China verbietet Windows auf neuen Regierungs-Computern

Die chinesische Regierung hat angekündigt, dass man bei neuen Behörden-Computern künftig die Verwendung von Windows 8 als Betriebssystem untersagen wird. Stattdessen will man verstärkt in die Entwicklung eines eigenen Linux-basierten Betriebssystems ... mehr... Betriebssystem, Windows 8.1, Start-Button, Windows 8.1 Werbung Bildquelle: Microsoft Betriebssystem, Windows 8.1, Start-Button, Windows 8.1 Werbung Betriebssystem, Windows 8.1, Start-Button, Windows 8.1 Werbung Microsoft

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Man kann so reagieren oder die NSA zum Beschützer und Freund erklären und ein kräftiges weiter so. Die Konsequenzen muss letztlich jeder selbst verantworten.
 
Solange das weniger Malwareverkehr im Internet bedeutet, ist mir das recht.
 
Ich denke mal hier geht es nur darum von Windows weg zukommen, den gerade das einstellen des Supports macht deutlich wie Abhängig man sich hier als Land macht. Man kann von ausgehen das es nicht mehr lange dauert das jedes Land diesen Schritt nach macht um die IT Systeme die durch sie genutzt werden in die eigene Hand zu bekommen und somit die Kontrolle. Ob das dann eine OS ist die extra neu geschrieben wird oder ein bestehen System dementsprechend angepasst wird steht dann auf einem anderen Blatt.
 
@Der-Magister: Aber der Support wurde doch nicht über Nacht eingestellt. Der Lifecycle ist doch von der Geburt an bekannt. Wenn es die Organisationen und Firmen verpennen, dass sie rechtzeitig auf etwas Neues, meinetwegen auch Anderes, umschwenken, dann sind doch erst mal sie selbst schuld. Ich finde diese Diskussion so haarsträubend. China sind ja nicht die einzigen die davon betroffen sind. Es hat ja auch noch so viele andere plötzlich und unerwartet getroffen. Epic fail, kann ich da nur sagen... und ich denke mal, die Admins werden rechtzeitig gewarnt haben, das wird meistens an anderen Stellen verschnarcht...
 
@DioGenes: Es ist ja nicht nur Windows, das erneuert werden muss. Da hängt noch Säckeweise Behördenspezifische Software dran, die ebenfalls für teuer Geld für Win8 umgesetzt werden muss.

Verschlafen haben es ganz offensichtlich alle miteinander und ich denke auch nicht, dass man nur deswegen noch nicht umgestiegen ist, weil man Möglichkeiten wie ein Landeseigenes Linux prüft.

Dass man aber darüber nachdenken sollte, ob man sich das Theater beim nächsten Supportende erspart, indem man auf ein Linux wechselt und damit auf Dauer Geld spart, finde ich für mehr als Klug.

In der Realität sieht es aber anscheinend so aus, als ob LiMux überhaupt nicht existent wäre, um auf dessen Code- und Erfahrungsbasis einen kostengünstigen bundesweiten Umstieg zu prüfen.
 
@gutenmorgen1: Na ja, bei Linux gibt es auch keinen Endlos-Support für eine bestimmte Version. Die 14.04 LTS wird für 5 Jahre supported. Dann ist da auch Schluss. Wer im IT Bereich meint, dass da etwas für länger als 5-7 Jahre dauerhaft unverändert Bestand hat, täuscht sich.
 
@DioGenes: Dann nimmt man halt RHEL mit 10 Jahren (+3 Jahre gegen weiteres Abo) Support. Und selbst wenn das alles um ist, lässt sich bei genügend Bedarf sicherlich noch jemand finden, der zusätzlichen Support anbietet.
 
@Overflow: Wenn ich es richtig sehe, wurde XP insgesamt ca. 13 Jahre supported.
 
@DioGenes: Mit 14.04 LTS meinst du sicher Ubuntu. Zu deiner Information: Ubuntu ist zwar eine Linux-Distribution, allerdings ist Ubuntu nicht Linux! Außerdem kann man jede Linux-Distri einfach upgraden, da geht nichts verloren, man muss einfach nur das /home-Verzeichnis mit übernehmen, dann ist der Käse gegessen.
 
@McFly: Okay, muss zugeben, ja Ubuntu und ja, kenne mich mit Linux nicht so supergut aus. Läuft aber mittlerweile Prima auf meinem Notebook als Alternative ;-)
 
@DioGenes: Ja, aber es ging mir eher darum, das bei Windows nur Microsoft den Support leisten kann. Wenn bei Redhat der Support für eine Version von RHEL ausläuft, kann eine andere Firma den Support übernehmen, da OpenSource.
 
