Ministerien lassen Behinderte im Regen stehen

Trotz der Verpflichtung zu barrierefreien Zugängen zu Informationen im Internet lassen noch immer drei Bundesministerien und das Bundespräsidialamt Menschen mit Behinderungen im Regen stehen. mehr... Internet, Online, Web Bildquelle: Terry Johnston / Flickr Webseite, Domain, URL, Adresse Webseite, Domain, URL, Adresse

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Aber wehe man verstößt als Bürger gegen eine Verordnung...
 
@jigsaw: Du hast das Recht dagegen Anzeige zu erstatten.
 
@knirps: schwätzen können die Leut halt viel. Aber wenns drauf ankommt sindse still.
 
@TurboV6: Ist halt immer das Problem bei Minderheiten. Und wir können von Glück reden das es sich in dem Falle um Minderheiten handelt. Ist ja auch nicht so das der Durchschnittsbürger regelmäßig ein Ministerium aufsucht, wo man sich fragen darf welche Priorität das wirklich haben muss.
 
@knirps: Und wenn man Anzeige erstattet hat das Ministerium wenigstens einen Grund die ganze Sache wegen einem "schwebenden Verfahren" noch weiter hinauszuzögern.
 
@jigsaw: Auf der anderen Seite gibt es viele Anlaufstellen in DE, mitunter sogar kostenlose, um etwas gegen seine Legasthenie tun zu können.
 
@knirps: Das ist richtig, allerdings ist es auch für Leute ohne eine dementsprechende Beeinträchtigung manchmal sehr schwer das verschwurbelte Beamtendeutsch zu verstehen. Ich frage mich manchmal wirklich, ob das bei manchen Schriftstücken überhaupt möglich ist, diese verständlich zu formulieren.
 
Verdammt, ich dachte schon die lassen die wirklich im Regen stehen :P
 
@mlodin84: Werden wir nicht "alle" von den im Regen stehen gelassen ?
 
Gebt denen doch einen Regenschirm. Jetzt stehen Wahlen an, als Geschenk mit dem Parteilogo drauf.
 
@oldbrandy: Regenschirme sind aus; aber es findet sich sicher noch ein Rettungsschirm. :)
 
Was hat die News mit der IT Welt zutun? Bzw. Was macht diese auf einer IT newssseite?
 
@balini: Meine Zustimmung. Das hat hier nichts zu suchen und ist reines Politik-gebashe. Etwas anderes ist vom C. Kahle scheinbar auch nicht zu erwarten.
 
@balini: oha ... es steht doch da? zugang zu informationen auf internetseiten der ministerien, und zwar in der sog. "leichten sprache". websites -> it-news -> machts klick? oder sollte der beitrag hier vielleicht auch in der "leichten sprache" verfasst werden? :D
 
@balini: Stichwort Barrierefreiheit im Internet. Das hat sehr wohl mit IT zu tun - wird nur oft vernachlässigt.
 
@balini: Informationstechnologie bezieht sich nicht nur auf Hardware und Software. Dazu gehören auch Dinge wie Data Mining, Informations- und Kommunikationsmanagement, Knowledge Management, ...
 
Ich sehe in der leichten Sprache eine potentielle Verarmung der Sprache. Daher frage ich mich, ob es nicht eher Sinn macht, sich der Problematik der Analphabeten zu stellen, indem man zum Beispiel Hilfe-Dienste anbietet oder ähnliches.

Hier nochmal ein Link zu solchen Regeln: http://www.leichtesprache.org/downloads/Regeln%20fuer%20Leichte%20Sprache.pdf

Ich muss sagen, dass dort viele Beispiele sind, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann, da sie auch den Sinn teilweise verdrehen.

Bspw.: Morgen ist die Wahl zum Heim-Beirat. =>wird zu => Morgen wählen wir den Heim-Beirat.
Das ist aber doch eine andere Aussage.

Oder ein weiteres Beispiel: "Vermeiden Sie alte Jahres-Zahlen." Statt "1867" soll man nur noch schreiben "Vor langer Zeit" oder "Vor mehr als 100 Jahren".

Ich finde das grenzwertig.
 
@kritisch_user: Ich finde es ein Armutszeugnis dass es einer Behörde nicht möglich ist allgemeinverständliches Deutsch zu formulieren.
 
@jigsaw: Das ist das eine... aber das Leben ist halt manchmal kompliziert, und für manche Informationen braucht es, positiv ausgedrückt, ein Mindestmaß von Verständnis beim Empfänger. Eine weitere Vereinfachung ist manchmal, wie von kritisch_user schon beschrieben, eine Sinnentstellung.
 
@jigsaw: Juristisches Deutsch muß halt gegen Misinterpretationen abgesichert sein. Darum ist es ja so kompliziert formuliert.
 
