas ist nicht nur inkonsequent sondern geradezu heuchlerisch.

Was ich damit sagen will, dass ganze kannst du für jedes große Unternehmen sagen ;)
 
@Knerd: Stimmt prinzipiell!
Der wichtige Satz in dem Artikel ist "Ja, wenn Google SEINE MARKTBEHERRSCHENDE STELLUNG MISSBRAUCHT, um Wettbewerber systematisch zu verdrängen, dann sollte als letztes Mittel auch so etwas wie eine Entflechtung erwogen werden."
Ein Monopol alleine ist nicht verwerflich - sollte man aber Google den Mißbrauch nachweisen können, dann sind Strafmassnahmen gefragt.

Bei Microsoft Ende der 90er war ja das Problem, dass sie das Monopol im "Browser-War" missbraucht haben und deswegen beinahe zerschlagen wurden. Da ist die EU mit ihnen eh noch nett umgegangen...^^
 
@moribund: So wirklich missbraucht haben sie da ihr Monopol aber meiner Meinung nach auch nicht. Sie haben lediglich einen Browser zusammen mit ihrem Betriebssystem ausgeliefert, also etwas was alle anderen auch tun. Von daher sehe ich da keinen wirklichen Missbrauch.
 
@Tomarr: Sie haben im Browserkrieg die Tatsache genutzt dass damals ca. 95% Windows genutzt haben und damit die Verbreitung des eigenen Browsers (eine Software die nicht zum OS gehört) durchgesetzt. Ein Lehrbuchbeispiel für Monopolmissbrauch. Der damalige Richter sagte klipp und klar zu Bill Gates, dass er ein übler Monopolist wäre und dass er dafür sorgt, dass MS zerschlagen wird. Kurz darauf hat GW Bush seine Präsidentenwahl gewonnen, für die MS Unsummen gespendet hat und plötzlich war der Prozess vom Tisch...
 
@Tomarr: Die Zerschlagung wurde damals nicht ohne Grund richterlich angeordnet. Das ist dann nur deswegen nicht passiert, weil die US-Regierung wohl der Meinung war, MS sei too big to Fail.
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/gerichtsurteil-koennte-zur-zerschlagung-des-software-giganten-fuehren-schwere-niederlage-fuer-microsoft,10810590,9731830.html
"Konkurrenz wurde ausgeschaltet Hightech-Giganten wie die Computerunternehmen IBM und Apple, der Chiphersteller Intel und der weltgrößte Online Dienst AOL ließen als Zeugen ihre Spitzenmanager aufmarschieren. Jedem hatte Microsoft zu irgendeinem Zeitpunkt die Pistole auf die Brust gesetzt. Sobald Bill Gates eine Bedrohung für das Monopol seines Betriebssystems Windows oder für seinen Internet Browser MS Explorer witterte, drohte der reichste Erdenbürger mit Preiserhöhungen oder der Streichung von technischer Unterstützung."
 
@moribund: Was ich daran nicht verstehe ist, dass wirklich ALLE Betriebssysteme mit einem Vorinstallierten Browser kommen (seit dem das I-Net groß genug war). Und erst WENN es zu einem Quasi-Monopol wird, ist es böse? Also darf man den Browser ins OS integrieren, aber sobald der moribund sagt "BOA JETZT MONOPOL", muss man ihn sofort entfernen, oder man ist das abgrundtief böse?
 
@Draco2007: Das Prinzip von Marktwirtschaft ist der "freie Wettbewerb" von konkurrierenden Unternehmen zugunsten des Kunden. Wenn Du diesen freien Wettbewerb auf unlautere Weise untergräbst, gibt's Probleme. ^^ Ein Monopol ist im Widerspruch mit diesem freien Wettbewerb, daher werden hier strenge Regeln angelegt.
 
@moribund: Welches Monopol hat denn Google?
 
@MaikEF_: Google hat einen Marktanteil bei Suchmaschinen in Deutschland jenseits der 90% - das kann man als Quasi-Monopol werten. Der Marktanteil bei Android liegt bei 74% - das ist noch recht weit von einem (Quasi-)Monopol entfernt (auch wenn mir hier neulich ein paar Google-Hater etwas anderes einreden wollten ^^). Aber wenn der Android-Marktanteil weiter steigt, kann da noch was werden.
 
@moribund: Aber das liegt doch nicht an Google, sondern am Nutzer. Jeder, der ein Smartphone kauft, hat doch in der Hand, für welches OS/Ökosystem er sich entscheidet. Bei der Nutzung der Suchmaschinen gilt das gleiche. Wie groß der Marktanteil von Google und seinen Diensten wird, liegt immer und ausschließlich am Nutzer und seinem Konsum- und Nutzerverhalten. Wenn der gemeine Internet-Nutzer außer der Google-Suchmaschine keine Alternative kennt, ist das doch nicht Google anzulasten. Kaufen sich die Leute Android-Smartphones, ist das nicht Google anzulasten. Es gibt genug Alternativen. Als Monopol bezeichnet man in den Wirtschaftswissenschaften eine Marktsituation (Marktform), in der für ein ökonomisches Gut nur EIN Anbieter vorhanden ist. Das trifft auf keinen der Google-Dienste zu und auch nicht auf Android. Ein Monopol liegt also nicht vor - auch nicht fast oder annähernd... Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Will man da was geändert haben, muss man sein Nutzer- und Kaufverhalten entsprechend ändern.
 
@MaikEF_: Ahem, hast Du mein Kommentar [re:1] auf das Du geantwortet hast überhaupt ganz gelesen? Lies es nochmal. Es geht nicht darum ob jemand ein Monopol hat, sondern ob er dieses missbraucht.
 
@moribund: Frage auch an dich: WIE missbraucht Google seine Markt"MACHT"?
 
@MaikEF_: Aaargh! Nochmal. lies [re:1], ich hab echt keine Lust alles mehrmals zu schreiben!! Ich hab geschrieben "WENN Google seine marktbeherrschende Stellung mißbraucht" und "SOLLTE man aber Google den Mißbrauch nachweisen können".
Ich habe NIRGENDS geschrieben dass Google sein Monopol mißbraucht, sondern davon geschrieben, was geschehen sollte, FALLS Google das macht und erwischt wird.
 
@moribund: Du sagst "WENN Google seine marktbeherrschende Stellung mißbraucht" und "SOLLTE man aber Google den Mißbrauch nachweisen können".
Warum sollte Google soetwas tun? Meinst du nicht, dass die bei Google verantwortlichen aus der IT-Vergangenheit gelernt haben und sich auch bewusst sind, dass sie im Rampenlicht und unter besonderer Beobachtung stehen? Im anderen Thread (und ich glaube auch hier) wurde Google vorgeworfen, mit Youtube Indie-Labels zu erpressen. Das wäre ein Missbrauch - dieser Vorwurf ist aber so nicht korrekt. Das ist alles, was ich bisher an Vorwürfen zum Missbrauch der Marktstellung bezüglich Google gehört/gefunden habe, aber alle schreien nacht Kontrolle und Strafe für den Fall des Missbrauches. Noch gibt es doch keine handefsten Anhaltspunkte... Viel Lärm um nichts.
 
@MaikEF_: "Warum sollte Google soetwas tun?" - Liegt nicht an mir sowas zu beantworten, aber bei Unternehmen mit Quasi-Monopolstellung (oder auf dem Weg dahin) sieht man halt genauer hin. Ist ja auch die Aufgabe der Kartellbehörden. "Noch gibt es doch keine handefsten Anhaltspunkte..." - Ich kann mich glaub ich an ein paar Artikel hier erinnern, wo Google von Konkurrenten sowas mit ihren Gratisdiensten auf Android-Handys vorgeworfen wurde (im Prinzip ähnlich wie mit dem Internet Explorer auf Windows). Keine Ahnung was dabei rauskam. Wenn der Android-Marktanteil weiter steigt, könnte das ein Problem für Google werden.
 
@zupipo: Bing, Windows-Phone, und Bing-Maps sind alles MS und die sind auch nicht viel besser als Google.

