EuGH-Urteil zu Privatkopien aus illegalen Quellen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einer Entscheidung klargestellt, dass Rechteverwerter für Pauschalabgaben keine möglichen Schäden einrechnen dürfen. Konkret müssen die Niederlande ihr Verfahren ändern, Privatkopien aus illegalen Quellen ... mehr... Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Bildquelle: Dumfries Museum Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Dumfries Museum

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Heißt das nicht auch, dass die pauschale Abgabe bei z.B. CD/DVD Brennern ebenfalls rechtswidrig ist?
 
@Antiheld: Natürlich nicht, denn es gibt bestimmt einige wenige Dinge, die man privat kopieren könnte. Und dafür muss man eben sehr viel Geld zahlen, damit die Contentmafia dies pauschal vergütet bekommt (Auch wenn sie die Rechte an den Werken nicht besitzt)
 
@Kobold-HH: Für alles was grundsätzlich kopierbar währe wird diese Pauschale gezahlt, natürlich immer vom Endanwender.
Hiermit wird jedem Käufer erlaubt eine sogenannte " Privatkopie "zu erstellen. Dies bedeutet das jeder der etwas kauft was sich kopieren lässt davon bis zu 7 Kopien anfertigen darf und diese an seine Familie oder Freunde Kostenlos weitergebn darf !
Das ist nicht Strafbar !
Jeder der also eine Song,Album,Film,Buch,Software oder etwas ähnlichen kauft darf das Kopieren.
Er darf dabei nur keinen Kopierschutz umgehen.
Dieses Verbot wurde durch die Rechteverwerter erzwungen damit eine Kopie nicht mehr gemacht werden darf obwohl jeder Kunde dafür bezahlt hat.
Die Rechteverwerter haben durch diese Sonderzahlung mehrere Milliarden Euro Einnahmen jährlich die durch den Zwang der Abgabe vom Kunden erzwungen werden.
Wenn mal ein Anwalt auf die Idee kommen würde die Rechterinhaber wegen Betruges zu Verklagen, würden die sich mit Händen,Füßen und Waffen wehren weil dehnen genau Bewusst ist das Sie " Legal " die Bürger bescheißen und das dann in gefahr ist!
 
@Eisman0190: Deshalb habe ich auch NIE ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal etwas kopiere. Und echte Künstler, bekommen noch direkt mein Geld auf Konzerten. Der Rest der Kulturparasiten geht leer aus. Nur bei Filmen wird es schwierig. Aber da kaufe ich mir gern noch die Filmmusiken und die Leihgebühr in der Videothek. Letztendlich zahle ich durchaus für den Content - Nur nicht die Summe, welche sich die Schmarotzer wünschen - Und ich lebe gut damit.
 
@Kobold-HH: Hmm... und was ist mit jenen Musikern, deren Konzerte Du nicht besuchst? Sind das "falsche" Künstler? Oder hörst Du ausschliesslich Musik von Leuten, auf deren Konzerten Du warst? Wie kann ein Musiker ein "Kulturparasit" sein (was ist das überhaupt?), zwingt Dich jemand seine Musik zu hören und dafür zu bezahlen? So irgendwie klingt das ein wenig nach "Ich höre kreuz und quer was mir gefällt, ohne dafür bezahlen. So ein Pech für die Musiker. Gelegentlich gehe ich auch mal auf ein Konzert, da muss ich zahlen weil sie mich am Eingang sonst nicht rein lassen." Und wie kann die Filmindustrie ein Schmarotzer sein, es ist ja nicht so als hättest Du etwas und die Filmindustrie kommt daher und will daran teilhaben, einfach so und ohne Gegenleistung (das ist es nämlich, was ein Schmarotzer macht). Vielmehr willst Du etwas konsumieren das sie hergestellt haben (die Filme), bist aber nicht einverstanden dass sie etwas im Gegenzug dafür haben wollen (Dein Geld), bzw. mit dem Betrag den sie dafür haben wollen ("ja, ich will Eueren Film anschauen! wie, ihr wollt dafür 10 EUR? Das ist zu viel, ich gebe Euch 5!" - damit wäre eher Deine Haltung die eines Schmarotzers. Deine Wortwahl finde ich grob irreführend und die Tatsachen verdrehend. Davon abgesehen kann man natürlich finden, dass die Preise zu hoch sind (so wie man bei allen anderen Dienstleistungen und auch Gütern dieser Ansicht sein kann). Was die Medienindustrie unsympathisch macht ist ihre Einflussnahme auf die Politik und somit die Gesetzgebung, um ihre Pfründen zu sichern, sowie technische Gängelei der ehrlichen Kunden. Der Friseur lässt sich keine Gesetze aufstellen, die seine Kunden erst mal quasi unter Generalverdacht stellen, sie würden seine Rechnung prellen, oder sperrt die Tür ab damit Kunden erst wieder aus dem Laden raus können, wenn sie bezahlt haben. Andererseits ist die Haltung "ich nehme mir die Leistung kostenlos statt dafür zu bezahlen" unter Friseurkunden nicht so vebreitet (und auch in der Umsetzung nicht so praktikabel) wie unter Medienkonsumenten. Hier begegnen sich zwei Habgierige - der Medienhörer, der zwar konsumieren aber nicht zahlen will, und der Medienanbieter, der am liebsten für jede gehörte Note erneut bezahlt werden möchte.
 
@FenFire: Kulturparasiten sind nicht die, welche Musik, Bilder, Filme, etc. erschaffen, sondern die, welche den Künstlern die Rechte abkaufen und sich zwischen die Urheber und die Kunden zwängen um wir fette Zecken Blut von beiden zu saugen. Die Majorlabel und Contentkonzerne, die verhindern, das gute Künstler auf den Markt kommen, weil ihre eigenen Clowne mit seelenloser Plastikmusik als Cashcow die Radiostationen blockieren um den Markt mit 08/15 Massenware zu berieseln. Und ohne seine Seele an ein großes Label zu verkaufen, bekommt keine gute Band die Chance, es mal ins Radio zu schaffen. Die Parasiten haben sich den Markt fest aufgeteilt und teilen ihren Kuchen nicht mit kleinen Krümeln!
 
@Kobold-HH: Mh. Ich denke das muss man differenzierter sehen. Ja, die Vertriebsfirmen, die vom Hersteller (Künstler) die Ware (Kunst) erwerben und diese dann vermarkten nehmen starken Einfluss auf das, was im Massenmarkt Verbreitung findet (z.B. durch Platzierung im Radio, Fernsehen etc.), mit dem Ziel dabei selbst möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Im Extremfall kommen dann Kunstprodukte wie gehypte und nach kurzer Zeit wieder vergessene (und durch neuerliche Kunstprodukte ersetzte) Retortenbands heraus. Andererseits erbringen sie auch eine Dienstleistung - so mancher Künstler könnte seine Ware ohne die Vertriebsfirmen deutlich schlechter vermarkten, weil ihm vertriebstechnisches oder kaufmännisches Geschick (oder schlichtweg das Interesse daran), finanzielle Mittel, Einfluss/Netzwerke ("wie bringe ich meine Songs ins Radio?"), die Zeit oder sonst irgendwas dazu fehlen. Ich wäre mir nicht so sicher, dass beispielsweise eine "unbekannte gute Band" im Schnitt bessere Chancen hätte ins Radio zu kommen, wenn die Sendezeit im Radio nicht unter ein paar großen Vertriebskonzernen aufgeteilt würde, sondern von jeder Band einzeln (die müssten sich dann ja selbst drum kümmern, so ohne Vertriebsfirmen) umkämpft wäre. Der Teller wäre dann möglicherweise zwar nicht von 3 großen Kuchen bereits vollständig belegt, aber eben von einer Vielzahl anderer kleiner Krümel (ich denke man könnte dann davon ausgehen, dass es deutlich mehr kleine Krümel gibt, als auf den Teller passen). (Nebenbei: was "gut" ist, ist ja auch sehr subjektiv, letztendlich geht es um Hörer - und offenbar hören/kaufen ja genug Leute die von Dir so genannte "seelenlose Plastikmusik", deren Kaufentscheidung mag hier zwar durch "läuft im Radio rauf und runter und die Band war bei Wetten Dass" beeinflusst werden, aber schlecht finden sie sie vermutlich nicht - wenn mir Musik nicht gefällt kaufe ich sie ja auch nicht, warum sollte "die Masse" dies anders handhaben? Marketing kann die Musik wahrnehmbarer/bekannter machen und ihr/der Band ein Image aufkleben, aber besser machen kann es die Musik an sich auch nicht). [allerdings muss ich auch zugeben, dass ich von den großen Musik-Vertriebskonzernen Sony & Co nicht so betroffen bin, da "meine" Musik sich in deren Angebotspalette nicht so recht findet, sondern eher bei "Independent" Labels. Und das scheint recht gut zu funktionieren, ich habe jedenfalls nicht den Eindruck, dass es zu einer Knappheit Musik meiner Geschmacksrichtungen käme, sprich dass diese von der "08/15 Massenware" vom Markt verdrängt würde].
 
