Wer etwas vermitteln will, sollte Powerpoint lieber weg lassen

Wer sicher sein will, dass die Zuhörer eines Vortrages auch etwas vom Gesagten im Kopf behalten, sollte die Powerpoint-Präsentation besser zu Hause lassen. Das zeigen Untersuchungen des Bildungsforschers Christof Wecker von der ... mehr... Nvidia, Gpu, Präsentation, Geforce Titan Z Bildquelle: NVidia Nvidia, Gpu, Präsentation, Geforce Titan Z Nvidia, Gpu, Präsentation, Geforce Titan Z NVidia

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Was für ein schlauer Kopf :D Das ist doch längst allgemein bekannt!?
 
Es kommt auf das WIE an, Powerpoint nicht zu nutzen, heißt noch lang nicht, dass die Präsentation dann gut wird. Mehr zum Thema und sehr interessant: http://www.amazon.de/Die-wissenschaftliche-Pr%C3%A4sentation-Visualisierung-Durchf%C3%BChrung/dp/3825237702/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1400859816&sr=8-1&keywords=henning+lobin
 
Sehe ich nicht so. Ich halte auch Vorträge. Ohne Powerpoint würde ich wieder den Overhead-Projektor nehmen. Vorteil von PPT im Vergleich zu Klarsichtfolien ist halt, dass man leichter was ändern kann. Meine Vortäge kommen super an, wie ich an vielen Stellen höre. Auch redet man später noch darüber. Das will ich erreichen. Wichtig ist mir dabei auch, die Folien nicht zu überfrachten und ein Haufen an Text dort einzubringen, nur weil man sich mit der Materie nicht auskennt. Auf den Folien sollten nur Stichpunkte stehen und vor allem Grafiken oder Beispielbilder, die etwas unterlegen. Bilder aus der Praxis kommen immer gut an UND DAS bleibt dann auch im Kopf. Meine Meinung...
 
@Onno: die PP die ich so im allgemeinen gesehen habe waren eine Aneinanderreihung von Texten oder Infos. Da schaltet man sehr schnell ab. Das wird sicherlich bei dir anders sein :)

PP ist toll, nützt aber nichts wenn der Ersteller einen langweiligen Vortrag zusammenzimmert ! Das wäre bei Overheadprojektor Folien auch nicht anders.
 
@CvH: So ist es. Den ganzen Text auf 100 Folien knallen und dann schön ablesen bringt dem Zuhörer/ der Zuhörerin nichts.
 
@Onno: und das ist, jedenfalls wie ich es kenne, 90% des Einsatzgebietes von PP ;)
 
@CvH: du siehst eindeutig die falschen ppp...
 
@TeKILLA: Stimme CvH hier vollkommen zu und denke, dass du sicherlich auch recht hast, aber leider ist es nun mal so. Etwa 90% aller PP Präsis die ich bisher gesehen habe, waren einfach nur Müll. Das heißt aber nicht, dass PP nicht auch sinnvoll sein kann, aber meist wird PP nicht sinnvoll eingesetzt.
 
@Onno: Ich glaub es ging weniger um Powerpoint als Software sondern um Powerpoint als Synonym für mit Folien (ob jetzt digital oder analog) begleitete Vorträge...
 
@lutschboy: Richtig. Dabei ging es mir auch. Den selben Text hätte ich auch verfasst, wenn dort Impress anstelle PPT stehen würde.
 
Die Botschaft der News: Irgendjemand hat erkannt, dass schlechte PowerPoint Präsentationen schlecht sind UND, dass viele PowerPoint Präsentationen schlecht sind.
 
@paul1508: Naja PP ist auch sehr beschränkt auf Bulletpoints und kleine Konzeptgrafiken. Für richtig anspruchsvoll visualisierte Präsentationen setzt man nicht auf PP.
 
@Antitr0ll: Sondern?
 
@Knerd: Visualisierungstools mit denen man Animationsgrafiken und Animationsvideos erstellen kann.
 
@Antitr0ll: Und welche Software hast du da ad hoc?
 
@Knerd: Für die Visualisierung von Daten kann ich d3.js empfehlen, der Vorteil ist hier das man interaktiv die Daten explorieren kann. Was einfach über die Fähigkeiten eines PP hinausgeht. Es gibt da eine ganze Bandbreite an Tools die über PP hinausgehen, schau dir mal Gource auf Youtube an um vielleicht ein besseren Einblick zu bekommen.
 
