Fashion Magazin fotografiert mit Nokia Lumia 1020

Über Kunst kann man streiten, über gute Marketingdeals nicht. Nokia ist ein solcher gelungen: die zehnte Ausgabe des Fashion Magazins Centrefold Magazine wurde von bekannten Fotografen komplett mit dem Nokia Lumia 1020 produziert. mehr... Nokia, Nokia Lumia 1020, Lumia 1020 Bildquelle: Nokia Nokia, Nokia Lumia 1020, Lumia 1020 Nokia, Nokia Lumia 1020, Lumia 1020 Nokia

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Ich mag solche Deals nicht. Wenn es um Kunst geht soll sich der Photograph das Medium aussuchen, dass er für richtig hält und nicht was irgendein bescheuerter Deal ihm vorschreibt. Das was man online sieht, ist sicherlich dennoch hübsch, aber die Frage die ich mich dann stelle ist, ob das nicht noch ein wenig hübscher ausgesehen hätte, wenn es dem Photographen möglich gewesen wäre, professionelles Equipment zu verwenden um der sonst auch professionellen Beleuchtung, Make-up etc zu komplimentieren. Ähnlich daneben war ja schon die Apple/Burberry-Aktion. Es wurden professionelle Kameraführungen verwendet, professionelle Beleuchtung etc, und am Ende stand da schließlich das 5S, das nichts weiter als ein unnötiger Flaschenhals darstellte. Die Videos sahen entsprechend einfach nur "okay" aus. Wozu man diese ganze Leistung da überhaupt reinsetzt nur um am Ende doch alles durch Bewerbung irgendeines Smartphones zu kompromittieren ist mir wirklich schleierhaft.
 
@nablaquabla: genau, wenn Herr Nokia zu dir kommen würde und dir 10.000 Dollar anbietet würdest dankend ablehnen und deine Prinzipien reiten, schon klar.
 
@merovinger: Es kritisiert ja keiner das jemand nicht Microsofts verpulverte Kohle annimmt, sondern eher die Leute, die so blöd sind und deswegen glauben, das Lumia 1020 wäre für Fotographen ein echtes Werkzeug. Nope ist es nicht, Werbung für die Zielgruppe: Blöd :)
 
@curl: Nicht, dass am Ende noch jemand mit seinen mit der hochwertigsten verfügbaren Smartphone-Kamera aufgenommenen Bildern oder Videos glücklich wird...
 
@merovinger: Ich kann durchaus den Deal aus finanzieller Sicht verstehen, aber für mich kommt dabei kompromittierte Kunst heraus, und das finde ich schlicht nicht gut. Das mag idealistisch sein, aber das muss ich nicht rechtfertigen, insbesondere nicht bei Kunst.
 
@merovinger: Du würdest für 10k Dollar natürlich alles tun.
 
@Sturmovik82: Etwas Entschädigungsgeld sollte man auch verlangen können, wenn man ernsthaft ein Windows Phone beruflich nutzen muss :P
 
@curl: Mir müsste man Schmerzensgeld zahlen wenn ich ein Android nutzen müsste! ;)
 
@merovinger: Wieso nicht? Künstler sind in der Regel weniger materialistisch veranlagt. Sowas können giere Menschen wohl nicht verstehen.?
 
@merovinger: 10 t dollar ... hier gehts um ganz, ganz andere summen ;)
 
@merovinger: ist halt nicht jeder käuflich, ihm dafür minus zu geben ist doch nur sinnbild unserer geldgeilen verkommenen gesellschaft, ohne idealismus und prinzipien
 
@Rikibu: Bewerte hier die Wertungen nicht zu hoch. Was sich hier oft für "Profis" tummeln, die lassen selbst Politiker Kompetenter erscheinen.
 
@merovinger: Ich würde bei popligen 10.000$ in der Tat dankend ablehnen. In der Zeit, die es mich zusätzlich kostet bei einem Shooting mit einem Gerät zu arbeiten, welches manuell kaum und schon garnicht schnell einzustellen ist, habe ich an der Börse schon häufiger mehr als 10.000EUR verdient. Wenn ich Geld brauche, gehe ich nicht Fotografieren, sondern Traden.____

Mit genug Licht und dazugehöriger, recht weit geschlossener Blende (also mit der letzten Blendestufe bevor die Beugungsunschärfe sichtbar wird) kann man auch mit einer guten Handykamera halbwegs akzeptable Fotos machen. Dummerweise gibt es heute keine guten Handykameras und erst recht keine guten DSLRs abseits der Hasselblads und Leicas mit CCD-Sensoren mehr.____

Seitdem die bildverarbeitende Elektronik nämlich so leistungsfähig geworden ist, dass man Bilder schon in der Kamera bei der RAW-Erstellung in Echtzeit mehrfach überarbeiten kann, kann man nämlich die Qualität der Fotos auch aus teuren DSLRs komplett vergessen. Das sind keine Abbilder der Realität mehr, sondern von Entrauschungs- und Nachschärfungsartefakten durchzogene, komplett künstlich errechnete digitale Gemälde.____

