T-Mobile: US-Tochter löst Musikstreaming vom Datenvolumen los

Deutsche Kunden der Telekom werden sicherlich etwas bis sehr neidisch in Richtung T-Mobile USA blicken, da der viertgrößte Mobilprovider der Vereinigten Staaten Musikstreaming ab sofort vom regulären Datenvolumen entkoppelt. ... mehr... Ceo, T-Mobile USA, John Legere Bildquelle: T-Mobile US Ceo, T-Mobile USA, John Legere Ceo, T-Mobile USA, John Legere T-Mobile US

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Bye, bye Netzneutralität, was aber an der News positiv sein soll entschließt sich mir nicht wirklich.
 
@dancle00001: Sehe ich auch so; sofern nicht generell und ohne jede Bedingung bzw. Bezahlung alle aktuellen und zukünftigen Musikstreamingdienste davon profitieren, ist es eine Benachteiligung der nicht unterstützten Dienste. Das wäre so, als wenn Autofahrer mit einem Mercedes, Volvo und Fiat keine PKW-Maut zahlen müssten, die anderen aber schon.
 
@Runaway-Fan: Wenn Mercedes, Volvo und Fiat die Maut bereits pauschal entrichtet haben, und der Käufer diese quasi mit dem Kaufpreis bezahlt hat, ist es doch legitim. Mal abgesehen davon, ein Mercedes oder Volvo kostet allein an Steuern mehr. Dein Vergleich jinkt also ein wenig. Außerdem, was hindert andere Streamingdienste daran, exklusiv-Verträge mit anderen Providern abzuschließen?
 
@iPeople und dancle00001 und Runaway-Fan: Der Unterschied ist in diesem Fall aber, dass bei diesem Angebot, im Gegensatz zur Deutschen Telekom, die Dienste-Anbieter NICHT für eine Bevorzugung bezahlen (wie die Deutsche Telekom es in der Vergangenheit von Anbietern verlangen wollte).
Dort ist die Telekom-Tochter wirklich bloß hingegangen und hat überlegt, wie sie den Nutzen für ihre Kunden erhöhen kann.
Der Legere tut wirklich was für seine Kunden.
Was man von dem Rotzhaufen in Deutschland nicht behaupten kann.
Mal sehen, ob die Telekom kundenfreundlicher wird, wenn O2/E+ Marktführer ist...
 
@AhnungslosER: Als "was für den Kunden tun" würde ich die Einführung einer richtigen Flatrate bezeichnen, wie sie im stationären Festnetz-Internet schon lange üblich ist. Das würde auch nicht die Netzneutralität verletzen und wäre mal ein ECHTER Fortschritt!
 
@moribund: Fände ich zwar auch gut. Aber dann würden einige Enthusiasten unter den Nutzern mit Sicherheit dafür sorgen, dass es zu einem Minus-Geschäft für die Netzbetreiber wird und sie stellen das Angebot wieder ein.
Natürlich wäre eine echte (ungedrosselte) Flatrate das beste, aber solange es sowas nicht gibt, kann man doch für jede Verbesserung für den Nutzer dankbar sein.
 
@AhnungslosER: Wieso? Im Festnetz-Internet funktioniert's ja auch. Ich wäre bereit auch einen entsprechenden Preis für eine echte Flatrate zu zahlen.
 
@moribund: Ähem. Ich kenne deine Vorstellungen von Technik nicht, aber ich bin schon der Ansicht, dass ein Funk aufwändiger zu erstellen und betreiben ist, als ein Festnetz-Netzwerk.
 
@AhnungslosER: Und trotzdem sind Flatrates in Ländern wie Japan und Südkorea (wo über 90% des Internetverkehrs bereits drahtlos stattfindet) üblich. Ich hab hier in Österreich eine 5GB "Flatrate" (mit Drosselung nach 5 GB). Also es ist schon einiges möglich. Auch das Festnetz-Netzwerk war mal "aufwändiger zu erstellen und betreiben" und wenn es nach den Providern geht, werden wir noch die nächsten 100 Jahre abgezockt, während wir andererseits all unser Zeugs in die Cloud legen sollen und sie dort angeblich rund um die Uhr verfügbar haben.
 
@moribund: Versteh' mich bitte nicht falsch. Es ist nicht so, dass ich mich gegen die Einführung einer echt unbegrenzten Flatrate wehre.
Über genau diese Unterschiede habe ich mich mal mit jemandem der bei der Telekom arbeitet, unterhalten.
Die Antwort war: in Ländern die traditionell eine (im Vergleich zu Deutschland) schwache Festnetz-Infrastruktur haben, geht einfach mehr per Funk, mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis, weil die Unternehmen sich dort den Festnetzausbau (zumindest teilweise) gespart haben.

Nur in Deutschland hat man heute weder Fisch noch Fleisch: Im Mobilfunk-Bereich nichts als eingebremstes Kroppzeug und im Festnetzbereich weigert die Telekom sich weiter zu investieren.
 
@AhnungslosER: "in Ländern die traditionell eine (im Vergleich zu Deutschland) schwache Festnetz-Infrastruktur haben, geht einfach mehr per Funk" - gerade das stimmt aber nicht mit Ländern wie Südkorea oder Japan. Die waren auch schon in Bereich Festnetz-Infrastruktur vorne. In solchen Ländern hat man halt den Wert dieser Infrastrukturen erkannt und rechtzeitig investiert, anstatt lieber den letzten Cent aus bestehenden Infrastrukturen herauszupressen und Investitionen verzögern, verzögern, verzögern. Geht es nach Telekom & Co hat sich daran auch in 10 Jahren nichts geändert, während der Abstand zum Rest der (technologisierten) Welt immer größer wird... :-(
 
@dancle00001: Ich kann dieses Gejammer von wegen "Netzneutralität" nicht mehr hören. Diese besagt lediglich, dass keine Pakete bevorzugt werden dürfen. Dies ist aber auch (theoretisch) hier nicht der Fall. Lediglich der monetäre Anteil der Dienstleistung ist anders. Das hat aber mit dem Datenstrom nichts zu tun. Desweiteren geht es hier um den Anteil am Netz, der privat ist, nämlich der Zugang.
 
