Amazon presst offenbar hohe Rabatte aus Buchverlagen

Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung münden in schwerwiegenden Vorwürfen gegenüber dem Handelskonzern Amazon. Dieser soll seine Marktmacht einsetzen, um den Verlagen weitaus höhere Rabatte als üblich abzunötigen, hieß es. mehr... Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Bildquelle: Amazon Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Amazon

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Na ganz toll. Bin momentan am überlegen welchen Ebook Reader ich mir zulege. Da hat es mich schon sehr gewundert wie Amazon auf solche Preise kommt. Es gibt echt oft einen Unterschied bis zu 10 Euro zwischen offenen Plattformen und Kindle. Aber wenn man weiß wie der Preis zustande kommt, sieht das gleich anders aus. Bei internationalen Shops bleibt leider nur kobo oder Amazon übrig.
 
@something: Das ist nix Neues in der News. "Eingeweihte" wie Buchhändler, Bibliothekare, Verlagskaufleute usw. wissen das schon viel länger! Und hat irgendjemand was Anderes erwartet / angenommen?
 
Nicht das ich das Gut finden Würde, aber völlig normal!
Egal welche Branche man nimmt, überall wird Erpresst, bist du nicht günstiger nehm ich es eben von einen Anderen.
Selbst ich vergleiche Preise (Erpresse Anbieter) und wenn ich etwas (bei gleichen Service) irgendwo günstiger kriege, gehe ich dort hin.
Vieleicht hat das irgendwo auch ein Gutes, die vermaledeite Buchpreisbindung geht über den Jordan?
 
@Kribs: Klar gibt es Rabatte wenn man in großen Mengen kauft bzw. verkauft. Aber sowas abzuziehen ist echt unter aller ***. http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article128085710/Wenn-Amazon-extra-langsam-ausliefert.html
 
@something: Und ?, was ist daran so schlimm, nimmt man eben einen anderen Anbieter z.B. Buch.de! Der Markt und die Verbraucher können solch ein verhalten Abstrafen. Ansonsten bleibt es jeden Unternehmer belassen WIE und welche Produckte er verkauft.
 
@Kribs: Sie können es, bzw. könnten es. Aber sie tun es nicht, denn "die Verbraucher" als Gesamtheit handeln auch nicht anders als Amazon, sie optimieren für sich die Kosten (bzw. maximieren den Gewinn) und kaufen dann bei dem Händler mit dem niedrigsten Preis.
 
@FenFire: Ja, nicht zu ändern, dann ist eben wieder ein Stück der Vielfalt weg, ein neues Stück kommt bestimmt nach! / Quatsch, das ist ein Nehmen und Geben, Amazon kann nicht ohne die Verlage, aber die Verlage sehr wohl ohne Amazon. Mann/Frau sollte sich nicht von der "Brillanten" Artikulierung des Artikels "beeindrucken" lassen.
 
@something: Dir ist doch hoffentlich klar, dass dies Verlage und größere Buchladen-Ketten ALLE so handhaben und dies nun nur hochkocht, da Amazon als Vertrieb entsprechend gewachsen ist und diese Gangart übernommen hat? Hier geschied nicht Neues oder Verwerfliches... nur verdienen die normales Täter in der Opferrolle plötzlich weniger und regen sich öffentlich darüber auf. Wenn sich die Autoren auf dieses Niveau begeben würden, würde Amazon als Held dastehen und die Abzockerverleger so richtig bluten.
 
@Kribs: Du: "...das irgendwo auch ein Gutes, die vermaledeite Buchpreisbindung geht über den Jordan...". Genau! Und der Buchhandel vor Ort und die Klein- und Selbstverlage gleich mit. Endlich eine "Marktbereinigung"? Oder doch eher eine Verarmung der Buch-, Medien- und Kultur-Landschaft und eine zunehmende Monopolisierung!? Ich meine Letzteres.
 
