Zalando: Zahlreiche Mitarbeiter klagen über sehr hohen Arbeitsdruck

Der Online-Händler Zalando steht immer wieder wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik. Eine Umfrage der Gewerkschaft Ver.di zeigt nun, dass sich trotz gegenteiliger Versprechen offenbar nicht viel tut: Etwa die Hälfte der Mitarbeiter kann ... mehr... E-Commerce, Versand, Lager Bildquelle: Axisadman (CC BY-SA 3.0) Werbung, E-Commerce, Zalando Werbung, E-Commerce, Zalando Zalando

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Wie schlimm ist es denn? War ja nie dort o.O?

Ich lag nun 3 Wochen im Krankenhaus wegen eines Autounfalls und habe dort mitbekommen, wie gearbeitet wird. Naja, was soll ich sagen, mir geht es mit meiner 50 Stunden-Woche noch gut. Die Krankenschwestern/Pfleger/Ärzte schieben teilweise Doppelschichten mit bis zu 14 Stunden Arbeit am Tag. Und dabei haben doch Ver.di und (wie heißt die Gewerkschaft der Ärzte nochmal?) doch auch schonmal für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt? Und krank sind die da alle. Bei jedem schmerzt der Rücken (bei Rückenschmerzen werde ich gleich krankgeschrieben und bekomme meine Massagen verschrieben). Mit Schmerzen gehen die trotzdem arbeiten, schmeißen sich halt ein Schmerzmittel ein (sitzen ja an der Quelle *lach*) und es wird weiter gearbeitet. Erkältungen/Grippen zählen schon mal gar nicht. Eine Ärztin hatte Grippe und wurde vom Chef mit Medikamenten vollgestopft damit sie arbeiten konnte und die fand das völlig okay o.O???????????

Ich befürchte ja eher, dadurch, dass es immer mehr und mehr Menschen gibt und die durch den Konkurrenzdruck immer "billigere" Arbeitskräfte entstehen, werden Amazon und Zalando in Zukunft nicht ihre Arbeitsbedingungen ändern, sondern die Arbeitsbedingungen werden genau so bleiben und die Löhne werden weiter sinken. Vor allem wenn ich das mit Ländern wie China oder Ähnlichen vergleiche :-/

Arbeit ist nicht mehr fair!
 
@...-.-...: Lass es mich mal so formulieren. Amazon, Zalando usw. sind einzelne Firmen die relativ preiswerte Luxusartikel liefern. Luxusartikel in dem Sinne, dass man sie nicht unbedingt zwingend braucht. (Und die nach Verdi vielleicht ruhig teurer sein könnten) Es gibt genug Bereiche bei denen sowohl die Arbeitsbelastung als auch der Verdienst bestimmt nicht besser ist. Sei es jetzt der von dir erwähnte Pflegebereich oder z.B. Einzelhandel, Entsorgungsbetriebe, bloß das wäre dann kein Einzelunternehmen sondern sehr wahrscheinlich ein Fass ohne Boden, bei dem dann alle, wirklich alle, zahlen müssten. Da lässt man dann lieber die Finger von.
 
"Das werde laut Ver.di aber nicht einfach, u. a. deshalb, weil es bei Zalando fast nur befristete Arbeitsverträge gebe. " oO... Echt jetzt? Das wäre doch schon mal Punkt 1 bei dem man mal ansetzen könnte. Bei Amazon sind (abgesehen zur Weihnachtszeit) die meisten fest angestellt! Also obwohl es den Leuten dann bei Amazon offensichtlich deutlich besser geht (unter anderem weil sie fest angestellt sind) streikt man genau aus diesem Grund lieber bei Amazon? Das macht natürlich Sinn!
 
@FatEric: Unerheblich. Die Firmen bewegen sich im gesetzlichen Rahmen und genau hier ist das Problem!
 
@Themis: Was spielt denn das Gesetz jetzt bei Streiks von Verdi für eine Rolle? Ich meine mit meinem Beitrag, dass es den Amazonmitarbeitern (was man so liest und hört) deutlich besser geht als den Zalando Mitarbeitern. Bei Zalando könne man aber nichts machen, da es den Mitarbeitern noch schlechter geht... So zumindest kann man die Aussage verstehen. Mir ist schon klar, dass Befristete Angestellte bei einem Streik fliegen, aber genau DAS ist doch ein Punkt, wo sich Verdi mal einsetzen kann! Es muss ja kein Streik sein, sondern es gibt ja noch Presse, Aufklärung und Kampagnen die man starten kann... Problem ist halt, das nutzt nur den Mitarbeitern, nicht aber der Gewerkschaft!
 