@Antitr0ll: Zu d3.js, und du glaubst ernsthaft, dass jmd. der eine Präsentation machen soll/muss/möchte JavaScript kann?

Zu Gource, das hat in Konkurrenz zu PP zu stellen ist mutig.
 
@Knerd: Es gibt natürlich Tools die d3.js in eine einfach zu bedienenden Anwendung bereitstellen.

Wie kann man denn mit Powerpoint interaktive Diagramme erstellen, beispielsweise ein Chord Diagramm? Geht nicht! Interaktive schon gar nicht! Wie kann ich in PP ein Animationsvideo erstellen, mit dem ich einen Sachverhalt animiert darstellen und erläutern kann. Nope, geht nicht.
Schau dir mal an wie man gute Präsentationen macht, wie z.B. bei Ted!

Ich kenne niemand der professionelle Präsentationen noch allein mit PP durchführt. Das reicht für die Schule vielleicht noch aus, aber wenn du wirklich was vermitteln musst, wovon auch ein großer Auftrag abhängt, dann kannst du PP zu Hause lassen.
 
@Antitr0ll: "Wie kann ich in PP ein Animationsvideo erstellen, mit dem ich einen Sachverhalt animiert darstellen und erläutern kann. Nope, geht nicht. "
Geht.
 
@Knerd: Ich meine damit professionelle Animationen und nicht A bewegt sich nach B was wie kleine Flashspielereien aussieht.
 
@Antitr0ll: Dann nimmt man ein Tool das dafür gemacht ist, exportiert es als PNG oder GIF oder MP4 oder WMV oder AVI und nutzt es dann in PowerPoint.
 
@Knerd: Das kann ich ja genauso gut in Libre Office oder sogar einer freien Webpräsentations-App machen, warum brauch ich dann denn PP? Zumal PP-Präsentationen sowieso nicht so gut geeignet sind um gute Präsentationen zu erstellen, wie es im Artikel schon ausführlich beschrieben ist.
 
@Antitr0ll: Und wieder Quatsch. Man kann mit PowerPoint sehr wohl sehr gute Präsentationen erstellen. Den meisten ist das nur zu aufwendig. Das ist keine Beschränkung von PowerPoint, sondern in 99% aller Fälle eine Beschränkung desjenigen, der vor PowerPoint sitzt.
 
@Antitr0ll: Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einem seriösen wissenschaftlichen Vortrag und einer Produktpräsentation, wo du ein Publikum beeindrucken und von deiner Sache überzeugen willst. Für einen wissenschaftlichen Vortrag gilt es bei uns als Lehrbeispiel für schlechten Stil, wenn der Vortragende laufend mit irgendwelchen Animationen die Aufmerksamkeit auf seine Folien zieht. Sowas wird eher belächelt und als kindische Spielerei angesehen. Bei einem guten Vortrag wird bei der Powerpoint-Präsentation nicht wesentlich mehr gemacht als es mit einem OH-Projektor oder sogar Tafelanschrieb möglich wäre, alles andere gilt als unseriös. Es geht um den Inhalt, den der Vortragende von sich gibt, und nicht darum, ob er auf der Bühne glänzt. Das kann man machen, wenn man auf ner Produktvorstellung um Kunden wirbt, aber nicht wenn man sich unter Gleichen über seine Arbeit austauscht. Nur so viel wie nötig heißt es immer, das absolute Gegenteil von anspruchsvoll visualisiert. Mit der Tafel oder einem Whiteboard auszukommen und trotzdem alles rüberzubringen zeigt Souveränität.
 
@Knerd: Zum Beispiel "Beamer" (LaTeX)!
 
PP als UNTERSTÜTZENDES Medium ist super. Leider machen viele Vortragende den Fehler, dass die PP-Folien in den Mittelpunkt rücken. Wenn der Präsentierende eher den Folien "nachläuft" (oh ja, genau, dann haben wir noch: ....) dann ist es schlecht.

Leider wird einem in der Schule oftmals gesagt, dass PP-Folien eine Gliederung benötigen usw. Dadurch wird man dazu verleitet, sich von den Folien den "Takt" vorgeben zu lassen. Dazu am besten noch die "Hand-Karten" und fertig ist der langweiligste Vortrag der Welt :)
 
@dognose: Meine alten Deutschlehrer haben sich sogar aufgeregt, wenn nicht alle Inforamtionen auf der Folie standen... Ich hatte bisher nur einen einzigen Lehrer, der davon was versteht.

Hab sogar noch eine alte Präsentation von ihm, falls die jemand haben will:
http://www.file-upload.net/download-8945417/presentation_zen.pdf.html

(Falls das Kommentar zwei mal auftaucht, die Seite hat sich beim Absenden des ersten Kommentars aufgehängt...)
 
Ich halte Vorträge generell für ineffizient, auch wenn ich manchmal welche halte, weil mich jemand darum bittet. Ich bin der Meinung, dass Menschen besser lernen, wenn sie sich eine Thematik selbst anlesen bzw. selbst an realen Problemen erarbeiten.

Das "Hampelmann der vorne herumkaspert während die uninteressierten Zuhörer einschlafen"-Konzept hat schon in der Schule seine Untauglichkeit bewiesen. Heutzutage sollten interaktive Lernprogramme in denen Wissen vermittelt wird und direkt danach angewendet werden kann im Vordergrund stehen. Mit denen habe ich als Kind an einem einzigen Wochenende (Damals habe ich als nicht einmal 10 Jahre altes Kind in den Schulferien 8 Stunden pro Tag freiwillig mit interaktiven Lernprogrammen von 5 1/4" Disketten gepaukt, weil ich den damals neuen PC meines Vaters bedienen können wollte. Meine Eltern hatten Schwierigkeiten mich zum Essen von der Kiste loszueisen, dabei gab es auf dem Rechner weder Spiele noch sonst irgendwelche nicht textbasierten Anwendungen oder gar Anwendungen für Kinder. So muss Lernen sein und nicht nach der Methode "einer quasselt alle anderen Schlafen".) in den 80er Jahren begriffen, wie man einen PC mit DOS darauf benutzt und wie man in Basic programmiert und ich hatte vorher nie mit einem Computer zu tun und daher auch keinen Plan was man mit so einer Kiste anstellen kann.

Bei den damaligen interaktiven Lernkursen von Diskette gab es endlich mal niemanden mehr, der mir vorschrieb in welcher Geschwindigkeit ich etwas zu lernen hatte und ich konnte jederzeit unterbrechen und auf DOS oder im Basic-Interpreter direkt ausprobieren, was ich mir gerade angelesen hatte. Ohne menschlichen Lehrer und mit derartigen interaktiven Kursen bzw. so einer effektiven Lernmethode in der Schule hätte ich vermutlich spätestens mit 14 Jahren mein Abiturwissen zusammengehabt. So habe ich nur eine Menge Lebenszeit in der Schule vergeudet, weil irgendwelche Lehrer sich damit profilieren wollten mir etwas beizubringen statt einfach nur geeignete Unterrichtsmaterialien zu entwerfen mit denen jeder in seiner eigenen Geschwindigkeit den Stoff effektiv erlernen kann und ihn zu prüfen, wenn er alles durchgearbeitet hat.

Heute ist das Potenzial mit interaktiven Programmen Wissen schnell, umfassend und fehlerfrei zu vermitteln ungleich grösser, da heutige Computer problemlos Videos in interaktive Lernprogramme einbinden und man so bestimmte Abläufe und Modelle sogar direkt vorführen kann anstatt nur darüber zu schreiben und Skizzen zu zeichnen. Trotzdem setzt man immer noch auf antiquierte Lehrmethoden bei denen Wissen weitgehend ungeprüft von einem einzelnen, fehlbaren Individuum vorgetragen wird, während das Publikum Däumchen dreht.

Hochqualitative, umfassende interaktive Standard-Unterrichtsreihen für den PC zu Schulstoff findet man bis heute nicht, dabei ändert sich in den grundlegenden naturwissenschaftlichen Fächern der Stoff bis zum Abitur so gut wie nie und es wäre daher kein Problem das Wissen einmal für ganze Generationen aufzubereiten und in interaktive Kurse zu verpacken.

Stattdessen lernt man heutzutage in der Schule bei jedem Lehrer und in jedem Bundesland etwas anderes, wenn man denn überhaupt etwas lernt.

Das Problem ist imho nicht der wie auch immer geartete Einsatz von Präsentationssoftware, sondern das ineffiziente Lernkonzept, das noch auf Präsentationen setzt. Präsentationssoftware in der heutigen Form ist obsolet.
 
@nOOwin: Absolute Zustimmung. Ich hasse es auch immer, wenn ich eine Präsentation halten muss. Ich denke mir immer, dass die Zuhörer sich das Zeug lieber selbst zusammensuchen sollen, anstatt das ihnen alles vorgekaut wird.
 
@eragon1992: Sag das mal einem Kunden: "Gucken Sie doch einfach auf unsere Homepage, Sie fauler Lernverweigerer!"
 
@matterno: Yepp, oder den Prüfern, die genau solch eine PP-Präsentation bei der Abschlussprüfung erwarten. Denen kann ich wohl kaum sagen, sucht euch das Zeug mal selbst zusammen.
 
@Painkillers: genau das ist ja unter anderem auch der sinn und zweck eines vortrags. ;) es wäre leicht blöd, wenn man nach der projektarbeit die durchgeführte arbeit nicht präsentieren und vermitteln würde, mit allen ergebnissen. und dann am ende denen sagt, "jo, nee, macht mal lieber selbst."

genau so ist es auch im wissenschaftlichen austausch. da sitzt z.b. einer an einem problem mehrere jahre, bis er es endlich gelöst hat. und wenns dann darum geht, dass er seine arbeit anderen präsentiert, würde er ja auch nicht auf die idee kommen und sagen, "ja leute, es ist besser, wenn ihr das alles mal schnell selber macht. dann können wir ja gerne diskutieren usw."..
 
@nOOwin: Seh ich anders. Man sollte natürlich nicht alles vorkauen, aber ein guter Vortrag tut das auch nicht. Er legt die theoretische Grundlage, auf Basis derer man dann mit Kunden praktisch in das Thema einsteigen kann, so dass man das Thema im eigenen Kontext und am eigenen Lieb erfahren kann. Wer mit dem Anspruch an eine Präsentation heran geht, ein Thema erschöpfend zu behandeln, wird immer scheitern, da die Präsentation dann in einem "Slideument" endet und die Teilnehmer schnell abschalten. Wenn man sich aber auf einen ganz speziellen Sachverhalt beschränkte und dessen Grundlagen visuell unterstützt vermittelt und dann einen Beratungsteil anschließt, ist der Lerneffekt sehr hoch und deutlich schneller als beim Selbststudium.
 
@nOOwin: Stimme dir vollkommen zu. Wissen zu vermitteln geht am besten im Dialog. Ein Monolog bzw Vortrag funktioniert sehr ineffizient. Oder eine Mischform. 15min das Wichtigste erzählen und nachher 1h im Dialog das Wissen erarbeiten mit Hilfe der Fragen der Zuhörer.
Interaktives Lernen findet immer mehr Anklang. An einer Schule die ich kenne wir als Testprojekt ein Ort eingerichtet wo Kinder in Ihrem Tempo das Lernen können was Sie wollen. In kleinen Schritten wird das neu erlernte, abgefragt, wenn WissenLücken da sind können die Kinder weitere Aufgaben zu dem Thema lösen. Das Problem vielen alte Lehrern fehlt die Dominante Stellung in der Klasse ;)
 
@nOOwin: dem muss ich definitiv widersprechen! aus mehreren gründen. aber zunächst zum artikel. ich glaube, es ging hierbei weniger um vorträge im sinne einer wissensvermittlung wie im unterricht oder einer vorlseung oder ähnliches, sondern um z.b. "einblicke" in bestimmte sachverhalte, produktvorstellungen usw. siehe da z.b. den beitrag von matterno.

nun zu deinem beitrag. als erstes möchte ich klarstellen, dass ich dir nicht in dem punkt widerspreche, dass man durch das selbsterarbeiten von dingen lernen kann. denn da stimme ich dir absolut zu. ich stimme dir jedoch nicht zu, dass dies pauschal der beste weg sei!
was den computer und das ganze drumherum angeht, ist das selbsterarbeiten durchaus ein sehr effizienter weg. und im bereich der computer vielleicht auch tatsächlich der beste. aber allgemein (also um es nicht pauschal und beschränkt zu sagen) ist es definitiv nicht der fall! du machst den fehler, dass du hier nur den computer im kopf hast und die dort vielleicht gültigen aussagen gleich pauschal verwendest.
mein zweites nebenfach im studium ist informatik, was ich wegen dummer formalitäten leider weitermachen muss, obwohl ich es nicht wollte. hier hält der prof die vorlesung mit (nicht powerpoint) "digitalen folien". dabei redet er zwei stunden ununterbrochen, ohne punkt und komma, irgendetwas, was dem eigentlichen inhalt der vorlesung irgendwie gleichkommt. aber lernen tut man von diesem mann absolut nichts! und sowas gewinnt auch noch einen lehrpreis... dass ich nicht lache... hier ist selbststudium angesagt. und ein beispiel dafür, dass man mit solchen "PP" vorträgen nicht automatisch den besten weg geht, nur weil man es jetzt nutzt.
je nach thema und bereich, ist vielleicht auch ein selbststudium sinnvoller, als wenn man nur was von jemandem erzählt bekommt. aber pauschal kann man das auch nicht sagen. man lernt z.b. nicht die mathematik oder physik, nur indem man von einem dozenten irgendetwas erzählt, gezeigt oder erklärt bekommt. ja, das stimmt. man muss sich auch selbst damit beschäftigen. aber dazu weiter unten mehr. denn ein reines selbststudium kann zwar effektiv sein, aber nicht so effektiv wie ein selbststudium in zusammenarbeit mit einer guten vorlesung.

(zum schulunterricht kann man generell viel schlechtes sagen. das liegt hier aber weniger an irgendwelchen vorträgen, sondern generell an schlechten didaktischen und langsam fortschreitenden methoden. wir können uns über schlechten schulunterricht auch ganz ohne diese ganzen sachen hier unterhalten. ;) leider)

meine guten vorlesungen in der Uni möchte ich um nichts eintauschen. denn geht es nicht um computer, sondern, wie in meinem fall um physik und mathematik, so ist eine gute vorlesung besser, als sich dinge nur rein selbst erarbeiten zu müssen. zu anfang meines studiums der physik hatte ich einige verpflichtende mathematikvorlesungen. und da hatte ich eine professorin, die das ganze wirklich sehr schlecht gemacht hat (details seien hier mal egal). die folge für mich war, dass ich mir (ich hatte sie leider nicht nur ein semester) die hochschulmathematik schön alleine aneignen durfte, denn ich hab damals auch nicht mit anderen zusammen gearbeitet. danach kamen zum glück (und während dieser zeit zum glück auch in anderen vorlesungen) andere profs, die es deutlich besser gemacht haben. jetzt habe ich mathematik zusätzlich als nebenfach. und auch hier macht es der prof glücklicherweise besser und damit effizienter, als ein reines selbststudium wegen einer schlechten vorlesung.
meine quantenmechanikvorlesung z.b. würde ich niemals durch irgendetwas anderes eintauschen wollen. diese war nämlich besser, als ich es je für möglich gehalten hätte. in dieser hatte ich ständig aha-effekte. habe ständig neues gelernt. der man wusste auch, wie er dinge erklärt, wie er die leute zum zuhören animiert und wann er wo mal einen kleiner lacher hinpflanzen konnte, um kurz die stimmung aufzulockern um danach die studenten wieder mit mehr konzentration zuhören zu lassen. und im zusammenspiel mit den übungsuafgaben (was auch für andere gute vorlesungen gilt) hat man zum einen das wirklich in der vorlesung gelernte umsetzen können. man hat aber auch aufgaben bekommen, die so erst mal nicht ohne weiteres lösbar waren, auch nicht mit der vorlesung. es war also selbstdisziplin und eigenstudium gefragt! und man hat dadurch wieder was neues gelernt! das ist ein so effizientes lernen, dass es dem reinen selbststudium überlegen ist! das selbststudium ist bei mir eben immer dann der fall, wenn die vorlesung mist ist. da lerne ich auch was, aber wenn ich beides vergleiche, ziehe ich den kompromiss zwischen gute vorlesung zusammen mit dem selbststudium (denn das ist auch bei einer guten vorlesung gefragt) dem reinen selbststudium in jedem fall vor!
 
Präsentationen macht man auch nicht mit PowerPoint sondern mit LaTeX ;).
 
@Illidan: Ohm, das dürfte dann wohl das so ziemlich schlechteste Tool für Präsentationen sein ;-)
 
@HeadCrash: Das kann nur jemand sagen, der "Beamer" nicht kennt oder bisher zu faul war, sich damit zu beschäftigen und stattdessen lieber das scheinbar einfach zu bedienende PP (bzw. einem äquivalent, aus einer anderen beliebigen Office-Software) nutzt.
 
@seaman: Nein, ich gehe davon aus, dass LaTeX das ist, wofür es gedacht war, nämlich ein Textsatzsystem. Dafür ist es sehr gut, wenn auch mir persönlich zu aufwendig. Aber wenn ich von Präsentationen spreche, spreche ich nicht von Textsatz. Auch wenn ich Dir recht gebe, dass ich mich nicht groß mit PP-Alternativen beschäftige, weil ich mit PP alles machen kann, was ich brauche.
 
@HeadCrash: ehm, ich glaube, dass du tatsächlich nicht weißt, dass man mit latex auch präsentationen schreiben kann. es gibt dafür extra einen "modus", sodass damit gute präsentationen erstellt werden können.

ich versteh auch nicht, was du an dem textsatzsystem so als negativpunkt festhältst?? ja, ist ein textsatzsystem. und weiter? kannman damit jetzt etwa nur sehr schlecht präsentationen erstellen, weil nur eine "buchseite" nach der anderen erstellt wird?.. kann man etwa kein layout für präsentationen in einem solchen programm implementieren?...

man kann sogar z.b. lebensläufe mit latex schreiben. alles kein problem. man muss nur die richtige documentclass verwenden. und damit geht dann auch eine präsentation wunderbar!
 
@larusso: Wer sagt denn, dass es nicht geht? Man kann auch mit einem Hammer eine Schraube in einen Dübel hauen. Trotzdem ist es nicht das richtige Werkzeug. LaTeX ist definitiv nicht als Präsentationswerkzeug gedacht und wenn man jetzt mit irgendeinem Zusatzmodul ein paar Seiten hintereinander ablaufen lassen kann, so hat das noch lange nix mit einer Präsentation zu tun.
 
@HeadCrash: ??? dann schau dir das doch bitte erst mal an, bevor du sowas behauptest! ;)
es geht sehr wohl. und diese präsentationen sehen auch nicht billiger aus als z.b. bei PP. (eher im gegenteil)
wenn ich keine ahnung habe, dann halte ich mich lieber etwas zurück...

es handelt sich übrigens nicht um ein "zusatzmodul". es ist ja noch nicht mal ein modul in dem sinne. deswegen hab ich es weiter oben ja auch in anführungszeichen gesetzt. es handelt sich dabei einfach um eine andere dokumentenklasse. und diese ist immer (!) auszuwählen! also auch, wenn ich ein skript oder buch schreiben möchte. und genauso eben, wenn ich einen lebenslauf oder eine präsentation schreibe.
wenn du aber irgendeine ahnung davon hättest, dann würdest du ja auch nicht so einen quatsch behaupten und ich hätte das dann auch gar nicht geschrieben.

und wo schreibe ich bitte irgendetwas von "(...) ein paar Seiten hintereinander ablaufen lassen (...)"?! davon hab ich kein wort geschrieben. bitte richtig lesen! und davon abgesehen, was macht für dich eine gute präsentation aus? dass es vollgeklatscht mit ablenkenden animationen usw. ist?
 
@larusso: Bitte, lies erst einmal über die Herkunft von LaTeX. Das System wurde entwickelt, um einen möglichst professionellen Textsatz zu ermöglichen. Und ein Lebenslauf, ein Skript, ein Buch, eine Zeitschrift etc. sind alles Medienarten, die genau das benötigen. Eine gute Präsentation lebt von möglichst wenig Text, denn hier geht es nicht um ein Dokument. Sie lebt von sinnvoller Visualisierung dessen, was der Vortragende mündlich wiedergibt und besteht daher meist aus dem ein oder andern Diagramm, aus Bildern und, ja, da wo es sich anbietet auch Animationen. Vor allem das Schrittweise Aufbauen von Visualisierungen, das de-facto nichts anderes als eine Animation ist, ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten Präsentation. Leider verstehen das die meisten nicht und so sieht man immer noch Präsentationen - vor allem auch von Branchengrößen wie KPMG, PwC etc. - die absolut nichts mit einer Präsentation zu tun haben. Das sind Dokumente, die in Form von Folien präsentiert werden. Übelster Scheiß von Leuten, die es eigentlich besser wissen sollten. Ich kann die Anzahl guter Präsentationen, die ich in meinem Leben gesehen habe, wahrscheinlich an drei Händen abzählen. Und da nehme ich mich nicht mal aus. Ich hab früher auch nahezu ausnahmslos nur schlechte Präsentationen erstellt, vor allem weil man für gute meist den dreifachen Zeitaufwand braucht. Mittlerweile bin ich fast komplett weg von Präsentationen und setze eher auf Whiteboards und Flipcharts.
 
@HeadCrash: ich weiß, woher latex kommt bzw. wofür es gedacht ist und aber eben auch, wie man es wofür verwenden kann! also lies du bitte erst mal, was man mit latex machen kann.

eine präsentation besteht aus wenig text, diagrammen und bildern schreibst du. und du glaubst, dass eine wissenschaftliche abhandlung (und dafür wird in der regel latex genutzt) nicht auch aus diagrammen und bildern besteht?
warum sollte dies dann mit latex nicht auch sinnvoll in eine präsentation gepackt werden können?! was bitte spricht dagegen? die herkunft von latex? ernsthaft?
warum sollte es also unvorteilhaft sein, sowas für eine präsentation mit latex zu machen?!
animationen, so schreibst du, bieten sich in präsentationen auch an. so, und kann man dies mit latex realisieren? ..... dies ist eine rhetorische frage! ;)

vorträge an meiner uni werden eigentlich nur mit latex erstellt. und das macht sie gewiss nicht schlechter! im gegenteil, die grafiken (und auch animationen, sofern integriert. das gibts manchmal auch) sehen sogar professioneller aus, als die von powerpoint, wenn da die grafiken mit powerpoint selbst erstellt wurden. gleiches gilt sogar auch für überschriften usw.

man kann vieles mit latex komfortabel erstellen!
wie gesagt, bevor du so einen quatsch behauptest, informier dich doch bitte vorher erst mal!...
ich finde es schon erstaunlich, dass du offensichtlich überhaupt keine ahnung davon hast, was man mit latex wie machen kann, dafür dann aber eine meinung hast und auch noch so sehr an dieser festhältst, obwohl du gar keine solide grundlage dafür hast...
so, wie wenn es draußen regnen würde und du behauptest, dass es nicht regnet. da kann ich mich nur wiederholen und sagen, dass es eben doch regnet und du doch bitte genauer hinschauen sollst.
damit glaub ich auch kaum, dass diese diskussion hier noch zu was führt... entweder glaubst du mir oder du informierst dich halt mal richtig! und beschäftigst dich vielleicht sogar mal mit latex und stellst erst dann behauptungen auf, wenn du eine entsprechende grundlage dazu hast!...
 
@larusso: Glaub mir, ich hab mich laaaange mit LaTeX beschäftigt und wenn es eines nicht ist, dann komfortabel. Man kann sich sicherlich dran gewöhnen, aber dieses Gelaber, dass man ja nur mit LaTeX ansprechende und umfangreiche Texte und wissenschaftliche Abhandlungen erstellen kann, ist gelinde gesagt Humbug. Jeder soll das Tool benutzen, mit dem er glücklich wird und Du wirst mich nicht von LaTeX als Tool für Präsentationen überzeugen können. Und wenn LaTeX "professioneller" aussieht als PowerPoint (wie auch immer man das objektiv bestimmen will), dann liegt es daran, dass sich der LaTeX-Benutzer sehr stark mit der Materie auseinandersetzen muss (denn sonst bekommt man nicht mal einfache Texte wirklich schön hin), während PowerPoint jeder Dau bedienen kann und glaubt, damit gleich den großen Wurf zu landen. Aber sei's drum. Für Dich ist LaTeX das ultimative Präsentationstool, für mich nicht. Lassen wir es dabei.
 
@HeadCrash: moment mal, seit wann geht es hier denn um die jeweilige persönliche meinung?!? dir gings doch in keiner zeile um die meinung. du hast es als fakt dargestellt, dass latex dafür nicht verwendet werden kann! von persönlichen vorlieben oder geschmäcker haben wir beide definitiv nicht geredet!

es ist natürlich was anderes, wenn du z.b. lange abhandlungen nicht mit latex schreiben möchtest, weil du dich damit nicht anfreunden kannst/willst. aber zu behaupten, dass es ja nur gelaber wäre, dass längere texte am besten mit latex geschrieben werden, ist von dir dagegen nur gelaber! natürlich geht es mit latex am besten (das hat auch nichts mit geschmäcker zu tun). denn latex bietet einem einfach nicht abstreitbare vorteile, die gerade bei langen wissenschaftlichen abhandlungen die nachteile von latex, wie z.b. die kenntnis von befehlen (und der code generell) wieder mehr als ausgleichen!
trotzdem, will sich jemand nicht damit anfreunden, ist das natürlich auch okay. wenn er sich den krampf mit word & co. geben will, ist das in ordnung. was die meinung des einzelen dann betrifft, ist auch etwas, worüber ich nichts gesagt hätte. und so hätte ich hier dann auch nichts geschrieben. ;)

wenn du also latex schon für lange texte nicht magst, dann nehm ich mal an, dass dies auch der grund für deine abneigung von latex für präsentationen ist (denn die herkunft von latex als argument gegen den einsatz bei präsentationen ist ja, wie du hoffentlich selbst weißt, nicht gerade ein starkes). das aber macht deine aussagen zur verwendbarkeit von latex auch nicht richtiger. auch nicht, wenn du jetzt plötzlich mit "meinungen" ankommst. (ich lasse jedem seine meinung, aber diese sollte dann auch klar so formuliert werden. ich hab oben schließlich auch nicht meine meinung aufgeschrieben, sondern fakten. auch meine analogie mit dem regen sollte dies verdeutlichen! schließlich wird latex auch häufig für präsentationen verwendet. und wenn es dafür nun wirklich so untauglich wäre, wie du es hier darstellen willst, dann wäre es auch nicht so häufig im einsatz. wer dann letztlich latex oder etwas anderes für präsentationen lieber nutzt und es hier so auch geschrieben hätte, das wäre abhängig von einer meinung. das wäre dann eine diksussion über meinungen. unsere aber nicht!)

zur der professionelleren anmutung mit latex. ich meinte nicht, dass die optik vom ersteller selbst abhängt, sondern wie latex elemente letztlich kompiliert. während man bei powerpoint z.b. schon mal schnell treppeneffekte sieht, ist das bei latex nicht der fall.

und dafür, dass du dich "laaaange" mit latex beschäftigt hast, enttäuschst du mich z.b. mit dem wörtchen "zusatzmodul". welches ich übrigens so auch gar nicht geschrieben habe. das hast du dann da reininterpretiert. wie lange war also "laaaange"?...
und schade ist es dann, dass du, solltest du dich tatsächlich "laaaange" mit latex beschäftigt haben, die vorteile von latex für z.b. lange (wissenschaftliche) abhandlungen nicht schätzen gelernt hast. du könntest latex ja immer noch nicht toll finden, aber zumindest seine bedeutung und die überwiegenden vorteile unterm strich anerkennen. und eben, dass du in dieser "laaaangen" zeit dann zudem nicht entdeckt hast, dass man damit auch präsentationen schreiben kann (ohne irgendwelchen zusatzmodulen). auch wenn das für dich vllt so unkomfortabel gewesen wäre, wie texte schreiben.
so gesehen, lässt mich das alles an deinem "laaaange" etwas zweifeln. aber ist ja auch egal. für mich war die diskussion ja vorher schon vorbei und jetzt gings uns beiden plötzlich auch noch um persönliche meinungen...
 
@HeadCrash: Naja - probier mal einige komplizierte mathematische Formeln in PowerPoint einzufügen. Da freut man sich dann LaTeX zu nutzen!
 
@Illidan: Das tu ich in Präsentationen sehr selten ;) Aber dafür ist LaTeX tatsächlich sehr gut, auch wenn ich für die zweimal, die ich das evtl. brauchen würde, auch mit dem Formeleditor aus Office klarkommen würde. Der funktioniert ja sehr gut, aber viele Formeln will man damit nicht schreiben.
 
@Illidan: Ach komm, als ob man Formeln nicht nahezu aus jedem Editor heraus exportieren und in PP in nahezu jeglicher Form wieder importieren bzw. einfügen könnte.
 
@Illidan: Kommt immer auf den Umfang an, entweder via LaTeX aber was inzwischen auch ganz gerne für kleinere Präsentationen von mir genutzt wird ist reveal.js -> https://github.com/hakimel/reveal.js (-:
 
@stenosis: Gefällt mir! Werde ich mir mal genauer anschauen!
 
Powerpoint ist ideal um Probleme zu vertuschen, also einfach die Probleme in einen langweiligen Vortrag mit zahlreichen Folien ansprechen und hinterher die pspdatei per Mail an die Teilnehmer schicken (liest eh keiner)

Wenn es dann kracht kann man klarstellen das alle beteiligten Informiert waren und niemand gehandelt hat.
 
Als ob es an Powerpoint liegen würde -- da die meisten Vortragenden einfach nur schlecht sind, sich nicht vorbereiten und sich komplett auf die Powerpoint stützen, ist ein schlechter Vortrag schon vorprogrammiert...Im Prinzip sollte das Medium vollkommen egal sein - wenn der Vortragende es drauf hat....
 
"von Informationen, die NUR mündlich wiedergegeben werden"
Ohne PP-Unterstützung sind die wichtigen Infos Teil des "NUR MÜNDLICH"en. Mit PP Unterstützung sind die sicherlich auf den Folien zu finden und nicht NUR im mündlichen zu finden.
Also ist das Ergebnis der Studie "man merkt sich wichtige Infos eher als unwichtige" ?!

Entweder ist die Beschreibung des Ergebnisses schlecht oder die ganz Untersuchung sinnfrei?!
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