Filesharing-Urteil: Weniger Schaden bei Chart-Hits

Das Amtsgericht Köln hat in einem Verfahren wegen Filesharings die Schadensersatzansprüche der Musikindustrie gegen einen Internet-Nutzer sehr stark zusammengestrichen. mehr... Filesharing, Keyboard, Share Bildquelle: Niklas Wikström / Flickr Filesharing, Keyboard, Share Filesharing, Keyboard, Share Niklas Wikström / Flickr

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Wer hätte das vom Amtsgericht Köln erwartet? Sehr gut! Freut mich für den Beschuldigten.
 
@Skidrow: Vielleicht ham die mal jemanden gefragt, der Ahnung hat, um weiteren Peinlichkeiten zu entgehen.
 
@Skidrow: Offenbar lernt man in Köln aus Fehlern. Naja, in nächster Instanz klagt man einfach vor dem LG Hamburg, sofern das möglich ist. (Kann man die Stadt bei einem Instanzwechsel so einfach wechseln?)
 
Gratulation an des Gericht! mehr gibts da nicht zu sagen.
 
@FatEric: Richtig, endlich mal wieder ein Lichtblick. Man hatte ja kaum noch zu hoffen gewagt.
 
Solche Urteile kommen zustande, wenn der besagte Richter auch mal weiß was Torrent überhaupt ist ... sehr gut.
 
@BiG-BennY: wie es sein müsste. finde eh das nicht jeder richter über alles entscheiden hat. sollte deutlich mehr in richtung fachgebiete etc gehen und nicht nur gesetze stupide kennen.
 
@BiG-BennY: Unglaublich, dass ein Gericht solch technisches Verständnis beweisen kann. Hat der Richter nen Informatiker gefrühstückt? ;)
 
@Laggy: Auch Richter haben Nachwuchs bzw. Kinder .. oder nennt man das: Nachschulungen ? *fg
 
Verstehe nicht, warum jemand Charts überhaupt 'sharen' muss. Das Mitschneiden von Musik aus Radiostreams ist auch im 21. Jh. noch nicht verboten und entsprechend taugliche Software, die das kann ist erhältlich und liegt irgendwo zwischen nicht teuer und kostenfrei. Man muss heutzutage nicht mal mehr eine Aufnahmetaste bedienen. Sicher, man hat das Gesuchte dann zwar nicht sofort, sondern erst, wenn es irgendwo gespielt wird (und schlimmstenfalls muss man mehrere Aufnahmen ziehen, bis nirgends zwischengequackt wurde), aber man spart sich dabei solche unnötigen Extrausagaben und Prozesse. Anders, wie auch bei Gericht, wenn das Gesuchte eher sehr selten im Radio läuft. Da braucht man schon eher Ausdauer oder kauft sich den einen Titel, wenn man nicht warten kann oder möchte. Stichwortsuche: Radio Musik Aufnahme - bringt genug Treffer. Die Software nach Belieben auswählen und los gehts.
 
@Diak: Oder einfach 5€ in eine beliebige Musikflatrate investieren, dann stimmt zumindest auch die Qualität.
 
@H4ndy: Musikflatrates (wenn man die Titel nicht ohne DRM und co auf der Platte sichern kann), haben den einen Nachteil: Wenn der Anbieter futsch ist, ist es die Musiksammlung irgendwann auch. Hinzu kommt, dass diese 5EUR/Monat zu zahlen sind. Programme um Radiostreams mitzuschneiden - oder gleich den direkt gesuchten Titel kosten eher nur 1x.
 
@Diak: Das Ding bei diesen Musikflatrates ist, dass dir die Musik nicht gehört, sondern nur "geliehen" ist. Du zahlst ja nicht für jeden Titel einzeln, sondern pauschal einen Betrag für einen Service. Dessen muss man sich bei dieser ganzen Streaming-Sache bewusst sein. Ich kann damit leben.
 
@Smek: Wie gesagt, wenn Du Radiostreams mitschneidest (gerade bei Charts...), ist der so aufgenommene Titel nachher ohne weitere Kosten verbunden. Ob nun Deine oder meine Methode; Alles besser als Torrent - und preiswerter am Ende auch.
 
@Diak: Das Mitschneiden ist aber auch mit etwas "Aufwand" verbunden. Zeit, die ich mir nicht mehr nehmen möchte. Als Schüler oder Student würde ich das auch machen. Aber ich arbeite lange und habe zeitaufwendige Hobbys. Außerdem dürfen Künstler ja wirklich auch Geld verdienen. Wenn jeder kostenlos Musik bezieht, funktioniert das System auch nicht :) Ich zahle jetzt 10€ für Spotify und das ist mit dem mobilfunkvertrag gekoppelt. Traffic übers Mobilfunknetz wird nicht angerechnet. Das ist sowas von genial. Ich kann also zu 99% fast alles hören was und wo ich möchte. Für mich persönlich das perfekte Modell.
 