@iPeople: Genau das ist aber eine Bevorzugung eines Dienstes, meiner Meinung nach wäre es viel kundenfreundlicher mal ordentliche Flatrates anzubieten.
 
@dancle00001: Nein, es ist ein Geschäftsmodell, genau wie Spotify hierzulande auch bei einigen Tarifen nichts aufs Volumen angerechnet wird. Genau wie der kostenlose Balsen-Keks bei einer Tasse Kaffee. Du könntest Dich jetzt aufregen, warum der Balsen-Keks kostenlos ist, während Du eigentlich gern einen Keks einer anderen Firma zum Kaffee essen würdest, den Du aber bezahlen müsstest. Aber es hindert Dich keiner dran, einen anderen kekes zu kaufen und zu essen.
 
@iPeople: Wenn mir die Post ein Paket mit Balsen-Keksen innerhalb eines Tages zustellt, während Pakete mit anderen Keksen 2 Tage brauchen, dann wäre das nach deiner Meinung nach "Netzneutralität"? Aber auch in dem Fall könnte ich Dein Argument anbringen: Es hindert dich keiner daran, deine Kekse mit UPS liefern zu lassen, bei denen vielleicht alle Kekse innerhalb eines Tages geliefert werden. Ob man nun sagt "Dann wechsel halt den Musikdienst" oder eben "Dann wechsel halt den Provider". Möglich ist beides, insofern ist beides entweder eine Einschränkung der Netzneutralität oder beides ist es nicht. :)
 
@Runaway-Fan: Nein, eben genau das wäre keine Netzneutralität. Aber darum geht es nicht. Die Datenpakete anderer Dienste werden nicht behindert. Text nicht gelesen? Kommentare nicht gelesen? Oder nicht verstanden?
 
@iPeople: Ich verstehe nicht, was du meinst mit "Datenpakete anderer Dienste werden nicht behindert"? Ich meine wir sprechen hier von Volumentarifen. Das heißt, nach erreichen eines bestimmten Volumen wird meine Geschwindigkeit gedrosselt. In diesem Moment werden also die Datenpakete von dem bevorzugten Streamingdienst bevorzugt und alle anderen ausgebremst. Genau das ist doch was nicht der Netzneutralität entspricht oder nicht?
 
@Ex!Li: Und? Wie im Text zu lesen, werden 7 der 8 Streamingdienste vom Volumen ausgenommen. Wenn Du natürlich genau den einen hast, der nicht darunter fällt, musst Du Dir eben einen Vertrag suchen, der genau diesen anbietet. Damit wird auch nicht die Netzneutralität angekratzt, denn Du hast im Vertrag zu stehen, das Musikstreaming inklusive ist, und nicht, dass es inklusive ist, bis gedrosselt wird.
Desweiteren sprechen wir nicht von Volumetarifen, nur weil ab einem bestimmten Volume die Geschwindigkeit für alle Datenpakete gedrosselt wird, sondern Du hast eine FLAT , die bis zu einem bestimmten Volume die vertraglich vereinbarte höhere Geschwindigkeit aufweist.
 
@iPeople: Wenn ich jetzt einen neuen Streamingdienst aufziehe werde ich keine Kunden gewinnen da nur die 7 Streaminganbieter Geld an den Provider bezahlen welches ich nicht habe da ich gerade neu angefangen habe mit meinem Dienst. Somit wird es unmöglich einen Konkurrenzdienst aufzubauen. Des weiteren sehe ich es eher so das alle Dienste bei den momentan hierzulande verfügbaren Mobil "Flatrates" behindert werden außer den im Vertrag aufgelisteten. Normal müsste man jeden Anbieter verklagen der dafür das Wort Flatrate in den Mund nimmt.
 
@Eistee: Flatrate sagt, unbegrenzt surfen ... das ist gegeben. Diese Diskusion ist aber OT. Und diese anderen 7 Streaminganbieter hatten von anfang das geld, sich beim Provider einzukaufen? Dieses typisch deutsche Gemecker. Ein Provider ermöglicht Musikstreaming mittels 7 Anbieter ohne Anrechnung aufs High-Speed-Volumen. Der Kunde gewinnt, auch wenn er nur ne FLAT mit 200MB High Speed hat. Aber es wird feucht fröhlich gemeckert und gejammert.
 
@iPeople: "Flatrate sagt, unbegrenzt surfen" falsch. Flatrate heißt ich bezahle einmalig einen Festen Preis und kann die Dienstleistung dann uneingeschränkt nutzen ohne das weitere Kosten anfallen. Und genau dies ist mit einem Volumentarif nicht möglich. Das behindern von Konkurrenz ist in der EU per Gesetz verboten falls du das nicht weißt.
 
@Eistee: Na kannst Du doch. Du kannst für x,xx Euro rund um die Uhr das Internet nutzen. Als Bonus erhätst Du die nutzung bis zu XXMB eben in einer höheren Geschwindigkeit. Wer einen Volumetarif abschließt, also ein tarif, wo nach erreichen eines bestimmten Volumens entweder gar nichts mehr geht oder nur gegen Aufpreis, hat auch keine Flatrate und hat das vertraglich so gewollt. Wo genau ist jetzt das problem?
 
