Polizei sieht in Facebook-Fahndung nach 2 Jahren einen vollen Erfolg

Das Landeskriminalamt Niedersachsen nutzt das Social Network Facebook nun bereits seit zwei Jahren als Hilfsmittel bei der Fahndung nach mutmaßlichen Straftätern und zog anlässlich des Jubiläums nun eine positive Bilanz. mehr... Polizei, Aufschrift, Ordnungshüter Bildquelle: Marco Broscheit / Flickr Polizei, Haft, Gefängnis, Ermittlung, Verhör Polizei, Haft, Gefängnis, Ermittlung, Verhör

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Die Frage ist, wie viele dieser gelösten Fälle wären ohne Facebook nicht gelöst worden. Diese Zahl wäre interesannt.
 
Datenschutzrechtlich ist das ganze sehr problematisch. Man stelle sich z.b. eine Fahndung nach einem vermeintlichen Handtaschendieb vor. Jetzt kommt man drauf, der wars doch nicht. Löscht also das Foto-kein Problem. Wurde das Foto aber auf Facebook gestellt, kann man es nicht mehr löschen (nur unsichtbar machen! vom Server wird es niemals gelöscht!). Aber dadurch dass sie eh keine Fotos gepostet haben sondern auf ihre eigene Seite verlinkt haben ist das ja aus datenschutzrechtlicher Siche eh gut gelöst worden. Allerdings ist dann der Nutzen eher dahin, wenn ich erst nur einen Link poste und diesen anklicken muss....
 
@kamp: Naja, also wenn meine örtliche Polizei auch so etwas machen würde, würde ich mir das auf jeden fall durch lesen. Auf Facebook schaue ich doch alle zwei drei Tage mal vorbei, auf der Seite der Polizei garnicht.
 
@techniknarr: also bei uns in Ö gibt's von der Polizei eine eigene Smartphone-App (Android, WindowsPhone und iOS) für so Sachen, das würde ich gegenüber täglichen Verlinkungen in Facebook definitiv vorziehen.
 
@kamp: Das Problem hast du auch bei Zeitungen. Diese landen auch im Stadtarchiv und werden nicht alle vernichtet.
 
@Knarzi81: Das stimmt schon, aber lies dich mal in einschlägige Urteile bzgl. Datenschutz ein, hier wird ganz klar zwischen Internet (=jeder auf der Welt kanns bequem von daheim abrufen) und diversen anderen "Veröffentlichungsarten" unterschieden. Bsp: öffentliches schwarzes Brett (da muss man erst hin gehen). Die Gerichte sehen da zurecht einen großen Unterschied.
 
Aus Gründen des Datenschutzes keine Fotos auf Facebook ... ist ja wohl der Witz schlechthin.
Sobald ein Foto im Netz ist (egal auf welchem Server) kann es auch willkürlich verbreitet werden.
Oder glauben die etwa man kann keine Screenshots machen?
 
Hier geht es doch nicht um die Möglichkeit Bilder zu kopieren, sondern darum dass eine Veröffentlichung solcher persönlicher Daten einer praktisch nicht widerrufbaren Archivierung auf Facebook gleichzusetzen ist. Ein Fahndungsaufruf bedeutet schließlich nicht dass man sich einer Straftat schuldig gemacht hat, das wird immer noch vor Gericht entschieden; dementsprechend würde ich es als datenschutzrechtlich sehr bedenklich erachten wenn beispielsweise mein Facebookprofil mit einem Fahndungsaufruf in Verbindung gebracht würde der irgendwann mal auf Facebook gepostet wurde, auch wenn ich mich nicht strafbar gemacht habe.

Selbstverständlich ist es sinnvoll das Internet für Fahndungsaufrufe zu nutzen, aber solche Daten auf Fremdservern zu hosten wäre völlig unangebracht.
 
