Leistungsschutzrecht: VG Media droht auch Microsoft und der Telekom

Das Unternehmen VG Media will mit dem Leistungsschutzrecht für Presseverlage nicht nur beim Suchmaschinenkonzern Google Geld eintreiben, sondern richtet sich auch schon an dessen Konkurrenten, die auf dem deutschen Markt aktiv sind. mehr... Geld, Euro, Geldschein Bildquelle: Henry Herkula / Flickr Geld, Euro, Geldschein Geld, Euro, Geldschein Henry Herkula / Flickr

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Ich will 0,1%
 
11%!?!? Die sind ja noch dreister als die GEMA und die halte ich schon für die reinsten Abzocker. Einfach alle betreffenden Verlage rauskicken und ruhe ist.
 
@Memfis: Besonders wenn man bedenkt daß sie im Gegensatz zur Musik ja nur einen winzigen Abschnitt des Inhalts präsentieren.
 
@Memfis: Die Verlage gehen ja auch alle Pleite... Printmedien weil die bald keiner mehr liest, Online weil alle Welt AD-Blocker nutzt...

Demnächst gibts dann den Staatlichen Online-/Printmedienvertrag, wo jeder 20€ zahlt damit wenigstens noch die Erste Deutsche Tageszeitung und das Zweite Deutsche Boulevardblatt der Pflicht nachkommen die Bevölkerung zu informieren ;)
 
Einfach mal alle Webseiten und verweise zu den Deutschen Verlagen aus dem Index werfen und sehen was passiert. Springer wird sich freuen wenn bei den Suchergebnisse nichts mehr von Bild zu finden ist.
 
@Butterbrot: Nicht nur Springer - ich würde mich auch freuen. ;-)
 
@Butterbrot: Ich bin gaanz sicher, (Axel) Springer freut sich sicher nicht. Ist schlecht möglich vermodert im Sarg. Sollte das Unternehmen / der Verlag gemeint sein dann sollte man wissen dass Axel Springer Digital eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent an der französichen Suchmaschine Qwant übernommen hat.
 
11% von was denn? Von den Umsätzen von Google News?
 
@bumabuma: 11% von 0 ist 0, weswegen man es wohl jetzt bei anderen Internetunternehmen versucht.
 
@bumabuma: Wer spricht denn da immer nur von Google-News? Es geht auch um Google-Suche wo zitiert wird. Und da wird Werbung gemacht und damit Geld verdient. Wann also geht es mal endlich in die Köpfe, es geht nicht nur um News?!
 
Für alle die es interessiert, VG Media besteht, offenbar, aus folgenden:

"Die Gesellschafter sind Antenne Bayern, Antenne Niedersachsen, Antenne Thüringen, Aschendorff Medien, Axel Springer SE, bigFM, Burda, Evangelischer Presseverband Norddeutschland,Funk & Fernsehen Nordwestdeutschland, Funke Mediengruppe, M. DuMont Schauberg, Münchener Zeitungs-Verlag, ProSiebenSat.1 Media AG, Hit Radio FFH, N24 Media, Radio Regenbogen, Regiocast, Rheinische Post, RPR1, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, TOP Radiovermarktung, Madsack, Presse-Druck und Verlags-GmbH, VMG Verlags- und Medien und Zeitungsgruppe Ostfriesland."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/VG_Media#Gesellschafter
 
@Knerd: Danke für die Info! Scheint ja nur aus den "seriösesten" Journalisten (Burda, Springer, ect) zu bestehen. Liebes Bing-Team, liebes Google-Team, bitte die betreffende Regenbogenpresse aus dem Index entfernen, danke!
 
@Knerd: Du hast Bertelsmann vergessen - die grösste Medienmafia der Welt hat da ebenfalls ganz dick die Finger drin.
 
@LastFrontier: Bertelsmann ist in der VG Media?
 
@Knerd: Berelsmann und Springer haben den ganzen Mist angezettelt.

Es heisst nicht umsonst: Bertelsmann Republik Deutschland (BRD)
 
@LastFrontier: Ich finde nirgends Informationen dazu, dass Bertelsmann in der VG Media ist.
 
@Knerd: Hast du schon mal was von Konzernverflechtungen gehört?

Hier der Einstieg zu Bertelsmann, ihre Stiftung und Verflechtungen.
http://de.indymedia.org/2009/02/241781.shtml

Es gibt kaum einen Konzern in Europa an dem Bertelsmann nicht beteiligt ist oder Funktionäre im Aufsichtsrat hat.
BMG war ursprünglich eine Bertelsmann-Abteilung. Die RTL-Gruppe steht unter deren Einfluss und viele mehr.

„Unerwarteter Weise ist Bertelsmann, trotz seiner Publizität in allen Medien, eine unbekannte deutsche und europäische Großmacht. Und zwar als Medienkonzern und als politische Großmacht. [...] Alle schwierigen Entscheidungen werden vorabgesprochen in den Elitenetzwerken aus Parteien und Konzernen. Das ist in gewisser Weise eine Privatisierung der Politik.“ (Frank Böckelmann, SZ vom 27.9.2004)

Es ist daher vollkommen egal was du hier wählst - gesteuert wird dieses Land von den Konzernen - und sonst niemanden.
Deswegen haben wir auch so einen schleppenden Breitbandausbau, vermurkste Energiewende, staatlich geförderte Niedriglöhner und Rentner am Existenzminimum.

Und der einzige Revolutionär in diesem Staate ist der schwarz arbeitende Hartz IVer.
Willkommen im Neo-Feudalismus.
 
@LastFrontier: Du brauchst mir nichts von Bertelsmann erzählen, ich kenne den Konzern gut genug ;)

Warum lasse ich mal zur Interpretation frei und werbe nicht drauf antworten.

Btw. RTL gehört Bertelsmann zum Großteil, Sony Music ebenso. Und achja, arvato natürlich auch.
 
@Knerd: Ich habe ja nur auf deine Frage geantwortet.

Urheberrecht, Leistungsschutzabgabe und noch ein paar Dinge ist Bertelsmann die treibende Kraft.
Diese Gngster haben auch mit aller Macht gegen Wikipedia gearbeitet - damit sie ihre überteuerten Enzyklopädien weiter verscheuern können; als Kapitalanlage den Leuten angedreht.
Vor allem im Bildungssektor (Schulen) drängt Bertelsmann mit aller Macht und sotgt auch dafür, dass die Länder nie zu einem einheitlichen Schulsystem kommen. Diesen einträglichen Markt hat Bertelsmann unter Kontrolle und zockt da kräftig ab.
Die Bertelsmann-Stiftung ist ein reines Lobby-Unternehmen.
 
Naja, die versuchens jetzt einfach mal, werden scheitern sich auflösen und denken... nice try.
 
@knirps: dass das "Leistungs"schutzrecht überhaupt durch die Gesetzgebung gekommen ist, zeigt in was für einer Banannenrepublik wir hier leben.
 
@klarso: Du meinst daß Politiker entgegen aller Unkenrufe doch mit Geld umgehen können? ;)
 
@Johnny Cache: Nun ja in die eigene Tasche Stecken das können sie tatsächlich wie kein zweiter.
 
ja wir sind gerade in einer Interessanten Zeit in der sich die Printmedien ( Zeitungen ) selber aus der täglichen Berichterstattung abschaffen. Es ist doch nur noch eine Frage der Zeit das sich Google & Co selber einen Nachrichtenbereich aufbauen und diesen dann kostenlos durch Werbung finanziert und Digital anbietet. Dann brauchen die keine News mehr über andere beziehen und verbreiten.
 
Achtung Entwickler - Marktlücke:

AdBlockPrint
 
Da Google jetzt schon genug Aufwand treiben muss um Seiten aus dem Index zu
streichen, die irgendwem nicht passen, und das obwohl die Seiten selber im
Internet weiterhin ereichbar sind, sollten sie den Weg nun auch zuende gehen und einfach von der VG Media eine Liste anfordern, welche Seiten deren Angebote enthalten und somit aus dem Suchindex gelöscht werden sollen. An Microsofts Stelle würde ich bei Bing dasselbe machen.

Ich fand es schon gut, das Google in der YouTube-GEMA-Sache bis heute nicht eingeknickt ist und sie bis heute mit ihrem Spruch bei gesperrten Videos (obwohl sie den ja schon ändern mussten, aber an dem jetzigen wird man wohl nicht mehr herumklagen können, weil er einfach nur noch wertungsfrei die Situation schildert) unbeirrt weitermachen. Genauso unbeeindruckt würde ich an deren Stelle nun einfach die Presseangebote aus dem Suchindex streichen, die Ärger machen.

Offensichtlich sind die deutschen Verwertungsgesellschaften gieriger als andere, denn in über 40 Ländern hat sich Google/Youtube mit den dortigen Verwertungsgesellschaften schon vor Jahren geeinigt, wo bis heute mit der GEMA keine Einigung zu erzielen war. Es scheint also nicht an Google zu liegen, dass das in Deutschland nicht klappt.

Ich denke, dass es eine grosse Chance für das Internet ist, wenn die grossen Nachrichtenseiten aus dem Suchindex verschwinden. Das gibt kleineren Nachrichtenagenturen und -portalen die Chance im Page Ranking aufzusteigen und die haben möglicherweise zeitgemässere Geschäftsmodelle als die Schwergewichte der Branche.

Dank Internet braucht man heute keine Grossdruckereien und keinen gigantischen Logistikapparat mehr um Nachrichten unter das Volk zu bringen. Wenn die Suchmaschinenbetreiber es geschickt anstellen, schaufeln sich die grossen Verlage mit der Aktion ihr eigenes Grab. Dem Leser könnte Schlimmeres passieren.
 
@nOOwin: Leider kann ich nur einmal auf "+" klicken. ;-) Gebe dir 100%ig recht. Ich denke, die VG Media bzw. deren Entscheidungsträger ist sich nicht im geringsten bewusst darüber, was sie hier unter Umständen ins rollen bringen. Am Ende wird die VG Media als Verlierer abtreten, dass ist schon mal sicher. Google, MS usw. sowie wir als Nutzer können von dem Vorgehen der VG Media nur profitieren.
 
Wie google machen... seiten aus dem Index nehmen und fertig ist die wurst. So schneiden die sich doch ins eigene Fleisch.
 
Da wollen einige Verlage den Suicid ich bin in diesem Fall für Sterbehilfe. Google hab erbarmen mit Ihnen mit uns , raus aus den Index.
 
Wetten das die Maulerei noch grösser wird, wenn Google die Seiten rausnimmt?
Dann plärren die sofort nach einer Gesetzesänderung.
So ein Pack.
 
@LastFrontier: Die wollen ja Geld dafür, dass sie gefunden werden. Das ist das eigentliche "Problem". Demzufolge liegst du wohl gar nicht so falsch, mit deiner Vermutung. Vielleicht ist das sogar das Ziel der VG Media?! Auf diesem Wege hoffen sie vielleicht, leichter eine Gesetzesänderung zu erreichen?! Erst mal die Luft des süßen Todes schnuppern und dann mit Steuergeldern und Gesetzesänderungen wieder aufgepeppt zu werden?!
 
@LastFrontier: Leider ist wohl damit zu rechnen, dass sie dann schreien, Google würde den Wettbewerb verzerren / behindern o.ä. Nur so ein Gedanke: Wenn sie aber sagten, ihnen fehle etwas, wenn Google sie aus dem Index nähme... könnte man darüber dann nicht quasi nachweisen, dass auch Google eine Leistung für die Verlage erbringt? Und könnte Google dann nicht im Gegenzug Gebühren von den Verlagen für die Erbringung dieser Leistung verlangen? Da ließe sich dann vielleicht ein Nullsummenspiel erzielen (Google zahlt an die Verlage für die Verwendung von Textschnipseln aus deren Produkten, und die Verlage zahlen an Google für die Weiterleitung von Lesern auf ihre Webseiten).
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