"Vater von SharePoint" Teper wird neuer Microsoft-Strategie-Chef

Seit dem Amtsantritt von CEO Satya Nadella führt Microsoft einige konzerninterne Umbaumaßnahmen durch, diese sind auch noch nicht ganz abgeschlossen. Nun wurde eine weitere Personalie bekannt: Jeff Teper, zuletzt in der "Office Service and Servers ... mehr... Microsoft, Logo, Headquarter Bildquelle: Robert Scoble / Flickr Microsoft, Logo, Headquarter Microsoft, Logo, Headquarter Robert Scoble / Flickr

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Ich glaube, dass Nadella als Techie doch das bessere Gespür dafür hat, wer in so einem Bereich eine Nase für zukünftige Entwicklungen hat, als ein Zahlenjongleur wie Ballmer.
 
@Knarzi81: Man muss eine Balance der verschiedensten (sich teilweise widersprechenden) Anforderungen finden. Das eine nutzt ohne das andere nichts - und so schlecht hat Microsoft zu Ballmers Zeiten auch nicht dagestanden wie so mancher es gerne hätte.
 
@rallef: Für das andere steht ihm ja immer noch Ballmer zur Seite, der im finanziellen Bereich außerordentlich gut ist, wenn man sich die Bilanzen der letzten Jahre anschaut. Aber aktuell ist es wichtig, gute Leute mit technischen Weitblick nach oben zu holen, wenn man den Konkurrenzkampf den man gegen Google und Apple führt auch nur ansatzweise standhalten will. Und da ist es Fakt, dass sie zwingend Gas geben müssen die Strategie die sie angefangen haben effektiv und vor allem gut umzusetzen.
 
@Knarzi81: Also aktuell sehe ich eher Google oder Apple unter Druck. Die haben zwar die weitaus höhere Verbreitungsbasis, technisch sehe ich MS aber nicht in der Verfolgerrolle sondern eher vor den beiden.

Man hat gestern glaube ich ganz gut gesehen, dass Apple sich sehr bemüht iOS und OS X weiter zu integrieren. Google sehe ich im Produktivbereich vollkommen abgehängt. Und wo sind den die großen Produkte jenseits der Couchsurfer? Serversoftware, SharePoint, Exchange, Office 365...
 
@EmilSinclair: Ich sehe das in einigen Bereichen ebenfalls genauso, vor allem im Bereich Windows 8 mit seiner Hybridstrategie und auch die Universal Apps. Allerdings muss man auf der anderen Seite auch sehen, dass OS X.10 und auch iOS 8 Features bieten, die eben Windows und vor allem WP eben fehlen oder erst für nächstes Jahr geplant sind. Das aller schlimmste ist jedoch, das in den Augen der Öffentlichkeit eben MS immer noch der Nachzügler ist, von denen eben auch das Hybridsystem zerredet wird und die nur auf solche Gymickfunktionen wert legen, wie sie Apple gestern zu Hauf vorgestellt hat.
 
@Knarzi81: Die öffentliche Wahrnehmung bzgl. MS ändert sich in meinen Augen gerade stark. Guck Dir mal ne x-beliebige Diskussion zu Win8 an. Früher hatte man unter jedem Artikel eine ellenlange Basherreihe (Startmenü, bla, bla,). Die sind auf einmal verschwunden. Mit den neuen Geräten erschließt sich der Sinn auch für Leute, die langsam begreifen, dass sie keinen Touchmonitor brauchen.

Aber noch was fand ich sehr interessant. Es ist auffällig wie sehr Apple und MS in die selbe Richtung laufen. Cloud war gester ein Thema bei Apple (MS: Cloud First), Apple bring Metal (MS: DirektX 12), Apple verzahnt OS X und iOS wesentlich stärker (Windows 8). Und ich fand das eben gestern nicht die Gymicks im Vordergrund standen sondern - weil eben keine Hardwarerevolutionen aktuell zu erwarten sind - die massive Evolution der bestehenden Infrastrukturen (APIs, Programmiersprachen, etc.). Beide versuchen aktuell eine Antwort bzgl. der Arbeit auf verschiedensten Gerätenklassen zu geben. Spannend!
 
Vitamin B? Was soll das heißen?
 
