Fachkräftemangel: Firmen klagen, tun aber wenig

Die Software-Unternehmen in Deutschland klagen immer wieder über Nachwuchs-Sorgen und Fachkräftemangel. Nur relativ wenige tun aber auch etwas, um das Problem aktiv anzugehen. mehr... Entwickler, Programmierer, Fachkräftemangel Bildquelle: mac.net.ua Entwickler, Programmierer, Fachkräftemangel Entwickler, Programmierer, Fachkräftemangel mac.net.ua

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... dabei ist es doch so einfach, einfach 2000€ mehr zahlen pro Monat...
 
@wfhh:Coole Forderung. Entspricht ganz dem Bild, der Chef ist ein böser, raffgieriger Millionär, der keinen Cent an die Mitarbeiter verteilen will. An dem Klischee mag was dran sein, aber ist sicher auch nicht immer die ganze Wahrheit!
 
@bowflow: ein SE in einer Hochsprache (C#, C/C++, Java) in Festanstellung erhält im Schnitt 30€ Brutto pro Stunde (mit Ausnahme Appentwckler, die sind deutlich!! drunter). Ein Freelancer ist ca. 80€ bei Direktanstellung teuer und ein externer Berater ca. 100-120€. Was ich nie verstehe: Firmen holen sich lieber 3 Jahre einen externen Entwickler statt eine Festanstellung einzugehen. OK; mich freuts - ich bin Freelancer und Consultant. Aber für die Firmen KANN sich das nicht rechnen. Ich gehe nach 3 Jahren, sie haben mich enorm hoch bezahlt und ich nehm das Knowhow mit. Mich wollte neulich ein führendes Finanzportal in DE als Projektleiter einstellen. Als ich das Gehalt auf dem Zettel gesehen hab dachte ich die verarschen mich. Auch Firmen haben leider nicht verstanden, dass zwar viele Leute mittlerweile Coden können, aber noch lange keine professionelle Software-Entwicklung drauf haben. Ich werde daher weiter Freelancer sein; und von den Fehlern der Firmen (und unqualifizierten Mitarbeitern) profitieren.
 
@TurboV6: Die Budgets für Personal und Projekte kommen in der Regel aus verschiedenen Töpfen. Also kann man problemlos Freelancer beschäftigen, wenn die Personalmittel gekürzt werden. Natürlich hast Du recht, insgesamt kommt es die Firmen teurer....
 
@TurboV6: Die Erklärung ist ganz einfach. Personalkosten haben sowohl im öffentlichen Dienst als auch bei AGen und vielen anderen Unternehmensformen zu sinken.
Externe Berater sind keine Personalkosten, sondern werden oft Projektkosten oder andere Kostenstellen zugerechnet. Personalkosten schlecht, Projektkosten nicht so schlecht, man tut ja was. Das das nicht billiger ist sondern viel viel teurer ist bekannt und wird aus obigen Gründen trotzdem gemacht.
 
@LivingLegend: wenn Du eine korrekte Projektplanung machst werden interne Personalkosten ebenfalls ins Projekt fließen. Alles andre sind Milchmädchenrechnungen unqualifizierter BWLer.
 
@TurboV6: Die sind aber scheinbar in der Mehrheit ;)
 
@LivingLegend: ich hab jedoch keinerlei Mitleid mit denen. Eher mit den Mitarbeitern; zB Ende 40, 3 Kinder, Ex-Frau und 2800 Brutto bei 40 Stunden + unbezahlte Überstunden. Das als studierter Software Entwickler.
 
"tun aber wenig" Und das wenige was sie tun ist noch lauter schreien aber keinen Arsch in der Hose haben gut ausgebildete Leute, die sogar zusätzliche Qualifikationen haben, die das Potenzial haben die Fachkräfte von morgen zu sein zu erkennen und einzustellen auch wenn man denen vielleicht noch ein wenig unter die Arme greifen muss. Aber die BWL Affen denken halt nur von 12:00 bis Mittag und nicht langfristig.
 
@marcol1979: Jap ich wöllte auch gern noch meinen Techniker machen. Firma bezahlt es nicht, und selber leisten kann ich es mir nicht, da die Firma zu wenig zahlt.
 