@FatEric: Dein Beitrag liest sich als ob man wegen der großen Anzahl der befristeten Arbeitsverträge besser bei Zalando als bei Amazon streiken sollte aber solange der Gesetzgeber nichts dagegen unternimmt können die Gewerkschaften auch nicht viel dagegen machen! Es wird auch nirgends behauptet das nichts unternommen werden wird sondern, dass man wegen der Umstände nur anders vorgehen muss (z.B. mit den von dir genannten Maßnahmen).

Mal davon abgesehen sind einige Gewerkschaften - vor allem die Großen - meiner Meinung nach tatsächlich sehr eigennützig.
 
@Themis: Dann hast du meinen Beitrag schon richtig verstanden. Nur weil Zalando sich an Gesetze hält, heißt das nicht, dass da alles in Ordnung ist. Befristete Arbeitsverträge sind ziemlich übel. Versuche mal einen Kredit zu bekommen, für den Kauf einer Wohnung / Haus mit einem befristeten Vertrag. Von der Planungsunsicherheit in anderen Dingen (Kinder) ganz zu schweigen. Amazon hält sich ja genau so an die Gesetze, zahlt aber nicht wirklich schlecht und hat unbefristete Verträge (wie gesagt, von Saisonarbeit abgesehen.) Aber dennoch bestreikt man lieber Amazon als Zalando, weil das bequemer ist.
 
@FatEric: Na dann sind wir uns ja eigentlich fast einig :) Die Sache mit dem "bequemer" halte ich dennoch für eine Missinterpretation der Aussage...
 
Ich denke man kann als Kunde entscheiden wo man einkaufen geht, leider geht es den meisten Leuten nur noch um den Preis, man sollte sich überlegen ob man doch öfters in den Laden um die Ecke geht oder Online einkauft...
 
@computertrottel: ...sofern man um die Ecke überhaupt noch einen Laden findet...
 
@jigsaw: ok, wenn die möglichkeit besteht
 
@computertrottel: Wenns um den Preis ginge, würde man nicht bei Zalando bestellen, denn billig ist es da defintiv nicht.
 
@da_Max: DAS stimmt aber wirklich. Bei Zalando gibts fast alles nur zur UVP!
 
@da_Max: warum bestellen die Leute dann trotzdem? Ich kaufe meine Schuhe/Klamotten echt lieber im Geschäft und nicht online.
 
@computertrottel: Ist wohl der Werbung zu verdanken.. "kostenlose Lieferung" usw... erfolgreiche Marketingkampangen in Verbindung mit Bequemlichkeit ;)
 
@computertrottel: Beim Laden um die Ecke ist doch oftmals auch vieles nicht in Ordnung. Schlechte Bezahlung, Überstunden, Taschenkontrollen der Mitarbeiter (passiert in einem Mediamarkt).
 
@FatEric: MediaMarkt ist auch nicht mit Laden um die Ecke gemeint.
 
@da_Max: Was dann? Der kleine Einzelhändler der den Laden noch alleine schmeißt? Da hab ich auch einen im Dorf und wenn ich erlebe, was der den alten Leuten so verkauft und wie der abzockt, kann der keinen Cent von mir erwarten.
 
@FatEric: Kleine private Läden, keine Ketten.
 
@FatEric: ich rede wirklich von den kleinen Geschäfte, Familienbetriebe etc.
 
@computertrottel: Auch da gibts schwarze Schafe! Hab da wie gesagt ein Beispiel bei mir. Da wird 3 Jahre alte Technik zum UVP von vor 3 Jahren verkauft, weil die alten Leute keine Ahnung haben.
 