Du kannst das auch so machen:
Suche: Yacy (P2P-Suchmaschiene, wo keine Zensur möglich ist)
Mobile: Man kann ein Android-Telefon auch Rooten und da gibt es auch Varianten ohne Google
Karten: Openstreetmap (hier enstehen die Karten in einer Community, ähnlich wie bei Wikipedia)
 
@basti2k: Keine Zensur möglich? Also auch kein Recht auf Vergessen?!
Ich glaube wir sind uns alle einig daß eine solche Suchmaschine die offensichtlich gegen geltendes EU-Recht verstößt geschlossen werden muß. ;)
 
@zupipo: die spd ist halt eine heuchlerpartei...und diese aktion von maas auch nur ne nebelkerze
 
@zupipo: Es geht nicht um Gebashe. Es geht um das Verhalten von Google am Markt und mit seinen Usern (Datenschutz usw.). Ganz nebenbei übersiehst Du dass so große Konzerne immer noch weitere Dienste hinzukaufen bzw. aus dem Markt drängen. Und dann werden die von Dir genannten Alternativen immer geringer. Das ist kein Prozeß von heute auf morgen sondern ein längerfristiger.
 
@Kiebitz: was ist denn mit dem Datenschutz? und was hat der mit einem "Google-Monopol" zu tun? Du kannst Datenschutz betreiben wie du willst, die Geheimdienste lesen und wissen doch trotzdem fast alles aus deinem digitalen und bald auch realem Leben. Wirfst du jetzt allen Unternehmen, die du online erreichen kannst, Verstöße gegen den Datenschutz vor? Und so, wie Dienste verschwinden, kommen auch neue hinzu (Beispiel: Kim Schmitz und sein Mega!). Ich denke schon, dass sich der "Markt" im Internet ohne zuviel Einfluß aus der Politik selbst ganz gut regeln würde. Ganz ohne Kontrolle geht´s nicht, dass ist klar. Aber mittlerweile fühle ich mich durch die Politik schon eingeschränkt und überreguliert im Netz als User. Und durch die ganze NSA-Sache - und das wird in Zukunft definitiv mehr und schlimmer - verändert sich auch das Nutzerverhalten im Internet...
 
@MaikEF_: Datenschutz>>Google. Es geht nicht nur um Geheimdienste. Es geht auch darum wie Google selbst mit den Daten umgeht oder merkwürdige Nutzungsbestimmungen und Erhebung von Daten auf eine Weise die auch nicht immer astrein ist (WLAN-Erfassung bei Streetview-Aufnahmen z.B.), Bündelung der Daten usw....usw.
 
Wieso soll ein Völkerrecht dazu dienen Konzerne zu zerschlagen? Wäre es nicht Aufgabe von Kartellbehörden über Monopole zu wachen. Demzufolge müsste ein weltweit akzeptiertes Kartellrecht geschaffen werden. Doch auch dort würde - wie schon beim jetzigen Völkerrecht - nur das Recht des Stärkeren gelten (wenigstens solange eine mächtige Regierung dahintersteht und das ist hier der Fall).

Doch die Erfolgsgeschichte von Google (und daran stoßen sich eigentlich bestimmte Einheimische) liegt woanders begründet, denn wie sagte schon Gorbatschow zutreffend? Wer zu spät Neuland betritt, denn bestraft das Leben.

... und im Energiesektor gäbe es auch noch genug zu tun um mehr Wettbewerb zu schaffen.
 
@noComment: Siehe o3 - re1. Google Marktmacht wird nicht nur auf Neulandbereiche angewendet. Es wird erfolgreichen Unternehmen schlichtweg der Boden unter den Füßen weggezogen.
 
@nexo: Wie z. B. dem Springer Verlag? -.- Dieser Lobbyverein gehört gleich mit auf die Liste für Unternehmen zur Zerschlagung, wenn man von Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung redet. Ich persönlich finde, es tut auch viel zur Sache, WARUM Politiker etwas tun. In diesem Fall wird es wohl kaum ein plötzlich auftrendender Gerechtigkeitssinn der Politik sein. Nicht, nachdem Springer und Konsorten in letzter Zeit ständig derart massiv Lobbyarbeit betreiben.

Das muss bei dem Thema imho schon auch berücksichtigt werden, denn wenn Springer nur um seine Pfründe fürchtet, weil man es verpennt hat den von Dir besagten "Boden" rechtzeitig zu betreten, sollte die Poliltik hier nicht Erfüllungsgehilfe spielen.
 