@FenFire: Es ist durchaus nicht unrichtig, wenn Du sagst, hier begegnen sich 2 Habgierige. Doch in Zeiten wo es möglich ist, die gezielten "Verarschungen" der Contenindustrie zu umgehen, nutze ich diese auch ausgiebig: Als schönes Beispiel hierfür nenne ich mal den beliebten "Trick" Directors-Cut-Edition bei Filmen. So geschah es, als der 1. Teil der Herr der Ringe Verfilmung als DVD erschien, schon im Anhang wurde eine "Exdended"-Version beworben, welche dann nach weiteren 6 Monaten auf den Markt gebracht wurde. Nun könnte man annhemen, dass der Kunde sagt: OK, 3 Stunden habe ich schon bezahlt, also müsste mich die 1 Stunde Extra nur noch 1/4 des Preises kosten, wenn ich dafür meine "Kurzfassung" eintausche. Aber hier endet der gesunde Menschenverstand und es beginnt die Habgier der Contentmafia. 3 Jahre in Folge die selben gewinnmaximiernden Maßnahmen. Kurzfassung zum Vollpreis und 6 Monate später die Langfassung zum Deluxeplatincollectorspremiumpreis mit Chinaplastik-Ü-Ei-Figur inside! Und am Ende nochmal alle 3 Teile als BluRay in Kurz- und wieder später als "Sammlerbox" in Bluray-Langsfassung. Wer sich heute beim Geizmarkt die Hobbit II-DVD kauft, ist entweder lernreisitent oder hat zu viel Geld über. Ich zumindest nutze meine Videothek, meinen Fuchs aus Antigua und die Pauschalkopierabgabe und warte noch 2 Jahre um mir dann vie vollendete Sammelversion zu kaufen. Die Industrie bekommt von mir Geld. Aber nur EINMAL und nicht jedes mal neu. Ich zumindest habe aus den Tricks gelernt, mein Geld für mich zu behalten, bis das Produkt mir den vollen Gegenwert liefert.
 
@Kobold-HH: Es stimmt, dass die Medienindustrie hier Pakete schnürt und häppchenweise veröffentlicht - dabei macht sie sich zunutze, dass die meisten Konsumenten ihren Konsumtrieb am liebsten stets mit dem Neuesten befriedigen wollen - aber zugleich auch immer die möglichst umfassendste erhältliche Leistung haben wollen. Und somit wird immer in Häppchen ein wenig nachgelegt. Letztendlich zahlt der Kunde deswegen immer wieder, weil er ungeduldig ist, und die Industrie weiss das und hält die Hand auf. Theoretisch könnte der Kunde ja auch erst mal das Erscheinen des Hobbits II in der Deluxeplatincollectorspremiumversion mit Ü-Ei-Figur abwarten, und sich heute die frisch erschienene Megaextendeddirectorsedition des Hobbits I ansehen. Aber halt - da ist der Hobbit II erschienen... haben will! JETZT! Im Endeffekt zwar ein irgendwie mieser Trick der Medienindustrie, weil auf Ungeduld und Konsumlust, also letztendlich einfach die menschliche Natur spekuliert wird - aber andererseits ist Ungeduld, also die sofortige Befriedigung von Bedürfnissen im Gegensatz zum Abwarten und später konsumieren, auch nicht wirklich als Argument für "ich konsumiere jetzt aber zahle nicht, später zahle ich dann [gegebenenfalls] wenn mir das dann vorliegende Angebot gefällt".
 
@FenFire: Man darf jedoch nicht vergessen, dass z.B. Der "Hobbit II" für Geld in der Videothek zu bekommen ist. Da zahle ich einen kleinen Betrag um meinen sofortigen Konsumwunsch zu erfüllen. Dass ich mir dabei eine Privatkopie anfertige um die Wartezeit bis zur Vollversion zu überbrücken, geht dabei niemanden etwas an. Und eigentlich geht es in dem Artikel genau um diese Privatkopien.
 
@Kobold-HH: Ich würde mal vermuten, dass die Privatkopie irgendwie so geregelt ist, dass man das Nutzungsrecht dauerhaft erworben (also z.B. Kauf einer CD/DVD) und nicht nur für eine kurze Zeit gemietet (Leihvorgang in der Videothek) hat.
 
@FenFire: Vermuten kann man vieles. Aber ein Urhebergesetzt, welches zu 100% von einer finanzstarken Lobby gekauft wurde, ist mir in meinen vier Wänden egal. Privat nutze ich meine von kopierschutzbefreiten Privatkopien. Und auch meinen Freunden helfe ich mit Rat und Tat dabei selber ihre Sachen nutzbar zu machen. Habe ich dabei ein schlechtes Gewissen? Nein, denn wir alle zahlen ja Kopierpauschale. Laut dem Urteil ist diese zwar nicht als Ausgleich gedacht, doch beruhigt sie mein Gewissen sehr. :-)
 
@Antiheld: Die Abgabe selbst ist nicht rechtswiedrig, sondern nur das pauschale Einrechnen von illegalen kopien.
 
@Antiheld: sowie bei Festplatten, Kopierer, Drucker, Scanner, Fax, PC, Smartphone etc.
 
@Antiheld: http://www.heyers-rechtsanwaelte.de/rechtsgebiete/urheberrecht/urheberrechtsabgabe.html da geht es zwar um drucker und papier ist aber übertragbar auf andere medien drei jahre vorher gab es diesen beschluss http://winfuture.de/news,42713.html
 
Das wär so,als wenn ich GEZ zahle aber mein TV nicht anmachen darf
 
@spacereiner: Ich würds eher so sehen: Jeder Mensch kommt erstmal pauschal für 3 Monate ins Gefängnis, weil er "könnte" ja eine Straftat begehen.
 
@DHAmoKK: Wieso nur 3 Monate ?
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