@FatEric: das Bestreite ich ja auch nicht, das Problem wie du es beschrieben hast gibt es überall, aber ich denke trotzdem das das Arbeiten in kleinen Geschäften meist besser ist wie bei Zalando etc. Das ist ja nur meine persönliche Meinung
 
@computertrottel: Ich lasse dir deine persönliche Meinung ja auch. Ich finde das arbeiten in so kleinen Läden nur furchtbar ineffizient. Dadurch enstehen auch höhere Preise, die ich nicht bereit bin, zu bezahlen. Ich möchte mich auch nicht von einer einzelnen Person (selbst wenn sie vom Fach sein könnte) Beraten lassen, denn bei der vielzahl an Produkten, kann der auch nicht alles wissen. Auf amazon kann ich hunderte Rezensionen nachlesen und auf anderen Seiten tests dazu lesen. Da habe ich dann auch die Erfahrung, ehrliche Rezensionen zu erkennen und mich auf diese zu verlassen. Bin damit noch nie auf die Schnauze gefallen. Deswegen kaufe ich fast alles nur noch im Internet. Tut mir Leid für die Einzelhändler, deren Geschäftsmodell vom Fortschritt aufgefressen wird. Aber das gabs schon immer. Industrialisierung, Automatisierung, Outsourcing etc.
 
@computertrottel: Ich bin größtenteils vom Online-Handel abhängig, da ich berufsbedingt so gut wie nie zu den regulären Ladenöffnungszeiten frei habe. Außer natürlich es wird in Deutschland die 24/7 Ladenöffnungszeit eingeführt ^^
 
@computertrottel: klar geht es für die Meisten um den Preis. Wenn das Geld so knapp bei den Kunden ist, muss auch um jeden Preis gefeilscht werden.
 
@computertrottel: bei der debatte wird vergessen das viele auch auf den preis achten müssen.
 
@computertrottel: Zalando ist aber bei weitem teurer, als der Einzalhandel.
Hab ein Zalando-Gutschein den ich einlösen wollte, doch die Schuhe die ich aussuchte bekomme ich im Laden um 19,95 billiger...
 
@computertrottel: Wo soll ich denn bitte einkaufen? Bei Kik? Bei C&A oder H&M, wo es ab Größe 58 eher dürftig aussieht? Bei einem richtigen Herrenausstatter, wo ein Gürtel soviel kostet wie anderswo ein ganze Jeans? (Kopftücher und Gewänder stehen mir auch nicht wirklich) Und ich wohne schon in der Großstadt Düsseldorf und da ist dann Angebot an bezahlbaren Klamotten schon eher übersichtlich. Da ist ein Klick bei Amazon schneller und billiger.
 
die sollen mal lieber das geld in die leute investieren als in die bekiffte werbung!
 
@snoopi: offensichtlich fruchtet die Werbung aber leider.
 
Es gibt viele Bereiche die in Aktion treten müssen, aber auch die Arbeitnehmer selber!

a) Die Politik müsste einen Betriebsrat verpflichtend machen, nicht freiwillig, sondern verpflichtend. Dazu dann gesetzliche Regelungen wie z.B. das ein Betriebsratsmitglied nicht in den Vorstand wechseln kann. Das ist bei einigen Firmen möglich, und dann kann jeder sich denken ob nun die Arbeitnehmervertreter eher Pro oder Kontra-Vorstand agieren.

b) Kann der Kunde durch sein Konsumverhalten doch einiges bewirken. Das sieht man nun an der aktiven und offensiven Strategie von Burger King. Das alleine ist oft aber eben doch nicht ausreichend.

c) Die Arbeitnehmer selber müssen sich organisieren und aktiv werden und nicht nur jammern. Es kam in Realität noch nie der Ritter auf dem weißen Pferd vorbei und rettete alle. Wenn z.B. organsiert die ganze Belegschaft kündigt oder mit kompletter Arbeitsniederlegung droht bzw. das dann auch macht, so muss das entsprechende Unternehmen tätig werden, denn eine Lieferunfähigkeit trifft so ein Unternehmen am meisten. Hunderte von Mitarbeitern können die auch nicht einfach so mal schnell neu rekrutieren.
 
@Krucki: In den Vorstand berufene betriebsratsratsmitglider fungieren dort ebenfalls als arbeitnehmervertreter. Warum sollte das verboten werden?
Warum sollte die Belegschaft gezwungen werden, Betriebsräte zu gründen, wenn sie nicht wollen?

Ansonsten hast du recht. Die arbeitmehmer jammern alle auf hohem niveau , aber keiner tritt den gewerkschaften bei oder treten aus, weil überzogene erwartungen nicht erfüllt wurden. Wir leben nunmal in einer gesellschaft, die von jedem ein mindestmaß an eigenverantwortung abverlangt. Dazu gehört es auch, nicht zu wsrten, bis jemand kommt, der es macht.
 