@kritisch_user: Auf einer allgemeinen Seite der Bundesregierung bzw. des Staates, erwarte ich, als Deutscher, weder Juristendeutsch noch Goethe für Fortgeschrittene, sondern allgemeines gutes und verständliches Hochdeutsch. Es gibt bestimmt Menschen mit einer richtigen entsprechenden Behinderung (Ich kenne nur 2 Analphabeten, da nützt diese "leichte Sprache" auch nichts), aber ich dachte nach dem Lesen der Beispiele auf leichtesprache.org eher so an 1)den vermeintlichen Dauer-RTL Zuschauer, 2) "Hey alder, was geht?" oder 3)Der Kenntnisstand von Zugewanderten Personen nach dem Grundkurs Deutsch. Ich finde das nicht nur grenzwertig, einige Beispiele auf liechtesprache.org finde ich sogar schwer lesbar, unverständlich und zu umständlich. Bin ich jetzt der Dumme, weil ich in Mathe multiplizieren und dividieren könnte, ich aber nur addieren und subtrahieren soll, weil die meisten Anderen es auch nicht können, oder wie?
 
@Lastwebpage: Jetzt hab ich mir doch glatt mal leichtesprache.org angesehen. Zuerst dachte ich, &*§#?, wenn die 'Leichte Sprache' so klingt wie die Seite aussieht, na dann gute Nacht. Aber es ist ja noch viel schlimmer. Vermeiden Sie den Genitiv, Konjunktiv und Verneinung. Trenne zusammengesetzte Substantive mit Bindestrichen. Verwende Wortwiederholungen, Synonyme verwirren die Menschen nur. >.< Generell, vergiss was du im Deutschunterricht als "guter Ausdruck" gelernt hast. Allerdings hat man in dem Dokument mit Ironie gearbeitet. Das finde ich wiederum gut. So heißt es an einer Stelle "Vermeiden Sie negative Sprache. Negative Sprache erkennt man an dem Wort: NICHT." und weiter unten dann "Wenn Sie einen Text NICHT verstehen, dann sind Sie NICHT dumm. Wenn sie einen Text NICHT verstehen, dann ist der Text NICHT gut." Das dazu :>
 
Was zum Geier hat denn "leichte Sprache" mit Behinderung zu tun? Selbst als Studierter ist mir dieses "Beamtendeutsch" ein Graus und ich muß idR alles 3x lesen eh ich kapier was die von mir wollen. ._.
 
@Aerith: "studiert" zu sein ist kein Indiz für besondere Intelligenz. Manchmal befürchte ich sogar das Gegenteil
 
@knirps: bei unserem Bildungssystem sagt studieren nur aus wie gut du vorgekaute Inhalte in einer Klausur unter Zeitdruck wieder auskotzen kannst. Ob du wirklich intelligent bist und die Sache verstanden hast zeigt sich erst im Berufsleben.
 
"Obwohl man sich gern verständnisvoll zeigt, wenn es einen Image-Gewinn verspricht, wird hier in der Praxis eher stillgehalten. " dieser satz triffts genau.
 
Von den Ministerien verlangen, eine vereinfachte und verständnisvolle Sprache zu nutzen? Das hieße ja, sie müssten endlich die Wahrheit sagen, und keine nichtssagende Sätze formulieren, oder um den heißen Brei reden.
Die Behinderten kommen immer als letztes...irgendwann.
Bin selbst behindert, ich mach schon so einiges mit, das man schon als reine Schikane verurteilen kann.
 
@RufusTFirefly: Im Gegenteil. Mit den vereinfachten Sätzen, kann man besser die Feinheiten weglassen. >>Man kann ja nichts dafür, das ist der Einfachheit des Textes geschuldet.<< Oder wie bei Leichte Sprache vorgeschlagen statt ÖPNV (Öffentlich Personennahverkehr) "Bus und Bahn" schreiben. Dafür darf man dann aber anschließend eine Liste von Bussen und Bahnen anhängen, welche nicht unter "Bus und Bahn" fallen, sonst ist der Ärger schon vorprogrammiert. Darüber hinaus verträgt sich diese "Leichte Sprache" nicht mit "Political Correctness" und "Gendering".
 
Wie steht schon in der Schweizer preambel? Der Zustand einer Gesellschaft misst sich am wohl der schwachen... Da wissen wir gleich wo wir stehen
 
Aja und das bedeutet, dass bald jeder im Internet gezwungen wird nur noch einzelne Wörter in Verbindung mit Bildern zu benutzen ?

Nichts gegen Minderheiten, aber irgendwie sollte man dann auch auf die Mehrheit achten.

Weil ich bezweifle fast, dass ein Analphabet sich komplett im Internet zurechtfindet.

Und bei Steuersachen etc. sollte gerade diese Personengruppe doch eher den persönlichen Kontakt zu einem Beratet vorziehen.
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