@FatEric: zu den radiomitschnitten, da gibt es auch onlinedienste bei denen du einmal auf aufnahme klickst und dann alles runterladen kannst was seitdem lief, vollkommen legal aber der künstler wird nicht unterstützt http://www.onlinemusicrecorder.com/ bei den flatrateanbietern sollte meiner meinung nach aufgeschlüsselt werden was tatsächlich gehört wurde und die künstler so fairer bedacht werden, aber für zB 7,99 kann man echt nicht meckern und das sollte sich jeder leisten können und die contentindustrie verdient daran auch mehr als zu cd-kauf-zeiten.
 
@Diak: Allerdings ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass jemand, der sich illegal aktuelle Alben aus dem Netz zieht, diese nur kurze Zeit tatsächlich anhört (wenn überhaupt öfter) und mit voranschreitender Zeit zum Hören von neuen, wiederum aktuellen Alben übergeht - nennen wir solche Downloadertypen mal "Probehörer" und "Jäger und Sammler". Diejenigen, die sich tatsächlich gezielt ein Album eines Künstlers, den sie toll finden, quasi für ihre persönlich gern gehörte Musiksammlung illegal downloaden, dürften in der Unterzahl sein. So ein "nur eine gewisse Zeit lang gehört und dann vergessen" trifft ja auch auf gekaufte Musik zu - was bei mir daheim CDs aus den 90ern im Schrank verstauben. Daher meine Vermutung: die meisten Musikhörer (darunter auch die meisten der illegalen Downloader) wären durch die Eigenheiten einer Musikflatrate nicht nennenswert eingeschränkt, nur der "ich hege und pflege meine Sammlung gezielt und bewahre diese dauerhaft auf, um sie jahrzehntelang immer wieder zu hören" Hörertypus ist mit dem Abomodell nicht so gut bedient.
 
@Diak: Warum die Titel sichern? Man sichert sie doch nur, um sie jeder Zeit hören zu können. Musik hört man aber und speichert man nicht! Bei den meisten Streaming Anbietern kann man jederzeit offline bereits geladene/synchronisierte Musik hören, somit kannst du die auch jeder Zeit hören. Und sollte der Anbieter mal pleite gehen höre ich die Musik einfach bei nem anderen Anbieter, wo ist das Problem? Alles was man tun muss ist seine Playlists bzw. Bibliothek zu übertragen. Welcher Anbieter mir "meine" Lieblingsmusik über die Internetleitung schickt kann doch mir egal sein. "Besitz" ist IMHO ein sehr relativer Begriff und ist bei Audio einfach nur sinnlos. Ich habe eine "imaginäre" Liste von Musik, die mir gefällt, und diese hat aus meinen Lautsprechern zu klingen, wie das passiert ist egal. Der einfachste und praktischste Weg wird genutzt, und dieser ist Streaming. Ich bin es einfach leid, mich konservativ an irgendwelche Dateien zu klammern, sie zu sichern und pflegen usw. Das ist doch nicht Sinn der Sache. Ich will die INHALTE, also die Musik nutzen und nicht die Dateien. Sprich, mein PC soll mir Musik ausgeben, wenn ich Musik hören möchte und mir keine Arbeit mit Musik Dateien, Tagging, Backups usw. beschaffen, die ich eigentlich gar nicht brauche. Grundsätzlich kaufe ich Technik, um mich zu unterhalten oder mir Arbeit zu ersparen und nicht, um neue zu schaffen. Deswegen begrüße ich dinge wie Steam oder Spotify.
 
Nicht alles was illegal runtergeladen wird würde auch gekauft werden. Ich frag mich immer wie die auf solche Summen kommen !
 
@spacereiner: Wie sie auf solche Summen kommen.Ganz einfach, bei Filesharing haben doch Anwälte immer besonders gut verdient.Gerade in solchen Fällen lässt sich jede Menge Kohle generieren.
Ist auch mal schön zu hören, wenn ein Gericht ihre Sichtweise ändert und ihren Richterspruch zu Gunsten eines Beklagten richten.Außerdem hat das LG Köln nach dem RedTube-Fall sicherlich gemerkt, das solche Anwälte alles andere als seriös agieren und nur auf Kohle aus sind.Ich kann das Urteil nur begrüßen und hoffe,das es auch bei anderen Gerichten Schule macht.
 
@spacereiner: Auf irgend einen Streitwert muss man sich nunmal berufen. Um es äusserst konstruiert zu formulieren: Du klaust Klamotten aus einem Geschäft, einfach, weil es möglich war und niemand darauf achtete, als Du im vorbeigehen das Zeug einfach eingesackt hast - die würdest Du nicht anziehen, weil sie Dir nicht passen oder zusagen. Aber Du hast das nunmal mitgehen lassen. Wenn Du erwischt würdest, würde auch niemand sagen: Ach - hätte er eh nicht angezogen. Warum nachher ein Musiktitel so und soviel Streitwert beigemessen wird und nicht mehr oder weniger, ist dann im Re1 erklärt worden.
 
Und nebenbei erhöht Apple die Preise und plant, dass zuerst gesamte Alben verkauft werden dürfen und erst nach einer gewissen Periode vereinzelte Lieder ... die Geschichte wiederholt sich wieder und wieder, genauso wie die Tatsache, dass die Musikindustrie weder mit der Zeit geht, noch dazulernt.
 
@Lofi007: Vorallem wo Apple mal angetreten ist um all das zu ändern!? ;-)
 
@Lofi007: Das schlimme ist ja, dass sie nicht gegangen sind, sondern immer noch da sind.
 
Man sollte auch mal über die Aussage "wonach der Schaden besonders groß sei, da es sich um ein aktuelles Werk handle, mit dem zum Zeitpunkt des Filesharings noch signifikante Umsätze generiert werden."
a)Das entspricht auch meinen Erfahrungen, für "ältere" Sachen, sagen wir mal 1 bis 2 Jahre interessiert sich keiner mehr.
b) Die Rechtsverletzung ist aber doch die selbe. Bekommt man die Abmahnungen also wegen der Urheberrechtsverletzung oder eben nicht? Die Aussage empfinde ich irgendwie als absurd.
 
Gab´s wohl eine Einführung in "gängige Internettechniken"...
 
Ich halte diese ganze Musikrechteeinklagerei sowieso für den größten Schwachsinn überhaupt und die Politik fällt noch auf diese Lobbyistenmaschinerie rein.
Die Bürger werden tagtäglich, jahrein jahraus durch das Radio oder ähnliche Medien rund um die Uhr von diesen TOP-Irgendwas-Hits penetrant bedudelt. Man kann es nach kurzer Zeit kaum noch ertragen, wenn der neueste Sommerhit zum 25ten Mal am Tag gespielt wird.
Lädt nun ein Kiddy genau so eine TOP-Irgendwas-Hits-Emission aus dem Netz, so ist das eine Straftat.
Ticken wir noch richtig?
 
@Chipsi: Du magst zwar Recht haben, was das Gedudel betrifft, aber man würde den Schrott nicht herunterladen (und erst recht nicht ins Netz stellen), wenn er nicht irgendeinen Wert für denjenigen hätte. Und bei solchen Gelegenheiten zitiere ich immer gern das alte Shareware-Motto: If it is worth being used, it is worth being paid for.
 
Na Endlich ist mal ein Richter mit Vertsand bei der Sache.
So ein Allbum kostet ca. 10€ im Download.
Streitwert also = 10€ !!!!!!!!!!
Für das Laden eines teils einer Datei die für sich so allein nichts ist oder kann sollte nicht einmal eine Strafe verhängt werden.
Für den Download einer ganzen für sich nutzbaren Datei muss Strafe sein aber nur in dem Wert der Datei.
Kein einziger Tropfen mehr !!!
Die Musik Industrie betrügt alle Käufer durch den Einbau einer Kopiersperre obwohl das Kopieren für den eigengebrauch erlaubt ist und der Käufer dafür sogar extra bezahlen muss.
Kein Anwalt verklagt die Musikindustrie.
 
@Eisman0190: Es geht ja nicht um das Herunterladen, sondern darum, dass der User beim Filesharing das Zeugs gleich wieder *weiterverbreitet*. Der Richter hat lediglich den Schaden beim Weiterverbreiten relativiert. Wenn jemand ein Stück *erstmals* ins Netz stellt, also quasi Quelle und Ursprung der Verbreitung ist, der würde nach der Logik auch jetzt noch erheblich härter zur Kasse gebeten.
 
Wenn also jemand ein Stück von etwas hat was so und in dieser Form keinerlei Nutzen hat und somit unbrauchbar ist ( wie 1 Teil einer gepackten Datei deren Bestandteile ca. 300 Stück sind ) dann ist dieses eine Teil absolut für niemanden zu gebrauchen.
Ich kenne keinen der dieses Stück zu irgend etwas nutzen kann.
Wieso also soll jemand der so ein Teil verbreitet verurteilt werden.
Das ist genau so Interessant wie die Rückseite eines 1 Seitigen Faxes !!!!
Hier hat aus meiner Sicht einzig die Beklagte Anrecht auf Schadenersatz.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!