Heute muss man entweder eine über 7 Jahre alte DSLR oder eben eine Hasselblad kaufen, damit man keine zurechtgepfuschten, artefaktdurchzogenen Kunstprodukte, sondern halbwegs unverfälschte, qualitativ gute Abbilder der Realität bekommt. Dafür rauscht meine Hasselblad H4D-40 aber eben auch schon bei ISO800 erkennbar und bevor man Fotos mit über ISO1600 mit der macht, kümmert man sich besser um eine bessere Beleuchtung. Man kann also erahnen, was Kameras wie eine Nikon D800 in den Bildern herumpfuschen um bei ISO1600 für ungeschulte Betrachter scheinbar rauscharme Fotos zu fabrizieren. Denn deren CMOS-Kleinbildformat-Sensor mit fast 40MP rauscht mehr als der meiner CCD-Mittelformat-Hasselblad. Um das stärkere Rauschen da herauszubekommen, muss man die Bilddaten schon in der Kamera gehörig mit digitalen Filteralgorithmen vergewaltigen, die selbstverständlich eine Menge Bildfehler ins Bild rechnen.____

Klar kann man auch die Bilder von Handykameras im Gerät mittlerweile derart vergewaltigen, dass ein ungeübter Beobachter die für qualitativ gut hält. Sieht man die sich aber genauer an und kennt das fotografierte Motiv im Original, dann erkennt man, dass kein Pixel mehr Original ist und man insbesondere an Kontrastkanten Artefakte ohne Ende von den Entrauschungs- und Nachschärfungsalgorithmen findet und gleichzeitig die tatsächliche Detailauflösung weit unter der Auflösung des Sensors liegt, da die Pseudo-Bildverbesserungsalgorithmen Auflösung "fressen". ____

Die Digitalfotografie ist insgesamt zu einem "Malen nach Zahlen" geworden und hat mit hochqualitativer Fotografie nichts mehr zu tun. Wer schon ein zigfach überarbeitetes Bild mit zig eingerechneten Bildfehler als RAW aus der Kamera bekommt und das dann noch nachbearbeitet, sollte mal darüber nachdenken, ob er Bilder nicht gleich komplett per Software (z.B. mit Poser und Bryce, wie ich das schon vor 10 Jahren getan habe) erzeugt, denn auf den Realitätsbezug scheint es ihm ja nicht anzukommen. Wenn ich Bilder nachbearbeiten muss, die aus meiner Hasselblad oder einer alten DSLR (die noch nicht derart in den Bilddaten herumpfuschte, wie die heutigen DSLRs) herauskommen, habe ich schlichtweg als Fotograf versagt. Insbesondere dann, wenn diese Bilder Studioarbeiten sind. Fotos nacharbeiten tue ich daher eigentlich nur für Bekannte, die nicht fotografieren können aber vorzeigbare Fotos wollen. Wenn mir meine selbst eschossenen Fotos nicht gefallen, dann finde ich den Fehler der mir das Bildergebnis versaut hat und mache ich sie mit verbessertem Konzept noch einmal. ____

Was die Modefotografie angeht, so habe ich schon lange kein gutes Foto mehr in einem Modemagazin gesehen. Meistens ist die Nachbearbeitung schon auf den ersten Blick zu erkennen, so schlecht sind Modefotos inzwischen geworden. Kein Wunder, dass man dazu problemlos auch eine Handykamera hernehmen kann. Die meisten Leute stehen heute scheinbar auf Plastikhaut und künstlich nachkolorierten Kram. Modefotos bei denen man zig Nachbearbeitungsartefakte im Bild und keine natürliche Hauttextur mehr sieht haben keinerlei Qualität und um so etwas herzustellen reicht eben auch ein Handy.
 
@nablaquabla: Letztendlich soll es nur den Anschein erwecken, dass das Lumia 1020 mit professionellen Highend-Kameras mithalten kann.
An Faktoren wie Beleuchtung, Make-Up und professionelle Nachbearbeitung denkt der Otto-Normal-Verbraucher auch nicht.
 
@niete: Jap, wobei auch Fotos welche mit High-end Kameras gemacht werde mit Photoshop v"verschönert" werden ^^
 
@Edelasos: Absolut, da will ich auch nicht widersprechen :)
 
@nablaquabla: Wer sagt denn, das sie es mussten? Es stand sicher jedem frei, es zu tun oder sich woanders nach Arbeit umzusehen. Ich glaube nicht, das jeder Fotograf dort gezwungen wurde, das Lumia zu nehmen.
 
