Gericht: Kein Brief für Kündigung von Web-Diensten

Wer über das Internet Kunden gewinnen will, muss diesen für die Kündigung die gleichen Rechte einräumen, wie sie auch beim Vertragsabschluss gelten. Das hat das Landgericht München klargestellt. mehr... Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet Bildquelle: Studio Associato di Ingegneria dell informazione Netzwerk, Kabel, Ethernet Netzwerk, Kabel, Ethernet Studio Associato di Ingegneria dell informazione

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Sehr vernünftig. Das hat mich schon immer bei Handyverträgen genervt. 1und1 bietet die Onlinekündigung im Kundenportal schon länger an.
 
@Krucki: ist bei 1und1 aber trügerisch denn man muß danach dort anrufen damit die Kündigung wirksam wird (angeblich um dem Missbrauch vorzubeugen). Der Grund dazu ist aber sicher das die Mitarbeiter einem die Kündigung wieder versuchen ausreden.
Dann doch lieber per Post ohne mit nervigen Hotlines reden zu müssen.
Oder eben eine "echte" Online kündigung per Klick die dann auch wirksam ist.
 
@Pah-Geist!: Selbiges habe ich auch bei o2 erlebt. Es ist doch immer wieder toll was sie sich einfallen lassen um die Kunden an einer Kündigung zu hindern.
 
@Pah-Geist!: Als ob sie dich nach dem Brief nicht auch telefonisch versuchen würden zu nerven^^
 
@Pah-Geist!: Also bei O2 habe ich nicht angerufen. Habe dort meinen Vertrag schriftlich gekündigt. Zurück kam ein Brief das diese nur wirksam ist wenn ich anrufe. Habe ich nicht gemacht. Kündigung war zum letzten Monat und meine Sim wurde abgeschaltet. Bei 1&1 habe ich jetzt direkt über die Homepage gekündigt und sehe das für mich an. Angerufen habe ich nicht, werde ich auch nicht. Lasse es darauf ankommen. ;-)
 
@Pah-Geist!: also ich hab schon mehrfach bei 1&1 gekündigt und man bekommt da keine Gegenangebote oder so... man wird gefragt warum, man bestätigt seine Identität und man erhält dann ein Schreiben, dass man unterschreiben muss und bitte Faxen soll... aber nicht so extrem wie bei VF, die einen ja fast schon belagern...
 
@chippimp: da hast Du durchweg Glück gehabt. Ich hatte jetzt drei Gespräche mit der Hotline zwecks Kündigungen von Webdiensten.
Zweimal sehr gut, kompetent und höflich, einmal dermaßen unverschämt, unhöflich und inkompetent, dass ich nicht umhin kam, mich über die "Dame" schriftlich bei 1&1 zu beschweren.
 
@Bengurion: ja, aber das hast du durch die Bank weg, egal ob 1&1, Telekom, O2, E-Plus, Vodafone oder wie sie alle heißen... du kannst immer auf einen Kundenbetreuer stoßen, der als negatives Beispiel herhalten kann. Es ist auch nicht immer leicht, wenn dir da jemand persönlich wird und du als Kundenbetreuer auch nix machen kannst, außer es hinzunehmen... und wenn da einer MAL nen schlechten Moment hat, dann ist es ok. Bin aber generell eher selten in den Hotlines der Hersteller...
 
@Krucki: Aus statistischen Gründen weise ich darauf hin, dass man bei der Telekom sowohl Mobilfunk, als auch Festnetzanschlüsse per E.Mail kündigen kann. Und das auch schon länger...
 
@PrivatePaula2k: OK gut zu wissen, das wusste ich nicht ;)
 
Genial. Bin gespannt wie die GEZ darauf reagiert. Anmelden kannst du dich online...
 