@iPeople: Wie soll unvoreingenommen, ein in den Vorstand berufenes Betriebsratsmitglied, als Arbeitnehmervertreter agieren? Die Person sägt kaum am eigenen Ast wo sie nun neuerdings drauf sitzt. Zumal wird keine unbequem auffallende Person, die für die Mitarbeiter kämpft, in den Vorstand gewählt. Denn die Wahl findet unter dem Vorstand und dem Betriebsrat statt. Des weiteren ist die Funktion des Betriebsratsmitglieds dann hinfällig und die Person stellt den Schalter um und agiert im Sinne des Vorstandes, weil sie ja nun eben selber auch Teil des Vorstandes ist. Jeder ist sich selbst der nächste. Wenn das theoretische Konstrukt so gut funktionieren würde, wie wir uns das denken, dann wären wir nicht da wo wir jetzt sind. Dann würde auch ein anderes Gedankengut in dem gesamten Unternehmen existieren. Keine Abteilungen die nur für sich selbst kämpft, sondern im Sinne des gesamten Unternehmen agiert, denn ist letztendlich eigentlich nur wichtig wie das Gesamtergebnis des Unternehmens aussieht. Doch man muss in einem Unternehmen auffallen, sich in den Fokus setzen, besser als der Rest hervorstechen, um weiter voran zu kommen. Dementsprechend agiert auch dann das neue Vorstandmitglied, das sich nicht mehr daran erinnern will wo es her kommt, und mal ein, dem Vorstand unangenehmer, Arbeitnehmervertreter war.

Naja, ob die Mitarbeiter keinen Betriebsrat wollen ist, so denke ich, fraglich. Es ist ja nun mal so das es überall rechtliche Grauzonen gibt, durch die ein Arbeitgeber die Mitarbeiter schon unter Druck setzen kann, um eine Betriebsratsbildung zu verhindern. Wäre die Bildung verpflichten, würden so die Grauzonen wegfallen. Natürlich kommen da auch andere Lösungen in Betracht auf die ich gerade nicht komme, aber ich finde irgendwas müsste in diesem Bereich getan werden.
 
@Krucki: Das ist Sache des Charakters des in den Vorstand gewählten Betriebsratsmitgliedes.

Es gibt keine Grauzonen ... die Bildung eines Betriebsrates ist klar geregelt. MObbing seitens des Arbeitgebers kann man immer ausgesetzt sein. Entweder man ist stark genug, oder eben nicht.
 
@Krucki: Kollektives Kündigen oder Arbeitsniederlegung. Ein Arbeitsstreik ist meines Wissens perse erstmal rechtlich nicht erlaubt. Es müsste schon irgendwie anderweitig organisiert sein via Gewerkschaft oder Sonstigem, lasse mich hier aber gern nochmals belehren!

Alle kündigen gemeinsam? Ja klar, und meine Raten fürs Haus und Auto zahle ich dann nicht mehr und schneller als ich mich umschauen kann ist alles weg. Wenn ich hoffe, dass das wirkt und alle mitziehen und einige anschließend nicht wieder ihren Job zurückbekommen oder gar weniger Geld angeboten bekommen, sind die ziemlich arm dran. Da jeder das gleiche für sich selbst befürchtet, wird es also niemand machen, der auch nur einen Funken Verantwortung für die Finanzierung seiner /ihrer Familie tragen muss!?!
 
@sPiDeRs: Es gibt Möglichkeiten mit der Gewerkschaft zu arbeiten und Streiks anzumelden. Wenn die Leute heutzutage aber die Mentalität haben "Scheiß auf Gewerkschaft, kostet mich ja nur Geld" dann sind sie selber schuld. Dann gäbe es den unangemeldeten Streik auch wilder Streik genannt. Was möchte ich aber damit erreichen? Das muss man sich im Voraus drüber im Klaren sein. Ja er ist rechtwidrig, kann aber von der Gewerkschaft im Nachhinein geltend gemacht werden ODER man provoziert eben die Kündigung wegen rechtwidriger Aktivität. Wenn ich aber so einen Streik veranstalte möchte ich auch letztendlich nichts anderes. Vorteil ist dann, man musste nicht selber Kündigung, wird keine 3 Monate beim Amt gesperrt usw.