@turageo: Gutes Beispiel. Um die neuen innovativen Unternehmensgründungen geht es in der "großen Politik" nicht. Wenn diese wirklich gute Ideen haben werden sie gegebenenfalls von Google, Facebook etc. aufgekauft.
 
@noComment: Und genau dies ist doch zu bedauern. Ohne deftige Finanzspritzen kommt kaum noch ein Start-Up mit natürlichem Wachstum auf die Beine bzw. hält sich über Dauer. Obwohl man in der Internetbranche prinzipiell keine teuren Maschinenkosten hat, ist man von den Reichen abhängig. Das finde ich bedauerlich, denn es kommt zuletzt nicht dem innovativen Unternehmer zu gute.
 
@nexo: Sehe ich genauso.
 
@turageo: Das Leistungsschutzrecht ist ein Lobbygeschenkpaket und reißt den Gerechtigkeitszwiespalt nur noch breiter auf. Außerdem profitieren die Unternehmen vom Traffic - da kann von Boden unter den Füßen wegziehen keine Rede sein. Aber bei einem Unternehmen mit einer für das Netz so wichtigen Bedeutung sind ein Marktanteil von >95% einfach schädlich. Da müssten dann wie auch immer die Kartellbehörden tätig werden.
 
@nexo: Darauf kann ich nicht pauschal Antworten. Dazu müsste bei jedem Unternehmen geprüft werden ob es die Entwicklung verschlafen hat, oder ob diese tatsächlich durch die schiere Marktmacht von Google verdrängt wurden/werden. Andererseits wird es auch Unternehmen geben die Anfangs mit Google zusammengearbeitet haben, weil sie dabei Vorteile sahen, und damit auch den Aufstieg Googles mit ermöglichten.
 
Ich bin ein Fan von Google, auch wenn ich die Suchmaschine nicht nutze. Kaum ein anderer Konzern lässt deutsche Konzerne und Organisationen so elegant abblitzen wie Google. Wenn die GEMA zu hohe Forderungen stellt sperrt Google/Youtube einfach mit Hinweis darauf die entsprechenden Inhalte und schlägt damit gleich 2 Fliegen mit einer Klappe: Die GEMA sieht kein Geld und die Künstler, die bei der GEMA Mitglied sind, können ihre eigenen Inhalte nicht mehr auf Youtube veröffentlichen, womit sie es weit schwerer haben bekannter zu werden.

Wenn die deutschen Verlage von Google Geld erpressen wollen zeigt ihnen Google einfach die kalte Schulter und streicht gleich deren Internetseiten und die von deren Kundschaft aus dem Suchindex. Die Verlage sehen kein Geld und verschwinden im Internet auch noch von der Bildfläche.

Alle Konzerne und Organisationen, die in Deutschland gerne ihre Macht missbrauchen werden von Google einfach kaltgestellt. Finde ich persönlich sehr angenehm.

Da die Politik es in den letzten 15 Jahren nicht einmal hinbekommen hat internationale Abkommen zur Verfolgung der KiPo-Produzenten und der Abschaltung von deren Servern in aller Welt zu treffen und ohnehin lieber hierzulande Leute jagt, die solches Material lediglich sammeln und garnicht herstellen (und möglicherweise gerade weil sie solchen Material haben keinem realen Kind auflauern) während die Kinder die in anderen Ländern weiter gequält werden scheinbar nciht weiter interessieren, braucht Google sich um eine Zerschlagung wohl keine Sorgen zu machen.

Es gibt ausserdem durchaus andere, grosse Suchmaschinen. Google ist kein Monopolist. Wer mit Google ein Problem hat, kann z.B. Bing oder Yahoo nutzen. Wem das Datensammeln von Google nicht gefällt, kann sich ein SmartPhone ohne Android kaufen usw. Es gibt überall Alternativen wenn man sich danach umsieht. Aber die Leute brauchen scheinbar für ihre eigene Unfähigkeit solche Alternativen zu finden und konsequent zu nutzen und die Probleme die ihnen dadurch entstehen einen Sündenbock. Wenn man Fotos bei Facebook einstellt, die man besser zu Hause versteckt hätte, ist ja auch immer Facebook schuld und nicht der gedankenlose Nutzer.
 