@DioGenes: Alles klaro :-) Man muss ja nicht alles wissen. Ich bin mit meinen "Hauptmaschinen" vor etwa 8 Jahren zu Linux (Debian) "übergelaufen", allerdings habe ich hier auch noch neben einer XP-Maschine noch 2 Win7-Maschinen und eine 8.1-Maschine laufen. So ganz konnte ich mich doch von Windows nicht trennen, zumal ich einige Sachen habe, welche nur unter XP laufen (die Steuerung meiner TK-Anlage z.B.), da kann ich auf MS-Software nicht so ganz verzichten.....
 
@Overflow: nicht zu vergessen, dass es den lokalen IT Markt hilft, heisst das Geld bleibt in China und Arbeitsplätze werden geschaffen
 
@McFly: Hi, geht mir ähnlich. Hatte schon überlegt, gänzlich zu Linux zu switchen (obwohl ich MCP / MCTS bin :-), aber zu viel gekaufte Software die nur unter Windows läuft... Aber mal sehen, den einen oder anderen Rechner werde ich sicherlich noch zu Linux switchen, wird langsam auf dem Desktop immer angenehmer. Selbst meine Frau kommt mit dem Notebook mit Ubuntu bestens klar. Absolutes Tauglichkeitskriterium ;-)
 
@gutenmorgen1: Erfahrungsgemäßt muss man bei Linux bei releasewechseln oft denselben weg gehen den du hier ansprichst (anpassen an Version x). Die Überlegung rein auf dieser Grundlage finde ich etwas abwegig.
 
@0711: Ein Releaswechsel würde u.U. überhaupt nicht zur Debatte stehen, weil der Support eines Linuxderivats und einer bestimmten Version von irgend einem Privaten Unternehmen im fast Endlos bereitgestellt werden kann. Nicht so bei Windows.
 
@gutenmorgen1: was üblicherweise in einer Unwirtschaftlichkeit endet, kann man natürlich als Staatsorgan in betracht ziehen.
 
@0711: Es kommt immer auf Anzahl der Geräte an. Für eine Fima mit ein paar Hundert Arbeitsplätzen ist eine (Externe) Speziallösung sicher nicht Empfehlenswert. Für einen ganzen Staat mit mehreren Zehntausend oder Hunderttausenden Arbeitsplätzen ist eine Speziallösung, die noch dazu alle X Jahre neu ausgeschrieben werden kann, ganz sicher günstiger, WENN sich Menschen, wie diejenigen, die am Eurohawk beteiligt waren, vom Projekt möglichst fern halten.
 
@DioGenes: es geht mir hier nicht um Windows XP, das Ende des Supports war für mich nur ein Beispiel der Abhängigkeit der IT Infrastruktur eines Staates. Hier Ziele ich dann auch nicht auf den Privatbereich sondern klar auf die des Staates, also Datenverarbeitung, Steuersysteme usw. Gerade heute wo die Sicherheit und Beständigkeit der Daten immer höhere Priorität bekommt muss sich einfach jeder Staat fragen ob er das in Abhängigkeit anderer belassen will.
 
Und in ein paar Monaten oder Jahren sehen gewisse Personen ein, das mit Windows doch vieles einfacher war? Wäre zumindest nichts neues.
 
@Edelasos: Das wird weniger das Problem sein aber man wird merken dass auch größere releasewechsel unter Linux vorbereitet werden müssen
 
lange genug haben die chinesen sich ihr zeug zusammengeklaut, nun ein eigenen BS ist doch was! da hat ms sicher ein kleines einnahme problem...
 
@snoopi: Nö, ist eh fast alles geklaut...
 
News von Morgen: Strohfirma von NSA steigt in Entwicklung von Linux Kernel ein
 
@Fallen][Angel: Das war die Zeitung von vorgestern ;)
 
Absolut verständlich. Die USA bemühen sich ja auch heftig chin. Firmen aus dem Markt zu drängen mit fadenscheinigen Begründungen wie Sicherheitsaspekte usw..
 
Linux is only for free, if time has no value :)
 
Das ist doch schön. Mal ein Land, welches tatsächlich auf die Snowden-Veröffentlichungen reagiert. Da können sich die Geheimdienste ihre Backdoors in Windows und Windows-Software bald in die Haare schmieren. Wenn sie chinesische Behörden weiter ausspionieren wollen, können sie sich dann demnächst an einem speziell angepassten Linux die Karten legen.

In Deutschland reicht es hingegen noch nicht einmal dazu Mobiltelefone und Tablets mit proprietärer Software aus Parlament und Behörden zu verbannen, geschweige denn dazu, verwaltungstechnischen und politischen Geheimnisträgern bei Strafandrohung zu untersagen per Handy oder unverschlüsselter Email Dienstgeheimnisse auszuplaudern.