@Kiebitz: Ehm OK, jetzt wäre ich noch gespant auf den Faden, was die Buchpreisbindung mit dem seit Jahrzehnten postulierten Untergang des "Tante-Emma-Buchhandel" zu tun hat?
Wohl angemerkt, trotz (sei mehr als 20 Jahren) Untergangsgetöse existiert der stationärer Buchhandel immer noch: http://www.kulturradio.de/programm/literatur/buchmesse/umsatzzahlen-.html
 
@Kribs: Siehe die von Dir benannte Seite, wortwörtlich zitiert:"...Über Strukturwandel auf dem Buchmarkt diskutiert die Buchmesse nicht zum ersten Mal, aber wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal. Denn die Tendenzen vom liebevoll geführten Buchladen an der Ecke zum Versandgroßhandel ist fast ungebrochen..."! Noch Fragen dazu?! UND die Buchpreisbindung garantiert zumindest den "kleinen" Buchhandel den Mindestpreis und damit eine Mindesteinnahme. Entfällt die Buchpreisbindung schmälert sich der Gewinn. Noch Fragen dazu!?
 
Amazon eben...
 
@skyjagger: Profit um jeden Preis
 
@skyjagger: Genau richtig so....der Preis der bei Amazon auf der Website steht ist nicht schuld von Amazon sondern eben genau jener Verlage die das jetzt beklagen! Sie schmecken ihre eigene Medizin, sehr gut Amazon
 
@skyjagger: "Kapitalismus eben" sollte es eher heissen ;)
 
@tomsan: Richtig! Und Monopolisierung und Kultur-Verarmung ebenfalls!
 
@Kiebitz: joa, das stimmt auch. Zumindest das mit der Monopolisierung.
 
Top vorgehen von Amazon, von mir gibt's uneingeschränkt Beifall. Der Preis der auf der Amazonseite steht ist NUR und ausschließlich die Schuld der Verlage, zum glück bekommen diese Raffgierigen Vereine möglichst wenig davon ab, dem Beispiel Amazon sollten alle Buchhändler in Deutschland folgen dann kippt vielleicht endlich mal die Buchpreisbindung.
 
@0711: Wenn man keine Ahnung hat..... Die Buchpreisbindung ist gesetzlich geregelt, an die sich die Verlage zu halten haben.
 
@Krucki:

Den Preis entscheidet trotzdem der Verlag und daran müssen sich dann alle halten
 
@wezzy01: Genau, und Amazon will sich nicht dran halten, die wollen privilegiert werden.
 
@Krucki: Ich hoffe du nimmst dir das zu herzen was du sagst und bringst mal in Erfahrung welcher lobbyverband für den erhalt der Buchpreisbindung kämpft. Wenn man keine Ahnung hat.... völlig richtig
 
@0711: Du bist doch stolzer Bürger eines demokratischen Landes, dann mach dich stark für eine Partei die diese Gesetz ändern will. Mach dich stark gegen Lobbyarbeit. Das hat aber rein gar nichts mit der Wettbewerbsverzerrung zu tun, mit der Amazon droht und die hier Thema ist.
 
@Krucki: ich bin Realist genug um zu sehen dass in diesem land lobbyarbeit sehr viel Politik macht und da ist es nahezu egal welche Partei...es ist keine Wettbewerbsverzerrung, es ist einfach das eigene Gewicht in die Waagschale werfen, das könnte der Buchhandel in seinem eigenen eigenen verband auch aber die sind sich zu fein oder selbst größere Buchhandels ketten hätten sicher ein enormes gewicht...sie hatten ja auch jetzt Jahrzehnte ein recht ruhiges dasein und konnten gut mit der buchpreisbindung leben, sie mussten nur noch sagen wie viel gewinn sie wollen. Die Zeiten sind vorbei. Das ist was, was es auch in meinem dollen land gibt, die soziale Marktwirtschaft - das einzige Problem, die Buchpreisbindung unterbindet hier schon einen gesunden Wettbewerb. Ich erfreue mich weiter über Amazons vorgehen gegen die Verlage...und hoffe zumindest dass der Buchhandel hier sein eigenes GEwicht mal wahrnimmt und es in die Verhandlungswaagschale wirft, wobei die sind so eingerostet und wissen vermutlich nicht mit der Situation umzugehen.
 