@LastFrontier: Natürlich kann die Polizei nicht verhindern, dass sonstwer beispielsweise ein Fahndungsfoto im Netz verbreitet. Theoretisch kann auch jemand in eine Polizeidienststelle gehen, dort ein Fahndungsplakat abfotografieren und dann das Bild irgendwo ins Netz stellen. Aber sie muss es ja nicht selbst sein, die es auf einen Server hochlädt, der nicht unter ihrer eigenen Kontrolle steht (Facebook-Server vs. eigenem Server). Daher machen sie das eigentlich ganz gut, die eigentliche Info auf ihrem eigenen Server vorhalten und bei Facebook einen Hinweis darauf setzen.
 
ich seh das genauso wie mit dieser funkzellen überwachung. und zwar positiv. selbst wenn es nur minimale hilfe geleistet hat bei der aufklärung ist es dennoch eine hilfe. ich kenne niemand der sich bei der polizei mal die fotos von gesuchen personen angeguckt hat und noch weniger leute werden jemand kennen wo das wirklich was gebracht hat. also warum nicht sind doch eh alle ständig auf facebook =)
 
Genau, je mehr Überwachung umso besser. Wenn du in Zukunft staatliche Überwachungskameras in deiner Wohnung montiert bekommst wirst du das wahrscheinlich auch positiv sehen, oder? Schließlich wird das bestimmt auch Hilfe bei Aufklärungen bringen.
 
Die deutsche Justiz ist schwach. Hab selbst seit Jahren die Erfahrung gemacht, dass Akten einfach hin- und hergeschickt werden, weil sich niemand zuständig fühlt, Dienstanweisungen vom Staatsanwalt werden ignoriert. Ein Gerichtsverfahren dauert Jahre. Die Täten werden für ihre Taten eh meist zu milde bestraft, es ist überhaupt kein Abschreckungseffekt dar. Wenn man bedenkt, wie viele arabische Clans in Deutschland Straftaten begehen und kaum bestraft werden. Warum begehen sie wohl Straftaten? Weil sich das in Deutschland lohnt! Im eigenen Land ist man gleich für einige Jahre im Bau, in Deutschland nicht.

Von daher bin ich sehr vorsichtig die Polizei zu loben!!!
 
Die Polizei hat doch zu der Dauer von Gerichtsverfahren oder dem Strafausmaß genauso wenig Bezug wie dein Kommentar zu dem Artikel.
 
@ichbinderchefhier: Hier geht's nicht darum, Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile zu schüren. Falsches Thema. (BTW: Hab auch genügend "deutsche" Ganoven kennengelernt...)
 
Also wenn ich sowas lesen muss, dann wundere ich mich, dass die Kabarettisten noch nicht scharenweise verhungern. Wie soll man das noch toppen? Die Realität persifliert sich mittlerweile selbst. Viel besser als jeder Kabarattist das könnte.

Zitat: >>Aus Gründen des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte veröffentlicht die Polizei auf ihrer Facebook-Seite allerdings keine direkten Fahndungs-Aufrufe. [...] Dadurch soll sichergestellt werden, dass persönliche Daten und auch Fotos von Betroffenen weitgehend unter Kontrolle der Behörde bleiben und wieder gelöscht werden können. Eine direkte Veröffentlichung auf Facebook würde hingegen dafür sorgen, dass sensible Informationen auf den Servern des Social Networks in den USA landen und sich dann eventuell sogar unkontrolliert verbreiten. Dies würde im schlimmsten Fall dazu führen, dass Unschuldige über lange Zeit hinweg als mögliche Straftäter gebrandmarkt wären. <<

Bilder auf einer öffentlich frei zugänglichen Polizei-Homepage sind sicherer als bei Facebook und wahren die Persönlichkeitsrechte. Ja, aber sicher. Also bitte Leute! Das nötigt einen ja fast einen bekannten Spruch von Dieter Nuhr in den Mund zu nehmen.

Nur mal so zur Info: Jedes Bild das ein Browser anzeigen kann, ist in dem Moment wo ein Browser es anzeigt auf den Rechner des Betrachters heruntergeladen und dieser kann es kopieren und überall verbreiten wo er möchte. Auch auf Facebook. Wo wahrt das also irgendwelche Persönlichkeitsrechte und welche Kontrolle gibt es da bitte noch über persönliche Daten und Fotos? Es kann doch niemand ernsthaft glauben, dass das Bild und die persönlichen Daten eines Verdächtigen spurlos wieder aus dem Internet verschwinden, indem man seine Daten von einer Polizei-Homepage löscht. So naiv kann heutzutage eigentlich keiner mehr sein.

In jedem besseren Websitedownloader kann man zudem die Linktiefe angeben mit der er verlinke Offsite-Seiten und -Images zum Download hinzufügen soll. Da bekannt ist, dass die Amerikaner Facebook heftigst scannen und Kontakte von Personen bis zum dritten Hop durchleuchten, glaubt ihr ernsthaft deren Webcrawler wären nicht so schlau auch allen Links auf Facebook ein Stück weit zu folgen um Informationen zu Personen in die Datenbanken des DHS oder der NSA zu spülen? Ich möchte wetten da waren noch keine 5 lebendigen Besucher von Facebook auf einer neuen Fahndungsseite, dann ist der neue Link schon von einem automatisierten Crawler abgearbeitet worden.

Gegen so eine öffentliche Hetzkampagne würde ich als Verdächtiger daher juristisch vorgehen. Bin ich nämlich nicht schuldig, muss ich trotzdem davon ausgehen, dass ich bei einer Reise in die USA als potenzieller Krimineller ein Einreiseverbot ausgesprochen bekomme. Das ist schon einem britischen Staatsbürger passiert, der nur auf Twitter einen dummen Spruch über seinen bevorstehenden Urlaub in den USA gepostet hatte. Wenn man schon ein Einreiseverbot für schwachsinniges Geschwafel bekommt, wie steht man dann als jemand da, der mal öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben war?

Im Prinzip sollten sich nicht nur Verdächtige gegen so eine Unverschämtheit wehren (kann ja auch durchaus sein, das jemand dem Verdächtigen nur ähnlich sieht und trotzdem erhebliche Nachteile durch so einen öffentlichen Fahndungsaufruf in Kauf nehmen muss), sondern auch die Leute, deren Daten von Mobilfunknutzern und Mitgliedern sozialer Netzwerke in ihrem Umfeld illegalerweise an alle Welt verraten werden. Man kann nämlich problemlos auch Daten von Personen im Internet finden, die mit Facebook, sozialen Netzen oder einer eigenen Homepage unter dem eigenen Namen garnichts am Hut haben und auch nicht im Telefonbuch stehen. Die werden von ihren eigenen Familienangehörigen und Freunden verraten, welche im Internet über sie schreiben/chatten oder ihre Daten auf dem Handy speichern, wo Geheimdienste, Konzerne, private Ermittler und jeder Kriminelle leicht und automatisiert an die Daten herankommen.
 
@nOOwin: Die Polizei will ja auch durch das Vorhalten der Bilder lediglich auf dem eigenen Server nicht verhindern, dass die Bilder von sonstwem abgegriffen/verteilt werden, sondern die Datenschutzrichtlinien insofern einhalten, als dass es nicht sie selbst ist, die die Bilder auf fremden Servern (Facebook) hochlädt.

Die einzige Lösung, die Verbreitung eines Bildes im Netz komplett zu verhindern wäre dann jedoch, das Bild überhaupt nicht ins Netz zu stellen. Was aber bei einem Fahndungsfoto dessen Nutzen drastisch verringert. Brauchen wir mehr Sendungen wie Aktenzeichen XY?

(themenfremd: Nachdem Deine Kommentare oftmals sehr internetkritisch sind bin ich zugegebenermaßen ein wenig verwundert, wie die Nutzung einer Seite wie Winfuture in Dein Lebenskonzept passt)
 
ziemlicher Unsinn. Als könnte Facebook oder sonst wer die links nicht offline verfügbar machen und die Daten dann weiter vorhalten. "Löschen" ist immer relativ.
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