Springer-Chef: "Wir haben Angst vor Google"

Der Chef des Axel Springer-Verlages, Mathias Döpfner, hat wegen der weitgehenden Abhängigkeit seiner Branche von Google Alarm geschlagen. "Wir haben Angst vor Google", erklärte er in einem offenen Brief an den Aufsichtsrats-Vorsitzenden des weltweit ... mehr... Verlag, Axel Springer, Mathias Döpfner Bildquelle: Axel Springer Verlag, Axel Springer, Mathias Döpfner Verlag, Axel Springer, Mathias Döpfner Axel Springer

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Man kann zur Springer Presse wie man will, aber in diesem Punkt hat Herr Döpfner recht!
 
@paulchen_panther: Wie immer bei solchen themen spielen Emotionen eine grosse Rolle. Als Firma kommt man wirklich nicht ohne Werbung im Internet aus (je nach Branche besser oder schlechter), und Google bietet das "beste" Produkt bis jetzt. Jemand der so aktiv das Leistungsschutzrecht vorangetrieben hat sollte erst mal vor der eigenen Türe Kehren bevor er solche Sachen von sich gibt.
 
@hundefutter: Nein Google bietet als einzig wahrnehmbarer Anbieter dieses "Produkt" an. Ob es nun das Beste ist ... hmm, vielleicht waren sie einfach nur die Schnellsten. Das Leistungsschutzrecht spielt in dieser Diskussion keine Rolle.
 
@paulchen_panther: Doch, das Leistungsschutzrecht spielt eine Rolle. Mir scheint es als ob der Herr Döpfner plötzlich realisiert hat dass er am kürzeren hebel sitzt. Und das ist mir ganz recht so. Und zum Produkt: Google ist nur einer der unzähligen Anbieter. Google bietet halt eine gewisse Reichweite und gute Tools und Schnittstellen zum erfassen von Daten. Google ist bei weitem nicht der einzige Player in der Branche.
 
@paulchen_panther: Die Schnellsten waren sie sicherlich nicht. Welche Suchmaschine hast du denn 1994 benutzt? Also bei mir war's yahoo.
 
@ijones: Altavista, Yahoo, ... zumindest oft verschiedene! Und jetzt? Gott und die Welt benutzt Google. ____ Mit "die Schnellsten" meine ich auch nicht die Suchmaschine, sondern die konsequente Kommerzialisierung durch Google. Das hat so noch keiner geschafft. Und jetzt kommt auch kaum einer mehr in den Markt hinein, weil Google auf diesem Gebiet ein Quasi-Monopol hat.
 
@hundefutter: Also was mich betrifft kommen ausnahmslos alle(!) Firmen ohne Werbung aus. Und man mag es kaum für möglich halten, obwohl ich mangels geistiger Führung nicht weiß wofür ich mein Geld ausgeben soll, bleibt am Ende des Monats nichts davon übrig. Und ich wage sogar zu behaupten daß ich das Geld gerechter verteile seit ich keine Firmen mehr wegen ihrer nervigen Werbung blackliste.
 
@Johnny Cache: Du hast eigentlich Recht. Ich denke ich weiss worauf du hinaus willst. Es gibt allerdings Bereiche in denen Werbung durchaus Sinn macht. Sei es in der Medienbranche, selbständige Serviceanbieter oder Produktwerbung direkt zum Kunden. Wäre das eine Minusgeschäft würden da nicht so viele Firmen so viel Geld investieren. Das Problem ist das viele Firmen nicht wissen wie man das Werkzeug "Werbung" einsetzt. In den letzten Jahren ist da regelrecht eine neue Branche entstanden die von diesem "Unwissen" profitiert. Ein Freund von mir arbeitet bei so einer Firma. Das ganze ist wirklich sehr spannend.
 
@paulchen_panther: ja genau...das gejammer hört sich genauso an wie das am ende der pferdekutschenindustrie...erst wird versucht die konkurrenz lächerlich zu machen und dann hilfe beim gesetzgeber gesucht...und erst wenn man einsieht wie lächerlich man sich gemacht hat, dann rudert man zurück und versucht selber ins geschäft einzusteigen...leider ohne erfolg, weil der zug schon längst abgefahren ist...mich ängstigt jedenfalls ein totalbankrott des springerkonzerns überhaupt nicht...ich lese nur seriöse presse...
 
@paulchen_panther: Geschrieben hat er diesen Brief auf einem Monopol MSOffice und Monopol Windows Betriebssystem! Hier interessiert es niemanden auch nur einen feuchten, das MS Milliarden an Lizenzgebühren aus Unternehmen saugt und abhängig gemacht hat....
 
@Sequoia77: Falsch, sie haben das für guten Support bekommen. Die Unternehmen können jederzeit auch andere Anbieter (wie z.B. Redhat nehmen, kostet dann halt das selbe).
 
.....und wenn ich mir so die Puffjournaille anschaue, die der feine Herr Döpfner durch seine Schmierbande zu verantworten hat, kann ich nur eins sagen: Ich habe Angst vor Springer!
 
Es gibt keine Alternativen? Dass ich nicht llache. Oder hat Herr Springer angst, dass sich seine Leser über andere Quellen eine andere Meinung, als die der Springer-Presse BILDen?
 
@Glowbewohner: Er hats doch klar beschrieben "Wir kennen keine Alternative, die auch nur ansatzweise vergleichbare technologische Voraussetzungen zur automatisierten Werbevermarktung bietet" und damit hat er wahrscheinlich auch Recht.
 
@Glowbewohner: Die Nummer 2 - MS/Yahoo - bieten mit 30 Prozent Marktanteil leider weniger Reichweite und bezahlen nicht so gut. Genau das ist sein Problem mit Google.
 
Die Essenz des Ganzen: Wir lieben die Kohle, die wir mit Google einnehmen, es stört uns aber, dass wir sie teilen müssen. Niemand muss Google benutzen, auch nicht der Springer-Verlag. Und dass ausgerechnet der Chef vom Verlag des Schmierenblattes Bild Page vorwirft, "von einem Ort ohne Datenschutzgesetze und ohne demokratische Verantwortung" zu träumen, ist auch ein heftiges Stück. Ist es nicht die Bild, die ohne jede Rücksicht auf Datenschutz und demokratische Verantwortung Einzelschicksale gegen ihren Willen auf die Titelseite zerrt und durch extrem zugespitzte, suggestive und teils falsche Schlagzeilen sowie "Enthüllungen" die Volksmeinung manipuliert? Die Bild ist dutzendfach schädlicher und gefährlicher als Google. Denn Google könnte sich höchstens irgendwann mal in die kritisierte Richtung entwickeln. Die Bild hat die kritisierte Entwicklung schon lange hinter sich.
 
@Friedrich Nietzsche: Die Essenz ist, das es ohne Google gar keine Kohle mehr gibt und diese Abhängigkeit eine Hassliebe ist. Google sichert den Lebensunterhalt, macht das Unternehmen alleine aber nicht mehr tragbar.
 
@knirps: Es gibt Alternativen und die sind im Vergleich zu Google gar nicht mal so klein. Doch anscheinend ist dem Gros das zusätzliche Geld/Reichweite wohl mehr wert als eine große Auswahl an Anbietern im Online-Werbemarkt. Die Seitenbetreiber - auch die Bild - haben Google groß gemacht, nicht Google sich selber.
 
@Friedrich Nietzsche: Nene, Springe rund Co. haben sich nur an dem Bedient, was sich am besten Verkauft und das ist nun mal Google.
 
@knirps: Sage ich doch.
 
@Friedrich Nietzsche: Das kannste denen aber nicht zum Vorwurf machen.
 
@knirps: Dann brauchen die aber auch nicht Google die Schuld an ihrer aktuellen Situation geben.
 
@Friedrich Nietzsche: Ich erkenne diese Schuldzuweisung nicht. Es ist halt die Sorge dass das Internet zum Googlenet wird und diese Sorge ist berechtigt.
 
@knirps: "Einerseits geht Springer mit anderen im Rahmen einer Kartellklage vor der EU gegen Google vor und brachte mit seiner Lobby-Macht das Leistungsschutzrecht in Stellung." Man klagt nicht, wenn man der Meinung ist, der Beklagte hätte sich nichts zu Schulden kommen lassen.
 
@Friedrich Nietzsche: Diese Klage geht wohl mehr an die Gesetzgeber das sie es soweit kommen lassen haben. Der Markt entwickelt sich zu einem Monopol und gefährdet das System.
 
@knirps: Eine Kartellklage richtet sich in keinster Weise gegen den Gesetzgeber.
 
@Friedrich Nietzsche: Eine Kartellklage zeigt aber, das der Gesetzgeber nicht genug dagegen unternommen hat, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Es muss nicht immer eine direkte Richtung sein um auf etwas aufmerksam zu machen.
 
@knirps: Warum sollte der Gesetzgeber auch eingreifen? Ein Quasimonopolist ist per se erstmal nicht illegal. Erst wenn er die Konkurrenten künstlich klein hält, wird es ein Problem. Ist doch bei MS dasselbe. Die haben nachweislich Regeln verletzt und es wurde trotzdem nicht viel gemacht.
 
@Friedrich Nietzsche: Ob Quasi oder nicht, ein Monopolist untergräbt das System. Microsoft musste viel Geld zahlen und ein Auswahlmenü bereit stellen.
 
@knirps: Weil sie die Kartellbestimmungen verletzt haben. Nicht weil sie ein Quasimonopol haben.
 
"Er wirft Google-Gründer Larry Page vor, von einem Ort ohne Datenschutzgesetze und ohne demokratische Verantwortung" zu träumen." -> Ach da versucht jemand wieder die Lüge vom Internet als rechtsfreien Raum weiterzuverbreiten um den Leuten Angst zu machen. Der Springer-Verlag soll lieber vor seiner eigenen Tür kehren - gerade was demokratische Verantwortung angeht, oder die Rechte der eigenen Mitarbeiter, auf deren Kosten Springer immer noch Riesengewinne macht.
 
@moribund: Hinter diesem Ausdruck steckt noch etwas anderes. Dadurch das gerade er in Vertretung Springer diesen vermuteten Vorwurf erhebt stellt er sich selbst als Verfechter gerade eben des Datenschutzes und der Demokratie hin und alle die das auch so sehen sollen doch sich gefälligst gegen Google stellen und die heimische Presse unterstützen.. "Google braucht uns nicht. Wir brauchen Google" ist eine recht späte Einsicht nachdem man das LSR durchgedrückt hat.
 
@moribund: Dieser Vorwurf ist alles andere als unbegründet. Wenn man sich mal die Äußerungen von Larry Page der vergangenen Jahre anschaut, kommt man sehr schnell zu dem Schluss, dass er sie nicht alle Ostereier in seinem Körbchen hat. Der Typ hat ernsthaft gesagt, dass, wir in Zukunft alle unsere privaten Informationen offen legen müssten, um friedlich in dieser Welt weiter zu leben. Dieser Mann ist definitiv nicht der Freund als der er sich darstellt! - Google suxxx!
 
@doubledown: Mag sein, aber wenn ausgerechnet so'n heuchlerischer ***brocken vom Springerverlag damit daherkommt, ist das als wenn eine Krähe einen Raben schwarz nennt.
 
@moribund: Da haste Recht.
 
@doubledown: Ich findes es unerheblich ob sich Döpfner so äußert oder jemand anderes. Der Inhalt des Briefs bei FAZ.net ist höchst interessant. Döpfner zitiert auch Page:"Er träumt von einem Ort ohne Datenschutzgesetze und ohne demokratische Verantwortung. "Es gibt eine Menge Dinge, die wir gern machen würden, aber leider nicht tun können, weil sie illegal sind", verkündete Page schon 2013. "Weil es Gesetze gibt, die sie verbieten. Wir sollten ein paar Orte haben, wo wir sicher sind. Wo wir neue Dinge ausprobieren und herausfinden können, welche Auswirkungen sie auf die Gesellschaft haben." - Da bekommen die schwimmenden Pontons die Google seit 2011 baut einen relativ bedrohlichen Hintergrund. Man braucht ja nicht die kompletten Rechenzentren auf See zu verschiffen. Es reicht wenn die Daten in einem rechtsfreien Raum ausgewertet werden...
 
Dann soll er sich alternativen suchen oder selbst was aufbauen...^^
 
Wer zuerst willig die Beine breit macht um Geld zu verdienen, sollte sich nicht wundern wenn er als Hu.. bezeichnet wird.
 
Ich übersetze das mal als "Google wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!" Wenn die deutschen Verlage so eine Angst haben, warum entwickeln sie dann nicht gemeinsam eine Alternative und sperren Google aus? Aber nein, da müsste man ja was investieren und riskieren. Das wollen diese Freunde leistungslosen Einkommens nun auch wieder nicht, deswegen nehmen sie lieber das Geld und jammern über die Abhängigkeit... Ironischerweise entspricht das ziemlich genau dem von Bild und Co verbreiteten Bild des "faulen Hartzers", der gerne die Kohle vom Amt abzockt und trotzdem meckert ;-)
 
@nicknicknick: Sie entwickeln keine Alternative weil sie das Risiko scheuen, das ist sicherlich ein Punkt. Ein anderer ist aber vermutlich auch das sie sich nicht als zuständig erachten, in etwa wie ein Bürger der sich über die schlechte Verkehrsanbindung aufregt aber natürlich nicht selbst eine Straßenbahn hinbauen möchte.
Gerade in diesem Punkt bin ich aber nicht ganz sicher ob es nicht eigentlich doch im Interesse der Verlage wäre hier etwas aufzubauen. Immerhin maßen sie sich sonst ja auch an die Deutungshoheit über Informationen zu haben. Mit einer von ihnen kontrollierten Suchmaschine hätten sie diese Möglichkeit eben auch im Internet (natürlich nicht unbedingt zu unserem Vorteil).
 
Geht bitte auf FAZ.net und lest den Artikel durch. Er ist nähnlich verdammt lang und sehr sehr sehr interessant. Dann seht was Google eigentlich ist und welche Möglichkeiten alles Google hat. Sehr gruselig.
 
@Gannicus: Für mich schwingt überall ein wenig die Enttäuschung von Herrn Döpfner mit das sie selbst nicht an der Stelle von Google sind und die Bedinungen diktieren können. Schwarzmalerei über die Möglichkeiten der bösen Konkurrenz gehört da einfach dazu.
 
@Gannicus: Das einzige, was ich aus dem Artikel herauslese ist: Mimimimimi, wir sind ein kleines, hilfloses Medienimperium und Papa Staat soll und gefälligst die Konkurrenz vom Leib halten! Echt komisch, sonst halten die Springer-Blätter doch immer soo viel von den Segnungen der freien Marktwirtschaft... Aber wehe, sie sind selbst mal auf der Verliererseite (wobei das in diesem Fall maßlos übertrieben ist)
 
@Gannicus: Danke für den Hinweis bzgl. des FAZ.net Artikels. Der Artikel ist wirklich interessant. Und natürlich kann man Döpfner schnell bashen, weil er selbst für Machwerke wie die Bild verantwortlich ist. Seine Ausführungen sind allerdings sehr stringent. Das er Einfluss auf das Kartellverfahren nehmen will, gibt er ja auch unumwunden zu. Dennoch sollte man gerade solchen Leuten zuhören...
 
Google ist Digital das was Springer in den Printmedien werden wollte und ein Herr Mathias Döpfner ist nur sauer das sein Unternehmen nicht die Zeichen des Digitalen Zeitalters erkannt hat und selber so eine Plattform aufgebaut hat. Wenn es heute heißen würde, "wenn man was im Internet sucht schaut man bei Springer nach", wer für diesen Mann alles in Ortung. Wobei man natürlich das fast Monopol was Google heute hat, nicht zu unterschätzen ist.
 
Keine Sau braucht Springer. Heulsusen. Widerliche Bonzenärsche. Armselige Doppelmoralisten. Am besten wäre die verschwinden von der Bildfläche. Wenn Google daran mit"Schuld" hätte - um so schöner.
 
Wenn er ein Problem mit Google hat, dann muss er sich mit anderen Verlagen organisieren und Alternative Sucheanbieter pushen (solange diese Art der Verlage überhaupt noch von den Menschen wahrgenommen wird!). Das ist doch ganz normal, dass sowas über die Konsumenten bzw. Nutzer geht. Ich kann mir vorstellen, dass Microsoft ordentlich Geld in die Hand nehmen würde, wenn sie Interesse für Ihre Suchmaschine zeigen würde. Jedoch glaubt der gute Herr Döpfner ja schon gar nicht daran, dass er diese Macht organisieren kann. Ich denke er ist daher der Falsche und soll schön weiter Google nutzen und weinen. Es wird sich jemand finden, der irgendwann Bewegung in diese elende Suchmaschinenabhängigkeit bringt. Er wohl nicht.
 
die sollen bloss aufhören rumzuheulen, haben sie doch alle gepennt als es mit dem netz losging.
 
Auf den Axel Springer-Verlag kann man gut verzichten. Der Verlag ist für Niveauverlust bekannt..
 
Das sagen die richtigen^^
Da muss man seine Macht in Deutschland teilen oder sogar ganz abtreten und nun geht das gejammere von Springer los. Na klar, wer hat denn in Deutschland jahrzehntelang die Medienmacht gehabt? Stichwort "Bild" dir deine Meinung, und wie die ganzen Käseblätter von denen heißen.

Hab da kein Verständnis und es ist befremdlich das von den Springer verantwortlichen zu hören.
In der Sache stimmt das natürlich, aber das gleiche Spiel hat Springer in Deutschland auch gemacht und macht es immer noch.
Kein Politiker kann gegen Bild regieren, kein Promi kann ohne Bild Promotion und Wohlwollen Fuß fassen. Google ist da vielleicht Globaler als der Springer Konzern, aber aus dem Mund vom Springerchef ist es so als wenn ein Taschendieb sich beschwert das ihm die geklaute Ware wieder geklaut wurde.....
Von daher echt lustig^^
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