@0711: Tu tust mir sowas von leid mit Deiner eingeschränkten Sichtweise. Siehe mal da: (02; re:2) Kiebitz! Der Buchhandel vor Ort und die Klein- und Selbstverlage gehen ein. Es entsteht wohl eher eine Verarmung der Buch-, Medien- und Kultur-Landschaft und eine zunehmende Monopolisierung!? Oder?
 
@Kiebitz: willkommen marktrealität. Monopolisierung habe ich aber im Buchhandel eher keine bedenken, es gibt in Europa und natürlich auch in Deutschland doch schon sehr große Konzerne hinter diversen Buchhändler dass ich mir da keine Sorgen mache. Dass Tante Emma da u.U. nicht mithalten kann, könnte passieren...ist wie bei den Supermärkten und Discountern, ja Tante Emma hat keine große Chancen gegen diese aber ehrlichgesagt trauere ich keinem einzigen Tante Emma Laden den ich kante hinterher und ich sehe auch nicht wo hier ein Versorgungsnachteil o.ä. passiert ist. Fakt ist, die Buchpreisbindung hilft nur den Verlagen fette Gewinne abzusahnen, durch das mächtige Gegengewicht Amazon im Handel spüren Sie ihre eigenen Medizin. Wieso selbstverlage eingehen sollten erschließt sich mir allerdings nicht - sollten sie sowieso keine exklusiven interessanten angebote haben sind sie keine Bereicherung für den Markt, sollte sie das haben werden sie auch ohne Buchpreisbindung ihr Geld verdienen können.
 
@0711: Du:"...ein Versorgungsnachteil o.ä. passiert ist..."? Ich schon, z.B. außerhalb von (Groß-)Städten z.B. auf dem "flachen" Land. Warum gibt es wohl Projekte wie "Dorf"-Läden. Ist Dir aber wahrscheinlich kein Begriff, siehe da: https://www.google.de/search?q=dorfladen&oq=dorfladen&aqs=chrome..69i57j0l5.3240j0j4&sourceid=chrome&es_sm=93&ie=UTF-8
Im übrigen ist Dein "Fakt" kein Fakt und ändert auch nichts an meiner Aussage bezüglich Verarmung der Buch-, Medien- und Kultur-Landschaft und eine zunehmende Monopolisierung!
Übrigens "kleine" Buchläden machen nicht nur Buchverkauf, sie organisieren zu ihren Lasten auch Veranstaltungen wie z.B. (Autoren-)Lesungen, Kinderbuchnachmittage usw. Mal daran gedacht? Vermutlich auch nicht!
Du:"...sollten sie (die Selbstverlage) sowieso keine exklusiven interessanten angebote haben sind sie keine Bereicherung für den Markt..." AHA! Also all jenes welches dem Massengeschmack entspricht hat Marktberechtigung?! Das Selbstverlage oft gerade jene Literatur hervorbringen die eben nicht dem Massengeschmack entsprechen macht sie ja gerade so interessant / wichtig. Und es ist ja oft auch die Literatur die von den normalen Verlagen wegen zu geringer möglicher Verkaufszahlen abgelehnt wird und somit dem Markt vorenthalten würden. Alles zusammen: Du hast Dich anscheinend nicht wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt und das eine oder andere Hintergrundwissen fehlt Dir wohl auch.
 
