Bill Gates: Software bedroht auch die Mittelschicht

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates hat vor den Auswirkungen einer weitergehenden Automatisierung in vielen Wirtschaftsbereichen gewarnt. Denn Software ersetzt in immer mehr Gebieten den Menschen. mehr... Microsoft, Bill Gates, Gates Bildquelle: Microsoft Microsoft, Bill Gates, Gates Microsoft, Bill Gates, Gates Microsoft

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das hätte ich mir als Schüler auch gewünscht. Wieviel Sinnlose zeit ich mit Kunst, Musik, Deutsch verbracht habe.
Informatik und Mathe hätte gereicht.
 
@bulb82: Eigentlich eine traurige Einstellung, wenn man Kultur für die IT aufgeben möchte.
 
@bulb82: Ich stimme dir großteils zu. Wobei ich viel stärker für eine Wahl der Fächer bin. Ich hätte Sport, Musik, Kunst und alle Sprachen (außer Englisch) abgewählt und dafür Mathe, Physik, Chemie, Geschichte und Biologie ganz nach oben gesetzt, naja, jetzt bin ich raus. So what ^^
 
@bulb82: Bezeichnenderweise wären laut Gates' Aussage gerade Fächer wie Kunst, Musik und Deutsch besonders wichtig, da die dort vermittelten Dinge eben nicht einfach durch Computer geleistet werden können. ^^
 
Eine Ironie, das der Mann davor warnt, der das erst im großen Stil ermöglicht hat. Bill Gates sollte nicht davor warnen, er sollte sich dafür einsetzen das Wirtschaftsmodell zu reformieren um soziale Gleichgewichte nicht nur zu erhalten, sondern hier und da auch zu verbessern. Da der, von allen als "gute" beschriebene, Mann sich damit wahrscheinlich selber schaden würde, lässt er es.
 
@kkp2321: Ich denke das Problem liegt eher darin dass große Teile der Gesellschaft nicht begreifen wolen dass man sich mindestens genausoschnell weiterentwickeln muss wie die der Rest der Welt. Aber nein, man hält lieber an überholten Vorstellungen fest wie Wirtschaft funktioniert.
 
@pengo: Ich würde sagen das ein großer Teil der Gesellschaft dafür bereit ist, aber der kleine, reiche und machthabene Teil, dies nicht zulässt.
 
@pengo: eben, da alles nach eigens definierten Regeln funktioniert, aber jene die was ändern könnten, am meisten von diesen Regeln profitieren anstatt die Regeln etwas anzupassen um mehr Leuten den Zugang zu gewähren... musste dir doch nur mal anguggen, wir hauen unsere Kinder entgegen ihrem Biorhythmus halb 6 aus den Federn um sie mit 17 schulfertig und systemkonform geformt zu haben... total sinnlos in Zeiten wo wir 85 jahre und älter werden.
 
@kkp2321: Er warnt weniger, vor dem Ursprung der Veränderung, sondern eher davor, sich nicht anzupassen.
 
Und das sagt ein Mann der mit Software reich wurde.
 
@zivilist: auch ohne ihn würde die es heute nicht bedeutend anders aussehen.
 
@zivilist: Er warnt ja nicht vor Software oder sagt das Software deshalb "böse" ist sondern er weisst auf den Umstand hin das diese Folge aus der aktuellen Entwicklung kaum beachtet wird und in einigen Jahrzehnten massive Auswirkungen haben könnte.
 
@zivilist: Das die Industrialisierung (inklusive Software!) massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt hat, ist nix neues. Eigentlich erzählt er mir jedenfalls nix neues.
 
Vieles kommt aber auch darauf an, was die Gesellschaft akzeptiert. Einen Roboter in der Krankenpflege zum Beispiel würden viele einfach auch ablehnen. Genau so wünschen sich viele Leute ein "Fachgespräch" bzw. persönliche Beratung, weil sie das einfach besser finden, als die eigenen Recherche im Netz.
Ich als Softwareentwickler mache mir aber mal keine Sorgen, was die Zukunft betrifft :) so schnell geht mir die Arbeit nicht aus. Im Gegenteil.
 