@nOOwin: Du hast gerade hervorragend dargelegt, warum man google hinsichtlich des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung untersuchen sollte. Du hast übrigens die Erpressung der Indie-Labels vergessen, die ihre Musik nur auf YT hochladen werden dürfen, wenn sie gleichzeitig das recht auf Nutzung durch google in googles streamingdienst zustimmen.
 
@iPeople: +++++
 
@iPeople: Google bietet die meisten seiner Dienste für private und sogar für gewerbliche Kunden gratis an und machte, trotz der angeblich "marktbeherrschenden Stellung", bisher keinen Versuch für diese Dienste Geld zu verlangen, solange ein Unternehmen nicht gerade Werbung für sich schalten möchte. Da gibt es garkeinen Markt den Google beherrschen könnte, weil Google die meisten seiner Dienste an die Kunden verschenkt und zwar nicht so wie auf einem sprichwörtlichen Markt, wo ein Verkäufer nur Appetithappen gratis verteilt und damit die Kunden lockt ein Produkt zu kaufen, sondern komplett gratis.

Wenn der Herr Bundesjustizminister Google zerschlagen/entflechten will, soll er mal erklären wie das gehen soll. Wenn er die Werbesparte von dem Suchmaschinenbetreiber abtrennen will, wird die Suchmaschine zwangsläufig kostenpflichtig, da die laufenden Kosten ja von irgendwas bezahlt werden müssen. Damit reduziert er die Konkurrenz für Bing, Yahoo und Co., die ja fast die gleichen Dienste wie Google und diese ebenfalls umsonst anbieten. DAS ist kartellrechtlich bedenklich.

Das Kartellrecht ist eher dazu vorgesehen Preistreiberei bei Konzernen zu verhindern, die Konkurrenten aufkaufen oder mit kurzzeitigen Dumpingpreisen niedermachen um zum Monopolisten aufzusteigen und dann viel höhere Preise zu diktieren. Solche Tendenzen hat Google bisher nicht erkennen lassen. Während andere Konzerne die Kunden, teilweise sogar mit hinterhältigen Tricks, dazu nötigen ein kostenpflichtiges Angebot zu ordern, versucht Google bisher nichts dergleichen.

Die Indie-Labels werden von YouTube auch nicht gezwungen ihre Musik dort zu veröffentlichen. Es gibt zig Videoplattformen im Netz und die Labels können sogar eine eigene Webseite aufsetzen, die Google dann sogar kostenlos in ihren Suchergebnissen aufnimmt und sie so bekannter macht. Wenn Google/YouTube Musik auf ihrer eigenen Plattform hosten, wollen sie als Gegenleistung für diese Leistung ihrerseits die Inhalte halt auch streamen können ohne sofort die Abmahnanwälte am Hals zu haben (im Prinzip ist YouTube ja ohnehin eine Streamingplattform und da ist es bei rechtlichen Streitigkeiten besser, wenn man als Betreiber auch die Streamingrechte hält). Da sie niemanden zwingen seine Musik auf YouTube hochzuladen, es genügend andere Möglichkeiten gibt und sie aus den Bedingungen kein Geheimnis machen, ist das imho völlig legitim.
 
@nOOwin: nein es ist nicht legitim.
 
@iPeople: Was ist daran warum nicht legitim??? Erhelle uns!
 
@MaikEF_: ich habe leider keine Lampe, die soooo hell ist, um dich zu erleuchten. Solange du nicht kapierst, was marktbeherrschende Stellung bedeutet, ist jede Diskussion mit dir zwecklos.
 
@iPeople: Du behauptest, es ist nicht legitim, kannst aber nicht begründen, warum es das nicht ist. Solche Kommentare wie deine sind sinnlos.
 
@iPeople: dann laden sie es eben nicht auf youtube hoch, sondern dailymotion, vimeo oder sonstwo. kennt ihr alle nur youtube? ihr werdet doch nicht gezwungen, die google-dienste zu nutzen!!! wo ist denn hier ein missbrauch seitens google? google bietet einen dienst unter annahme der google-agb. entweder man akzeptiert und ist einverstanden, oder man lehnt ab und geht woanders hin. der nutzer selbst entscheidet doch über seinen kram, seine prioritäten und sein nutzerverhalten.
 