@Kiebitz: Auch ohne die Supermärkte und co hatten die Dorfläden schon immer Nachteile und einen schweren stand da sie einfach wenig Laufkundschaft hatten. Das auf dem land ein Versorgungsengpass besteht ist kein modernes Phänomen sondern schon ewig so, wasglaubst du warum es die menschen schon vor Jahrhunderten in "Ballungsgebiete" zog? Übrigens kann man unsere vergangenen vorgänge diesbezüglich in vielen ländern auch heute beobachten. Die oben angesprochene Aktionen dienen dazu ein flächendeckendes Versorgungsnetz zu etablieren das in unserer heutigen modernen geselschaft viel eher vorhanden ist als es noch den tante Emma laden mit großen nachschubproblemen gab.
Ja was bringt denn die buchpreisbindung deiner Meinung nach? Ich zitiere mal "Im Jahre 2000 kam die Monopolkommission zum Ergebnis, dass eine Streichung der Buchpreisbindung das Kulturgut Buch nicht gefährde." und in vielen vielen vielen vielen anderen ländern funktioniert das komischerweise auch prima ohne, nur im norm gurkenland Deutschland nicht.
"z.B. (Autoren-)Lesungen, Kinderbuchnachmittage usw." gibt's hier beim Thalia auch...nein nicht alles was dem Massengeschmack entspricht aber wenn sie mit dem was sie anbieten nicht ihre kosten decken können dann machen sie schlicht was falsch....wir leben in einer Gesellschaft und Einzelgänger sind uninteressant und unprofitabel.
 
@0711: Ich weiß nicht wo Du beheimatet bist. Aber mir sind eigentlich nicht groß Thalia-Buchhandlungen auf Dörfern bzw. dem flachen Land bekannt! Es schrieb keiner -auch ich nicht- von kostendeckend. Ich schrieb lediglich davon Zugang zum Markt zu haben und der wird eben durch die Ablehnung bei großen Verlagen und bei Nicht-Berücksichtigung bei Amazon erschwert. "... leben in einer Gesellschaft und Einzelgänger sind uninteressant und unprofitabel..." Einspruch: Oft sind diese die Trendsetter auf deren Trend / Mode Andere später aufspringen. Und mit Deiner Logik müßten wir auch alle Theater und Museen schließen und abreißen- da geht auch nur eine Minderheit hin. UND wieso Einzelgänger uninteressant sind - das mag für Dich so gelten. Ich meine dass Einzelgänger oft besonders interessant sind. UND ich hoffe Du meinst das nur in Bezug auf Geschäfte und nicht gaaanz allgemein und weit gefaßt!? Z.B. auf Menschen / Personen. Denn auch da gibt es viele Einzelgänger die die Menschen weitergebracht haben.
 
@Kiebitz: das ist ein einfache wirtschaftsrechnung, wer nicht kostendeckend wirtschaften kann der kann nicht existieren, simpel. Auch Museen und Theater müssen kostendeckend arbeiten soweit möglich, die meisten hier in der gegend tun das auch, die anderen sind zu - und dazu gehören auch Exoten wie das schweinemuseum in dem es wirklich nur schrott gibt :). Einzelgänger sind für die wirtschaft uninteressant, ob sie als Person interessant sind ist in diesem zusammenhang völlig uninteressant.
 
@0711: "...Einzelgänger sind für die wirtschaft uninteressant...". Das bestreite ich eben bzw. sehe ich anders. ABER ganz nebenbei: Was um Gotteswillen wurde dann in dem Schweinemuseum gezeigt. Das würde mich doch interessieren. Habe ich noch nie von gehört.
 