@FatEric: Da die meisten Gesetzlich versicherten zu keinem Fachgespräch kommen, kann man auch gleich den Roboter einsetzen. Und wenn du wüsstest was mir eigene Recherchen im Netz schon mehr geholfen haben, als die fragwürdigen Ärzte die bei mir alles untersuchen, nur nicht das, was ich untersucht haben möchte... Als Softwareentwickler wirst du dich in baldiger Zukunft auf einen übersättigten Markt wiederfinden, das macht es für dich um so schwerer eine stabile Arbeitssituation aufrecht zu erhalten.
 
@kkp2321: Richtig. Bald werden Maschinen 80-90% aller Arbeiten erledigen können. Und dann gibt es massive Probleme in allen Bereichen wo Leute beschäftigt werden. Dann hat sich das System "Kapitalismus" hoffentlich überlebt.
 
@skyjagger: So sehr ich gegen den Kapitalismus bin und dazu auch stehe, so sehr habe ich, bei deinem Szenario, Angst das 80-90% der Menschen in Getto Verhältnissen leben. Schon heute ist es so, das ~70% des BIP von Reichen eingenommen werden. Ich sehe wirklich schwarz für die schon baldige Zukunft.
 
@skyjagger: Ist das nicht das Ziel von Technologie? Dem Menschen arbeit abnehmen? Um das ultraszenario zu erschaffen: Alles wird von Technologie hergestellt, jeder hat alles, freie BerufUNGSwahl. Finde ich wesentlich angenehmer, also: Weiter so, Automatisierung!!
 
@Every_b: Ja, aus meiner Sicht sehe ich das genauso. ABER, in der heutigen Gesellschaftsform ist dies nicht möglich. Da muß ein Umdenken stattfinden. Denn glaubst du ernsthaft, das einer der Fabrikbesitzer das eingenommene Geld dem Staat gibt, damit der die nicht mehr beschäftigten Leute versorgen kann? Also zumindest nicht freiwillig. Oder anderes Beispiel, du brauchst nur noch 2h die Woche arbeiten, meinst du das du dann genug verdienst, das du den Lebensstandard halten kannst ? Ich hab da so meine Bedenken
 
@FatEric: solange aber das eigene Profitstreben durch Beratungshonorare, Beteiligungen beim Abschluss bestimmter Verträge und dieses hinterf*tzige "wir wollen nur das beste für ihr Geld" Getue statthaft sind und nicht wirklich kundenorientiert in solchen Situationen agiert wird, ist das ganze nen Scheiß wert. Sieht man doch schön. alle wollen Frieden, aber der eine traut dem anderen nicht und darum hört man sich gegenseitig ab - aber wir haben uns alle total lieb... wie geisteskrank...
 
Kann die Kritiker nicht verstehen, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Bill Gates ist nicht dafür verantwortlich, dass nun mal der Fortschritt existiert. Wäre schlimm wenn nicht, dann würden wir immer noch Feuer machen. Es geht doch ganz klar darum, wie man mit dem Fortschritt umgeht, und daraus macht. Genau das was er sagt.
 
@Krucki: die meisten glauben evtl. das er davor warnt das hier Arbeitsplätze verloren gehen und dann kommt der Verweis auf seine Historie. Die haben eventuell nicht richtig gelesen. Er warnt davor das unser Bildungssystem nicht darauf vorbereitet ist und wir eigentlich bei der Vermittlung dieser Soft skills wesentlich weiter sein müssten um mit dieser neuen Herausforderung umgehen zu können.
 
@hezekiah: Naja er warnt ja aber auch eigentlich vor dem Wegfall von Arbeitsplätzen. Deshalb muss man ja Softskills ausbauen, damit man doch interessant bleibt für die bedrohten Jobs. Ich glaube es wird so oder so eine Verschiebung geben, was Berufsfelder betrifft. Man wird über kurz oder lang weniger handwerkliche Berufe haben. Daran ist aber nicht Bill Gates schuld. Die Entwicklung unserer Zivilisation passiert so oder so, etwas schneller oder etwas langsamer. Alleine das können solche innovationsstarke Menschen wie Bill Gates beeinflussen, aber nicht das es passiert.
 
"Letztlich lasse sich darauf nur reagieren, indem das Bildungssystem entscheidend verbessert wird." Hah, als ob das da überhaupt noch so schnell hinterherkommen wird. Und überhaupt, wenn die ganzen niedriglohn Jobs wegfallen. Was ist mit denen die einfach nicht soviel Grips haben? Oder die sich mit einem einfachen Leben zufrieden geben? Und was bedeutet "untere Einkommen"? Es kommen Altenpflege Robotoren, Programmierer werden auch weniger gebraucht, da an einer Software gearbeitet wird die Bugs in Software findet und Computer sind manchmal die besserern Ärzte. Das ich nicht lache.-----http://winfuture.de/news,74638.html-----www.zeit.de/2013/02/Smart-Senior-Manzeschke-Pflege-Technik--------http://winfuture.de/news,80650.html
 
Viel mehr sollten wir meiner Meinung nach langsam aus dem ganzen mal Profit in dem Sinne schlagen das wir grundsätzlich weniger Arbeiten müssen und uns mehr mit Kulturellen Dingen befassen können. Ich würde gerne Gitarre lernen, und ein wenig in meiner kleinen Werkstatt mit Holz rumbasteln. Aber leider bleibt mir dafür kaum Zeit. Da gibt es insgesamt viel zu sagen und ich denke es wäre machbar. Doch brauchen wir ein komplett neues Verständnis und ein offenes Ohr. Vielleicht ist es noch nicht umsetztbar, aber die tendenz dazu geht definitiv in diese Richtung.
 
Bislang hat man jede industrielle Revolution damit rechtfertigen können, dass zwar aufgrund der neuen Technologien Arbeitsplätze wegfielen, aber dafür in den neuen Technologien neue Arbeitsplätze entständen: Die Maschinen werden von Menschen gebaut, gewartet etc, man müsse nur die Menschen mitnehmen, sprich qualifizieren. Ich weiß nicht wie man das weiterhin begründen kann, wenn die neuen Abläufe ebenfalls durch Maschinen bewältigt werden... wenn also die Maschinen von Maschinen gebaut und gewartet werden usw. So groß kann das Wachstum in einer entlichen Welt gar nicht ausfallen, um das zu kömpensieren. Übrigens scheint Gates die Unterschicht schon völlig abgeschrieben zu haben, wenn er jetzt schon das Szenario entwirft, dass die Mittelschicht schon gefährdet sei.
 
Eine Automatisierung ist im Grunde genommen in Ordnung, wenn sie funktioniert. Der Haken ist nur dass das hierdurch erwirtschaftete Geld sehr wenigen Menschen zugute kommt...
 
@Antiheld: Sehr richtig! Deshalb ist das bedingungslose Grundeinkommen auch so richtig, das übrigens ursprünglich von der "london school of economics" stammt und nicht von irgendwelchen "linken Spinnern"! Denn das Wirtschaftssystem funktioniert nur wenn die Geldflüsse innerhalb des Systems erhalten bleiben. Fließt das Geld aber nicht mehr durch Löhne und Gehälter zurück zu den Verbrauchern, kolabiert das System! Um genau DAS zu verhindern ist das "bedingungslose Grundeinkommen" da!
 
Mist, ich hab den Doppelpunkt übersehen, dachte schon, der hat heute morgen das Buch gelesen "Wie krieg ich eins auf die Nuss".
 
Vielleicht ist sein Denkansatz grundlegend falsch, bzw. nicht weit genug gedacht? Es gibt durchaus Staats- und Wirtschaftstheorien die eine noch stärkere Automatisierung befürworten. Ich sehe uns zwar noch Jahrhunderte davon entfernt, aber im 23 Jahrhundert gibt es bei Startrek auch kein Geld mehr.
 