@Flauschi: "gute Beziehungen, die einem Vorteile verschaffen "
 
Auch wenn Microsoft alles in Richtung Cloud bewegt und sicherlich großartige Tools wie SharePoint, Azure und OneDrive anbietet, kann der Schuß auch nach hinten losgehen. Dieses ganze "Cloud First" ist mir zu sehr Paradigma. Bietet mir die Tools an um meine eigene Cloud aufzubauen, auf meiner Hardware! Das kostet dann auch nicht soviel Geld für eure Rechenzentren Microsoft, Apple, Google...
 
@EmilSinclair: Gibt es doch alles... Sharepoint zB (wo wir gerade drüber sprechen) läuft perfekt (na ja mehr oder weniger) im eigenen Rechenzentrum, der Begriff Own Cloud ist jetzt so neu auch nicht.

Dass das allerdings unterm Strich *billiger* (ich vermeide bewusst den Ausdruck "wirtschaftlicher") wird als eingekaufte Cloudleistungen, jedenfalls wenn man ehrlich rechnet, wage ich zu bezweifeln.

Aber ich gebe Dir Recht - ich benutze die Cloud auch nur für engumgrenzte Zwecke, wo dies Sinn macht.
 
@rallef: Ich hätte gern eine MS Out-Of-The-Box Serverlösung für den Keller. So was wie OwnCloud nur eben von Microsoft. Die geringere physische Datensicherheit nehme ich gern in kauf und die finanzielle Mehrbelastung auch. Apple, google, MS bieten für wenige Euro fertige Lösungen an (OneDrive, Sharepoint, iCloud, GDrive). Aber Speicherkapazität ist doch wohl das letzte Problem. Datenschutz schon!
 
@EmilSinclair: Also wenn Microsoft Dir nicht die Tools zum Aufbau einer eigenen Cloud bietet, dann wohl niemand am Markt. Windows Server zusammen mit der System Center Suite bietet alles, was Du für eine private Cloud brauchst, vom Management der virtuellen Maschinen, das automatische Provisioning und Deployment, die Überwachungs- und Hochverfügbarkeitslösungen bis hin zum Self-Service-Portal für VMs. Allerdings hat rallef recht, denn wirtschaftlicher (ich verwende den Begriff :-P) ist die public Cloud allemal. Man muss sich eben keine Gedanken über Anschaffungskosten von Hardware, notwendige Puffer für Lastspitzen, Betriebskosten, Wartungsaufwände etc. machen. Und falls man PaaS nutzt, braucht man sich bei der public Cloud nicht mal um Dinge wie Patch Management, Skalierbarkeit usw. machen. Alles Aufwände, die man - sofern man sie ordentlich betreiben will - bei der private Cloud selbst stemmen muss.
 
@HeadCrash: Du wirst absolut recht haben. Ich suche allerdings nur eine Lösung, um dass was ich aktuell an Microsoft-Diensten nutze mit eigener Adresse lokal zu betreiben. Also eigene E-Mails, Syncronisation z. B. Office Dateien oder OneNote-Notizen, Sharepoint, Daten und dass über alle Telefone, Tablets, Desktops, PCs einfach mit meinem Login.

Wenn die Verfügbarkeit dann bei 90% liegt, könnte ich damit leben. Um die Wartung und Sicherung müsste sich MS nicht kümmern. Es müsste nur nicht so abschreckend sein, wie einige Linux-Lösungen die ich bisher gesehen habe. Eher ein Familienserver... kann mir nicht vorstellen, dass ich der Einzige bin, der da Bedarf hat.
 
@EmilSinclair: Naja, auch das ist sicherlich machbar, aber dann bist Du bei einem recht komplexen System mit Windows Server, Exchange Server, SharePoint Server und, wenn Du Phones/Tablets anbinden willst, wahrscheinlich auch noch System Center und/oder Windows Intune. Ich glaube nicht, dass das weniger "abschreckend" ist als die Linux-Lösung :) Setzt halt voraus, dass man sich mit all diesen Systemen auskennt und vor allem, dass man bereit ist, die ganzen Lizenzkosten zu zahlen.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Microsofts Aktienkurs in Euro

Microsofts Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr