Google soll Independent-Musiker mit YouTube-Löschung erpressen

Der Suchmaschinenkonzern Google soll die Marketing-Macht, die seine Video-Plattform YouTube für kleinere Musiker inzwischen hat, ausnutzen, um Independent-Labels zu erpressen. Diesen Vorwurf hat deren Verband Worldwide Independent Network (WIN) ... mehr... Musik, Sound, equalizer Bildquelle: Polysonic Musik, Player, Kopfhörer, U-Bahn Musik, Player, Kopfhörer, U-Bahn

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Da wird aber wieder viel angenommen und reininterpretiert. Erst kommt die Musikindustrie und lässt massenhaft Musikvideos löschen. Jetzt bietet man ihnen einen Vertrag an, bei dem die Entgeltung geregelt ist, das ist aber auch wieder nicht recht. Dass dann google im Zweifel die Videos löscht, für die Google das nutzungsrecht nicht besitzt, soll dann wieder Erpressung sein? Ohne einen solchen Vertrag wirklich gesehen zu haben, kann man sich hier kein Urteil bilden, wer jetzt in diesem Fall der Böse ist.
 
@FatEric: Du machst den Fehler, Indie-Labels mit Universal und Co in einen Topf zu werfen.
 
@iPeople: Das spielt rechtlich gesehen keine Rolle! Ob ein kleines Label oder ein riesen Konzern dahinter steht. Es geht wohl auch darum, dass ein Song rechtlich einwandfrei gezeigt werden kann, ohne dass man Ansprüche gegenüber Google stellt, was ja in letzter Zeit immer wieder vorgekommen ist. So wie ich den Text verstehe, ist aber der Betrag, den Google anbietet, zu gering. Es geht also wie immer ums Geld.
 
@FatEric: Es spielt eine sehr große Rolle .... Indie-Labels haben im Gegensatz zu Majorlabels nicht das Dudelradio oder Viva/MTV als Plattform zu verfügung. Und ja, es geht um eine lächerliche Summe, die Google bereit ist, zu zahlen, dafür dass sie die Rechte an den Tracks haben wollen. Google will sich für schmalen taler einen Freibrief erkaufen.
 
@iPeople: Was ändert sich denn für die Indy Labels? Ernst gemeint jetzt. Bisher laden sie die Titel hoch und bekommen wenig Geld für viele Clicks. Jetzt müssten sie einen Vertrag unterschreiben, bei dem wieder wenig Geld für viele Clicks (mehr oder weniger steht hier nich) gezahlt wird.
Gerade für die Indie Labels ist doch gerade das Bekannt werden viel wichtiger als das Geld. Das richtige Geld macht man bei Youtube doch eh erst ab einer Millionen Clicks und mehr. Und wenn man diese Schwelle mal überschritten hat, dann ist man auf das Geld von youtube eh nicht mehr angewiesen. Ich sehe das übrigens so. YouTube ZAHLT! sogar noch etwas dafür, dass man bekannt werden kann. In der Regel läuft das andersrum.
 
@FatEric: Google will die Rechte für die Tracks haben. Das bedeudet: Google kann dann damit machen was sie wollen ohne das die Labels oder Künstler darauf Einfluss haben.
Heisst natürlich auch: Google kann damit Geld verdienen und entscheidet was oder ob überhaupt Labels und Künstler finanziell beteiligt werden.
Im Grunde macht Google nichts anderes wie die grossen Studios - nur Google will das für Lau haben.
 
@FatEric: Ich kann jetzt nicht sagen, wer der böse ist von beiden, aber wenn die Musiker/das Label die Musik selber hochlädt, sind die Nutzungsrechte bei Google wohl das kleinste Problem.
Daher gehts wohl einzig darum, noch irgendwie Geld durch die Plattform zu verdienen,
was ja auch erlaubt ist. Die Frage ist mehr, wie siehts denn mit den Verträgen anderer Musikherstellern aus?
 
@glurak15: Das "Böse" ist schon, dass Google das Recht für die Nutzung für sich beansprucht. Bei FB regen sich alle auf, dass FB die Nutzungsrechte für hochgeladene Bilder haben will. Google will das Selbe mit der Musik erreichen, und ich finde das Böse.
 
@iPeople: Google kann nicht böse sein, das wäre überhaupt nicht mit ihrem Motto "dont be evil" vereinbar.
 
@gutenmorgen1: Ups, mein Fehler .
 
@FatEric: Wie iPeople schon sagte. Du kannst die riesigen Musik Labels nicht mit Independent Labels vergleichen. http://de.wikipedia.org/wiki/Independent
 
@psyabit: daher wär die frage angebracht ob die großen genau so schlechte verträge unterschrieben haben, wenn die summen identisch sind und sich die kleinen davon zu wenig geld versprechen kann ich google verstehen. in ländern wie deutschland ist es nun mal schwierig ohne die rechteverwerter eine plattform wie youtube zu betreiben, da mit unserer verwertungsgesellschaft kein blumentopf zu gewinnen ist müssen die labels wohl direkt die kleineren beträge akzeptieren - zb sony bmg hat sich sehr über die gema aufgeregt und hätte den vertrag schon lange unterschrieben (da durch den jahrelangen streit schon zig millionen von google bezahlt worden wären, so aber kein cent abspringt).
 
@otzepo: Du wirfst da einiges durcheinander
 
@iPeople: ich verstehe schon was du meinst, weil es um die flatrate im play music store geht und nicht um youtube, aber dem grunde nach könnte sich das kombinieren lassen indem youtube für die musikvideos zuständig ist und den leuten mit werbeeinblendung den sonst kostenpflichtigen content zeigen könnte, wenn google sich das lizensieren würde - mit deutschland natürlich nicht vergleichbar, weil unsere gema trotzdem zuständig ist auch für die eigene musik die ein künstler auf seiner eigenen homepage einspielt ist gemapflichtig - aber in anderen ländern könnte ich es mir vorstellen.
 
@otzepo: Du gehst fälschlicherweise davon aus, dass es nur in Deutschland eine Verwertungsgesellschaft gibt. Desweiteren, wenn Google die Recht für seinen Streamindienst braucht, soll Google ordentliche Verwertungsverträge anbieten und nicht sagen "Hey, ihr ladet ein video bei uns hoch? Ist jetzt meins".
 
@iPeople: in anderen ländern können die künstler und labels an den verwertungsgesellschaften vorbei ihre werke selbst zu geld machen. Sony BMG hat künstler die es bereits tun und überlegt selbst direkt mit ins geschäft einzusteigen. wenn ich das richtig verstanden habe muss in amerika ein künstler der auf seinem eigenen konzert nur seine eigene musik spiel diese veranstaltung nicht der verwertungsgesellschaft melden und dafür bezahlen (in deutschland müssen die künstler erstmal bezahlen, bekommen aber den größtteil der gebühr wieder zurück, wenn sie es korrekt mit playlist etc einreichen und auch so angemeldet haben).

verwertungsgesellschaften sind gegründet um eine bessere verhandlungsbasis zu haben, diesen schritt scheint google hier ja aushebeln zu versuchen.
 
@otzepo: DAs können die Künstler hier auch. Der Vertriebsweg wird durch die GEMA nicht vorgeschrieben.
 
@iPeople: habe da gerade mal nachgelesen. wenn ein gemamitglied eine cd verkauft muss diese bei der gema gemeldet werden und der kracher, auch wenn man kein mitglied bei der gema ist braucht man eine freigabe von der gema für das presswerk! somit wird der gema die auflage etc mitgeteilt und man ist als künstler also nicht um die gema rumgekommen. eigentlich ist bei tonträgerherstellern die GVL zuständig in der man anscheinend mitglied werden muss um eine labelnummer auf den tonträger zu schreiben und keine ahnung, der rest klingt irgendwie doppelt gemoppelt wie eine zweite GEMA nur eben für labels und nicht für die künstler selbst, ich kapiere es nicht und klinke mich hier aus :D
siehe gvl.de
 
@otzepo: So wie ich es Verstanden habe geht es den Indie-Labels nicht darum das Sie zu wenig Geld bekommen. Primär geht es bei Youtube um die Verbeitung der Musik. (Fans gewinnen) Die Problematik ist das Google die Nutzungsrechte auf Ihre Musik haben bzw mit den Verträgen wollen. Das passt den Indie-Labels nicht. Bei nicht unterzeichnen der Verträge wird die Musik der Musiker des Labels gelöscht. In dem Sinne erpressung... Ich kann mir nicht Vorstellen das Sony Google die Nutzungsrechte für Ihre Musik gibt.
 
@psyabit: Ganz genau so hab ich das auch verstanden ... eun nein, Sony würde Google was husten.
 
@psyabit: Ach, okay - ich habe es anders verstanden und daher mal eben den originalartikel im guardian gelesen - aber jetzt weiß ich gar nicht mehr worum es geht. die rede war vom streamingdienst, da dachte ich an diesen play music dienst für 7,99 im monat - aber es ist ja die rede von einem neuen dienst den es noch gar nicht gibt. wer von YT geld will um gestreamt zu werden muss auch die rechte an selbst hochgeladenen videos abtreten, "alles oder nichts" ist also die erpressung.
 
@otzepo: Hmm da muss ich gleich ma den Artikel im Guardian lesen. Scheint nicht 100% klar formuliert zu sein. Oder ich bzw wir sind zu dumm :P
 
@psyabit: ich habe gerade den artikel noch mal gelesen und entweder du hast mit deiner vermutung recht oder im artikel steht eben einfach nur blödsinn. alleine schon der letzte satz verwirrt mich total, werbung und trotzdem geld bezahlen oder werbefrei und doppelt so teuer - und einen dienst den google schon anbietet noch mal unter anderem namen anbieten? und wenn die labels nicht mitziehen wird alles was deren musik enthält einfach gelöscht? häh? vielleicht wissen wir morgen mehr, wenn die briefe veröffentlicht werden.
 