Wie ich oben schon schrieb, jammern kann man immer, aber selber muss man auch aktiv werden und nicht sich auf andere verlassen. Entweder ich akzeptiere meinen Sklavenjob, oder ich mache etwas dagegen. Wenn diese Denkweise die heutige Gesellschaft endlich mal wieder auf die Reihe bekäme, statt immer nur zu jammern aber weiter faul sitzen zu bleiben, dann würde auch wieder ein Umbruch stattfinden können. Einzelne örtlich aufbäumende Minigruppen bringen da gar nichts.

Wenn man so einen Niedriglohnjob hat wie als Picker bei Zalando, dann sollte man sich auch hinterfragen wie man überhaupt sich Raten für ein Haus oder Auto aufhalsen konnte. Dann muss man dem Lohn entsprechend ein Auto fahren oder in einer Mietwohnung leben, statt im eigenen Häuschen. Zudem gibt es etliche andere Unternehmen, bei denen es vielleicht nicht unbedingt besser zugeht, aber die Bezahlung wenigsten besser ist. Da denke ich z.B. mal an die Discounter.
 
@Krucki: auch eine Wohnung kostet Miete und jedes Auto hat laufende Kosten. Diese werden nicht vom Amt übernommen. Und bei einem Lohn von netto 1500 Euro, von denen man dann grade mal rund 1000 Euro bekommt, kann ich verstehen, warum dann viele Angst vor einer Entlassung haben. Nicht jeder kann, so wie ich, mal eben sagen, gut, ich suche mir dann halt einen neuen Job, in meiner Branche gibt es genügend freie Stellen. Und wenn die Leute dann noch ein gewisses Alter haben, dann kommt nach der Entlassung auch sehr bald Hartz IV und das war es dann mit dem Lebensstandard, wenn auch niedrig. Die Angst ist nunmal noch größer.

Streiks im Nachhinein zu rechtfertigen geht nur, wenn es auch eine Gewerkschaft gibt, die dich vertritt. Wenn es die gibt, dann werden die ohnehin aktiv, sobald du die informierst. Die geben dir die Streiktermine schon noch vor. Aber erstmal entsprechend vertreten werden ...
 
@sPiDeRs: Wieso sollte man bei 1500 Euro Netto-Lohn nur 1000 bekommen? das erklär mir mal bitte.
 
@iPeople: Weil du beim ALG I nur 66% weiterbezahlt bekommst o.O und ALG II = Hartz IV also noch schlimmer. Das muss man mit einkalkulieren. Also, wenn ich meinen Job verliere, bekomme ich nicht mehr so viel Geld, wie vom Arbeitgeber für eine Zeit lang. Also habe ich eine geringere Kaufkraft, folglich niedrigerer Lebensstandard, worst case: Auto weg, oder sogar die Wohnung oder das Haus?

Und ganz ehrlich, bevor ich 500 Euro Miete bezahle, kaufe ich ein Haus und zahl davon die Kreditraten!
 
@sPiDeRs: Ey, wo gibts denn Häuser für 500/Monat Euro zu kaufen?
 
@iPeople: Z.B. auf dem Land und das Haus kaufst du ja nicht, sondern zahlst den Kredit entsprechend ab ;-) Wir haben uns ein Hus gekauft in der Nähe von Wolfsburg, auf dem Land, im Dorf, an einem Badesee.

wir haben es mittels 500 Euro je Monat abbezahlt ;-) Das geht sehr wohl! Und nein, es ist keine Bruchbude xD
 
@sPiDeRs: Naja, ich wohne lieber in einem Haus in der Stadt, ebenfalls an einem Badesee und bin dafür nicht auf ein Auto angewiesen. Mal davon abgesehen wäre Wolfsburg etwas weit weg von Arbeit.
 
@iPeople: *lach* Arbeitsplatzwechsel o.O Nein, nur Spass! Klar geht sowas nicht überall. Wenn ich meinen Bruder sehe, der hat eine Wohnung in München gekauft. Jaaaaa........ Das könnte ich mir nichtmal im Traum leisten xD

Aber in die Stadt wollten wir einfach nicht. Beide (meine Frau und ich) sind auf dem Land groß geworden und wollten hier auch bleiben. Aber das ist ja Geschmackssache.

Dafür sieht man aber, möglich ist es mit den 500 € sehr wohl. Kommt halt drauf an, was man haben möchte ^^

Aber ohne Job, wenn es auch nur 1-2 Monate sind, kann das bereits Probleme verursachen.... :-/
 
@sPiDeRs: dann hast du sehr eng kalkuliert und daher rührt deine Ansicht, als Arbeitnehmer nur nicht aufzufallen. Du lebst also quasi ohne Rückhalt. Nicht sehr wünschenswert .
 