@xerex.exe: Du kannst dich erstmal so weiterbilden mit MOOCs.
 
@jediknight: Wenn die Firma sich für die Weiterbildung einsetzt dann kann er die Weiterbildung aber während der Arbeitszeit machen. Es ist nicht sonderlich schwer Beispiele für Arbeitnehmer zu basteln die einfach keine Zeit mehr haben sich noch nebenbei zusätzlich zur Arbeitszeit und sozialen Verpflichtungen im größeren Maßstab (sprich mit Ziel auf einen Abschluß oder eine sonstwie für die Arbeit relevante und von der Arbeitsstelle annerkannte zertifizierte Qualifikation) fortzubilden.
 
Wer Bewerbungsphasen von mehreren Monaten und die Bewerber durch 3 oder mehr Gespräche durchsieben will, der brauch sich auch nicht wundern, dass die Bewerber abspringen, wenn nach dem ersten Gespräch schon klar is, dass man sich weit unter Wert verkaufen muss, um da anzufangen. Aber das erwähnen die Firmen ja nicht. Im "Software für Kunden"-Gewerbe zählt mittlerweile, dass man überzeugend Müll verkaufen kann und rumschleimt wie die letzte Wanderhure, also so in etwa Level: 9Live Moderator, nur der wird ein weitaus besseres Gehalt bekommen.
 
@DerGegenlenker: ich als Fachkraft und Bewerber fahre aber auch mehrgleisig und wenn jemand eher zusagt oder unter aus meiner Sicht besseren Konditionen, dann wähle ich natürlich den.
 
@divStar: ich würde auch prüfen, ob mir die Aufgaben, die ich dort machen werde, überhaupt zusagen oder ob ich unzufrieden bin. Ich verdien nämlich lieber 100€ weniger und bin dafür mit den Aufgaben zufrieden. Bei nem 2500er Gehalt bringen mir aber auch die besten Aufgaben nichts.
 
Firmen geben Fachkräften keine Chance. Immer nur auf Topkräfte zu Billigtarifen warten, bringt wenig.
 
@jediknight: ist das nicht immer so? Wir suchen Fachkräfte die bitte für einen Hungerlohn arbeiten kommen.
 
@jediknight: Richtig. Es ist auch hier die momentan alles zersetzende Geiz-ist Geil Mentalität.
Die Top ausgebildete Fachkraft will der Unternehmer natürlich nicht einstellen oder ausbilden, weil das Geld kostet.

Der Fachkraft-Mensch will natürlich ein Gehalt wo er nicht noch Hartz 4 dazu beziehen muss, und sich jeden Monat dem Arbeitsamt stellen muss.

Meine Meinung: 1. ein brauchbarer Mindestlohn muss her. Wozu arbeiten, wenn der Angestellte noch dazu das AA braucht??
Ein im Ganzen unsinniges System (vorsichtig ausgedrückt). Der Unternehmer verbucht noch mehr Gewinn (man beachte an diesem Punkt auch bitte, was ein Angestellter in Deutschland dem Unternehmen wirklich kostet!!) und holt sich die ausgebildete Fachkraft für ein Butterbrot, entweder aus dem Ausland, oder aus der Not heraus, aus der anwachsenden Harz4 Familie für ein Butterbrot.

Aber, wenn man mal ehrlich ist, die Jenigen lamentieren doch wohl am Meisten, denen es am besten geht. Die, die Gewinne einstreichen, oder vielleicht diesen ÖKO-Beschiss nicht voll bezahlen müssen, schreien am lautesten. Diese Leute stehen mit einer dicken Karre vor der Tür, haben ein schönes Haus und bezahlen aber keine Rechnungen - denn sie haben einen guten Anwalt. Was für ein System...

Einen Arbeitslosen einstellen und vernünftig bezahlen, geht natürlich gar nicht, das schmälert doch den Gewinn.
Aber Herumschreien, es gibt keine Arbeitskräfte! Gebt den Leuten eine Chance, bildet die Leute wirklich aus, nicht nur ein arroganter lustloser Ausbilder, sondern das Teamwork von dem alle so toll reden und die Ausgaben rentieren sich auch wieder, denn wer zu gierig ist bestraft sich irgendwann selbst.

Ich bitte Minusse zu begründen.
 
Was in letzter Zeit auch sehr auffällig ist, ist die geradezu überwältigende Anzahl von Stellen bei Dienstleistern. Es geht doch nichts über Jobs bei denen man nicht weiß wo man die nächste Woche verbringen darf. Da verkommt die eigene Wohnung zu einem Wochenendhaus wenn man sie ja sonst nie zu Gesicht bekommt.
Schuld daran sind aber vor allem die Helden die solche Zuhälter überhaupt beauftragen um sich dann am Ende noch wundern warum nichts geht und auch niemand mehr da ist der es wieder richten kann. Und ja, bei den dafür verantwortlichen kann man durchaus von einem Fachkräftemangel sprechen.
 
@Johnny Cache: Kein Wunder. Schließlich mach der Dienstleister alles billiger als man selbst. Auch wenn die Dienstleistung weit unter dem Niveau einer internen Abteilung liegt, egal, wir haben Kosten gespart.
Spare an allem, koste es was es wolle. Ganz schlimm sind die großen Dienstleister vom Schlage Atos/HP. Da werden Services für Preise verhökert, für die man nicht mal in Indien brauchbare Leistung bekommt.
 
@Sturmovik82: Haha, das ist ja witzig. Ich muss bei einem Kunden leider mit HP zusammenarbeiten und deren "Fachkräfte" kommen allesamt aus Ägypten, weil schön billig. Das ist das reinste Chaos, nichts gegen die Ägypter, die werden auch nur verheizt, aber im Endeffekt funktioniert nicht nur nichts, sondern auch gar nichts! Echt traurig!
 
@Johnny Cache: Vor allem muss man sich auch überlegen, was diese Zeitarbeitsfirmen eigentlich fürs "Nichtstun" einstreichen!!
Sinnlose Schmarotzer, die der Gesetzgeber finanziert.
Das ist meine Meinung.
 
@Johann1976: Rot-Grün ist dafür verantwortlich. Erst den Arbeitsmarkt und Sozialsystem zerstören und dann nach Fachkräften schreien.
 
@Johnny Cache: Ich kann dem nur zustimmen. Ich bin jetzt leider 3 Monate arbeitslos gewesen. Wenn man die Stellenanzeigen durch liest, werden über 90% inzwischen von Arbeitsvermittlern besetzt. Die wollen natürlich auch verdienen und das bekommt der Arbeitnehmer weniger. Die Firmen sind fein raus, andere kümmern sich ja um die Bewerber. Die Vorauswahl, etc. Sollte der dann eingestellte nicht mehr in die Firma passen, ein Anruf genügt und am nächsten Tag wird man woanders eingesetzt. Es wäre sinnvoller, wenn sich die Firmen wieder "ihre" Leute selbst aussuchen, dann können auch höhere Gehälter gezahlt werden. Mir wurden Stellen angeboten mit einem Gehalt das ich vor 8 Jahren hatte. Das wäre das Maximum was man mir geben könne. Und das als qualifizierte Fachkraft und über 20 Jahren Berufserfahrung.
 
Bin jetzt seit nem halben Jahr mit meinem WI-Studium fertig, hab gute Noten, aber finde keinen Job. Die Situation ist richtig beschissen, dutzende Bewerbungen rausgeschickt und bis heute nix als scheiße (manche Firmen gehen auch mit Bewerbern wie ein Stück Scheiße um). Auf dem Land einen IT-Job zu finden liegt bei 1%, so beschissenen is es zumindest hier in Bayern. Berufserfahrung hin, Berufserfahrung her, ja wie zum Teufel soll man Erfahrung sammeln, wenn man nicht mal einen Hauch einer Chance bekommt sich zu beweisen, jeder hat mal klein angefangen. Am besten einen mit 20, Masterstudium + 3 Jahre Berufserfahrung, traurig aber so is momentan die beschissene IT-Realität.
 
@JuraaruJ: Du kannst sofort einen Job haben. Geh hin und sag "Ich arbeite für 3,50€ die Stunde" und schwupp klapp es auch mit dem Job. (Ironie off) Ein Harz4ler bekommt mehr.
 
@JuraaruJ: Ging mir ähnlich, auch über ein Jahr gesucht. Auf dem Land kann man halt total vergessen, da musst du schon eine Stadt wie München. Nach 2-3 Jahren Berufserfahrung in den richtigen Bereichen kriegst du dann regelmäßig Anrufe von Headhuntern.
 
@JuraaruJ: auf dem land waren die jobaussichten schon immer gering(er) als in großstädten. in manchen bereichen gibt es auch zu viele absolventen dann wirds nochmal schwieriger.
 
Wenn ich so etwas lese stellen sich mir immer wieder die Nackenhaare hoch. „WIR HABEN IN DEUTSCHLAND KEINEN FACHKRÄFTE MANGEL !!! „ Wir haben hier nur Firmen die nicht die Gehälter zahlen wollen, so dass man in Deutschland leben kann. Nein dann holen sie sich lieber „Fachkräfte“ aus dem Ausland. Die sind ja so viel besser (billiger).
 
@bluedragoon: Genau so ist es. Ich arbeite bei einem IT-Dienstleister und würde auch gern neue Mitarbeiter in mein Team einstellen. Die Kunden sind aber nicht bereit unsere Tagessätze anzupassen und so haben wir kein Geld um neue Leute auszubilden/einzuarbeiten, denn diese kann man ja über lange Zeit erst mal dem Kunden nicht in Rechnung stellen. Und dass die Leute ein vernünftiges Gehalt erwarten ist ja klar und nachvollziehbar. Sehr traurig das Ganze
 
@bluedragoon: Das haben die im Ausland allerdings inzwischen auch schon gemerkt, die machen auch schon einen großen Bogen um Deutschland.
 
@bluedragoon: Ja, das habe ich auch an meinem eigenen Leib erlebt, in der Firma wo ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Die haben mich sogar gefragt, ob ich nicht noch ein paar andere SPS-Programmierer kenne, da sie dringend Leute suchen. Aber das Angebot was die mir noch während meiner Bachelorarbeit auf den Tisch gelegt haben, das war eine Beleidigung. Da ich aber meine Bachelorarbeit noch fertig kriegen wollte und ich meinen Zweitprüfer (mein damaliger Chef) nicht verärgern wollte, habe ich das erstmal unterschrieben, aber schon während des Unterschreibens war mir klar, dass ich die 6-monatige Probezeit in dieser Firma nicht beenden werde. Meine Bachelorarbeit habe ich noch mit vollem Elan beendet, aber danach (solange wie ich einen Job gesucht habe), habe nur noch lustlos vor mich hin gearbeitet und nur noch das Soll erfüllt. Die wollten mir nicht einmal 30.000€ Jahresgehalt zahlen. Lächerlich! Das habe ich denen auch so erzählt, nachdem ich etwas anderes gefunden habe, wo ich auch anständig (bezogen auf meine Ausbildung zum Mechatroniker, anschließenden 4 Jahren Berufserfahrung im Service von Schienenfahrzeugen und Elektrotechnikstudium) bezahlt werde!
 
@seaman: Selbe Firma sucht vermutlich mittlerweile für das doppelte Gehalt Leute und beschwert sich über Fachkräftemangel :p
 
@bluedragoon: Quatsch. Wir haben defintiv einen Fachkräftemangel. Selbst Firmen die sehr gut zahlen haben Schwierigkeiten Personal zu finden. Da kommen z.B. Bewerbungen von Leuten, die behaupten, dass sie programmieren können, aber wissen nicht einmal was Exception-Handling ist. Es gibt aber auch genügend Firmen, die keine 5.000 Euro pro Monat für einen Programmierer zahlen wollen, die bekommen oft null (!) Bewerbungen auf Ihre Stellen. Ich kenne es aus unserer Firma: für 35.000 wirst Du keinen Fachinformatiker mehr bekommen. Und das ist nur ein Ausbildungsberuf.
 
Das sie wenig tun, ist noch weit untertrieben. Sie bezahlen teilweise nicht mal die Fortbildungen die man so braucht. Und in keinem Land in der EU werden ITler so schlecht bezahlt wie hier. Darum kommen ja auch kaum noch welche aus anderen Ländern nach Deutschland.
Und das schlimmste ist, das 80 % noch über Zeitarbeit gesucht werden. Also brauchen dir firmen sich auch nicht mehr zu wundern, das immer weniger in den IT-Bereich gehen oder gar auswandern.
 
@Merlin35: Aktuell sind meine Pläne so, etwas Erfahrung in DE sammeln und dann ins Ausland. (Leider) bin ich in der Länderwahl sehr eingeschränkt, aber ich denke mit UK, Frankreich, Kanada, Australien und Neuseeland hab ich gute Chancen :) Wichtig ist für mich ein Sozialsystem das dem Deutschen möglichst entspricht... Gibt es echt selten... EDIT: Vermutlich wird es UK in drei bis vier Jahren :)
 
das was in der News steht und das, was hier von allen geschildert wird, kann man durch sämtliche Branchen ziehen... überall das selbe... wer etwas kann, wird nicht gefördert, aber immer weiter gefordert mehr zu tun für das selbe Geld. Alle setzen nur noch auf PAV, die ohne Hartz-IV-Gutschein keinen Handschlag machen oder die Hände weiter aufhalten, als man es dann wieder verdienen könnte... Das ist also eine allgemeine Situation auf dem Arbeitsmarkt - meiner Meinung nach.
 
Facharbeitermangel gibts nicht, nur geizige Firmen. Welcher Facharbeiter möchte sich unter Preis verkaufen und noch die Verantwortung für Z.B. einer ganzen Inbetriebnahme haben. Am Besten noch mit Auslandseinsätzen und dann noch für ein Butterbrot.
 
@simaticplc: Naja, ich bin zwar kein Personalentscheider, aber ich bekomme auch gelegentlich mit was sich so für Leute bewerben, wenn wir mal eine IT-Stelle ausschreiben (und zwar ganz normal 40 Stunden im festen Büro, keine mobilen Einsätze o.ö.), es ist auch nicht so leicht wie hier manche behaupten, wirklich qualifizierte Leute zu finden... zwischen jemand, der wirklich entwickeln kann und dabei auch Zusammenhänge versteht, mitdenkt (das machen viele leider nicht wirklich, auch von den vorhandenen Kollegen - oder auch sonst die Leute, wie viele sind schon im Alltag mit einfachen Konzepten wie "zuerst aussteigen lassen, dann einsteigen" offenbar überfordert) etc. (so jemand wird gesucht), und jemand, der von sich glaubt, "programmieren" zu können, und damit supertolle Arbeit zu leisten (solche melden sich gern), können Welten liegen. Also entweder gibt es keinen Mangel, nur von den vielen auf dem Arbeitsmarkt vorhandenen guten Leuten meldet sich keiner bei uns (mag ja sein, die Firma liegt so dass der Arbeitsweg für die meisten lang ist, die Gehälter liegen in etwa im Durchschnitt), oder es gibt doch nicht so ein großes Angebot an tatsächlich qualifizierten Fachkräften. Was nichts daran ändert, dass auch die auf dem Markt angebotenen Jobs oftmals mit Traumvorstellungen ("kann alles, arbeitet sich tot, verlangt dafür aber nur ein Butterbrot") einher kommen. Daher glaube ich persönlich, dass das Gejammere der Unternehmen zwar zum Teil hausgemacht ist (unattraktive Jobangebote), ein gewisser Fachkräftemangel an sich aber ebenfalls besteht. Aus "Die angebotenen Jobs sind Mist" folgt nicht automatisch "Die angebotenen Arbeitskräfte sind super".
 
@FenFire: Tja, mit Denen welche angeblich programmieren können haben wir in der Automatisierungstechnik auch viel zu tun. Die Bewerber haben zwar auf dem Papier alle Qualifikationen aber da ist es im Sondermaschinenbau nicht alleine mit getan. Wir setzen zumeist auf junge Leute um diese auf unser Gebiet zu spezialisieren und mit steigenden Fähigkeiten steigt auch die Bezahlung. Manchmal haben wir auch Glück und ergattern wie man so sagt auch mal einen alten Hasen. Wir sind zwar kein großer Laden aber unsere Bezahlung ist überdurchschnittlich und dadurch haben wir auch eine geringe Fluktraktion.
 