@0711: Wo klatscht du denn Beifall? Amazon bekommt die Bücher zu viel besseren Konditionen als der kleine Laden an der Ecke. Bzw presst Amazon unüblich hohen Rabatt raus... und das machen sie bestimmt nicht zum Wohle des Kunden. Kosten überall gleich. Geht nur um Bereicherung/Marktmachtsteigerung von Amazon
 
@tomsan: Exakt, Kosten überall gleich weil die Verlage die Buchpreisbindung nutzen um die Preise hoch zu halten und maximale Gewinne abzuschöpfen, einen "Preiskampf" im Sinne des Kunden gibt es schlicht nicht weil dieser Effektiv genau dadurch verhindert wird....und wer stützt die Buchpreisbindung und treibt dafür Lobbyarbeit? Genau! Die Verlage und nun lohnt sich das für die im Falle von Amazon plötzlich nicht mehr so -> die einzige reale Chance die Buchpreisbindung endlich zu kippen weil auch die schöpfer und verfechter kein Interesse mehr daran haben, sofern denn andere größere Buchketten hier mitziehen. Ich klatsche weiter Amazon Beifall zu diesem offensiven vorgehen
 
@0711: hm? Amazon versucht Muskeln spielen zu lassen und deren Marktmacht zu festigen. Nicht um die Buchpreise zu senken. Wenn ein Buch nun 9.95 Euro kostet, alle Händler das für 7,- Euro einkaufen.... dann klatsch Du nun warum genau Befall, wenn die "erpressen": "Gebt und das Buch billiger! Verkaufen das zu gleichem Preis... aber egal! Wollen das billiger haben. Mehr Gewinn! Oder ihr spürt mal die Konsequenz von uns"
 
@tomsan: mir geht es dabei garnicht um den gewinn von Amazon, sondern den verlust der verlage bzw insbesondere den schwindenden Vorteil für die Verlage der Jahrzehntelang verteidigten Buchpreisbindung. Das Amazon hier jetzt vorübergehend - oder je nachdem wie lange die sonstigen Buchhändler brauchen um mitzuziehen - auch länger der nutznieser ist, billige ich Amazon aufgrund der "Vorreiterrolle" gerne zu. Sollten die sonstigen Buchhändler einzeln meinen nicht eine derartige macht zu haben (allerdings gibt es davon schon ein paar Kandidaten die duchaus mächtig sind) sollen sie mal ihren verband zu was nutzen und gemeinsam in die Verhandlung ziehen.
 
@0711: Naja, geht hier doch aber NUR um die Gewinnmaximierung von Amazon. Nichts anderes. Vielen Verlagen geht es ncht sonderlich gut. Resultat, wenn die Erlöse wegbrechen: Erhöhung des Preises. Nicht Reduzierung und der Preiskampf wie beim Discounter mit "Gammel-Büchern" ;)
 
@tomsan: genau, Gewinnmaximierung auf kosten der verlage oder Gewinnmaximierung auf kosten der kunden (buchpreisbindung). Ersteres ist mir ganz recht, letzteres nicht und das ist auch der grund warum z.B. die billigen Einkaufspreise bei mir als kunde schon garnicht ankommen können. Tja wer nicht mit der zeit geht, geht mit der zeit und das wünsche ich den verlagen die an der buchpreisbindung festhalten wollen
 
@0711: Die Verlage wollen doch garnicht festhalten... das ist doch ein Gesetz!
 
@tomsan: Die Verlage kämpfen aktiv dafür dieses Gesetz beizubehalten (ooh schrecklich Vorstellungen haben die Verlage da, sowas wie ein Preisverfall könnte da einsetzen...fürchterlich, direkt kundenfeindlich) und die damaligen Initiatoren hätte man heute ebenfalls Verleger genannt....ja es ist ein Gesetz aber die Verlage sind sowohl an der Einführung wie auch am festhalten an diesem extrem beteiligt. Ist im wesentlichen das gleiche Vorgehen wie mit den Steuervorteilen für Hoteliers....ja die Steuervorteile sind auch im Gesetz, das warum ist hier aber essentiell...weil ein mächtiger Lobbyverband Interesse daran hat(te), nicht weil es für die Allgemeinheit besser ist. Die Verlage sind halt da aktuell - bis Amazon hier jetzt kam - in der komfortablen Situation, sie können fette gewinne abschöpfen, speziell bei ebooks....tja vorbei, schade aber auch
 
@0711: Solche Preisbindungen würde ich mir mehr wünschen, den Innenstädten würde das sicher gut tun. Denn bei derart verramschten Preisen wie man sie heute hat, kann der kleine Händler um die Ecke leider nicht mithalten und das resultat sind leere Fußgängerzonen.
 