@LordK: Die GEZ hat doch eh schon in vielen Bereichen eine Sonderstellung. Wird hier nicht anders ablaufen
 
@zwutz: Die "neue" Haushaltsabgabe die du rein rechtlich nicht kündigen kannst ist dir aufgefallen? Viel Spaß mit der Kündigung.
 
@djatcan: Doch, natürlich kann man sie rein rechtlich kündigen, nur steht diese Möglichkeit nicht jedem offen. Und ja, dafür ist der Postweg notwendig. Nächstes mal informieren bevor du jemandem blöd kommen willst.
 
@zwutz: kündigen ist das eher nicht wenn jemand anderes aus dem haushalt bezahlt setzt es bei einem nur aus. und um hier mal so richtig klugzuscheißern: es gibt überhaupt keine GEZ mehr. und mal zur alten GEZ, wenn du dich da abmeldest bekommst du einen netten brief in dem zu deinem tod kondoliert wird (pflegeheimeinlieferung --> privaten fernseher abgemeldet --> GEZ-todesgrüße erhalten)
 
Du kannst sehr wohl kündigen! Z.B. wenn du keinen festen Wohnsitz mehr hast, oder du dein Wohnort ins Ausland verlegst. Und GEZ musste auch noch nie jemand bezahlen, sondern nur Rundfunkgebühren
 
@Corsa: https://www.rundfunkbeitrag.de/e1645/e1756/Buergerinnen_und_Buerger_Wohnungsabmeldung_0106.pdf ob das eine kündigung oder eine abmeldung der wohnungist ist nur eine spitzfindigkeit. erst wenn man stirbt oder in ein pflegeheim zieht wird der rundfunkbeitrag selbst abgemeldet https://www.rundfunkbeitrag.de/e1645/e2136/Buergerinnen_und_Buerger_Abmeldung_Bewohner_Pflegeeinrichtungen_0107.pdf
 
Sehr gut, nervt mich schon immer bei Handyverträgen oder auch beim Provider und Kabelfernsehen: "Ach, da reicht uns so ein Drei Zeiler, frei formuliert und bitte per einschreiben oder Fax". Wobei Ich bisher erst einmal erlebt haben, dass mein Fax auch wirklich angekommen ist... Kaum nervig... ;)
 
@Yamben: Aufpassen: Handyverträge schließt man in der Regel nicht online ab. Man druckt sich die Verträge aus, unterschreibt sie und schickt sie per Post los. Das ist kein reiner Onlinedienst.
Gemeint ist hier eher sowas wie "Watchever", wo ich mich rein online anmelde und dadurch der Vertrag zustande kommt.
Falls du deinen Handyvertrag tatsächlich rein online abschließt, hättest du natürlich Recht.
 
@mariachi84: Das würde mich jetzt aber wirklich mal interessieren. Ich habe meinen Handyvertrag ja quasi Online abgeschlossen. Ich musste zwar einen Vertrag ausdrucken und unterschreiben, diesen konnte ich jedoch wieder einscannen und per E-Mail hinschicken, was ja nun wieder online ist. ;)
 
@mariachi84: Prepaidkarten von lidl und co gehen auch rein online.. kaufen und zu Hause übers netz aktivieren
 
@mariachi84: Naja, "normal" macht man so einen Vertrag ja im Laden. Wenn man dann aber wieder in den Laden stapft und sagt: "Ich möchte Kündigen" sagen die: "Schön, was geht mich das an?". Das nervt schon. Aber bei der Telekom z.B. kann man danach die Tarife auch im Internet umstellen. Also kann ich sehr wohl etwas dazu buchen oder auch weg buchen. Bleibt dir frage ob das reicht um auch kündigen zu dürfen im Internet. Da hast du recht...
 
Lediglich Internetdienste müssen eine Kündigung per E-Mail aktzeptieren.... Landgericht München: Internetdienste müssen Kündigung per E-Mail akzeptieren
 
Klassischer Fall ist GMX mit ihrem Premium Mail kram wie oft musste ich da nicht schon streiten weil sie einen teilweise gezwungen haben (gehe ich mal nicht näher drauf ein wie) die 2 Klicks zum Premium Account zu machen und danach ne schriftliche Kündigung verlangten.
 
Normalerweise sollte jeder Dienst auch eine "Account kündigen"-Option bieten könen. Dafür muss nochmal das Passwort eingegeben werden und bestenfalls auch das ganze noch per Email-Link bestätigt werden, um sicher zu stellen, dass es der richtige User ist. Technisch ist es das gleiche wie der Registrierungsvorgang. Sowas sollte man als Pflicht einführen - wo man sich online anmelden kann, sollte man sich auch online abmelden können. Kündigung per Briefpost ist bestenfalls optional, falls man sein Passwort nicht mehr weiß oder keinen Zugriff auf die verwendete Email-Adresse mehr hat.
 
@Trashy: Ja, das wünsche ich mir schon lange. Dann könnte ich endlich meinen alten Skype-Account und meine nutzlose Apple-ID löschen.
 
@w4n: So sieht es auch. Eine schriftliche Kündigung per Brief kann ja auch gefaked sein und stellt nicht zwingend ein Identifikationsmerkmal dar.
 
Ich wusste bereits vor Jahren, dass das eine Benachteiligung für den Kunden darstellt. Gut, dass es nun auch ein Urteil dazu gibt.

Schlimm war es, wenn man früher bei web.de ein "Geschenk" beim Einloggen durch einen Klick bekam und für das "Geschenk" dann sechzig (!) Euro zahlen musste. Eine Kündigung ging nur telefonisch bzw. per Post. Ich bin zwar nie drauf reingefallen, las aber viele Beschwerden im Netz, weil teilweise Kündigungen angeblich nie ankamen.
 
Lustig. Wenn man den Vertrag abschließt, ist es den Portalen egal wer da hinter steckt. Will man aber kündigen, möchten die plötzlich wissen wer du wirklich bist. Tzz... Ich finde das Urteil super!++
 
Damit müssten auch die abzockerfirmen ein kündigungsformular bzw. die möglichkeit anbieten per mail zu kündigen. sehr gut!
 
Cool, hat mal wieder alles viel zu lange gedauert. Hätte schon viel früher kommen müssen - aber gut, dass es jetzt amtlich ist. Kann man sich endlich die Gebühren für die Einschreiben sparen.
 
Hoffentlich haben sie das bei Maxdome gelesen.
 
Super Urteil. Damit bricht auf einen Schlag das ganze Geschäftsmodell unzähliger Unternehmen zusammen. Hoffentlich lässt sich das in Zukunft auch einfacher durchsetzen als über ein Gerichtsverfahren.
 
Mal schauen was nun das nächste Geschäftsmodell einiger Firmen wird. Mich wundert das dieser Sachverhalt nicht schon von anbeginn des Internetzeitalters so gültig war. Langsam wird den ganzen Abzockern das Handwerk gelegt und eine gewisse Verbraucherfreundlichkeit wiederhergestellt.
 
Oo... mir fällt dazu nur eins ein: ENDLICH! Sterbt ihr Mafias! Sterbt! :D Nur die ehrlichen Dienste sollen überleben und das verdienen, was sie verdienen. Jetzt ist es unsere (die der Leser der News) Aufgabe diese Nachricht zu verbreiten! JEDER SOLL SEINE RECHTE KENNEN!
 
vorsicht! das ist eine einzelfallentscheidung... taugt bestenfalls als verweis bei der eigenen klage... solang das nicht in ständige rechtsprechung überführt ist können gerichte so oder auch anders entscheiden. wenn ich wirklich sicherstellen will dass etwas gekündigt ist nutze ich eine zustellung via gerichtsvollzieher kost in aller regel 20 euro aber aus der kündigung windet sich keiner mehr raus!
 
sowas hätte schon seit jahren der standard sein müssen.
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