Tja der Markt bietet genug Fachkräfte die darauf warten eingestellt zu werden.

Nur die Firmen haben mit ihrer Weinerei ja ihr Ziel erreicht.
Die Poltiker öffnen immer mehr die Grenzen für billig Arbeiter aus dem
Ausland.
 
Fachkräftemangel das ich nicht lache. Samstag Zeitung auf und es geht ab Diplom- Ingenieur Gabelstablerfahrer los. Teilweise wissen die Firmen gar nicht was gebraucht wird bzw. welcher Beruf die gesuchten Tätigkeiten ausübt.
 
@olmos: Mag ja sein das die Zeitungen bei Euch voll davon sind, aber stehen auch die Gehaltsvorstellungen der Arbeitgeber dabei ?? Das glaube ich nicht, denn sonst hätten die Spinnweben am Briefkasten. Desweiteren stecken hinter den meisten Anzeigen Seelenverkäufer, ich glaube man sagt auch Zeitarbeitsfirmen dazu
 
Hey ich hätte Interesse mitzumachen, aber Hey stimmt ja ihr HeulsusenSaufköppe Ignoriert uns ja, also was solls!
 
Wen wunderts.....Gesucht wird eine eierlegende Wollmilchsau mit Projekterfahrung und Prozesskenntnissen für den Lohn eines Zeitarbeiters. Ich bin zur Zeit in einer Bewerbungsphase....unglaublich was da gefordert/ gewünscht wird und welche Leistungen (finanziell oder auch als geldwerter Vorteil) dem entgegensteht.
 
Ich denke, gerade weil es eben nicht viele wirklich gute Leute gibt, und einige wirklich schlecht sind, haben die Firmen Angst. Sie wollen die ganzen möchte-gern-profis eben nicht haben. Aber ein Zeugnis bzw. eine Diplom-Note sagt manchmal überhaupt nix aus, welche Qualitäten der eine oder andere hat. Und so sehen die Firmen nicht sofort, wer nun gut ist und wer nicht. Sowas können nur die besten der besten schnell "erahnen" in ersten Gesprächen mit Bewerbern, aber ganz sicher kann man erst nach ein paar Monaten sein. Ein Bewerber kann z.B. ganz besonders Aufgeregt sein am Tag der Bewerbung. Wenn nun aber seine Qualifikation eine andere ist, als Bewerbungen abzusolvieren (was ja ziemlich immer der Fall sein sollte), dann kann auch schon eine für einen BWLer schlecht laufende Bewerbung gar nix zur Qualifikation des Bewerbers aussagen. Und der könnte sogar auch noch einen schlechten Tag gehabt haben. Das alles zusammen führt zur einer Angst der Firma, dass die Leute schlecht sind. So. Das passiert unten an der Karriereleiter. Am anderen Ende der Leiter springen aber Leute mit Knowhow und langer Firmengeschichte ab. Da ist klar, dass man sie ersetzen möchte. Aber wir alle werden nicht als Chefs geboren. Eine gute Firma kocht jahrelang ihre Chefs selbst. Wenn sie gut ist, bleiben die Leute gerne in der Firma und irgendwer unter Ihnen hat die Qualifikationen schon. Man muss sie gar nicht so blauäugig extern suchen und eine Stelle ausschreiben, wo man am liebsten Gott persönlich hätte. Aber die Leute sind halt ängstlich und vielleicht auch etwas dumm. - Und noch was: Wenn eine Firma Fachkräfte sucht, kann das 2 Ursprünge haben: entweder die Firma expandiert, oder aber jemand der davon bei der Firma war, ist weg. Wahrscheinlicher ist das 2te. Und da gibt es auch mehrere Gründe: jemand ist verstorben, in die Rente gegangen oder aber hat gekündigt/wurde gekündigt. Und hier ist auch das letzte das wahrscheinlichste. D.h. wenn man eine Stelle in einer nicht-expandierenden Firma sieht, war sie fast sicher zuvor bereits besetzt und wurde wegen Unzufriedenheit des einen oder anderen frei. So und nicht anders sehe ich das ganze.
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