@MaikEF_: Ja ja ja .... Bla bla bla ..... Nichts kapiert und trotzdem kommentiert.
 
@iPeople: Ja ja ja .... Bla bla bla ..... Keine sinnvollen, plausiblen, nachvollziehbaren Argumente und trotzdem kommentiert.
 
@MaikEF_: du bist doch für Argumente überhaupt nicht empfänglich, da dir noch nichtmal die grundlegendsten Begriffe des Marktes bekannt sind.
 
@iPeople: Überaus interessant, wie du beurteilen können willst, welche Begriffe des Marktes mir fremd sind. Du hast gar keine Ahnung, welche Ausbildung ich genossen habe, welchen Beruf ich erlernt habe und was für eine Funktion in unserem Unternehmen, das am Markt in Deutschland mit eines der größten ist, ich begleite. Ich möchte dich bitten, solche Unterstellungen zu unterlassen. Ich gebe dir aber gern eine Führung durch unser Unternehmen am Standort, an dem ich arbeite, sodass du selbst dir einen Überblick verschaffen und du dir eine Meinung bilden kannst.
 
@MaikEF_: Ich kann aber durchaus auf Dein Geschreibsel reagieren, und dieses besagt, dass Du Begriffe aus der Wirtschaft durcheinanderwirfst. Und eine Ausbildung in Wirtschaft hast Du mit Sicherheit nicht, denn das würde eine objektivere Sichtweise mit dem Begriff "Marktmacht" und dessen Ausnutzung hervorrufen. Allein Dein Vergleich mit VW und Thalia in der anderen News zeigt deutlich deine Defizite auf diesem Gebiet.
 
@nOOwin: Fans wie Du sind auch eines der großen Probleme bezüglich Google. Dies Unternehmen kann machen was es will auch in Bezug auf recht zweifelhafte / bedenkliche Maßnahmen, solche Leute wie Du bejubeln das unkritisch und unreflektiert immer und jederzeit.
 
@Kiebitz: Ich bejubel das so unkritisch, das sämtliche Google Server IPs genauso wie die von Facebook, Twitter und die meisten anderen im Internet verwendeten IPs bei mir direkt in der Firewall seit diversen Jahren gesperrt sind. Damit bin ich der beste Beweis, dass es ohne Google geht und andere Leute einfach nur zu wenig findungsreich sind und lieber nörgeln statt konsequent zu handeln.

Unser Bundesjustizminister ist das beste Beispiel: Auf der einen Seite gefallen ihm die hohen Nutzerzahlen von Google nicht und wenn er es könnte, würde er am liebsten seine Macht missbrauchen und das Unternehmen zerschlagen, weil es ihm gerade als Sündenbock gefällt. Auf der anderen Seite nutzt er Google selber intensiv. Was soll man von jemandem halten, der derart inkonsequent/schizophren handelt?

Auch sein Beispiel mit dem Energieunternehmen hinkt. Ein Energieunternehmen das seine Energie an private und teilweise sogar gewerbliche Nutzer verschenkt, wie Google es mit den meisten seiner Dienste tut, hätte in kürzester Zeit 100% Marktanteil, wenn kein anderes Energieunternehmen ebenfalls seine Dienste verschenkt. Das sind grundlegende Prinzipien des Marktes.

Ausserdem hat er einen grossen Unterschied zwischen einem Energieversorger und einem Internetdienstleister nicht erkannt. Energie- und Wasserversorger gehören zur lebensnotwendigen Grundversorgung jedes Haushalts in Deutschland. Wenn ein Energiekonzern zum Monopolist wird, kann er die Preise diktieren, weil eben die Leute ohne seine Dienste z.B. im Winter erfrieren würden. Bei Konzernen wie Google stirbt niemand, selbst wenn sie als Monopolist plötzlich für jede Suche Geld verlangen würden. Das würde eher dazu führen, dass die Leute eben nicht mehr bei Google suchen und andere günstigere oder kostenlose Suchmaschinenbetreiber in der Gunst der Nutzer steigen. Google kann die Nutzer also zu nichts zwingen, weil Googles Dienste eben nicht so lebenswichtig wie die eines Energieversorgers sind. Auf das Internet kann man verzichten. Es ist nicht lebenswichtig. Daher braucht man auch kein "Völkerrecht des Netzes". Wenn einem etwas am Internet nicht passt, kündigt man halt seinen Zugang und damit hat es sich. Dadurch stirbt niemand.
 