@TuxIsGreat: was will ich mit verstopften Innenstädten? Von dem abgesehen finde ich solche preise vom kleinen Händler um die ecke sehr wohl, comtech bzw jes Computer ist so ein Beispiel - nur die sind nicht in der Innenstadt sondern in einem relativ kleinen kaff. Und welcher Händler halt nur apothekenpreise kann, Pech gehabt...vor allem dann wenn er nicht einen adequaten Mehrwert bieten kann und das können die wenigsten
 
Ich bestelle gerne was bei Amazon, aber beim E-Book habe ich mich ganz klar dagegen entschieden. Man sollte einem einzelnen Konzern nicht zu viel Marktmacht überlassen.
 
Also die Miete in einem Einkaufszentrum dürfte auch höher sein als die eines Ladens in irgendeiner Gasse. Amazon ist eine riesige Plattform mit sehr vielen potentiellen Käufern und lässt sich das halt entsprechend bezahlen. Die Verlage könnten ja durchaus auf Alternativen wechseln, wer ein Buch will, oder einen Autoren mag, der wird sicher nicht sagen "Nö das kauf ich nicht wenn's nicht auf Amazon ist!". Grad große Verlage sollten da doch Optionen haben Amazon zu meiden oder den Preis mitzugestalten - immerhin ist Amazon ja auch auf das breite Sortiment angewiesen. Dass die Verlage selbst anscheinend nicht den Zustand beklagen sondern Reporter denen das quasi in den Mund legen, dass sie abgezockt werden, sagt doch auch schon einiges.
 
Was ist besser für die Verlage?
1. Die Bücher mit hohem Rabatt an Amazon verkaufen, dafür ein paar mehr Bücher verkaufen.
2. Die Bücher nicht mehr über Amazon verkaufen und dafür noch weniger Bücher verkaufen.

Weil laut News "brauchen" sie ja Amazon.
 
@Blubbsert: Du hast das Missverstanden, Amazon bezahlt nicht für die direkte Überlassung (Gib mir 100 Bücher und ich zahle dir 65% des Buchpreises vorweg) sondern zahlt pro verkauften Buch an den Verlag 65%-75% des Buchpreises. Weiß ich durch Zufall vom Inhaber des Atlantis-Verlags hier um die Ecke.
 
@Kribs: Gut, dann lautet Blubbserts Frage eben

Was ist besser für die Verlage?
1. Die Bücher mit hohem Rabatt über Amazon zu verkaufen, dafür ein paar mehr Bücher verkaufen
2. Die Bücher nicht mehr über Amazon zu verkaufen und dafür weniger Bücher verkaufen

Laut News geht es hier um e-Books, es findet also keine Herstellung, Lieferung oder Lagerung von Papierbüchern statt, der Verlag muss nicht mit an Amazon gelieferten physischen Büchern in Vorleistung gehen.

Die Frage ist m.E. also davon unberührt weiterhin gültig.
 
@FenFire: Gut erkannt! Es geht hier um e-Books, es findet also keine Herstellung, Lieferung oder Lagerung von Papierbüchern zu Lasten von Amazon statt. Deswegen ja stürzt sich Amazon auf die eBücher, weil diese für Amazon weniger Kosten verursachen (Lieferung oder Lagerung von Papierbüchern z.B.) als "Papier"-Bücher. Und wenn man dann noch die eBuch-Preise kräftig drückt, ist der Gewinn umso höher! Hast Du das so mal bedacht!
 