@iPeople: Jup, Reserve ist zwar vorhanden, reicht aber höchstens für 2 Monate. Und wenn die aufgebraucht ist, dauert es auch wieder, bis sie da ist... also, schön fein säuberlich alles kalkulieren. Dann klappt das auch alles ^^ Und mein Job wird nicht besser, egal welcher Arbeitgeber. Ich müsste schon die Branche wechseln :-/
 
@sPiDeRs: Mit Reserven meinte ich eher, sein Lebensumstand so einzurichten, dass man locker auch bei Verlust des Jobs ohne Abstriche leben kann, vor allemn, was die Hausfinanzierung angeht.
 
@iPeople: sagja, 2 Monate sind machbar, drüber hinaus wird es eng. Aber ob ich nun 500 Euro Miete zahle oder an Kreditrate, das ist doch egal ;-) Und so gib es gleich noch Eigentum mit dazu :-) Hast du denn mehrere Monate Puffer? Und wenn, hast du einen entsprechenden Job, oder woher kommt das Geld dann?
 
@sPiDeRs: Ja, mein Einkommen ist entsprechend, dass ich das Haus auch von ALG1 locker bezahlen kann. Sprich, ich habe Puffer, bis ALG1 ausläuft ;) Danach müsste ich ans Gesparte. Ich kann es nicht leiden, immer mit der Angst im Nacken leben zu müssen, nur ja nicht beim Chef aufzumucken, aus Angst, den Job zu verlieren. Das wäre mir mental zu viel Stress.
 
@iPeople: Okay, wir wollten etwas Größeres ^^ Aber dafür muss ich auch immer einen Job haben. Gut, in meiner Branche ist es gar nicht so schwer, eine neue Stelle zu bekommen, dennoch würde ein Jobwechsel immer mit Aufwand und Kosten einhergehen :-/
 
Die von den Gewerkschaften haben so wie so gut Lachen, die können so viel Streiken und Drohen wie sie wollen, diese sind ja die letzte die Gekündigt werden können. Leittragen sind immer die Arbeiter. IG Metal ist da nicht viel anders, die bekommen viele Vergünstigungen nachgeschmissen (zumindest bei VW).
 
Für Leute die sagen das sich die Mitarbeiter wehren sollen: Was in der News nicht steht, aber dafür auf anderen Portalen, ist, das Zalando in Potsdam dicht machen will weil man dort gerade versucht, einen Betriebsrat zu wählen. Und so Handhaben es viele Firmen. Wenn es die Firma rechtzeitigt merkt, werden die "Störenfriede", die versuchen, einen Betriebsrat aufzubauen, gegangen. Sollten diese "Störenfriede" allerdings Erfolg haben, wird eben der Standort geschlossen.
 
@Akkon31/41: Wer ein bisschen nachdenkt wird schnell merken dass das sicherlich falsch ist was Du schreibst. Da werden riesige Logistikzentren gebaut (erfurt und mönchengladbach) und dann soll so ein kleines behalten werden? Das kostet nur unnötig miete und co.
 
@Akkon31/41: Du glaubst doch nicht im Ernst den Käse, dass die schließen, weil die da versuchen , nen Betriebsrat zu gründen.
 
Na Wenn die Deutschen sich darüber beschweren dann sollten sie aufpassen dass sie nicht bald durch chinesen ersetzt werden.

http://www.change.org/de/Petitionen/deutscher-bundestag-tisa-abkommen-stoppen

"Auch die internationale Leiharbeit soll durch TISA ermöglicht werden und so die Ausbeutung von Leiharbeitern, die dann weltweit z.B. von China nach Europa entsendet werden können. "
 
Eine Möglichkeit die Zeitarbeitsverträge oder Mini Jobs zu minimieren, wäre ein prozentualles Maximum an solchen Verträgen. Einschließlich der Leiharbeiter und Subunternehmer. Damit würden die Firmen gezwungen, unbefristete Festverträge abzuschließen. Ich weiß nicht ob es eine solche Regelung schon gibt !? Wenn ja, warum gibt es dann Firmen die fast nur Minijobber beschäftigen ? - ist bei meiner Schwägerin ihrem Arbeitgeber so.
 