@iPeople: Das Problem ist das das alle mit Flatrate bewerben obwohl es keine ist. Schon mal probiert mit Drosselung einen Streamingdienst zu verwenden? Alle Onlinezugänge werden mit Geschwindigkeiten beworben die man im Endeffekt nicht bekommt oder nur für einen sehr kurzen Moment nutzen kann. So hab jetzt auch keine Lust mehr mit dir darüber zu Diskutieren. Les dich einfach mal Schlau was Netzneutralität, Flatrate und so bedeutet bevor du hier alles schön redest was eigentlich die größte Grütze ist.
 
@Eistee: Was Du mit 64kb/s nutzen kannst, ist doch irrelevant. Flatrate bedeutet, Nutzung des Internets rund um die Uhr, den Ganzen Monat und von Rechnungstag zu Rechnungstag. Genau DAS ist gegeben. Mit dem Begriff "Flatrate" ist keine Mindestgeschwindigkeit verbunden. In der Werbung wird klar und deutlich ausgesagt, dass man bis zu XXX MB eine höhere Geschwindigkeit nutzen darf, mehr nicht. Wenn Du das falsch verstehen willst, ist das nicht mein Problem. Ich rede nichts schön, ich sehe das nur nüchtern und emotionslos und ergehe mich nicht in Träumerein und Wünschen.
 
@dancle00001: Das steht ja auf nem ganz anderen Blatt. Aber die Datenpackte des Dienstes werden nicht bevorzugt behandelt, sie werden lediglich nicht berechnet, was mit der Netzneuralität absolut nichts zutun hat. Um das Beispiel mit der PKW-Maul mal aufzugreifen, wenn man einen Mercedes fährt, braucht man zwar keine Maut zahlen, aber schneller darf man dennoch nicht fahren. Genauso ist es hier auch. Auch wenn der Stream nicht bezahlt werden muss, wird er aber nicht schneller oder bevorzugt behandelt.
 
@iPeople: Ich würde es als "Netzneutralität im weiteren Sinne" bezeichnen, weil auch bei einer monetären Bevorzugung eine Marktverzerrung infolge einer monopolistischen Angebotssituation des Netzbetreibers vorliegt.
Anders ausgedrückt: Ein Netzbetreiber ist Alleinversorger seiner Kunden. Priorisiert er bestimmte Daten gegenüber anderen (was ein Angriff auf "echte" Netzneutralität wäre), beeinflusst er die Nutzungsgüte der bevorzugten und benachteiligten Dienste für den Endnutzer, u.U. gegen Bezahlung. Eine Beeinflussung der Nutzungsgüte liegt aber eben auch vor, wenn bestimmte Daten gegenüber anderen monetär bevorzugt werden. Der Kunde wird in seiner Nutzung beeinflusst und der Markt wird in beiden Fällen verzerrt.
Zugegebenermaßen ist die "Netzneutralität im weiteren Sinne" aber IMHO eher Fall für die klassischen Kartellbehörden als dass hier Neuregelungen unbedingt nötig wären.
 
@DerStudti: Wir deuten uns also den Begriff "Netzneutralität", wie wir ihn gerade brauchen? Zur Not wird er um weitere Zusätze wie "Netzneutralität im weiterem Sinne" oder "Netzneutralität extendet" erweitert? Und natürlich darf der "Monopol"-Begriff nicht fehlen. Die Nutzungsgüte ist eben nicht eingeschränkt, nur weil ein Dienst bereits im Tarif enthalten ist. Was Dir lediglich sauer aufstößt, weswegen Du in "echte" und "unechte" Netzneutralität unterscheidest, dass Du offenbar nicht Zielgruppe des Tarifes mit dem angebotenem Streamingdienst bist. Das ist aber nicht Problem der Telekom und des Netzes.
 
@iPeople: Wenn dann bitte "Netzneutralität reloaded". ^.^
 
@iPeople: Wieso gleich so aggressiv?
Die bisherige Auseinandersetzung mit dem Thema hat meines Erachtens gezeigt, dass viele Leute das Thema nicht streng nach enger Definition betrachten. Schon als vor einigen Monaten die Flatrate-Drosselung im Festnetz vor ihrer Einführung stand, wurde die Befürchtung aufgeworfen, Netzbetreiber könnten künftig eine faktische Wettbewerbsbarriere für wenig solvente oder zahlungsunwillige Internetdienste aufbauen, indem ihre Nutzung dem Kunden Volumenverbrauch beschert, konzerneigene oder Zahlungen leistende Unternehmen aber davon ausgenommen sind.

Du bestreitest eine Einschränkung der Nutzungsgüte durch Beeinflussung der Gesamtmarktlage, fokussierst Dich dabei aber nur auf den einzelnen Kunden, der etwas gratis bekommt. Die relative Benachteiligung für die Anbieterseite lässt Du aber außer Acht. Beides gehört aber - meiner Meinung nach - zu einem von Einflussnahme freien Markt im Netz, der sich verzerrungsfrei entfalten kann.

PS: Ich habe nicht mal ein Smartphone... :P
 
@DerStudti: Wie kann man "agressiv" schreiben ? ;) Wie kommst Du auf konzerneigene Dienste? T-Mobile in den USA will Musikstreaming generell vom Volumen abkoppeln. Deswegen verstehe ich den ganzen Aufschrei hier nicht.
Was die Barrieren für "fremdanbieter" betrifft, dann weise ich dich gern drauf hin, dass diese Fremdanbieter nichts zum Unterhalt der Infrastruktur beitragen. Sie nutzen damit quasi unentgeltlich die Infrastruktur des ISP und bauen ihr Geschäftsmodell darauf auf. Diese Seite lässt in dem Falle DU unbeachtet.
 
@iPeople: Du erwartest doch nicht das hier alle die Zusammenhänge erkennen?

Du hast nämlich vollkommen Recht mit deinen Aussagen.

Manchmal denke ich hier maulen einige bloss inhaltlos rum weil Apple, Google, Telekom, Microsoft etc. in einem Artikel vorkommt.