@Kiebitz: Wenn es um eBooks geht, dann heißt das für mich als Kunde, ich kaufe z.B. via Kindle das Buch und es wird nicht jetzt sofort, sondern erst Morgen auf meinen Kindle "gespielt". So habe ich das jetzt verstanden. Das wäre aber bei einem eBook doch "Käse". Bei einem gedruckten Buch würde ich diese "verlangsamte Lieferung" ja noch verstehen, das sie möglich ist.
 
@Kiebitz: inwiefern bedacht? es geht ja nicht darum, warum Amazon das macht, das steht ja bereits in der News. Die Frage, von der hier die Rede ist, ist die von Blubbsert, nämlich welche der beiden Varianten 1. und 2. für die Verlage besser ist. Und die lässt sich nicht dadurch beantworten, warum Amazon die eBook-"Einkaufspreise" drückt oder ob Amazon dabei seinen Gewinn steigert. Vielmehr geht es um die Frage, bei welcher der Varianten die Verlage besser da stehen. Es ist ja durchaus denkbar, dass für die Verlage die von Amazon gewünschte Variante 1. immer noch besser ist als 2. Sicherlich wäre den Verlagen eine dritte Variante
3. Die Bücher mit geringem Rabatt und zugleich in hoher Stückzahl über Amazon verkaufen
am liebsten, aber die steht aktuell zumindest nicht zu Verfügung (weil eben Amazon zur eigenen Gewinnsteigerung stattdessen 1. haben will).
 
@FenFire: Die Fragen sind nicht die von Blubbsert. Denn wenn die 1. "immer noch besser" sein soll sehen die Verlage das wohl ganz anders. Ist ihr gutes Recht. Und deshalb haben / hätten sie auch das Recht die Marktmacht von Amazon einzuschränken / einschränken zu wollen wie eben Variante 3. UND dadurch das Blubbsert zwei Varianten vorgibt zur Diskussion ist das doch bloß ein billiger rhetorischer Trick. Ich könnte genauso drei Varianten vorgeben oder ganz andere, die genauso gleichwertig ihre Berechtigung haben / hätten. Beispiel: Ein Mensch steht vor einem Abgrund und ich biete dem zwei Varianten an: Entweder Du springst von selbst oder ich trete dir so kräftig in den Hintern dass du stürzt. Dann bliebe doch auch noch eine 3. Variante für mich zur Diskussion offen, ich lasse den gehen. Durch die ersten 2 Vorgaben soll die letzte dann aber nicht diskutiert werden? Sehr sehr merkwürdig das.
UND nochmal:"...3. Die Bücher mit geringem Rabatt und zugleich in hoher Stückzahl über Amazon verkaufen am liebsten, aber die steht aktuell zumindest nicht zu Verfügung (weil eben Amazon zur eigenen Gewinnsteigerung stattdessen 1. haben will)..." Warum sollen das denn die Verlage aber nicht aus IHREM Gewinnstreben versuchen / machen? Die haben doch das gleich Recht dazu wie Amazon - oder? UND warum dann sollen die Verlage die Variante 1 als bessere sehen? Eine Zwangslösung ist eben nicht immer die beste!
 
@FenFire: Nein, eigentlich ist die Fragestellung viel einfacher:
Darf ein Unternehmen seinen Gewinn steigern in dem es Preisnachlässe aushandelt, und darf das Unternehmen Druck aufbauen indem es den Warenverkehr verlangsamt?
Die Verlage müssen nicht über Amazon verkaufen, können somit Ihre Wertschöpfung selbst gestalten.
 
@Kribs: Das ist aber nicht Blubbserts in [o7] angebrachte Fragestellung (lies doch einfach oben nochmal nach), sondern eine andere (die sich beim Lesen der News stellt, sowohl aus "moralischen" Standpunkten als auch aus gesellschaftlichen/gesamtökonmischen) :)

Und die Verlage "müssen" natürlich nicht über Amazon verkaufen, wenn aber die Antwort auf Blubbserts Frage "1." lautet, dann wollen sie das vermutlich, da derzeit nur die Varianten 1. und 2. zu Verfügung stehen.