Ich habe auch so ein paar Spezialisten im Bekanntenkreis, die mir, zwar verschlüsselt (Notgedrungen, weil ich unverschlüsselte Emails an mich direkt ungelesen auf dem Webserver loesche.) aber immerhin, Betriebsinterna ihres Arbeitgebers in Wort und Bild (z.B. Dokumente wie Patientenakten, abfotografiert mit dem Handy) zuschicken, wenn die ihnen in irgendeiner Weise lustig oder interessant erscheinen.

Da wundert es mich nicht, dass man im Internet schon vor Jahren deutsche Behördendatenbanken komplett mit Namen, Geburtsdatum, Anschrift, Bankverbindung, Kreditkartennummer, Sozialversicherungsnummer, Steuernummer usw. von Millionen von Bundesbürgern käuflich erwerben konnte und heute noch kann. Als ich mich vor Jahren im Evaluierungsauszug einer solchen Datenbank wiederfinden konnte, habe ich mich ausbürgern lassen, meine Sozialversicherung zum Teufel gejagt um die Nummer loszuwerden, meinen Namen geändert, meine deutschen Konten geschlossen und neue angelegt und bin umgezogen (sowohl in meinen neue Wahlheimat als auch innerhalb Deutschlands) um auch meine Anschrift ungültig werden zu lassen. Das deutsche Behörden die offenbar keinen Plan von Datenschutz haben meine Daten noch einmal an Kriminelle in aller Welt verraten passiert mir garantiert nicht mehr.

Würde ich eine deutsche Behörde leiten, die mit Daten der Bevölkerung umgeht, müssten die Mitarbeiter vor Arbeitsantritt sämtliches elektronisches Gerät am Eingang des Dienstgebäudes abgeben. Nur für Herzschrittmacher würde ich eine Ausnahme machen. Die Zustände wie wir sie heute haben, dass Mitarbeiter von Behörden mit Kollegen über Dienstgeheimnisse reden und dabei ihr Handy oder Tablet in der Nähe liegt oder gar der Dienstrechner ein Mikrofon/eine WebCam und Internetverbindung hat sind eine Datenschutz-Katastrophe. Wenn dann noch ein paar Leute darunter sind, die, wie meine Bekannten, mit dem Handy ihren Bildschirm mit sensiblen Daten abfotografieren und das Bild gar einem Aussenstehenden wie mir zuschicken, ist der Datenschutz-Supergau komplett und deutsche Bürger brauchen sich nicht wundern, wenn Kriminelle aus aller Welt bald mehr über sie wissen als sie selbst. Und persönliche Informationen führen zu immer mehr Informationen. Wer bei der Bank eines anderen Bundesbürgers anruft und von diesem Name, Geburtsdatum, Kontonummer, Kreditkartennummer und sogar Kennworte weiss, weil er das alles in einer raubkopierten Datenbank nachlesen kann, der kann schon ganz schön viel Schaden anrichten indem er die Identität des anderen übernimmt.

Wenn man dann Politiker und andere Staatsbedienstete mit ihren Handys und Tablets durch die Gegend laufen sieht, möchte man die am liebsten wegen Verrats am eigenen Volk vor Gericht stellen. Mir fällt dazu nur der Filmtitel: "...denn sie wissen nicht, was sie tun." ein. Wie kann man nur so naiv sein?
 
Und wann kappen wir die Direktverbindung zur NSA und den Wirtschaftsunternehmen der USA die mit Hilfe von Windows (Microsoft) exsersiv Betriebsspionage betreiben?
 
@PCLinuxOS: ist doch ganz einfach: ziehe die netzverbindung vom rechner ab und schon haste ruhe ;)
 
Die größten Internetspione sind die Briten. Und die schaffen das gänzlich ohne Zugriff auf Softwarekonzerne. China geht es um ganz was anderes und die Rolle des Staates in der Wirtschaft ist auch eine gänzlich andere. Außerdem braucht China ersatz für XP, da fast alle Betriebssysteme dort illegale raubkopien sind. die Leute können nicht einfach mal eben ein Win 8 upgrade für 50 euronen kaufen. China will geleitet vom Staat eigene Marktmacht aufbauen. Rußland hat mehr Beef mit den USA und pusht windows und windows phone. denn windows phone kommt bald komplett aus finnland. außerhalb des patriot act II wirkungsgebietes ;)

Da ich genug Leute bei der Stadt München (Limux) kenne, wünsche ich China viel Glück mit Linux... sie werden es brauchen :D
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