@Lastwebpage: Wir entwickeln uns eher davon Weg. Schuld ist aber nicht die Steigende Atomatisierung, sondern die steigende Bevölkerungszahl. Wenn die Population weiter so explodiert, dann wird es bald ziemlich eng auf unserem Bollen. Und dann verschärft sich das, was schon heute gilt: Wer viel Geld hat, kann sich "alles" leisten. Wer arm ist, hat unter Umständen nichtmal was zu essen.
 
Nichts ersetzt eine gute Krankenschwester in der Pflege oder im Hospiz. Da sind genauso softskills gefragt. Und im Lokal lasse ich mich lieber von einem Menschen beraten. In diesen und anderen Bereichen gibt es absehbar keinen Ersatz.
 
Wahre Worte, ich denke auch nicht das man die Entwicklung ausbremsen sollte - die Bildungssysteme hängen. Ohnehin sind viele Leute für die Tätigkeit als Servicekraft in einer Bar o.ä. überqualifiziert. Es braucht neue Geschäftsmodelle welche genau diesen Leuten zukünftig einen Mini-, Teilzeit- oder Vollzeitjob je nach Wunsch bieten, wo Sie Ihre Qualifikationen voll ausleben können und auch besser als 8 € / h entlohnt werden.
 
Und was "droht" denn da? Richtig - der Verlust des Einkommens, da dieses von einem Arbeitsplatz abhängt. Dieses Problem und manch anderes (Staatsverschuldung, Sozialkassen in Bezug auf die demographische Entwicklung ...) bestünde jedoch nicht, wenn Politiker es nicht versäumt hätten, Produktivität und Kapitalgewinne zu versteuern, statt ausgerechnet das Arbeitseinkommen ... Naja - was soll man von korrupten Vertretern auch erwarten, komisch nur, das die immer wieder gewählt werden ... was ein mehr als deutlicher Beweis dafür ist, das mit dem (Wahl)-System so einiges nicht stimmt... Was unterscheidet unsere Pseudo-Demokratie von Systemen in denen sog. Olygarchen bestimmen wer Präsident wird? Richtig - der einzige unterschied ist, das wir glauben (sollen) das unsere Wahl irgendeine Auswirkung auf das Ergebnis hat. Sieht man sich das Ergebnis aber mal näher an, dann war es völlig egal wer gerade regierte (zumal das langfristig gesehen doch eh immer die selben sind!), für den Normalbürger werden die Bedingungen immer schlechter und schlechter und darin ist nicht die ach so böse "Globalisierung" schuld !!!
 
Das ist genau der Punkt, den Politiker oder die Wirtschaft nicht glauben, bei ihrer "Fachkräftemangel-Panik".

Sie schlichten jetzt Deutschland voll mit Ausländischen Fachkräften
und in 10 Jahren wird man immer weniger Arbeitnehmer benötigen.

Deswegen finde ich es völlig falsch Panik-Studien bis ins Jahr 2050 aufzustellen, wenn man nicht einmal weiß, welchen Sprung die Technik die nächsten 10 Jahre machen wird.
 
Eine Ironie in sich und trotzdem so wahr. Wie hätte man mit dem Wissen, der Jugendhaftigkeit und der entsprechend zaghaften Weisheit zur Voraussicht welche (BG) und auch alle anderen in den 80ger Jahren hatten voraussehen können welche Eigentore man sich mit der selbst geschaffenen Entwicklung schafft. Damals konnte man auch ohne das Wissen eines (BG) richtig viel Geld mit dem EDV Handel verdienen und bekanntlich hört jede Voraussicht, jede Weisheit und alle guten Vorsätze bei klingelnder Kasse auf. Daran hat sich auch heute noch nichts geändert, Beispiele gibt es genug. Spinnen wir es etwas weiter müssen wir auch folgendes beachten: Erschreckend ist die Rechts populistische Entwicklung welche sich aus dem Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich, also der abnehmenden Mittelschicht ergeben. Wenn hier nicht endlich erkannt und aus der Vergangenheit, ja sogar Gegenwart etwas gelernt wird, befürchte ich das schlimmste.
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