@nOOwin: ++++++++++++++++++++++
 
@nOOwin: "... kündigt man halt seinen Zugang und damit hat es sich..."? Zugang kündigen heißt nicht dass die eigenen Daten / das eigene Verhalten bei Google auch gelöscht werden. Das Gegenteil ist wohl eher der Fall.
 
@Kiebitz: Darum, dass bei Google die Daten irgendwelcher Nutzer gelöscht werden sollen ging es ging es ja auch nicht. Aber wenn wir schon dabei sind: Einmal erhobene bzw. von den Nutzern preisgegebene Daten werden nie mehr gelöscht solange irgendjemand auch nur einen späteren Verwendungszweck dafür vermutet. Daran wird auch kein "Völkerrecht des Netzes" etwas ändern. Selbst Staaten beissen sich die Zähne daran aus, einmal ausser Kontrolle geratene Dokumente wieder unter Kontrolle zu bringen. Das ist im digitalen Zeitalter unmöglich, egal wie viel Macht und Geld man hat.

Der Fall Snowden ist dafür das beste Beispiel. Die Daten von dessen Festplatten lagerten wohl schon bevor er an die Presse ging in verschlüsselten Containerdateien auf diversen Servern überall in der Welt. Dazu liegen sie dann inzwischen auch noch auf Rechnern von Mdienunternehmen, Pressemitarbeitern, Anwaltsbüros etc.

Sieh' Dir mal das hilflose Herumgerudere des englischen Geheimdienstes an. Die haben allen Ernstes die Mitarbeiter des Guardian gezwungen Festplatten zu zerstören, als wenn man die fraglichen Daten als Redakteur nicht schon aus Datensicherungsgründen direkt nach Erhalt schnellstens ausser Haus auf irgendwelche anderen Rechner kopiert hätte bevor jeder weiss, dass man sie hat.

Im Datenschutz macht man nur einmal einen Fehler und die Daten sind auf ewig in den Händen anderer, denen man dann ausgeliefert ist. Ich habe schon meine erste eigene Email-Adresse, irgendwann Mitte der 90er Jahre, mit Fake-Daten angelegt, weil ich fremden Leuten/Institutionen nie gerne Daten von mir überlassen habe. Informationen über andere Menschen sind Macht über sie. Wer nicht möchte, dass andere Leute Macht über ihn und sein Leben haben, gibt denen möglichst keine Informationen über sich. Das war mir damals als Teenager schon klar. Deshalb habe ich auch nie verstanden, wieso andere Leute schon damals geradezu stolz darauf waren, eine Email-Adresse unter ihrem eigenen Namen zu haben. Viele habe sich Homepages und Email-Adressen auf ihren Namen sogar registriert, damit diese ihnen niemand anderes wegschnappen konnte. Später waren sie dann stolz auf ihre Klarnamensaccount bei Facebook und ihre vielen "Freunde" dort, bis sie dann irgendwann erkennen mussten, dass sie hereingelegt werden und daran nun nichts mehr ändern konnten und auf einmal wurde der Ruf nach der Politik laut, um sich an den Konzernen irgendwie für die eigenen, nicht mehr rückgängig zu machenden Datenschutzfehler zu rächen. Der Wunsch Google zu drangsalieren gleicht der Verhaltensweise eines jähzornigen Kindes, das nicht willens ist sich seine eigenen Fehler einzugestehen und in seiner Wut lieber wahllos auf alles einschlägt, was ihm gerade über den Weg läuft, anstatt sein eigenes Fehlverhalten zu erkennen und zu korrigieren. Als Vater weiss ich, wovon ich da spreche.