Deine Fragestellung aus Deinem [re:2] scheint - wenn ich sie richtig verstanden habe - zu lauten, ob 1. "sein darf" (und dann wohl 3. aus meinem [re:2] zu Verfügung stehen sollte).

Nochmal zur Erinnerung:

Frage: Was ist für die Verlage besser?
1. Die Bücher mit hohem Rabatt über Amazon zu verkaufen, dafür ein paar mehr Bücher verkaufen
2. Die Bücher nicht mehr über Amazon zu verkaufen und dafür weniger Bücher verkaufen
3. Die Bücher mit geringem Rabatt und zugleich in hoher Stückzahl über Amazon verkaufen
 
@FenFire: Was? Mein re:2 war der Hinweis das Amazon den Verlagen nicht die Bücher Abkauft um sie Weiterzuverkaufen, sondern das die Verlage die Bücher Amazon auf Anfrage zu Verfügung stellen und erst nach dem Verkauf (an Endkunde) Geld fließt, wobei Amazon einen Anteil einbehält.
Die Verlage Produzieren am Stück (pro Buch) mehrere 10.000 bis über 100.000, diese werden an die Einzelhändler auf Bestellung geliefert. Nicht Abverkaufe Bücher gehen an die Verlage zurück, und werden verramscht (Renitenten/ Altpapier). Weil Lagerung Teuer ist sich die Verlage sehr erpicht so viele Bücher wie möglich auszuliefern, der Einzelhandel übernimmt dann (Notgedrungen) die Lagerung.
Also ist die Fragestellung von Grund her Falsch, da die Verlage sonst höhere Lagerkosten hätten, oder höhere Produktionskosten bei "Gestreckter" Produktion.
Letztendlich, wie bei allen Michkalkulationen, wird der Endkunde den Preis zahlen oder nicht, die Abwägung für die Verlage ist, wollen sie Amazon oder lassen sie es.
 
Wer jetzt hier aus allen Wolken fällt und denkt Amazon ist so schlecht, der sollte sich etwas mehr informieren und nicht nur blind durch die Welt laufen. Wie bereits von anderen Leuten geschrieben ist das nicht nur bei Amazon so. Jedes Unternehmen versucht für sich das Beste zu bekommen. Wenn man auf diverse Kunden angewiesen ist dann kriecht man diesen auch in den A**. Es ist verständlich dass eine kleine Firma nicht so viel Druck machen kann wie ein internationale Großkonzern. Jedoch gibt es wichtige Kunden für die man fast alles machen muss. Diese Kunden bekommen extreme Rabatte und teilweise sogar Ware umsonst, nur damit man sie nicht verliert.

Wenn das schon schockiert sollte sich mal darüber informieren wie viel Firmengeschenke (Bestechungsgelder) bezahlt werden. Die Firmen bezahlen für die Kunden teure Reisen und top Hotels. Wer bei den Großen mitspielt sieht dann ein Auto als normales "Geschenkt" an. Korruption pur! Willkommen im realen Leben.
 
@Axel10: Aber das muß ja nicht vorteilhaft, gut für Verlage und Kunden wie wir auf Dauer sein. Und ob das marktmäßig richtig wäre bezweifel ich auch, Stichwort Monopolisierung, Verarmung der Verlags- u. Kulturlandschaft, immer weniger wirkliche Konkurrenz usw.
 
Schade wenn man sich so erpressen lässt, leider gibts viel zu wenig Hersteller die Eier in der Hose haben und ihre Preise nicht verreissen lassen. Dieses Gebaren hilft letztlich eigentlich keinem, vor allem nicht uns Kunden.
 
Aller Verlage an einen Tisch, eigenen Versandhandel aufbauen.
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