@FatEric: Ähm... Das ist doch nicht richtig, da verwechselst Du 2 Dinge. Das eine ist Youtube, das andere ein "Streaming-Dienst" ala Spotify. Da gehts um eine Platform die in Konkurenz zu Spotify steht. Für diese beginnt (bzw ist mitten drin) Google Lizenzen zu kaufen. Wer mit den Bedingungen von Google (bei denen z.B. die Künstler weniger als bei Spotify verdienen) nicht einverstanden ist, wird aus Youtube - einer GANZ anderen Platform gelöscht. Das ist schlicht und einfach Erpressung, und ein Ausnutzen einer Quasi-Monolstellung. Wenn sich MS oder sogar Apple sowas jemals erlaubt hätte, gäbs vermutlich weltweit mehrere hundert Herzinfarkte vor Aufregung, weil die zwei das ultimativ böse sind... Bei Google ists eh ok...
 
Google muss man ENDLICH stoppen! Google MUSS auch in Deutschland steuern zahlen. DIe ganzen einnahmen was in Deutschland generiert wird, soll bitte auch HIER versteuert werden!
 
@Gannicus: Das ist aber kein "Google-Problem", insofern muss man nicht spezifisch "Google stoppen". Steuergesetzgebung in Kombination mit "internationaler Verteilung eines multinationalen Konzerns derart, dass möglichst geringe Steuern anfallen" ist ein Spiel, das alle großen Konzerne spielen, und das erst durch die entsprechende Gesetzgebung ermöglicht wird. Insofern solltest Du diese Forderung etwas pauschaler stellen :)
 
@FenFire: Falsch! Nicht alle große Konzerne! Große Internetkonzerne Ja! z.b. Google, Facebook, Twitter und co.. Man muss endlich handeln die Firmen dazu bringen Steuern zu zahlen. Das jährlich sicher 10 Milliarden Euro die Deutschland gut gebrauchen könnte.
 
"Don't be evil!" -Jaja, am Arsch!
 
Zum Glück wird MediaGoblin bald einfacher zu installieren sein, sodass die Labels ihre eigene MediaGoblin-Instanz als zweites Standbein betreiben können und nicht mehr auf Youtube angewiesen sind. http://mediagoblin.org/
 
Business as usual. Niemand in der Musikbranche ist unschuldig. Das Business dort ist einfach mörderisch. Solche Verhandlungen und Taktiken sind absolut nichts ungewöhnliches. Hier hat WIN halt die Strategie gewählt das ganze Öffentlich auszufechten.

Von mir aus macht das Google nicht böser oder weniger böse. Es ist logisch das sie den besten Deal für sich sichern möchten. Zitat vom Guardian:

"At Music Connected, Caldas said "The ironic thing is that the service that pays the least is the service that’s the most well funded and run by the biggest company in the world: their figures are by far the worst, whether you measure them on a per-stream basis or a per-user basis," before adding "I can’t say Billy’s right, but I can say that he’s not wrong." – a hint at possibly-fraught negotiations between Merlin and YouTube."

Da sieht man worum es wirklich geht. Geld.

Wenn Youtube wirklich mit dem Blockieren von Content gedroht hat darf das so nicht stehen gelassen werden. Das wäre absolut übel. Ich kann mir das aber irgendwie nicht vorstellen, das scheint mir eine zu einseitige Anschuldigung zu sein. Aber das muss sich noch zeigen.

Ich bin einfach gegen diese "Heugabel und Fackel" Mentalität die hier mal wieder geschürt wird.
 
@hundefutter: Schwarz/weiss-Denken beiseite zu legen ist alles andere als einfach. Es erfordert ein flexibles Oberstübchen und "viel" Erfahrung bzw wissen. Aber klar in einer von Angst getriebenen Gesellschaft naheliegend das die mehrheit mit "Heugabeln und Fackeln" unterwegs sind.
 
So vom Prinzip her... irgendjemand lädt irgendetwas auf Youtube hoch. Youtube/Google möchte dafür das derjenige eine Lizenz Vereinbarung unterzeichnet. Das erinnert mich dann doch ziemlich an deutsche Zeitungsverlage mit ihren Textausschnitten auf Google. Keine Textausschnitte auf Google => weniger Seitenaufrufe der jeweiligen Nachrichtenseite, aber Hauptsache sich bei Google über diese Textauszüge bescheren. Und die deutschen Zeitungsverlage tun sich irgendwie schwer damit selber das WWW für ihre Zwecke selber zu nutzen. Wo ist die Independent Webseite, wo die Künstler ihre Videos hochladen können? Oder gibt es die sogar, bloß dummerweise ruft die kaum jemand auf?
 
Hätten sie die Aktion mit den großen geldgeilen, den Hals nicht voll bekommenden Labels und Entwertungsgesellschaften durchgezogen hätte ich es gut gefunden, aber so ...
 
mit einer armee an rechtsverdreher sollte das ganze kein problem sein. abgesehen davon weiss ja jeder das google auch sonst mit dem staat "zusammen arbeitet" :)
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