@Brassel: Die Firmen kannst du aus meiner Sicht so nicht zwingen. Die meisten können dann einfach dicht machen und kurz hinter der Grenze wieder aufmachen, siehe Amazon und das Versandlager in Polen. Nur die kleineren und wohl einige Mittelständler kriegt man auf diese Weise und die würden wohl durch solch eine Regelung in die Insolvenz gehen, denn diese Firmen lassen so arbeiten, weil es größtenteils nicht mehr anders geht. Die Großfirmen, die das auch machen um es auszunutzen, die verlassen mit den Niederlassungen dann einfach das Land.

Ich glaube ja, es wird nichts sinnvolles/brauchbares dagegen getan werden können. Ich sehe das so ähnlich wie [o1]. Arbeit ist nicht fair und es wird immer schlimmer werden. Sein Beispiel mit dem Krankenhaus kann ich aus erster Hand bestätigen. Ich bin aktuell in Elternzeit, anschließend werde ich mir ein neues Haus zum Arbeiten suchen müssen. Mir wurde bereits durch die Blume mitgeteilt, dass ich, wenn ich meine 2 Monate Elternzeit tatsächlich nehmen sollte, 3 Monate nach meiner Rückkehr auf mich verzichtet werden wird. So, und das versuch mal vorm Arbeitsgericht durchzukriegen...
 
@sPiDeRs: "Mir wurde bereits durch die Blume mitgeteilt, dass ich, wenn ich meine 2 Monate Elternzeit tatsächlich nehmen sollte, 3 Monate nach meiner Rückkehr auf mich verzichtet werden wird." - Ist das nicht Erpressung wenn das schon so vorangekündigt wird?
 
@spackolatius: Klar ist es das, aber die werden es ihm schon so "durch die Blume" mitgeteilt haben das er im Nachhinein keinerlei rechtliche Handhabe hat, sowas kommt leider immer öfter vor.
 
@spackolatius: klar ist es das. Aber wie soll ich das denn beweisen. Es hieß ja nur, es wird weitere Umstrukturierungen innerbetrieblich geben und wer weiß, welche Kollegen dann noch gehalten werden... ?

Wir sind 3 Kollegen dieses Jahr, die ihre Elternzeit dennoch nehmen. Mir bleibt auch nichts anderes. KiTa kommt frühestens im August, Oma hat erst ab Juni Zeit und die Frau wurde nach 12 Monaten zurückgepfiffen (Bundeswehr). Somit muss ich in Elternzeit gehen. Wir 3 wechseln uns sozusagen Hand in Hand ab. Der erste Kollege ist zurück und 1 Monat später, mitten in meiner Elternzeit ist er nun raus nach 3 monatiger Kündigungsfrist. Mir blüht wohl das gleiche und der dritte Kollege sucht ebenfalls bereits nach einem neuem Haus zum arbeiten. Wir sind alles "Arbeitnehmer", also ersetzbar. Material in den Augen einer Firma..... :-/
 
Das ganze Problem liegt am Ende schon beim Gesetzgeber begraben. Die geltenden gesetzlichen Arbeitszeit/schutzgesetze stammen im Weitesten noch aus - salopp formuliert - historischen Tagen und sind der modernen Arbeitswelt um Längen hinterher. Die Geltungsrangfolge ist klar ; Bundesarbeitszeit/schutzgesetz, dann Tarifvertrag, dann "Hausverträge". Ein Beispiel : meine Frau arbeitet im Klinikbereich und wenn ein gesetzl. Feiertag in die Kernarbeitszeit fällt, muß er bezahlt werden. Wird er aber nicht. Ein klarer Fall. Leider müsste Sie den aber selbst via Rechtsanwalt auf dem Klagewege einfordern. Hier ist die Crux, das müsste vom Gesetzgeber initiativ verfolgt werden damit der Arbeitnehmer nicht in diese persönliche Drucksituation gerät. Und so ist es mit Vielem. Stichwort Urlaubsanspruch, Pausenregeln, Hygiene, etc, etc. Die Verletzung von Min.Standards muss zum Straftatbestand werden, sonst bleiben Arbeitnehmer stets "Einzelpersonen".
O.
 
@Opa12: Tjo, das ist das Problem heutzutage...Schutzgesetze sind schön und gut, aber wenn man sie wirklich durchsetzt steht man schnell aus irgend einem Grund ohne Job da, oder es wird einem das Leben schwer gemacht bis man selbst geht...
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