Und für alle nochmal: T-Com USA bietet kostenlos Musikstreaming an und trennt die vom Datenverbrauch.
Alternative für Mitbewerber: nachziehen oder bleiben lassen.
Punkt.
 
@LastFrontier: Ich sehe hier auch den Kunden als Gewinner. Er hat die Wahl aus 7 Streamingdiensten, die er auch Mobil nutzen kann.
 
@iPeople:
"Wie kann man "agressiv" schreiben ? ;)" => Beispielsweise indem man das, was der Gesprächspartner geschrieben hat, gleich zu Beginn in ein fahles Licht rückt und am Ende noch eine aus egoistischen Gründen verklärte Sicht unterstellt...aber nur beispielsweise... ;)
"Wie kommst Du auf konzerneigene Dienste? T-Mobile in den USA will Musikstreaming generell vom Volumen abkoppeln." => Das liest sich natürlich schön in der Mitteilung. Aber ich habe nicht umsonst ein "oder" benutzt und auf "Zahlungen leistende Unternehmen" verwiesen. Es ist schon verdächtig, dass explizit die Dienste großer Streaminganbieter in den USA künftig ausgenommen sein werden und dass einer davon eben nicht dabei ist. Diese Gemengelage legt nahe, dass im Hintergrund Zahlungen geflossen sind.
"Was die Barrieren für "fremdanbieter" betrifft, dann weise ich dich gern drauf hin, dass diese Fremdanbieter nichts zum Unterhalt der Infrastruktur beitragen. Sie nutzen damit quasi unentgeltlich die Infrastruktur des ISP und bauen ihr Geschäftsmodell darauf auf. Diese Seite lässt in dem Falle DU unbeachtet." => Stimmt, die Finanzierungsfrage lasse ich unbeachtet, weil sie mit der Frage des freien Wettbewerbs im Internet erst mal nichts zu tun hat. Als Begründung für neue Einnahmenmodelle wird die von den Unternehmen erzeugte Netzlast von den ISPs seit einigen Monaten und Jahren neu ins Feld geführt wird, weil sie sich scheuen, die Endkundenpreise für die Bereitstellung des Anschlusses bzw. der Verbindung zu erhöhen oder für die Anbieter von Diensten konsequenter auf volumenbasierte Abrechnung zu setzen. Meiner Meinung nach hätten die ISPs durchaus Optionen, ohne Wettbewerbsverzerrung mehr Einnahmen zu generieren, versuchen es aber angesichts der Marktlage auf indirektem Wege.
 
@DerStudti: "Im Hintergrund Zahlungen geflossen" heißt in der Geschäftswelt "Vertrag" im Rahmen einer Kooperation.
Es ist auch richtig so, daass ISP das über die Anbieter Traffic lastiger Anbieter machen. Diese sind es schließlich, die ein Geschäftsmodell haben, welches vorsieht, eine Dienstleistung zu erbringen, die ohne die Infrastruktur eines anderen Dienstleisters gar nicht möglich wäre. Warum sollten dafür die Kunden bezahlen? Zumal sich die Streaminganbieter das geld bei ihren Kunden wieder holen, und da schließt sich der Kreis. Wie DU es machen würdest als ISP, spielt dabei keine Rolle, denn DU bist kein ISP, sondern lediglich ein Außenstehender, der es mal wieder meint, besser zu wissen.
 
@iPeople: Auch Verträge können kartellrechtlich relevant sein. Dazu braucht es keine heimlichen Absprachen und schwarze Aktenkoffer, die im Mondlicht auf nem Autobahnparkplatz ausgetauscht werden...
Und nein, ich meine nicht, es besser zu wissen und ich habe auch nirgends geschrieben, wie ich es machen würde. Das interpretierst Du in meine Zeilen frei hinein, um mir die Kompetenz abzusprechen...was schlicht ein überaus unhöflicher Stil ist, zu dem ich mich nicht herablassen werde. Zumal Du völlig ignoriert hast, welche Randbedingungen und Möglichkeiten ich angesprochen habe. Das Wort "oder" scheinst Du zumindest auffällig häufig zu überlesen.
 
@DerStudti: Das ist Sache des Kartellamtes und nicht der Kommentatoren auf WF. Derzeitig sind 7 der 8 Streamingdienste enthalten. Es dürfte also kartellrechtlich kaum probleme geben. Für "Was wäre wenn" - Szenarien sind Kartellämter nicht zuständig, denn die urteilen nach aktueller Lage und nicht nachdem, was evtl mal passieren könnte.

"Meiner Meinung nach hätten die ISPs durchaus Optionen, ohne Wettbewerbsverzerrung mehr Einnahmen zu generieren" ist also keine Äußerung die unter "so müsste es bsser gehen" fallen würde? Ein "Oder" kann ich da beim besten Willen nicht entdecken. Ist das versteckt ? Muss ich das zwischen den Zeilen suchen?
 
@iPeople: "Das ist Sache des Kartellamtes und nicht der Kommentatoren auf WF." => Was ist überhaupt Sache von Kommentatoren? Achja...das Kommentieren...
"Derzeitig sind 7 der 8 Streamingdienste enthalten. Es dürfte also kartellrechtlich kaum probleme geben." => Die typische Folge eines Kartells ist eine Abschottung des Marktes für neue Mitbewerber, die nicht Teil des Kartells sind.
"Für "Was wäre wenn" - Szenarien sind Kartellämter nicht zuständig, denn die urteilen nach aktueller Lage und nicht nachdem, was evtl mal passieren könnte." => Es handelt sich bei der Kooperation von T-Mobile USA und den Streamingdiensten doch auch um eine "aktuelle Lage" und nicht um eine Hypothese...
""Meiner Meinung nach hätten die ISPs durchaus Optionen, ohne Wettbewerbsverzerrung mehr Einnahmen zu generieren" ist also keine Äußerung die unter "so müsste es bsser gehen" fallen würde?" => Eine Vermutung, es gäbe "durchaus Optionen", heißt nicht, dass ich behaupte, den Königsweg zu kennen. Es heißt nur, dass ich das Vorgehen kritisch betrachte und bezweifle, dass "Kooperationen" zwischen ISPs und Dienstleistern die einzige Idee sind, auf welche die Fachleute der Branche kommen können.
"Ein "Oder" kann ich da beim besten Willen nicht entdecken. Ist das versteckt ? Muss ich das zwischen den Zeilen suchen?" => Das "oder" stand davor und mein Hinweis bezog sich darauf, dass Du den Gedanken der stärker volumenbasierten Abrechnung zwischen ISP und Dienstanbieter nicht beachtet hast. Ich habe eben nicht davon geschrieben, einzig und allein dem Endkunden höhere Preise zuzumuten.
 
Ja bitte schnell nachmachen, damit Telekom entscheidet wo ich kostenlos Musik hören darf und wo nicht...Wie ich schon mal sagte: Die Schweiz macht es richtig!
 
@gola: Was macht die Schweiz denn richtig? Einwanderungsquote? Verbot von Minaretten? Schutz von Steuerhinterziehern? Ricola?
 
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schweizer-Nationalrat-will-Gesetz-fuer-Netzneutralitaet-2230588.html
 
@gola: Das sind wirklich mal gute Absichten.
 
@gola: Hast Du Dir Deinen LINK durchgelesen?

"Glättli will einen transparenten und diskriminierungsfreien Datentransfer über das Internet sicherstellen. Deshalb müsse "die Netzneutralität als Grundbaustein der Informations- und Meinungsfreiheit explizit festgehalten werden und Fest- wie Mobilnetz betreffen"."

Das bedeutet lediglich, dass nichts geblockt oder beim Datentransfer benachteiligt werden soll. Und genau DAS ist Netzneutralität, nichts anderes.
 
@iPeople: ++++++++++
 
@iPeople: und spätestens wenn das High-Speed Volumen des Vertrages aufgebraucht ist, werden alle Dienste außer den paar Ausgewählten benachteiligt und damit gegen die Netzneutralität verstößt.
 
@Runaway-Fan: "Was macht die Schweiz denn richtig?[...]Ricola?" Du hast mir den Morgen gerettet :D
 
@gola (und @dancle00001): Was hat das mit Netzneutralität zu tun? T-Mobile bremst die nicht unterstützten Streaming-Anbieter ja nicht aus oder "verbietet" sie nicht. Die verlangen hingegen kein zusätzliches Geld mehr für das verbrauchte Datenvolumen. Und ein Unternehmen hat jedes Recht, ansonsten kostenpflichtige(!) Dienste zu verschenken. Es wird also geöffnet und nicht eingeschränkt/gebremst. Was daran schlecht sein soll, erschließt sich mir überhaupt nicht.
 
@witek: Das die Streaming Anbieter wohl mit ganz großer Warscheinlichkeit auch noch Geld dafür bezahlen was sich künftige Startups in dem Bereich aber nicht leisten können werden und dementsprechend nie über den Punkt: "Startup" hinaus kommen werden?
 
@djatcan: Und wenn ich ein Startup gründe, was ganz tolle Duftbäumchen für Autos herstellt, hab ich automatisch auch das recht, dass BMW grundsätzlich Meine Duftbäumchen in ihre Neuwagen hängt?
 
@iPeople: stelle bitte nie Duftbäumchen her... ich will die in keinem Auto sehen. Wobei ich mich gerade frage, was man herstellen könnte, dass man es BMW anbieten könnte. o.O
 
@djatcan: Die meisten Startups die scheitern gehen an naiven Vorstellungen ihrer Gründer darnieder.
Liegt wohl auch daran, dass man "früher" klein angefangen hat und sich dann hochgearbeitet hat.
Heute erwartet schon jeder Script-Kiddie den grossen Reibach nur weil er irgendeinen Müll mal auf die schnelle und gedankenlos hingenudelt hat.
 
@LastFrontier: Jaja, früher war alles besser! Selbst die Startup-Gründer! ;-)
 
@moribund: Eine Unternehmensgründung (egal in welcher Grössenordnung) setzt eine Planung voraus. Dazu gehört auch eine realistische Abschätzung des Marktes.
An der Realität hapert es aber bei den meisten.

Nicht umsonst haben wir jedes Jahr ca. 25.000 Pleiten mit insgesamt ca. 40 milliarden € die vresenkt werden (2013 waren es 51,5 mrd €).
Dazu kommen noch ca. 90.000 Privatinsolvenzen; etliche davon auf Grund gescheiterter Startups.
Was viele nämlich vergessen: zum gründen einer GmbH fehlen die Mittel, also haftet man mit dem Privatvermögen. Und das wird beim Scheitern gnadenlos weggepfändet.
 
@LastFrontier: Inwiefern ist das alles anders als früher? Leute die versuchen sich selbständig zu machen und dabei übernehmen hat's immer schon gegeben, ebenso wie Leute die erfolgreich sind. Dabei gelten Deutschland und Österreich noch als sehr zurückhaltend was die Zahl der Gründer angeht.
 
@moribund: Es ist insofern besser als das die Informationsmöglichkeiten (auch kostenlose) wesentlich besser sind.
Die meisten scheitern tatsächlich an Selbstüberschätzung, mangelnder Kalkulation und hundsmiserabler Vorbereitung.

Tja - und dann sind solche Diskussionen über die chancenlosigkeit von Startups sinnlos.
Wenn die T-com einen Dienst anbietet, für den ein Startup Geld haben will erübrigt sich jeder weitere Gedanke in eine Investition. Bereits die verbrauchte Luft dafür ist pure Verschwendung.

Das mit den Startups ist aber ein anderes Thema und hat hier eigentlich nichts verloren.
Hier geht es darum dass die T-com einen kostenlosen Stream für Musik anbietet. Und darüber regen sich einige auf.
Die Frage ist: warum eigentlich?
 
@LastFrontier: Die Antwort ist: weil man Angst um die Netzneutralität hat, weil man fürchtet dass das auf Kosten anderen Traffics geht, weil es mal Zeit wäre für echte Flatrates und nicht solche Alibiaktionen.
 
@moribund: Wenn das genügend nutzen, kann das durchaus sein. Und von einer Priorisierung von Dateströmen war bisher nicht die Rede. Zudem ist T-com usa nur die Nummer vier auf dem US-Markt. Und der ist für uns erst mal gar nicht relevant.
Der Streamingdienst der T-com-us besagt ja nur, dass sie dafür kein Datenvolumen mehr berechnen.
Und das ist ein erster echter Schritt zu einer kompletten Datenflat.
Jetzt warten wir mal was die Mitbewerber bieten.
Denn die sind jetzt unter Zugzwang und müssen da was draufpacken.
 
@witek: Ganz genau so ist das. Netzneutralität bezieht sich NUR auf die Datenpakete, auf nichts anderes.
 
@iPeople: Wenn Du so an dem Wort hängst, dann ok; dies hier hat nichts mit klassischer Netzneutralität zu tun. Aber hinsichtlich der Konsequenzen für den Kunden und andere Mitbewerber hat es vergleichbare Auswirkungen.
 
@Runaway-Fan: Blödsinn. Es ist nur immer wieder erschreckend, was in Wörter hineininterpretiert wird. Netzneutralität bedeutet schlicht und einfach, dass keine Datenpakete bevor- oder benachteiligt werden sollen. Welche Konsequenzen hat es denn? Du bekommst mit einem T-Mobile-Vertrag als zahlender Kunde ein Abo zu einem Streaming-Dienst dazu, welcher nicht aufs Volumen angerechnet wird. Es werden aber keine anderen Streamingdienste blockiert. Welche Konsequenzen hatte es, dass VW nur Blaupunkt-Autoradios in die Neuwagen gebaut hat? In D bekommst Du zu einigen Verträgen Spotify dazu, zu anderen gabs oder gibt es SimFy oder Ampya. Das sind lediglich Features der Anbieter mit dem Provider. Das steht jedem Streaminganbieter zu. Solange kein anderer Anbieter geblockt wird, ist die Netzneutralität gewährt.
 
@iPeople: Du wirst auch mit Wörtern um dich wie es dir passt. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sowie du meinst blockiert oder nicht blockiert. Die Netzneutralität spricht nicht von sperren oder durchlassen, sondern auch von priorisierten Datenpaketen. Und genau das wird hier gebrochen! Der eine Dienst wird nach der Drosselung priorisiert behandelt, alle anderen werden benachteiligt.
 
@Ex!Li: Falsch. Der eine Dienst steht Dir, wie im Vertrag vereinbart, auch nach der Drosselung zur Verfügung. Er wird nicht "priorisiert", das wäre nämlich was anderes, sondern er wird weiter angeboten bzw der Vertrag wird erfüllt.
 
@witek: Aber nach dem erreichen des Datenvolumen wird doch gedrosselt. Und hier werden die Grundsätze der Netztneutralität eben gebrochen. Denn der eine Dienst wird bevorzugt und die Datenpackete werden favorisiert, alle anderen dagegen benachteiligt.
 
@Ex!Li: Wenn du das so siehst, dann gibts schon seit Jahren keine Netzneutralität mehr. Paketpriorisierung (QoS) macht genau das, und kaum wer meckert da. Weils im Regelfall niemandem auffällt. QoS (Telefon/VOIP/IPTV vor Internet), Geotargeting (Aus Lizenzrechtlichen gründen in einem Land eine Datei nicht zeigen), Portsperren (gegen Trojaner z.B.), Programmsperren (Skype, Bittorrent etc. pp)... Verletzt schon alles die absolute Netzneutralität.

Wenn es die jemals geben dürfte, dann müssen die User ihren QoS selbst konfigurieren und alleine das dürfte mehr als 90% überfordern. Dann ist man wieder soweit das man nicht (bzw. nicht mehr in vernünftiger Qualität) per VOIP telefonieren kann, während man auf Youtube ein Video guckt...
 
@gola: die Telekom bietet einen Dienst an, Du kannst es annehmen oder nicht.
 
Xbox Music ?
 
@Yukan: wenn der Dienst halt relevant wäre...
 
Wenn sich Technikanbieter und Inhalteanbieter zusammentun, ist es selten gut für den Wettbewerb.
 
@Runaway-Fan: Welcher Wettbewerb? Wenn Musikstreaming generell ausm Volume fallen (außer eben derzeit ein einziger Anbieter), können die doch alle untereinander Wettbewerb machen? Wo genau ist das Problem?
 
@iPeople: Wenn T-Mobile generell Musikdienste aus ihrem Datenvolumen raushalten würde, dann hätte ich auch keine Problem damit. Aber es fehlen alleine laut Artikel Beats, Rdio, Google Play Music und Amazon Music. Zudem vermutlich noch weitere kleinere Anbieter. Dadurch haben die von T-Mobile ausgewählten Dienste bei T-Mobile-Kunden einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Diensten, die nicht von T-Mobile berücksichtigt werden (bzw. die sich nicht bei T-Mobile einkaufen; ich weiß nicht, wie das die Briefumschläge hinter den Kulissen ausgetauscht werden).
 