Ein Bekannter von mir ist Fotograf, hat sich das Nokia 1020 zugelegt und ist sehr begeistert von den Fotos - er macht damit auch wirklich Fotos, die auch unter dem künsterischem Aspekt sehr gut sind und für Laien von "professionellen" Fotos nicht zu unterscheiden sind. Allerdings werden bei professionellen Fotos meist nicht grundlos verschiedene Objektive mit Kameras verwendet, die fünfstellige Beträge kosten um bestimmte Effekte zu erzielen. Sowas können Handykameras niemals nachstellen - schon allein weil man für deren Verwendung entsprechend eingearbeitet sein muss.
 
@Jens Groß:
Habe das gute Teil jetzt auch seit ein paar Monaten und bin begeistert seit dem neuen Update und der RAW Funktion. Vorher hatte ich leider starke Probleme mit dem Weißabgleich.
Fotografiere sonst auch DSLR und lasse die nun ein klein wenig öfter zu Hause wenn wir nur an bereits bekannte Orte fahren :) Es ersetzt auf keinen Fall die DSLR aber ist eine super Ergänzung!
Probiert es selbst aus und macht euch ein Bild davon. Nicht auf den Megapixelangaben rumreiten sondern einfach die Ergebnisse bewerten!
 
@Jens Groß: Schon was die Film-Charakteristiken, Blendenstufen, Dynamik usw. angeht läßt sich die Physik nicht austricksen. Nicht umsonst haben ordentliche Werbestudios Hasselblad-Kameras > 100MP.
 
@Jens Groß: Ja das mit den Objektiven. Smartphones haben nur ein einziges "Objektiv" mit festen Werten. Wenn man als Laie erstmal begriffen hat, was genau so ein Objektiv alles an einem Bild verändern kann... das ist fast unglaublich. Daher werden Smartphones niemals eine Alternative sein. Wenn es aber rein um die Bildqualität bei Nahaufnahmen geht, können Smartphones schon annähernd mit DSLR mithalten. Wenn man ein Stativ verwendet, den ISO auf ein Minimum schraubt und die Beleichtungszeit erhöht bekommt man auch mit Smartphones sehr scharfe und vor allem rauschfreie Fotos hin. In der Praxis aber nicht, da das Smartphones meist den ISO ins unermessliche treibt, damit das Bild nicht verwackelt....
 
@Jens Groß:
In Bekannter von mir ist auch Fotograf und lacht über deinen Freund.
Sorry, aber solche Sprüche können direkt von MS/Nokia kommen.
 
@Freudian: 1. Dein Bekannter kennt meinen Freund nicht 2. Dein Bekannter hat die Fotos nicht gesehen. 3. Dein Bekannter hat offensichtlich kein Lumia 1020.
 
Die Fotos sind echt genial, das Smartphone ist echt genial. Bin immer wieder begeistert wenn ich das von meiner Schwester in der Hand habe. Ich warte nur noch auf ein 6 Zoll mit 41MP Cam. :)
 
Dann eben ein paar Std mehr in Photoshop verbracht.. was solls.
 
Meine Frau macht auch sehr gute Linsen...mit Spätzle...und Wienerle.. :-))))
 
Fotografieren ist ein Handwerk. Entweder man versteht was davon oder nicht. Dabei ist es fast völlig egal, mit was für einer Kamera gearbeitet wird.
 
@karstenschilder: Im Prinzip hast Du recht. Aber trotzdem nützt einem die beste Bildkomposition nichts, wenn das Bild in Abbildungsfehlern und Farbrauschen ersäuft.
 
@karstenschilder: Stimmt voll, aber --->
Ein Handwerk was nicht jeder lernen kann, manchen Leuten sind diese Skills einfach in die Wiege gelegt worden. Ich kenn Leute aus Foren die Wahnsinnsbilder mit Handy Cams machen. Bildaufbau, Komposition und Wirkung (in Szene setzen) Motivauswahl, es stimmt bei denen scheinbar alles. Ich krieg das nicht gebacken, obwohl ich viel lese mich mit Hobby Fotografen treffe und wir zusammen Bilder machen und ich meine Cams wirklich bedienen kann. Manche habens einfach drauf! Respekt!
 
Jajajajajajaja genau... und später kommt wieder das bei raus: http://tinyurl.com/o889fbh
 
Tolles Handy...vielleicht kommt ja mal ein 1025 raus welches etwas kompakter ist....
 
Warum Fashion Magazin und nicht Modemagazin? Oder wenn man es doch kompliziert haben will, dann schon Fashion-Magazin oder Fashion Magazine.
 
Für eine Smartphone-Kamera ist das Lumia wirklich einzigartig gut. Aber ich halte es für Blödsinn zu behaupten, dass es "hohen Ansprüchen" genügen würde. Wenn das der Fall wäre, würde es wohl kaum Objektive geben, die allein schon teurer als das gesamte Smartphone sind.
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