Ich habe meinen Bekannten schon in den 90er Jahren gesagt, dass sie einen Fehler machen sich bei jedem Gratis-Mailanbieter und Online-Versender mit ihren korrekten Daten anzumelden. Daraufhin war ich dann bald 20 Jahre für sie ein paranoider Verschwörungstheoretiker und als ich mein Handy Ende der 90er Jahre abschaffte und persönliche Daten auf einen Offline-Rechner kopierte um keine mehr auf meinem per Internet durchsuchbaren Online-Rechner zu haben, war ich sogar ein Fortschrittsverweigerer. Erst nach den Snowden-Veröffentlichungen scheint es einigen mittlerweile zu dämmern, dass ich damals schon meine Hausaufgaben im Punkte Datenschutz gemacht hatte. Aber heute ist es zu spät um deren Daten wieder unter Kontrolle zu bringen. Die werden also mit ihren Fehlern leben müssen, wie wild sie auch immer um sich schlagen. Das ist der Preis wenn man sich mit den Konsequenzen seines Tuns nicht auseinandersetzt, bevor man etwas tut. Und diesen Preis zahlen nicht nur unüberlegt handelnde Kinder.

Ich habe Bekannte, die plötzlich an ihre unveränderte Adresse persönlich addressierte Werbepost an ein seit über 15 Jahren verstorbenes Familienmitglied bekommen. Da hat es irgendeine uralte Versandhausdatenbank offenbar in die Hände eines neuen Besitzers geschafft, der damit Geld verdienen möchte. Selbst wenn die Daten nicht mehr wirklich aktuell sind und viele der Leute darin mittlerweile nicht mehr leben mögen, zeigt das, dass einmal erhobene Daten nie mehr aus der Welt verschwinden solange irgendjemand in ihnen noch einen Sinn sieht.
 
Solange es Gremien gibt in denen einzelne Staaten durch Veto die Mehrheit blockieren können, ist ein Völkerrecht oder Netzrecht nicht das Papier wert auf dem es steht.

Würde es ein funktionierendes Völkerrecht geben, dann wären die USA Dauergast vor dem Internationalen Gerichtshof. Aber auch Putin, sowie die EU die im Mittelmeer tausende von Afrikanern absaufen lässt.

Bezeichnend dafür auch, dass die Einsätze der USA und ihrer Koalition der Willigen in Afghanistan und Irak nicht unter die Genfer Konvention fallen. Denn das waren Anti-Terror-Einsätze und keine Kriege.

Also ist die ganze Diskussion nur heisse Luft und Volksverblödelung.
 
@LastFrontier: Nun hast Du ja mal wieder die ewigen Klischees ausgepackt. Wieso erwähnst Du die Diktatoren / Warlords in Afrika nicht? warum erwähnst Du nicht menschenverachtende Systeme wie z.B. in Nordkorea? Usw...usw....? Ganz nebenbei gibt es nicht vielleicht auch andere Gründe in Afrika selbst, dass "... im Mittelmeer tausende von Afrikanern absaufen lässt...".
 
Vielleicht auch noch einen Völkerbund des Netzes?
 
Typisches Politiker-Gebabbel. Fordern fordern, zum Umsetzen ist aber niemand zuständig. Von wegen Völkerrecht im Internet. Unser Land gibt unsere Daten an ein Land weiter, dass Jahrzehnten Unschuldige von oben mit Bomben töten (auch unsere Ur-Großeltern!).

Obama ist der Diktator. Wenn er etwas sagt, gehorchen ihm Merkel und Co.
 
@ichbinderchefhier: Du:"...dass Jahrzehnten Unschuldige von oben mit Bomben töten (auch unsere Ur-Großeltern!)...". Übersiehst Du da nicht in Bezug auf "...auch unsere Ur-Großeltern!..." einiges?!
 
@ichbinderchefhier: Obama ist kein Diktator. Obama ist Monopolist. Und er nutzt seine Macht aus und missbraucht sie. Vielleicht sollte Maas mal öffentlich den Vorschlag machen, die USA und gleich noch Großbritanien mit zu zerschlagen.
 
@MaikEF_: geil .... Obama ist Monopolist .... Also besser konntest du deine Ahnungslosigkeit nicht unter Beweis stellen.
 
"Umdenken im Kampf gegen Google" Oh man... Da ist einer aber total Realitätsfremt
 
Wenn anderer Suchergebnisse besser als die von Google sind, seh ich keinen Grund nicht zu wechseln. Aber vielleicht reicht zu Beginn auch einfach nur eine Verpflichtung der Browserhersteller einen Auswahldialog für die Suchmaschine bereitzustellen - bei der ersten Installation.
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