@Runaway-Fan: In dem Artikel sind auch nur einige aufgeführt. Auf richtigen Newsseiten steht es detailierter. Deswegen kann ich den Aufschrei hier auch nicht verstehen. Es wird aber immer so sein, das Firmen Kooperationen eingehen. Das nennt sich geschäftswelt, und ist nicht mal auf die IT-Welt beschränkt. Der Wettbewerb besteht ja auch genau darin, wie sich die Anbieter ihre Pfründe sichern. Sowas nennt sich Vertragsfreiheit. Andere Anbieter gehen dann eben zu AT&T oder Vodafone oder was weiß ich.

Ich kann hier auch kein Startup gründen, weil ich die horrenden Mieten für Garagen nicht aufbringen kann, die hier verlangt werden. Totale Wettbewerbsverzerrung.
 
Also wenn ein Provider Dienste kostenlos anbietet ist die Netzneutralität und der Wettbewerb gefährdet?
Solange er Dienste der Wettbewerber nicht blockiert ist das doch in Ordnung.

Ich habe vor 9 Jahren eine Kneipe mit eröffnet; in einer Zeit des grossen Kneipensterbens.
Ganz einfaches Konzept: alle Mitbewerber verlangen aussenrum zwischen 2,70 € und 3 € für die halbe (meist auch noch 0,4l).
Wir sind mit 2.-€ die halbe eingestiegen (jede Sorte). Da kamen auch die Mitbewerber und haben uns die Tür eingerannt wegen Wettbewerbsverzerrung und Marktzerstörung.
Heute verlangen wir 2,20€ für die halbe, haben sechs Angestellte und der Laden brummt immer noch und jedem geht es gut.
Weniger kann auch mehr sein.
 
@LastFrontier: die Dienste der Wettbewerber werden blokiert bzw. unbenutzbar sobald das High-Speed Volumen aufgebraucht ist.
 
@Link: Das ist aber nicht das Problem der T-com.
Denn jeder Provider hat das Recht seine Tarife selbst zu gestalten.
Dann sollen die Mitbewerber eben eine echte Datenflat anbieten.

Im übrigen gibt es jetzt schon Provider die Dienste teilweise oder ganz sperren; trotz Datenflat im DSL!!
Oder die Perversion Kabel Deutschland: wer seinen DSL Router auch mit WLAN nutzen will, zahlt 4,90 € Aufpreis.
 
@LastFrontier: du hast gefragt wo genau die Netzneutralität und der Wettbewerb gefährdet wird, das war die Antwort. Und in deiner Antwort hast du gleich noch weitere Gründe geliefert, wieso Netzneutralität unbedingt gesetzlich festgeschrieben werden muss. Provider gibt es nicht viele, sie haben also durchaus die Macht einzelne Dienste ganz nach belieben pleite gehen zu lassen einfach indem sie den Zugang zu ihnen erschweren oder sogar ganz blokieren.
 
@Link: Du kapierst es immer noch nicht:

Anbieter A gibt mir eine MusicFlat für 9,90 im Monat + kosten für Volumen (wenn dieses überschritten wird).

Anbieter B gibt mir eine MusicFlat für 9,90 im Monat ohne Kosten für Volumen.

Wo wird da jetzt die Netzneutralität gefährdet?
Das einzige was passiert: Anbieter A wird nun mächtig uner Druck gesetzt, da dessen Angebot Unattraktiv ist.
Also bleibt Anbieter A nichts anderes übrig, entweder eine gleiche oder bessere Leistung zu bringen - oder aufzugeben.

Das nennt man Wettbewerb und da gehört Verdängung und Eroberung mit dazu.
 
@LastFrontier: der Anbieter B kann aber nur dann eine gleichwertige Leistung bringen wenn die Provider mitspielen. Und genau das ist das Problem: der Kunde kann nicht zu dem Dienst gehen, der ihm wirklich am meisten zusagt sondern wird vom Provider genötig aus den wenigen zu wählen, die einen entsprechenden Vertrag mit seinem Provider haben. So wie du das dir vorstellst wurde es nur funktionieren, wenn alle Provider verpflichtet wären mit allen Anbietern von Streamingdiensten solche Verträge zu schließen. Sind sie aber nicht (und man kann sie aufgrund von Vertragsfreiheit kaum dazu zwingen, was an sich kein Problem wäre) und nun können alle, die von Providern abgelehnt werden dicht machen und neue Dienste können auch nicht mehr so einfach wie bisher starten, da erstens gar nicht sicher ist, ob die Provider Verträge mit ihnen eingehen wollen und zweitens natürlich mehr Startkapital benötigt wird..
 
@Link: Ja hallo - das nennt sich freier Wettbewerb - und ich weiss immer noch nicht wo das Problem liegt.

Jeder Provider hat unterschiedliche Konditionen und Leistungen die er irgendwie kalkuliert.
Der eine besser, der andere schlechter.
Der Provider wird dich nicht ablehen, sondern du wirst seinen Preis zahlen oder nicht. Und fertig.
Und ich habe es oben schon erwähnt: zu einer Unternehmensgründung gehört auch eine vernünftige Kalkulation und Marktbeurteilung (nicht Schätzung und Wunschträume).
 
@LastFrontier: "Der Provider wird dich nicht ablehen" Es geht nicht um mich, sondern um ein anderes Unternehmen, welches Streaming-Dienste anbieten möchte. Und falls du "dich" doch auf ein solches Unternehmen beziehst, dann warst du wohl noch nie an einem Vertrag zwischen zwei Unternehmen beteiligt, denn es kommt oft genug vor, dass die andere Seite einfach mal "nö" sagt. Und es hat nun mal nichts mit freiem Wettbewerb zu tun, wenn Infrastrukturanbieter ganz nach Lust und Laune entscheiden können, wer überleben darf und wer nicht.
 
@Link: das nein-sagen gehört auch mit dazu.
Es bleibt jedem frei mit wem er Geschäfte machen will.
 
@LastFrontier: schön, und wo bleibt dann dein angeblich noch vorhandener freier Wettbewerb oder die Möglichkeit der Anbieter ihre Angebote überhaupt anbieten zu können? -> Gibt es einfach nicht mehr, da die Infrastrukturprovider entscheiden, wer seine Dienste über deren Leitungen ohne Einschränkungen (oder überhaupt) anbieten darf und nicht mehr die potentiellen Kunden dieser Dienste. Sollte der Infrastrukturprovider auch noch ganz zufällig selbst einen solchen Streaming-Dienst anbieten wollen, sind alle anderen ganz schnell weg, das sollte doch jedem klar sein. Um auf dein Kneipen-Beispiel von oben zurückzukommen (ich versuche es so gut vergleichbar zu machen wie es eben geht): du konntest nur deshalb das bessere Angebot deinen Kunden anbieten und damit auch erfolgreich sein, weil deine Kneipe genauso wie alle anderen problemlos von den Kunden erreicht werden konnte. Hätte der Infrastrukturprovider, in dem Fall die Stadt, den Gehweg vor deiner Kneipe durch undurchdringliches stacheliges Gebüsch ersetzt, hätte dein besseres Angebot dir nichts genützt, da keiner es in Anspruch hätte nehmen können.
 
@Link: Das stimmt so nicht ganz.
Für die Nutzung der Leitungen zahlt jeder. Je nachdem welches Modell er hat, zahlt er mehr oder weniger.
Es ist doch klar, dass jemand mehr zahlen muss wenn er mehr Kapazität nutzt (weil er eben einen Dienst anbietet und damit mehr Traffic verursacht).

Die Netzneutralität ist erst dann gefährdet, wenn ein Provider andere Dienste zu seinen gunsten blockiert.
Er kann sich aber weigern einen Dienst überhaupt anzunehmen oder selbst einen Dienst (auch kostenlos) anzubieten die in Konkurrenz zum Wettbewerber stehen.

Beispiel: Ich habe mehrere Cloudspeicher bei unterschiedlichen Anbietern. Die Geschwindigkeit für Up- und Download ist bei jedem gleich.
Bei einem habe ich 50 GB kostenlosen Speicher. DropBox gibt mir nur 2 GB. Warum soll ich also bei DropBox für die gleiche Kapazität zahlen wenn ich es wo anders kostenlos bekomme.

Das selbe trifft auch auf TV, Audio oder andere Dienste zu.

Ich glaube nicht, dass ein Provider andere Dienste blockiert und seine bevorzugt - das wäre in der Tat Wettbewerbsverzerrung.
Bleibt aber erst mal abzuwarten was da passiert.
 
@LastFrontier:

zu Absatz 2: Die Netzneutralität ist bereits dann gefährdet, wenn, wie laut Artikel bereits geschehen, ein Provider sich einige wenige Dienste rauspickt und deren Traffic bevorzugt behandelt, z.B. dadurch, dass der durch diese Dienste verursachte Traffic nicht das High-Speed Volumen verbraucht und diese Dienste auch nach der Drosselung im Gegensatz zu allen anderen benutzbar bleiben. Einen kostenlosen Dienst selber anbieten sehe ich hingegen nicht als Problem ein, es steht den anderen Anbietern ja auch frei ihre Dienste auch irgendwie quer zu finanzieren, durch Werbung z.B. Die Weigerung eines Infrastrukturproviders einen Dienst anzunehmen ist hingegen für den freien Wettbewerb sehr problematisch, dieser existiert dadurch praktisch nicht mehr oder wenn, dann nur zwischen den Anbietern, die der Provider sich rausgepickt hat.

zu deinem Beispiel: der taugt nicht als Vergleich für diesen Fall. Du vergleichst nur die Leistung der Diensteanbieter, also tust du ganau das, was jeder gerne tun wurde, wenn er sich für einen Dienst entscheiden möchte. Das können aber die Kunden der T-Mobile USA eben nicht mehr tun bzw. sie können praktisch nur noch zwischen den von T-Mobile "genehmigten" Diensten wählen, da sonst in 0,nix ihr High-Speed Volumen verbraucht ist. Deine kostenlosen 50GB nutzen dir nichts mehr, wenn der Anbieter von deinem ISP mehr oder weniger blokiert wird, dann musst du zu einem anderen Anbieter wechseln, der eben weniger GB anbietet und/oder das auch noch kostenpflichtig tut.

zum letzten Absatz: es müssen nicht unbedingt eigene Dienste sein, es können auch Exklusiv-Verträge mit einem Anbieter sein. Sowas ist generell kein Problem, nur bei Infrastrukturprovidern müssen hier zwingend besondere Regeln gelten, da sonst Wettbewerbsverzerrungen unvermeidlich sind. Und ein Fan vom Abwarten bei sowas bin ich nicht, besser gleich im Keim ersticken.
 
@Link: Schon - aber das Problem lässt sich nur dadurch lösen, indem entweder die Aufsichtsbehörde mehr macht bekommt, oder aber die Infrastruktur komplett in eine Hand gegeben wird (Staat) und jeder zu gleichen Konditionen und Bedingungen zugreifen kann.
So wie es jetzt ist, wird es weiterhin ein ewiges hin und her geben.

Das sind wohl die ersten Vorbereitungen zur Anpassung an das europäische Freihandelsabkommen mit den USA.

Ich behaupte ja immer noch, wenn dieses Abkommen zustande kommt, werden wir noch in ganz anderen Bereichen richtig die Augen rollen.
 
Also man kann hier wirklich nur über die Argumentation gegen die T-com USA staunen.

Da gibt es einen kostenlosen Dienst und der ist verwerflich weil andere Anbieter das nicht haben.
Dann wechselt halt zur T-com dann habt ihr das auch.
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